Diplom unter 1

Ich recherchiere für eine Geschichte: stimmt es, dass man das
Hochschuldiplom an der Universität unter der Note 1 abschließen kann
(z.B. 0,9) wenn der geprüfte offensichtlich bessere Kenntnisse hat als
der Prüfer?

ich kenn das vom abi.
eine derartige note gibt es nicht, da 1 schon „sehr gut“ bedeudet, aber rechnerisch ist es möglich, wenn du bei 14 punkten eine glatte eins (=1,0) und 15 p. als besser als 1,o ansiehst.

wenn der betreffende also nur 14 und 15 punkte hat.

ich habe da mal in der bidzeitung von eine 0,7 abi gelesen.

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Hallo,
danke für die schnelle Antwort - ja ich weiss nur nicht wie die zu
vergebende Punktzahl beim Unidipl. aussieht. Ich dachte da an die
mündliche Prüfung, wo der Student über die Antwort der Frage
hinausschießt und weitere Schlussfolgerungen, bzw. Erklärungen hat, die
dem Wissenstand des Prüfers überragen.
Viele Grüße
Isabella

Nun, „bessere Kentnisse“ als der Prüfer geht wohl kaum…
Aber natürlich kann man ein Wissen aufweisen, welches das für die 1,0 nötige Wissen weit übersteigt.
(Zitat eines Beisitzers „Na, es muss ja noch ein Unterschied zum Professor da sein…“ bei genau dieser Diskussion über 1,0 oder 0,7… Der Kandidat bekam 0,7)

In diesem Fall gab es mal (z.B. Geologie DPO Uni München, bis 1990 oder so) die Möglichkeit, die Note 0,7 zu vergeben.
Allerdings wurde das dann abgeschafft.
Ob es heute noch irgendwo möglich ist. Keine Ahnung, ehrlich gesagt. Ist wohl Uni- oder Länderspezifisch geregelt.

Gruß
Mike

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Abi unter 1,0
Hallo

ich kenn das vom abi.
eine derartige note gibt es nicht, da 1 schon „sehr gut“
bedeudet, aber rechnerisch ist es möglich, wenn du bei 14
punkten eine glatte eins (=1,0) und 15 p. als besser als 1,o
ansiehst.

wenn der betreffende also nur 14 und 15 punkte hat.

ich habe da mal in der bidzeitung von eine 0,7 abi gelesen.

Das hilft dem betreffenden Abiturienten aber zB nicht, wenn es um eine ZVS-Zulassung geht. Ab 768 Punkten gibt es eine 1,0. Erreichbar sind 840. Wer immer 14 Punkte schafft, hat 784 Punkte.
Für 1,0 ist es aber nicht zwingend notwendig immer 14 oder 15 Punkte zu haben wie manche fälschlicherweise denken, nur müssen 13 oder 12 Punkte dann eben mit vielen 15 Punkten vor allem in LKs und im Abi ausgeglichen werden. Man kann es leicht errechnen, denn es gibt 56 Bewertungseinheiten mit je 0-15 Punkten. Beim Standardabi mit 4 Prüfungsfächern ist es oft so gewesen, dass schon durchschnittlich 14 in der Kursstufe und im Abi 13 Punkte ausreichend sind (40*14+4*4*13=768). Das ist etwas leichter als die oft angenommenen nötigen immer 14 Punkte.

Und ob jemand deutlich mehr Punkte hat und dann 0,9 oder besser hat, ist *Latte*. Im Zweifelsfall wird von der ZVS oder Unis, die nach Abichnitt vergeben dann unter den Leuten mit 1,0 gelost. Normalerweise sollte das kein Problem liefern, aber irgendwelche speziellen Studiengänge oder Medizin in Heidelberg oder Berlin Charité kann sowas schon einen Unterschied machen. Im letzten Jahr war das zB in Heidelberg der Fall, dass die ZVS losen musste unter den 1,0ern.

Die Vorstellung, dass die Note unter 1,0 irgendwo ausgewiesen wird, das ist ein Gedankenkonstrukt von Schlaubergern, stimmt mit der Realität natürlich nicht überein

VG, Stefan

Hi,

also bei uns an der Uni (NRW) ist „nur“ (*g*) eine 1,0 möglich.
Sonst schau doch mal in die DPO (Diplomprüfungsordnung), da steht das. Eine 0,7 gibt es meiner Meinung nach nicht.

Gruß,

Steffie

Hallo,

keine Ahnung, ob die Vergabe der Note 0,7 überall bzw. in allen Fächern möglich ist. Hin und wieder taucht diese Note aber tatsächlich auf. Den schriftlichen Beleg dafür habe ich in einem meiner Aktenordner abgeheftet (Diplomzeugnis Biologie, Fach Biophysik). :smile:

Ich weiß aber noch, dass ich damals (1997) relativ lange nach der Prüfung auf die Bekanntgabe der Note warten musste, da die Prüfer erst mit dem Prüfungsamt telefoniert und die Erlaubnis zur Vergabe der Note eingeholt haben…

Gruß, Sabine

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Hallo,

Ich recherchiere für eine Geschichte: stimmt es, dass man das
Hochschuldiplom an der Universität unter der Note 1
abschließen kann

das kenne ich von der Promotion her: 0,7 steht an manchen Fakultäten für „summa cum laude“ - sowohl für die Leistung in den mündlichen Prüfungen (Disputation / Rigorosum) als auch in der Dissertation (da heißt es „opus eximium“).

Grüße,

Oliver Walter

Hallo,

es gibt z.B. in Heidelberg die Möglichkeit, sein Diplom „mit Auszeichnung“ zu machen. Dazu muss man nicht nur in jedem Fach eine 1.0 haben, sondern auch noch unabhängig von mindestens 2 Professoren vorgeschlagen werden. Ein Diplom mit Auszeichnung ist ziemlich selten. (Ich kenne einen, der es bekommen hat, sonst wüsste ich auch nicht, dass es so etwas gibt.)

Das ist Unsinn.

Den Eindruck, sie seien besser als ihre Prüfer, haben übrigens weit mehr 4,0er als 1,0er Prüflinge. (Mein Freund mit der 1,0+++ meinte jedenfalls seine Prüfung sein furchtbar verlaufen und er habe nichts mehr gewusst. Was er denn habe? Eine 1 mit Auszeichnung.)

Gruß

Peter

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Hallo und vielen Dank für die zahlreichen (und leider sehr
unterschiedlichen) Antworten. Da Sabine, aber ein Diplom mit 0,7
abgeheftet hat, werde ich ihr das wohl glauben. (In so einem Fall
wartet man doch gern etwas länger auf die Bekanntmachung der Noten,
oder :smile:) Ist denn diese Note hauptsächlich auf Grund der mündlichen
Prüfung zurückzuführen, oder anders gefragt: was war der
ausschlaggebende Grund eine Note zu vergeben, die besser als 1 ist?

Vielen Dank und viele Grüße
Isabella

Hallo Mike,
also Fälle, wo der Schüler bessere Kenntnisse hat als der Lehrer ist
ja leider oft in allen Bereichen der Fall. Handelt es sich um einen
Privatlehrer (etwa einen Musiklehrer), sucht man sich natürlich in so
einem Fall einen anderen Lehrer. Wenn aber durch ein
Abhängigkeitsverhältnis, wie es in der Schule, bzw. an der Uni der
Fall ist, nicht möglich ist, dann geht es allein darum, ob der Lehrer
die Situation als solche erkennt und akzeptiert - bei einem
Abschlussdiplom anhand einer besseren Note und für eine fortlaufende
Ausbildung die Empfehlung auszusprechen einen anderen Kollegen zu
besuchen. Der Lehrer „disqualifiziert“ sich ja praktisch mit so einer
Erkenntnis und es gehört schon eine große Portion Mut dazu sein Ego
dabei in den Schatten zu stellen. Oft kann man dieses Phäänomen bei
Ärzten beobachen, die überfordert sind eine korrekte Diagnose zu
stellen und dennoch den Patienten weiterbehandeln anstatt ihn zu
einem fähigeren Kollgenen zu verweisen. „Kittelgläubigkeit“ ist aber
ein anderes Diskussionsthema. Wollte es hier nur angesprochen haben,
da ich es sehr fragwürdig finde Menschen allein durch ihre Titel zu
beurteilen.
Viele Grüße
Isabella

Hallo und vielen Dank für die zahlreichen (und leider sehr
unterschiedlichen) Antworten. Da Sabine, aber ein Diplom mit
0,7 abgeheftet hat, werde ich ihr das wohl glauben.

Was ich vergessen hatte: An der PhilFak in Kiel werden auch Magisterarbeiten „mit Auszeichnung“ verliehen. Ob die Note dann auch 0,7 ist, müßte ich nachschauen.

Ist denn diese Note hauptsächlich auf Grund der
mündlichen Prüfung zurückzuführen, oder anders gefragt: was war der
ausschlaggebende Grund eine Note zu vergeben, die besser als 1
ist?

In Kiel muß man - wenn man Rigorosum macht - in der schriftlichen Prüfung, im mündlichen Hauptfach und in einem der beiden mündlichen Nebenfächer mit 0,7 abschneiden. Im anderen mündlichen Nebenfach muß man mindestens mit 1,0 abschneiden. Wenn man Disputation macht, muß man in der Dissertation und in der Disputation mit 0,7 abschneiden.

Beste Grüße,

Oliver Walter

Guten Abend Herr Walter,
danke für die Antwort - eine Frage hätte ich da aber noch: wie kommt
man denn ausgerechnet auf 0,7? Warum nicht 0,8 oder 0,9?
Viele Grüße
Isabella

Nach dreitägiger Abwesenheit:

Generell gibt es keine Noten unter 1,0. Das gibt es regulär weder beim Abitur, noch sonst wo.

Ein Studium kann in dem Sinen mit Auszeichnung bestanden werden. Die Note bleibt trotzdem 1,0.

MfG

H wie Hola.

Recht unwahrscheinlich, da der Prüfer fast immer ein toller Dr. oder halt der Professor ist. Das sind Leute, die Jahrzehnte mehr Erfahrung haben, als der Student. Darüber hinaus ist „Schlußfolgerungen“ eine amüsante Formulierung. Schlußfolgern kann der Student, soviel er will. Richtig oder zumindest intuitiv gut sollte es sein. Schießt man über das Ziel hinaus, ist die einfache Frage - ist es dummes Gequatsche oder könnte es Hand und Fuß haben. Und wenn es Hand und Fuß haben könnte, soll der Diplomand doch bitte eine Dissertation verfassen, um zu zeigen, daß er da einen lichten Moment hatte. Ich kenne auch ausnahmslos nur Leute, die kein Problem damit hätten, zu sagen „Darüber bin ich momentan nicht auf dem Laufenden …“ - und?
Es bringt einfach nichts ein, weil der Student eine Prüfung zu absolvieren hat und nicht zum Schwafeln eingeladen wurde. Beantwortung von Fragen, Wissen zeigen, sich verkaufen. Nicht Herumspinnen.

MfG

Guten Abend,

danke für die Antwort - eine Frage hätte ich da aber noch: wie
kommt man denn ausgerechnet auf 0,7? Warum nicht 0,8 oder 0,9?

das kann ich Ihnen leider nicht beantworten. Ich kann Ihnen nur sagen, daß die Prüfer die Möglichkeit haben, die Noten mit „+“ und „-“ herauf- bzw. herabzusetzen und dies mit „+0,3“ bzw. „-0,3“ numerisch verrechnet wird.

Schauen Sie einmal in die Promotionsordnung der PhilFak in Kiel:

http://www.uni-kiel.de/140/sta/5.2.pdf

Beste Grüße,

Oliver Walter

Hallo,

Generell gibt es keine Noten unter 1,0. Das gibt es regulär
weder beim Abitur, noch sonst wo.

Ein Studium kann in dem Sinen mit Auszeichnung bestanden
werden. Die Note bleibt trotzdem 1,0.

doch, es gibt Noten unter 1,0. Das kann man z.B. in der Promotionsordnung der Philosophischen Fakultät der Universität Kiel nachlesen:

http://www.uni-kiel.de/140/sta/5.2.pdf

Grüße,

Oliver Walter

H wie Hola.

Das ist aber - wie geschrieben - nicht der reguläre Fall, also das allgemein Übliche.

MfG

Das ist aber - wie geschrieben - nicht der reguläre Fall, also
das allgemein Übliche.

Das hast Du nicht geschrieben. Du hast geschrieben, daß es Noten unter 1,0 weder beim Abitur noch sonst wo gebe.

Grüße,

Oliver Walter

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Lesedefizite? Eindeutig :stuck_out_tongue: