…NUN GEHTS WIEDER LOS…DIESE SCHE…NIMMT KEIN ENDE
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Das Stichwort:
„Neue Rechte“
Frankfurt/Main (AP).
Sie sind adrett gekleidet, höflich im Auftreten, jederzeit bereit zu Diskussionen und geben sich intellektuell: Angehörige der so genannten Neuen Rechten wollen mit Rechtsextremismus oder gar grölenden Neonazis nichts zu tun haben. Das zumindest betonen sie bei jeder Gelegenheit: „Wir sind genauso wenig rechts wie links, wir stehen nämlich über diesem System“, sagt Pierre Krebs, Vorsitzender der neurechten Vereinigung „Thule-Seminar“ mit Sitz in Kassel.
Selbst die Wissenschaft ist zerstritten darüber, ob die Neue Rechte nun als rechtsextremistisch zu bezeichnen ist oder nicht. Eines aber ist sicher: Nach rechts gehören sie, teilweise sogar weit nach rechts. „Das zeigt bereits, was sie zu den Themen Ausländer, innere Sicherheit und Nation zu sagen haben“, sagt der Berliner Rechtsextremismus-Forscher Hans-Gerd Jaschke. So lehnten sie unter anderem Menschenrechte und multi-kulturelle Gesellschaften ab und plädierten für einen starken, hierarchisch gegliederten Staat.
Weil die Strömung so schwer einzuordnen ist, gibt es keine genauen Angaben zu Struktur und Mitgliederzahlen. „Die Neue Rechte besteht aus einzelnen Gruppierungen und Personen, die für Zeitschriften schreiben und bei Veranstaltungen auftreten“, sagt Jaschke. Die Strömung entstand zunächst in den 60er Jahren in Frankreich, in Deutschland bildete sie sich in den 70ern heraus. „Das waren junge Leute, die biografisch mit dem Nationalsozialismus nichts zu tun hatten“, erklärt Jaschke. Heute gebe es in Deutschland sechs bis acht neurechte Zeitschriften, darunter die „Junge Freiheit“, die sogar am Kiosk erhältlich ist.
Das Thule-Seminar bietet zwei Zeitschriften und mehrere Bücher an, die geschmückt sind mit Runen und obskuren Symbolen. Die Zeichen sollen Vorboten der „Neuen Kultur“ sein, die Krebs schaffen will: „Wir arbeiten an einer neuen Erklärung der Völkerrechte“, sagt der 40-jährige gebürtige Franzose. Dazu sei es angesichts der von ihm ausgemachten „Überfremdung“ auch höchste Zeit: „In Frankreich und in Deutschland tickt eine genetische Bombe“.
Ausweisung aller nicht-europäischen Rassen
Die Lösung hat Krebs bereits parat: Ausweisung aller Menschen „nicht-europäischer Rassen“ in ihre „angestammten Heimatländer“, auch wenn dieses Vorhaben „nicht friedlich vor sich gehen wird.“ Denn nur in ihrer Heimat könnten die „einzelnen Rassen“ wirklich glücklich sein. Krebs ist mit seinen Äußerungen ein klassisches Beispiel für die Vorgehensweise der Neuen Rechten: „Hier wird nur indirekt an die Ideologie des Nationalsozialismus angeknüpft“, sagt Jaschke.
Wo Neonazis offenen Ausländerhass propagieren, prügeln und sogar töten, tarnt die Neue Rechte ihre Ideen als Ausländerfreundlichkeit. Wie es allerdings um das tatsächliche Verhältnis zu Neonazis steht, beleuchtet beim Beispiel Pierre Krebs ein kurzer Blick ins Internet: Dort berichtet die Zeitschrift „Antifaschistische Nachrichten“ von mehreren Neonazi-Aufmärschen, an denen auch Krebs teilgenommen habe.
Landgewinn jenseits der rechten Szene
Ihre Ziele lässt die Neue Rechte im Dunkeln: „Wir wollen einen neuen Staat, dazu kann es in fünf Jahren, aber auch später kommen. Wie der genau ausschauen soll, das wird sich dann entscheiden“, sagt Krebs. Die Neue Rechte will jenseits der Neonazi-Szene Land gewinnen. Zielgruppe des intellektuellen Gehabes sind zunächst Politiker, Journalisten und Akademiker, vor allem Burschenschaften. Denn hier vermutet die Neue Rechte Menschen, die das rechte Gedankengut auf Grund ihrer gesellschaftlichen Stellung weiter verbreiten können.
Erfolg war der Neuen Rechten aber vor allem auf anderem Gebiet beschieden: „Sie haben die Alte Rechte umgekrempelt“, sagt Jaschke. Parteien wie die Republikaner, DVU und FPÖ hätten sich an dem salonfähigen Ideenfundus bedient und so ihre Slogans vom Geruch des Nationalsozialismus befreit.
„Man muss Themen wie Zuwanderung endlich einmal offen diskutieren, sich nicht um Fragen herumdrücken und die Fakten auf den Tisch legen“, empfiehlt der Politikwissenschaftler als Gegenmittel. Ansonsten würden solche Diskussionen Strömungen wie den Neuen Rechten überlassen, die ihre Sicht der Dinge dann umso leichter verbreiten könnten.
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ALSO DISCUTIEREN WIR ES DOCH…DIE ZUWANDERUNG NACH DEUTSCHLAND…UND UEBERHAUPT !
MUSS ES WIEDER SOWEIT KOMMEN ?
LERNEN DIE UNVERBESSERLICHEN DENN NIE AUS ?
HOFFENTLICH LERNEN WIR DEM ZU BEGEGNEN.
CIAO