mein armer Lieblingssport …
Es ist traurig, sich den Profibereich dieses schönen Sports anzusehen 
Ich hoffe, es werden auch die Vermittler, Hintermänner und Funtionäre enttarnt, die den Stoff besorgen, anbieten, bezahlen und Geld dafür kassieren, dass der arme Hund auf dem Rad ganz vorne fahren und Siegen muss.
Wenn ich mich noch an die letztjährige Tour erinnere … siegen, siegen, siegen muss man im Fernsehen, sonst hat man Formkrise, ist dick oder sonstwas. Diese Interviews danach …: Was war los mit ihnen, was stimmte nicht? etc etc.
Ist der Zweite der Erste der Verlierer?
Ist er nicht auch die ganze Strecke gefahren, in einem unglaublichen Tempo über unglaublich lange Zeit?
Was tun gegen Doping?
Ganz oben muss der Schutz der Sportler stehen.
- Ich würde es gut finden der Tour ordentlich vors Schienbein zu treten, dieser verkommenen Werbeveranstaltung. Nächstes Jahr Tour-Boykott durch die Medien. Die Tour-Funktionäre sollen doch nicht sagen, sie wären ahnungslos.
- Ganz klar Teamsperren für das Rennen verhängen. Für alle raus aus der Wertung, wenn einer gedopt war, denn wer profitiert denn davon, dass einer gedopt ist? Doch nicht die Konkurrenz.
- Saftigste Bußgelder für das Team und den Veranstalter und
- Saftigste Bußgelder und Haftstrafen für Doping-Dealer und Ärzte, die damit Unmengen an Geld machen. Was meint ihr, ob es dann noch Stoff gibt? Oder fährt der Radler etwa zur Apotheke seines Vertrauens und der Apotheker sagt ihm, wie lange, wie hoch, wie und wann dosiert werden muss? Glaubt jemand, der spritzt sich selbst? Natürlich nicht. Also wer machts? Wer? Vielleicht Rudy Pevenage, von dem man plötzlich gar nichts mehr hört?
- Ein öffentliches Ranking mit Dopingfällen der Teams. Sollen die dochmal sehen, woher die Kohle noch kommt, wenn das Image des Werbeprodukts den Bach runtergeht.
Aber so ist es, solange gewonnen wird ist´s gut fürs Produkt, auch wenn der Sportler bei draufgeht. Aber wehe, es wird schlecht fürs Produkt, dann steigen sie aus Werbegründen aus, die Medien steigen aus, weil keiner das sehen will. Aber wer steigt aus, weil der Sportler in den Mühlen von siegen müssen, Funktionären, Kapitän bleiben wollen, öffentlichem Druck, Sponsorengeldern fürs Team, kaputt geht?
Sicher, einer macht es vielleicht auch weil er mal aufs Treppchen will. Aber so einer wird erwischt, weil ihm das Wissen um Abbauraten, Grenzwerte, Dosierung und Produktwirkung und Bezug fehlt. Das ist der Unterschied zwischen dem systematischen Doping, dass bei der Tour gemacht wird und dem kleinen Mann, der auch mal ganz groß sein will.
Wer beim Radsport Top ist, ist in den Top-Ten des Rennens. Ob er Erster wird, entscheiden Sekunden, wechselnde Windverhältnisse beim Sprint, das richtige Timing, der richtige Gang. Der erste Platz ist nur mithilfe anderer im Team, die dafür auf den Sieg verzichten, planbar. Sonst nicht.
Mein armer Lieblingssport …