Dosenpfand-Bald steht die Entscheidung an

Hallo,
klickt mal http://www.bmu.de/abfallwirtschaft/fset800.htm an, dort gibt es gute Gründe für die Einführung von Dosenpfand.

Gruß Mic
http://www.mibor.de

Tach Mic

Ich hoffe, es wird wirklich eingeführt, dann verdiene ich damit nämlich ein Schweinegeld!

Tschö ErBi

Ich hoffe, es wird wirklich eingeführt, dann verdiene ich
damit nämlich ein Schweinegeld!

Wie das?

fragt neu- und geldgierig
Wolfgang

PS: Bist Du derjenige, der die demnächst auf den Markt kommenden Miracoli-Dosen recycelt?

ich auch
ich hab schon den ganzen Keller und den ganzen Dachboden voll mit Sprite-Dosen *lol*

Rolf

Hallo,
klickt mal http://www.bmu.de/abfallwirtschaft/fset800.htm an,
dort gibt es gute Gründe für die Einführung von Dosenpfand.

Und das glaubst Du, was von Jürgen Trittinsfettnäpfchen produziert wird?
Au weia, hab ich Dich aber überschätzt.
Die Umrüstung der Rücknahmeautomaten bezahlt wer?
Trittin?
Nee
Die bezahlen wir, die Kunden.
Wenn ich mal Minister werde, stell ich Pariser-Pfandautomaten auf, wird mal Zeit, daß die hemmunglose Vernichtung solch wertvoller Rohstoffe beendet wird :wink:
Gruß
Rainer

Hallo Rainer,
vielleicht weisst du es noch nicht, aber die Verpackungsordnung ist keine rot-grüne Erfindung , sondern wurde schon 1991 von der alten Regierung so beschlossen.
Ausgangslage
>Hintergrund der Mehrwegschutzregelung in der Verpackungsverordnung war die rückläufige Entwicklung des Mehrweganteils in den 80er-Jahren. 1980 lag der Mehrweganteil noch bei rd. 76 %; 1989 befand er sich bei rd. 72 %. Dieses Niveau sollte durch die 1991 eingeführte und 1998 bestätigte Pfandpflicht bei Unterschreiten der 72 % Mehrwegschutzquote gehalten werden.
Der Anteil ökologisch vorteilhafter Getränkeverpackungen ist gleichwohl in den vergangenen Jahren weiter zurückgegangen. Nach einigen Jahren der Stabilität hat der Mehrweg-Anteil im Jahr 1997 die Quote von 72 % erstmals unterschritten. 1998 war der Mehrweg-Anteil bereits auf 70,13 % gesunken. Vorläufige Schätzungen der Gesellschaft für Verpackungsmarktforschung (GVM), Wiesbaden, zur Entwicklung im Jahr 1999 weisen auf einen weiteren Rückgang des prozentualen Mehrweg-Anteils auf ca. 68,5 % hin. Bei Betrachtung der absoluten Mengen zeigt sich, dass die Menge der in Mehrweg abgefüllten Getränke seit Inkrafttreten der Verpackungs-verordnung von ca. 19,9 Mrd. Liter zunächst auf ca. 22,5 Mrd. Liter im Jahr 1995 anstieg und seither um diesen Wert schwankt. Die Entwicklung der Menge der in Mehrweg abgefüllten Ge-tränke blieb allerdings stets hinter der Entwicklung der Gesamtmenge der relevanten Getränke zurück. Die Prognose für 1999 zeigt, dass auch die absolute Menge der in Mehrweg verpackten Getränke 1999 gegenüber 1997 rückläufig ist, während die Menge der in Einweg abgefüllten Getränke von ca. 9,18 auf ca. 10,43 Mrd. Liter angestiegen ist. Für das Jahr 2000 zeichnet sich eine Fortsetzung des Trends zu Einweg ab.[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

Hallo Rainer,

muß sich der Staat wirklich auch noch um Cola- und Bierdosen kümmern? Ich sehe es durchaus zwiespältig, bin ein Gegner staatlicher Reglementierungswut. Andererseits sehe ich aber auch, daß kaum ein Fleck Natur ohne Dosenmüll zu finden ist, daß innerstädtische Gewässer stellenweise ohne Übertreibung mit schwimmenden Dosen abgedeckt sind. Parks sind, wenn nicht dauernd den Leuten hinterhergeräumt wird, eine einzige Müllhalde. Die Gegend wie einen Autobahnparkplatz mit Müllkübeln vollzupflastern, kann auch keine Alternative sein.

Erinnerst Du Dich noch an die Zeit, bevor es die mit einem Markstück auszulösenden Einkaufswagen gab? Die Einkaufswagen waren weiträumig um die Kaufhäuser an Straßenrändern, in Bachläufen, eigentlich überall zu finden. Die Leute schoben den Wagen genau bis zum Kofferraum und ließen ihn dann an Ort und Stelle stehen. Dann war 1 Mark Pfand zu entrichten und siehe da, plötzlich, einfach übergangslos, von jetzt auf gleich, stand nicht mehr ein einziger Einkaufswagen in der Gegend herum. Niemand läßt die Mark stecken. Jeder dackelt mit seinem Einkaufswagen brav zurück.

Oder: Findest Du Pfandflaschen in der Gegend? Nein, natürlich nicht. Jeder Penner weiß, das ist wie bares Geld.

Die Kosten für die Rücknahmeautomaten mag ich als Gegenargument nicht gelten lassen. Da kommen zwar flächendeckend gewaltige Beträge zusammen, für den einzelnen Händler ist das aber ein überschaubarer Betrag, der sich in seiner Kalkulation unter Abschreibung und Kapitalkosten nur marginal wiederfindet. Ich muß Dir als Apotheker sicher nicht erzählen, was ein einziges Verkaufsregal kostet, ein Chromgestell mit Beleuchtung und ein bißchen Schnickschnack oder ein Schrank mit ein paar Vollauszügen, wie sie sich bei Dir bis zur Decke stapeln.

Das Argument „wer zahlt das alles“ ist schon deshalb nicht besonders zugkräftig, weil die Entsorgung ja auch jetzt schon bezahlt werden muß. Dabei ist eine geregelte Entsorgung sicher nicht so teuer, wie den Dosenmüll mühsam aus den Gewässern zu fischen.

Gruß
Wolfgang

Tach Wolfgang

Wie das?

Ganz einfach ich sammle Dosen, da wo kein Pfand erhoben wird und lass mir das Pfand bei Euch ausbezahlen.

PS: Bist Du derjenige, der die demnächst auf den Markt
kommenden Miracoli-Dosen recycelt?

Das Zeug in Dosen würde den Brechreiz sicherlich steigern.

Tschökes und Pfrohe Fingsten ErBi

Hallo Mic

>Hintergrund der Mehrwegschutzregelung in der
Verpackungsverordnung war die rückläufige Entwicklung des
Mehrweganteils in den 80er-Jahren.

Ja sicher, und das ist der Denkfehler.
Mehrweg ist überhaupt nicht die Lösung für Alles, es gibt reichlich Untersuchungen, die belegen, daß durch den Aufwand beim Hin- und Rücktransport (Abgas, Luftverschmutzung), Reinigung (Chemikalienbelastung des Abwassers) größere Umweltschäden entstehen als bei wesentlich leichteren Dosen oder Tetrapaks.
Das Argument von Wolfgang ist stichhaltig, die in der Gegend herumliegenden Dosen stören mich auch, aber das ist sicher nur ein kleiner Teil, ob das so einen riesigen Aufwand lohnt, möchte ich bezweifeln.
Gruß
Rainer

Wer bekommt die Nase vergoldet?

Hallo Mic, Rainer und Andere Dosenpfandinteressierte,

mich bewegt dieses Thema sehr, weil die betreffenden Politiker das Konsumentenvolk mit Argumenten überhäufen, die zum großen Teil unrichtig sind. Deshalb vermute ich auch, daß irgendeine Lobby irgendjemandem eine goldene Nase verspricht. Zum Beispiel:

durch die sortenreine Sammlung der in einem Pfandsystem
zurückgenommenen Verpackungen können Verwertungswege
optimiert werden.

Kann mir jemand erklären was ab jetzt mit den Dosen geschieht?

Vor kurzem hat in einem Brett jemand scherzhaft gefragt, wie man Käse von einer Pizza trennt. Als Antwort kam das Wort Verfahrenstechnik und ein Schätzpreis für einen Prototypen. Die Dosen kann man auch sortenrein aus dem Müll holen, wenn man will.

Die Beeinträchtigung des Straßen- und Landschaftsbildes durch
weggeworfene Getränkeverpackungen würde beseitigt und damit
die Kommunen entlastet.

Das Argument von Wolfgang ist stichhaltig, die in der Gegend
herumliegenden Dosen stören mich auch, aber das ist sicher nur ein
kleiner Teil, ob das so einen riesigen Aufwand lohnt, möchte ich bezweifeln.

Um unsere Mitmenschen zur Rücksicht zu erziehen, schlage ich das USA/Singapore Konzept vor:

Im Jahr 1963 war ich in New York, da prangte am Times Square ein großes Schild = " $ 25.- for littering " in kurzer Zeit lagen die gelesenen Zeitungen nicht mehr am Gehsteig sondern im Mülleimer. Ende der 70 Jahre begann die Regierung in Singapore ihre Kampange gegen Verschmutzung. Drakonische Strafen und heute ist der Stadtstaat beinahe steril. Wenn es mit Bitten um Vernunft nicht geht, Strafen würden wirken.

Ich möchte nicht endlos auf dem Thema herumreiten, weil die Argumente ohnehin jeder kennt. Eines stört mich aber besonders: Pfandverpackungen muß ich aufbewahren, ich möchte aber nicht, daß die verbliebenen Reste stinken und Ungeziefer anlocken, also muß ich die leeren Dosen ausspülen, schade um das Wasser.

Ganz kurz noch: in den VDI-nachrichten vom 1.Juni steht eine Einschätzung des Institutes für angewandte Innovationsforschung an der Ruhr-Universität Bochum: Ein Zwangspfand auf Dosen und Einwegflaschen sei weder ökonomisch noch noch ökologisch sinnvoll, sondern lediglich teuer. …

Grüße Rudolf

Hi Wolfgang
Ich stimme dir im großen und ganzen voll zu,allein mir fehlt der
Glaube,daß das was geplant ist etwas bringt.
Meiner Arbeitsstelle gegenüber befindet sich ein Asylantenheim
(keine Angst!Nichts Rechtes,nur ne Feststellung).Die Leute kommen
mit dem Einkaufswagen vom Supermarkt,stellen den Wagen vorm Haus
ab,der nächste schiebt seinem Wagen in den vorhandenen und kassiert die Mark.Und so geht das weiter,bis nach ca.2 Wochen so
an die 20-30 Wagen in einer Reihe stehen.Dann kommt einer von der
Stadt und bringt die Wagen wieder zurück zum Eigentümer,oder,was
öfter vorkommt,es kommt ein Schrotthändler und lädt die Wagen auf.Schaden für den Eigentümer:1000de von Märkern.Alles normal!?
Soviel hierzu.
Aber zurück zum Pfand:entweder erhebt man diesen auf alle Verpak=
kungen und zwar drastisch (schau mal bei Autobahnabfahrten auf
die Ränder)oder man macht es,wie Rudolf schon angedeutet,mit
wirklich drakonischen Strafen.
Das Argument mit den Pennern zieht auch nicht.Die holen sich am
Kiosk einen Flachmann (Inhalt 20ml,Kosten für Gebinde 20xInhalt),
ein Schluck und ab in die Büsche.Bei 5,-DM Pfand würde er das
nicht mehr tun,würde es keiner mehr tun.Nur dann bitte auf alles
was man wegschmeißen kann.
Auf das sich bald was tut
Hans Lorenz

Hi!

Sorry, aber wen interessiert das?

Dosenbier schmeckt widerlich, Coke gibt´s auch i der 1,5 Liter PET-Flasche und Mineralwasser kauft man eh in der Kiste oder hat einen Water-Maxx,

Ich persönlich kaufe Dosen nur ab und an an der Tanke. Und da ist es ir völlig wurscht, ob das Ding dann 30 Of. mehr oder weniger kostet.

Wie kann man sich nur über so einen Mist wochenlang echauffieren, während die Sozis im Hintergrund versuchen, 75% der deutschen Wirtschaft, nämlich die KMUs, durch das neue Betriebsverfassungsgesetz zu blockieren?

Mit dem Setzen von Prioritäten haben wir Deutschen es anscheinend nicht so…

Grüße,

Mathias

Bitte nicht schimpfen, falsches Brett
Hallo Mathias,

jetzt habe ich ein Problem: Meine Frage hat im Brett „Inlandspolitik allgemein“ absolut nichts zu suchen! Was mache ich jetzt, um eine Antwort auf Deine Aussage zu bekommen? Es würden mich auch andere Meinungen interessieren.

Dosenbier schmeckt widerlich,…

ich trinke leider viel zu viel von dem Zeug, aus dem Grund - weil es so gut in den Kühlschrank paßt - aus Dosen. Ich trinke es auch viel zu kalt, mir schmeckt es nur wenn es kalt ist, daher würde ich als Bierkenner sicher disqualifiziert werden.

Nun, ich kann etwa ein und dasselbe Bier unterscheiden, ob ich es aus der Flasche trinke oder aus einem Glas (das CO2 ist aggressiver aus der Flasche und ich trinke lieber aus einem [dünnwandigen] Glas). Zwischen Flasche und Dose (aus eben einem solchen Glas getrunken), kann ich einen Unterschied nicht feststellen.

Schmeckt Dir Dosenbier im Gegensatz zu Flaschenbier tatsächlich widerlich? (Ich vergleiche nicht mit Faßbier, das ist auch meine erste Wahl, leider ist mein Kühlschrank nicht groß genug).

Grüße und nochmals Entschuldigung, daß ich dieses Brett mißbrauche, Rudolf

Hi!

jetzt habe ich ein Problem: Meine Frage hat im Brett
„Inlandspolitik allgemein“ absolut nichts zu suchen! Was mache
ich jetzt, um eine Antwort auf Deine Aussage zu bekommen? Es
würden mich auch andere Meinungen interessieren.

Genau das, was Du eh schon getan hast. Du schreibst einfach Deine Frage. Fertig.
Wir sind ja hier nicht in der DDR!

Dosenbier schmeckt widerlich,…

ich trinke leider viel zu viel von dem Zeug, aus dem Grund -
weil es so gut in den Kühlschrank paßt - aus Dosen. Ich trinke
es auch viel zu kalt, mir schmeckt es nur wenn es kalt ist,
daher würde ich als Bierkenner sicher disqualifiziert werden.

Möglich…
Ich bin Bayer und in Bayern saft ma den Stoff aus´m Glasl, verstehst!?

Nun, ich kann etwa ein und dasselbe Bier unterscheiden, ob ich
es aus der Flasche trinke oder aus einem Glas (das CO2 ist
aggressiver aus der Flasche und ich trinke lieber aus einem
[dünnwandigen] Glas). Zwischen Flasche und Dose (aus eben
einem solchen Glas getrunken), kann ich einen Unterschied
nicht feststellen.

Man merkt bei manchen Sorten einen metallischen Nachgeschmack.

Schmeckt Dir Dosenbier im Gegensatz zu Flaschenbier
tatsächlich widerlich? (Ich vergleiche nicht mit Faßbier, das
ist auch meine erste Wahl, leider ist mein Kühlschrank nicht
groß genug).

Ja.

Außerdem passen Flaschen auch gut in den Kühlschrank.
Es gibt in jedem Elektroladen mittlerweile Einnschübe für die gängige Kühlschrankbreite, die Flaschen aufnehemen. Das ist noch besser.

Grüße und nochmals Entschuldigung, daß ich dieses Brett
mißbrauche, Rudolf

Bei mir musst Du Dich nicht entschuldigen. Gespräche über Bier sind m.E. in jedem Brett dieses Forums richtig, außer bei „Fraen und Feminismus“…

Grüße,

Mathias

Ich auch ma
Huhu,

wenn ich mich mal einmischen darf. Bei mir ist das schlichtweg ein Transportproblem. Wenn ich mit Freunden ontour gehe, und dies geschieht in der Regel zu Fuss oder per Bahn, dann überleg ich mir nicht erst, ob ich das schmackhaftere Flaschenbier nehme oder die transportableren Dosen…*plopp* Dafür nun aber auch noch draufzuzahlen, nee, das lässt jede Leber versumpfen…

:wink:

CIAo

Hi!

wenn ich mich mal einmischen darf. Bei mir ist das schlichtweg
ein Transportproblem. Wenn ich mit Freunden ontour gehe, und
dies geschieht in der Regel zu Fuss oder per Bahn, dann
überleg ich mir nicht erst, ob ich das schmackhaftere
Flaschenbier nehme oder die transportableren Dosen…*plopp*
Dafür nun aber auch noch draufzuzahlen, nee, das lässt jede
Leber versumpfen…

Wenn Du das so siehst, kannste ja gleich Faxe aus der 1-Liter-Dose saufen!
Igitt!

Dann doch lieber eine Flasche Jack. Die ist noch leichter zu transportieren…

Grüße,

Mathias

Mahlzeit,

Wenn Du das so siehst, kannste ja gleich Faxe aus der
1-Liter-Dose saufen!
Igitt!

Dann doch lieber eine Flasche Jack. Die ist noch leichter zu
transportieren…

Wo Du Recht hast, hasse Recht. Faxe is Sozialhilfebier, das trinke ich auch nicht, nichtmal, wenn nix mehr da ist. Aber als Alternative dazu dann auch kein Jack sondern den Jim…:wink:

Ach so, als Dosenbier bevorzuge ich im Falle welches, was ich sonst auch in Flaschen zu kaufen bekomme, Plastikbecher sorgen dafür, dass es kein Blechdosennachgeschmack gibt.

Bleibt aber immer noch die Frage: Für was eigentlich Dosenpfand? Wozu zahlt der Deutsche das Duale System? Die Mülltrennung? Etc. etc. etc…

CIAo
Reiko

Brettwechsel
Hallo Mathias,

ich habe noch eine Frage, könntest Du unter

Kultur und Gesellschaft
Ess- und Trinkkultur
Wie schmeckt Dosenbier

nachsehen?

Grüße Rudolf

Hey,was zum Teufel ist das eigentlich für eine perverse Diskussion.Wo bleibt denn da das Thema???
Hans Lorenz

Seit wann…
…sind Bier und Steuern pervers?

Reiko