Hallo, Christen und Christinnen!
Hallo Franz,
auf für uns Juden steht das Zehnwort am Anfang unserer Volkswerdung und sind Teil der Mitzwot (Gebote), welche wir erfüllen müssen, damit wir G’tt ein heiliges Volk sind. Aus diesem Grund mache ich einmal kurz meine Anmerkungen, welche aufzeigen, dass zwangsläufig die Christen hier schon modifizieren mussten.
Gerade habe ich die Zehn Gebote durchgelesen. Die Hälfte kann
man doch heutzutage vergessen und den Rest müsste man
modifizieren.
Der Anfang des Zehnwortes (nicht bei allen Christen Teil der Zehn Gebote) lautet ja:
„Ich bin der Herr, dein G’tt, der Ich dich aus Ägyptenland, aus der Knechtschaft, geführt habe“ (20:2).
Daraus folgt zumindest für uns Juden, dass das Folgende erst einmal nur uns direkt gegeben wurde und wir danach zu leben haben, was wir ja auch bis heute tun.
Gleichzeitig ist es jüdische Lehre, dass dieses Zehnwort an die ganze Menschheit ging, was der Name der Parascha (Wochenabschnitt) „Jithro“ schon zeigt, welcher der nichtjüdische Schwiegervater von Mojsche war. Aber eben nicht im Sinne von Geboten, sondern bezogen auf den darin enthaltenden Inhalt. Den nur das jüdische Volk wurde von G’tt aus Mitzwajim herausgeführt.
Hierdurch bedingt es sich aus jüdischer Sicht, dass Christen das Zehnwort modifizieren mussten, um es auf sich zu übertragen. Und einige Veränderungen zeigen diese Modifikation ja auch. Neben dem fehlenden Anfang z. B. auch bei vierten Gebot (20:8) vom Schabbat, welcher nach Bereschit (Genesis) aber der siebte Tag ist und somit der Samstag.
Welche Bedeutungen diese Modifikationen nun innerchristlich habe, ist wiederum nicht mehr mein Thema. Ich wollte nur aufzeigen, dass sie anfänglich schon verändert wurden.
Findet ihr nicht auch?
Da ich auch nach dem Zehnwort lebe, sehe ich nicht warum hier etwas modifiziert werden müsste. Damit will ich nicht sagen, dass es einfach wäre danach zu leben, aber im Zehnwort steht auch nichts davon, dass es einfach wird.
Alles darin ist immer noch zeitgemäß und relevant.
Scholem,
Eli