Hallo Alexander
eigentlich schade, dass Du die Diskussion so schnell fallen läßt. (Hab ich aus Deiner Antwort an Carlos gelesen)
Aber ich mache mir dennoch gerne die Mühe, Dir zu antworten. Vielleicht siehst Du das ganze dann in einem anderen Licht.
1.Gott muss schon kurz nach der Schöpfung gemerkt haben, dass
sein Schöpfungswerk nicht das Gelbe vom Ei war: „Da reute es
ihn, dass er den Menschen gemacht hatte auf Erden“. Eine Zeile
weiter: Ich will die Menschen, die ich erschaffen habe,
vertilgen von der Erde, vom Menschen an bis hin zum Vieh und
bis zu den Vögeln unter dem Himmel; denn es reut mich, dass
ich sie gemacht habe.“ (1.Mose 6)
Hier muss ich doch fragen, was für Dich eine kurze Zeitspanne ist. Gemäß 1.Mose 5 fand die Flut 1856 Jahre nach der Vertreibung aus dem Paradies statt. Das ist eine gewaltige Zeitspanne und die Menschheit hat sich in dieser Zeit so weit von Gottes Plan wegbewegt, dass seine Geduld fast zu Ende war.
Aber weil Gott liebevoll, gütig und barmherzig ist (auch wenn viele etwas anderes behaupten), gab er der Menschheit eine letzte Chance - die Arche!
2.„Denn von heute an in sieben Tagen will ich es regnen
lassen auf Erden und vierzig Tage und vierzig Nächte und
vertilgen alles Lebendige, das ich gemacht habe.“ (Mose 1.
7,4)
Dieser Text kommt erst später, bitte chronologisch bleiben.
3.Carlos: Zunächst setzte Gott eine Frist von 120 Jahren. 1.
Mose 6:3
Bibelzitat: Ich will ihm an Lebenszeit geben 120 Jahre.
Kommentar: Nun annehmen zu wollen, Gott sei ein Zyniker und
hatte nur vor, seine eigenen Geschöpfe erst in 120 Jahren
ersäufen wollen, mit Greisen, Frauen und all den unschuldigen
Kindern, damit habe ich meine Probleme. War denn der HERR
wirklich so gnadenlos? Und warum um himmelswillen die armen
Tiere? Was habe die denn getan? Das ist doch blanker Zynismus.
Wieso bekümmern Dich die Tiere? Die würden auch ohne Flut irgenwann mal gestorben sein.
Es geht hier primär um den Menschen.
Und 120 Jahre sind m.E. eine faire Zeitspanne, eine Entscheidung zu treffen. Jeder hatte die Möglichkeit, mit Noah auf die Arche zu gehen. Aber des Menschen Wille ist sein Himmelreich.
4.Carlos: Danach gab Gott Noah zu einem nicht definierten
Zeitpunkt die Anweisung zum Bau. 1. Mose 6:14-16
Kommentar: Das hab ich doch geschrieben!
5.Carlos: Und Noah fing dann an.1. Mose 6:22
Kommentar: Ist das der Beweis? Irgendwann muss er doch mal
angefangen haben. Hier wurde mal als vermeintlich schlagendes
Gegenargument ein sinnloses Bibelzitat genommen.
Wieso sinnlos? Carlos hat damit belegt, dass es keine Angabe gibt, wie lange der Bau der Arche gedauert hat.
6.Carlos: Irgendwann war die Arche gebaut, die Bauzeit könnte
bis zu 120 Jahren gedauert haben.
Kommentar: Wieso könnte? Hat er nun an dem schwimmfähigen
Kasten 120 Jahre lang gewerkelt, oder nicht?
Weiß ich das? War ich dabei? Wenn es nicht aufgeschrieben wurde, kann ich mir das doch nicht aus den Fingern saugen. Aber es hat sicher nicht länger als 120 Jahre gedauert.
7.Carlos: Gott wiederholte die Anweisung mit den Tieren und
nannte die Frist von sieben Tagen, bis es anfangen sollte zu
regnen. 1.Mose 7:1-4
Kommentar: Jetzt strömen also die Tiere von allen Kontinente
auf den „Kasten von Tannenholz“. Wie kamen nur die Kängurus,
oder die Pinguine nach Asien – ja wo wurde überhaupt das Boot
gebaut?
Hier wird geflissentlich übersehen, dass die Kontinente damals noch nicht auseinandergerissen waren. das geschah erst in 1.Mose 11 (Turmbau zu Babel)
8.Carlos: In die Arche gingen Noah, seine Frau, seine Söhne
und die Frauen seiner Söhne. 1.Mose 7:7; 1.Mose 8:16.
Kommentar: Wenn es dann so war, mussten doch die Kinder wieder
untereinander heiraten. Folglich sind wir alle Inzucht. Oder
hatten sich einige Menschen Gottes Willen widersetzt und waren
nicht ertrunken?
Die Inzucht hatten wir schon bei Adam und Eva. Da hat es gut funktioniert *g*
Wenn die Naturwissenschaftler mit der gleichen Logik ihre
Wissenschaft betreiben würden wie die ernsthaften
Bibelforscher, so würde es ohne Zweifel friedlicher in der
Welt zugehen, denn sehr weit hätte sich die Technik noch nicht
entwickelt.
Wie friedlich es in der Welt ohne Technik zugeht, sieht man schon bei Kain und Abel.
Wenn Du mir sagst, wo meine Argumentation unlogisch ist, sage ich Dir, was ich an den Naturwissenschaftern unlogisch finde.
Eine Bitte: Wischt die Fragen nicht beiseite, sondern zeigt
auf, wo ich irre.
Ich habe mich bemüht 
Ich verspreche als Gegenleistung in der
Schrift jeden Tag zu lesen. Auf anregende Lesehilfen freut
sich Alexander
Ich hoffe, Deine Freude ist noch vorhanden.
Gruss Harald