Subjektives Zeitempfinden

Phil. & Psych. zur Zeit(wahrnehmung)
Hi Eckard

zu der Husserl-Empfehlung von Thomas Miller (Posting unten):

By the way: Ich war mir ja nicht sicher, ob der Inhalt einschlägig ist. Vielleicht kannst du Eckard sagen, ob sich die Lektüre für ihn lohnt …

Ja - sie lohnt sich sicher, nicht nur für die ursprüngliche Frage, wie der altersbedingte shift in der subjektiven Zeitwahrnehmung zu verstehen ist. Es geht um alle Formen des Zeitbewußtseins. Es ist natürlich eine philosophische Abhandlung. Klar, daß sie sich nicht wie ein Krimi liest…

Wer sich weiter in solche Fragen der Zeitwahrnehmung einlesen möchte, kommt nicht um das älteste Meisterwerk zu diesem Thema herum:
Augustinus: Bekenntnisse, Buch XI
http://www.amazon.de/exec/obidos/ASIN/3423300930/qid… (dt.)
http://www.amazon.de/exec/obidos/ASIN/3458327029/qid… (lat./dt.)

Weiter ist sehr zu empfehlen ein Philosoph, der sich eh in vieler Hinsicht zu lesen lohnt. Ich habe nie jemand mit einem solchen geradezu gigantischen literarischen Wissen (in jeder Hinsicht, nicht nur bzgl. Philosophie) kennengelernt:

Hermann Schmitz: System der Philosophie. 5 Bde (= 11 Bücher)
Bouvier Vlg. Bonn. 1964ff
Zum Thema speziell der Bd.1: „Die Gegenwart“
http://www.amazon.de/exec/obidos/ASIN/3416002849/qid…

Ferner findet sich einiges bei den neueren Klassikern bzgl. des Themas:
Henry Bergson: Materie und Gedächtnis (Sammlung mit mehreren Abhandlungen)
http://www.amazon.de/exec/obidos/ASIN/3787310274/qid…

John McTaggart: The Nature of Existence Vol. II, Ch. XXXIII

und eine psychologische Abhandlung:
Theo Rudolf Payk: Chronopathologie im Grundriss. Stuttgart 1979
ISBN 3777304522 Buch anschauen
(scheint nicht mehr im Handel zu sein)

Grüße
Metapher