Diskussion zu 'Mohammed'-Artikel

Liebe Leute,

man könnte in diesen Brettern sinvollere Diskussionen führen, wenn Artikel wie der untenstehende und die daraus sich entwickelnden Threads unterbleiben. Manche kennen die Brettbeschreibung „verbale Kreuzzüge unerwünscht“, manche nicht, vielen jedenfalls ist sie anscheinend völlig schnurz.

Ich würde gerne anregen, für dieses Brett eine policy zu diskutieren, die die MODs dazu auffordert, solche Beiträge kommentarlos zu löschen.

Um das ganze nicht unfreundlich erscheinen zu lassen, könnte man einen Standard-Mailtext formulieren (hier gemeinsam), der den Autor freundlich bittet, sich an die Etikette und die Brettbeschreibung zu halten und der automatisch versandt wird (damit auch für die MODs kein großer Arbeitsaufwand daraus wird).

Für unsere Fundis kann es ja ein Brett „spirituell-existentialistische Ergüsse“ geben.

Ich würde mich hier dann wohler fühlen, was meint Ihr?

Täubchen

hallo,

ich stimme Täubchen zu.

Gerade ein Brett wie „Religion und Ethik“ wo zwangsweise Themen angesprochen werden, die einzelnen sehr wichtig sind, lebt von Toleranz. Mich hat es immer gefreut, zu sehen, daß es hier möglich ist, sowohl Antworten auf allgemeine Fragen zu verschiedenen Religionen zu bekommen als auch auf relativ persönliche Glaubensfragen (ebenfalls zu verschiedenen Religionen).
Um diesen „Reichtum“ zu erhalten, ist es notwendig, den anderen ihren Glauben zu lassen. Ich verstehe ja, wenn jemand missionieren will, aber hier ist meiner Ansicht nach nicht der richtige Ort dafür.
Abgesehen von dem mehr als fraglichen Nutzen von Missionierungspostings in einem Forum wie diesem, zerstören fruchtlose Streitereien über die Richtigkeit von Religionen die Atmosphäre hier.
Gerade heute sollten wir versuchen, Toleranz zwischen den Religionen und Respekt für den andern zu leben.

Auf welche Art Postings wie das von Mohammed behandelt werden sollen, darüber kann man sich sicher noch unterhalten, aber ich bin auch der Meinung, daß etwas getan werden muß.

Grüßle,
Sandra

Hi,

was ist an dem besagten Artikel so schlimm. Nix anderes kannst Du in jeder Kirche hören. Oder schlag mal die Bibel auf. Klingt alles ähnlich.
Für mich war das kein „verbaler Kreuzzug“.

Eine sofortige Löschung finde ich absolut nicht nötig. Niemand wurde hier persönlich beleidigt, es wurde zu keiner Straftat aufgerufen, der Artikel enthält keine illegalen Äusserung, warum also zensieren???

Gruss,

Herb

Moin Herb,

was ist an dem besagten Artikel so schlimm.

Vermutlich dass der Poster nicht Helmut heisst und von der falschen Firma ist *g*.

Gruss
Marion

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paradoxes Unternehmen
Guten Tag Herb,

was ist an dem besagten Artikel so schlimm. Nix anderes kannst
Du in jeder Kirche hören. Oder schlag mal die Bibel auf.
Klingt alles ähnlich.
Für mich war das kein „verbaler Kreuzzug“.

Ich frag mich gerade, wie Du denn speziell „verbaler Kreuzzug“ definierst…?

In der Kirche wird gepredigt. Menschen, die sich eine Predigt in der Kirche anhören sind dort aus freiheitlichen Entschlüssen und wollen demnach diese Worte in der dort vorgebrachten Form hören.

Sie hören zu. Und damit kann der Inhalt der Predigt auch irgendeinen Zweck erfüllen: Anstoßen, Freude bringen, Anregen (positiv), Trösten oder was weiss ich.

Höst Du zu oder, besser, manifestieren sich Inhalte vorwiegend positiv in Dir, wenn Dich jemand ungefragt zutextet? …??? Solche Worte gehen nämlich schlichtweg ins Leere und erfüllen keinen Zweck ausser den, dass sie das, was der Verfechter der Worte inhaltlich vertritt, abstoßend wirkt.

Womit ein solcher Mensch genau das Gegenteil seines Vorhabens bezweckt bzw. bezwecken wird. Es ist sozusagen ein „paradoxes Unternehmen“.

Nochmal Brettbeschreibung:

„In diesem Brett sollen Fragen über religiöse und moralische Ansichten erörtert werden“

Wenn Mohammed den Text mit Fragen oder eigenen Gedanken kommentiert hätte, (z.B. „Wie seht ihr das und jenes“, „kann mit mal bitte einer die und die inhaltliche Aussage erklären“ … oder oder…) dann wäre es ja in Ordnung.

Aber das ist einfach schlichtweg ein verbaler Kreuzzug gewesen und diese stören mich, egal, aus welcher Quelle oder Richtung oder Weltreligion sie entstammen.

Eine sofortige Löschung finde ich absolut nicht nötig. Niemand
wurde hier persönlich beleidigt, es wurde zu keiner Straftat
aufgerufen, der Artikel enthält keine illegalen Äusserung,
warum also zensieren???

Ich finde die Idee von Täubchen großartig. Und mit einer Zensur hat das nichts zu tun. Schön würde ich finden, wenn jeder seien Galuben nicht nur gefunden hat, sondern auch danach leben -sprich:- handeln würde/könnte. Aber Fanatismus und Missionieren sind speziell mir schlicht zuwider.

Gruß
Bettina

PS: An Peter. Ja, die Aussage hatte auch mit Deiner Antwort zu tun. Ich werde den Thread unten aber nicht ausbauen. Gruß.

Hallo Bettina,

Du willst also immer alles hören, was in der Kirche so gepredigt wird. Nun, eine Moschee ist nichts anderes als eine Kirche.

Ich finde das Posting von Mohamed durchaus interessant, vor allem die Antworten darauf. Durch solche Diskussionen kann Meinungsbildung stattfinden. Sie wegzuzensieren heisst, die Leute für unmündig halten, sich eine eigene Meinung zu bilden.

Wenn ein Pfarrer in einer Kirche etwas sagt, was nicht Deiner Meinung entsprechen würde, sollte er dann auch gleich aus der Gemeinde entfernt werden?

Fanatismus liegt mir auch nicht, das kannst Du mir gerne glauben, aber Du kannst ihn nicht beseitigen, in dem Du ihn in den Untergrund verbannst. Das funktioniert auch nicht mt rechtsradikalen Themen. Durch Zensur ( und nichts anderes wäre es, auch wenn Du das bestreitest) stärkst Du diese Positionen, machst sie interessant.

Viele Grüsse,

Herb

3 „Gefällt mir“

Servus Marion !

Fühle mich durch Dein Posting „…Vermutlich dass der Poster nicht Helmut heisst…“ angesprochen (liegt’s am Namen?), steh aber irgendwie auf der Leitung.
Also: Hob i wos damit zum tuan, und wann jo, wos ???

Grüße aus Wien
Helmut

Salut Herb,

Du willst also immer alles hören, was in der Kirche so
gepredigt wird. Nun, eine Moschee ist nichts anderes als eine
Kirche.

Nein, will ich nicht. Zum einen gehe ich in keine Kirche, da ich mich keiner der „materialistisch manifestierten“ Weltreligionen zugehörig fühle. Ich bin Christ. Nicht mehr - aber auch nicht weniger. Ich lebe und handle danach - im Stillen.

Aber wenn ich in eine Kirche gehe, und das habe ich früher des öfteren getan - dann tue ich das aus (ich wiederhole mich) freiheitlichen Entschlüssen. Ich schrieb:

>Sie hören zu. Und damit kann der Inhalt der Predigt auch
>irgendeinen Zweck erfüllen: Anstoßen, Freude bringen, Anregen
>(positiv), Trösten oder was weiss ich.

Da steht die Antwort: das gepredigte kann auch „anstoßen“. Sprich: mich negativ berühren, seelisch, geistig oder wie auch immer. Aber ich entschloß mich ja persönlich, dem mal zu folgen, zu lauschen.

Zum Unterschied Moschee/Kirche:

Gibt in bezug auf unsere Diskussion hier für mich keinen Unterschied. Darum ging es mir nicht. Daher habe ich auch innerlich den Kopf geschüttelt, als Peter gleicher Art nur aus anderer Richtung seine Ergüsse des "anderen Gottesknecht"´s dagegen setzte.

Ich finde das Posting von Mohamed durchaus interessant, vor
allem die Antworten darauf. Durch solche Diskussionen kann
Meinungsbildung stattfinden. Sie wegzuzensieren heisst, die
Leute für unmündig halten, sich eine eigene Meinung zu bilden.

In bezug auf M.´s Posting sind wir halt anderer Meinung. Wie gesagt: Ich empfinde das von Peter gleichermaßen schlimm.

Mit unmüdig machen hat das ME nichts zu tun. Unmündig macht ein M. einen anderen, wenn er mit Forderungen wie „Du musst“, „Du sollst“ usw. kommt. Und dann gefolgt von Drohungen „Sonst passiert das oder jenes“… *Angst bekomme* :wink:

Nein, im ernst. Freie Meinungsäußerung IST ja gerade eines der höchsten Güter, die wir besitzen. Aber dann soll er doch auch eine Meinung äußern, die zu diskutieren ist und nicht einfach eine Art „Story“ in en Raum schmeißen. Dafür haben wir hier bei Wer-Weiss-Was noch ein weiteres Brett.

Wenn ein Pfarrer in einer Kirche etwas sagt, was nicht Deiner
Meinung entsprechen würde, sollte er dann auch gleich aus der
Gemeinde entfernt werden?

Quatsch mit Soße, siehe oben :wink: Allerdins waren die Blabla´s aus den unterschiedlichen Kirchen ein Grund, warum ich ausgetreten bin, weil ich es einfach nicht mehr mit anhören konnte. Ich emfpand die Predigten zumeist als oberflächlich oder ohne Bezug zu geistigen, seelischen Inhalten. Es war mehr ein „referieren“ der Pfarrer/Pastoren denn ein aufmerksam machen über den Sinn von Religion (Rück-verbindung zum göttlichen) als solches. Dann die offensichtliche Bigotterie, das Auseinanderklaffen von dem, was gepredigt wurde und dem, wie die Kirche als Institution tatsächlich handelt. Abstoßend für mich. Nicht tragbar, moralisch.

Und auch der Islam oder die anderen großen Weltreligionen stehen dem Auseinanderklaffen der Worte und Taten in nichts nach.

Aber das ist meine Geschichte.

Fanatismus liegt mir auch nicht, das kannst Du mir gerne
glauben, aber Du kannst ihn nicht beseitigen, in dem Du ihn in
den Untergrund verbannst. Das funktioniert auch nicht mt
rechtsradikalen Themen. Durch Zensur ( und nichts anderes wäre
es, auch wenn Du das bestreitest) stärkst Du diese Positionen,
machst sie interessant.

Ich denke, wenn eine fanatische Äußerung thematisiert wird als diese, dass ihr dann die Schärfe genommen werden kann. Vor allem, wenn man als Beispiel genau die gegenteilige Meinung ebenso als eine fanatische entlarvt.

Ich verbanne ja gerade NICHT in dern Untergrund, sondern thematisiere. Und niemand als mich würde es mehr freuen, wenn verschiedene Texte unterschiedlicher Religionen oder auch Sekten hier diskutiert werden könnten. Aber bitte mit dem sichtbar gemachten Anliegen des Posters, eigenen Kommentaren des Posters und Meinungen und Fragen und und und.

Wie gesagt: Ein „Du musst“, „Du sollst“ ist abstoßend und entbehrt auch jeglicher Diskussionsgrundlage.

Lieber Gruß
Bettina

Hallo Bettina,

ok, Mohamed könnte sich so langsam mal zu seinem Artikel äussern. Es stimmt schon, dass das ganze ziemlich frei im Raum steht. Aber ein guter Teil der darauf folgenden Diskussion ist wirklich interessant, und das wäre alles nicht möglich gewesen, wenn der Artikel gleich wieder verschwunden wäre :wink:

Weisst Du, wenn alle so handeln würden wie Du (im Stillen), dann wäre mir das Christentum um Grössenordnungen sympathischer :smile:

Unter unmündig machen verstehe ich, dass jemandem absichtlich Information vorenthalten wird oder diese unzugänglich gemacht wird. Ob diese Information nun Sinn macht oder nicht, das spielt erstmal keine Rolle. Da entscheidet jemand für mich, als ob ich das nicht selber könnte. Ich hoffe Du verstehst, was ich meine.

Wobei ich grade schmunzeln muss, wenn Du einmal ein „Du musst“ / „Du sollst“ verbannst, andererseits aber gerade forderst: „Du sollst einen Kommentar / eine Frage zum Text stellen“ :wink:. Aber ich verstehe, was Du meinst.

Es ist irgendwie wie mit den Postings von Biggi, wobei ich denke, ein kleiner Kommentar zum Ursprungsartikel ist wirklich fällig.

Viele Grüsse,

Herb

ent oder weder
hallo,

wenn ab jetzt alle missionare rausfliegen, dann könnt ihr das brett zusperren. es liegt nunmal in der natur der sache, daß in einem RELIGIONSbrett jeder seine ganz persönliche sicht zur religion einbringt. (sonst nennt es doch bitte religionswissenschaft und religiöse metadiskussionen). wo wollen wir denn die grenze ziehen? es stört der begriff mohammed, aber an jesus störte sich keiner seit 4 (?) jahren.

meine meinung: solange hier keiner zum dschihad aufruft, soll jeder schreiben was er will. man muß es ja nicht anklicken.

grüße lehitraot.

Christ & Kirche [off topic]
Hallo Bttina,

Zum einen gehe ich in keine Kirche, da ich mich keiner der „materialistisch manifestierten“ Weltreligionen zugehörig fühle. Ich bin Christ. Nicht mehr - aber auch nicht weniger. Ich lebe und handle danach - im Stillen.

mal eine ernsthafte Frage: Wie kann man Christ sein und nicht der christlichen Kirche angehören wollen? Gehört die Gemeinschaft der Gläubigen nicht elementar zum Christsein dazu?

Anders gefragt: Ist eine Christ ohne Kirche nicht wie ein Fisch ohne Wasser?

Fragende Grüße
Diana

Hallo Taeubchen,

man könnte in diesen Brettern sinvollere Diskussionen führen,
wenn Artikel wie der untenstehende und die daraus sich
entwickelnden Threads unterbleiben.

Stimmt schon. Es tauchen keine Fragen auf oder wenigstens die Bitte um einen Kommentar.

Manche kennen die
Brettbeschreibung „verbale Kreuzzüge unerwünscht“, manche
nicht, vielen jedenfalls ist sie anscheinend völlig schnurz.

Nein, also ein verbaler Kreuzzug war das nicht. Darunter verstehe ich ( unter anderem ) Diskrediterung anderer Religionen oder anderer Diskutanten in Bezug auf Religionen aller Art.

Ich würde gerne anregen, für dieses Brett eine policy zu
diskutieren, die die MODs dazu auffordert, solche Beiträge
kommentarlos zu löschen.

Das halte ich schlichtweg fuer Zensur. Ich bin ein Zensurgegner. Wenn solch ein Beitrag zensiert werden wuerde, dann muessten eine ganze Menge anderer Beitraege in diesem Brett, meist Antworten statt Ausgangspostings neuer Threads, auch zensiert/geloescht werden. Zum Beispiel, wenn auf Fragen an Juden nach dem Chanukka-Fest leicht missionarisch-respektlos die Weihnachtsgeschichte auftaucht oder erzaehlt wird, dass das Christentum (und natuerlich der Rest der Welt) die Wiedererscheinung Jesus vor 1-2 Jahrhunderte verpasst haette *g*.

Um das ganze nicht unfreundlich erscheinen zu lassen, könnte
man einen Standard-Mailtext formulieren (hier gemeinsam), der
den Autor freundlich bittet, sich an die Etikette und die
Brettbeschreibung zu halten und der automatisch versandt wird
(damit auch für die MODs kein großer Arbeitsaufwand daraus
wird).

Ich sehe wirklich nicht, wo Mohamed gegen die Etikette verstossen haette. Ok, es ist leicht missionarisch, ja na und? Siehe meinen Absatz eins hoeher. Ein jeder Anhaenger einer Religion ( oder persoenlicher sonstwelcher Meinung XYZ ) versucht diese gut nach Aussen darzustellen. Mal ohne einen Beiklang einer missionarischen und/oder absolutistischen Meinungsaeusserung, mal eben missionarisch bis absolutistisch. Mohameds Artikel ordne ich ein in seichte Werbung fuer monotheistischen Glauben der Gattung „Stammbaum Abraham“, Untergattung „Nebenzweig Ismael - Prophet Mohammed“.

Für unsere Fundis kann es ja ein Brett
„spirituell-existentialistische Ergüsse“ geben.

Ich sehe auch keinen religioesen Fundi-Beitrag.

Ich würde mich hier dann wohler fühlen, was meint Ihr?

Tatsaechlich finde ich den Artikel und viel mehr noch die Reaktionen darauf recht interessant. Man koennte mutmassen, ob Mohamed einfach mal die Reaktionen testen wollte auf eine Abwechslung. Statt Christentum/Judentum/Hinduismus/Atheismus/etc aller Couleur mal einen Beitrag zum Islam *hihi*.

My two Cents :smile:

Viele Gruesse, Peter

Zu der Übermittlung der spirituellen Hinweise
Hallo allerseits…

was ich nach meiner Erinnerung zu allererst getan hatte, war, die Bedingungen für das posten in diesem Forum zu lesen. Ich hatte den Ausdruck „verbale Kreuzzüge“ sowie deren Unerwünschtheit sehr wohl registriert. Ich habe verbale Kreuzzüge aus anderen Foren sehr wohl miterlebt und kenne sie schon zu gut - daher nahm ich mir vor, die Äußerung meiner Meinung und meines ernstgemeinten Rates so zu posten, daß es kein"verbaler Kreuzzug" werden würde. Ernstgemeinter Rat ist meines Wissens nicht als „unerwünscht“ bezeichnet worden, weshalb ich ja auch der/dem Forumsgründer/in meinen Dank aussprach. Diesen Dank wiederhole ich im Namen aller gelassenen, sanftmütigen Menschen, die sich nicht die Möglichkeit nehmen lassen wollen, zu erfahren, was ihnen ein Mitmensch mitzuteilen hat.

Als Antwort auf mein Posting „ACHTUNG!“ habe ich sehr wohl teilweise den Beginn „verbaler Kreuzzüge“ erhalten. Es liegt daher wohl im Sinne der meisten Forumsteilnehmer, wenn ich mich im Beantworten der entsprechenden Postings zurückhalte.

Es gab von jeher Menschen, die gesehen hatten, was andere nicht gesehen hatten, und die aus Sorge um ihre Mitmenschen versuchten, sie auf die entsprechenden Gefahren hinzuweisen. Leider sind solche Hinweise manchen Menschen unbequem (warum auch immer), weswegen von alters her versucht wurde, ihre Botschaften zu unterdrücken, zu zensieren etc.

Juergen Wilhelm fragte mich, wie ich darauf komme, einen jener wahrheitsliebenden und gottergebenen Menschen vertreten zu können. Aber mit Vertretung meinte ich eigentlich nur, die Weiterübermittlung der Botschaft, die Menschen wie sie vom Herrn und Verursacher dieses Universums bekamen, nichts weiter.

„Glaubensausübung im Stillen“? Das gehört zu dem spirituellen System, das Gott seinen Dienern Abraham, Jakob, Isaak, Ismael, Moses, Jesus, Muhammad u.v.a. auftrug, dazu - aber eben nicht nur. Was für eine armselige Glaubensintensität hat jemand, der mitansieht, wie seine Mitmenschen auf ihr infernales Unglück zusteuern, ohne sie darauf aufmerksam zu machen?! Vielleicht ist er ja nicht schwachgläubig - nur gewissenlos.

Weder wollte ich jedoch irgendjemanden zu seinem persönlichen Wohlergehen zwingen, noch den Artikel undiskutiert lassen. Ich bin mir sicher: der gleiche Artikel mit anderen inhaltlichen Objekten (nämlich solchen diesseitiger Natur - z.b. „Geld“ statt „Gott“, „Armut“ statt „Feuersbrand“) hätte ungleich weniger Aufsehen erregt. Mich erstaunt das - eher hätte ich damit gerechnet, daß die scheinbare Interesselosigkeit der meisten meiner Mitmenschen an spirituellen Sachverhalten (gerade wenn sie monotheistischer Natur sind) dafür gesorgt hätte, daß mein Artikel einsam, ignoriert und unkommentiert bleibt. Aber ich hätte es mir gleich denken sollen - der Mensch ist immer noch ein Mensch. Wie man früher auf die Botschaften Gottes reagierte, so würde man noch heute darauf reagieren, und sei es auch nur in einem Forum, daß täglich von höchstens 200 Besuchern betreten wird.

Wir deutschen Bundesbürger werden täglich ungefragt „zugetextet“ und „zubebildert“ - egal durch wen oder was, Parteien, Umweltschutzorganisationen, Firmen usw. . Meist haben wir auch nichts dagegen, wenn es sich nicht gerade um billiges Spamming oder mit Prospekten vollgestopfte Briefkästen handelt. Nun haben wir erstmals keine „billige Reklame“, sondern einen (zugegebenermaßen herausfordernd anmutenden) Text zum Nachdenken. Warum sollten wir diesen jedoch anders behandeln?

Friedliche Grüße,

Mohamed.

Hallo Diana,

Anders gefragt: Ist eine Christ ohne Kirche nicht wie ein
Fisch ohne Wasser?

Da auch ich mich als kirchen- und religionsferner Christ bezeichne, eine kurze Antwort.

Christ sein bedeutet für mich persönlich, auf und mit der Basis der jahrtausenden alten christlichen Entwicklung meiner Gesellschaft zu leben. Dazu gehören für mich natürlich Werte wie Nächstenliebe, Toleranz, Gewaltablehnung, aber auch Dinge wie der kategorische Imperativ, die Aufklärung etc. dazu, die in dieser Kombination IMHO nur in unserer speziellen, christlichen Gesellschaft in dieser Art kombiniert sind. Und deswegen bin ich, obwohl ich absolut ungläubig bin im religiösen Sinn und fern jeglicher kirchlichen Gemeinschaft stehe trotzdem Christ…

Natürlich könnte man jetzt einwerfen, ich könnte mich auch Europäer oder Deutscher schimpfen (tue ich ja auch), nur messe ich diesen Bezeichnungen einfach andere Werte zu, als dem Christsein und dieses Christsein beschreibt für mich am besten meine „moralisch-ethischen“ Wertvorstellungen…

Grüße
Jürgen

ja wen hammer dann do ?
Moin Helmut :smile:

Fühle mich durch Dein Posting „…Vermutlich dass der Poster
nicht Helmut heisst…“ angesprochen (liegt’s am Namen?), steh
aber irgendwie auf der Leitung.
Also: Hob i wos damit zum tuan, und wann jo, wos ???

nix :smile:

Obiges bezog sich auf einen Namensvetter von dir, der seit langem schon mit postings wie diesem :http://www.wer-weiss-was.de/cgi-bin/forum/showarchiv…
bemüht ist, uns auf den richtigen Weg zu bringen :smile:

Grüße nach Wien
Marion

Hallo Mohamed,

Juergen Wilhelm fragte mich, wie ich darauf komme, einen jener
wahrheitsliebenden und gottergebenen Menschen vertreten zu
können. Aber mit Vertretung meinte ich eigentlich nur, die
Weiterübermittlung der Botschaft, die Menschen wie sie vom
Herrn und Verursacher dieses Universums bekamen, nichts
weiter.

Meine Fragen an Dich waren durchaus ernst gemeint und harten an sich einer Erwiderung. Zum Beispiel halte ich es für mich persönlich für ungemein interessant zu erfahren, warum ich Deiner Meinung/Deinem Glauben nach Gott fürchten soll?

Ich persönlich halte dies für ein „schreckliches“ Bild von meinem Schöpfer (wer es auch immer sein mag), dass ich a priori angst vor ihm haben soll, ihn nicht hinterfragen oder kritisieren darf, sondern wie ein Entmündigter schlicht folgen soll. Wenn dies Religion sein soll (und viele verstehen das leider so), dann werde ich immer vehement Nein sagen.

Genauso frage ich mich (oder eher Dich), warum man für das rechte Handeln belohnt werden soll? Ich handle nach meinen moralischen Maßgaben, weil ich es will und ohne eine Belohnung zu erwarten, eben weil dies für mich richtig ist. Mir ist völlig gleichgültig, ob mein Schöpfer mich dafür belohnt oder nicht, das brauche ich einfach nicht zum rechten handeln, deswegen auch mein Kommentar zum „bestechend“ einfachen…

Rat ist immer erwünscht, aber er sollte nicht plump in 1000x gehörten Floskeln daherkommen, die eine volkstümliche Primitivität eines Naturglauben (sorry) haben. Und das regt mich genauso an Vertretern von christlichen Kirchen oder islamischen Glaubensgemeinschaften auf (und bei allen anderen auch).

Du kannst mit mir (und mit den anderen) jederzeit über religiöse/moralische/ethische Dinge diskutieren, aber bitte auf einem Niveau, auf dem es Spass macht…

Friedliche Grüße,

zurück
Jürgen

Christ ohne Gott??
Hallo Jürgen,

Christ sein bedeutet für mich persönlich, auf und mit der Basis der jahrtausenden alten christlichen Entwicklung meiner Gesellschaft zu leben. Dazu gehören für mich natürlich Werte wie Nächstenliebe, Toleranz, Gewaltablehnung, aber auch Dinge wie der kategorische Imperativ, die Aufklärung etc. dazu, die in dieser Kombination IMHO nur in unserer speziellen, christlichen Gesellschaft in dieser Art kombiniert sind.

Würde ich alles so unterschreiben: Aber das bedeutet nichts weiter, als daß Du im Geist und ethisch-kulturellen Erbe des christlichen Abendlandes aufgewachsen bist und dessen Werte teilst. Nicht mehr, nicht weniger.

Und deswegen bin ich, obwohl ich absolut ungläubig bin im religiösen Sinn und fern jeglicher kirchlichen Gemeinschaft stehe trotzdem Christ…

Absolut ungläubig? D.h. Du glaubst nicht an den christlichen Gott? Sorry, wie kannst Du Dich dann als „Christ“ bezeichnen?

In Deiner Definition wäre ich Christ wie Du: Ich bin jedoch kein Christ und würde mich nie so bezeichnen. Und nun?

Viele Grüße
Diana

1 „Gefällt mir“

Ohne Gott?
Hallo Diana,

Würde ich alles so unterschreiben: Aber das bedeutet nichts
weiter, als daß Du im Geist und ethisch-kulturellen Erbe des
christlichen Abendlandes aufgewachsen bist und dessen Werte
teilst. Nicht mehr, nicht weniger.

Habe ich etwas anderes behauptet?

Absolut ungläubig? D.h. Du glaubst nicht an den christlichen
Gott? Sorry, wie kannst Du Dich dann als „Christ“ bezeichnen?

Du brauchst Dich nicht zu entschuldigen:smile:
Für mich beinhaltet Christentum deutlich mehr als den Glauben an einen wie auch immer gearteten Gott. Natürlich glaube ich an einen Gott (es gibt schließlich genug Fragen auf dieser Welt, die sich eben nicht anders als über ein göttliches Moment beantworten lassen), aber sicher nicht in einem primitiven Wunderglauben à la jungfräulicher Empfängnis…

Was ist aber Dein „christlicher Gott“? Ich denke nicht, dass Du das definieren könntest (oder versuchs mal, würde mich echt interessieren). Also halte ich meine Gottesvorstellung für durchaus genauso christlich wie die vom Papst oder die meines Nachbarn.

Und wie gesagt, zum Christsein gehört für mich eine Menge mehr, als der reine Glauben an eine Göttlichkeit, da gehören schlicht 2000 Jahre Geschichte, Philosophie, Naturwissenschaften, Sündenfälle… dazu, die mich und meine Ethik prägen. Und ich habe eben kein Problem damit zu sagen, „Ich bin Christ“, da die Umschreibung: „Ich bin Bestandteil des christlichen Abendlandes“ das selbe mit der x-fachen Anzahl von Silben ausdrückt…

In Deiner Definition wäre ich Christ wie Du: Ich bin jedoch
kein Christ und würde mich nie so bezeichnen.

Warum nicht? Das ist doch nur ein Begriff… Ich zumindest weise meine christliche Abstammung mit Sicherheit genausowenig zurück, wie ich meine deutsche Abstammung zurückweise.
Für mich ist Christentum eine sehr offene Sache, nicht jede/-r gefällt mir mit seiner/ihrer Einstellung, viele ärgern mich, wenige bewundere ich, aber das geht mir mit den Deutschen, Europäern, Weißen, Männern, VDI-Mitgliedern etc. genauso. Trotzdem teile ich mit allen diesen soviel, dass ich mich ihnen zugehörig fühle, freiwillig und ohne Zwang.

Grüße
Jürgen

Christ von eigenen Gnaden
Hallo Jürgen,

Habe ich etwas anderes behauptet?

habe ich das bestritten?

Für mich beinhaltet Christentum deutlich mehr als den Glauben an einen wie auch immer gearteten Gott. Natürlich glaube ich an einen Gott

Also doch: Eben bezeichnetst Du Dich noch als ungläubig - was ich im Kontext unseres Dialogs mit „nicht gottgläubig“ gleichgesetzt habe.

Was ist aber Dein „christlicher Gott“? Ich denke nicht, dass Du das definieren könntest (oder versuchs mal, würde mich echt
interessieren).

„Meinen“ chrislichen Gott gibt es nicht. Wie der christliche Gott definiert wird, wissen Christen besser als ich.

Also halte ich meine Gottesvorstellung für durchaus genauso christlich wie die vom Papst oder die meines Nachbarn.

Daß Du sie dafür hälst, mag ja so sein: Bist Du damit schon Christ?

Und ich habe eben kein Problem damit zu sagen, „Ich bin Christ“, da die Umschreibung: „Ich bin Bestandteil des christlichen Abendlandes“ das selbe mit der x-fachen Anzahl von Silben ausdrückt…

Ich bezweifele doch sehr, daß letzteres eine Paraphrase für „Christ“ ist. In Deiner hauseigenen Definition vielleicht.

Warum nicht? Das ist doch nur ein Begriff…

Nein Jürgen, des ist nicht nur ein beliebig und nach eigenem Gusto zu füllender Begriff: Dann wäre jeder Christ, der humanitäre Ziele im Sinne des christlichen Abendlandes verfolgt. Egal ob getauft oder ungetauft.

Ich zumindest weise meine christliche Abstammung mit Sicherheit genausowenig zurück, wie ich meine deutsche Abstammung zurückweise.

Tue ich das? Nein. Ich glaube allerdings nicht an Gott. Und kann damit z.B. kein Christ (auch kein Jude oder Muslim) sein. Ich bin nicht getauft und kann damit kein Christ sein. Per definitionem nicht. Allenfalls ein humanitär handelnder Befürworter der Werte des christlichen Abendlandes :wink:)

Viele Grüße
Diana

Von wessen Gnaden denn?
Hallo Diana,

Also doch: Eben bezeichnetst Du Dich noch als ungläubig - was
ich im Kontext unseres Dialogs mit „nicht gottgläubig“
gleichgesetzt habe.

Im klassischen Sinne bin ich ungläubig, denn im Prinzip glaube ich letztendlich nur an mich und an niemanden sonst. Nur, wenn man ein wenig in die Welt hinausschaut, wird man feststellen, dass es Fragen gibt, die IMHO unbeantwortbar für den Menschen sind. Beispiele: Unter der Voraussetzung, es gab einen Big Bang, was war vor dem Big Bang, bzw. was hat den Big Bang ausgelöst?
Was ist Unendlichkeit? Warum sind die Naturgesetze gerade so und nicht anders? Was ist Zufall?..

Und hier beginnt letztendlich das göttliche für mich (kurz paraphrasiert: Gott ist die Summe der Antworten auf die Fragen, auf die der Mensch niemals eine Antwort finden wird:smile:)

Ich glaube nicht, dass das eine übliche Gläubigkeit ist, da sie wenig mit klassischer Religion zu tun hat.

„Meinen“ chrislichen Gott gibt es nicht. Wie der christliche
Gott definiert wird, wissen Christen besser als ich.

Du verwendest mir gegenüber als Abgrenzung den „christlichen Gott“, weißt aber nicht, wie er definiert ist? Etwas einfach, oder?
Für mich gibt es eben keinen „christlichen Gott“ an sich, sondern nur eine moralische Grundhaltung und vielfältige Gottesbilder. Diese mögen pantheistisch sein oder der alte Mann mit dem Rauschebart:smile:, das sei jedem sein eigenes Plaisir. Ich zumindest lasse mir von keiner Kirche vorschreiben, an was ich zu glauben habe, deswegen stehe ich auch, was das angeht, fern jeglicher Kirche…

Daß Du sie dafür hälst, mag ja so sein: Bist Du damit
schon Christ?

Ich bin Christ, weil ich mich dafür halte und weil ich versuche, christliche Wert im Rahmen des mir möglichen zu leben. Das bestimmt aber niemand anderes als ich und schon gar keine Kirche…

Ich bezweifele doch sehr, daß letzteres eine Paraphrase für
„Christ“ ist. In Deiner hauseigenen Definition vielleicht.

Natürlich ist das meine Definition von Christsein, die mag auch der einen oder anderen Kirche nicht gefallen, aber was soll’s?
Ich halte mich auf jeden Fall für christlicher als so mancher, der wöchentlich in die Kriche zur Beichte rennt, weswegen ich auch Deine verkürzte Definition Christ=Teilnahme an Kirche absolut ablehne, da zu einfach…

Warum nicht? Das ist doch nur ein Begriff…

Nein Jürgen, des ist nicht nur ein beliebig und nach eigenem
Gusto zu füllender Begriff: Dann wäre jeder Christ, der
humanitäre Ziele im Sinne des christlichen Abendlandes
verfolgt. Egal ob getauft oder ungetauft.

Christ ist der, der sich als solcher fühlt und als solcher handelt.

Tue ich das? Nein. Ich glaube allerdings nicht an Gott.

Was für einen Gott? Du kannst anscheinend nicht beantworten, was Gott ist, kannst sicher meine oben genannten Fragen nicht beantworten und behauptest, Du glaubst nicht an Gott?
Dann muss ich konstatieren, dass Du entweder wenig über die Welt nachdenkst (und Du dementsprechend keine offenen, unbeantwortbaren Fragen hast) oder eben doch eine dezidierte christliche Gottesvorstellung hast, die Du apriori ablehnst aber mir nicht mitteilen willst/kannst (was Dir unbenommen sei).

Und
kann damit z.B. kein Christ (auch kein Jude oder Muslim) sein.
Ich bin nicht getauft und kann damit kein Christ sein. Per
definitionem nicht. Allenfalls ein humanitär handelnder
Befürworter der Werte des christlichen Abendlandes :wink:)

Wie gesagt, für mich gehört zum Christsein entschieden mehr dazu, als mit Wasser übergossen zu werden, in eine Kirche zu dackeln, die Bibel auswendig zu können oder einem bestimmten Gottesbild anzuhängen (das wir beide ja nicht einmal definieren können).

Aber „suum cuique“:smile:

Grüße
Jürgen