nach einem 1-wöchigen Check-up im Krankenhaus, haben Ärzte bei meiner Freundin außer einem gereiztem Magen-Darm-Trackt nichts entdecken können - Gott-sei-Dank.
Die Probleme wurden wohl bei ihr durch Stress und undisziplinierten Ernährungsgewohnheiten ausgelöst.
Kohl und Zwiebeln soll sie nicht mehr essen. Wo finde ich Tipps für eine passende Ernährungsweise für sie (Selbstständig, Workaholicerin, Nervenbündel)?
Viele Grüße
grilla
Hallo,
an ihrer Stelle wuerde ich erstmal abchecken an welchen Lebensmitteln es liegen koennte. Ich hab z.B. jahrelang Apfelsaft getrunken und und dann ploetzlich Blaehungen drauf bekommen. Es gibt da eine Menge was in Frage kommen koennte (Milch, Vollkornbrot, frisches Brot, die Kombination von Milch und Getreide, Kaffee, Paprika… usw.! Am besten kennen sich diesbezueglich sicher Stillberaterinnen aus! Also ausprobieren, ggf. weglassen und der Spuk ist vorbei.
Aber so wie du sie beschreibst sind vermutlich Entspannungsuebungen (autogenes Training oder progressive Muskelentspannung) und Aenderung des Lebensstils (langsam und genuesslich essen, mehr relaxen usw.) mindestens ebenso wichtig, wahrscheinlich sogar mehr als eine alleinige Ernaehrungsumstellung.
Machts gut!
Andrea
Hausapotheke
Hi Grilla,
also, wenn die Ärzte nichts Organisches gefunden haben und auf Beobachtung und Veränderung
der Ernährung verweisen, dann kann deine Freundin ja nicht anders, als Streß abbauen oder für
Entspannungsinseln sorgen (siehe Vorposterin) z.B. durch ein abendliches warmes Bad zu leiser
Musik und Düften, über den Tag verteilt Entspannungsmomente „einplanen“, Pausen eben als
wirkliche Pausen nehmen, öfter mal tief durchatmen und ruhiger werden, regelmäßiger Sport als
Ausgleich, positives Gedankenkino abspielen lassen, autogenes Training, in der Arbeitszeit mal 5
Minuten statt für zigaretten zur Entspannung abzwacken. Bei der Ernährung sollte sie darauf
achten, wann die Beschwerden besonders auftreten oder sich verstärken (austesten!). Wichtigste
Regel: Erlaubt ist, was ihr bekommt!
Nicht zuviel Alkohol, Nikotin und Koffein/Teein. Mindestens 2 Liter Flüssigkeit pro Tag über den
Tag verteilt trinken, besser fettarm essen und falls es bekommt eher zu Vollkornprodukten,
Gemüse und Schwarz- oder Knäckebrot u.ä. greifen, lieber das Essen auf 5 anstatt auf 3
Mahlzeiten pro Tag aufteilen/ kleine Mengen (wenn der Magen auch oft gereizt ist).
Ich bin keine Ärztin o.ä., deshalb habe ich in einem Buch (Die große Hausapotheke von Dr. Jörg
Zittlau u.a.) dazu nachgesehen.
Ganz knapp und viel zu kurz, was ich gefunden habe (jetzt ohne Ursache sondern nur
Ernährungstips; also bitte selbst nochmal in Bücherei gehen und genauer nachlesen):
-Getränke in Zimmertemperatur trinken, NICHT kalt!
- Milchunverträglichkeit: Milch reduzieren, regelmäßig bevorzugt fettarmen Joghurt essen (kein
doppeltpasteurisierter oder vorher eingefrorener!) bevorzugt in Kombination nur mit fettarmen
Speisen, Milch- und Käseprodukte sollen dann von manchen Menschen wieder besser vertragen
werden
-Nachtkerzenölpräparate z.B. Efamol zum Aktivieren des Fettstoffwechsels und Beruhigung des
Verdauungstraktes (bei z.B: Blähungen vor der Menstruation)
-Fencheltee: 1 TL frisch zerriebener Fenchelfrüchte mit 1/4 l kochendem Wasser 10 min. ziehen
lassen, abseihen
-1 l Buttermilch in kleinen Schlucken über den Tag verteilt trinken, Zimmertemperatur
- zur Regeneration der Magen- und Darmschleimhäute Vitamin A und Karotin z.B. durch
Möhren, 3 Wochen Lebertrankur, Spinat, Kürbis, Grünkohl
-Heilerde zur Besänftigung des Reizmagens und besseren Aufbau der Darmflora (längere
Anwendung möglich); 2 x pro Tag 1 TL Heilerde in stillen Mineralwasser oder
Kräutertee(Enziantee) aufmischen und trinken in kleinen Schlucken
-Kamille (entzündungshemmend), Minze (Reizschwelle des Magens bei Übelkeit senken) und
Melisse (beruhigend, krampflösend) könnten auch in Form von Tee oder Teemischungen helfen
-Kümmel oder Kümmeltee kann auch zu einer gesunden verdauung beitragen, besonders bei
blähenden Gerichten erschafft der Tee Erleichterung
So, das war jetzt ellenlang und laienhaft quer durch den Gemüsegarten zusammengeschrieben.
Deshalb meine Bitte des Nachlesens und der Eigenbeobachtung und lieber Mal einmal zu oft beim
Arzt/Apotheker nachfragen.
Lieben Gruß und gute Besserung, Faten
herzlichen Dank
für Eure sehr ergiebigen Tipps. Ich habe sie mir alle ausgedruckt und werde die Seiten an meine unruhige Freundin weitergeben.
viele Grüße
grilla
Vollkornprodukte
Nicht zuviel Alkohol, Nikotin und Koffein/Teein. Mindestens 2
Liter Flüssigkeit pro Tag über den
Tag verteilt trinken, besser fettarm essen und falls es
bekommt eher zu Vollkornprodukten,
Gemüse und Schwarz- oder Knäckebrot u.ä. greifen, lieber das
Essen auf 5 anstatt auf 3
Mahlzeiten pro Tag aufteilen/ kleine Mengen (wenn der Magen
auch oft gereizt ist).
Ich hatte auch lange Zeit Probleme mit dem MAgen, besonders mit Blähungen. Verstärkt nach dem Verzehr von Vollkornprodukten oder körnigem Zeug. Daher, erst mal vorsichtig testen, was man verträgt. Bei mir war die Ursache eine durch eine lange andauerne Pilzinfektion gestörte Darmflora, was auch zu bestimmten Nahrungsmittelallergien geführt hat. Ich musste auf viele Nahrungsmittel verzichten bzw. sie mir langsam wieder angewöhnen. Zusätzlich nahm ich Omniflora-Kapseln zur Unterstützung der Normalisierung der Darmflora ein. Jetzt kann ich wieder alles essen. Bekomme nur bei Vollkornprodukten (wenn auch noch in Kombination mit Obst) immer noch starke Blähungen.
Alles Gute für Deine Freundin
Ama
Hallöle, noch ein Tipp:
Vielleicht wär ja auch eine Darmsanierung (nettes wort*g*) was für Dich, da gibt es verschiedene Varianten:
für ganz Harte: Fastenkur mit einer Hydro-Colon-Therapie (so ne Art Darmspülung), dann aufbauende Ernährungsaumstellung.
Vermerk: Fasten ist nix für streßgeplagte, vielbeschäftigte Menschen
Oder Ernährungsumstellung wie schon beschrieben und zusätzlich eine Darmflora-sanierung mit Mutaflor oder Symbioflor, das sind nebenwirkungsfreie, harmlose Medikamente, die das Milieu der Darmflora wieder herstellen und zugleich das Abwehrsystem stärken.
(Symbioflor ist wesentlich kostengünstiger), gibt´s rezeptfrei in der Apotheke!
Gruß,
shockscrew
Fit und aktiv durch gesunde Verdauung
So heißt das Buch von Dr.med.Lutz Koch
Hallo Grilla!
Hier der Text v.o.g.Buch:
Blähungen
„Jedes Böhnchen gibt sein Tönchen“, sagt der Volksmund. Doch nicht immersind es blähende Speisen, die an dem leidigen Problem schuld sind.In unserer Region sind Blähungen nicht nur ein peinliches Leiden, viele Betroffenen schweigen aus falscher Scham darüber.
In der med.Fachsprache nennt man diese unangenehmen Gasansammlungen „Meteorismus“ und ihren befreienden Abgang „Flatus“.Dieses Ereignis ist nicht nur für den Betroffenen äußerst unangenehm.
Mehrere Ursachen können Blähungen hervorrufen. Das Hauptübel ist das Luftschlucken, das bei 70% der Leidenden als Auslöser gilt. Normalerweise gelangen bei jedem Schluck etwa zwei Mililiter Luft in den Magen. Sie werden mit dem Speisebrei in den Darm mitgenommen und durch die Darmwand ins Blut transportiert. Damit entstehen kleine Luftansammlungen im Bauch. Hinzu kommt noch eine Gasbildung durch Verdauungsvorgänge.
Es gibt viele Menschen, die einfach nur „Luftschlucker“ sind. Sie essen zu hastig und gierig, pumpen dadurch mit jedem Bissan zusätzlich Luft in den Magen. Es entsteht ein Druckgefühl in der Magengegend, das nach einem dezenten Aufstoßen schnell verschwindet. Hat man aber Hemmungen beim Aufstoßen, so gelangt die Luft in den Darm. Wer beim Essen viel spricht, gashaltige Getränke zu sich nimmt und alles schnell herunterwürgt, wird nach kurzer Zeit mit Sicherheit seine Blähungen haben.
Allerdings gehen gestörte Verdauungsvorgänge auch häufig mit Gasansammlungen im Darm einher. Dafür sorgen nun wiederum Nahrungsmittel, die typisch blähend wirken, wie Kohl, Bohnen, Rettich oder Champignong. Aber auch frisches Brot ist blähend, wie auch in geringerem Maße Kartoffeln und Haferflocken. Bei manchen Menschen verursachen auch Käse und Milch einen Blähbauch.
Bei vielen kommt es zu Blähungen, wenn in der Vielzahl der Verdauungsprozesse vom Mund bis zum Enddarm Störungen auftreten:
Zuwenig Mundspeichel kann ebenseo zu Blähungen führen wie konzentrierte magensäure, unharmonischer Gallenfluß oder eine falsche Zusammensetzung der Säfte der Bauchspeicheldrüse. Ist die Harmonie der Darmbakterien durch Pilze im Dickdarm gestört, entstehen zusätzliche Gärungsprozesse.
Nicht nur das unangenehme „Luftblasen“ ist ein Symptom, das belastet. Sogar Herzbeschwerden oder Kurzatmigkeit können das Hochdrängen des Zwerchfelles auftreten.
SO BEUGEN SIE BLÄHUNGEN VOR
herzlichen Dank
Hallo Zwergerl,
vielen dank für deinen ergiebigen text. wie gut dass es www gibt. ich habe hier mir schon so tolle tipps geholt.
ein schönes wochenende wünscht
grilla
Hi, hört sich nach Meteorismus an.(ganz harmlos)
Tschüß
Hallo,
Kohl kann sehrwohl vertragen werden, wenn blähungswidrige Gewürze wie z.B. Kümmel beigegeben werden. Zwiebeln werden grundsätzlich nur gekocht oder angeröstet vertragen.
Nach meiner Erfahrung wäre für Ihre Freundin eine ayurvedische Ernährungsberatung sinnvoll.
Grüße
H. Links
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Ayuveda
Hallo,
von Ayuveda habe ich schon einmal gehört. Wodurch unterscheidet sich dies von einer normalen Ernährungsberatung der Krankenkassen?
viele Grüße
grilla
Pfefferminztee
Versuch’ es mit Pfeferminztee, der fördert die Gallensaftabgabe, der wiederum hindert die Schaumbildung im Darm, dann sind die Gerüche weniger unangenehm.
Exzessiv zu viel ist allerdings ungesund!
Harald
Hallo Grilla,
die Ernährungsberatung derKrankenkassen geht von konventionellen Ernährungsschemata aus z.B. Salat ist für alle gut - die Ayurvedische Ernährung unterscheidet drei Hauptkostitutionen und diese sollten unterschiedlich auf ihre Verwertungsmöglichkeoiten angepasste Nahrung und Gewürze zu sich nehmen. Also diese Ernährungsweise ist viel differentzierter als dasuns bekannte Schubladenmuster in punkto Ernährung.
Grüße
H: Links
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Blutgruppendiät
Hallo Harald,
was hältst Du von dieser sogenannten Blutgruppendiät. Ich habe mir vor einigen Wochen das Buch gekauft, weil mich interessiert hat, ob es für jeden Menschen gewisse Lebensmittelunverträglichkeiten gibt, die mit der Blutgruppe zusammenhängen, obwohl diese besagten Lebensmittel als gesund im allgemeinen erachtet werden. Also z.B.: mir wird von Müsli schlecht, was ich bedaure. Laut dem Buch soll ich bestimmte Getreidesorten gar nicht essen, schon gar nicht mit Milchprodukten.
Die Erklärung dazu hat mir eingeleuchtet (genetisch bedingte Verträglichkeiten von Stoffen…). Kennst Du diese Theorie? Was denkst Du darüber?
viele Grüße
grilla