'Die Krankheit gibt ihre Ursache nicht preis,'

… sagte eine etwas mondäne Ärztin in einem Fernsehinterview über eine „neue Krankheit“.

Es wäre ja auch schlimm für so eine Ärztin zu sagen :„Wir Ärzte haben die Ursache für diese Krankheit nocht nicht gefunden.“

Wer von Euch erkennt, wie mit dieser ersten Antwort die Adressaten im Denken manipuliert werden ?

Gruß
Angelika

Huhu!

Wer von Euch erkennt, wie mit dieser ersten Antwort die
Adressaten im Denken manipuliert werden ?

Ist das jetzt eine Rätselfrage?
Zumindest liest es sich so.
Auf jeden Fall ist sie sehr tendenziös, lies: manipulierend.

Natürlich, die Ärztin vermenschlicht mit dieser Frage die Krankheit, und impliziert, das sie gegen die Forscher arbeitet.

Nichtsdestotrotz ist rein sprachlich ihre Formulierung viel blumiger, als deine.
Und natürlich hat man als in der Forschung arbeitender Mensch immer im Hinterkopf, das der Forschungsgegenstand kein Bewusstsein hat, dass das, was einen an der Erkenntnis hindert, die eigene Unwissenheit ist.

Es ist aber gar nicht so leicht, in der Sprache darauf immer darauf zu achten.
Wenn man gemeinsam beim Kaffee in der Teeküche sitzt, und über seinen Forschungsgegenstand redet, dann sagt man auch „Ich frage mich, wozu das gut ist.“ und nicht „Ich frage mich, wo der Fitnessvorteil für Träger dieses Gens liegt.“

Klar, Ärzte wissen nicht alles. Ebenso wenig wie Politiker. Aber beiden Berufsgruppen gemeinsam ist, das von ihnen erwartet wird, alles zu wissen und zu verstehen, was zu ihrem Fachgebiet gehört.
Ein Arzt, der zu häufig zu seinen Patienten sagt „Ich weiß auch nicht, was sie haben.“ wird für inkompetent gehalten und nicht mehr besucht.

Die Frage ist also nicht unbedingt, wo sie in ihrer Aussage manipuliert, sondern warum sie diese Formulierung wählt.

Und ich könnte mir denken, das zumindest eine Teilantwort ist, das Leute wie du von Ärzten Allwissenheit und dann auch noch Bescheidenheit und absolute Wahrheitsliebe erwarten.

Viele Grüße!
Ph.

Hallo!
Ärzte und Pharmaindustrie erfinden Krankheiten. Die Ursache ist Ihnen eigentlich egal. Sie brauchen Daseinsberechtigung und Absatzmärkte. Es stellt sich die Frage: Wer war zuerst da? Arzt oder Patient.
Gruß

Hallo Poolnudel,
welche Krankheit wurde bitte von der Pharma-Industrie erfunden?
Bitte bitte ein Beispiel mit Quellenangaben.
Grüße
Almut

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Hallo!

Cellulitis. Das hat zwar nicht die Pharma-Industrie erfunden, sondern die Kosmetikindustrie zu einer Krankheit gemacht, aber das Beispiel steht.

Bei Ostheoporose hat seit der Erfindung immer besserer Röntgenapparate eine Umdefinition stattgefunden, früher war die Diagnose „Ostheoporose“ für Fälle vorbehalten, in denen tatsächlich ein Knochenbruch auftrat, heute wird die Krankheit auch diagnostiziert, wenn die Leute Beschwerdefrei sind, und nur das Röntgenbild Auffälligkeiten zeigt.
(Webquelle finde ich gerade nicht, aber ich vermute, das man den Eintrag in einem älteren Pschyrembel mit einem aktuellen vergleicht, wird einem das auffallen.)

Ansonsten wünsche ich Leuten, die denken, das die Pharmaindustrie und die Ärzte Krankheiten erfinden, das sie niemals tatsächlich krank werden.

Ich halte trotz aller Unkerei und allen bösen Worten die meisten Ärzte für kompetent, und wirklich daran bemüht, Leute zu heilen.

Viele Grüße!
Ph.

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Hallo Poolnudel,

es gibt einige Wissenschaftler und Ärzte, die der Meinung sind, dass Ärzte und Pharmaindustrie Krankheiten erfinden. Du hast meiner Meinung nach Recht.

Ja, es gibt ja so viele Menschen, die sich „Liebkind“ bei Ärzten machen
wollen. Von denen kann man eine kritische Sichtweise nicht erwarten.
Die halten außerdem alle anderen Menschen für doof (bzw. stellen Andersdenkende in der Öffentlichkeit als dämlich dar), wenn die sich eine differenziertere Sichtweise auf Ärzte und Pharmaindustrie erlauben. Für diese Menschen sind auch Erfahrungen und intelligentes Denken Andersdenkender „nichts wert“, sondern für die ist nur das etwas wert, was in Lehrbüchern (zum Teil Lehrbücher der Pharmaindus-trie) geschrieben steht oder was Ärzte ihnen in „nettem Tonfall“ erzählen.

Freundliche Grüße
Angelika

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Almut,

man muss als Laie nicht ständig die schwierigen Fachausdrücke neu erfundener Krankheiten parat haben ! Die meisten Ärzte kennen nicht einmal alle „neuen Krankheiten“, geschweige denn Symptome und Ursachenzusammenhänge verschiedenster körperlicher Symptome, über die noch nicht einmal klar ist, ob es sich um eine Krankheit handeln könnte.

Ich selbst habe zahlreiche Ärzte erlebt, die nicht einmal zehn Prozent von dem Wissen auf einem bestimmten Gebiet hatten wie ich und nicht einmal ein Prozent des Wissens, welches einige wenige Professoren der Medizin haben.

Angelika

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Moin, Angelika,

Wer von Euch erkennt, wie mit dieser ersten Antwort die
Adressaten im Denken manipuliert werden ?

diese Frage sehe ich als Versuch, mein Denken zu manipulieren :wink:

Nicht jede mondäne Ärztin ist Mitglied einer Verschwörung. Manche - auch männliche - haben schlicht das Bedürfnis, sich dicke zu tun. Von da bis zur Esoterik (nur Eingeweihte, hört man’s raunen…) ist dann nur noch ein kleiner Schritt.

Gruß Ralf

Huhu!

So benimmt sich kein erwachsener Mensch !

Wer von Euch erkennt, wie mit dieser ersten Antwort die
Adressaten im Denken manipuliert werden ?

Ist das jetzt eine Rätselfrage?

So fragt ein unerwachsener Mensch, der Spaß hat, Ernsthaftes ins Lächerliche zu ziehen.

Auf jeden Fall ist sie sehr tendenziös, lies: manipulierend.

Was als Manipulation deutlich erkannt wird ist viel weniger schlimm als eine Manipulation des DEnkens, die nicht erkannt wird.

Es gibt Manipulationen, welche der Wahrheit dienen und Manipulationen, die andere Zielsetzungen haben !

Natürlich, die Ärztin vermenschlicht mit dieser Frage die
Krankheit, und impliziert, das sie gegen die Forscher
arbeitet.

dass ! nicht das
Außerdem machst Du Fehler bei der Zeichensetzung.

Nichtsdestotrotz ist rein sprachlich ihre Formulierung viel
blumiger, als deine.

Anscheinend ist Dir das wichtiger als alles andere.

Und natürlich hat man als in der Forschung arbeitender Mensch
immer im Hinterkopf, das der Forschungsgegenstand kein
Bewusstsein hat, dass das, was einen an der Erkenntnis
hindert, die eigene Unwissenheit ist.

Gehört das wirklich hierher ?

Es ist aber gar nicht so leicht, in der Sprache darauf immer
darauf zu achten.

Glaub ich Dir.

Wenn man gemeinsam beim Kaffee in der Teeküche sitzt, und über
seinen Forschungsgegenstand redet, dann sagt man auch „Ich
frage mich, wozu das gut ist.“ und nicht „Ich frage mich, wo
der Fitnessvorteil für Träger dieses Gens liegt.“

Das gehört nicht hierher !

Klar, Ärzte wissen nicht alles. Ebenso wenig wie Politiker.

Bei Manipulationmethoden aber kennen sie sich aus !

Aber beiden Berufsgruppen gemeinsam ist, das von ihnen
erwartet wird, alles zu wissen und zu verstehen, was zu ihrem
Fachgebiet gehört.

Das gehört nicht hierher !

Ein Arzt, der zu häufig zu seinen Patienten sagt „Ich weiß
auch nicht, was sie haben.“ wird für inkompetent gehalten und
nicht mehr besucht.

Dann doch besser so tun, als wüßte er es, nicht wahr ?

Die Frage ist also nicht unbedingt, wo sie in ihrer Aussage
manipuliert, sondern warum sie diese Formulierung wählt.

Und WARUM wählt sie diese Formulierung ?

Und ich könnte mir denken, das zumindest eine Teilantwort ist,
das Leute wie du von Ärzten Allwissenheit und dann auch noch
Bescheidenheit und absolute Wahrheitsliebe erwarten.

Hier unterstellst Du mir, dass ich von Ärzten Allwissenheit, Bescheidenheit und Wahrheitsliebe erwarte.

Wie kommst Du denn darauf, dass ich von Ärzten Allwissenheit erwarte ?

Wahrheitsliebe erwarte ich von Ärzten, jawohl.

Aber nur ein Teil aller Ärzte sind wahrheitsliebend und das ist die Wahrheit, auch wenn Dir diese Wahrheit nicht gefällt.

Ganz ehrlich, es macht mir absolut keine Freude, mit Menschen wie Du einer bist, zu kommunizieren.

Angelika Knaup

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Nochmal Huhu!

So fragt ein unerwachsener Mensch, der Spaß hat, Ernsthaftes
ins Lächerliche zu ziehen.

Um mal Goethe zu zitieren: „Bleib kindlich! So bist du unüberwindlich!“
Insofern: Danke für das Kompliment.

Es gibt Manipulationen, welche der Wahrheit dienen und
Manipulationen, die andere Zielsetzungen haben !

Nein. Manipulationen sind immer abzulehnen.
Auch Manipulationen zum (vermeintlichen) Vorteil anderer sind abzulehnen.
Ein erwachsener Mensch lässt sich im Idealfalle gar nicht manipulieren.
Außerdem versucht er nicht andere zu manipulieren.

dass ! nicht das
Außerdem machst Du Fehler bei der Zeichensetzung.

[…]Das gehört nicht hierher !

Offensichtlich entscheidest du ganz alleine, was hierhergehört und was nicht.
Zeichensetzung ist wichtig, Erfahrung mit der Sprache von Wissenschaftlern nicht.

Bei Manipulationmethoden aber kennen sie sich aus !

Ebenso wie du.

Die Frage ist also nicht unbedingt, wo sie in ihrer Aussage
manipuliert, sondern warum sie diese Formulierung wählt.

Das hast du in deinem Ausgangsposting aber nicht geschrieben.
Dein Satz dort war:

Wer von Euch erkennt, wie mit dieser ersten Antwort die Adressaten im Denken
manipuliert werden ?

Nicht „Warum wählt sie diese Formulierung?“
Nichtgestellte Fragen sind schwer zu beantworten.

Ganz ehrlich, es macht mir absolut keine Freude, mit Menschen
wie Du einer bist, zu kommunizieren.

Dieses Kompliment möchte ich dir gerne zurückgeben.
Nachdem du anscheinend alleine entscheidest, was in dieser Diskussion richtig zu erwähnen ist und was nicht, und von deiner Meinung abweichende Beiträge offensichtlich prinzipiell falsch sind, scheinst du nicht an einer wirklichen Diskussion interessiert zu sein.
Die besteht nämlich aus einem Austausch von Positionen, und einem ernstnehmen des Diskussionspartners.

Insofern werde ich jetzt den dir genehmen Antwortern das Feld überlassen.

Viele Grüße!
Ph.

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Zeichensetzung und so
Vor einem Satzzeichen kein Leerzeichen…

So benimmt sich kein erwachsener Mensch[hier]!

Was als Manipulation deutlich erkannt wird[hier muss ein Komma hin] ist viel weniger schlimm als eine Manipulation des DEnkens, die nicht erkannt wird.

Es gibt Manipulationen, welche der Wahrheit dienen und
Manipulationen, die andere Zielsetzungen haben[das pöhse Leerzeichen]!

dass[das pöhse Leerzeichen]! nicht das
Außerdem machst Du Fehler bei der Zeichensetzung.

Wie war das mit der eigenen Tür, vor der man seinen Zeichenmüll sauber kehren sollte?

Gehört das wirklich hierher[ups, schon wieder]?

Das gehört nicht hierher[und schon wieder]!

Bei Manipulationmethoden aber kennen sie sich aus[]!

Das gehört nicht hierher[seufz]!

Dann doch besser so tun, als wüß ss te er es, nicht wahr[upsala]?

Und WARUM wählt sie diese Formulierung[]?

Wie kommst Du denn darauf, dass ich von Ärzten Allwissenheit
erwarte[]?

Aber nur ein Teil aller Ärzte sind wahrheitsliebend[Achtung! Komma gefordert] und das ist die Wahrheit, auch wenn Dir diese Wahrheit nicht gefällt.

Ganz ehrlich, es macht mir absolut keine Freude, mit Menschen
wie Du einer bist, zu kommunizieren.

Kommunikation mit jemandem, der von anderen etwas scharf einfordert, was er selber nicht gedenkt einzuhalten, ist in der Tat schwierig und meist auch wenig amüsant. Das ist allerdings richtig.

LG Petra

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welche Krankheit wurde bitte von der Pharma-Industrie
erfunden?
Bitte bitte ein Beispiel mit Quellenangaben.
Grüße
Almut

Gutenabend Almut Gothe,

die Krankheit „Burnout“ ist so eine Erfindung. Und entschuldigt Leute die einen Job haben die ihre Faehigkeiten ueberfordert.

Ketzerische Gruss: Ge-es

.

Sissi-Syndrom
möcht ich mal in den Raum werfen.

Hallo Ge-es,

aber dein Beispiel ist nicht von der bösen Pharmaindustrie zwecks Gewinnmaximierung oder Gehirnwäsche von DENEN erfunden worden.

Es ist einfach ein knackiger Ausdruck für das eben von dir (wenn auch ein wenig unzulässig verkürzt) angesprochene Phänomen. So wie der Begriff Stress. Versuch mal, den zu erklären.

Ich kenne einen Haufen Burn-Outs. Keiner von denen wird ein Kunde der bösen Pharmamultis.

Eher günstigstenfalls eine Reha einschliesslich Therapie und ungünstigenfalls Jobverlust bis einschliesslich der totalen Berufsunfähigkeit und daraus resultierender sozialer Abstieg.

Sollte mal an dieser Stelle gesagt werden, finde ich.

So, wie du das hier dargelegt hast, hört sich das ja beinahe schon ein wenig abwertend und geringschätzig an.

Und das dies nicht im Mindesten in deiner Absicht lag, weiss ich ziemlich sicher.

Ganz herzlich sei gegrüßt

Annie

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Soeben las ich:

die Krankheit „Burnout“ ist so eine Erfindung. Und
entschuldigt Leute die einen Job haben die ihre Faehigkeiten
ueberfordert.

Ketzerische Gruss: Ge-es

Aus persönlicher Betroffenheit nur so viel:
Du weißt nicht, wovon du redest, um das einmal milde auszudrücken!

Voltaire

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Hallo,

Ja, es gibt ja so viele Menschen, die sich „Liebkind“ bei
Ärzten machen
wollen. Von denen kann man eine kritische Sichtweise nicht
erwarten.
Die halten außerdem alle anderen Menschen für doof (bzw.
stellen Andersdenkende in der Öffentlichkeit als dämlich dar),

Und was machst du gerade?
Beschreibst deine Sichtweise als die einzig richtige und erlaubte, zumindest für intelligente Menschen.

Gruß
Elke

PS: Petra hat schon recht - es macht wenig Spaß mit jemandem zu diskutieren, der fortwährend genau das macht, was er bei anderen als schlecht anprangert.

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Gutenabend Voltaire,

du irrst wenn du glaubst, dass ich nicht weiss von was ich rede. Ich rede aus eigene Erfahrung, nach einem Burnout.Nachher habe ich mich etwass passendes gesucht.

Gruss: Ge-es

möcht ich mal in den Raum werfen.

Hallo Annie,

ich werde es auffangen.

Nein, gewiss und mit aller Deutlichkeit ist meine Meinung NICHT geringschaetzig gemeint. Ich habe aber beobachtet, dass viele Burnout Patienten einen Lebensstil fuehren, oder ein Beruf ausueben die einfach ihre Faehigkeit und ihre Eigenart nicht entspricht. Sei es weil es Mode ist. Sei es weil man ein falsch eingeschaetztes Hobby als Beruf macht, sei es weil man mit seinem Beruf eine Familientradition folgt. Oder gar ein falscher Lebenspartner/in, eine falsche gesellschaftlicher Stellung erwischt. Usw. usw. Dies hat alles NICHTS mit dem Intellekt zu tun. Wohl aber mit dem Wissen welches „Werkzeug“ man im Haus hat. Denn: wenn ich die Ozean ueberqueren will und ich habe ein seetuechtiges Schiff mag dies Vorhaben gelingen. Habe ich jedoch nur ein Kanu, sind die Chancen weniger hoch.

Kann sein, dass die Pharma diese Krankheit nicht erschaffen hat. Obwohl doch recht viele Beruhigungsmitteln verkauft und konsumiert werden, bevor der Zusammenbruch kommt.

Hallo Ge-es,

aber dein Beispiel ist nicht von der bösen Pharmaindustrie
zwecks Gewinnmaximierung oder Gehirnwäsche von DENEN erfunden
worden.

Es ist einfach ein knackiger Ausdruck für das eben von dir
(wenn auch ein wenig unzulässig verkürzt) angesprochene
Phänomen. So wie der Begriff Stress. Versuch mal, den zu
erklären.

Ich kenne einen Haufen Burn-Outs. Keiner von denen wird ein
Kunde der bösen Pharmamultis.

Eher günstigstenfalls eine Reha einschliesslich Therapie und
ungünstigenfalls Jobverlust bis einschliesslich der totalen
Berufsunfähigkeit und daraus resultierender sozialer Abstieg.

Sollte mal an dieser Stelle gesagt werden, finde ich.

So, wie du das hier dargelegt hast, hört sich das ja beinahe
schon ein wenig abwertend und geringschätzig an.

Und das dies nicht im Mindesten in deiner Absicht lag, weiss
ich ziemlich sicher.

Dank fuer das Vertrauen.

Ganz herzlich sei gegrüßt

Annie

Herzlich: Ge-es

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Hallo Ge-es,

allerdings möchte ich hinzufügen, dass in dem Bereich, in dem ich diesbezüglich Erfahrung habe, das Ausbrennen eben leider nicht aus einem selbst, sozusagen durch die eigene, aus Selbstüberschätzung (wenn man so will) erfolgte Einschätzung seiner Möglichkeiten, entschieden wird.

Sondern durch Umstände, die absolut nicht mehr in deinem Einflußbereich liegen, sondern durch sehr widrige und streckenweise systematisch von außen herbeigeführt werden.

Ich spreche von strategischem Mobbing und der permanenten, allgegenwärtigen Angst um deinen Arbeitsplatz, der entgegenzuwirken weiss Gott eben genau nicht im Interesse der für diesen unmenschlichen Druckaufbau Verantwortlichen liegt, nein, im Gegenteil, bekommst du doch stets und ständig bei jeder sich bietenden Gelegenheit genüßlich gar nicht mal mehr subtil deine Ersetzbarkeit suggeriert, wenn du nicht spurst.

So ist das leider und beileibe nicht nur in den niedrigschwellig qualifizierten Chargen, sondern bis in die oberen Etagen des sozialen Sektors.

Stichwort Selbstausbeutung, falls du dich dagegen zu verwahren trachtest, bekommst du nicht nur von oben, sondern auch zuallererst von deiner gleichrangigen Kollegenschaft dermassen Feuer, kannst du dir gar nicht vorstellen.

Ganz schwieriges Haifischbecken, das. Leute, die diesen Beruf ergreifen, nur um anderen Menschen helfen zu können, wurden in größerer Zahl komplett aufgeraucht in meinem Beisein, als ich warme Mahlzeiten in den Bauch bekommen habe in meinem Leben.

Anders als mit einem gesunden Zynismus hält das niemand auch nur 5 Jahre lang aus, glaub mir.

Drum widersprach ich dir ein Stück weit.

Die von dir angeführten Gründe für ein Burn Out sind selbstverständlich größenordnungstechnisch sowas von absolut gleichrangig, du hast also ganz genauso recht.

Lieben Gruß

Annie

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Hallo,

deine Ausführungen sind ja soweit in Ordnung. Nur der Schluss, dass die Krankheit Burnout erfunden ist, ist doch völlig falsch.

Die Krankheit ist vorhanden. Die Ursachen vielschichtig, einige davon - es gibt noch mehr - hast du genannt. Nur weil die Pharmaindustrie sich auf das Pferd setzt und „Mittelchen“ verschreibt, die der Patient schluckt, anstatt an die Ursachen der Krankheit zu gehen, ist die Krankheit doch nicht erfunden?!

Mit dem Umkehrschluss wären aber eine Reihe Krankheiten nur Fantasie. Es gibt genügend Krankheiten, die ihre Ursache in falschem Lebenswandel, falscher Ernährung, falschem Sport, was auch immer haben. An den meisten davon verdient sich die Pharmaindustrie doof und duselig, weil das Gros der Betroffenen nun mal lieber eine Pille einwirft, als eigenes Verhalten zu ändern, was schon die Überwindung der ersten großen Barriere voraus setzt, nämlich das Eingeständnis, dass man „selbst schuld“ ist. All das ändert aber eben nix daran, dass die Krankheit trotzdem da ist und damit auch als solche existiert.

LG Petra

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