Dinosaurier und die Bibel

Hallo Frank

Als ehemaliger Evolutionsaanhänger musste ich die
unüberwindbaren Widersprüchje der Evolution anerkennen.

mensch beat,
müssen musst du garnichts.

Da hast Du natürlich recht. Aber manchmal braucht es Überwindung an Sachen die man lange geglaubt hatte, als nicht richtig erkennen und zugestehen zu müssen.

im gegensatz zu den sattsam bekannten glaubenspostulaten sind
wissenschaftliche sichtweisen prinzipiell falsifizierbar und
daher
auch nicht kuschelig.
theorien lassen sich weiterentwickeln, ändern oder anpassen.

Na ja, Evolutionstheorie beruchen auf der Evolution. Wenn die Grundlage „evolution“ aber so widersprüchlich und beweislos ist, dann kann jede weiterentwicklung dies nicht korrigieren.

wer allerdings unbedingt, aus welchen gründen auch immer,
irgendetwas
vermeint glauben zu müssen, bewegt sich auf dünnem eis, wenn
die
persönliche wahrnehmung zur allgemeinen wirklichkeit erklärt
wird.

Da stimme ich Dir völlig zu, sehe nur keinen zusammenhang mit meinem obigen Treat.

statisches denken und beharren auf egozentrische weltbilder,
welcher
art auch immer, bringen keine offenheit für die fragen nach
den
fragen.

Dito oben. Ob man an der Grundsätzlichen evolution, einer anderen Theorie, einem Schöpfergott, oder sonst was als Grundlage hängt, Deine Aussage trifft immer zu.
Offenheit heisst für mich auch das einem eigentlich widerstrebenden zu prüfen, schauen ob es vieleicht nicht doch stimmt oder zumindest teilweise stimmt.

Gruss
Beat

1 „Gefällt mir“

Ich kenne keinen Geistlichen, der sagen würde „So,
wie’s in der Bibel steht, ist’s gewesen.“. Ganz im Gegenteil.

Da kennst du leider die falschen Geistlichen. Von denen gibt’s v.a. in der ev. Kirche leider viel zu viele. Und das nicht nur auf Genesis bezogen, sondern auf die ganze Bibel.

Gruß,
Liza

1 „Gefällt mir“

Hey,

ich war unsicher, ob ich hier oder im Biologie-Brett posten
sollte, allerdings glaube ich, die Ansicht der meisten
Biologen zu folgender Seite einschätzen zu können und möchte
darum mal „Gläubige“ an sich fragen: was haltet ihr davon?

http://www.answersingenesis.org/Deutsch/dinosaurier.htm

Ich als Gläubige und Kreationistin (ja, ich oute mich…8) sage dazu: Ich kenne zwar noch wesentlich ausführlichere und wissenschaftlichere Texte zur Widerlegung der Evolution (z.B. von dem Informatik-Prof. Werner Gitt, ehem. Leiter der Physikalisch-Technischen Bundesanstalt in Braunschweig: Buch „Am Anfang war die Information“ und andere Veröffentlichungen - sehr empfehlenswert!), aber im Grunde sagt der Text auf answersingenesis alles aus. Die Wahrheit ist für Evolutionisten eben nur schwer zu ertragen. Deswegen werden wir Kreationisten halt auch immer als Spinner und Idioten dargestellt. Von mir aus.

Gruß,
Liza

Einige Fragen
Hallo,

ich hätte mich bisher zwar nie als Evolutionisten tituliert, aber ok… Ich kann
es ja durchaus verstehen, wenn jemand eine andere Meinung hat als die, die gerade
en vogue ist, stehe ja selber oft genug auf der „anderen Seite“. Mich würde aber
interessieren, wie bestimmte evolutionstheoretische Merkmale erklärt werden, etwa
Atavismen (Haarwuchs, Fingernägel, Loch in Herzscheidewand, Muskel zum Bewegen
des Ohrs etc.), die ein Mensch eigentlich nicht braucht, die aber leicht aus der
Evolution zu erklären sind? Und warum ist ein menschlicher Fötus je nach
Entwicklungsstand kaum von den Föten von Tieren zu unterscheiden? Unter anderem
treten in frühen Stadien sogar Kiemenspalten auf, wenn mich mein Gedächtnis nicht
völlig täuscht. Wie sieht es mit Brückentieren wie Ichthyostega (richtig
geschrieben!?), Archaeopteryx, Lungenfisch aus? Warum haben Wale Parasiten im
Darm, die eigentlich landlebende Tiere haben, wenn sie sich nicht aus ehemals
landlebenden Tieren zurück ins Wasser entwickelt haben (zurück in diesem Fall
nicht negativ auszulegen). Wie ist zu erklären, dass Bakterien und Viren durch
Mutationen sehr schnell Merkmale in großen Populationen weitergeben können, so
dass bestimmte Merkmale besser überleben können und dadurch eine neue
Evolutionsstufe durchschritten haben?

Ich finde es derzeit einfacher und nachvollziehbar, die Theorien der
Kreationisten zu widerlegen als die der modernen Evolutionstheorie - ohne damit
Gott als Schöpfer zu verleugnen. Ich finde es im Gegenteil viel spannender, wie
genau die Schöpfung vom allerersten Moment (nicht nur der Erde, sondern bereits
von der ersten Millisekunde des Urknalls) an angelegt sein muss, damit sich das
Leben so entwickelt hat und nicht anders.

Viele Grüße
Christian

1 „Gefällt mir“

hi christian

danke für deinen beitrag, ich kann mich dem nur anschliessen.

ich verstehe nicht wirklich, wie man die evolutionstheorie als gegensatz zur biblischen schöpfungsgeschichte sehen kann. für mich bestätigt das eine das andere!

vielleicht hängt das mit einer selektiven verständnisfähigkeit der menschen zusammen. gewisse menschen können nur hinweise bestimmter natur oder richtung erkennen, alles andere wird wegrationalisiert und ist deshalb nicht existent für sie.

es ist ja auch eher schwer zu erkennen, dass unsere grossen religionen nur verschiedene wege zum gleichen ziel sind.

vielleicht war es auch so, dass gott sämtliche beweise zur evolution extra eingebaut hat, damit die leute was haben, um sich drüber streiten zu können :smile:

liebe grüsse
coco

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

Einige weitere Fragen…
Hi Coco,

ich verstehe nicht wirklich, wie man die evolutionstheorie als
gegensatz zur biblischen schöpfungsgeschichte sehen kann. für
mich bestätigt das eine das andere!

Inwiefern bestätigt die Evolution die Schöpfungsgeschichte? Oder andersrum?

gewisse menschen können nur hinweise
bestimmter natur oder richtung erkennen, alles andere wird
wegrationalisiert und ist deshalb nicht existent für sie.

Das ist richtig. Gilt aber meines Erachtens vor allem für viele Naturwissenschaftler. Ich gebe beiden Alternativen gleiche Chancen. 50/50, quasi. Denke das ist fair :wink:

es ist ja auch eher schwer zu erkennen, dass unsere grossen
religionen nur verschiedene wege zum gleichen ziel sind.

Hast Du das erkannt? Aufgrund welcher Basis?

vielleicht war es auch so, dass gott sämtliche beweise zur
evolution extra eingebaut hat, damit die leute was haben, um
sich drüber streiten zu können :smile:

Die Evolution basiert -genauso wenig, wie die Schöpfungsgeschichte- auf Beweisen, sondern allerhöchstens auf Indizien. Wir sollten nie aus den Augen verlieren, dass unser derzeitiges (wissenschaftliches) Verständnis keinen ultimativen Charakter haben kann. Vielleicht forscht die Menschheit noch einige Jahrzehnte/-hunderte rum und kommt letztlich zum sicheren Schluss, dass die Schöpfungsgeschichte vollkommen wahr ist. Who knows…

Viele Grüße,
Typhoon

1 „Gefällt mir“

Hallo,

Die Evolution basiert -genauso wenig, wie die
Schöpfungsgeschichte- auf Beweisen, sondern allerhöchstens auf
Indizien. Wir sollten nie aus den Augen verlieren, dass unser

Nun, die Indizien sind aber schon recht beweislastig. Vollkommene Sicherheit gibt es wissenschaftlich streng genommen ja nie weil man immer die Tür offen lassen muss, dass womöglich irgendwann ein Gegenbeweis erbracht werden könnte - aber dann können wir uns sämtliche Diskussionen in Zukunft im Prinzip sparen.

Ich weiß, dass es immer wieder große Irrtümer gab, von deren Richtigkeit zuvor alle überzeugt waren (als Althistoriker und Ägyptologe lernt man da so einige Geschichten kennen :wink:), aber so lange ich für eine These weitaus nachvollziehbarere, experimentell prüfbare und logische Argumente finde (mod. Evolutionstheorie nach Darwin), denen die Vorstellungen der Menschen vor über 2000 Jahren zu Grunde liegen.

Bevor mir jetzt vorgeworfen wird, wie ich einerseits die Wissenschaft so verteidige und andererseits an einen „nicht-beweisbaren“ Gott glaube: für mich ist Gott auf Grund von Indizien ehr fassbar als „kein Gott“…

So long
Christian

Hallo Christian,

Nun, die Indizien sind aber schon recht beweislastig.

Ich habe bisher keine besonders beweislastigen Indizien erkennen können.
Im Gesamten erscheint mir die Evolution zumindest theoretisch schon als potentiell in-sich-schlüssiges Prinzip.

Nur muss man ihm die Exklusivität nehmen. Einem Kreationisten wird es nicht gelingen, die Evolutionstheorie zu widerlegen. Und genauso wenig wird dies andersrum möglich sein.

Mir ist wichtig, aufzuzeigen, dass die heute als absolut angesehene Evolutionstheorie, dieses Kriterium keineswegs erfüllt. Es gibt viele Argumentationsansätze auf Seiten der Kreationisten (z.B. fehlende Verbindungsstücke, Unwahrscheinlichkeit der Makroevolution, Zweifel an Gesteins-Datierungen, etc.) die durchaus Sinn machen.

Man muss sich nur mal diese unvorstellbare Treibkraft der Evolution anhand eines Chronographen vorstellen. Nehmen wir den Chronographen und öffnen ihn, sehen wir ein höchst-kompliziertes System mit vielen, vielen kleinen Teilchen, die alle miteinander Arbeiten, um die Uhr zum Laufen zu bringen. Und jetzt stellen wir uns mal vor, die Teile sind alle durch Zufall (gepaart mit Selektion) da rein „gefallen“ und haben sich mit der Zeit so angeordnet, dass meine Uhr funktioniert. weitaus komplizierter ist, als ein Chronograph- und überlegt sich dann, ob man dieses Grundsprinzip der Evolution immernoch für schlüssig und möglich hält.

Eine weitere Frage drängt sich mir hinsichtlich der Evolutionstheorie auch auf: Was für eine Kraft soll dahinter stecken? Und: Wieviel Zeit würde ich der Evolution einräumen um einen modernen Menschen zu schaffen? Man siehe die unglaublichen Fortschritte- und das Tempo! Als Historiker wirst Du es sicherlich für genau so verwunderlich wie ich erachten, wie weit sich die Menschheit binnen nur 200 (/100/300/500) Jahren entwickelt hat (Macht über das Atom (~60 Jahre), Weltraumfahrt (~40-50 Jahre), Computer (~20-30 Jahre), Internet als Massenmedium (~5 Jahre) & Handyzeitalter (~5 Jahre)…)- vom Scheiterhaufen zum Handy…

Naja. Wie gesagt, es geht mir nicht um das kreationistische Prinzip versus der Evolutionstheorie- sondern um das „über-den-Tellerrand-blicken“. Man sollte den Absolutheitsanspruch einer schlüssigen, indiziär-belegbaren Schöpfungstheorie (Evolution) ohne Beweise nicht gelten lassen. Solange Theorie dahinter steht, ist’s halt nunmal noch ne Theorie…

Viele Grüße,
Typhoon

1 „Gefällt mir“

Moin,

Man muss sich nur mal diese unvorstellbare Treibkraft der
Evolution anhand eines Chronographen vorstellen. Nehmen wir
den Chronographen und öffnen ihn, sehen wir ein
höchst-kompliziertes System mit vielen, vielen kleinen
Teilchen, die alle miteinander Arbeiten, um die Uhr zum Laufen
zu bringen. Und jetzt stellen wir uns mal vor, die Teile sind
alle durch Zufall (gepaart mit Selektion) da rein „gefallen“
und haben sich mit der Zeit so angeordnet, dass meine Uhr
funktioniert. weitaus
komplizierter ist, als ein Chronograph- und überlegt sich
dann, ob man dieses Grundsprinzip der Evolution immernoch für
schlüssig und möglich hält.

Etwas kompliziertes ist deshalb kompliziert, weil man es nicht
verstanden hat. Dinge mögen komplex, aber nicht mehr kompliziert
sein, sobald man deren Zusammenhänge verstanden hat.

Eine weitere Frage drängt sich mir hinsichtlich der
Evolutionstheorie auch auf: Was für eine Kraft soll dahinter
stecken?

Z.B. Selbstorganisation aufgrund physikalischer Grundprinzipien.

Und: Wieviel Zeit würde ich der Evolution einräumen
um einen modernen Menschen zu schaffen? Man siehe die
unglaublichen Fortschritte- und das Tempo! Als Historiker
wirst Du es sicherlich für genau so verwunderlich wie ich
erachten, wie weit sich die Menschheit binnen nur 200
(/100/300/500) Jahren entwickelt hat (Macht über das Atom (~60
Jahre), Weltraumfahrt (~40-50 Jahre), Computer (~20-30 Jahre),
Internet als Massenmedium (~5 Jahre) & Handyzeitalter (~5
Jahre)…)- vom Scheiterhaufen zum Handy…

Ungefähr zu dem Zeitpunkt, als in Europa die Einflußnahme durch
die Kirche gebrochen wurde. Man stelle sich die Möglichkeit
der freien Forschung und Meinungsbildung vor, ohne als Ketzer
oder Hexe verbrannt worden zu sein.
Vllt. muß eine Gruppe erstmal bestimmte Rahmenbedingungen erschaffen
um diese Leistungen der letzten 200 Jahre zu erbringen. Sollten
wir Europäer uns evtl. innerhalb der nächsten 100 Jahre doch wieder
gegenseitig die Köppe einschlagen, zerschlagen wir wohl auch
wieder die Rahmenbedigungen. Dann war’s das ggfs. für ein
paar Jahrzehnte/Jahrhunderte mit UMTS-Handy, Schlaptop, Hi-Tech etc.
pp. Dann darf der „moderne“ Mensch ein paar Stufen tiefer auf der
Entwicklungsleiter wieder neu anfangen.

Man schaue sich aber auch die Chinesen an. Welche Techniken die
schon vor 2000 Jahren kannten. Sind dann aber teilweise wieder
untergegangen bzw. nicht weiterentwickelt worden.

Naja. Wie gesagt, es geht mir nicht um das kreationistische
Prinzip versus der Evolutionstheorie- sondern um das
„über-den-Tellerrand-blicken“. Man sollte den
Absolutheitsanspruch einer schlüssigen, indiziär-belegbaren
Schöpfungstheorie (Evolution) ohne Beweise nicht gelten
lassen. Solange Theorie dahinter steht, ist’s halt nunmal noch
ne Theorie…

Wir liegen eh alle im Tank :smile:
Grüße, René

Du gehst hier den falschen Weg. Du versuchst vom Komplexen zum
Kleinen zu gehen.

Nein. Ich versuche vom Komplexen zum Komplexen im bildlicher Ansichtsweise zu gehen.

Dann merkt man noch an, dass das Leben weitaus
komplizierter ist, als ein Chronograph- und überlegt sich
dann, ob man dieses Grundsprinzip der Evolution immernoch für
schlüssig und möglich hält.

Etwas kompliziertes ist deshalb kompliziert, weil man es nicht
verstanden hat. Dinge mögen komplex, aber nicht mehr
kompliziert
sein, sobald man deren Zusammenhänge verstanden hat.

Diese Weisheit spielt für’s Grundprinzip keine Rolle. Oder möchtest Du von Dir behaupten, dass Du das Leben komplett verstanden hättest?

Eine weitere Frage drängt sich mir hinsichtlich der
Evolutionstheorie auch auf: Was für eine Kraft soll dahinter
stecken?

Z.B. Selbstorganisation aufgrund physikalischer
Grundprinzipien.

Diese Selbstorganisation führt sich natürlicherweise auch konsequent fort- z.B. in neuronalen Impulsen des Gehirns- wodurch bewiesen wäre, dass wir keinen freien Willen besitzen, sondern unsere Entscheidungsfähigkeit (/unser Bewusstsein) auf zufälligen Anordnungen physikalischer Grundprinzipien beruht.

Ungefähr zu dem Zeitpunkt, als in Europa die Einflußnahme
durch
die Kirche gebrochen wurde. Man stelle sich die Möglichkeit
der freien Forschung und Meinungsbildung vor, ohne als Ketzer
oder Hexe verbrannt worden zu sein.

Nun darf man aber auch nicht vergessen, dass die moralischen Grundwerte auch durch die Kirche zu rechtfertigen sind…-
sehr viel Böses wurde seitens der Kirche veranstaltet. Aber unsere Kultur basiert auf der Bibel.

Wir liegen eh alle im Tank :smile:

Auch eine Möglichkeit.
Da grundsätzlich alles Denken auf dem Dogma unserer Existenz beruht. Wer weiß es schon? Vielleicht sind wir wirklich im Tank…- die „Theorie der Existenz des Lebens“ kann niemand beweisen, da subjektiv grundsätzlich unbeweisbar. Der einzige Beweis, der funktioniert, ist eine objektive Instanz. Wo wir wieder bei Gott wären :wink:

Viele Grüße,
Typhoon

1 „Gefällt mir“

Hallo nochmal,

wie gesagt, ich negiere keinesfalls einen Schöpfer, aber ich sehe nach wie vor
keine Schwierigkeiten in der Evolution (ich denke, ich renne bei Dir offene Türen
ein) und komme auch mit den Gegenargumenten nicht ganz klar. Wenn es kein
einziges „Verbindunsstück“ gegen würde, wäre ich sicherlich auch weit weniger
überzeugt von Darwin, aber es gibt sie doch. Habe ja schon einige aufgezählt, und
allein die Existenz eines einzigen Brückentieres ist in diesem Fall ein recht
beweiskräftiges Argument.

Ich würde Dein Uhrmacher-Beispiel gerne übernehmen, allerdings etwas variiert
(und auch nicht 100pro passend, aber es ist ja nur eine Metapher :wink:): Bei Dir ist
der Uhrmacher der Schöpfer - bei mir ist der Uhrmacher nur das ausführende
Bindeglied zwischen Auftraggeber und Schöpfung. Will meinen: Gott als
Auftraggeber hatte die Idee einer hervorragenden Uhr, ohne Fehler mit präziesem
Uhrwerk. Seinen Plan übergibt er dem Uhrmacher, genannt Evolution. Der hat die
Pläne und Materialien und fängt an, zu bauen, hier hakt es mal, da passt ein
Rädchen nicht ganz, dort muss eine Feder nachgespannt werden. Es braucht seine
Zeit und Misserfolge, aber irgendwann ist die Uhr genau so, wie sie ihr
Auftraggeber haben wollte.

Die Frage nach dem technischen Fortschritt ist im Endeffekt keine Frage mehr der
Evolution. Die körperlichen Grundvoraussetzungen hatte der Homo Sapiens ja schon
lange vor der Moderne oder auch der Antike, er hatte nur noch nicht genug
gelernt, was kein evolutionäres, sondern ein gesellschaftliches Problem ist. Hat
Dein Verstand erstmal Techniken entwickelt und Du eine Schrift gelernt, dieses
Wissen zu tradieren, geht der Fortschritt immer schneller voran (also ein rein
kulturelles Problem). Guck Dir die Ägypter an, die innerhalb weniger
Generationen von einfachen Lehmzingel-Gräbern zur Cheops-Pyramide gelangt sind -
weil einer (Imhotep) die Idee hatte und sie verwirklichen konnte, vor allen
Dingen aber sein Wissen auch weitergab, so dass kommenden Generationen darauf
zurückgreifen konnten. Insofern finde ich es als Historiker faszinierend, aber
nicht verwunderlich, wie die Menschheit sich in den letzten Jahrhunderten
entwickelt hat. Dazu kommt speziell in den letzten hundert Jahren der enorme
technische Fortschritt, der auf die Weltkriege und die Entwicklung von Waffen
zurück geht (auch wenn das sehr traurig ist, aber ein Krieg treibt die
Entwicklung voran - was KEIN Plädoyer für Krieg ist!).

Und noch ein letztes Wort zum Thema „Theorie“ der Evolution: im Mikrokosmos
(Bakterien, Viren) ist Evolution doch in kurzer Zeit sichtbar. Sonst hätte man
nicht jedes Jahr das Problem, immer wieder neue Impfstoffe gegen zahlose
Krankheiten finden zu müssen… Das Prinzip - Veränderung durch Genmutation ist
dabei das Gleiche, nur dass es bei diploiden Organismen länger dauert als bei
haploiden.

Gruß
Christian

1 „Gefällt mir“

Heureka!
Hallo,

Da grundsätzlich alles Denken auf dem Dogma unserer Existenz
beruht. Wer weiß es schon? Vielleicht sind wir wirklich im
Tank…- die „Theorie der Existenz des Lebens“ kann niemand
beweisen, da subjektiv grundsätzlich unbeweisbar. Der einzige
Beweis, der funktioniert, ist eine objektive Instanz. Wo wir
wieder bei Gott wären :wink:

Philo-Grundkurs bestanden, die Quintessenz: Cogito, ergo sum! Zumindest meine
Existenz ist unbestritten… :smile:

Gruß - so da noch jemand lebt und nicht nur meiner Einbildung entspringt
Christian

Zumindest meine
Existenz ist unbestritten… :smile:

Zumindest Deine Anerkennung Deiner Existenz scheint unbestritten :wink: - Doch genug davon… *gg

Gruß - so da noch jemand lebt und nicht nur meiner Einbildung
entspringt

Gruß zurück oder vor oder wie oder was…- egal. Was lehrt uns das Ganze? Richtig: Always look on the bright side of life… :smile:
Typhoon

1 „Gefällt mir“

Some things in life are bad…
… they can really make you mad…

Gruß zurück oder vor oder wie oder was…- egal. Was lehrt uns
das Ganze? Richtig: Always look on the bright side of life…

… und so mag dieser Thread mit einem fröhlichen Pfeifen auf den Lippen in das
Archiv eingehen :smile:

Whistling
Christian

Moin moin,

Nein. Ich versuche vom Komplexen zum Komplexen im bildlicher
Ansichtsweise zu gehen.

Erscheint mir aber unnötig kompliziert :smile:

Etwas kompliziertes ist deshalb kompliziert, weil man es nicht
verstanden hat. Dinge mögen komplex, aber nicht mehr
kompliziert sein, sobald man deren Zusammenhänge verstanden hat.

Diese Weisheit spielt für’s Grundprinzip keine Rolle.

Und ob diese „Weisheit“ eine Rolle spielt. Wenn ich ein Phänomen
untersuche, sollte ich nicht wirre und abstruse Erklärungsmodelle
entwerfen. Die Erfahrung zeigt, daß sich immer wieder kleinere
„Packete“ von Regeln finden lassen die das Phänomen erklären.
Das Problem liegt allerdings darin, daß diese Regeln sehr schnell
ein komplexes System erzeugen und man nicht mehr weiß, wo vorne
und hinten ist.
Als simples Beispiel: Mehrere Roboter innerhalb eines abgesteckten
Spielfeldes; jeder wurde programmiert drei Steine/Holzklötzchen/o.ä.
aufzusammeln und zu einem Haufen zu schieben. Regelsatz ungefähr

  1. Suche Objekt,
  2. suche weiteres Objekt bis Anzahl=3.
  3. Lege Objekte gemeinsam ab.
    Die Roboter hatten keinerlei Möglichkeit miteinander zu kommunizieren.
    Endergebnis war, daß alle Roboter (scheinbar) gemeinsam alle
    Steinchen auf einen Haufen gelegt haben. Von außen sah es
    während des Vorgangs so aus, als würden die Roboter miteinander
    arbeiten. Allerdings findest du dieses „scheinbare“ Verhalten
    nirgendwo in ihren Grundregeln. Der Weg vom simplen und nichtssagenden
    Regelsatz zum „komplizierten“ interaktiven Ameisenhaufen ist nicht
    weit…

Oder möchtest Du von Dir behaupten, dass Du das Leben komplett
verstanden hättest?

In keinster Weise. Aber ich habe schon oft genug, persönlich als
auch durch die Geschichten über tausende Entdeckungen, Erfindungen
und Begebenheiten der Technik/Forschung erlebt, daß die „wirrsten
und kompliziertesten“ Phänomene sich am Ende durch einige
wenige Grundregeln erklären ließen die im Grunde seeeehr simpel
waren. Allerdings sind die Folgen dieser Grundregeln sehr bald
so unübersichtlich, daß jeder unbedarfte Beobachter das Gefühl
hat, etwas unglaublich kompliziertes geht da von statten.
Daher werde ich grundsätzlich sehr vorsichtig, wenn mir einer
erzählt, dieser oder jener Vorgang sei unglaublich kompliziert.
Das zeigt mir in der Regel nur, daß der Vorgang schlicht und
ergreifend nicht verstanden wurde. Sieh dir die Medizin an.
In vielen Bereichen erscheint das Zusammenspiel noch völlig
unverständlich und „kompliziert“. Das liegt wiederum am mangelnden
Verständnis über die starke Abhängigkeit einzelner Faktoren.
Von einem linearen System kann da nicht mehr die Rede sein.
Genau so sehe ich das mit dem Leben als solches. Das Resultat
erscheint uns „unglaublich“, die Grundregeln dürften jedoch
simpel sein, leider noch nicht entdeckt bzw. verstanden.

Eine weitere Frage drängt sich mir hinsichtlich der
Evolutionstheorie auch auf: Was für eine Kraft soll dahinter
stecken?

Z.B. Selbstorganisation aufgrund physikalischer
Grundprinzipien.

Diese Selbstorganisation führt sich natürlicherweise auch
konsequent fort- z.B. in neuronalen Impulsen des Gehirns-
wodurch bewiesen wäre, dass wir keinen freien Willen besitzen,
sondern unsere Entscheidungsfähigkeit (/unser Bewusstsein) auf
zufälligen Anordnungen physikalischer Grundprinzipien beruht.

Genau. Auch wenn das den Moraltheologen nicht schmeckt. Aber
was ich bisher hierzu gelesen und gesehen habe, läßt mich auch
eher davon ausgehen, daß das mit dem „freien“ Willen nicht so weit
her ist.

Ungefähr zu dem Zeitpunkt, als in Europa die Einflußnahme
durch die Kirche gebrochen wurde. Man stelle sich die Möglichkeit
der freien Forschung und Meinungsbildung vor, ohne als Ketzer
oder Hexe verbrannt worden zu sein.

Nun darf man aber auch nicht vergessen, dass die moralischen
Grundwerte auch durch die Kirche zu rechtfertigen sind…-
sehr viel Böses wurde seitens der Kirche veranstaltet. Aber
unsere Kultur basiert auf der Bibel.

Alles was bisher passierte, führte zu dem was und wer wir heute
sind. Allerdings war dein Punkt ja der der Entwicklungsgeschwindigkeit,
und hier hat die Kirche massiv gebremst. Denn freie Forschung hätte
uns vllt. schon vor 300 Jahren auf den Mond fliegen lassen. Das ist
nur eine Möglichkeit was hätte passieren können wenn…

Wir liegen eh alle im Tank :smile:

Auch eine Möglichkeit.
Da grundsätzlich alles Denken auf dem Dogma unserer Existenz
beruht. Wer weiß es schon? Vielleicht sind wir wirklich im
Tank…- die „Theorie der Existenz des Lebens“ kann niemand
beweisen, da subjektiv grundsätzlich unbeweisbar. Der einzige
Beweis, der funktioniert, ist eine objektive Instanz. Wo wir
wieder bei Gott wären :wink:

Wieso wieder bei Gott? Es zeigt nur die begrenzte Vorstellungskraft,
daß wir am Ende immer einen Gott basteln müssen. Das ist ja genau
das, was ich meine. Wenn etwas sehr kompliziert erscheint basteln
wir uns am Ende halt einen Gott, weil wir irgendwie mit der Lösung
des Problems nicht weiterkommen. Diese zwangsläufige Sackgasse ist
ein Zeichen unseres begrenzten Erkenntnisstandes, aber kein Beweis
für irgendeine überirdische Instanz.

Grüße, René

1 „Gefällt mir“