Dopingfreigabe?

Hallo, ich denke dass meine Frage hier am besten passt. Ist es nicht besser das Doping ab 18 Jahren frei zu geben unter ärztlicher Aufsicht und in Eigenverantwortung? Der sportliche Wettkampf wäre ehrlicher und interessanter und enttäuschte Fans gäbe es dadurch auch nicht mehr. Was macht ein Doper anders als Raucher, Trinker, Extremsportler und andere Unvernünftige, die nur ihre Gesundheit riskieren? Das Verbot und die wenigen Stichproben fördern doch nur den Betrug und jeder ehrliche Sportler ist doch immer der Verlierer. Vielleicht hätte so diesmal Ullrich die Tour gewonnen. Sportliche Grüße Stephan

Hallo

Ich verstehe sportlichen Wettkampf so, dass der gewinnt, der
die beste Leistung bringt und nicht der, der am besten gedopt ist.

Ich sage Nein zu Doping. (Gilt fuer Breiten- als auch fuer Leistungssport)

Gruss, Patrick

Hi,

Volker Pispers - ein politischer Kabaretist - sagte einmal, man sollte das Doping freigeben unter der Vorausetzung, dass jeder Sportler ein T-Shirt trägt wo drauf steht, was er genommen hat. Dann weiss man auch, welche Anabolika wirken und welche nicht.

Hat er recht???

Wo fängt Doping an und wo hört Doping auf? Wenn ich ne Aspirin nehme weil ich Kopfschmerzen habe verdünne ich mein Blut (http://www.pharma24.de/blutverduennung.html).
Wenn ich mein Blut verdünne gelangt mehr Sauerstoff in die Muskulatur, also bringen meine Muskel mehr Leistung. Also bin ich gedopt.

Gruß
Frank

hi

das würde für die zukunft und alle jungen nachwuchsfahrer bedeuten: ok, willst du mitmachen, willst du erfolg haben, dann musst du auch bereit sein zu den entsprechenden, möglicherweise stark gesundheitsgefährdeten, mitteln zu greifen. ohne geht nicht.
abgesehen davon: diese profi-radler haben eine vorbildfunktion. leider, leider kann man derzeit nur sagen. aber wenigstens folgen im moment noch sanktionen (vor allem gesellschaftliche), wenn sie positiv getestet werden. das signal das durch legalisierung gesetzt würde wäre also: man wird nur was, wenn man nachhilft. eigene anstrengung und engagement werden nie genug sein. wo bleibt da die inspiration?

nee, auf ein pharma-rennen hab ich kein bock, ob legal oder illegal.
und wenn’s die tour nur mit doping gibt, egal ob legal oder illegal, dann hab ich eben auch kein bock mehr auf die tour. schade.

ebenso sportliche grüße von kati

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Hallo, Frank ist nicht auch die dicke Kohle die verdient wird Doping? Menschen die befürchten dass durch Dopen Gesundheit und Leben riskiert werden, geschieht das nicht überall wo Extremleistung verlangt wird? Und wie ist es mit dem Betrug allgemein, der der ihn am besten vertuschen kann, hat doch überall die Nase vorn, schon in der Schule. Mein Onkel hat mir schon sehr früh erklärt: Man darf alles, nur nicht sich erwischen lassen. Damit entweder Doping freigeben oder alle permanent überwachen und kontrollieren und weil das nicht möglich ist, keinen sportlichen Wettbewerb mehr. Gruß Stephan

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Hi

Hallo, ich denke dass meine Frage hier am besten passt. Ist es
nicht besser das Doping ab 18 Jahren frei zu geben unter
ärztlicher Aufsicht und in Eigenverantwortung?

Da hätten wir das Problem, dass es sich bei Präperaten, die zum doping verwendet werden um verschreibungspflichtige Medikamente handelt, deren Hauptaufgabe es ist, richtig angewendet, zu heilen, bzw. die Heilung einer Krankheit zu unterstützen.
Ohne Arzt käme der „legalisierte“ Doper gar nicht an die Medikamente.
Da diese Medikamente, zweckentfremdet angewendet, wo die Schädigung wahrscheinlicher ist, was bei legalisiertem Doping der Fall wäre, als irgendeine Heilung, wäre das schon ein Verstoß gegen die ärztliche Ethik und wahscheinlich auch gegen diverse Gesetze.
Die Freigabe von Doping wäre dasselbe, wie legalize Koks, Heroin, etc.

CU

Axel

Man darf alles, nur nicht sich
erwischen lassen. Damit entweder Doping freigeben oder alle
permanent überwachen und kontrollieren und weil das nicht
möglich ist, keinen sportlichen Wettbewerb mehr. Gruß Stephan

Also den Nachwuchsradlern sagen: „Aber natürlich darfst du Deinem Sport nachgehen! Du musst Dir nur einen lebensgefährlichen Chemiecocktail spritzen, das haben wir damals so entschieden, weil wir zu blöd waren um gründlich zu testen…“
Bei allem Respekt: Die Meinung teile ich nicht.

Warum können nicht von allen erfolgreichen Fahrern Blut- und Urinproben eingefroren werden, die bei Entdeckung neuer Dopingmethoden wieder untersucht werden? Nur ein Beispiel.

Marty

Hallo

Also den Nachwuchsradlern sagen: „Aber natürlich darfst du
Deinem Sport nachgehen! Du musst Dir nur einen
lebensgefährlichen Chemiecocktail spritzen, das haben wir
damals so entschieden, weil wir zu blöd waren um gründlich zu
testen…“

und dazu gehört dann auch: Du kannst es dir aussuchen: Entweder dopen und evtl.sportlichen Ruhm einfahren oder eben nicht und hinterherfahren. Das wäre doch eine gute Lösung. Ach so, und alle Doper müssten vorher unterschreiben, dass Sie alles selber bezahlen, auch evtl. nachfolgende Gesundheitsprobleme ihr eigenes, finanzielles Problem sind und dafür nicht die Allgemeinheit aufkommt

Warum können nicht von allen erfolgreichen Fahrern Blut- und
Urinproben eingefroren werden, die bei Entdeckung neuer
Dopingmethoden wieder untersucht werden? Nur ein Beispiel.

Du willst doch nicht nach 10 Jahren irgendwelche Siegerlisten neu schreiben, nach dem Motto:Heutiger Sieger unter Vorbehalt ist…
Das ist ja völlig albern, da kommt man ja vollends durcheinander:wink:

Marty

LG
Mikesch

Moin,

Warum können nicht von allen erfolgreichen Fahrern Blut- und
Urinproben eingefroren werden, die bei Entdeckung neuer
Dopingmethoden wieder untersucht werden? Nur ein Beispiel.

Wie soll das denn praktisch ausehen? Im Moment werden A- und B-Probe im Beisein des Sportlers versiegelt, bzw. macht er das selbst.
Wenn dann nach einer bestimmten Zeit eine Probe zum Testen wg. neuer Nachweismethode geöffnet wird, dann wird ja das Siegel gebrochen, dann wird untersucht, z.B. nix gefunden und wie solls dann weitergehen?
Rechtlich wirds dann schwer, denn dann fehlt ja eine Gegenprobe, auf die ein Sportler einnen Anspruch hat.
Also heißts, neben einer A-, eine B-Probe, eine C-, dazu die D-Kontrollprobe, für die weitere Zukunft eine E- mit zugehöriger F-Probe, usw. usw…
Der Sportler kann gar nicht soviel Pinkeln wie Proben nötig wären:wink:

CU

Axel

Spitzensport ist selten gesund
Hi,

Also den Nachwuchsradlern sagen: „Aber natürlich darfst du
Deinem Sport nachgehen! Du musst Dir nur einen
lebensgefährlichen Chemiecocktail spritzen, das haben wir
damals so entschieden, weil wir zu blöd waren um gründlich zu
testen…“

Mal abgesehen, dass Doping wahrscheinlich noch nie so „gesund“ war wie heute, wo die Tests doch immer besser werden und man nur noch bis zur diesem Limit "heran"dopen kann, finde ich, dass dieser Hochleistungs- und Spitzensport eben auch prinzipiell nicht gesund ist. Wer Schmerzen hat wird noch schnell gesundgespritzt.
Alle legalen Register werden vorher schon gezogen, Asthma wird bescheinigt um sich unterstützende Medikamente einpfeifen zu können und langsam wird es immer windiger was die Grenze zwischen erlaubt und verboten angeht.

Zu den Dopingrelevanten Sportarten gehört einfach das Räuber und Gendarme-Spiel mitdazu, es ist schlichtweg Teil der Sportart.

Warum können nicht von allen erfolgreichen Fahrern Blut- und
Urinproben eingefroren werden, die bei Entdeckung neuer
Dopingmethoden wieder untersucht werden?

Naja, erstens zu teuer und zweitens, man kann niemanden für eine Dopingmethode bestrafen, die zut Tatzeit noch kein Doping war (weil nicht auf der Dopingliste).

Hier auch mal das offizielle Nada-Dokument für den Überblick, welche Sportarten so mit welchen Methoden dopen…
http://www.nada-bonn.de/fileadmin/user_upload/Presse…

Gruß
Juhe