Die Kirche und die Familie von Jesus

Hallo!
Neulich ist hier gefragt worden, was aus Joseph und den Geschwistern Jesu eigentlich wurde.
Nach meiner Auffassung waren einige seiner Brüder zunächst im Vorstand der jerusalemer Gemeinde, wurden dann aber von Paulus systematisch ausgebootet.
Der Vorteil dieser Lösung war, dass sich in der christlichen Kirche von Anfang an statt des dynastischen Systems das System der Wahl durchgesetzt hat, ganz im Gegensatz zur heute noch im Nahen Osten üblichen Praxis (z.B. Syrien) und auch im Gegensatz zur Frühgeschichte des Islam.
Der Vorteil des Wahlsystems ist, dass nicht der biologische Erbe
Nachfoger wird, sondern der beste, der gerissenste usw.
Möglicherweise ein Ergebnis der Kinderlosigkeit des fanatischen Frauenhassers Paulus.
So hat das Christentum den wenigstens in einem Punkt den Fortschritt der Moderne befördert.
Frank Jeschke

Hallo!

Vorstand der jerusalemer Gemeinde, wurden dann aber von Paulus
systematisch ausgebootet.

Das sind doch nur Theorien zu denen es keine Beweise gibt!

Nachfoger wird, sondern der beste, der gerissenste usw.
Möglicherweise ein Ergebnis der Kinderlosigkeit des
fanatischen Frauenhassers Paulus.

Paulus Frauenhasser, bitte belegen!

So hat das Christentum den wenigstens in einem Punkt den
Fortschritt der Moderne befördert.

Ich frage mich wieso sie solch ein Hasser des Christentums sind!

Über Jakobus und Paulus

Neulich ist hier gefragt worden, was aus Joseph und den
Geschwistern Jesu eigentlich wurde. Nach meiner Auffassung waren einige seiner Brüder

nur einer, Jakobus (Galater 1, 19)

zunächst im Vorstand der Jerusalemer Gemeinde, wurden dann aber von Paulus systematisch ausgebootet.

Nein. Ich zitiere Galater 2, 9: „… da … gaben Jakobus und Kephas und Johannes, die als Säulen angesehen werden, mir und Barnabas die rechte Hand, und wir wurden uns einig, daß wir zu den Heiden, sie aber unter den Juden predigen sollten.“

  • Johannes, der Sohn des Zebedäus, wurde in der nach dem Apostelkonzil 43/44 u.Z. hereinbrechenden Verfolgung (Apg. 12, 1ff.) zusammen mit seinem Bruder ermordet (Apg. 12,2 i.V.m. Markus 10,39)
  • Kephas gleich Petrus wurde verhaftet, entkam aber (Apg. 12,5) und mußte fliehen
  • und übrig blieb als alleiniger Gemeindeleiter Jakobus, genannt der Kleine oder der Gerechte, bis er 62 u.Z. ebenfalls umgebracht wurde. Dies steht nicht mehr in der Bibel, sondern in den „Jüdischen Altertümern“ des jüdischen Historikers Flavius Josephus (Ant. iud. XX, 9, 1) und ist die EINZIGE sichere Erwähnung eines Urchristen durch einen zeitgenössischen Profangeschichtsschreiber.
    Paulus hat niemanden ausgebootet.

… des fanatischen Frauenhassers Paulus.

Ohoh, dem kann ich nicht zustimmen. Im Brief des Paulus an die christliche Gemeinde in Rom (besser gesagt in der Abschrift des Briefs, die Paulus durch die Diakonin Phoebe nach Ephesus bringen ließ und die jetzt Bestandteil der Bibel ist), also in Römer 16,1 - 16 erwähnt Paulus dreißig Christen, davon 28 mit Namen, die er grüßen läßt. Von diesen 30 sind neun Frauen. Sie werden mit Worten bedacht wie: „Grüßt die Priska …, die für mein Leben ihren Hals hingehalten hat“ (Rö. 16,3), „Grüßt die Persis, meine Liebe (!), die sich viel gemüht hat im Dienst des Herrn“ (Rö. 16, 12), „Grüßt Rufus … und seine Mutter, die auch mir eine Mutter geworden ist“ (Rö. 16,13). Ein Frauenfeind redet anders.

  • Django -

klar…
daß es für ein Ausbooten von Jesus-Brüdern durch Paulus keine Belege gibt. Aber zwar ist der in Gal 1.19 erwähnte Jakobus „der Bruder des Herrn“ (siehe auch meinen Artikel „Jesus und seine Brüder“ im Forum „Geisteswissenschaften“) möglicherweise identisch mit Jakobus in

… Galater 2, 9: „… da … gaben Jakobus und
Kephas und Johannes, die als Säulen angesehen werden…“

Aber

  • Johannes, der Sohn des Zebedäus, wurde in der nach dem
    Apostelkonzil 43/44 u.Z. hereinbrechenden Verfolgung (Apg. 12,
    1ff.) zusammen mit seinem Bruder ermordet (Apg. 12,2 i.V.m.
    Markus 10,39)

in Apg. 12.2 wird Jakobus, der Bruder (!) des Johannes, ermordet (übrigens NICHT Johannes !). Diese beiden werden (u.a.) in Markus 10.35 (!) als Söhne des Zebedäus bezeichnet.

Da DIESER Jakobus also Apg.12.2 tot ist, als Petrus gefangen genommen wurde, muß der in Apg. 12.17 von dem befreiten Petrus genannte Jakobus („berichtet Jakobus und den Brüdern dieses!“) ein anderer sein… vermutlich Jakobus, der Bruder Jesu.

Und der ist vermutlich der in

Flavius Josephus (Ant. iud. XX, 9, 1)

erwähnte.

M.G.

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Die Hinrichtung des Johannes Zebedäus

In Apg. 12.2 wird Jakobus, der Bruder (!) des Johannes, ermordet (übrigens NICHT Johannes !). Diese beiden werden (u.a.) in Markus 10.35 (!) als Söhne des Zebedäus bezeichnet.

Die Nachricht von der Hinrichtung des Johannes Zebedäus hat sich u.a. deswegen nicht deutlicher erhalten, weil er wegen der Namensgleichheit für den Autor des Johannesevangeliums, der Apokalypse und der Johannesbriefe gehalten wurde.

  • Lukas berichtet über den Tod des Jakobus Zebedäus und schweigt einfach darüber, was mit Johannes Zebedäus wurde.
  • In Mk. 10,40 sagt Jesus zu den Brüdern Jakobus und Johannes, den Söhnen des Zebedäus: „Ihr werdet den Kelch trinken, den ich trinke, und werdet getauft werden mit der Taufe, mit der ich getauft werde“ - das ist eindeutig. Beide Zebedaiden erlitten das Martyrium.

Da DIESER Jakobus also Apg.12.2 tot ist, als Petrus gefangen genommen wurde, muß der in Apg. 12.17 von dem befreiten Petrus genannte Jakobus („berichtet Jakobus und den Brüdern dieses!“) ein anderer sein… vermutlich Jakobus, der Bruder Jesu.

Genauso ist es. DER Jakobus in Apg. 12,17 ist Jakobus der Herrenbruder. Petrus informiert Jakobus über die Befreiung aus dem Gefängnis und „zieht an einen anderen Ort“, flüchtet also aus Jerusalem und übergibt Jakobus, dem Bruder des Jesus, die Leitung der Gemeinde in Jerusalem.

Und der ist vermutlich der in Flavius Josephus (Ant. iud. XX, 9, 1) erwähnte.

Ganz exakt. Die sog. „Jakobustelle“ bei Josephus lautet:
„[Der Hohepriester] Ananos berief eine Versammlung der Richter und ließ vorführen den Bruder des Jesus, des sogenannten Christus, Jakobus mit Namen, und einige andere, erhob gegen sie eine Anklage wegen Gesetzesübertretung und überantwortete sie zur Steinigung“.

Anmerkung: Steinigung bedeutet Hinrichtung wegen eines religiösen Delikts. Kreuzigung war die Strafe für politische Aufrührer.

  • Django -
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tja…
… da bin ich vorsichtiger, denn das, was die überlieferten Texte nicht hergeben, mit Plausibilitätsargumenten aufzufüllen, hat schon manchen Schaden in der Rezeptionsgeschichte des NT angerichtet.

Die Nachricht von der Hinrichtung des Johannes Zebedäus hat
sich u.a. deswegen nicht deutlicher erhalten, weil er wegen
der Namensgleichheit für den Autor des Johannesevangeliums,
der Apokalypse und der Johannesbriefe gehalten wurde.

Nun, die Joh.-Briefe einerseits und die Apokalypse (deren Autor-Pseudo mit den erwähnten Johannessen wiederum gar nichts zu tun hat) andererseits existierten noch nicht, als die „Evangelien“ und die Apg verfaßt wurden, kein Grund also für deren Autoren, eine Namensverwechslung zu befürchten… Ob das Joh.-Evangelium existierte, ist zur Zeit mal wieder strittig (da ich darüber zur Zeit arbeite, ist mir das wichtig zu erwähnen), aber sicher trug es den Namen „Joh.-Ev.“ nicht.

  • Lukas berichtet über den Tod des Jakobus Zebedäus und
    schweigt einfach darüber, was mit Johannes Zebedäus wurde.

Wenn man eine Hinrichtung voraussetzt, dann allerdings ist der Ausdruck „schweigt einfach“ folgerichtig. Ich würde lieber einfach sagen: von einer Hinrichtung eines Johannes berichtet er nicht… :smile:

  • In Mk. 10,40 sagt Jesus zu den Brüdern Jakobus und Johannes,
    den Söhnen des Zebedäus: „Ihr werdet den Kelch trinken, den
    ich trinke, und werdet getauft werden mit der Taufe, mit der
    ich getauft werde“ - das ist eindeutig. Beide Zebedaiden
    erlitten das Martyrium.

Das ist eindeutig nicht eindeutig. Man bedenke, daß (johanneisch gedacht) die Taufe (des Täufers) bei Jesus in eine Taufe „en pneumati“ (im Geist) umgedeutet wird. Das aber ist die Taufe zum „ewigen Leben“ (wiederum ein johanneischer Spezialterminus). Und der Kelch ist der Kelch „zur Vergebung der Sünden“… nicht notwendig eine Metapher für Folter bzw. Hinrichtung. Beide Ausdrücke lassen sich (auch) interpretieren als Ausage: ihr werden sterben und (zum ewigen Leben) wiederaufstehen. Und selbst WENN es als Voraussage eines Martyriums bei Markus gemeint gewesen wäre, steht darin nichts über den Zeitpunkt… :smile:

Genauso ist es. …
Ganz exakt. …

… ja, klar.

Grüße
M.G.

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Bitte um Belege!

systematisch ausgebootet.

Koenne sie beweisen dass Paulus die anderen Apostel ausgebootet hat? Soviel ich weiss gab es zu Anfangs nur einige verschiedene Sichtweisen bzgl. Heidenmissionierung. Mann erkannte jedoch das Paulus mit seiner Sichtweise richtig lag. Daraus eine dauernde Feindlichkeit machen zu wollen ist doch nur eine Theorie oder? Koennen sie das denn ueberhaupt belegen?

fanatischen Frauenhassers Paulus.

Diese Aussage wurde schon von Django in einem Antwortartikel widerlegt. Also unterlassen sie bitte in Zukunft solche falschen Aussagen oder bringen sie Belege!

So hat das Christentum den wenigstens in einem Punkt den
Fortschritt der Moderne befördert.

Nun, ich denke dass Jesus ganz klar zu einem Fortschritt im religioesen denken gefuehrt hat. Wers nicht glaubt der vergleiche doch bitte wie heute noch orthodoxe Juden leben mit der Lebensart der Christen.
Und bitte kommen sie mir nicht mit Argumenten bezueglich katholischer Kirche. Diese war fuer die wirklich glaeubigen Christen nie ein Repraesentant!

Abraham

Bitte um Buchempfehlung

hallo leute!

könnt ihr mir ein buch empfehlen über die urchristen und die wahrheit über jesus?

herbert

Karl Martin Fischer, Das Urchristentum
erschienen 1980 als „Kirchengeschichte in Einzeldarstellungen“ I/1.
Der Autor Karl Martin Fischer war (er lebt nicht mehr) Dozent für Theologie an der Karl-Marx-Universität Leipzig.

  • Django -
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Zum Frauenhasser Paulus:

  1. Korinther 11,3ff: „Jeder Mann ist unmittelbar Christus unterstellt, die Frau aber dem Mann; und Christus steht unter Gott. (4) Deshalb aber gilt: Ein Mann, der im öffentlichen Gottesdienst betet oder Weisungen Gottes verkündet und dabei seinen Kopf bedeckt, entehrt Christus und sich selbst.(5) Eine Frau dagegen, entehrt ihren Mann und sich selbst, wenn sie im öff. Gotteshaus betet oder Weisungen Gottes verkündet [da sei der Papst vor!; fj] und dabei den Kopf nicht bedeckt hält … .
    (7) Der Mann dagegen soll seinen Kopf nicht bedecken; denn der Mann ist das Abbild Gottes und spiegelt die Herrlichkeit Gottes wider. In der Frau aber spiegelt sich nur die Würde des Mannes wider. (8) Der Mann wurde nicht aus der Frau geschaffen, sondern die Frau aus dem Mann.“
    Epheser 5,22ff: " Ihr Frauen, ordnet euch den Männern unter! Dadurch zeigt ihr, dass ihr euch dem Herrn unterordnet. (23) Denn der Mann steht über der Frau, so wie Christus über der Gemeinde steht. … (24) Wie nun die Gemeinde Christus untergeordnet ist, so müssen auch die Frauen sich ihren Männern in allem unterordnen."
    Zur Papstwahl:
    Ich wollte nur darauf hinweisen, dass das Christentum mit dem Prinzip der Wahl des Papstes statt des dynastischen Prinzipes ein moderneres [im Sinne von ökonomisch effizienteres] System der Rekrutierung von Führungspersonal gewählt hat (und so auch das Schisma des Islam - Sunniten und Schiiten als streitende Abkömmlings Mohammeds - vermieden hat) und damit zumindest in diesem Punkt einen Beitrag zur Moderne (im weitesten Sinne) geleistet hat. Die - flapsig geschriebene - Ausbootung des Brudes Jesu, des Jakobus, war also - wie auch die Ausschaltung der Apostel und der urchristlichen Gemeinde in Jerusalem - ein entscheidender Beitrag zur Steigerung der Performance der Religion „Christentum“ auf dem damaligen überaus dicht besetzten „Markt“ der Religionen. So hat das Christentum im Ergebnis kurioserweise dadurch am Markt gesiegt (in Form eines de facto Monopoles in Europa bis zu Luther; sieht man mal von den dauerndes Kriegen gegen die Ketzer ab), dass es die Ideale und Ziele seines Gründes verraten hat zugunsten der Überzeugungen seines größten und besten Propagandisten: Paulus!
    mfg frank jeschke

Hallo Frank,

Zum Frauenhasser Paulus:

Die Bibelstellen, die du vorbringst sind kein Zeichen von Hass, sondern legen eine klare Hierarchie vor.

Wenn es in einer Firma eine klare Struktur mit Angestellten, Abteilungsleitern, Bereichsleitern und Vorstand gibt, bedeutet dies dann, daß der Vorstand alle Angestellten hasst?

Gruß
Carlos

Hallo Frank

Vielleicht solltest Du die Bibel gründlicher studieren.
z.B. die Texte hinterfragen: warum steht das so geschrieben, wem gilt dieser Text, was kann ich daraus lernen ?

Es mach nämlich kein gutes Bild, wenn Du wesentliche Teile der Aussage nicht zitierst.

Zum Frauenhasser Paulus:

  1. Korinther 11,3ff: "Jeder Mann ist unmittelbar Christus
    unterstellt, die Frau aber dem Mann; und Christus steht unter
    Gott. (4) Deshalb aber gilt: Ein Mann, der im öffentlichen
    Gottesdienst betet oder Weisungen Gottes verkündet und dabei
    seinen Kopf bedeckt, entehrt Christus und sich selbst.(5) Eine
    Frau dagegen, entehrt ihren Mann und sich selbst, wenn sie im
    öff. Gotteshaus betet oder Weisungen Gottes verkündet [da sei
    der Papst vor!; fj] und dabei den Kopf nicht bedeckt hält …

(6) Will eine Frau ihren Kopf nicht bedecken, kann sie sich auch gleich die Haare abschneiden lassen.

Es geht an dieser Stelle um die Frage der Kopfbedeckung und nicht darum, dass eine Frau im Gottesdienst nichts zu sagen habe.

(7) Der Mann dagegen soll seinen Kopf nicht bedecken; denn der
Mann ist das Abbild Gottes und spiegelt die Herrlichkeit
Gottes wider. In der Frau aber spiegelt sich nur die Würde des
Mannes wider.

Was hast Du da nur für eine Übersetzung?
Bei mir steht: „Die Frau ist zur Ehre ihres Mannes geschaffen.“

(8) Der Mann wurde nicht aus der Frau
geschaffen, sondern die Frau aus dem Mann."

Über das warum lies mal 1.Mose 2,18-25

Epheser 5,22ff: " Ihr Frauen, ordnet euch den Männern unter!
Dadurch zeigt ihr, dass ihr euch dem Herrn unterordnet. (23)
Denn der Mann steht über der Frau, so wie Christus über der
Gemeinde steht. … (24) Wie nun die Gemeinde Christus
untergeordnet ist, so müssen auch die Frauen sich ihren
Männern in allem unterordnen."

hier fehlt (25):„Ihr Männer, liebet eure Frauen, wie Christus seine Gemeinde liebt, für die er sein Leben gab.“

Eine Aufforderung, die den ganzen „Hass“ des Apostel Paulus auf die Frauen widerspiegelt, oder?

Zur Papstwahl:

So hat das Christentum im
Ergebnis kurioserweise dadurch am Markt gesiegt (in Form eines
de facto Monopoles in Europa bis zu Luther; sieht man mal von
den dauerndes Kriegen gegen die Ketzer ab), dass es die Ideale
und Ziele seines Gründes verraten hat zugunsten der
Überzeugungen seines größten und besten Propagandisten:
Paulus!

„Die Ideale seines Gründers verraten“ stimmt!
„Zugunsten von Paulus“ stimmt nicht.

Sie haben nur jene Stellen aus den Paulusbriefen herausgenommen, die ihnen vorteilhaft erschienen. M.E. hat das Christentum dadurch stark an Wert verloren.

Gruss Harald

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Aah ja, es liegt also eine klare Hierarchie vor.
Was sagt eigentlich Ihre Frau zu ihrer Stellung in dieser „klaren Hierarchie“? Nichts? Dachte ich doch.
mfg frank jeschke
PS: Wieso sagt eigentlich Jesus Christus nichts zu dieser „christlichen“ Hierarchie???

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Hallo Frank,

Aah ja, es liegt also eine klare Hierarchie vor.
Was sagt eigentlich Ihre Frau zu ihrer Stellung in dieser
„klaren Hierarchie“? Nichts? Dachte ich doch.

Falsch, sie ist damit prinzipiell einverstanden. Wenn es um Verantwortung und unangenehme Dinge geht, werden doch sowieso die Ehemänner vorgeschickt. :wink:

PS: Wieso sagt eigentlich Jesus Christus nichts zu dieser
„christlichen“ Hierarchie???

War kein Thema. Jesus wurde durchaus von Frauen unterstützt, aber die Apostel waren nur Männer.

Gruß
Carlos

Hallo!
Die Wahrheit ist: „war kein Thema“ ist gelogen. Tatsächlich hat das Christentum à la Paulus die Rechtsstellung der Frau gegenüber dem „heidnischen“ Rechtszustand sowohl was das Römische Reich wie auch was die germanischen Völker angeht, erheblich verschlechtert. Und zwar bis zum durch das Grundgesetz und das Bundesverfassungsgericht erzwungene Gleichberechtigungsgesetz in den 1950er/1960er Jahren. Damals konnte bekanntermaßen der Mann nach dem Familienrecht des BGB den Arbeitsvertrag seiner Frau auch gegen deren Willen kündigen - vermutlich auch so ein Ergebnis der „klaren Hierarchie“??!
Ich bin kein Emanzerich (wirklich nicht!), aber reaktionäre „Christen“ schaden unserer Volkswirtschaft, und damit wird die private Unterdrückung derer Frauen dann auch mein Problem. Insofern ist der Niedergang des Christentums in Europa ein wesentlicher Beitrag zur Steigerung unserer internationalen Wettbewerbsfähigkeit - wenn die eingewanderten Mullah-Fans nicht noch schlimmer sind als die Paulus-Fans.
Im übrigen: Die Apostel waren nur Männer. Fein. Das war damals nun mal so.
Da Jesus nie ein Auto benutzt hat, nie ein Fax benutzt hat, vermute ich mal stark, dass die „Christen“ von heute, da sie ihm ja folgen, das auch nicht tun! Oder könnte es sein, dass man(n) sich aus Paulus nur das raussucht, was einem gut dünkt?
mfg frank jeschke

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Was bedeutet es ein christlicher Ehemann zu sein?
Hallo Frank,

Oder könnte es sein, dass

man(n) sich aus Paulus nur das raussucht, was einem gut dünkt?

Hmmm den Verdacht habe ich auch. In Bezug auf den Kommentar eines anderen Forumteilnehmers möchte ich hier einige RETHORISCHE Fragen stellen, die du wirklich nicht beantworten mußt.

Frank, liebst du deine Frau so, daß du für sie sterben würdest, daß du sie NIEMALS wegen einer anderen Frau verlassen wirst, daß du sie niemals schlagen wirst, daß du immer mit ihr geduldig sein wirst, daß du immer ihre Bedürfnisse berücksichtigst…

Genau dies fordert Paulus von einem christlichen Ehemann.
Wenn Jesus wieder auf der Erde wäre, könntest du dich ihm unterorden? Würdest du ihm folgen?

Gruß
Carlos

P.S. Ich bemühe mich dieses Ideal anzustreben und trotz meiner menschlichen unvollkommenheit ist meine Frau sehr glücklich mit mir.

Hallo!
Neulich sprach ich mit einem Iraner. Der sagte: Ha, die Frauen bei uns sind viel freier als die im Westen! Die tragen unter ihren Tschadors die freizügigsten Dessous.
Und damit ist die Kernfrage angesprochen: Geht es hier um Individuelles oder um Privates???
Es geht überhaupt nicht um die Frage, ob Carlos Wuster ein christlicher Ehemann ist, seine Frau liebt usw. Darum geht es überhaupt nicht! Ich glaube sogar gerne, dass das Individuum Carlos Wuster seine Frau innig liebt und dass diese glücklich ist.
Worum es geht ist die Frage, ob man diese generelle „Hierarchie“ als politische Leitlinie ansieht, ob man das anderen Menschen, die vielleicht andere Ideale haben, aufzwingen sollte (auch die Demokratie zwingt ja der unterlegenen Seite was auf!).
Die Frage ist also: Wollen wir in einer freien Gesellschaft leben, in der jeder dann gerne auf seine Freiheit verzichten kann und sich - aus religiösen oder sonstigen Gründen - einem anderen hierarchisch unterordnen kann ------ oder wollen wir in einer angeblich christlich religiös geprägten Gesellschaft leben, in der die hierarchische Unterordnung der Frau politisches Konzept ist, sei sie dann auch im Einzelfall durch die Gnade oder Liebe diverser Individuen gemildert.
Apropos: Paulus war nicht nur der erste Frauenhasser im Katholizismus, er war auch begeisterter Anhänger der Sklaverei.
Das paßt irgendwie gut zusammen, finde ich.
mfg frank jeschke

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

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Meinen Hund haue ich auch nicht …
Hi Carlos,

Frank, liebst du deine Frau so, daß du für sie sterben
würdest, daß du sie NIEMALS wegen einer anderen Frau verlassen
wirst, daß du sie niemals schlagen wirst, daß du immer mit ihr
geduldig sein wirst, daß du immer ihre Bedürfnisse
berücksichtigst…

Genau dies fordert Paulus von einem christlichen Ehemann.

Das ist schön und gut, aber ich würde von einem Mann verlangen, dass er mich als gleichberechtigten Menschen akzeptiert und nicht nur als verwöhntes Schoßtierchen behandelt. Was du da schreibst, das tue ich meinem Hund auch. Ich haue ihn nicht, gehe Gassi mit ihm, bin geduldig, wenn er auf den Fußboden kotzt und würde ihn nicht hergeben oder verlassen.
Das Dasein einer gut behandelten Sklavin maf für orientalische Nomandenfrauen erfreulich sein, aber nicht für mich - und sicher nicht für viele andere westeuropäische Frauen.
gruß,
bb

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…des
fanatischen Frauenhassers Paulus.

Eine gar nicht so provokant gemeinte Frage: war er schwul?
Dass er Epileptiker war, ist mir bekannt. Epileptiker haben ja öfters „seherische Fähigkeiten“.
Grüße
Raimund

Hallo Frank,

Die Frage ist also: Wollen wir in einer freien Gesellschaft
leben, in der jeder dann gerne auf seine Freiheit verzichten
kann und sich - aus religiösen oder sonstigen Gründen - einem
anderen hierarchisch unterordnen kann ------ oder wollen wir
in einer angeblich christlich religiös geprägten Gesellschaft
leben, in der die hierarchische Unterordnung der Frau
politisches Konzept ist, sei sie dann auch im Einzelfall durch
die Gnade oder Liebe diverser Individuen gemildert.

Das nicht die Frage. Das Christentum ist eine persönliche Sache von Menschen. In einer christlichen Ehe wird sich die Ehefrau bei Entscheidungsfragen letzlich dem Mann unterorden.

Das Christentum als politisches Konzept ist sowieso eine pervertierte Form. Jesus war während seiner Missionstätigkeit in politischen Fragen immer neutral. Die Menschen wollten ihn zum König machen, aber er hat sich geweigert, denn „sein Reich ist nicht von dieser Welt“.

Apropos: Paulus war nicht nur der erste Frsuenhasser im
Katholizismus, er war auch begeisterter Anhänger der
Sklaverei.

Zunächst einmal bin ich kein natürlich froh, daß die Sklaverei in unserem Kulturkreis offiziell abgeschafft ist (obwohl sie leider in verstecketer Form häufig aufzufinden ist).
Paulus war kein begeisterter Anhänger der Sklaverei, sondern er hat sie als gegebene Ordnung hingenommen.

Das hat auch Jesus Christus getan. In vielen Gleichnissen verwendet er zur Veranschaulichung Sklaven (z.B. Lukas 12:42-48).
Er hat Sklaven geheilt, aber keinen einzigen befreit.

Gruß
Carlos