Die Zeit

Das Zeitgefühl, eine Subjektive Empfindung wie auch eine Organisationshilfe des Bewusstseins.

Wieso empfindet das Bewusstsein Zeit so verschiedenartig?
Einmal rast die Zeit und manchmal schleicht sie vor einem her.
Ich erkläre mir das immer instinktiv durch „Langeweile“ und „Beschäftigung“. Ein beschäftigter Mensch hat keine ZEIT zum denken über die Zeit - bei dem unbeschäftigten sieht es da schon anders aus.

Was meinen die Psychologen unter uns, was verursacht unser Zeitgefühl?
Können wir es lenken, um uns selbst besser zu orientieren und unser Leben auf das zu lenken, was für einen wichtig erscheint?

Ich habe davon gehört, dass Menschen unter Drogeneinfluss ein ganz anders Zeitgefühl haben. (Ist wissenschaftlich belegt.) Nun ja, es möchte sich aber wohl niemand gerne mit Drogen zupumpen um sein Leben einen ganz neuen Glanz zu geben.

Durch den ständigen Technologiewortschritt hat der Mensch immer neue Sachen zu lernen die sein Bewusstsein beanspruchen. Worauf ich hinaus will, Je mehr man lernt bzw. lernen muss, umso schneller verfliegt die Zeit.

Ihr seid gefragt.

subjektive Zeitwahrnehmung
Du hast Recht darin, daß die subjektive Wahrnehmung des „Flusses“ von Zeit sehr stark von der aktuellen Erlebnisdichte abhängt. Insbesondere bei starker - emotionaler ebenso wie kognitiver - Konzentration „vergeht die Zeit wie im Flug“. Dagegen scheint sie sich in spannungsvoller Erwartung (z.B. bei Vorfreude auf ein Ereignis, oder beim Warten auf das Nachlassen eines Schmerzes, beim Stehen in einer Warteschlange …) geradezu unendlich zu „dehnen“.

Eine kleine Literaturliste zum Thema gab es hier im Anschluß an eine Frage zu:

Edmund Husserl: Vorlesungen zur Phänomenologie des inneren Zeitbewusstseins (1928)

/t/subjektives-zeitempfinden/896591/16

Hier ist zu deiner Frage besonders das erwähnte Kapitel aus Augustinus („Bekenntnisse“) zu empfehlen. Aber auch Hermann Schmitz im erwähnten Band („Die Gegenwart“), wo eine umfangreiche Phänomenologie von Zeitwahrnehmungsformen studiert wird (z.B. Langeweile, Panik, Angst usw.).

Theo Rudolf Payk untersucht die pathologischen Formen des Zeiterlebens, auch die unter Einfluß von Haluzinogenen - und McTaggert ist der Philosoph, der (im Anschluß an Henri Bergson) die Unterscheidung der „objektiven“ Zeitlinie (die vorher-nachher-Relation) von der „subjektiven“ Zeitlinie (Vergangenheit-Gegenwart-Zukunft) in die Philosophie der Zeit eingeführt hat.

Gruß
Metapher