Dosenpfand

Hi!

Nun kommt es wohl ziemlich sicher; das Dosenpfand.
Obwohl es doch noch ziemlich kompliziert ist, was nun genau alles mit dem Pfand belegt wird. Aber egal.

Was ist die Konsequenz:
Aldi und Lidl räumen die Lager. Vermutlich werden sie keine pfandbelasteten Behälter mehr verkaufen.
Über diese Alternative werden sicher viele Geschäfte nachdenken. Sie werden einfach nur die bisherigen Pfandprodukte anbieten, für die ja bereits ein Rücknahmesystem eistiert.

Nachdem die Getränkeindustrie das Pfand (mutwillig?) verschlafen hat, bekommen sie jetzt eine Übergangsfrist, in der die Verbraucher die Pfandprodukte nur dort zurückgeben können, wo sie sie gekauft haben. Na, dann kauf’ ich doch nie mehr eine Dose, weil die Rückgabe viel zu kompliziert ist. Somit hilft die Industrie eigentlich der Umwelt.

Also irgendwie finde ich das Dosenpfand so langsam richtig gut!

Und ich bin sicher, dass die Kurzarbeit bei Coca-Cola nur kurzfristig sein wird. Schliesslich werden die Leute weiterhin Durst haben.

Ciao
Kaj

Und ich bin sicher, dass die Kurzarbeit bei Coca-Cola nur
kurzfristig sein wird. Schliesslich werden die Leute weiterhin
Durst haben.

…und ausserdem kann man ja statt der cola in dosen einfach mehr cola in flaschen fabrizieren…

ich finde auch, die idee mit dem pfand auf dosen war längst überfällig.

gruss

hallo Kaj,
da eine billige Möglichkeit zum Transport von Getränken kostendämpfend ist und die Dose „ermordet“ wurde (Pfand ist keine Lösung), werden wir uns irgend wann an Tetrapack gewöhnen.
Ich weiß noch, wie alle schrien: „Bier aus Dosen? Nie!“ Bald darauf wurde das Bier aus Dosen getrunken.
So wird es auch mit Bier aus tetrapack sein!
Wenn ich in den Süden fahre, nehme ich meinen Bedarf mit. (ich mag das kroatische Bier nicht!). Also werde ich mein Bier in Tüten transportieren. Vielleicht sogar noch besser: rechteckige Verpackungen sind besser zu verstauen als Dosen.
Dann gibt´s statt Dosen- halt Tetrapackabfall.
Denn merke: dem Bier in Gläsern merkt man nicht an, ob es aus Flaschen, Dosen oder Tatrapack kommt.
Grüße
Raimund

Obwohl es doch noch ziemlich kompliziert ist, was nun genau
alles mit dem Pfand belegt wird. Aber egal.

egal finde ich es nicht. es liegt eben nicht in der natur des menschen ohne gegenleistung tätigkeiten zu vollführen. von selbst wird keiner seine dosen brav umweltgerecht entsorgen. das ist utopisch. erst wenn finanzieller verlust droht, dann rührt sich der faul-egoistische mensch. flaschen- und dosenpfand ist der einzige weg, recycling zu forcieren! das pfand muß aber schmerzhaft hoch sein, sonst nutzt es nichts. ich verstehe die aufregung über das dosenpfand ehrlich gesagt nicht. auf flaschen gibt es sie ja doch auch. und auch auf dosen schon lange (nur nicht in deutschland, oder habe ich das falsch verstanden?)

grüße
lehitraot (hortet dosen und flaschen im abstellraum und bringt diese alle paar wochen bis monate gesammelt zum supermarkt.)

Hallo Raimund,

da eine billige Möglichkeit zum Transport
von Getränken kostendämpfend ist und die
Dose „ermordet“ wurde
(Pfand ist keine Lösung),

hier stimme ich Dir zu, speziell der Ausdruck „ermordet“ gefällt mir in diesem Zusammenhang. Mich erinnert das sehr an den früheren Umweltminister Töpfer, der uns den grünen Punkt beschert hat. Nur böse Menschen glauben, dieser Herr hätte sich seine Nase vergoldet indem er diesen Geschäftszweig, immerhin jährlich ein Milliardengeschäft, auf den Weg gedrückt hat. Ich gehöre in diesem Fall nicht zu den bösen Menschen und glaube, er hat sich aus reinem Sachverstand dafür eingesetzt.

Die Dosen-Rücknahme-Automaten-Industrie hat sicher auch keine Spenden an politische Befürworter oder Durchdrücker vergeudet, weil sich ja jede politische Richtung das Dosenpfad wünscht. Also geschieht alles im Sinne der Verbraucher. Ich amüsiere mich auch häufig, wenn sich verschiedene w-w-w-Experten über Recycling , Umwelt und andere Gründe begeistern und zwar fachmännisch.

werden wir uns irgend wann
an Tetrapack gewöhnen.

Leider glaube ich Dir hier nicht. Schön wäre es ja, aber bei Getränken mit gasförmiger CO2 Beigabe scheint mir die metallische Verpackung sinnvoller. Ob man die Umhüllung aus Papier machen wird können?

Mit tiefem Bedauern, daß ich Dir nicht glaube, Grüße, Rudolf

das ist wie die Trenn"Kost" Papier: erst wird getrennt und dann wirds von den Verbrennungsanlagen gekauft und dazu gekippt.
Beispiel Batterien: erst wirds getrennt und dann dazu gekippt.
Aber das Gewissen ist rein!
grüße
Raimund
Apropos Tetra und Bier: könnte mir vorstellen, dass Tetra schon kräftig am entwickeln ist.
Schließlich winkt ein riesiges Geschäft!
Und das ist ja wohl das wichtigste, oder?

Hallo,

Denn merke: dem Bier in Gläsern merkt man nicht an, ob es
aus Flaschen, Dosen oder Tatrapack kommt.

Wenn Du zwischen Bier vom Fass, aus der Flasche und aus der Dose keinen Unterschied schmeckst, dann kannst Du auch gleich Spiritus oder Kerosin trinken. Dann brauchst Du auch nur eine vergleichsweise kleine Packung für die gleiche Dröhnung mitnehmen nach Kroatien.

Prost!

Fritze

hallo Fritze,

Denn merke: dem Bier in Gläsern merkt man nicht an, ob es
aus Flaschen, Dosen oder Tatrapack kommt.

Wenn Du zwischen Bier vom Fass, aus der Flasche und aus der
Dose keinen Unterschied schmeckst, dann kannst Du auch gleich
Spiritus oder Kerosin trinken. Dann brauchst Du auch nur eine
vergleichsweise kleine Packung für die gleiche Dröhnung
mitnehmen nach Kroatien.

das ist die Einbildung, die viele haben, die sich mit Bier nicht so auskennen.
Hast Du mal ein Bierfass gesehen? Ich wette, Du bist der Meinung, das Bier wird in Holzfässer geliefert.
Doch die Fässer sind aus Metall (wie die Dose). Sehr viele Gaststätten servieren das „frischgezpfte“ Bier …aus Flaschen.
Und ich bin fest davon überzeugt, wenn Du 20 frisch gefüllte Biergläser vor Dir hast, von denen 5 das Bier aus Dosen und 5 aus Flaschen haben, Du tipps voll daneben.
Wichtig ist nicht diese Verpackung (Alufass, Aludose, Glasflasche), sondern die Frische des Bieres.
Ein Fassbier, das 1 Jahr alt ist, ist zum Kotzen. Ein frisch abgefülltes Dosenbier ein Genuss.
Du solltest allerdings das Bier nicht aus der Dose trinken.
Grüße
Raimund

Ehrenrettung der Menschen
hallo Lehi,
ganz so egoistisch sind die Menschen nicht!
Denk an die Abfalltrennung, die in D üblich ist. Fast alle sammeln das Papier und werfen es in den Papiercontainer. Ebenso bei Glasflaschen.
Allerdings soll D regelrecht Weltmeister in dieser Abfallentsorgung sein.
Wie das in Ö, Ch, IL, sich verhält, weiß ich nicht.
Grüße
Raimund

Ich verstehe das ganze Tamtam nicht!
Hi!

DASS das Pfand kommen wird, ist doch schon seit geraumer Zeit bekannt (zumindest, dass es mit nicht geringer Wahrscheinlichkeit kommt). Wieso hat die Getränkeindustrie das Ganze derart verpennt?

In der Dortmunder Westfalenhalle gab es (ob es das immer noch gibt, weiß ich nicht) vor einigen Jahren Jim Beam / Cola in Dosen. Mit Pfand!
Im Rundgang standen einige Automaten mit Quetschvorrichtung. Dose leer - quetschen - in Automat einwerfen (wie eine Münze) und 50 Pf. unten rausnehmen…

Das muss doch im größeren Rahmen auch möglich sein…

Grüße
Guido (der lieber Bier aus Flaschen trinkt - auch wenn es da angeblich keinen Unterschied gibt)

Hallo,

bemerkenswert ist auch das Tamtam, welches der Gesetzgeber selbst veranstaltet, indem er nach bester deutscher Kleinkrämermanier zwischen umweltverschmutzenden und nicht umweltverschmutzenden Dosen unterscheidet.

Die bösen Dosen sind die mit Kohlensäure. - Die guten Dosen sind die ohne Kohlensäure. - Böse Dosen werden zu guten Dosen, indem beispielweise zur Cola ein billiger Whisky gepanscht wird. - Weitere Sonder- und Ausnahmefälle kommen hinzu.

Was ging in den Köpfen der für diesen Irrwitz Verantwortlichen vor?

Allen Supermarktkassiererinnen wünsche ich ein schmerzfreies Neues Jahr. (Den Kassierern auch.)

Andreas

hallo,

Wie das in … IL sich verhält, weiß ich nicht.

es läßt sich nicht so einfach einrichten. nur weil jemand etwas anordnet, tut der gemeine israeli das noch lange nicht. mülltrennung wäre hier nur denkbar, wenn strafen angedroht werden und es eine müllpolizei gäbe. tja gehorsam ist halt doch ein rein deutsches phänomen :wink:

gruß lehitraot.

Moin lehitraot,

es läßt sich nicht so einfach einrichten. nur weil jemand
etwas anordnet, tut der gemeine israeli das noch lange nicht.
mülltrennung wäre hier nur denkbar, wenn strafen angedroht
werden und es eine müllpolizei gäbe. tja gehorsam ist halt
doch ein rein deutsches phänomen :wink:

Nur bedingt. In Deutschland gibt es eine Müllpolizei. Die Müllabfuhr nimmt nämlich Mülleimer nicht mit, wenn dort die falschen Sachen drin sind.

Ok, steht ausser Strafe. Aber wenn Dein Müll nie entsorgt wird, wirst Du Dich schon daran halten.

Ciao

Ralf

Tamtam :wink:
Hallo,

DASS das Pfand kommen wird, ist doch schon seit geraumer Zeit
bekannt (zumindest, dass es mit nicht geringer
Wahrscheinlichkeit kommt). Wieso hat die Getränkeindustrie das
Ganze derart verpennt?

weil man darauf hofft, daß im September eine andere Regierung gewählt werden würde und die das Ding wieder kippt (obwohl es ja aus der guten alten Zeit kommt).

Tja, hoch gepokert und verloren.

Das muss doch im größeren Rahmen auch möglich sein…

Ich sehe da durchaus Probleme, ohne die Debatte wieder neu anfachen zu wollen, und zwar insbesondere bei den Kiosken. Um einfach mal ganz praktisch zu sein: Einen Automaten für die Rücknahme können sie sich nicht leisten. Dosen kommen selten in der ursprünglichen Form zurück. Stapeln scheidet also aus. Bleibt nur die „Großer Karton“-Variante. Das stelle ich mir aber im Sommer nicht ganz so witzig vor.

Dann das Problem mit der Rücknahme fremder Dosen. Samstags bei Aldi gekauft und schon am Sonntag mittag wieder bei Tante Getrud ihrem Kiosk. Aus diesem Grund gibt es durchaus Kioske, die nur Flaschen der Marken zurücknehmen, die sie selber auch verkaufen. Naja, wer schlau ist, spült das Etikett vorher runter.

Jedenfalls ist das für die kleinen Betriebe nicht zuletzt ein finanzielles Problem, mal ganz davon abgesehen, daß es ein Clearingsystem wie bei den Flaschen noch nicht gibt. Insofern hat die Industrie und der Einzelhandelsverband gerade diesen keinen Gefallen getan, daß man sich so vor einer Lösung gedrückt hat.

Gruß
Christian

Moin EXC,

es sollte nur mal dabei erwähnt werden, dass dies zeigt, dass nicht nur die Gewerkschaften in Deutschland die großen Blockierer und die Wirtschaft stets flexibel und innovativ sind. Dass es früher oder später zu dieser Regelung kommt, damit musste die Wirtschaft schon seit Jahren rechnen.

Und dennoch…

Ciao

Ralf

Kaum geschrieben, lese ich als Eilmeldung im ZDF-Videotext:

Nach ihrer Niederlage vor dem Bundesverfassungsgericht geben die Dosenpfandgegner nicht auf. Am Montag ist beim höchsten deutschen Gericht in Karlsruhe ein weiterer Eilantrag, verbunden mit einer Verfassungsbeschwerde, gegen die zum 1. Januar in Kraft tretende Pfandpflicht eingegangen.
Am Freitag hatte das Bundesverfassungsgericht eine Beschwerde von Dosenpfandgegnern nicht zur Entscheidung angenommen, so das der neuerliche Vorstoß in Karlsruhe als wenig Erfolg versprechend gilt.

Freitag abgeschmettert. Montag neu geklagt. Ehrlich: was soll der Scheiss???

hallo Lehi,:

Wie das in … IL sich verhält, weiß ich nicht.

es läßt sich nicht so einfach einrichten. nur weil jemand
etwas anordnet, tut der gemeine israeli das noch lange nicht.
mülltrennung wäre hier nur denkbar, wenn strafen angedroht
werden und es eine müllpolizei gäbe. tja gehorsam ist halt
doch ein rein deutsches phänomen :wink:

hab´ mir so was gedacht. Die südlichen Völker sind hier sehr ähnlich. „was der Staat anordnet ist ja ganz nett und richtig… doch nur für meinen Nachbarn zuständig!“
Ob das mit dem Gehorsam in D noch so stimmt???
Es gibt auch so etwas: in Baden württemberg hat eine Gemeinde die Müllgebühren extrem erhöht. Der Grund: sie hatten sich (wie in vielen Gemeinden) vollkommen in der Größe der Müllverbennungsanlage vergallopiert: viel zu groß. Daraufhin haben einige (klar: böse) Bürger ihren Müll direkt vor die Tür des Bürgermeisteramtes ausgeleert. Das war nicht nur ein kleines Häufchen. Das war ein ausgewachsener Haufen!
Wir haben uns schief gelacht.
Also soooo gehorsam ist der D auch wieder nicht mehr! :smile:)
Grüße
Raimund

Moin Andreas,

Was ging in den Köpfen der für diesen Irrwitz Verantwortlichen
vor?

Frag die Industrie. Die haben damals in der Freiwilligen Selbstverpflichtung diesen Unsinn eingeführt. Und als es dann umgesetzt werden sollte, meinten die Politiker: das kann man doch besser machen. Aber die Industrie blockierte jede Verbesserung ab (das ging nur in beiderseitigem Einverständnis). Daraufhin sagte die Politiker: ok, dann machen wir nichts.

Das „Nichts“ bedeutet dann die Umsetzung der Freiwilligen Selbstverpflichtung und dazu gehört der Unsinn.

Allen Supermarktkassiererinnen wünsche ich ein schmerzfreies
Neues Jahr. (Den Kassierern auch.)

Die haben aber mit dem Umsetzen kein Problem. Da steht eine Markierung dran und die ist dann für die Kassierer relevant, nicht der Inhalt. Genauso wie bei Flaschen. Da kannst Du auch nur aufgrund der Markierung entscheiden, ob das Einweg oder Mehrweg ist (ok, manchmal weiss man es aufgrund der Form etc., aber nicht immer ist das so sichtbar).

Ciao

Ralf

Aber die Industrie blockierte jede
Verbesserung ab (das ging nur in beiderseitigem
Einverständnis). Daraufhin sagte die Politiker: ok, dann
machen wir nichts.

Lieber Gott,

ich weiss, dass demokratische Entscheidungen von Sachzwängen und Interessenkonflikten beeinflusst werden. Regieren ist echt schwierig, egal, ob man Probleme aussitzt oder sich ihnen mit ruhiger Hand in den Weg stellt.

Ich weiss aber auch, das deutsche Abgeordnete nur ihrem Gewissen verantwortlich sind, und die Minister sogar schwören müssen, Schaden vom deutschen Volk fernzuhalten. Das klappt aber nicht so gut.

Deshalb wünsch ich mir, lieber Gott, mach du, dass die Abgeordneten und Minister zehnmal so viel verdienen wie heute, und dass eine Legislaturperiode 100 Jahre dauert.

Vielleicht, vielleicht schaffen es die Volksvertreter dann wieder, sich auf ihre Arbeit zu konzentrieren und müssen nicht so viel über ihr eigenes Einkommen nachdenken und über den nächsten Wahlkampf.

Vielleicht, vielleicht müssen die Volksvertreter dann nicht mehr so viel Rücksicht nehmen auf die Industrie, die jede Verbesserung „abblockiert“ und können dann über das Dosenpfand noch einmal mit gesundem Menschenverstand nachdenken.

Vielleicht, vielleicht stellen sie dabei fest, dass der Inhalt einer Metallverpackung - egal, ob Cola oder Whisky-Cola - mit der Notwendigkeit, Müll zu vermeiden, nichts zu tun hat.

Und dann merken sie auf einmal: Eine Dose ist eine Dose ist eine Dose…

Lieber Gott, lass uns das doch einfach mal mit dem Dosenpfand so ausprobieren. Und in 100 Jahren, wenn die Parlamentarier in Berlin ein bisschen Übung haben im Problemelösen, kümmern wir uns in der nächsten Legislaturperiode um die wirklich wichtigen Sachen.

Amen,

Dein Andreas

P.S.: Wenn sich herausstellt, das is nix mit 10 Mal so viel Knete und 25 Mal so lange Unfug treiben dürfen, dann denken wir uns halt was Neues aus.

Aber wenn Dein Müll nie entsorgt
wird, wirst Du Dich schon daran halten.

super idee!! :smile: aber zu dumm, daß es für jedes wohnhaus nur eine riesen"tonne" gibt! einzelne kleine mülltonnen gibt es aus sicherheitsgründen in israel nicht… also mal weiterdenken wie das mit der trennung gehen könnte *lol*

gruß lehitraot.