Hallo Jenny!
Von mir auch noch ein bisschen Senf dazu 
In meiner ersten Schwangerschaft hab ich mich auch ein wenig auf die Geburt gefreut. Ich hatte vor, möglichst natürlich zu entbinden, Schmerzmittel wirklich nur, wenns gar nicht anders geht, und und und.
Selbstverständlich war auch gehöriger Respekt vor den Vorgängen und Auswirkungen einer Geburt dabei, man weiss ja schliesslich nicht, wie sich das so anfühlen wird.
Mein Mann und ich haben zusammen einen Geburtsvorbereitungskurs besucht. So etwas kann ich jedem Paar nur empfehlen! Es wird viel erklärt, auch viele medizinische Dinge werden erläutert, so dass man versteht, was wann warum gemacht werden kann oder auch nicht, wie es sich möglicherweise anfühlen wird und was es für Auswirkungen, auch weniger angenehme, haben kann. Dadurch verliert das Unbekannte seinen Schrecken, man kann darüber nachdenken, womit man sich wohlfühlen könnte.
Man kann eine Geburt insofern auch planen, als dass man mit seinem Partner, wenn man das möchte, und mit Hebammen oder Ärzten im Krankenhaus seiner Wahl, am besten bei einem Vortermin, bespricht, was man sich so vorstellt, was man absolut nicht möchte usw.
Ob das dann so eingehalten werden kann, steht auf einem anderen Blatt, aber im Vorfeld hilft es mit Sicherheit.
Bei mir lief die Geburt dann so ab, wie ich sie mir in meinen Alpträumen immer vorgestellt hatte: Notkaiserschnitt in Vollnarkose. In dem Moment, in dem mir gesagt wurde, dass das gemacht werden muss, war es mir schlicht und einfach recht. Ich hatte vorher keine langen Wehen oder Schmerzen, so dass es für mich keine körperliche Erleichterung dargestellt hat, aber einfach das Gefühl, jetzt weisst Du endlich, was kommen wird, Du weisst, dass der Kleine jetzt gleich da sein wird, und Du weisst, dass sich ganz viele Leute um ihn kümmern (ich selbst war mir da völlig egal), das hat ausgereicht, um mich ganz ruhig und besonnen handeln zu lassen. Wir haben noch Zeit gehabt, einen Anästhesie-Fragebogen auszufüllen, während OP und ich vorbereitet wurden. Ich durfte nochmal selbst aufs Klo gehen auf meinen Wunsch, und dann nahm alles ganz ruhig seinen Lauf.
Von meinen Alptraumgefühlen war nichts mehr übrig, weder vor noch nach der OP.
Dass ich danach etwas zu knabbern hatte weil alles so ganz anders lief als gewollt ist wieder etwas anderes, das geht vielen so. Aber es ist einfach der Lauf der Dinge, und zum Glück hat man es in der Hand, eine Geburt flexibel ablaufen zu lassen und das Beste für Mutter und Kind daraus zu machen. Das ist viel wert!
Jetzt bin ich wieder schwanger. Ich freue mich auf die Geburt, denn danach habe ich mein Baby endlich in den Armen! Ich weiss, wie es aussieht, ich weiss, wie es riecht, sich anhört…
Wie es diesmal sein wird, steht in den Sternen. Natürlich hoffe ich wieder auf diesen und jenen Ablauf, und einen Kaiserschnitt will ich auch diesmal nicht. Aber, man weiss nicht, was kommt. Egal was es sein wird, wir werden es meistern.
Mit dem einzigen Unterschied, wenn es wieder ein Kaiserschnitt werden sollte, wird auch das Dritte so zur Welt kommen müssen. Das wissen wir schon vorher.
Einen Vorbereitungskurs mit meinem Mann zusammen werde ich auch diesmal wieder machen.
Und wir sehen uns alle in Frage kommenden Krankenhäuser in der Gegend an. Jedes hat so seine Vor- und Nachteile, und es gibt meistens mehrere zur Auswahl, so dass man das nehmen kann, bei dem man sich am besten aufgehoben fühlt.
Liebe Grüsse und viel Spass bei der weiteren Planung!
Bine 