Drehmoment & Leistung

Hallo, immer ist die Rede von Drehmoment und Leistung. In welchem Verhältnis steht jetzt aber das Drehmoment zur Leistung? Soweit ich weiß ist das Drehmoment ein Maß für die Durchzugskraft. Das muß ja dann aber auch in irgend nem Verhältnis zur Motorleistung stehen.

Da besteht physikalisch keine Propotionalität, also du kannst es nicth ineinander umrechnen oder so.

Bruno

Doch kann man
Leistung = Drehmoment*Drehzahl/9550

Drehzahl in U/min
Drehmoment in Nm
Leistung in kW

Die Gleichung ist zugeschnitten und das Ergebnis hat einen sehr kleinen Rundungsfehler. Für die Herleitung muß ich nachschlagen. Sag Bescheid, wenn Du Interesse hast (oder weitere Fragen).

Leistung ist Energie/Zeit.
Moment ist Kraft*Hebelarm
Der Zusammenhang kommt über die Drehzahl!

Gruss
Dennis

Hallo Dennis!

Mir wurde mal beigebracht, daß bei solchen Berechnungen/Gleichungen auch eine vernünftige Dimensionen herauskommen muß.
Z.B. bei Leistung die „kW“.

Bei Drehmoment * Drehzahl/9550 würde aber „Nm * U/min“ herauskommen und nicht kW.

Gruß Werner

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Also wenn ich das jetzt richtig verstanden habe drückt das Drehmoment die Leistung bei einer bestimmten Drehzahl aus. Ist das Richtig?

Ich begreifs nicht
OK, mein Freund.
Jetzt stelle ich mich mal jaaaanz dumm.
Wat ist e´ Dampfmaschin…
Achneh, das war ja ein anderer Film :smile:)

Wieso haben Motoren mit hoher Leistung aus hoher Drehzahl häufig ein niedriges Drehmoment?

Wieso haben Motoren mit niedriger Leistung bei niedriger Drehzahl häufig ein hohes Drehmoment?

Manchmal hat man Motoren mit viel Hubraum, hoher Leistung und viel Drehmoment und mit wenig Hubraum, hoher Leistung und niedrigem Drehmoment.

Drehmoment scheint doch wohl nicht von der Leistung abzuhängen.
Es scheint doch wohl eher von der Größe des Motors (Hubraum) oder ähnlichem abzuhängen

Das habe ich nähmlich nie kapiert, warum ein Motor mit hoher Spitzenleistung selten ein hohes Drehmoment hat.

Und was ich noch nie kapiert habe ist, das Motoren mit einem theoretisch hohem Drehmoment (Diesel z.B.) müde Zossen sind und nicht die „Worscht vom Deller“ zieht und Motoren mit niedrigem Drehmoment (z.B. Benziner) meißt im Vergleich dazu Wildpferde sind.

Wo ist da das Verhältnis?

Winni

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Bei Drehmoment * Drehzahl/9550 würde aber „Nm * U/min“
herauskommen und nicht kW.

Nm sind Joule.
Umdrehungen ist dimensionslos.
1 Minute = 60 Sekunden

J / S = Watt

Bruno

Und was ich noch nie kapiert habe ist, das Motoren mit einem
theoretisch hohem Drehmoment (Diesel z.B.) müde Zossen sind
und nicht die „Worscht vom Deller“ zieht und Motoren mit
niedrigem Drehmoment (z.B. Benziner) meißt im Vergleich dazu
Wildpferde sind.

Dann schau dir mal die neuen Geschosse wie den 330er Diesel von BMW an…
http://www.bmw.de/auto/3limo-td.htm

Bru

Hallo:

VW Polo: 33kW/5600rpm, 74Nm> 43,4kW-Soll
Porsche 959: 330kW/6500rpm, 500Nm> 340,3kW-Soll
Cadillac Eldorado: 110kW/3600rpm, 366kW> 138,0kW-Soll

Nun, soooo schlecht passt das ja gar nicht… aber Anhaltswerte sind es doch nur… wobei Du unbedingt hättest angeben müssen, welche Drehzahl entscheidend ist… ich habe es probiert, und festgestellt, dass man die Drehzahl der max. Leistung verwenden muss… bei der Dz. d. max. Drehm. kommt Unsinn `raus…

Aber… ist Leistung nicht egal…:smile:) (denn der Verbrauch ist direkt proportional zur Fahrfreude… zumindest bei 6600ccm / 400 cui und „lächerlichen“ 132kW / 180 HP …blubber…:smile:

MfG
Michael Zettler

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Nicht so einfach…
Ich probiers mal, vielleicht stimmts…

Wieso haben Motoren mit hoher Leistung aus hoher Drehzahl
häufig ein niedriges Drehmoment?

Kleiner Hub, mittlere Bohrung (evtl quadratisches Verhältnis also Bohrung = Hub), große Verdichtung

Wieso haben Motoren mit niedriger Leistung bei niedriger
Drehzahl häufig ein hohes Drehmoment?

Großer Hub, große Bohrung, niedrige Verdichtung, gehören zur Gattung „unkaputtbar“ (alte Ami V8, oder alter Toyota Landcruiser mit 101mm Hub !! 125PS, 4,2l Benz. 6Zyl. max Drehmom. bei 2500 U/Min max Drehzahl 4000)

Manchmal hat man Motoren mit viel Hubraum, hoher Leistung und
viel Drehmoment

Mittlerer Hub, mittlere Bohrung, große Verdichtung, allerdings empfindlich, weil Leistung geht auf Lebensdauer. Hier maximale Ausnutzung aller Möglichkeiten

und mit wenig Hubraum, hoher Leistung und
niedrigem Drehmoment.

Ähnlich wie oben. Z.B: die neuen Mehrventilmotoren mit variabler Ventilsteuerung. Bessere Zylinderfüllung bei ungünstigen niedrigen Drehzahlen

Drehmoment scheint doch wohl nicht von der Leistung
abzuhängen.
Es scheint doch wohl eher von der Größe des Motors (Hubraum)
oder ähnlichem abzuhängen

Ich glaube dazu gehören VIELE Faktoren, da z.B.der Motor meines Toyota Starlet (Typ 4FE) mit 88PS anfangs im Corlla zu haben war, dann aber NUR per Steuergerät auf 75PS „gedrosselt“ wurde, weil der Corolla schlechte Fahrkritik bekam „…kein Drehmoment, viel Schalten erforderlich…“. In meinem Stadtfloh Starlet macht dich der 75PS Motor mit der Automatik sehr gut, weil Drehmoment vorhanden, zumindest für die Größe.

Das habe ich nähmlich nie kapiert, warum ein Motor mit hoher
Spitzenleistung selten ein hohes Drehmoment hat.

Unsere Linienbusse (Toller Vergleich, ich weiß) haben 12 Lier Hubraum, 6Zylinder, 240PS und 1400Nm Drehmoment. Nimm die Zylinder, den Hubraum und einen Benzinmotor. Was käme dabei heraus ??

Und was ich noch nie kapiert habe ist, das Motoren mit einem
theoretisch hohem Drehmoment (Diesel z.B.) müde Zossen sind
und nicht die „Worscht vom Deller“ zieht und Motoren mit
niedrigem Drehmoment (z.B. Benziner) meißt im Vergleich dazu
Wildpferde sind.

Es gab im Frühjahr einen Vergleich von AMS. Moderne Diesel gegen Benziner. Der 740d von BMW z.B. hatte mehr „Dampf“ als sein Bruder 740i. Aber: Im Sprint, z.B. beim „hopping“ (überholen von auto zu auto) reagiert der 740i spritziger. Der 740d braucht etwa 1-1,5 sek. bis der Turbo anspricht. Diesel sind IMMER träger in Reaktion, haben aber meist mehr Drehmoment.

Eines muß man im klaren sein: Bei diesen Leistungswerten, der neuen Diesel, kann man nicht mehr von der Lebendauer eines 240D Baujahr 1980 reden. Denn da waren Laufleistungen von 500 000km oder mehr nicht selten…

Wo ist da das Verhältnis?

Da wirst Du Bücher zur Motorenkunde lesen müssen. Schau mal den Link in der Hauptseite des Brettes an… Ich werde mich auch mal dran machen, mir solch ein Buch zuzulegen.

Winni

Gruß

„Toyota“-Dennis

Angaben ohne Gewähr, wer es besser weiß oder Links zu nachlesbaren Quellen hat GERNE HIER !!!

dann die Gleichung hergeleitet

Hallo Dennis!

Mir wurde mal beigebracht, daß bei solchen
Berechnungen/Gleichungen auch eine vernünftige Dimensionen
herauskommen muß.
Z.B. bei Leistung die „kW“.

Bei Drehmoment * Drehzahl/9550 würde aber „Nm * U/min“
herauskommen und nicht kW.

Gruß Werner

Ich habe ja gesagt, daß die Gleichung zugeschnitten ist. Die Einheitumrechnung steckt also in der 9550.

Ausführlich:

Die Leistung berechnet sich zu P=M*Omega
P Leistung (W)=(Nm/s)
M-Drehmoment (Nm)
Omega-Winkelgeschwindigkeit (1/sec)

Omega = 2*Pi*f
f=Frequenz=Umdrehungen (1/sec)
also f=n/60 (Minuten in Sekunden)

damit ist omega=2*Pi*n/60

un es ergibt sich: P=(2*Pi*n*M)/60

Wir stellen um:
(P*60)/(2*Pi)=M*n

und fassen zusammen

P*9,5493=M*n
Jetzt noch das Die Leistung mal 1000 (Watt in kW)

P=M*n/9549,3

fertig!
Ich hoffe ich habe die Zweifel diesbezüglich beseitigt.

Wieso haben Motoren mit hoher Leistung aus hoher Drehzahl
häufig ein niedriges Drehmoment?
Wieso haben Motoren mit niedriger Leistung bei niedriger
Drehzahl häufig ein hohes Drehmoment?

Das sind pauschale Aussagen. Die würde ich so nicht stehen lassen.

Manchmal hat man Motoren mit viel Hubraum, hoher Leistung und
viel Drehmoment und mit wenig Hubraum, hoher Leistung und
niedrigem Drehmoment.

Das ist die richtige Stelle: Schau dir mal an, bei welcher Drehzahl.

Drehmoment scheint doch wohl nicht von der Leistung
abzuhängen.
Es scheint doch wohl eher von der Größe des Motors (Hubraum)
oder ähnlichem abzuhängen
Das habe ich nähmlich nie kapiert, warum ein Motor mit hoher
Spitzenleistung selten ein hohes Drehmoment hat.

Dann Schau dir mal einen Schiffdiesel mit 30000PS an.

Und was ich noch nie kapiert habe ist, das Motoren mit einem
theoretisch hohem Drehmoment (Diesel z.B.) müde Zossen sind
und nicht die „Worscht vom Deller“ zieht und Motoren mit
niedrigem Drehmoment (z.B. Benziner) meißt im Vergleich dazu
Wildpferde sind.

Wo ist da das Verhältnis?

Winni

Also:
Für die maximale Leistung kannst Du dir jetz das Drehmoment ausrechnen.
Dann wird Dir sicherlich auffallen, daß das maximale Drehmoment bei einer ganz anderen Drehzahl liegt.
Die Werte haben außer für Kartenspiele ohne die Angabe der zugehörigen Drehzahl keinerlei Aussagekraft.

Du mußt also deinen Vergleich bei der selben Drehzal anstellen.
Bei gleicher Leistung braucht ein Motor mit doppelter Drehzahl nur das halbe Drehmoment.
Im Umkehrschluß bedeutet das, wenn der langsame Motor auch mit der höheren Drehzahl laufen würde, würde er die doppelte Leistung abgeben.

Benzinmotoren im Auto laufen i.Allg. schneller als Diesel. Daher das kleinere Moment.

Da kommen dann auch die anderen konstruktiven Gesichtspunkte zum tragen. Will heißen, ein Schiffsdiesel läuft nun mal nich mit 9000 Umdrehungen. Er braucht auch nicht so leicht zu sein.
Motoren mit geringer Drehzal sind meist auf Robustheit und Lebensdauer ausgelegt, und nicht auf maximales Leistungsgewicht.

Hohe Leistung mit wenig Gewicht und wenig Platz (Hubraum) erreichst Du nur durch Steigerung der Drehzahl oder Aufladung (Erhöhung des Drehmomentes durch z.B.Turbo). Beides hat Grenzen, dann bleibt Dir nichts anderes übrig, als den Hubraum zu erhöhen.

Gruss
Dennis

Ja, Genau!

Also wenn ich das jetzt richtig verstanden habe drückt das
Drehmoment die Leistung bei einer bestimmten Drehzahl aus. Ist
das Richtig?

Ja!
Aber schöner wär, wenn Du sagen würdest:
Die Leistung ist abhängig von Moment und Drehzahl, weil das die Größen sind, aus denen sich die Leistung ergibt
(Ursache und Wirkung).

Dennis

Hallo Dennis!

Mir wurde mal beigebracht, daß bei solchen
Berechnungen/Gleichungen auch eine vernünftige Dimensionen
herauskommen muß.
Z.B. bei Leistung die „kW“.

Bei Drehmoment * Drehzahl/9550 würde aber „Nm * U/min“
herauskommen und nicht kW.

Gruß Werner

Ich habe ja gesagt, daß die Gleichung zugeschnitten ist. Die
Einheitumrechnung steckt also in der 9550.

Ausführlich:

Die Leistung berechnet sich zu P=M*Omega
P Leistung (W)=(Nm/s)
M-Drehmoment (Nm)
Omega-Winkelgeschwindigkeit (1/sec)

Omega = 2*Pi*f
f=Frequenz=Umdrehungen (1/sec)
also f=n/60 (Minuten in Sekunden)

damit ist omega=2*Pi*n/60

un es ergibt sich: P=(2*Pi*n*M)/60

Wir stellen um:
(P*60)/(2*Pi)=M*n

und fassen zusammen

P*9,5493=M*n
Jetzt noch das Die Leistung mal 1000 (Watt in kW)

P=M*n/9549,3

fertig!
Ich hoffe ich habe die Zweifel diesbezüglich beseitigt.

Hallo!
Nein!
Außerdem kenne ich eine andere Leistungsformel, aber die ist von Annodunnemals. Leistungsformel für Verbrennungsmotoren.
Da kam es sogar noch auf die Motorenkonstante, mittl. indiz. Druck usw an. Und auch noch auf den blöden Wirkungsgrad.
Das Drehmoment war damals rel. unbekannt Genauso, wie heute kein Autofahrer auch nur das Geringste damit anfangen kann.
Ich dachte auch immer, das Drehmoment ist abhängig von der Länge der Kurbel (Kurbelwellenkurbel), wenigstens etwas.
Ich habe jahrelang mit Schiffsdieseln zu tun gehabt und muß eingestehen, daß das Drehmoment für uns vollkommen egal war, ob 6 000 oder 40 000 KW. Hauptsache, der Hobel lief.
Na, das gehört aber wohl alles nicht hier her. Nur noch eines, wenn da von „V“ die Rede war, meinte man immer noch den guten V-Motor und nicht die Anzahl der Ventile. Er hätte sonst geheißen : 18Zyl 72V.
Gruß Werner

Wie nun ??
Hi Dennis,
egal wie oft ich Deine Gleichung versuche bei mir bekannten Daten
nachzurechnen,so komme ich nie auf das „richtige“ Ergebnis.
Wir haben da ja verschiedene Drehzahlen.Welche meinst Du nun?
Drehzahl bei max. KW-Leistung oder Drehzahl bei max. Drehmoment?
Aus meiner Liste mit technischen Daten div. Motoren geht Deine Rechnung so nicht auf.Und für das max. Drehmoment spielt der
Hubraum eine nicht unerhebliche Rolle.
Gruss Sebastian

Ein (hoffentlich) klärendes Wort
Hallo zusammen,

ich versuch’jetzt mal das ganze noch ein bisschen unklarer zu machen.
Also erstmal, Dennis’ Gleichung ist richtig. Gibt den Zusammenhang zwischen Leistung, Drehmoment und Drehzahl richtig wieder.
Das Problem liegt in den Drehmoment- und Leistungswerten, die üblicherweise angegeben werden. Hierbei handelt es sich doch um das maximale Drehmoment bei einer bestimmten Drehzahl und die maximale Leistung bei der entsprechenden Drehzahl. So, und mit der Gleichung kann ich jetzt entweder die Leistung berechnen, die der Motor im Punkt des maximalen Drehmoments abgibt (die liegt ganz bestimmt niedriger als die max. Leistung) oder eben das Drehmoment, das im Punkt maximaler Leistung vorliegt (wiederum geringer als max. Drehmoment). Diese zwei berechneten Werte kann ich nur aus den Drehmoment- und Leistungskurven ablesen, sie werden nie explizit angegeben.

Ich denke der Zusammenhang der Gleichung wird klar, wenn man mal einen Formel 1-Motor und einen Schiffsmotor mit gleicher Leistung vergleicht, d.h. ca. 850 PS. Der F1-Motor dreht dafür 17500-18000/min, der Schiffsmotor nur 1000-1400/min. Der Drehmomentvergleich fällt dann doch ziemlich deutlich aus. Und der Drehmomentunterschied resultiert insbesondere aus dem Hubraum: F1-Motor 3l, Schiffsmotor 25l. Allerdings hinkt der Vergleich, da der Schiffsmotor in der Regel einen Turbolader hat, der natürlich nochmal für deutlich mehr Drehmoment sorgt.

Trotzdem kann man bei gleichen Randbedingungen Drehmoment und Hubraum in eine linearen Zusammenhang bringen. Randbedingungen sind hierbei Beatmung d.h. mit oder ohne Lader und Reibungsverluste innerhalb des Motors.

So, jetzt hab’ ich’s halt mal versucht zu erklären.

M.

Hallo zusammen,

ich versuch’jetzt mal das ganze noch ein bisschen unklarer zu
machen.
Also erstmal, Dennis’ Gleichung ist richtig. Gibt den
Zusammenhang zwischen Leistung, Drehmoment und Drehzahl
richtig wieder.
Das Problem liegt in den Drehmoment- und Leistungswerten, die
üblicherweise angegeben werden. Hierbei handelt es sich doch
um das maximale Drehmoment bei einer bestimmten Drehzahl und
die maximale Leistung bei der entsprechenden Drehzahl. So, und
mit der Gleichung kann ich jetzt entweder die Leistung
berechnen, die der Motor im Punkt des maximalen Drehmoments
abgibt (die liegt ganz bestimmt niedriger als die max.
Leistung) oder eben das Drehmoment, das im Punkt maximaler
Leistung vorliegt (wiederum geringer als max. Drehmoment).
Diese zwei berechneten Werte kann ich nur aus den Drehmoment-
und Leistungskurven ablesen, sie werden nie explizit
angegeben.

Ich denke der Zusammenhang der Gleichung wird klar, wenn man
mal einen Formel 1-Motor und einen Schiffsmotor mit gleicher
Leistung vergleicht, d.h. ca. 850 PS. Der F1-Motor dreht dafür
17500-18000/min, der Schiffsmotor nur 1000-1400/min. Der
Drehmomentvergleich fällt dann doch ziemlich deutlich aus. Und
der Drehmomentunterschied resultiert insbesondere aus dem
Hubraum: F1-Motor 3l, Schiffsmotor 25l. Allerdings hinkt der
Vergleich, da der Schiffsmotor in der Regel einen Turbolader
hat, der natürlich nochmal für deutlich mehr Drehmoment sorgt.

Hallo!
Irgendwie komme ich da nicht mit.
Du schreibst da viel von Drehmoment bei Formel 1 und Schiffsmotor. Wie hoch sind denn die Drehmomente bei beiden Beispielen?
Aus dem Hubraum??? Nicht zusätzlich aus dem Zünddruck?
Der Turbo sorgt für ein höheres Drehmoment? Aber doch nur sehr indirekt, er sorgt dafür, daß mehr Kraftstoff verbrannt werden kann.

Trotzdem kann man bei gleichen Randbedingungen Drehmoment und
Hubraum in eine linearen Zusammenhang bringen.

Wirklich? Drehmoment und Hubraum? Kommt es nicht auch noch auf die eingespritzte Kraftstoffmenge, Kompressionsdruck und Zünddruck an. (mittl. indiz. Druck).

Randbedingungen

sind hierbei Beatmung d.h. mit oder ohne Lader und
Reibungsverluste innerhalb des Motors.

So, jetzt hab’ ich’s halt mal versucht zu erklären.

M.

re:Werner

Der Turbo sorgt für ein höheres Drehmoment? Aber doch nur sehr
indirekt, er sorgt dafür, daß mehr Kraftstoff verbrannt werden
kann.

Hai Werner

ich hab mich ja schon die ganze zeit über die diskussion hier amüsiert, aber der spruch ist der brüller.

da gibt es ein altes sprichwort, „kraft kommt von kraftstoff“.oder wofür verbrennst du ihn denn?

was der markus im ersten Abschnitt gesagt hat ist absolut richtig, die umrechnung (p=m*omega) stimmt auch, glaub es oder geh mal in eine buchhandlung und lese es nach.

das drehmoment sagt aus wie groß das an einer Welle angreifende Moment ist, wodurch die Kraft, die das Moment bewirkt, erzeugt wird ist doch erstmal zweitrangig ( obwohl das echt technisch aussieht, wenn du vom „mittl. indiz. Druck“ sprichst, aber dann der Spruch mit dem Turbo?). Also: Drehmomentangabe ist das Moment, welches der Motor liefert (pro Umdrehung), Leistungsangabe ist die abgegebene Leistung pro Zeit hervorgerufen durch das Drehmoment.
Thomas

Hallo zusammen,

ich versuch’jetzt mal das ganze noch ein bisschen unklarer zu
machen.
Also erstmal, Dennis’ Gleichung ist richtig. Gibt den
Zusammenhang zwischen Leistung, Drehmoment und Drehzahl
richtig wieder.
Das Problem liegt in den Drehmoment- und Leistungswerten, die
üblicherweise angegeben werden. Hierbei handelt es sich doch
um das maximale Drehmoment bei einer bestimmten Drehzahl und
die maximale Leistung bei der entsprechenden Drehzahl. So, und
mit der Gleichung kann ich jetzt entweder die Leistung
berechnen, die der Motor im Punkt des maximalen Drehmoments
abgibt (die liegt ganz bestimmt niedriger als die max.
Leistung) oder eben das Drehmoment, das im Punkt maximaler
Leistung vorliegt (wiederum geringer als max. Drehmoment).
Diese zwei berechneten Werte kann ich nur aus den Drehmoment-
und Leistungskurven ablesen, sie werden nie explizit
angegeben.

Ich denke der Zusammenhang der Gleichung wird klar, wenn man
mal einen Formel 1-Motor und einen Schiffsmotor mit gleicher
Leistung vergleicht, d.h. ca. 850 PS. Der F1-Motor dreht dafür
17500-18000/min, der Schiffsmotor nur 1000-1400/min. Der
Drehmomentvergleich fällt dann doch ziemlich deutlich aus. Und
der Drehmomentunterschied resultiert insbesondere aus dem
Hubraum: F1-Motor 3l, Schiffsmotor 25l. Allerdings hinkt der
Vergleich, da der Schiffsmotor in der Regel einen Turbolader
hat, der natürlich nochmal für deutlich mehr Drehmoment sorgt.

Hallo!
Irgendwie komme ich da nicht mit.
Du schreibst da viel von Drehmoment bei Formel 1 und
Schiffsmotor. Wie hoch sind denn die Drehmomente bei beiden
Beispielen?

Also muß ich doch mal meinen Taschenrechner rauskramen und mit Dennis’ Formel rechnen. Da kommen doch tatsächlich 340Nm bei 18000/min für den F1-Motor und 5105Nm bei 1200/min jeweils mit 641kW (grob 850PS) Leistung gerechnet. Ok ?

Aus dem Hubraum??? Nicht zusätzlich aus dem Zünddruck?
Der Turbo sorgt für ein höheres Drehmoment? Aber doch nur sehr
indirekt, er sorgt dafür, daß mehr Kraftstoff verbrannt werden
kann.

Der Turbolader schaufelt mehr Luft in den Brennraum, d.h. mehr brennbaren Sauerstoff. Damit kann man da mehr Kraftstoff dazuhauen, was wiederum zu höheren Mitteldrücken führt. Und Mitteldruck ist ein Vergleichswert für den Energieumsatz d.h. Verlauf des Brennraumdrucks über der Zeit. Und der Druck über dem Kolben sorgt nunmal fürs Drehmoment. Mit dem Turbo erzielt man also erstmal mehr Drehmoment bei gleichem Hubraum. Die Mehrleistung kommt dann wieder über den Zusammenhang von unserer glorreichen Berechnungsformel.

Trotzdem kann man bei gleichen Randbedingungen Drehmoment und
Hubraum in eine linearen Zusammenhang bringen.

Wirklich? Drehmoment und Hubraum? Kommt es nicht auch noch
auf die eingespritzte Kraftstoffmenge, Kompressionsdruck und
Zünddruck an. (mittl. indiz. Druck).

Randbedingungen

sind hierbei Beatmung d.h. mit oder ohne Lader und
Reibungsverluste innerhalb des Motors.

Ok, dann füg ich halt noch den Lambda-Wert (Luft-Kraftstoff-Verhältnis) zu den Randbedingungen und dann stimmts. Also noch mal: Bei annähernd gleicher Innenreibung des Motors, gleichem Brennverfahren (d.h. Diesel, Benziner mit oder Lader bzw. Einspritzung) und gleichem Kraftstoff-Luftverhältnis, dann noch das ganze bei gleicher Drehzahl und was man sich sonst noch so gleich außer dem Hubraum vorstellen kann, kann man in erster Näherung das Drehmoment proportional zum Hubraum setzen.

So, jetzt hab’ ich’s halt mal versucht zu erklären.

M.

Hallo!

Oh Gott, oh Gott, dann hätte ich ja jahrelang das Drehmoment unserer Diesel erhöhen können, indem ich die Maschinenraumlüfter verdoppelt hätte. Die hätten dann mehr Luft vor die Turbos geschaufelt, die Turbos hätten sie dann weiter geschaufelt und der alte Hobel wäre durchgedreht.
Statt 36 000 kW dann vielleicht 50 000 kW?

Werner.

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]