Dopen eigentlich alle Radfahrer?

Hallo,

gerade kommt die Meldung, daß auch Floyd Landis eine positve A Probe hat.
Wenn doch eh schon die meisten dopen, sollten die Verbote doch einfach aufgehoben werden!
Ich bitte diesen Vorschlag als genau so lächerlich anzusehen, wie die Zustände im Profiradsport :wink:

Gruß
Tom

Hallo!

Ich lach mich tot - im Ernst? Vermutlich hat er während der Vorbereitungsphase nicht mit einem Sieg gerechnet und war unvorsichtig. Schließlich konnte er ja nicht ahnen, dass viele Favoriten gesperrt werden.

Wenn die Verbote aufgehoben werden, muss man aber wieder mit Todesfällen rechnen. Und das kommt werbemäßig gar nicht gut an!

Viele Grüße

Anne

Hi,

Wenn die Verbote aufgehoben werden, muss man aber wieder mit
Todesfällen rechnen. Und das kommt werbemäßig gar nicht gut
an!

das wäre mir noch egal. Jeder ist für sich selbst verantwortlich, alt genug und jeder Profi weiß, was er tut.
Aber die Profis sind doch Vorbilder! Oder soll gezeigt werden „Erfolg hat man nur, wenn man dopt!“?! Nicht die Ärzte sollen um den 1. Platz kämpfen, sondern immer noch die Sportler und das auf einem fairen Weg. Sonst können sie es ganz lassen, schaut doch keiner mehr hin, wenn Doping legal wird.

Doping ist Betrug, sowas kann man nicht legalisieren.

Gruß,

Steffie

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JA (owt)

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mein armer Lieblingssport …
Es ist traurig, sich den Profibereich dieses schönen Sports anzusehen :frowning:

Ich hoffe, es werden auch die Vermittler, Hintermänner und Funtionäre enttarnt, die den Stoff besorgen, anbieten, bezahlen und Geld dafür kassieren, dass der arme Hund auf dem Rad ganz vorne fahren und Siegen muss.

Wenn ich mich noch an die letztjährige Tour erinnere … siegen, siegen, siegen muss man im Fernsehen, sonst hat man Formkrise, ist dick oder sonstwas. Diese Interviews danach …: Was war los mit ihnen, was stimmte nicht? etc etc.

Ist der Zweite der Erste der Verlierer?
Ist er nicht auch die ganze Strecke gefahren, in einem unglaublichen Tempo über unglaublich lange Zeit?

Was tun gegen Doping?
Ganz oben muss der Schutz der Sportler stehen.

  1. Ich würde es gut finden der Tour ordentlich vors Schienbein zu treten, dieser verkommenen Werbeveranstaltung. Nächstes Jahr Tour-Boykott durch die Medien. Die Tour-Funktionäre sollen doch nicht sagen, sie wären ahnungslos.
  2. Ganz klar Teamsperren für das Rennen verhängen. Für alle raus aus der Wertung, wenn einer gedopt war, denn wer profitiert denn davon, dass einer gedopt ist? Doch nicht die Konkurrenz.
  3. Saftigste Bußgelder für das Team und den Veranstalter und
  4. Saftigste Bußgelder und Haftstrafen für Doping-Dealer und Ärzte, die damit Unmengen an Geld machen. Was meint ihr, ob es dann noch Stoff gibt? Oder fährt der Radler etwa zur Apotheke seines Vertrauens und der Apotheker sagt ihm, wie lange, wie hoch, wie und wann dosiert werden muss? Glaubt jemand, der spritzt sich selbst? Natürlich nicht. Also wer machts? Wer? Vielleicht Rudy Pevenage, von dem man plötzlich gar nichts mehr hört?
  5. Ein öffentliches Ranking mit Dopingfällen der Teams. Sollen die dochmal sehen, woher die Kohle noch kommt, wenn das Image des Werbeprodukts den Bach runtergeht.

Aber so ist es, solange gewonnen wird ist´s gut fürs Produkt, auch wenn der Sportler bei draufgeht. Aber wehe, es wird schlecht fürs Produkt, dann steigen sie aus Werbegründen aus, die Medien steigen aus, weil keiner das sehen will. Aber wer steigt aus, weil der Sportler in den Mühlen von siegen müssen, Funktionären, Kapitän bleiben wollen, öffentlichem Druck, Sponsorengeldern fürs Team, kaputt geht?
Sicher, einer macht es vielleicht auch weil er mal aufs Treppchen will. Aber so einer wird erwischt, weil ihm das Wissen um Abbauraten, Grenzwerte, Dosierung und Produktwirkung und Bezug fehlt. Das ist der Unterschied zwischen dem systematischen Doping, dass bei der Tour gemacht wird und dem kleinen Mann, der auch mal ganz groß sein will.

Wer beim Radsport Top ist, ist in den Top-Ten des Rennens. Ob er Erster wird, entscheiden Sekunden, wechselnde Windverhältnisse beim Sprint, das richtige Timing, der richtige Gang. Der erste Platz ist nur mithilfe anderer im Team, die dafür auf den Sieg verzichten, planbar. Sonst nicht.

Mein armer Lieblingssport …

Mit Spaghettiessen allein kann man den Energieverlust einer grossen Tour nicht ersetzen.

Das haben wir schon mal besprochen:

http://www.wer-weiss-was.de/cgi-bin/forum/showarchiv…

Gruss

Fritz
a.d.Uw.

Hi

weisst Du wieso die Pflaster denn auf die Hoden kommen?

Hi,

eigentlich ist der vorschlag gar nicht so schlecht. Dann haben alle wieder die gleichen chancen. Zwar stirbt dann der ein oder andere auf einer etappe… Aber zynischen zeiten, kann man nur mit zynismus begegnen.

OK. Es gäb da noch eine andere lösung.
Endlich aufhören mit diesem good-will geseiere. Hinter dem radsport steht eine riesige werbeindustrie. Und da sind die doch am einfachsten zu packen. Wenns keine fernsehübertragung mehr gibt, gibt es auch keinen grund mehr für irgendeinen konzern millionen in radelnde litfasssäulen zu investieren.
Entweder hat man sich nach zwei jahren besonnen und der sport ist wieder sauber oder aber er ist da wo er hingehört. Wieder ganz am anfang, wo man in der zeitung von (bis dahin unbedeutenden) männern lesen kann, die enormes leisten; weil sie es wollen, nicht weil sie müssen…

LG Alex:smile:

Hi

weisst Du wieso die Pflaster denn auf die Hoden kommen?

Hallo,
ne, davon habe ich noch nie gehört. Erzähl mal!

Naja im Radio hieß es, dass er sich das Doping-ZeuX (testosteron ) mittels eines Pflasters am Sack eingenommen hat. Wie des gehen soll weiß ich nicht.

Schlechter Scherz ausm Radio: Es sollte auch der Fahrer Hr. Klöten geprüft werden - vielleicht hat der auch was auf seinen Klöten gehabt - haha scherzle gemacht :frowning:

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Offenlegung
Hi,

Mein armer Lieblingssport

…und ich würde gerne wissen, was die alle so legal und angemeldet nehmen dürfen. Wenn doch die Hälfte Asthmatiker sind, der eine mit seiner Hüfte und Schilddrüse Medikamente nehmen muß.

Und überhaupt wieviel Hormone hat sich eigentlich der Amstrong zuschießen dürfen (rein aus medizinischen Gründen, da ja nach dem Hodenkrebs-OP keine eigen Produktion mehr möglich ist :wink:). Und warum wurde über so etwas nie öffentlich diskutiert?

Schießlich gibt es ja einiges was im Sport legal ist und für den Aussenstehende doch wie Doping wirkt.

Ein ehemaliger Spitzensportler hat mir zum Beispiel erzählt, dass früher es völlig normal und legal war dem Sportler Infusionen zu verpassen- heute ist das eben auf der Dopingliste wegen des Blutdopings.

Für mich ist Radfahren und Doping (im Hochleistungssport gehört das für mich zusammen) eine Art Räuber und Gendarme-Spiel, der Räuber ist eine Nasenlänge vorraus, wird aber gelegentlich erwischt. Zum Glück wird die Nachweisbarkeit immer besser, so dass auch das Doping immer weniger gesundheitsschädlich wird. Wer sich früher alles eingeworfen hat, wird heute gezwungen richtig zu dosieren…

Meinetwegen könnte man so Doping-Risikosportarten auch einfach aus dem Olympischen Programm rausschmeißen und es auch national nicht mehr fördern. Gibt ja genügend andere Sportarten bei denen Doping nur eine untergeordnete Rolle spielt. Beim Fechten z.B. wird nur ganz selten positiv getestet und dann meistens mit THC, was in dieser Sportart nicht unbedingt einen Vorteil bringt.

Gruß
Juhe

Hi,
da war ich überrascht: Bei Google Testosteronpflaster eintippen … da kann man auch gleich Radsport eintippen.

Hier ein interessanter Artikel in der Ärztezeitung dazu:
http://www.aerztezeitung.de/docs/2006/07/10/125a1606…

Testosteron-Aufnahme kann per Injektion, Pflaster, Gel erfolgen.

Grüße

Guter Artikel - jedoch wie funktioniert das?

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Hallo juhe,

ganz genau: der Armstrong. Positiv auf EPO getestet! Keine Verurteilung, da B-Probe nicht mehr zu beschaffen war. Masseur und andere sagten, er habe gedopt und wurden mit Schadensersatzforderungen in Millionenhöhe mundtot gemacht.

Ich dachte, die kriegen heute noch alle ihre Infusionen nach jeder Tour-Etappe? Dem Körper ist es unmöglich soviele Kalorien, wie er während so einer Etappe verbrennt alleine durch Essen und Trinken bis zum nächsten Tag wieder aufzunehmen! Soviele Nudeln kriegt man nicht runter.
Das ließe sich bestimmt irgendwo mit google finden…

Boah - habe ich noch Lust diese Kommerz-Tour in Frankreich mir wieder anzusehen.

Hi,

hier ein Artikel von der Sporthochschule Köln. Der ist ganz interessant.
http://www.dshs-koeln.de/biochemie/rubriken/01_dopin…

Wie genau das Testo aufgenommen wird, wie es chemisch-biologisch wirkt, steht da aber auch nicht.

Vielleicht kriege ich heute Abend mehr raus. Treffe durch Zufall eine Apothekerin. Ich frage sie mal. Mal sehen, was sie weiß :smile:

Grüße.

Besser kann mans wohl nicht sagen. (o.w.T.)

offene Dopingpraktiken in einem Radsport-Forum!!
http://www.androgen-steroids.com/phpBB2/ltopic,6690,…

Ich könnte kotzen …

Guter Artikel - jedoch wie funktioniert das?

http://www.androgen-steroids.com/phpBB2/forum,56,-ma…

Da findest Du (leider) alle Deine Fragen beantwortet …

Meine Bekannte sagte nur, dass sie dazu keine Auskünfte gibt. Schon gar nicht welche, die an Unbekannte im Internet landen. Sie will keine Tipps oder Hinweise geben, die ihrer (Berufs-)Ethik und Einstellung zuwiderlaufen, weil sie entsprechend genützt werden könnten. Tja, „apo-jaja“, meine Lieblings-Apothekerin!

Aber sorry… Ich kann sie verstehen und bin, wenn ich darüber nachdenke, auch ihrer Meinung. Das betrifft nicht Dich, aber eben andere. Sorry.

Hi,

Ich dachte, die kriegen heute noch alle ihre Infusionen nach
jeder Tour-Etappe? Dem Körper ist es unmöglich soviele
Kalorien, wie er während so einer Etappe verbrennt alleine
durch Essen und Trinken bis zum nächsten Tag wieder
aufzunehmen! Soviele Nudeln kriegt man nicht runter.
Das ließe sich bestimmt irgendwo mit google finden…

Glucpseinfusionen sind ja auch nicht verboten!
3500-6000kcal gehen bei einer Etappe ungefähr drauf, dvon werden 30% zum Frühstück aufgenommen, während einer Etappe kommen nochmals 30-40% in Form von Kohlenhydratkonzentraten und etwas fester Nahrung dazu, der Rest wird durchs Abendessene gedeckt.
Zum Wettkampfumsatz kommt noch der Grundumsatz, je nach Gewicht, 1500-2000 Kcal dazu, das wären pro Tag je nach Etappenlänge 6000-8000kcal, in Einzelfällen sogar noch etwas mehr, da ist es in der Tat recht eng, das alles wieder aufzufüllen, aber meist werden körpereigene Fettdepots noch zur Ergänzung herangezogen, das siehst du daran, dass viele Fahrer am Abschluss der Tour oft tiefe dünne Falten um den Mund haben.
Wichtig ist, dass die möglichst schnell nach der Belastung die Glykogendepots aufgefüllt werden, da bietet sich, wie bereits erwähnt, eine Glucoseinfusion an, da ist dann auch das Wasser und Kalium dabei, das zur Einlagerung des Glykogens in den Muskel benötigt wird.
Übers Essen gehts auch, dauert aber etwas länger, kann auch den Nachtschlaf rauben:wink:.
Ein kalorisches Defizit, auch über einige Tage, wird vom Körper einige Zeit verkraftet, wichtig ist, dass immer gnügend Kohlenhydrate und Flüssigkeit vorhanden sind, deswegen werden auch 3- oder 5-fach Triathlons durchgehalten, obwohl dort eine kalorisch ausgeglichene Ernährung nicht mehr möglich ist.

Das Problem ist nur, dass irgendwann auch Körpersubstanz, sprich Eiweiß, abgebaut wird, insbesonders dann, wenn die Kohlenhydratspeicher zu oft weitgehend entleert werden, die Fette mangels Kohlenhydrate(„Fette verbrennen im Feuer der Kohlenhydrate“) auch nicht richtig verarbeitet werden.
Dann klappts auch nicht mehr mit der Regeneration.

CU

Axel

Hi

Cool Dank Dir für die Info. Da ich kein Sport mach’ (bin faul *g 65kg, 173cm) einfach nur aus Interesse

Grüßle

Georg