Die Jusos wollen Sozialismus!

Hallo Schlaumeier,

  1. Wir haben bereits jetzt eine SOZIALE Marktwirtschaft
    http://de.wikipedia.org/wiki/Soziale_Marktwirtschaft

ist ja toll dass Du mich aufklärst, hätte ich gar nicht gewusst.

  1. In der genannten Quelle wird das beschrieben, worauf sich
    mehr oder minder alle Parteien im Bundestag berufen - die
    schon genannte soziale MW. Da geht es also nicht um etwas, was
    verfassungsfeindlich ist, sondern um den derzeitigen
    IST-Zustand

Die soziale MW basiert auf dem Kapitalismus. Meine Antwort bezog sich dann auf die Abschaffung der sozialen MW. Ich kann ja nicht ahnen, dass Du hier solche Troll-Antworten schreibst.

Gruß
Tilo

das der Staat BRD völkerreechtlich gar nicht existent ist,
weil 45 nur die Deutsche Wehrmacht kapituliert hat und nicht
das Deutsche Reich. Desweiteren steht irgendwo im GG, dass bei
Vereinigung eine neue Verfassung für Gesamtdeustchland zu
erarbeiten sei, was man auch nicht gemacht hat.

Hahaha, die Gelegenheit für eine der unzähligen Wiederholungen dieser abstrusen Theorien war wohl günstig.
http://de.wikipedia.org/wiki/Deutsches_Reich#Staatsr…

Und natürlich ist das Grundgesetz Deutschlands Verfassung.

Gruß
C.

Hallo Schlaumeier,

Wenn die Argumente und Kenntnisse fehlen, wird es persönlich?
Hi!

ist ja toll dass Du mich aufklärst, hätte ich gar nicht
gewusst.

Deshalb ja mein Hinweis.

Die soziale MW basiert auf dem Kapitalismus. Meine Antwort
bezog sich dann auf die Abschaffung der sozialen MW.

Nein, Deine Antwort bezog sich auf die Abschaffung des Kapitalismus (die in der Quelle übrigens in keiner Weise gefordert wird, da auf diesem Gerüst die soziale MW ruht, welche lt. DEINER Aussage auf dem Kapitalismus basiert - klein wenig paradox, hm?) und die angebliche Verfassungsfeindlichkeit.

Ich kann
ja nicht ahnen, dass Du hier solche Troll-Antworten schreibst.

Wie gesagt: Keine Ahnung, keine Argumente, also persönliche Angriffe?

Naja, egal - wenn solche Dinge von einem Wesen kommen, dass die JuSo als Untergang Deutschlands erkennt, aber nicht mal weiß, dass im Parteiprogramm der „Mutter“ (sprich: SPD) u.a. Sozialismus als Ziel genannt wird (warum wohl ist der erste Buchstabe der Partei ein „S“?), erheitert es mich zum Wochenende ganz nett…

Gruß
Guido

Hahaha, die Gelegenheit für eine der unzähligen Wiederholungen
dieser abstrusen Theorien war wohl günstig.
http://de.wikipedia.org/wiki/Deutsches_Reich#Staatsr…

Und natürlich ist das Grundgesetz Deutschlands Verfassung.

http://dejure.org/gesetze/GG/146.html
?

Hallo Schlaumeier,

Die soziale MW basiert auf dem Kapitalismus. Meine Antwort
bezog sich dann auf die Abschaffung der sozialen MW.

Nein, Deine Antwort bezog sich auf die Abschaffung des
Kapitalismus (die in der Quelle übrigens in keiner
Weise gefordert wird, da auf diesem Gerüst die soziale MW
ruht, welche lt. DEINER Aussage auf dem Kapitalismus basiert -
klein wenig paradox, hm?)
und die angebliche
Verfassungsfeindlichkeit.

Meine Antwort bezog sich auf das bestehende System, also die soziale MW. Das hatte ich etwas falsch interpretiert bzw. ich hatte zu unüberlegt geschrieben. Damit ist das dann klar gestellt und die ganze Aufregung wäre gar nicht nötig gewesen. Wenn Du diese Klarstellung nicht akzeptierst, dann ist das Dein Problem und kindisch.

Genauso kindisch wie einige andere Antworten in diesem Thread.

Gruß
Tilo


Don’t feed the Troll.

Das kannst Du Dich amüsieren wie Du willst. Erstens hab ich
mit der CDU nichts am Hut. Und zweitens, wenn man das
kapitalistische Wirtschaftssystem abschaffen will und durch
eine neue Verfassung ersetzen will, dann ist das für mich
verfassungsfeindlich.

Gruß
Tilo

Hallo,

würdest Du vielleicht mal zur Kenntnis nehmen, daß unsere Verfassung in der Frage der Wirtschaftsverfassung weitestgehend neutral ist ?

Hallo,

Planwirtschaft ist Planwirtschaft.

Das ist eine selten zutreffende Aussage!
Nur was willst du uns damit sagen?
Ja, ein Auto ist ein Auto und ein Esel ein Esel.

Ich vermute mal du wolltest eigentlich sagen, dass jede Form vom Planwirtschaft verfassungsfeindlich ist.
Das ist natürlich Unsinn, denn z. B. staatliche Aufgaben werden fast vollständig als Planwirtschaft wahrgenommen. Auch unser Gesundheitssystem ist zu großen Teilen eine Planwirtschaft. Das mag man nun beklagen wegen der Ineffizienz beider Bereiche, aber Verfassungsfeindlich ist das darum noch lange nicht.

Auch deine anscheinende Gleichsetzung von Sozialismus und Planwirtschaft ist kurios, zumindest in bezug auf die Jusos als Zweig der deutschen Sozialdemokratie. Vielleicht sollest du dich einfach mal grob informieren was Sozialdemokratie ist, vielleicht auch noch mal über den von dir anscheinend so wertgeschätzten Kapitalismus, denn über den machst du dir anscheinend auch Illusionen.
Nur ganz grundsätzlich angemerkt, den berühmten „Freien Markt“ gibt es im Grunde nicht. Jede Marktwirtschaft funktioniert nach Regeln. Man könnte auch sagen ist reguliert.

Die größte und meist manipulative Lüge ist, zu behaupten der Markt sei gänzlich frei oder hätte völlig eigenständig Regeln. Dies wird meist von denen behauptet denen die gegenwärtigen Regeln die größten Vorteile gewähren.

Gruß
Werner

Und?
Was genau ist jetzt Deine Frage?

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

Von vorn
Hi Ahnungsloser (ich passe mich mal Deiner Artikulation an)

Meine Antwort bezog sich auf das bestehende System, also die
soziale MW.

OK, ich vergesse jetzt mal alles, was Du so verzapfst hast und wiederhole meine Frage:
Wo ist eine Verfassungswidrigkeit in dem genannten Zitat?

Genauso kindisch wie einige andere Antworten in diesem Thread.

Stimmt schon - eigentlich so alle von Dir…

Don’t feed the Troll.

Ich weiß, aber manchmal kann ich nicht anders :smile:

Gruß
Guido

Hahaha, die Gelegenheit für eine der unzähligen Wiederholungen
dieser abstrusen Theorien war wohl günstig.
http://de.wikipedia.org/wiki/Deutsches_Reich#Staatsr…

Und natürlich ist das Grundgesetz Deutschlands Verfassung.

http://dejure.org/gesetze/GG/146.html

Eine Verfassung wird nicht durch ihren Namen zu einer Verfassung sondern durch ihren Inhalt und durch ihren Zweck. Nach diesen Kriterien ist das Grundgesetz eine Verfassung, Daß das Ding die Bezeichnung Grundgesetz heißt, ist der damaligen Situation geschuldet.

Gruß
Christian

nun… auf legaler Basis ist das nun eines jeden Recht in unserer Staatsform…

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

Hmh …
Hi Tilo,

Das kannst Du Dich amüsieren wie Du willst. Erstens hab ich
mit der CDU nichts am Hut. Und zweitens, wenn man das
kapitalistische Wirtschaftssystem abschaffen will und durch
eine neue Verfassung ersetzen will, dann ist das für mich
verfassungsfeindlich.

Bist Du Dir eigentlich sicher, dass Du Dich mit Deiner sehr vehement geäußerten Meinung auf der Basis unserer Verfassung bewegst?

Der Vorwurf der Verfassungsfeindlichkeit ist in einem verfassten Rechtsstaat ein Killerargument, mit der Du u.a. Meinungsfreiheit totmachen kannst. Du solltest - wie alle Demokraten - sehr vorsichtig mit der Verwendung dieses Vorwurfs sein. Nicht jede Meinung, die Dir nicht passt, ist verfassungsfeindlich.
Eher ist es ein Armutszeugnis, wenn man offenbar argumentativ nicht weiterkommt und die Gerichte anrufen muss, um eine unpassende Meinung zumindest von der gesellschaftlichen Oberfläche verschwinden zu lassen.

Grüße
Jürgen

Hallo Tilo

was ich gestern bei Maybrit Illner gehört habe, hat mich ja
schockiert. Nicht nur, dass die Juso-Chefin mit der Linken
koalieren möchte, und anscheinend gute Beziehungen zur
Linkspartei hat, nein, sie möchte auch einen sozialistischen
Staat.

Zunächst mal finde ich nicht, daß es ein Problem darstellt, wenn zwei
Jungpolitikerinnen, beide unter 30 und unvorbelastet was irgendwelche
Stasiverbrechen angeht, über eine Koalition nachdenken. Das ist ein vollkommen
normaler Vorgang, und prinzipiell sollten alle Parteien in einem demokratischen
koalitionsfähig sein.

Einen sozialistischen Staat anzustreben klingt natürlich anachronistisch, vor
allem mit der heute weitverbreiteten Gleichsetzung des Sozialismus mit der
ehemaligen DDR-Realität. Aber wenn man den Begriff nach moderneren Maßstäben mit
Leben füllt, dann ist diese Vision doch gar nicht so beängstigend.

Sozialismus und Unfreiheit bzw. Sozialismus und Planwirtschaft sind überhaupt
keine in Stein gemeiselten Synonyme. Die Weigerung jedenfalls sich mit einer
Optimierung des bestehenden Systems auseinanderzusetzen bedeutet im Umkehrschluß
nichts anderes als die aktuellen Lebensumstände als Optimum zu betrachten.

Der Kapitalismus war schon immer ein ausbeuterisches System. Zunächst wurden die
Menschen ausgebeutet, solange bis sich soziale Standards durchgesetzt haben und
wir heute in den meisten Ländern einen sozialen Kapitalismus vorfinden, der
durch planwirtschaftliche Elemente (Gesundheitswesen, öffentlicher Nahverkehr
usw.) die negativen Auswirkungen reines Profitstrebens auf das Individuum
abmildert. Dafür ist es heute die Natur die hemmungslos ausgebeutet wird. Das
geht eben so lange gut, bis die Bodenschätze weitgehend erschöpft sind, und
gleichzeitig die Schere zwischen arm und reich so weit auseinanderklafft, daß
auch Fernsehen und Chips die Menschen nicht mehr davon abhalten können für ihre
Rechte einzustehen…

Gruß
Tom

Hallo,

Sozialismus und Unfreiheit bzw. Sozialismus und Planwirtschaft
sind überhaupt
keine in Stein gemeiselten Synonyme.

Sozialismus steht für Unfreiheit. Es fehlt die Möglichkeit, sich die Freiheit zu nehmen, durch Ehrgeiz, Egoismus und Fleiß in eine bessere Position zu bringen. Sozialismus steht für Staatskapitalismus, in denen Individualität keinen Platz hat.

Man hört zwar häufig Argumente, dass der Sozialismus, wie er jetzt in manchen Ländern vorhanden ist, nicht das ist, was sich die Sozialisten vorstellen, jedoch gibt es nicht ein einziges Beispiel, dass irgendwo der vorgestellte Sozialismus funktioniert hat.

Ein Blick in das Programm der Sozialisten offenbart einiges. Private Unternehmungen werden da nicht erwähnt. Stattdessen möchte man einige private Unternehmungen wieder verstaatlichen.

Die Weigerung jedenfalls

sich mit einer
Optimierung des bestehenden Systems auseinanderzusetzen

Was wäre denn überhaupt eien Optimierung des Systems?

Wie sieht der Sozialismus aus, in dem jeder Mensch seinen privaten Vorlieben nachgehen kann, in denen die unternehmerische Freiheit groß geschrieben wird, in denen jeder aus puren Egoismus, reich zu werden, eine Firma gründet und Arbeitskräfte beschäftigt? Im Sozialismus steht Gleichheit mit im Vordergrund. Bedeutet das, gleiche Löhne? Wenn der Chef mehr als der Arbeiter verdient, fühlt sich ja der Arbeiter ungerecht behandelt und ausgebeutet. Wie verhält man sich hier?

Der Kapitalismus war schon immer ein ausbeuterisches System.

Nein, diese Annahme ist grundsätzlich falsch. Das trifft lediglich auf den Frühkapitalismus zu.
http://de.wikipedia.org/wiki/Kapitalismus

durch planwirtschaftliche Elemente (Gesundheitswesen,
öffentlicher Nahverkehr
usw.) die negativen Auswirkungen reines Profitstrebens auf das
Individuum
abmildert. Dafür ist es heute die Natur die hemmungslos

Auch das ist falsch.

Ein Bsp: Erst jetzt ist in Bayern die Debatte über den katastrophalen Zustand der planwirtschaftlich betrieben Schulbusse entbrannt. Diese öffentlichen Verkehrsmittel entsprechen nicht mal mehr den grundlegendsten Sicherheitsstandards. Einige mussten vom TÜV aus dem Verkehr gezogen werden, bei anderen wurden die Ämter durch Anzeigen dazu bewegt, zu reagieren. Es fehlen grundsätzlich die finanziellen Mittel. Würde man das Schulbuswesen in die private Hand geben, würden hier durch die eingenommen Gelder die Busse in einem besseren Zustand sein. In der jetzigen Situation haben die Eltern Angst, ihre Kinder in den überfüllten und kaputten Bussen in die Schule fahren zu lassen und engagieren entweder Fremdfirmen oder fahren die Kinder selber hin.

Ein anderes Beispiel: Telekom. DIE LINKE will ja die Telekom wieder verstaatlichen. Erst seit dem sie in privater Hand ist, ist sie konkurrenzfähig. Vorher waren die Nettowohlfahrtverluste enorm. Als Staatsunternehmen hätte die Telekom überhaupt keine Anreiz, die Gebühren zu senken und neue Telekommunikationsmöglichkeiten einzuführen.

ausgebeutet wird. Das
geht eben so lange gut, bis die Bodenschätze weitgehend
erschöpft sind, und

Gerade im Sozialismus werden ineffizient die Bodenschätze ausgeplündert. Es besteht keinerlei Notwendigkeit, für Schäden gerade zu stehen, denn ein staatlicher betrieb ist niemanden verpflichtet und kann nicht zur Rechenschaft gezogen werden. Man müsste sich selber anzeigen und verurteilen. Wie das aussah, kann man heute im Raum Bitterfeld beobachten.

Die Debatte um Sozialismus ist uralt. Befürworter argumentieren immer, dass man es noch nie ausprobiert hat und der jetzige Sozialismus nicht das ist, was man meint. Was die Sozialismusbefürworter immer vernachlässigen, ist die Individualität des Menschen. Für die einen bedeutet Freiheit, nur wenig zu arbeiten und die Freiheit zu genießen, für andere viel zu arbeiten, um einen hohen Lebensstandard zu erreichen. Das funktioniert generell nicht im Sozialismus.

Herrlich
Es ist Sonnabend, die Sonne lacht und dieser Thread ist so herrlich komisch. Einziges Manko, du hast bei

das der Staat BRD völkerreechtlich gar nicht existent ist,
weil 45 nur die Deutsche Wehrmacht kapituliert hat und nicht
das Deutsche Reich.

vergessen, dein wirre These von Stalins verhinderten Erstschlag einzuflechten.

Hallo Guido,

  1. In der genannten Quelle wird das beschrieben, worauf sich
    mehr oder minder alle Parteien im Bundestag berufen - die
    schon genannte soziale MW.

Nur versteht jede Partei etwas anderes darunter.

http://de.wikipedia.org/wiki/Soziale_Marktwirtschaft

„Die Soziale Marktwirtschaft basiert auf den Gestaltungselementen der freien Marktwirtschaft. Dazu gehören freie Preisbildung für Güter und Leistungen am Markt, Privateigentum an Produktionsmitteln und Gewinnstreben als Leistungsanreiz. Durch die Schaffung eines rechtlichen Rahmens sollen die persönlichen Freiheitsrechte, wie Gewerbe-, Konsum-, Vertrags-, Berufs- und Koalitionsfreiheit gewährleistet werden.“

Ich lese da jetzt nichts von „Verstaatlichung von Produktionsmitteln“, wie es einige fordern.

http://die-linke-bs.de/index.php?option=com_content&…

„Die Verstaatlichung zum Wohle der Allgemeinheit („Eigentum verpflichtet“) ist sowohl vom Grundgesetz wie auch von den Programmatischen Eckpunkten der LINKEN gedeckt und gehörte schon immer zu linken Grundsätzen. Wir werden uns auch in Zukunft für diese Position in- und ausserhalb der Partei stark machen.“

Hallo,

nur keine Panik. Niemand hat die Absicht, eine Mauer zu bauen. Somit hat man alle Zeit der Welt und die Freiheit, sich das Land der Wahl auszusuchen, in dem man leben möchte.

Hallo Steven,

Sozialismus steht für Unfreiheit. Es fehlt die Möglichkeit,
sich die Freiheit zu nehmen, durch Ehrgeiz, Egoismus und
Fleiß in eine bessere Position zu bringen. Sozialismus steht
für Staatskapitalismus, in denen Individualität keinen Platz
hat.

Das steht wo?

Man hört zwar häufig Argumente, dass der Sozialismus, wie er
jetzt in manchen Ländern vorhanden ist, nicht das ist, was
sich die Sozialisten vorstellen, jedoch gibt es nicht ein
einziges Beispiel, dass irgendwo der vorgestellte Sozialismus
funktioniert hat.

Das mag richtig sein, allerdings wenn man die Kürze der Zeit in Betracht zieht, würde ich behaupten, dass auch noch keine Form des Kapitalismus den Beweis angetreten hat, dass er funktioniert. Denn eine richtige Krise hat auch er noch nicht bewältigen müssen …

Ein Blick in das Programm der Sozialisten offenbart einiges.
Private Unternehmungen werden da nicht erwähnt. Stattdessen
möchte man einige private Unternehmungen wieder
verstaatlichen.

Nu, das ist in Deutschland in jedem Lager diskussionswürdig. Wir haben letztendlich keinen reinen Kapitalismus a la Angelsachsen sondern eine soziale Marktwirtschaft.

Wie sieht der Sozialismus aus, in dem jeder Mensch seinen
privaten Vorlieben nachgehen kann, in denen die
unternehmerische Freiheit groß geschrieben wird, in denen
jeder aus puren Egoismus, reich zu werden, eine Firma gründet
und Arbeitskräfte beschäftigt? Im Sozialismus steht Gleichheit
mit im Vordergrund. Bedeutet das, gleiche Löhne? Wenn der Chef
mehr als der Arbeiter verdient, fühlt sich ja der Arbeiter
ungerecht behandelt und ausgebeutet. Wie verhält man sich
hier?

Gleichheit ist dehnbar bzw. definierbar. Sie muss nicht zwangsläufig Einkommensgleichheit bedeuten …

Ein Bsp: Erst jetzt ist in Bayern die Debatte über den
katastrophalen Zustand der planwirtschaftlich betrieben
Schulbusse entbrannt. Diese öffentlichen Verkehrsmittel
entsprechen nicht mal mehr den grundlegendsten
Sicherheitsstandards. Einige mussten vom TÜV aus dem Verkehr
gezogen werden, bei anderen wurden die Ämter durch Anzeigen
dazu bewegt, zu reagieren. Es fehlen grundsätzlich die
finanziellen Mittel. Würde man das Schulbuswesen in die
private Hand geben, würden hier durch die eingenommen Gelder
die Busse in einem besseren Zustand sein.

A bisserl blauäugig in Deinem Privatisierungswahn. Dir sind die brillianten Privatisierungsbeispiele aus dem Musterland Grossbritannien ein Begriff? Stromversorgung? Wasserversorgung?
Nein, der Markt regelt vieles, aber nicht alles. Und Netze und Infrastruktur scheint er - wie an vielen Stellen bewiesen - nicht einfach so regeln zu können.

Ein anderes Beispiel: Telekom. DIE LINKE will ja die Telekom
wieder verstaatlichen. Erst seit dem sie in privater Hand ist,
ist sie konkurrenzfähig. Vorher waren die
Nettowohlfahrtverluste enorm. Als Staatsunternehmen hätte die
Telekom überhaupt keine Anreiz, die Gebühren zu senken und
neue Telekommunikationsmöglichkeiten einzuführen.

s.o. Dienstleistung ja, Netzbetrieb vermutlich nein.

Die Debatte um Sozialismus ist uralt. Befürworter
argumentieren immer, dass man es noch nie ausprobiert hat und
der jetzige Sozialismus nicht das ist, was man meint. Was die
Sozialismusbefürworter immer vernachlässigen, ist die
Individualität des Menschen. Für die einen bedeutet Freiheit,
nur wenig zu arbeiten und die Freiheit zu genießen, für andere
viel zu arbeiten, um einen hohen Lebensstandard zu erreichen.
Das funktioniert generell nicht im Sozialismus.

Ich bin klar der Meinung, dass wir beide Pole in der Gesellschaft brauchen. Den marktliberalen und den sozialistischen. Der Kompromiss macht erfolgreich. Die Verteufelung der Gegenseite auf beiden Seiten ist lähmend, in meinen Augen töricht vereinfachend und führt in die Sackgasse. So oder so …

Grüße
Jürgen

Das mag richtig sein, allerdings wenn man die Kürze der Zeit
in Betracht zieht, würde ich behaupten, dass auch noch keine
Form des Kapitalismus den Beweis angetreten hat, dass er
funktioniert. Denn eine richtige Krise hat auch er noch nicht
bewältigen müssen …

Vielleicht ist das der Beweis? In derselben Zeit sind nämlich sämtliche (und zwar alle!) Sozialistischen Ländern pleite gegangen. Erst seit sie sich dem Kapitalismus geöffnet haben kriegen die Menschen dort was vom Wohlstand ab (siehe zB Russland, Bangladesh, China)

A bisserl blauäugig in Deinem Privatisierungswahn. Dir sind
die brillianten Privatisierungsbeispiele aus dem Musterland
Grossbritannien ein Begriff? Stromversorgung?
Wasserversorgung?
Nein, der Markt regelt vieles, aber nicht alles. Und Netze und
Infrastruktur scheint er - wie an vielen Stellen bewiesen -
nicht einfach so regeln zu können.

Die marode Infrastruktur in GB liegt aber nicht an den Privatisierungen, sondern daran, dass Sicherheitsstandards nicht geregelt und/oder eingehalten werden. Sowohl die Bahn in Aktionärshand als auch in Bundeshand muss sich an weitreichende Sicherheitsstandards halten. Meinst Du ernsthaft, private Unternehmer würden sich dem Risiko aussetzen diese zu missachten?

Ich bin klar der Meinung, dass wir beide Pole in der
Gesellschaft brauchen. Den marktliberalen und den
sozialistischen. Der Kompromiss macht erfolgreich. Die
Verteufelung der Gegenseite auf beiden Seiten ist lähmend, in
meinen Augen töricht vereinfachend und führt in die Sackgasse.
So oder so …

Das liegt imho aber daran, dass keiner einen der beiden Begriffe zufriedenstellend definieren kann. Jeder definiert sie für sich selber, um dann den Gegenpol zu verteufeln. Ist die SPD sozialistisch oder die SED-PDS-Linke? War es Jugoslawien oder die Stalin-Sowjetunion? Ist Deutschland kapitalistisch oder die USA? GB oder Japan? vielleicht sollte erstmal offen definiert werden, was die Begriffe bedeuten, bevor man sich streiten kann was besser ist, oder was man von jeder Richtung übernimmt…

gruß

Hallo,

Das steht wo?

„Steht“ in Form von Synonym von oder „kann gleichgesetzt werden“

Das mag richtig sein, allerdings wenn man die Kürze der Zeit
in Betracht zieht, würde ich behaupten, dass auch noch keine
Form des Kapitalismus den Beweis angetreten hat, dass er
funktioniert. Denn eine richtige Krise hat auch er noch nicht
bewältigen müssen …

Der Kapitalismus existiert seit über 200 Jahren, der Sozialismus hat bisher nicht lange durchgehalten.

Nu, das ist in Deutschland in jedem Lager diskussionswürdig.
Wir haben letztendlich keinen reinen Kapitalismus a la
Angelsachsen sondern eine soziale Marktwirtschaft.

Gegen die soziale Marktwirtschaft wendet ja auch keiner was ein. Das wird heute von den meisten Ländern praktiziert.

Gleichheit ist dehnbar bzw. definierbar. Sie muss nicht
zwangsläufig Einkommensgleichheit bedeuten …

Dann sollte diese „Gleichheit“ näher spezifiziert werden.

„Sozialisten betonen besonders die Grundwerte Gleichheit, Gerechtigkeit und Solidarität…“

http://de.wikipedia.org/wiki/Sozialismus

Mich würde es auch interessieren, was man darunter versteht.

Nein, der Markt regelt vieles, aber nicht alles. Und Netze und
Infrastruktur scheint er - wie an vielen Stellen bewiesen -
nicht einfach so regeln zu können.

Gerade für natürliche Monopole gibt es Regularien. Das ganze i staatlicher Hand würde niemanden einen Anreiz geben, etwas an bestehendes Situationen zu ändern. Liegt es in privater Hand, kann der Staat regulierend eingreifen und trotzdem das Unternehmen Gewinne verbuchen. Es sollte klar sein, dass es für natürliche Monopole unsinnig ist, Wettbewerbsstrukturen zu erschaffen.

sozialistischen. Der Kompromiss macht erfolgreich. Die

Und das sollten auch die Sozialisten einsehen. Wir haben ja den Kompromiss der sozialen Marktwirtschaft. Das ist vielen Sozialisten zu wenig und man macht sich in endlosen Debatten dafür stark, erfolgreiche Menschen noch stärker zu belasten, um irgendeine kleine Wählerschaft zufrieden zu stellen. Diese Debatten der Sozialisten spalten und schaffen nur Unmut und Neid.

Interessant ist ja zu sehen, wer eigentlich den Sozialismus wählt. Warum sind so wenige erfolgreiche Menschen darunter?