Dosenpfandurteil

Hallo,
die Gegner (Grossbrauereien und Grosshandel) des Dosenpfandes haben vor dem OLG Berlin eine schwere Niederlage erlitten. Dieses Urtel ist gut fuer die Umwelt. Wir müssen weg von der Ex-und-Hopp-Gesellschaft. Es macht einfach keinen Sinn, eine halbe Milliarde Mark fuer das Einsammeln von Dosen in der Landschaft auszugeben, wenn man das mit einfachen Mitteln wie dem Pfand von vorne herein verhindern kann. Das Urteil ist aber auch gut fuer mittelständische Brauereien, für Winzer, für den Getränkefachhandel. Denn sie würden von der Einführung des Dosenpfandes profitieren. Dass Jahr für Jahr mehr Getränke in Dosen abgefüllt werden und die Mehrwegquote unter 72% gefallen ist, haben nümlich einzig und allein Grossbrauereien und Grosshandelsketten verursacht- aller Selbstverpflichtung zum Trotz. Das Urteil des OLG Berlin ist daher eine Ohrfeige fuer die Einweglobby und ein Sieg der Vernunft.

Gruß Mic

wenn ich recht informiert bin, dann gilt das nur für Blechdosen. Was ist, wenn die Großbrauereien ihre Getränke in reciclebaren Plastikdosen abfüllt? Wem hilft es dann? Den Winzern und Kleinbrauereien nicht. Und Pfand gibts dafür auch keines.
Grüße
Raimund

… und die folgen…
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*lol* und gruss
khs

Hallo Raimund,
was letztendlich die Unions-Parteien, aber auch Clement verhindert haben. Trittin wollte einen Dosenpfand für alle ökologischen bedenklichen Verpackungen.

Gruß mic

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…dass die Kurse steigen…

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*lol* und gruss
khs

auch *lol* und Gruß mic

Wir müssen weg von der
Ex-und-Hopp-Gesellschaft. Es macht einfach keinen Sinn, eine
halbe Milliarde Mark fuer das Einsammeln von Dosen in der
Landschaft auszugeben, wenn man das mit einfachen Mitteln wie
dem Pfand von vorne herein verhindern kann.

Wer wirft die Dosen denn in die Landschaft, der Händler oder der Verkäufer oder der Konsument? Ich wohne an einem vielbegangenen Fußweg zu unserem Einkaufszentrum. Wie oft muß ich zusehen, daß (vor allem Jugendliche) ihre leere Getränkedose einfach in die Büsche schmeißen, obwohl ein Abfallkorb in der Nähe ist. Spricht man sie darauf höflich an, erntet man um harmlosesten Fall Unverständnis.
Für den Hersteller und Händler hat die Dose ganz einfach einen Riesenvorteil:
Das kostenträchtige Pfandsystem und der Rücktransport der Flaschen und die schwierige Reinigung entfallen einfach. Daher können Dosen auch billiger angeboten werden.

Das Urteil ist
aber auch gut fuer mittelständische Brauereien, für Winzer,
für den Getränkefachhandel. Denn sie würden von der Einführung
des Dosenpfandes profitieren. Dass Jahr für Jahr mehr Getränke
in Dosen abgefüllt werden und die Mehrwegquote unter 72%
gefallen ist, haben nümlich einzig und allein Grossbrauereien
und Grosshandelsketten verursacht- aller Selbstverpflichtung
zum Trotz.

Das ist nur zum Teil richtig. Warum werden immer mehr Getränke in Dosen verkauft? Weil der Konsument gerne Dosen kauft. Wo ein Bedarf ist, findet sich immer jemand, der diesen Bedarf deckt. Stellt es doch nicht so hin, als sei der Kunde ein willenloses Geschöpf, das nicht anders kann, sein Getränk in der Dose zu kaufen und die leere Dose anschließend an den Wegesrand zu schmeißen.
Ich bin Biertrinker und verabscheue Bier in Dosen. Schmeckt einfach nicht. Und dann noch der Metallgeschmack vom Dosenrand. Igitt!

Ich weiß ein gutes Beispiel, bei dem der Kunden wille gesiegt hat. Damals wollten die Kaffeeröstereien daß das Pfund Kaffee nur noch 400 Gramm wiegen sollte.
Da haben die Hausfrauen nicht mitgemacht. Die haben denen ihr mickriges Pfund zu 400 Gramm einfach nicht abgekauft.
Obwohl die maßgebenden Großröstereien ihre Verpackungsmaschinen bereits mit hohen Kosten umgerüstet hatten, mussten sie diese ebenfalls mit hohen Kosten zurückrüsten.

Wer wirft die Dosen denn in die Landschaft, der Händler oder
der Verkäufer oder der Konsument?

Hallo Jochen,

Schuldfragen zu diskutieren, bringt hier nichts. Ein Blick in die Landschaft, in Parks und auf Straßen- und Wegeränder zeigt den Verpackungsmüll. Es gibt Stellen innerstädtischer Gewässer, die flächendeckend zugemüllt sind. Dieser Müll besteht überwiegend aus Einweg-Getränkeverpackungen. Pfandflaschen finden sich dagegen nicht. Die Entsorgung dieses Mülls kostet viel Geld und unterbleibt an einigen Stellen ganz und gar aus Kostengründen.

Ein Pfandsystem wird übergangslos die weitere Vermüllung mit Getränkeverpackungen beenden. Weil das längst auch hierzulande bewiesen ist, verstehe ich die strittige Diskussion nicht. Den Müll in der Gegend kann niemand wollen und an eine absehbar greifende Umerziehung schlampiger und gleichgültiger Mitbürger durch Einsicht kann im Ernst niemand glauben.

In fast allen Supermärkten kommt man durch Einstecken einer Pfandmünze zu einem Einkaufswagen. Das war nicht immer so. Vorher fanden sich die Einkaufswagen eines jeden Supermarktes großflächig in der Umgebung wieder. In Straßengräben, Hauseingängen, überall Einkaufswagen. Der Wagen wurde zum Auto geschoben und blieb in vielen Fällen an Ort und Stelle stehen. Dann kam die Nachrüstung mit dem Markstück als Pfand. Von jetzt auf gleich war Schluß mit dem Spuk. Jeder schob seinen Einkaufswagen brav zurück. War und ist ja bares Geld.

Die Vermüllung der Gegend durch Pfand auf Getränkedosen wird ein ebenso sofortiges Ende haben. Ab Stichtag fliegt nicht eine einzige Flasche, keine einzige Dose mehr in die Gegend. Jetzt kann man noch mit den irrwitzigen Investitionen des Fachhandels argumentieren, die wieder viele zur Aufgabe zwingen. Man kann steigende Verbraucherpreise beklagen, die das Volk dem Tod durch Verdursten anheim geben. Und außerdem will der mündige Bürger seinen Dreck werfen, wohin er will. Die überspitzende Wortwahl gebe ich gerne zu, aber die Argumente werden doch wohl in ihrem Kern getroffen. Die Argumente hinsichtlich der Investitionen beim Handel sind lächerlich. Jedes noch so mickrige Chromregal verursacht Kosten in der Größenordnung eines Rücknahmeautomaten.
Das alles ist nur eine Ergänzung des ohnehin vorhandenen und bewährten Pfandflaschensystems. Pfandsysteme haben sich im übrigen nicht nur bei Getränken und den schon erwähnten Einkaufswagen bewährt. Ob Autobatterien, Paletten, höherwertige Verpackungen - überall gibt es das System.

Ich bin erstaunt, wie lange über eine derart einfache, sofort wirksame und billige Maßnahme gestritten wird. Es gibt mit wenig Aufwand nur Vorteile, so daß ich überall nur Zustimmung erwartet hätte.

Gruß
Wolfgang

was letztendlich die Unions-Parteien, aber auch Clement
verhindert haben. Trittin wollte einen Dosenpfand für alle
ökologischen bedenklichen Verpackungen.

Hallo,

in jeder Ecke, an jedem Weg, auf jedem Gewässer, einfach überall findet sich der Getränkemüll in der Gegend. Das ist für jedermann sichtbar. Ist das der Müll der Union, der Grünen? Natürlich, die Frage ist blödsinnig. Und genau so blödsinnig ist ein Parteienstreit über diese Sachfrage.

Die Sache spielt sich ab, wie sich alles hierzulande abzuspielen pflegt: Es gibt ein Problem und es gäbe Lösungen für das Problem. Lösungen, die allen Nutzen bringen und insgesamt sogar Kosten sparen. Aber so sicher wie das Amen in der Kirche wird jetzt jemand hervorgezerrt, der natürlich einen fürchterlichen, existenzvernichtenden Schaden davonträgt. Das arme Mütterchen von 12 Kindern, daß jetzt nicht mehr die zusätzliche Investition für die täglich verkonsumierten 50 Biere tragen kann und durch den Alkohol geschwächt die Pfandflaschen nicht mehr zurück transportieren kann.

Die ach so armen Winzer müssen herhalten. Das tut schon weh, so lächerlich ist das Argument. Die können einen Cent mehr oder weniger pro Flasche nicht vertragen? Da hat wohl jemand zu tief ins Glas oder in die Bilanz eines albanischen Weinbauers gesehen.

Merke: Kein Argument ist zu dumm und zu platt, um es nicht dennoch zu verwenden.

Gruß
Wolfgang

Hallo Wolfgang,

Milliarden von Gedanken und Minuten sollen wir jetzt an die Erkennung, Rückgabe und Waschung alter Blechbüchsen aufwenden.

Als nächstes wäre dann wohl die Bepfandung von Zigarettenkippen und Kondomen zu erwarten.

Gruß

Wolfgang Berger

Milliarden von Gedanken und Minuten sollen wir jetzt an die
Erkennung, Rückgabe und Waschung alter Blechbüchsen aufwenden.

Als nächstes wäre dann wohl die Bepfandung von
Zigarettenkippen und Kondomen zu erwarten.

Tja, lieber Namensvetter,

das genau ist die Qualität der möglichen Argumente gegen das Dosenpfand.

Gruß
Wolfgang

das genau ist die Qualität der möglichen Argumente gegen das
Dosenpfand.

Die Qualität der möglichen Argumente gegen das Dosenpfand ist also die Qualität der von mir angedeuteten Argumente gegen das Dosenpfand.
Bahnbrechend!

Landschafts - Müll
Hallo Wolfgang,

Als nächstes wäre dann wohl die Bepfandung von
Zigarettenkippen und Kondomen zu erwarten.

Wer seine Kippe in der Landschaft entsorgt ist genauso eine Umweltsau wie derjenige, der seine Dosen nicht in den Recyling - Müll wirft (wobei Pfandflaschen natürlich noch besser sind).

Danke für Deine Aufmerksamkeit
Klaus

Als nächstes wäre dann wohl die Bepfandung von
Zigarettenkippen und Kondomen zu erwarten.

Um darauf mal zu antworten. Eigentlich hättest Du mit dieser Forderung recht, aber Zigarettenkippen und Kondome unterscheiden sich von Dosen in zwei wesentlichen Punkten:

a) Kondome: Die Vermüllung der Umwelt hat bei weitem nicht das Ausmass wie mit Getränkedosen erreicht. Daher sehe ich hier nicht wirklich ein großes Problem, auf das zu reagieren wäre.

b) Zigarettenkippen: Im Gegensatz zu Dosen verwesen sie (Papier, Tabak). Ist also nur kurzfristig unschön anzusehen. Dosen bleiben auf Jahre, Jahrzehnte der Umwelt erhalten.

Weil …
…unsere Lehrer soviel denken müssen, die Kid’s nie fürchterlicher waren denn heute, und der stress an den schulen unerträgöllich geworden ist …
… gehn sie in die politik und produzieren nur merde !

in deutschland kannst du schon keinen furz mehr lassen ohne vorher um erlaubnis zu fragen.

Ich glaube da hat dabbelju Bush recht - deutschland hat seine zukunft hinter sich.

mit allen konsequenzen die daraus resultieren werden. (den vorgang ändert unser brioni kanzelr nicht - er beschleunigt ihn eher)
ich empfehle mal die lektüre alter geschichtsbnücher über den untergang grosser bedeutender reiche. könnt ja bei den phöniziern und trojanern anfangen.

friedrich

es gibt …
… ärgere Probleme in diesem land als das dosenpfand.
der thread zeigt mal wieder wie man leute von den wirklich realen problemen ablenkt. deutschland war nie sauberer denn heute.
stellt euch mal vor jeder autobesitzer hätte ein Pferd !
Das würde stinken !
Oder jeder würde seinen küchenmüll in einem eigenen kompost heep auf der strasse entsorgen !
das würde stinken !

Aber so ein paar läppische dosen ?
Da schaffe ich doch schon lieber die A-Mailer ab und beziehe den strom dann aus tschernobyl. (Oder von den franzmännern)
Aber meine küche bleibt atomfrei !
den gleichen spass erlauben wir uns mit dem transrapid.
zum zugfahren nach china ! das hat was !

Da lachen doch die hühner !

friedrich

… ärgere Probleme in diesem land als das dosenpfand.
der thread zeigt mal wieder wie man leute von den wirklich
realen problemen ablenkt. deutschland war nie sauberer denn
heute.

Hallo Friedrich,

es gibt selbstverständlich Drängenderes, das gibts auf jedem Gebiet beinahe immer. Soll das aber Grund genug sein, die Gegend weiter zu vermüllen, obwohl es vermeidbar wäre? Durch Handeln auf diesem Gebiet wird nichts vermeintlich Wichtigeres aufgeschoben, gerät nichts aus dem Blickfeld.

Gruß
Wolfgang

Hallo Wolfgang und andere Dosenpfand - Befürworter,

ich möchte mich nicht mehr an einer Diskussion beteiligen, ob das Dosenpfand sinnvoll ist oder nicht, die Argumente sind alle bekannt, dennoch kommen die beiden Gruppen sich nicht näher, weil meistens die Tatsachen subjektiv ausgelegt werden und wenige objektiv denken wollen.

Ich habe aber eine Frage und auch gleich eine Antwort:

Kennt jemand Städte oder Länder die durch die Einführung eines Pfandes sauberer geworden sind oder ist dies eine Annahme der deutschen Regierung?

Ich kenne New York in den frühen 60er Jahren, dort war es üblich, wenn man auf der Straße eine Zeitung gelesen hat und fertig war, die Hände zu öffnen. So lag dann nicht nur Papier sondern auch anderer Müll auf Gehsteig und Straße bis er weggeräumt wurde. Dann erschien ein großes Schild am Times Square " $ 25.- for littering " und die Polizei war angewiesen, die Leutchen zu beobachten und zu kassieren. Es dauerte nicht lange und die New Yorker wußten, wo die Papierkörbe sich befanden. So ist es bis heute geblieben.

Ich kenne Singapore ab Ende der 70 Jahre, es war ein Prozess der mit hohen Strafen für das Wegwerfen von allgemeinem Müll begann, als die Stadt schon sauber war, waren weggeworfene Zigarettenkippen im Augenmerk der Polizei und heute, wo über Kaugummi und Graffitti im Parlament diskutiert wird, ist Singapore beinahe steril.

Ich sage nicht, daß man das bei uns einführen sollte, wenn man aber Sauberkeit in der Landschaft und den Städten anstrebt, dann sollte man bereits bewährte Methoden mindestens berücksichtigen anstatt auf „Dosenpfand“ zu vertrauen.

Grüße Rudolf

Kennt jemand Städte oder Länder die durch die Einführung eines
Pfandes sauberer geworden sind oder ist dies eine Annahme der
deutschen Regierung?

Hallo Rudolf,

ja, so ein Land kenne ich und Du auch: Deutschland.

Man kommt durch große Teile z. B. Schleswig-Holsteins mit dem Kanu, ohne den Fuß an Land setzen zu müssen (von Schleusen einmal abgesehen). Während so einer mehrtägigen Fahrt z. B. durch die Holsteinische Schweiz kommt man über größere Seen, folgt Flüssen und Bachläufen teils durch flaches Land, teils durch Dörfer und kleinere Städte. Da kann nicht an jeder Ecke ein Schupo stehen. Da gibt es für das ganze Gebiet wenige Dorfpolizisten und das war’s. Aber in jeder Ecke, in jedem Gebüsch schwimmen die Cola-Dosen und Einwegflaschen. An einigen Stellen sind die Gewässer flächendeckend ohne die kleinste Lücke mit dem Getränkemüll bedeckt.

An noch so versteckten Stellen der Alpen findet man - Getränkemüll! Der Hamburger Stadtpark und die Gegend rund um die Alster sind nach jeder größeren Veranstaltung eine einzige gewaltige Müllhalde. In anderen Städten sieht es mit Sicherheit ebenso aus. Und in all diesem Müll findet sich nicht eine einzige Pfandflasche. Die Beseitigung kostet viel Geld und vieles ist mit irgend vertretbarem Aufwand nicht zu beseitigen. Weil sich keine Pfandflaschen in dem gedankenlos „entsorgten“ Zeug finden, ist die Folgerung nur logisch: Man belegt das, was bisher in die Gegend flog, mit einem Pfand. Dann fliegt es nicht mehr in die Gegend. Jeder trägt seinen Müll wieder nach Hause, weil es dafür bares Geld gibt. Diese Logik ist zwingend einfach.
Das Beispiel mit den Einkaufswagen brachte ich schon. Es war früher eine Pest um jedes Kaufhaus. War irgendwo ein Wehr verstopft, lag ganz sicher ein Einkaufswagen darin. Mit der Pfandeinführung war damit von einer Minute auf die nächste einfach Schluß.

Stelle Dir bitte vor, das Dosen- und Einwegpfand wird eingeführt, die Flußläufe sind nach einmaliger Reinigung endlich frei von dem Zeug und bleiben es auch, in keinem Park, in keinem Gebüsch findet sich der Dreck. Da muß sich doch jeder, der jetzt gegen das Pfand argumentierte (obwohl ich noch kein stichhaltiges Argument hörte, statt dessen wird das Thema gewechselt) reichlich dumm vorkommen- oder nicht?

Es wurden Öko-Bilanzen von Pfand- und Einwegsystemen gegenüber gestellt. Eine Schwäche dieser Rechnerei ist regelmäßig, daß sich das Ergebnis je nach Zielsetzung „hinrechnen“ läßt. Eine weitere Schwäche bei Einweg-Befürwortern war stets, daß man vom Recycling der Einwegverpackungen ausging. Nur wird eben ein großer Teil nicht recycelt, weil er in die Landschaft geworfen wird und von dort nur mit erheblichem Aufwand einsammelbar ist. Dieser erhebliche Aufwand macht letztlich das Einwegsystem untragbar, wobei die Kosten nicht bei der Getränkeindustrie auftauchen, sondern an anderen Stellen der Volkswirtschaft.
Insofern macht ein Pfand auf Einweg-Getränkeverpackungen diese überhaupt erst akzeptabel und im volkswirtschaftlichen Sinn konkurrenzfähig mit dem Mehrwegsystem.

Aus der Einwegverpackung wird durch das Pfand nicht plötzlich eine Mehrwegverpackung. Es bleibt eine Einwegverpackung, bei der das Pfand nur als Anreiz dient, die Verpackung der umweltverträglichen und recourcenschonenden Entsorgung zuzuführen.

Puh, soviel Text mit Argumenten, obwohl beim besten Willen kein einziges Gegenargument erkennbar ist. Etwas weiter oben bemühte sich jemand um Gegenargumente, fand wohl keine, wechselte das Thema und fabulierte plötzlich über Kernkraftwerke…

Gruß
Wolfgang

Hallo,

das sehe ich ein bischen anders. Das Pfand verhindert kaum, daß die Dosen weggeworfen werden. Letztendlich schleppt kaum einer wegen der paar Cent eine Dose mit sich rum. Diese werden weiterhin weggeworfen und deswegen ändert sich in der Landschaft erst mal gar nichts.
Aber es ist typisch deutsch, daß man wegen der weltweit nirgendwo so praktizierten Mülltrennung beruhigt ist.
Das es ökologischer Unsinn ist Dosen einzustampfen, Jogurtbecher zu spülen oder Glas einzuschmelzen interessiert keine Sau. Dass der schön getrennte Müll letztendlich zusammengekippt wieder auf polnischen Deponien landet oder sonst wo auch nicht.

Wenn interessiert in Deutschland schon die Ökobilanz solange das eigene Gewissen beruhigt ist. (Gilt auch für die Schönrechnung Zug -Auto)

Gruß Ivo

das sehe ich ein bischen anders. Das Pfand verhindert kaum,
daß die Dosen weggeworfen werden.

Wolfgang Dreyer hat ja weiter unten „Es gibt keine Gegenargumente“ schon sehr gut geantwortet. Nur ein Argument daraus: warum findet man heute viel Einweg-, aber kaum Mehrwegverpackungen in der Umwelt? Vielleicht doch wegen der paar Cents?

Das es ökologischer Unsinn ist Dosen einzustampfen,
Jogurtbecher zu spülen oder Glas einzuschmelzen interessiert
keine Sau.

Nö, warum sollte auch interessieren, was längst als falsch nachgewiesen ist?

Dass der schön getrennte Müll letztendlich
zusammengekippt wieder auf polnischen Deponien landet oder
sonst wo auch nicht.

Wenn Du Beweise dafür hast, dann mal raus damit. Dürfte DSD einige Probleme bekommen.

Wenn interessiert in Deutschland schon die Ökobilanz solange
das eigene Gewissen beruhigt ist. (Gilt auch für die
Schönrechnung Zug -Auto)

Weiß zwar nicht, was es an Zug - Auto schönzurechnen gibt, aber Du wirst es wohl wissen. Läßt Du uns an Deinen Rechenkunststücken teilhaben?