An der letztjährigen „Tour de France" wurden einige „Topradrennfahrer" wegen Doping ausgeschlossen.
Das fand ich richtig und freute mich wieder als begeisterter Zuschauer im Radrennsport.
Nun vor einigen Tagen erfuhr ich von einem ehemaligen „Elite Amateur- Rennfahrer", dass bei den grossen Touren jeweils am Ziel alle Rennfahrer am „Tropf" mit bewilligten Nährlösungen aufgetankt werden. Nur mit normalen Lebensmittel über Verdauung können die täglichen „Energieverluste" nicht mehr ergänzt werden.
Stimmt dies ? wenn ja, möchte ich von diesem Sport nichts mehr wissen !!
Gruss
Fritz
(„totalenteuschterradfan")
fan bleiben
hi fritz, dur solltest dich mit dem gedanken vertraut machen, dass im gesamten spitzensport alle pharmakologischen potenziale ausgeschöpft werden. ausnahmen: fußballer (die nur zu ca 60% austrainiert sind) und tennisspieler (sitzen mehr rum als sie sich bewegen).
gruß thorsten
Hallo Fritz,
nach den Doping-Skandalen der letzten Jahre könnte man sowas vermuten. Gehört habe ich davon aber nichts, weder in der ARD bei noch im ZDF. Und ich denke, man kann es den Radfahrern glauben, dass sie es schaffen, diese Unmengen an Kohlenhydraten in sich reinzustopfen, die immer wieder bekannt gegeben werden (Salat, zweimal Spagetthi zum Frühstück und dann nochmal zum Abendessen, Bananen, fettarmes Fleisch…).
Ich denke, es ist unmöglich, dass die Leute an den Tropf gehängt werden, und ihre Nährstoffe erhalten, denn sie bekommen dadurch viel zu viel Flüssigkeit in den Körper, das belastet den Kreislauf. Und wenn dem so wäre, wäre das Doping? Irgendwie müssen die Leute ja die Energie aufnehmen, um die Arbeit von 2 Schwerarbeitern verrichten zu können.
Sonst frag doch noch mal im Medizin-Brett an.
Viele Grüsse, Deborah
stimmt leider!
Hi Fritz,
es ist wahr. Die Jungs hängen während der gesamten Tour nachts am Tropf…
Ich finde auch, dass das mit Sport nichts mehr zu tun hat. Aber leider ist es im gesamten Leistungssport so. Oder kannst Du Dir erklären, wie ein normaler Mensch drei Wochen lang täglich einen Schnitt von ca. 50km/h auf’m Rad fahren kann???
Wie Thorsten gesagt hat: Im Leistungssport ist das heutzutage (leider) so…
Mit einer Träne im Knopfloch,
Michl
Hallo Michl, Hallo Fritz,
mich würde mal die Quelle, aus der Ihr diese Vermutung/Erkenntnis habt, interessieren.
Vielen Dank, Deborah
habe nun gestern schon 3mal auf dieses Posting geantwortet und mir jedesmal beim Abschicken die Sache zerschossen (Caps-lock+BSp, komisch) und eigentlich schon keine Lust mehr, aber ich versuch’s doch noch mal. (Ergänzung: diesmal habe ich das sicherheitshalber vor’m absenden in’s Notepad geclipt, und was soll ich sagen - es war Guuuut so!)
Ich bin ein schon etwas älteres Kaliber und mein Erzeuger war selber begeisterter Hobby-Rennradler. So habe ich den Papi von Armstrong’s Teammitglied Cedric Vasseur, Alain, im Saarland als Pipmpf „live“ gesehen und erinnere mich noch gut an diverse Siege von „Monsieur Cannibal“ Eddie Merckx sowie Rudi Altig etc.
In den späten 60ern/frühen 70ern, könnte im Zusammenhang mit dem Tod von Tom Simpson am Mont Ventoux gewesen sein, erinnere ich mich desweiteren an eine Hintergrund-Reportage aus dem Fahrerlager nach einer Etappe mit Ankunft in den Alpen (les deux Alpes oder Alpe d’Huez), wo ausser diversen Fahrern auch Betreuer und Ärzte interviewt wurden.
Das ganze lief im öffentlich-rechtlichen, da es seinerzeit noch nichts ausser ARD und ZDF gab, und sollte über Archive zugänglich sein. Hier wurde auch gezeigt, wie Fahrer an den Tropf gelegt wurden, manche unmittelbar nach dem Absteigen schon im med. Begleitfahrzeug, allerdings wollten sich hierbei schon nicht alle filmen lassen und haben teilw. vehement abgewunken.
Wir wissen: Ein durchschnittlich belasteter Organismus verwertet ca. 2.000 kcal pro Tag, ein schwer Arbeitender setzt ca. 4.000-5.000 kcal um. Ein Radprofi verballert auf einer einzigen Alpen-Etappe ca. 10.000 kcal und mehr in 6-8 Stunden, vom Mineral- und Wasserverlust ganz zu schweigen. Welcher Stoffwechsel soll das aus „normaler“ Nahrung ziehen können?
Gut, das meiste davon kann heute durch Design-Nahrung (Power-Gel und -Riegel, Elektrolyt-Drinks) unterwegs aufgenommen werden, aber so ein Verdauungstrakt schafft es halt auch nur eine begrenzte Menge umzusetzen - Indiz sind die hohen Ausfallzahlen wegen Magenproblemen.
Daher ist davon auszugehen, dass auch heute noch, vielleicht nicht mehr in dem Masse, nach jeder Etappe infundiert wird.
Warte schon auf heftige Dementis …
Ulli
Kein Dementi, vollste Zustimmung
Hi Ulli und alle anderen,
ich kann Ulli nur Zustimmen:
Wenn man sich überlegt, was solche Radrennen und insbesondere die TdF für unglaubliche Belastungen für den Körper darstellen, so muss man doch m.E. zu dem Schluß kommen, dass derartige Leistungen von normalen Menschen (hier meine ich gesunde, trainierte ohne Hilfmittel) nicht zu erbringen sind.
Ich habe selbst 5 Jahre lang Leistungssport betrieben (Leichtathletik) und war nicht erfolglos und weiss daher, wie schnell man seine Leistung verbessern kann (ich habe nicht gedopt!). Aber was in der Weltspitze damals passierte und heute passiert, kann ich mir durch Training alleine nicht mehr erklären.
Michl
… warum werden dann noch die „Märchen“ erzählt und im Fernseheen auch immer wieder gezeigt (!), wie die Fahrer vor für unsereins „überladenen“ Tischen sitzen und kohlenhydratreiche Speisen in sich hinein stopfen?? Wer isst denn freiwillig u.a. zwei Portionen Spaghetti ohne Sauce hintereinander, wenn er an den Tropf gehängt wird? Ich vermute, von dem vielen notwendigen Essen spielen diverse Mägen nicht mehr mit. Beim Tropf wäre der Magen wohl nicht das Problem, sondern der Kreislauf und die Blase.
Wenn, dann vermute ich, kommen die Fahrer aus einem anderen Grund an den Tropf, der wirklich mit Doping zu tun hat. Aber wieso fliegt das in diesem jahr dann nicht auf, wie in den letzten jahren?? Wo doch alle gegen Doping sind, also wird man es ja wohl nicht totschweigen, wenn es diese Doping-Tropfe gäbe.
Viel kohlenhydratreiche Nahruzng aufzunehemn hat ja wohl nichts mit Doping zu tun.
Man kann auch an den Tropf kommen oder eine Portion Sauerstoff erhalten, um nach einer Bergetappe Fahrer wieder zu stabilisieren bzw. einen Kollaps vorzubeugen. Oder den Elektorlyt-Haushalt kurzfrsitig, aus dem gleichen Grund, wieder zu normalisieren, bevor es dann ans grosse Fressen geht.
Immer noch skeptisch, aber nicht blauäugig,
Deborah
… warum werden dann noch die „Märchen“ erzählt und im
Fernseheen auch immer wieder gezeigt (!), wie die Fahrer vor
für unsereins „überladenen“ Tischen sitzen und
kohlenhydratreiche Speisen in sich hinein stopfen?? Wer isst
denn freiwillig u.a. zwei Portionen Spaghetti ohne Sauce
hintereinander, wenn er an den Tropf gehängt wird? Ich
vermute, von dem vielen notwendigen Essen spielen diverse
Mägen nicht mehr mit. Beim Tropf wäre der Magen wohl nicht das
Problem, sondern der Kreislauf und die Blase.
Als Sportler hast Du natürlich, ich spreche aus Erfahrung, einen riesen Hunger. Wenn der Körper sich stark anstrengt, dann bekommst Du einen Hunger, der Dir nachher selbst anormal vorkommt. Und ich ddenke, selbst wenn Du dopst, kannst Du diese normale Reaktion des Körpers, die ja auch trotz Doping nicht schlecht ist, nicht verhindern.
Wenn, dann vermute ich, kommen die Fahrer aus einem anderen
Grund an den Tropf, der wirklich mit Doping zu tun hat. Aber
wieso fliegt das in diesem jahr dann nicht auf, wie in den
letzten jahren?? Wo doch alle gegen Doping sind, also wird man
es ja wohl nicht totschweigen, wenn es diese Doping-Tropfe
gäbe.
Viel kohlenhydratreiche Nahruzng aufzunehemn hat ja wohl
nichts mit Doping zu tun.
Naja, warum das nicht auffliegt? Vielleicht weil’s nicht auffliegen soll und natürlich auch keiner der Verantwortlichen und Sponsoren(!!!) (keiner kuckt mehr TdF, wenn eh jeder weiss, die Jungs sind gedopt) will, dass das auffliegt.
Auch fast alle deutschen Leistungssportler dopen! Und irgendeinen erwischt’s halt dann und wann, wenn er sich zu oft die Zähne putzt…
Vielleicht habt Ihr die Berichterstattung der FAZ zum Fall ‚Zähneputzen‘ verfolgt? U.a. wurde da erwähnt, dass der leitende Dopingkontrolleur ein guter Bekannter/Freund von Baumann ist, und er daher immer etwa 20 Tage vor einer Kontrolle wusste, dass er kontrolliert werden wird. Und D. Baumann ist sicher nicht der einzige deutsche Leistungssportler, der Freunde in der (Anti-)Doping-Komission hat.
Michl