Gabriele Crespi: Die Araber in Europa
Erschienen im Belser-Verlag, ISBN 3-7630-1743-7 Buch anschauen
Und Mauretanien heißt so, weil die herrschende Schicht aus den hellhäutigen Mauren, den Nachfahren der Araber also, besteht. Diese haben früher Sklavenhandel betrieben und werden deswegen von den Schwarzen, die in diesem Staat praktisch nichts zu sagen haben, immer noch als Sklavenhalter angesehen. (Dem Vernehmen nach ist die Sklavenhaltung in diesem Lande immer noch nicht ausgestorben.)
über die spanischen Muslime bzw. Mauren wurden viele geistes- und naturwissenschaftlichen Erkenntnisse aus der Antike, die im muslimischen Kulturraum gepflegt und zum großen Teil auch weiterentwickelt worden waren, wieder in den christlichen Kulturraum „zurückgetragen“.
Da dafür z. B. Buchübersetzungen nötig waren, wurde im 12 Jhdt. die sog. Übersetzerschule von Toledo eingerichtet:
Ein spezielles Thema des Kulturaustausches ist z. B. die Architektur, in der die Mauren jahrhundertelang technisch überlegen waren. Dies führte dazu, daß im christlichen Spanien oft Architekten aus dem muslimischen Teil (auch sakrale) Gebäude planten, die stark muslimische Formensprache beinhalteten. Das bekannteste Beispiel ist der auch im heutigen Spanien noch benutzte sog. Hufeisenbogen für Fenster. Den Stil nannte man „Mudejar“: http://de.wikipedia.org/wiki/Mudejar