Diskussion zum G8 - Stundentafeln

Hallo!

Im Rahmen der Umstellung der meisten Gymnasien in Deutschland mit dem Abitur nach 12 anstatt 13 Schuljahren höre ich immer wieder Reaktionen von Eltern und Schülern, wie überfordernd der viele Stoff sei, der jetzt zu bewältigen ist. Ich habe mir einmal die Stundentafeln angeschaut (Bayern, weil ich da gerade bin, Thüringen, weil ich da selbst mein Abi in 12 Jahren gemacht habe und Sachsen, weil die auch immer sehr gut bei Evaluationen abschneiden) und festegstellt, dass sich anfangs eigentlich gar nichts unterscheidet: Bis einschließlich Klasse 8 gibt es Unterschiede von gerade mal einer Stunde (BY/SA: 34; TH: 33). Erst dann ist ein Unterschied festzustellen (Klasse 9: BY 35, SA: 34, TH:33), was ja eigentlich auch nur im Hinblick auf den Vergleich von Bayern - Thüringen relativ signifikant ist. In der 10.Klasse ist widerum kein Unterschied festzustellen.
Die Frage ist also: Was ist so überfordernd?

Ich wäre über Antworten von betroffenen Eltern sehr erfreut. Ich habe da irgendwie keine Idee. Das einzige, was mir einfiele, wäre, dass die Infrastruktur in Thüringen und Sachsen besser ist, was Mittagsversorgung betrifft. Ist die Stundenverteilung ungünstig? Gibt es viel Leerlauf?

Liebe Grüße,
die Lidscha

Hi Lidscha,

also ich habe vor 10 Jahren mein Abi in Bayern gemacht
mit LKs in Mathe und Englisch. Ich empfand die
Prüfungsaufgaben damals schon als reine Reproduktion
alter Abituraufgaben, die fast vollständig ohne
Transferleistung zu lösen waren. Was ich damit sagen
will ist, daß das Abitur in meinen Augen insgesamt
keine großen Anforderungen mehr stellt, und die letzten
Jahrzehnte hindurch kontinuierlich an den Wissenstand
der Schüler angepasst und somit abgewertet wurde.
Ich war jahrelang wissenschaftlicher Mitarbeiter an der
Uni, und konnte bei den Ingenieurs-Erstsemestern
bewundern welche Kenntnisse die zur Mathematik und
Physik haben. Von einer Hochschulreife im Wortsinne ist
beim Abi längst nicht mehr zu sprechen.
Das sich heute so viele Schüler überfordert fühlen,
liegt weniger an der Kompression des Stoffes auf 12
Jahre, sondern einfach daran, daß sie besser häufig an
einer Real- oder Hauptschule besser aufgehoben wären.
Aber diese Schultypen stehen bei den Eltern nicht mehr
hoch im Kurs.

Gruß
Tom

laienantwort
hallo lidscha!

ich bin weder eltern noch bayrischer schüler, sonder aus sachsen und grade dabei mein abi zu machen.

ich kann mir vorstellen, dass die etwa 34 stunden, die im g8 an der tagesordnung sind, jemanden überfordern, der zuvor entsprechend weniger hatte, weil der stoff sich auf ein jahr mehr verteilte. desweiteren liegt es wohl sehr an den stundenplanerischen fähigkeiten der jeweiligen schule. unsere kriegt es bis klasse 10 immer (!) hin, 34 stunden auf 4x7 + 6 (freitag) zu verteilen und das für jede klasse. also so komprimiert wie möglich. ich kenne aber auch ne mittelschule, da haben schon fünfte klassen bis zu 10 stunden am tag, aber dafür freistunden en masse…ist natürlich nicht so schön. wenn man dann vielleicht einen längeren hin- und rückweg rechnet, ist da schnell mal aus nem schultag ein ganzer tag geworden. die leute, die bei uns den weitesten weg haben, brauchen etwa 45 min mit dem bus.
trotzdem denke ich das „gejammer“ von wegen überforderung ist einfach nur eine frage der gewöhnung. wir hier kanntens von anfang an nicht anders, haben auch stress (und der gehört zum abi nun mal dazu) und schaffens troztdem. aber sicher hätten wir auch zu meckern gehabt, wenn man uns mittendrin ein jahr rausgestrichen hätte, genauso wie wir meckern würden, wenn wir g9 bekämen und noch n jahr länger in der schule sitzen müssten.

gruß
yvi

Hallo!

Auch Hallo,

hier die einführenden Worte des Direktors unseres Gymnasiums.

Aufgrund der Verkürzung haben die Kinder grundsätzlich 6 Std. Die erste Fremdsprache, was allerdings normal ist, ab der 5. Klasse, die zweite jedoch schon in der sechsten. Zusätzlich kommt im nächsten Jahrgang noch der Nachmittagsunterricht mit je vier Unterrichtsstunden hinzu.
Wenn ich das jetzt mal so, ganz grob natürlich und mit dem ergriffenen Herz einer Mutter (und unter dem Gesichtspunkt, dass die Kiddies in der Grundschule höchsten 25 Stunden in der Woche hatten) betrachte, dann möchte ich doch behaupten, dass das für die Kinder ein gewaltiger Kulturschock ist. Zumal die Menge, nein ich beklage mich jetzt nicht darüber, der Hausaufgaben doch in gleichem Maße gestiegen ist und dann auch noch bewältigt werden möchte.

Im übrigen möchte ich noch anmerken, dass ich diese Form der Verkürzung für nicht besonders durchdacht halte. Man stelle sich nur ein Mal die Frage: Wohin mit zwei Abschlussjahrgängen die sich gleichzeitig auf Arbeits- und Studienmarkt ergiessen? (Die nach dem alten und die nach dem neuen System?!?!)
(Nur mal so am Rande bemerkt)

Wir sind im übrigen NRW

Liebe Grüße,
die Lidscha

Ja, auch dir.
Klarissa

ich habe ein großes Problem mit der Sicht der Erwachsenen von Kindern, die sagen, dass Kinder ja immer meckern wenn auf sie eine Mehrbelastung hinzukommt. Ich schließe mich der WWLerin kleineKlara an, die den Direktor zitiert hat. Das wesentliche Problem ist die zweite Fremdsprache hier in bayern, die ein Jahr früher beginnt als bisher. Ich kann nur von mir sprechen: Obwohl ich als überdurchschnittlich begabt selbst im Gymnasium gelte, hatte ich erst mal genug damit zu tun in der 5ten Klasse mich an die Anforderungen des Gymnasiums zu gewöhnen. Ich habe damals mit einer 5 in Englisch begonnen, das war ein Schuss vor den Bug und heute bin ich bei meinen 12 Punkten. Aber ich wäre damals sicherlich vor die Hunde gegangen, wenn ich noch Latein (in dem ich im übrigen auch immer gut war) ein jahr eher bekommen habe. Wie will ich bitte eine zweite Fremdsprache noch früher einführen, wenn die Lesekompetenz und die Fähigkeiten in Deutsch immer weiter zurückgehen? Zweitens haben die Schüler nicht nur mehr Unterricht, sondern müssen den auch noch vor- und nachbereiten. Schon 6. Klässler haben bei uns Freistunden- klar da können sie sich ja super toll aufm Pausenhof austoben- aber kleine kinder haben nu mal kein Auto und ich weiß nicht ob Mami und Papi jeden tag Zeit haben, wie bei mir die 15 km zum Gymi hin und wieder zurückzufahren. Ich bin in der 9ten, 10ten und 11ten Klasse erst abends um 16. 45 Uhr heimgekommen. So, ein Pädagoge rechnet noch 2,5 Stunden Hausaufgaben ein pro Tag. Zwischen drin soll das Kind noch was essen und ausgeglichen sein. Und im Winter noch möglichst mal draußen das Sonnenlicht sehen. Zudem sollen unsere Kinder ja keine Stubenhocker werden, sondern sozialer Einstaz sind gefordert: Sport, Musikinstrumente und irgendwann kommt noch der Konfirmantenunterricht, wie bei mir dazu. Und jetzt möge bitte jemand noch einmal die Woche Nachhilfe einrechnen, die ich glücklicherweise nie gebraucht hab, Lernen auf Schulaufgaben und Exen. Ich bin mittlerweile so alt, dass ich sagen muss: Das ist mein beruf. Ich habe alle Hobbys zur Seite gestellt: ich gehe nicht mehr zum tanztraining, hab meine Snaitätszeug erst mal an den nagelgehängt, meinen Musikunterricht gestrichen und meinen Spanischunterricht gekappt, weil ich genügend anderes mit der Schule zu tun habe. Natürlich mag jetzt jemand sagen: Dein beruf ist schüler und du brauchst das andere zeug nicht weiter machen. Aber wie war des, wenn ich mich irgendwo bewerbe? Haben sie irgendwas freiwillig mit sozialem Einsatz gemacht? Können sie Sprachen? haben sie gute Naturwissenschaftliche Kenntnisse? Wenn ich was mit musik studieren will, brauch ich auch die Instrumente nebenher. Das doofe ist nämlich, dass ich z.B. weil ich den Mathematischen Zweig hatte keine dritte Fremdsprache nehmen konnte. D.h. ich muss das alles in meiner Freizeit machen um mir dann weitere Qulifikationen anzueignen. Und das erklär mir mal jemand, wie ein Kind bei erhöhter Stundenzahl, früheres Einsetzen der Fremdsprachen und größere Nachbereitungszeit ausgeglichen sein will, sich sportlich betätigen soll (weil unsere kinder werden ja zu dick), seine Hausaufgaben machen soll und sich nebenbei noch sonderaulifikationen erwerben soll. Und das problem ist, dass wenn ich als Kind seit der fünften Klasse eingespannt bin, ich auf der halben Strecke bis zum Abi das sogenannte Burn Out Syndrom habe. Und ich dachte wir wollen eine gesunde Jugend…
Ich finde nämlich, dass Kinder eigentlich die Gelegnheit, ja sogar die Pflicht haben sollen, rauszufinden wo ihre Stärken sind, zu experimentieren, etc. Aber in einem zu straffen Schulsystem ist die zeit dafür nicht mehr. es erklär mir mal jemand, wie ich in der 5ten Klasse wissen soll, welche zweite Fremdsprache soll. Oder ich in der vierten Klasse wissen soll, welches Gymnasium ich mit welchen zweigen wählen soll.
Zudem, die Stundenzahl wirkt lächerlich. Aber: ich habe mittwochs auch nur 7 Unterrichtsstunden- aber drei freistunden zwischen drin und weil ich dummerweise nicht direkt in der Stadt wohne, würde sich heimfahren ziemlich von den Kosten summieren (mein Freund hat dienstags 4 Freistunden drin). Und in den Freistunden kann man faktisch nichts für die Schule tun, weil die Ausstattung nicht zur Verfügung steht.

Meiner Meinung nach hätte man jederzeit den unterrichtsstoff kürzen können und damit ein halbes Jahr locker einsparen können. Doch der Unterrichtsstoff wurde laut den Aussagen meiner Lehrer nicht gekürzt sondern nur zusammengestaucht. Es gab für das G9 kurz vor der Einführung des G8s neue Lehrpläne, die gekürzt sein sollten. Die schüler sollten aber komischerweise weitaus mehr Vokabeln lernen. Beispiel 7te KLasse Gymnasium in Französisch (ich weiß es nur von meinem Freund: Die haben die Vokabel Teilchenbeschleuniger gelernt (ich habe erst in der 12ten Klasse Phyisk Grundkurs erfahren, was das überhaupt ist). Zudem kommen dann die blöden PISA- Ländervergleiche mit Finnland, wo es Klassen mit 10 Schülern gibt. Wir haben Grundkurse mit 34 leuten drin- weil nicht mehr gelder zur Verfügung getsellt werden. Und es wurden auch nicht mehr Gelder für’s G8 zur Verfügung gestellt.

Zu Tom: Du, damals waren die Richtlinien aber auch bei weitem nicht so streng. Mittlerweile muss ich 4 Semester deutsch, 4 Sem. Englisch, 4 Sem. Mathe zwangsweise Einbringen. Wenn du nur zum Ziel hattes ein 3,4 Abi zu machen: Klar kein problem, das schaff ich auch ohne den Finger krumm zu machen. Aber wenn du ein 1er Abi anstrebst, wirst du merken wie schwer das ist- außer du hast nen IQ von 150. Ich habe Leute in der Kollegstufe, die arbeiten sich auf, weil sie ein nummerus clausus fach studieren wollen. Ich weiß, dass viele, die sich bemüen gut zu sein, mittlerweile probleme mit ihrer Gesundheit bekommen und deshalb in psychotherapeutischer Behandlung sind. Wie gesagt, so 3 er abi- kein problem- aber das ist nicht jedermanns Ziel.

Für mich steht im Moment- so wie die Durchführung des G8s ist (wir haben keine neuen Klassenzimmer bekommen => wir sind heillos überfüllt, weil die klassen jetzt gesplittet werden, es gibt noch immer keine Schulküche, etc) echt so hirnlos und wird dazu führen, dass die bayerische Elite bereits mit dem Burn-put syndrom das Studium beginnen wird. Ob das dann sich sehr förderlich mal auf unsere Wirtschaft auswirken wird- ich weiß ja nicht.

gruß aus dem Lehr- und Lernbetrieb,
regina

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hallo regina!

ich habe ein großes Problem mit der Sicht der Erwachsenen von
Kindern, die sagen, dass Kinder ja immer meckern wenn auf sie
eine Mehrbelastung hinzukommt. Ich schließe mich der WWLerin
kleineKlara an, die den Direktor zitiert hat. Das wesentliche
Problem ist die zweite Fremdsprache hier in bayern, die ein
Jahr früher beginnt als bisher. Ich kann nur von mir sprechen:
Obwohl ich als überdurchschnittlich begabt selbst im Gymnasium
gelte, hatte ich erst mal genug damit zu tun in der 5ten
Klasse mich an die Anforderungen des Gymnasiums zu gewöhnen.
Ich habe damals mit einer 5 in Englisch begonnen, das war ein
Schuss vor den Bug und heute bin ich bei meinen 12 Punkten.
Aber ich wäre damals sicherlich vor die Hunde gegangen, wenn
ich noch Latein (in dem ich im übrigen auch immer gut war) ein
jahr eher bekommen habe. Wie will ich bitte eine zweite
Fremdsprache noch früher einführen, wenn die Lesekompetenz und
die Fähigkeiten in Deutsch immer weiter zurückgehen?

DAS ist sicher ein problem, aber genau DAS muss bitte von den grundschulen samt eltern in angriff genommen werden und nicht als ausrede/anlass dafür gelten, den weiterführenden schulen die fremdsprachen zu kürzen/streichen. weil ohne zwei fremdsprachen ist man - wie du ja selber sagst - heutzutage nich mehr wettbewerbsfähig.

Zweitens
haben die Schüler nicht nur mehr Unterricht, sondern müssen
den auch noch vor- und nachbereiten. Schon 6. Klässler haben
bei uns Freistunden- klar da können sie sich ja super toll
aufm Pausenhof austoben- aber kleine kinder haben nu mal kein
Auto und ich weiß nicht ob Mami und Papi jeden tag Zeit haben,
wie bei mir die 15 km zum Gymi hin und wieder zurückzufahren.

ok, hier sehe ich ein wirkliches problem und den unterschied zwischen „unserem“ g8 und „eurem“ g8. wenn ihr so überfüllt seid, wie unten beschrieben mit den 34 man im grundkurs (hier gar nicht zulässig, 28 im gk und 22(?) im lk, selbst klassen haben nicht mehr als 32 schüler) und es euch an zimmern und geld mangelt, dann ist ein komprimierter schultag aus platztechnischen gründen wohl nicht mehr drin. ich stimme dir zu, dass 34 stunden, die eigentlich halbwegs gut unterzukriegen sind, da zur qual werden.
15 km sind happig. woran liegt das bei euch? ist bayern so wenig dicht besiedelt, gibt es zuwenige gymnasien?

Ich bin in der 9ten, 10ten und 11ten Klasse erst abends um 16.
45 Uhr heimgekommen. So, ein Pädagoge rechnet noch 2,5 Stunden
Hausaufgaben ein pro Tag. Zwischen drin soll das Kind noch was
essen und ausgeglichen sein. Und im Winter noch möglichst mal
draußen das Sonnenlicht sehen. Zudem sollen unsere Kinder ja
keine Stubenhocker werden, sondern sozialer Einstaz sind
gefordert: Sport, Musikinstrumente und irgendwann kommt noch
der Konfirmantenunterricht, wie bei mir dazu. Und jetzt möge
bitte jemand noch einmal die Woche Nachhilfe einrechnen, die
ich glücklicherweise nie gebraucht hab, Lernen auf
Schulaufgaben und Exen. Ich bin mittlerweile so alt, dass ich
sagen muss: Das ist mein beruf. Ich habe alle Hobbys zur Seite
gestellt: ich gehe nicht mehr zum tanztraining, hab meine
Snaitätszeug erst mal an den nagelgehängt, meinen
Musikunterricht gestrichen und meinen Spanischunterricht
gekappt, weil ich genügend anderes mit der Schule zu tun habe.

geht mir ähnlich.
ich führ ne wochenendbeziehung, sprich nebenher möchte man von freitag mittag bis sonntag abend gern zeit für seinen freund haben und muss alles unter der woche unterbringen. von wegen sonnenlicht sehen. zu stoßzeiten lautet die devise manchmal wirklich nur „heim - schreibtisch - esstisch - bett“

Natürlich mag jetzt jemand sagen: Dein beruf ist schüler und
du brauchst das andere zeug nicht weiter machen. Aber wie war
des, wenn ich mich irgendwo bewerbe? Haben sie irgendwas
freiwillig mit sozialem Einsatz gemacht? Können sie Sprachen?
haben sie gute Naturwissenschaftliche Kenntnisse? Wenn ich was
mit musik studieren will, brauch ich auch die Instrumente
nebenher. Das doofe ist nämlich, dass ich z.B. weil ich den
Mathematischen Zweig hatte keine dritte Fremdsprache nehmen
konnte. D.h. ich muss das alles in meiner Freizeit machen um
mir dann weitere Qulifikationen anzueignen. Und das erklär mir
mal jemand, wie ein Kind bei erhöhter Stundenzahl, früheres
Einsetzen der Fremdsprachen und größere Nachbereitungszeit
ausgeglichen sein will, sich sportlich betätigen soll (weil
unsere kinder werden ja zu dick), seine Hausaufgaben machen
soll und sich nebenbei noch sonderaulifikationen erwerben
soll. Und das problem ist, dass wenn ich als Kind seit der
fünften Klasse eingespannt bin, ich auf der halben Strecke bis
zum Abi das sogenannte Burn Out Syndrom habe. Und ich dachte
wir wollen eine gesunde Jugend…

sicher ist in den lehrplänen immer noch stoff, der da zum spaß rumschwimmt. aber da eben jeder meint was anderes sei wichtig…
ich will ja gar nicht sagen, dass schule ein spaziergang ist, das ist denk ich jedem klar, aber: glaubst du allen ernstes es wird im beruf mal besser? ich sehe meinen vater, der verdient einigermaßen gut geld, aber hobbys? fehlanzeige. gegen 20:00 heim, essen, bett. dienstreisen en masse. selbst im urlaub klingelt noch das handy.
ich sehe schwiegermami, lehrerin von beruf. kein wochenende ohne korrekturen.
ich will damit nicht sagen, dass schon die kinder gedrillt werden sollen, aber ich stelle mir den einstieg ins berufsleben sehr viel schwieriger vor, wenn vorher ein kuschelkurs gefahren wurde. wenn du jetzt von 15 km und massen freistunden sprichst, die den tag strecken, dann kann davon wohl auch keine rede sein, aber wenn ich mir vorstelle dass unser derzeites pensum auf g9 gestreckt würde…noch ein jahr halt ichs in dieser schule nicht aus.

Ich finde nämlich, dass Kinder eigentlich die Gelegnheit, ja
sogar die Pflicht haben sollen, rauszufinden wo ihre Stärken
sind, zu experimentieren, etc. Aber in einem zu straffen
Schulsystem ist die zeit dafür nicht mehr. es erklär mir mal
jemand, wie ich in der 5ten Klasse wissen soll, welche zweite
Fremdsprache soll.

das wissen manche auch in der 10 noch nich, weil sie einfach nich der sprachentyp sind oder kein besonderes interesse an dieser oder jener sprache entwickeln. außerdem hat jede zur auswahl stehend sprache wohl ihre vor- und nachteile, die man dann auch mal für den allgemeinen fall abwägen kann.

Oder ich in der vierten Klasse wissen soll,
welches Gymnasium ich mit welchen zweigen wählen soll.

Zu Tom: Du, damals waren die Richtlinien aber auch bei weitem
nicht so streng. Mittlerweile muss ich 4 Semester deutsch, 4
Sem. Englisch, 4 Sem. Mathe zwangsweise Einbringen.

bei mir: 4 frz(lk), 4 ma (lk), 3 dt(schriftl. prüf), 3 geo (mdl. prüf), 4 geschi, 2 reli, 2 musik, 4 bio, 1 gmk + 3 weitere

Für mich steht im Moment- so wie die Durchführung des G8s ist
(wir haben keine neuen Klassenzimmer bekommen => wir sind
heillos überfüllt, weil die klassen jetzt gesplittet werden,
es gibt noch immer keine Schulküche, etc) echt so hirnlos und
wird dazu führen, dass die bayerische Elite bereits mit dem
Burn-put syndrom das Studium beginnen wird. Ob das dann sich
sehr förderlich mal auf unsere Wirtschaft auswirken wird- ich
weiß ja nicht.

im allgemeinen find ich g8 gut, wenn allerdings die kapazitäten eurer schule bei weitem nicht reichen (und wenn ich das les denk ich das), dann stimm ich dir zu.

gruß aus dem Lehr- und Lernbetrieb,
regina

gruß
yvi

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Hallo!

ich habe ein großes Problem mit der Sicht der Erwachsenen von
Kindern, die sagen, dass Kinder ja immer meckern wenn auf sie
eine Mehrbelastung hinzukommt.

Falls du mich meintest: Ich bin kein Elternteil, sondern Studentin, und ich studiere Lehramt und bin ratlos, woher die sehr häufig auftretende Überforderung kommt. Es ist also rein interessehalber.

Das wesentliche
Problem ist die zweite Fremdsprache hier in bayern, die ein
Jahr früher beginnt als bisher.

Ich muss zu meiner Schande gestehen, dass mir das nicht bekannt war. Das ist natürlich eine extreme Mehrbelastung, v.a. für Schüler, die keine Sprachtalente sind.

Dein Artikel wirkt sehr fundiert, aber auch resigniert. Du klingst wie ein Lehrer, der total motiviert an die Sache ging und nun total frustriert und resigniert aufgibt. Nur das du halt der Schüler bist.

Ich habe noch einmal die Stundentafeln zwischen Thüringen und Bayern verglichen, diesmal in Hinsicht auf die Fächer. Besonders fällt auf, dass in den Sprachen extreme Unterschiede bestehen. Die 2.Fremdsprache wird mit 4 Stunden mehr unterrichtet! Auch das neue Fach „Natur & Technik“ reißt die Stundentafel für Bayern extrem rein. Gut, in Thüringen hat man ab der 5. Klasse Biologie, kommt also am Ende auf 4 Stunden mehr. Chemie und Physik aber sind gleich, dafür hat Bayern eben dieses neue Fach mit 9 (!) Stunden. In Thüringen haben die „Nebenfächer“ Musik und Kunst eine höhere Gewichtung mit insgesamt 3 Stunden mehr. Auch Geschichte (Wo wir selbst in TH nicht mit dem Stoff durchkamen!) hat 2 Stunden weniger.

Also liegt das Problem doch hauptsächlich an der Stofffülle. Es klingt mir so, als sind die Schüler angehalten, den nicht geschafften Stoff zu Hause eigenverantwortlich zu lernen. So kann es natürlich nicht sein.

Mein Nachhilfeschüler besucht ein Gym. Er kommt zwei Mal in der Woche 16 Uhr nach Hause. Wenn wir dann gleich Nachhilfe Deutsch anschließen, ist er hinterher komplett fertig. Aber dann muss da noch Nachhilfe Französisch sein, Englisch braucht er auch Hilfe. Er ist extrem strebsam, er will alles wissen und würde nie einen Nachhilfetermin absagen. Sein Problem sind die Sprachen und wenn ich mir die Stundentafeln anschaue, dann verstehe ich auch, warum.

Du sprichst auch die Infrastruktur an: keine Mittagsbetreuung, keine Pausenräume. Da waren wir sehr gut bedient. Günstiges Mittagessen, großzügige Lichthöfe, Schulbibliothek, freie Unterrichtsräume.

Die Frage ist allerdings, warum sich der „Kampf“ dagegen nicht formiert - ich meine nicht gegen das G8, das finde ich sehr sinnvoll. Ich meine gegen die Rahmenbedingungen. Die Initiative zur Abschaffung des G8 war da sehr verwirrend. Soweit ich weiß, waren auch die nicht komplett gegen das G8, sondern nur gegen die derzeitige Umsetzung. Aber das kam nie richtig raus. Eigentlich schade.

Hier sind sicherlich auch die Schulen gefragt, besonders in Hinblick auf die Stundenverteilung. Wir hatten bis zur 10. einmal wöchentlich Nachmittagsunterricht und keine Freistunden. Lediglich im Kurssystem ließ sich das nicht vermeiden, aber mehr als zwei Mal war das auch nicht. Freistunden konnte man nutzen, um Hausaufgaben zu machen.

Dennoch muss ich noch sagen, dass auch ich alle vier Halbjahre der sogenannten Kernfächer einbringen musste. Ein 1er-Abi habe ich trotzdem hingekriegt.

Bei Gelegenheit werde ich mir mal die Mühe machen und noch ein paar Fächer von den Lehrplanvorgaben her vergleichen. Ich bin sehr gespannt, wie viel weiter Bayern hier geht.

Vielen Dank für deine Ansichten,
die Lidscha

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Hi!

ok, hier sehe ich ein wirkliches problem und den unterschied
zwischen „unserem“ g8 und „eurem“ g8. wenn ihr so überfüllt
seid, wie unten beschrieben mit den 34 man im grundkurs (hier
gar nicht zulässig, 28 im gk und 22(?) im lk, selbst klassen
haben nicht mehr als 32 schüler)

Leider ist es auch in Thüringen und Sachsen zulässig, mit Ausnahmegenehmigung. Wir hatten einen regulären LK Mathe mit 29 Schülern und über ein halbes Jahr einen LK Deutsch mit 35 Schülern. Letzterer, weil der Lehrer schwer erkrankte und kein Ersatz ran zu kriegen war. Unsere Stammkursleiterin erklärte sich bereit, die anderen 17 zu übernehmen. Es war eine Qual, aber es war für die Leute des anderen Kurses wenigstens Unterricht.

15 km sind happig. woran liegt das bei euch? ist bayern so
wenig dicht besiedelt, gibt es zuwenige gymnasien?

Ich finde 15 km nicht happig. Ist doch bei uns nicht anders. Ich hatte „nur“ 10 km, mein Freund 20. Einige bis zu 35 km. Es gab Busverbindungen, später Mopeds und dann Autos. Es geht schon irgendwie, wenn man elementar versorgt ist. Wenn natürlich die grundlegende Versorgung fehlt, sind selbst 5 km viel.

geht mir ähnlich.
ich führ ne wochenendbeziehung, sprich nebenher möchte man von
freitag mittag bis sonntag abend gern zeit für seinen freund
haben und muss alles unter der woche unterbringen. von wegen
sonnenlicht sehen. zu stoßzeiten lautet die devise manchmal
wirklich nur „heim - schreibtisch - esstisch - bett“

Stress ist auch immer, was man sich selbst macht. Ich hatte eigentlich solche Probleme nicht. Schulweg war eine Stunde, also durchschnittlich 14:30 Uhr zu Hause (Nachmittagsunterricht entsprechend später). Ich hatte meine Hobbys: Tanzen, Badminton, einen Freund ;o) Beim Studium ist das das gleiche: Kurz vor der Prüfung fangen plötzlich viele an, komplett durchzudrehen. Solche Phasen habe ich auch, aber dann beginnt das Management. Vielleicht sollte auf solche „Wissensmanagemantkompetenzen“ mehr Wert gelegt werden!?

Schwierig ist das natürlich bei jungen Schülern. Wenn jemand Probleme mit der 1.Fremdsprache hat, wird es ihm ein Graus sein, sofort die 2. anzuschließen. Wenn andere Kernfächer stundenmäßig gekürzt werden, sollen sie den Stoff zu Hause erarbeiten. Bist du in Mathe einmal raus, bedarf es vieler Mühen, wieder hineinzukommen. Wer da keine Hilfe bekommt, bleibt auf der Strecke. Richtiges Wissensmanagemant habe ich erst an der Uni gelernt. Denn ohne scheitert man hier kläglich.

Grüße!


Ich war jahrelang wissenschaftlicher Mitarbeiter an der
Uni, und konnte bei den Ingenieurs-Erstsemestern
bewundern welche Kenntnisse die zur Mathematik und
Physik haben.

Im positivem oder im negatvem Sinne? :smile:

Der Rest des Artikels ist schön zu lesen - ein Beweis, daß es doch
noch Leute gibt, die keine weichgewordene Großhirnrinde besitzen :wink:

MfG :smile:

Ach, Regina - Du und Dein armes, streßgeplagtes Leben! :wink:

Obwohl ich als überdurchschnittlich begabt selbst im Gymnasium
gelte, hatte ich erst mal genug damit zu tun in der 5ten
Klasse mich an die Anforderungen des Gymnasiums zu gewöhnen.

Dann hättest Du auf eine Realschule gehen müssen, wenn Du eine gewisse Stetigkeit vorziehst.

Ich habe damals mit einer 5 in Englisch begonnen, das war ein
Schuss vor den Bug und heute bin ich bei meinen 12 Punkten.
Aber ich wäre damals sicherlich vor die Hunde gegangen, wenn
ich noch Latein (in dem ich im übrigen auch immer gut war) ein
jahr eher bekommen habe.

Ich frage mich immer, warum man hier so eine künstliche humanistische Glocke überstülpen muß - mit Latein. Kann es nicht lieber Spanisch oder dergleichen sein?

Mir brauch hier keiner ankommen mit „Latein braucht man aber für das und das beim Studium“.

Das ist wieder dieser alte Hut – sowas KANN und SOLLTE man beim Studium nachholen. Dafür ist das Studium da.

Latein gehört zu den Sprachen, die sich recht schlecht (selbst im Kindesalter) einschleifen, weil es eine verbal tote Sprache ist.
Man kann nirgends hinfahren um Latein zu sprechen bzw. sprechen zu lernen - der linguistische Standpunkt ist dem völlig unterzuordnen – kein Schüler in der Mittelstufe des Gymnasiums kann aus der Beeinflussung der anderen Sprachen durch das Lateinische auch nur annähernd Kapital schlagen. Sicher, diese und jene Wörter mögen irgendwie bekannt vorkommen. Der Nutzwert für die breite Masse der Schüler ist aber fragwürdig. Dann doch lieber eine leichte, zugängliche Sprache wie Spanisch.

Ich bin in der 9ten, 10ten und 11ten Klasse erst abends um 16.
45 Uhr heimgekommen.

Bitte nicht solche mitleidserregenden Beispiele. Ich hüte mich zwar stets davor, hier Referenzen darzustellen - weil das einfach nicht sein muß - aber da könnte ich viel drastischere Zeiten bspw. in der gymnasialen Oberstufe unterbreiten.

Und wir leben alle noch.

Zwischen drin soll das Kind noch was
essen und ausgeglichen sein. Und im Winter noch möglichst mal
draußen das Sonnenlicht sehen. Zudem sollen unsere Kinder ja
keine Stubenhocker werden, sondern sozialer Einstaz sind
gefordert: Sport, Musikinstrumente und irgendwann kommt noch
der Konfirmantenunterricht, wie bei mir dazu.

Hier zeigt sich doch nur eine eklatanter Mangel, den ich in den Alten Bundesländern immer wieder mitbekomme: Wieso gibt es dort in derart vielen Schulen nicht einmal eine kleine Cafetaria, oder Getränkeautomaten, oder einen Stand mit regulären Öffnungszeiten, oder einen Speiseraum, damit die Versorgung sichergestellt ist?

Das hat doch nichts mit G8 zu tun, sondern eher mit der bayrischen Unfähigkeit, diese Sachen organisatorisch in den Griff zu bekommen.

Des weiteren habe ich noch nie erlebt - bei keinem Schüler - daß er durch Schule derart in Mitleidenschaft geraten ist, daß sämtliche Hobbies wegfallen mußten. Ich bin nun von meiner schulischen Karriere her ein sehr schlechtes Beispiel, daher muß ich immer auf andere Ausweichen - eine ganze Reihe Schüler bei uns hat jahrelang intensiv Handball nebenher gespielt, oder Volleyball, oder oder oder.
Die waren nun keine 1er-Schüler (dazu gehört auch an einer guten Schule Intellekt, und nicht nur fleißig sein), doch sie waren alles andere als schlecht.

Auch hier braucht keiner mit Numerus Clausus zu kommen - es gibt nicht sehr viele Fächer, die einen ZVS-NC haben, und es finden sich immer Wege über Wartesemester oder andere Tricks, auch in einen beschränkten Studiengang mit einem Abi 2,X für 0

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Hallo,

nur mal so kommentarlos zur Stundentafel:
meine Tochter hatte in der 5. Klasse ebenso wie jetzt in der 6. Klasse Gymnasium Mo, Di, Do und Fr von 7:50 h bis 16:00 h, am Mi von 7:50 h bis 13:00 h Unterricht. Die Mittagspause wird in der Schule verbracht (Mensa vorhanden).
Morgens geht meine Tochter spätestens um 6:55 h aus dem Haus, der Bus bringt sie um 16:50 h (Mi um 13:40 h)nach Hause. Und NEIN! Es gibt kein Gynmasium das näher liegt oder schneller zu erreichen ist!

Das entspricht rein zeitmäßig im Großen und Ganzen einem normalen Arbeitstag. Hausaufgaben und Klausurvorbereitungen noch nicht mit eingerechnet!!!

Nur dass meine Tochter eben erst 12 Jahre alt ist.

Grüße von
Tinchen

Hallo!

meine Tochter hatte in der 5. Klasse ebenso wie jetzt in der
6. Klasse Gymnasium Mo, Di, Do und Fr von 7:50 h bis 16:00 h,
am Mi von 7:50 h bis 13:00 h Unterricht. Die Mittagspause wird
in der Schule verbracht (Mensa vorhanden).

Mal angenommen, von 7:50 bis 13:00 sind 6 Stunden geschafft - richtig? Dann kann man von 13 bis 16 Uhr 4 (!) Unterrichtsstunden verpacken! Das hieße, ein Kind, das viermal die Woche bis 16 Uhr Unterricht hat, hat (rein theoretisch) 46 Unterrichtsstunden. Gut, ziehen wir eine Unterrichtsstunde als Mittagspause ab, also 42. Da passt was nicht. Da würde ich den Leuten die Büros einrennen. Wo haben die Kiddies denn bitte 10 Freitsunden? Wie unfähig sind denn die Direktoren und Macher der Stundenpläne an solchen Schulen? Wo bleibt denn da der geballte Unmut der Beteiligten (auch Lehrer!) und die konstruktive Zusammenarbeit?!?

Wenn ich in einer Woche 32 Stunden einer 6.Klasse unterbringen muss, dann haben die Schüler 4x 6 Stunden und einmal 8, am besten ein sogenannten Nebenfach am Nachmittag. Wo ist dann die Überforderung?

Ich sehe ein, dass die Stofffülle ein Problem ist. Wenn Unterricht aber so organisiert wird, dass der Schultag mittags zu Ende ist, dann sollte das Lernen und die Vorbereitung auf die nächsten Stunden nicht zu einer Überforderung führen.

Was sich m.M. nach als grundlegendes Problem herausstellt ist die Tatsache, dass die Organisation des Schultages eine absolute Katastrophe ist. Eine Frage: Was gibt es für Initiativen dagegen?

Grüße!

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Hallo!

Ich frage mich immer, warum man hier so eine künstliche
humanistische Glocke überstülpen muß - mit Latein. Kann es
nicht lieber Spanisch oder dergleichen sein?

Ich verstehe nicht ganz, was jetzt der Unterschied ist, ob jemand Probleme in Latein hat oder Probleme in Französisch/Russisch/Spanisch etc.!?

Mir brauch hier keiner ankommen mit „Latein braucht man aber
für das und das beim Studium“.

Das ist wieder dieser alte Hut – sowas KANN und SOLLTE man
beim Studium nachholen. Dafür ist das Studium da.

Ich weiß nicht, ob du Latein an der Uni nachholen musstest - ich schon. In drei Semestern eine komplette Sprache zu lernen ist selbst für mich, die ich mich als recht sprachbegabt und interessiert einschätze, eine Wahnsinnsaufgabe. Du solltest das nicht unterschätzen, was das für ein Arbeitsaufwand ist, in drei Semestern zu lernen, wofür du in der Schule 5 Jahre Zeit hast!

Latein gehört zu den Sprachen, die sich recht schlecht (selbst
im Kindesalter) einschleifen, weil es eine verbal tote Sprache
ist.
Man kann nirgends hinfahren um Latein zu sprechen bzw.
sprechen zu lernen - der linguistische Standpunkt ist dem
völlig unterzuordnen – kein Schüler in der Mittelstufe des
Gymnasiums kann aus der Beeinflussung der anderen Sprachen
durch das Lateinische auch nur annähernd Kapital schlagen.

Was zu beweisen wäre. Ich habe andere Erfahrungen gemacht. Schüler der siebten Klasse, die Latein als erste Fremdsprache hatten, waren in meinem Praktikum um durchschnittlich eine Note besser in Deutsch. Durch Latein eröffnet sich einem die deutsche Grammatik erst richtig, sie ist Voraussetzung für viele andere Sprachen und hilft, grammatische Systeme richtig strukturieren zu können. Ich hatte teilweise einen richtigen „Aha-Effekt“.

Sicher, diese und jene Wörter mögen irgendwie bekannt
vorkommen. Der Nutzwert für die breite Masse der Schüler ist
aber fragwürdig. Dann doch lieber eine leichte, zugängliche
Sprache wie Spanisch.

Latein kann auch nicht mit einer lebendigen Sprache verglichen werden, sein Wert ist ein ganz anderer. Latein ist eine Kultursprache. Du kannst keine kultur- und geisteswissenschaftliche Forschung betreiben ohne ausreichende Lateinkenntnisse. Natürlich kann man einwenden, dass ein 6- oder 7-Klässler nicht weiß, ob er mal diese oder jene Richtung einschlagen wird und dazu Latein benötigt. Aber er weiß auch nicht, ob er mal Französisch/Russisch/Spanisch gebrauchen wird. Ich habe sechs Jahre lang Französisch gelernt und bisher noch keinen sinnvollen Satz in praktische Anwendung bilden müssen. Das kann sich noch ändern, muss es aber nicht. Alle Sprachen haben ihre Daseinsberechtigung, auch und vor allem Latein.

Hier zeigt sich doch nur eine eklatanter Mangel, den ich in
den Alten Bundesländern immer wieder mitbekomme: Wieso gibt es
dort in derart vielen Schulen nicht einmal eine kleine
Cafetaria, oder Getränkeautomaten, oder einen Stand mit
regulären Öffnungszeiten, oder einen Speiseraum, damit die
Versorgung sichergestellt ist?
Das hat doch nichts mit G8 zu tun, sondern eher mit der
bayrischen Unfähigkeit, diese Sachen organisatorisch in den
Griff zu bekommen.

Ja, da stimme ich dir zu, dass ist organisatorisches Versagen, das ich so nicht kannte und mich immer wieder schockiert.

Keinen Teufel an die Wand malen: Nachhilfe ist NICHT die Regel
unter deutschen Schülern.

In Bayern bekommen 1/3 der Gymnasiasten Nachhilfe! Die Frage ist, ob das alles Schüler sind, die für das Gymnasium nicht geeignet sind, oder ob an bayerischen Gymnasien der Anspruch ein anderer ist. Die Antwort sollte bekannt sein. Ob das gerechtfertigt ist, darüber ließe sich trefflich streiten.

Hier stellt sich die Frage nach Deiner Zeiteinteilung. Erstmal
ist es sowieso happig, soviel nebenher betrieben zu haben -
zweitens klingt das sehr resignativ. Du solltest Prioritäten
setzen und Dir nicht vormachen, daß Du nun 110% geben mußt,
damit Du noch hinterkommst in der Schule.

Ja, das sehe ich wiederum genauso. Alles eine Frage des Managements. Wenn man Wissens- und Zeitmanagement allerdings nicht lernt, dann ist es auch nicht praktizierbar. Wie schon gesagt, so richtig intensiv habe ich mich erst in der Uni damit auseinandersetzen können (müssen). Ansonsten hatte ich stets das Glück des Tüchtigen ;o)

Und warum bitte Konfirmantenunterricht? Wer zwingt dich dazu?
Dann verzichtest Du eben auf solche fragwürdigen Rituale. Und
bitte keine Sprüche wie „In Bayern ist Religion tiefverwurzelt
und Tradition …“.

Naja, Konfirmantenunterricht bezeichne ich als Hobby. Es steht doch jedem frei, ob er das betreibt oder nicht. Es ist keine Pflicht und deshalb nicht in die Wochenstunden einzurechnen. Wen es überfordert, der muss es lassen. Dennoch denke ich nicht, dass uns aus einer säkularen Sicht heraus das Recht gegeben ist, darüber zu urteilen, ob das Not tut oder nicht. Selbst in meinem Gym in Thüringen haben 50% der Schüler Konfirmantenunterricht an ihren freien Nachmittagen gehabt.

Dazu braucht man keinen Konfirmantenunterricht. Eine
Jugendweihe tuts auch - ich hatte gar nichts von beidem und
denke mit Fug und Recht, daß ich weiß Gott nichts verpaßt
habe.

Wo kann man denn in Bayern eine Jugendweihe feiern?! ;o)

Wo will man denn bitte anfangen mit kürzen? Also wo willst Du bitte auf einen Schlag ein halbes Jahr
einsparen?

Ich kann mir nicht vorstellen, dass in Bayern so wahnsinnig viel mehr gelernt wird als in TH oder in SA. Meine Mitstudenten weißen kein höheres Allgemeinwissen auf als ich (ehrlich gesagt sogar teilweise ein wesentlich schlechteres, besonders in Bezug auf Deutschland) und in den meisten Fächern auch kein tieferes Faktenwissen. Sicherlich muss es irgendwo Punkte geben, die die Lehrpläne aufblähen - ich werde mich nächste Woche mal exemplarisch für ein Fach damit beschäftigen und berichten.
Neben der Stofffülle ist natürlich auch ein Problem der Ausfall von regulären Unterrichtsstunden. Der ist im bayerischen Lehrplan sogar vorgesehen.
Dass man Religion abschaffen kann, damit gehe ich konform. Eine ethische Grundbildung in der Oberstufe (oder Ende Sek.I) und Ausübung der Religion in der Freizeit. Mich hat es immer aufgeregt, dass wir in Ethik mehr über die verschiedenen Weltanschauungen und Religionen gelernt haben als unsere Reli-Schüler, die immer Plätzchen gegessen und Pappfiguren von Heiligen gebastelt haben.

Es wäre viel sinnvoller, wenn ihr etwas mehr Franzose in
dieser Sache sein würdet und den Herren da oben ordentlich
Druck unter der Kinnlade macht.

Leider weiß ich nicht, inwiefern das schon passiert. Ich habe immer das Gefühl, dass es „private“ Entrüstung gibt, sich aber kein Widerstand formiert. Die Initiative zur Abschaffung des G8 ist gescheitert, weil sie in ihrer Formulierung albern war. Es sollte das Interesse aller Beteiligten am schulischen Alltag sein, die Situation zu verbessern. Bayern rühmt sich beispielsweise einer fortschrittlichen Bemühung um Schulentwicklung. Zu Schulentwicklung gehört aber m.M. nach mehr als neue Lernformen im Unterricht. Besonders die konstruktive Zusammenarbeit der Eltern mit der Schule sollte hier im Vordergrund stehen.
Ich habe auch das Gefühl (es kann mich täuschen!), dass es eine Hemmschwelle gibt zu sagen: „In den neuen BL am G8 klappt es auch, und zwar so-und-so.“ Ich habe das Gefühl, man brödelt sein eigenes Zeug und will rein aus Prinzip keinen Blick auf erfolgreiche Systeme riskieren. Dass ein Aufschrei durch ein traditionell geprägtes Land geht, wenn Nachmittagsunterricht ansteht, und dieser als „Ganztagsschule durch die Hintertür“ beschimpft wird, bestärkt mein Gefühl noch. Irgendwie hat man Angst vor Veränderungen. Und es scheint keine konstruktive Zusammenarbeit zu geben - zwischen Bildungspolitik, Schulverwaltungen, Schulen, Kollegien, Eltern und Schülern.

Und? Das ist doch praktisch in jedem besseren G8-Bundesland
so? Für mich galt das gleiche, schon vor 7 Jahren!

dito!

Grüße,
die Lidscha

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Hallo,

deine Rechnung ist falsch. Du hängst dich an den Stundenzahlen fest. Du solltest dir besser die Lerhpläne davor und danach anschauen. Dann wirst du feststellen, dass die Inhalte nicht im gleichen Umfang gekürzt wurden wie die Stundenzahken bzw. Schuljahre. Das Problem ist der Stoffumfang, nicht die Stundentafeln.

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

Hallo StudIng,

Ach, Regina - Du und Dein armes, streßgeplagtes Leben! :wink:

Jetzt mach doch das arme Mädchen nicht fertig.

Obwohl ich als überdurchschnittlich begabt selbst im Gymnasium
gelte, hatte ich erst mal genug damit zu tun in der 5ten
Klasse mich an die Anforderungen des Gymnasiums zu gewöhnen.

Dann hättest Du auf eine Realschule gehen müssen, wenn Du eine
gewisse Stetigkeit vorziehst.

Irgendwie hilft das Argument einer Oberstufenschülerin jetzt aber auch nicht weiter, oder?

Ich habe damals mit einer 5 in Englisch begonnen, das war ein
Schuss vor den Bug und heute bin ich bei meinen 12 Punkten.
Aber ich wäre damals sicherlich vor die Hunde gegangen, wenn
ich noch Latein (in dem ich im übrigen auch immer gut war) ein
jahr eher bekommen habe.

Ich frage mich immer, warum man hier so eine künstliche
humanistische Glocke überstülpen muß - mit Latein. Kann es
nicht lieber Spanisch oder dergleichen sein?
Mir brauch hier keiner ankommen mit „Latein braucht man aber
für das und das beim Studium“.
Das ist wieder dieser alte Hut – sowas KANN und SOLLTE man
beim Studium nachholen. Dafür ist das Studium da.
Latein gehört zu den Sprachen, die sich recht schlecht (selbst
im Kindesalter) einschleifen, weil es eine verbal tote Sprache
ist.
Man kann nirgends hinfahren um Latein zu sprechen bzw.
sprechen zu lernen - der linguistische Standpunkt ist dem
völlig unterzuordnen – kein Schüler in der Mittelstufe des
Gymnasiums kann aus der Beeinflussung der anderen Sprachen
durch das Lateinische auch nur annähernd Kapital schlagen.
Sicher, diese und jene Wörter mögen irgendwie bekannt
vorkommen. Der Nutzwert für die breite Masse der Schüler ist
aber fragwürdig. Dann doch lieber eine leichte, zugängliche
Sprache wie Spanisch.

Ich bin ganz deiner Meinung, daß der Humanismus in der Schule einen viel zu großen Stellenwert einnimmt. Viele Leute, die lateinische Zitate durch die Gegend werfen können, wissen dafür nicht, ob sich die Erde um den Mond dreht oder umgekehrt. Es ist der Zeitgeist, der bestimmt, daß Humanismus zum Allgemeinwissen zählt und das Kokettieren mit dem eigenen Nichtwissen über naturwissenschaftliche Dinge dagegen in ist („In Mathe war ich immer schlecht.“).

Ich finde aber, daß Lateinunterricht in der Schule deswegen nicht sinnlos ist. Spätestens wenn man für ein späteres Studium das Latinum nachackern muß, weiß man, warum es gut war. Das Problem ist, daß die meisten Schüler wohl nicht wissen, warum sie es lernen. Das Argument, es würde dem späteren Sprach- und Grammatikverständnis dienen, ist aus meiner Sicht Humbug. Ich habe sowohl die englische Sprache als auch die deutsche Grammatik recht gut beherrscht, da wußte ich noch nichts von Latein. Denn auch im Deutschunterricht kann man Grammatik vermitteln, nur da gilt es als altmodisch. Im Fremdsprachenunterricht ist, wenn ich es so sehe, der Grammatikunterricht um ein Vielfache intensiver und systematischer.

Bitte nicht solche mitleidserregenden Beispiele. Ich hüte mich
zwar stets davor, hier Referenzen darzustellen - weil das
einfach nicht sein muß - aber da könnte ich viel drastischere
Zeiten bspw. in der gymnasialen Oberstufe unterbreiten.

Und wir leben alle noch.

Nun ja, aber alle haben wir geflucht. Viele zumindest. Also haben die jetzigen Schüler auch das Recht dazu, wenn es erwiesenermaßen ein wenig härter geworden ist unter der Woche, oder?

Auch hier braucht keiner mit Numerus Clausus zu kommen - es
gibt nicht sehr viele Fächer, die einen ZVS-NC haben, und es
finden sich immer Wege über Wartesemester oder andere Tricks,
auch in einen beschränkten Studiengang mit einem Abi 2,X für 0

Hallo.

Jetzt mach doch das arme Mädchen nicht fertig.

Laß mir doch meine Wehleidigkeit gegenüber diesem Gejammer :wink:

Geographie ist wie Physik: es interessiert da
draußen keinen. Geographie ist so uncool, daß nicht mal mehr
mit dem Nichtwissen kokettiert werden kann.

Das sehe ich aber ganz anders. Es gehört einfach zum modernen (deutschen) Menschen dazu, daß er sich auf der Welt entsprechend auskennt. Kein Schüler erinnert sich an alle Gebirge Afrikas, die er einmal auswendig lernen mußte, doch wenn irgendwo in der Welt etwas passiert und es fallen Sachen wie „Jangtse-Kiang“, „Atlasgebirge“, „Aralsee“, „Wladiwostok“, „Tokyo“, „Atacama“, „Westjordanland“ dann muß es in den Köpfen kräftig klingeln, so daß man dann wenigstens weiß, WO das ungefähr ist.

Es schadet auch nichts, etwas Meterologie zu können (Geo Klasse 10), also bspw. zu wissen, was der Unterschied zwischen einem Taifun, einem Hurricane, einem Zyklon, einer Zyklone/Antizyklon etc. ist.

Niemand verlangt tiefgreifendes Wissen, aber sowas hat man im Leben einfach schon an vielen Ecken gehört - es darf ruhig hängen bleiben.

In diesen Gesichtspunkten vertrittst Du eine unannehmbare ökonimisch-orientierte Haltung. Da beißt Du bei mir auf … „Nanotubes“ - oder weißt Du etwa nicht, daß diese Strukuren härter als Diament sein können?

P :stuck_out_tongue:

Nein, gewiß nicht in der Allgemeinheit. Das kann ich nicht
bestätigen.

Natürlich kannst Du das nicht bestätigen - schon gar nicht mit einer Sichtweise, die den Faktor Kultur nicht beachtet.

Meiner Freundin hat es aber den Ausbildungsplatz gekostet, daß sie als gewollte Wirtschaftsassistentin nicht 'mal IM MOZARTJAHR (!!!) den Auftakt von „Eine kleine Nachtmusik“ kannte.

Den Chef kann ich vollends verstehen: Einen gewissen geistigen Horizont würde ich gegebenenfalls auch bei meinen Mitarbeitern verlangen - also sollte man wenigstens ansatzweise ein breites Spektrum der Allgemeinbildung zeigen können (auch wenn man bspw. klassische Musik gar nicht hört, wie ich zum Beispiel).

Kann ich alles nicht bestätigen. Worauf bewirbst du dich denn
so? Werbezeichner vielleicht, aber doch keine Berufe im
wissenschaftlichen, sozialen oder geisteswissenschaftlichen
Umfeld.

Sag 'mal - Wald kommst Du denn?

Ein normaler Mensch wird ja wohl einem anderen Menschen noch etwas in der Form auszeichnen können, daß man nicht tagelang kryptisch rätselraten muß, was denn nun gemeint ist.

Grundlegendes räumliches Vorstellungsvermögen, elementare darstellerisches Vermögen gehören einfach dazu.

Von Ingenieuren oder dergleichen will ich gar nicht anfangen (bei denen ist das regelrecht unerläßlich).

Du pflegst eine merkwürdige Einstellung zu grundlegenden Fähigkeiten und Fertigkeiten nach 4000 Jahren Geistes- und Wissenschaftsgeschichte in Europa.

Heißt was? Streichen? Bloß nicht.

Heißt, daß es selbstverständlich ist, mit der siebenten Klasse eine zweite Fremdsprache zu erlernen (am Gymnasium).

mein Vorschlag:

Religion/Ethik weg: 2h
Musik/Bildende Kunst weg/freiwillig als AG: 4h
Latein: als AG in Oberstufe, führt in 3 Jahren zum Latinum
Sport: weitgehend unbenotet

Da sage ich in fast allen Punkten General-VETO.

Ethik gehört als allgemeinbildendes Fach in eine gymnasiale Oberstufe.
Musik, Kunst müssen bleiben - man sollte hier und da vielleicht etwas enttheoretisieren, dennoch sind es notwendige Grundlagenfächer.

Ohne diese züchtest Du schon von klein auf motorisch gestörte Fachidioten.

Latein okay, Sport okay.

Wie das französische Schulleben so aussieht, weißt du? Das
willst du hier in D nicht wirklich durchzusetzen
versuchen…wäre auch nicht schön.

Lol, nein - ich meinte die Eigenschaft der Franzosen, sehr oft auf die Straße zu gehen, wenn es nicht ordentlich läuft.

Das geht dem gemeinen Deutschen generell ab - er wird sogar noch für Demonstrationen von der Politik verhöhnt…

MfG

Ich verstehe nicht ganz, was jetzt der Unterschied ist, ob
jemand Probleme in Latein hat oder Probleme in
Französisch/Russisch/Spanisch etc.!?

Latein ist mit Sicherheit durch gewisse Randfaktoren als schwerer einzustufen.
Außerdem sprach ich explizit von Spanisch.

Ich weiß nicht, ob du Latein an der Uni nachholen musstest -
ich schon. In drei Semestern eine komplette Sprache zu lernen
ist selbst für mich, die ich mich als recht sprachbegabt und
interessiert einschätze, eine Wahnsinnsaufgabe. Du solltest
das nicht unterschätzen, was das für ein Arbeitsaufwand ist,
in drei Semestern zu lernen, wofür du in der Schule 5 Jahre
Zeit hast!

Es geht, weil es woanders und teilweise früher auch ging.
Sicher ist es eine gehörige Belastung - diese ist aber schaffbar - schließlich heißt es Studium. Du kennst doch sicherlich den lateinischen Ursprung des Begriffes >:-> …

Was zu beweisen wäre. Ich habe andere Erfahrungen gemacht.

Und ich eben andere.
Es geht hier nicht um grammatikalische Zusammenhänge beim Studium oder dergleichen. Latein ist mitnichten wichtig, um herausragendes Deutsch oder Englisch zu sprechen.

Man braucht Latein auch nicht zwingend, um hervorragend in der Grammatik bewandert zu sein.

Du weißt sicherlich selbst, daß es gerade diesen Gegensatz zwischen dem lateinischen Metrum und bspw. dem Deutschen gibt (schon wegen der verschiedenen Sprachgruppen). Daher auch diese ganze Hektik mit Jambus, Trochäus, Anapäst, Daktylus, Alexandriner und dem Querverweis, was das äquivalent im Lateinischen heißen würde…

Durch Latein eröffnet sich einem die
deutsche Grammatik erst richtig, sie ist Voraussetzung für
viele andere Sprachen und hilft, grammatische Systeme richtig
strukturieren zu können. Ich hatte teilweise einen richtigen
„Aha-Effekt“.

Sehr streitbar - es geht auf jeden Fall genauso gut ohne Latein.
Man muß dann in der Linguistik nur ständig die Fachbegriffe eher einmal nachschlagen, geschenkt.
Latein kann schon gar nicht ausschlaggebend für bspw. das Deutsche oder Englische sein, weil Deutsch und Englisch aus der gemanischen Sprachgruppe entstammen. Die Einflüsse bestehen eher aus Lehnwörtern, Fremdwörtern und Eindeutschen bspw…

Schüler von heute hätten auch viel weniger Schwierigkeiten mit Englisch, wenn es diesen historisch bedingten starken Einfluß des romanischen Französisch nicht gegeben hätte.

Daher ist es wohl mit Vorsicht zu genießen, Latein auf einen unberechtigten Sockel zu heben. Es profitiert eher von einem traditionellen Festhalten an gewisse Gepflogenheiten in der Sprachforschung.

Doch bleibt es dabei: Schüler können trotzdem nicht wirklich davon profitieren. Wenn, dann überhaupt erst beim Studium.
Somit sind wir wieder beim Punkt, daß man auch sehr gut darauf verzichten kann und wenigstens Kultursprachen lernt, die noch gesprochen werden (oder sogar Wirtschaftssprachen wie Spanisch).

Latein kann auch nicht mit einer lebendigen Sprache verglichen
werden, sein Wert ist ein ganz anderer. Latein ist eine
Kultursprache. Du kannst keine kultur- und
geisteswissenschaftliche Forschung betreiben ohne ausreichende
Lateinkenntnisse.

Lateinkenntnisse ungleich Verständnis für Latein. Stellte ich oben schon dar - die Fachdisziplinen sind aus diversen Gründen durchsetzt mit Vokabular aus dem Lateinischen. Ich muß aber zwingend kein Latein wirklich können, um eine echte sprachwissenschaftliche Kapazität zu sein.

In Bayern bekommen 1/3 der Gymnasiasten Nachhilfe!
Die Frageist, ob das alles Schüler sind, die für das Gymnasium nicht
geeignet sind, oder ob an bayerischen Gymnasien der Anspruch
ein anderer ist. Die Antwort sollte bekannt sein. Ob das
gerechtfertigt ist, darüber ließe sich trefflich streiten.

Ein großer Teil ist sicherlich unberechtigt dort - das bringt das frühselektive System (in ganz Deutschland) mit sich.

Ironisch ist nur: Vielleicht stellen die Bayern wirklich andere Ansprüche - hinten kommt kein entscheidendes Plus an Bildung heraus.
Also ein ähnlicher Sachverhalt wie mit echten Ganztagsschulen (nicht das umgemünzte Modewort Ganztagsschule wegen fehlender Nachmittagsbetreuung in den Alten Ländern).

Ja, das sehe ich wiederum genauso. Alles eine Frage des
Managements. Wenn man Wissens- und Zeitmanagement allerdings
nicht lernt, dann ist es auch nicht praktizierbar. Wie schon
gesagt, so richtig intensiv habe ich mich erst in der Uni
damit auseinandersetzen können (müssen). Ansonsten hatte ich
stets das Glück des Tüchtigen ;o)

Generell muß man „Zeitmanagement“ nicht lernen; das obliegt einfach dem gesunden Menschenverstand.
Man braucht nur ein Minimum an Fähigkeiten in Sachen Selbsteinschätzung, logisches Denken etc., um erkennen zu können, wie ich was erledigen muß.

Wenn man so etwas heutzutage schon explizit beibringen muß, ist wohl viel falsch.

Naja, Konfirmantenunterricht bezeichne ich als Hobby. Es steht
doch jedem frei, ob er das betreibt oder nicht.

Ja, dann soll aber Regina nicht jammern, daß sie das auch noch leisten muß/leisten müssen wird.

Dazu braucht man keinen Konfirmantenunterricht. Eine
Jugendweihe tuts auch - ich hatte gar nichts von beidem und
denke mit Fug und Recht, daß ich weiß Gott nichts verpaßt
habe.

Wo kann man denn in Bayern eine Jugendweihe feiern?! ;o)

Das interessiert mich als kosmopolitischer Sachse nicht die Bohne. :smile: :smile: :smile:

Der Streß in der Schule steht und fällt nicht mit solchen irrwitzigen Sachen wie Jugendweihe oder Konfirmation. :wink:

Mich wundert es nur, daß es den bayrischen Schülern dann auch nicht zu denken gibt, daß solche religiösen Dinge „erwartet“ oder „verlangt“ werden. Ich wette aber: Ein vernünftig erzogenes bayrisches Kind hätte kein Problem mit diesem Kram zu brechen.

Ich kann mir nicht vorstellen, dass in Bayern so wahnsinnig
viel mehr gelernt wird als in TH oder in SA.

Richtig.

Meine Mitstudenten weißen kein höheres Allgemeinwissen auf als ich
(ehrlich gesagt sogar teilweise ein wesentlich schlechteres,
besonders in Bezug auf Deutschland) -

Das erinnert mich an einen Ausschnitt aus PREMIERE ZAPPING.

Ein Mädel ruft bei einer MTV-Sendung (oder dergleichen) an und wird gefragt „Hallo, Du kommst aus Süddeutschland, oder?“ – „Nee, aus Bayern“.

LOL.

Mich hat es immer
aufgeregt, dass wir in Ethik mehr über die verschiedenen
Weltanschauungen und Religionen gelernt haben als unsere
Reli-Schüler, die immer Plätzchen gegessen und Pappfiguren von
Heiligen gebastelt haben.

Mich nicht. Ethik ist eine - wie ich an anderer Stelle schon geschrieben habe - potentielle intellektuelle Spielwiese.

Man beschäftigt sich distanziert aus atheistischer Sicht mit den Religionen - so soll es sein.

Leider weiß ich nicht, inwiefern das schon passiert. Ich habe
immer das Gefühl, dass es „private“ Entrüstung gibt, sich aber
kein Widerstand formiert. Die Initiative zur Abschaffung des
G8 ist gescheitert, weil sie in ihrer Formulierung albern war.
Es sollte das Interesse aller Beteiligten am schulischen
Alltag sein, die Situation zu verbessern. Bayern rühmt sich
beispielsweise einer fortschrittlichen Bemühung um
Schulentwicklung. Zu Schulentwicklung gehört aber m.M. nach
mehr als neue Lernformen im Unterricht. Besonders die
konstruktive Zusammenarbeit der Eltern mit der Schule sollte
hier im Vordergrund stehen.

Hier muß ich sogar hämisch sagen, daß Bayern ein schlecht durchlässiges System aufweist.

Wenn ich mit technischem Profil an der Realschule doch noch das Abitur erwerben will, ist bis auf den heutigen Tag keine regüläre Möglichkeit gegeben, weil es an der zweiten Fremdsprache mangelt!

Ein Versuch, ihre Fachoberschule in einem 13. Jahr in der Allgemeinen Hochschulreife fit zu bekommen, sind noch im Teststadium.
Hier sind Ba-Wü und Sachsen um Welten weiter mit ihren Beruflichen Gymnasien.

Man rühmt sich also auch in Bayern nur mit Einschränkungen … :wink:

Ich habe auch das Gefühl (es kann mich täuschen!), dass es
eine Hemmschwelle gibt zu sagen: „In den neuen BL am G8 klappt
es auch, und zwar so-und-so.“ Ich habe das Gefühl, man brödelt
sein eigenes Zeug und will rein aus Prinzip keinen Blick auf
erfolgreiche Systeme riskieren.

Achtung, hier stichst Du in ein Wespennest!

Ich habe zweierlei Erfahrungen in den Alten Ländenr gemacht:
Vielen Leuten ist es mehr als egal, daß man aus den Neuen Ländern kommt. Ein nicht unerheblicher Teil ist sogar richtig neugierig und will reden und lernen im Dialog.
Ich habe aber auch ganz viele andere Situationen erlebt.
Da spricht die Oma zum Enkel „Und mußt Du wieder in die Zone fahren“ oder wenn man das Wort „Sozialismus“ erwähnt, ist sofort der Tunnelblick da.
Man assoziiert zu sehr viele Begriffe mit „DDR“ und damit im selben Atemzug als „schlecht“. Es kostet schon Mühe, aus ganz neutraler (philosophischer) Sicht solchen Leuten klarzumachen, daß bspw. „Sozialismus“ eben nicht „DDR“ heißt und alles was damit zu tun hat.

Hier wird einfach aus einer gewissen Ignoranz gegenüber sprachlichen Feinheiten heraus pauschalisiert.

Je weiter man nach Süden in Bayern kommt, desto schlimmer wird das [subjektiv gesehen, wie gesagt, ich habe um Welten mehr positive Resonanz auch aus Bayern erlebt, als solche Aussetzer].

Die Barriere ist auch einfach hier und da nach 16 Jahren Wende noch spürbar (warum auch nicht - man hat den Leuten 40 Jahre lang auf beiden Seiten ideologische Scheiße eingetrichtert und kann das nicht binnen eines Jahrzehnts umkehren).

Aber lassen wir das - ganz anderes Thema, sonst kippt es hier wieder in einer hitzigen Debatte ab :wink:

Dass ein Aufschrei durch ein
traditionell geprägtes Land geht, wenn Nachmittagsunterricht
ansteht, und dieser als „Ganztagsschule durch die Hintertür“
beschimpft wird, bestärkt mein Gefühl noch. Irgendwie hat man
Angst vor Veränderungen. Und es scheint keine konstruktive
Zusammenarbeit zu geben - zwischen Bildungspolitik,
Schulverwaltungen, Schulen, Kollegien, Eltern und Schülern.

Zumal Ganztagsschule ja nichts mit bspw. Schule + Hort (DDR) zu tun hat. Ganztagsschulen sind bspw. Schulen in GRoßbritannien, wo dann auch in der Schule ausgedehnter Aktivität bis weit in den Abend nachgegangen wird.
Hier ist schon die erste Ungenauigkeit, die Begriffe so leichtfertig umzuwerten.

Und was ist bitte an diesem System schlimm? Es würde sogar vieler Probleme Abhilfe schaffen: Geregeltes Erledigen von Hausaufgaben, Sozialisierung der Kinder, Erlernen des Prinzips „erst unterordnen/einfügen - dann hervorstechen/führen“ et cetera et cetera.

Das hat auch mit der Tradition nicht viel zu tun - das ist einfach nur intoleranter und ungebildetes Gröhlen gegen den Wandel unter Abschaltung der Großhirnrinde.

Doch sowas ist man ja auch vom bayrischen Ministerpräsidenten gewohnt :wink: :wink: :wink: :wink:

MfG :smile:

Richtig, zumal die Stundenplanerstellung heutzutage sowieso nur noch über Computerprogramme effizient zu machen ist.

Es mangelt demzufolge sogar am Elementarsten des Elementaren: Ein hilfsmittel zur Koordination des Stundenplans bei unüberschaubarer Schülerzahl.

Ich gratuliere Bayern recht herzlich zu dieser organisatorischen Meisterleistung :wink: :wink:
Weitaus verbockter als die normale bundesdeutsche Herangehensweise :smile:

MfG

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

Hi StudIng,

Das sehe ich aber ganz anders. Es gehört einfach zum modernen
(deutschen) Menschen dazu, daß er sich auf der Welt
entsprechend auskennt. Kein Schüler erinnert sich an alle
Gebirge Afrikas, die er einmal auswendig lernen mußte, doch
wenn irgendwo in der Welt etwas passiert und es fallen Sachen
wie „Jangtse-Kiang“, „Atlasgebirge“, „Aralsee“, „Wladiwostok“,
„Tokyo“, „Atacama“, „Westjordanland“ dann muß es in den Köpfen
kräftig klingeln, so daß man dann wenigstens weiß, WO das
ungefähr ist.

entschuldigung, ich weiß nicht, in welche Schule du gegangen bist. Vielleicht waren die Lehrpläne in BW in den 80ern auch ein wenig exotischer als heute. Aber in „Geographie“, das abwechselnd mal „Weltkunde“ oder „Erdkunde“ genannt wurde, was kein Mensch geblickt hat, haben wir nicht gelernt, wo das Atlasgebirge ist oder wie die Hauptstadt von China heißt. Das lernt man, wenn man Stadt-Land-Fluss spielt.

Sorry, aber du musst in einem anderem Universum aufgewachsen sein.

Schau dir bitte entweder die Lehrplaene an, oder ein uebliches Schulbuch der heutigen Zeit. Da geht es um andere Themen: ein wenig Geologie, ein bisschen Agrarwissenschaft, Geograhie im wissenschaftlicne Sinn, Oekosysteme usw. Ich stelle nicht in Frage, dass das per se unwichtig ist. Aber es ist eben NICHT Allgemeinbildung, mit der man heutzutage einen Staat macht.

Es schadet auch nichts, etwas Meterologie zu können (Geo
Klasse 10), also bspw. zu wissen, was der Unterschied zwischen
einem Taifun, einem Hurricane, einem Zyklon, einer
Zyklone/Antizyklon etc. ist.

Theoretisierst du eigentlich nur rum, oder weisst du wovon du sprichst? Es schadet sicher auch nicht, in der 10. Klasse schon Assembler-Programmierung zu beherrschen. Aber es ist eben nicht relevant und auch nicht Allgemeinbildung.

In diesen Gesichtspunkten vertrittst Du eine unannehmbare
ökonimisch-orientierte Haltung. Da beißt Du bei mir auf …
„Nanotubes“ - oder weißt Du etwa nicht, daß diese Strukuren
härter als Diament sein können?

Vielleicht moechtest du einfach nur mal eben klarmachen, was du ueberhaupt sagen willst? Die Auswahl der Faecher, die du fuer relevant erachtest, ist zunaechst genauso subjektiv wie meine.

Der Unterschied scheint mir, du redest nicht aus Erfahrung, ganz einfach. Deine Vita sagt, du studierst? Was denn? Was auch immer…studier mal weiter und bewirb dich. Mach ein wenig Berufserfahrung, dann koennen wir weiterreden.

Nein, gewiß nicht in der Allgemeinheit. Das kann ich nicht
bestätigen.

Natürlich kannst Du das nicht bestätigen - schon gar nicht mit
einer Sichtweise, die den Faktor Kultur nicht beachtet.

Hast du nicht selbst gerade humanistische Bildung in Frage gestellt?

Meiner Freundin hat es aber den Ausbildungsplatz gekostet, daß
sie als gewollte Wirtschaftsassistentin nicht 'mal IM
MOZARTJAHR (!!!) den Auftakt von „Eine kleine Nachtmusik“
kannte.

Glaub ich nicht. Punktum. Deine Freundin mag den Ausbildungsplatz nicht bekommen haben, aber nicht deswegen. Da muss doch wohl mehr nicht gestimmt haben, ganz einfach.

Den Chef kann ich vollends verstehen: Einen gewissen geistigen
Horizont würde ich gegebenenfalls auch bei meinen Mitarbeitern
verlangen - also sollte man wenigstens ansatzweise ein breites
Spektrum der Allgemeinbildung zeigen können (auch wenn man
bspw. klassische Musik gar nicht hört, wie ich zum Beispiel).

Das ist, sorry, einfach nur Geschwaetz. Du hast keine Ahnung. Da brauche ich mit dir gar nicht weiterdiskutieren.

Kann ich alles nicht bestätigen. Worauf bewirbst du dich denn
so? Werbezeichner vielleicht, aber doch keine Berufe im
wissenschaftlichen, sozialen oder geisteswissenschaftlichen
Umfeld.

Sag 'mal - Wald kommst Du denn?

Sag mal, wie ging dein Satz denn richtig?

Ein normaler Mensch wird ja wohl einem anderen Menschen noch
etwas in der Form auszeichnen können, daß man nicht tagelang
kryptisch rätselraten muß, was denn nun gemeint ist.

Grundlegendes räumliches Vorstellungsvermögen, elementare
darstellerisches Vermögen gehören einfach dazu.

Alles sicher wichtige Dinge. Aber nicht fuer alle Berufsgruppen. Andersrum: Leute, die ein ausgepraegtes raeumliches Vorstelluingsvermoegen haben, haben einen Pluspunkt, richtig. Daneben gibt es auch andere Aspekte: sprachliches Auftreten, logisches Denken, etc. Klassische humanistische Bildung oeffnet dir (leider!) auch immer noch Tuer und Tor, und ich moechte mal behauptem dass nicht alle, die Cicero dahersagen koennen, sich komplizierte 3-dimensionale Topologien vorstellen koennen.

Von Ingenieuren oder dergleichen will ich gar nicht anfangen
(bei denen ist das regelrecht unerläßlich).

Das stimmt. Aber es geht ja hier nicht nur um Ingenieure.

Du pflegst eine merkwürdige Einstellung zu grundlegenden
Fähigkeiten und Fertigkeiten nach 4000 Jahren Geistes- und
Wissenschaftsgeschichte in Europa.

Und du glaube ich, hast dir da ein wenig angelesen, sprichst aber nicht aus eigener Erfahrung.

Heißt, daß es selbstverständlich ist, mit der siebenten Klasse
eine zweite Fremdsprache zu erlernen (am Gymnasium).

Ganz genau. Schadet nicht, ist sogar sehr sinnvoll.

mein Vorschlag:

Religion/Ethik weg: 2h
Musik/Bildende Kunst weg/freiwillig als AG: 4h
Latein: als AG in Oberstufe, führt in 3 Jahren zum Latinum
Sport: weitgehend unbenotet

Da sage ich in fast allen Punkten General-VETO.

Ethik gehört als allgemeinbildendes Fach in eine gymnasiale
Oberstufe.

Begruende es bitte. Was lernt man denn in Ethik?

Musik, Kunst müssen bleiben - man sollte hier und da
vielleicht etwas enttheoretisieren, dennoch sind es notwendige
Grundlagenfächer.

So ein Quatsch. Wichtig fuer was? Ist BK wichtiger als Sport? Du widersprichst dir selbst. Was soll das nun? Humanismus pur: ja oder nein? Wenn du schon ein Modell zusammenzimmerst, dann achte bitte auf Konsistenz.

Ohne diese züchtest Du schon von klein auf motorisch gestörte
Fachidioten.

Latein okay, Sport okay.

Schoen, dass du meiner Meinung bist, ich glaube aber nicht, dass du verstanden hast, worum es mir geht. Dafuer verstehe ich dich nicht. Aber du kannst mich ja aufklaeren.

Gruss

OT

2 „Gefällt mir“

Hallo,

deine Rechnung ist falsch. Du hängst dich an den Stundenzahlen
fest. Du solltest dir besser die Lerhpläne davor und danach
anschauen. Dann wirst du feststellen, dass die Inhalte nicht
im gleichen Umfang gekürzt wurden wie die Stundenzahken bzw.
Schuljahre. Das Problem ist der Stoffumfang, nicht die
Stundentafeln.

Dieser Fehler ist mir auch aufgefallen. Ich werde das nächste Woche mal tun und dann berichten. Lehrpläne werden nicht 1:1 vergleichbar sein, aber ich werde es versuchen.

Grüße!