Die Fragen sind wirklich hot. Ich werde mal mit meiner Meinung antworten.
Wie verhelfe ich offenem Antisemitismus zu einem Come-back?
Indem ich mich so verhalte, wie Herr Moellemann und Co.
Indem ich als - unschuldiger - Nachfahre der Täter beurteile, wann vergeben wird. Damit macht man es denen einfach, die sich nicht damit abfinden können, daß es nur den Opfern ansteht, zu vergeben. Wir haben uns die Tage des Mordes und die Anzahl der Opfer ausgesucht, sie suchen sich aus, wann und wie sie vergeben wollen. Meiner Meinung nach ist das eigentlich ein „Deal“, mit dem wir leben können sollte.
Aber, naja…andersherum finden sich dann aber halt immer diese Leutchen, die den einfacheren Weg unheimlich populär finden, und sie rennen ihm nach, wie die Fliegen der Scheiße am Arsch des Ochsen.
Ich führe mich so auf, wie der ZRJ und seine Exponenten. Wie
z.B. Friedmann gestern bei Christiansen.
Hmm…ist ZRJ nicht die Abkürzung für die Jugoslawische Fußballnationalelf? Egal. Fängt ja auch mit „JU“ an, was…hahahaha…ist alles dasselbe, was…haahahha
Die Abkürzung kenne ich sonst gar nicht und sie tauchte auch nach mehrmaligem googeln nicht auf. Zumindest nicht in Verbindung mit dem Zentralrat.
Ja, der Jud soll bloß aufpassen, wem er seine Meinung geigt, Sonst wird er den deutschen Volkszorn noch kennenlernen.
Mal ehrlich:
Was soll das denn heißen? Ein Jude darf nicht mehr seine Meinung sagen, damit er sich nicht dem Haß aussetzt? Heißt das jetzt, der Jude darf zwar noch mitdiskutieren, aber wenn er seine Meinung verteidigt (auch wenn sie vielleicht nicht unbedingt richtig ist), soll er lieber aufpassen, „sonst wird er es noch lernen, sich gegenüber dem Deutschen deutsch zu benehmen?“
Wann wird endlich das politische Gewicht dieser Minderheit auf
das ihr zustehende Mass zurückgestutzt?
Ja, man fühlt sich vom bösen Finanzjudentum geradezu unterdrückt. Ich kriege schon Verstopfungen. Wir müssen uns befreien!! Jawoll!! Deutschland erwache!! ***rülps***
(Ironie)
Nennt mich ein Preusse katholischer Saubayer, ist das auch
Rassen- und Religionsdiskriminierung???
Hmm, ich bin Preuße, aber bevor ich antworte, müßte ich noch wissen, ob wir Preußen Euch Bayern in Deiner Fiktion dann noch vor weniger als sechzig Jahre zu Millionen verfolgt und ermordert habe. Deshalb ist vielleicht der Hintergrund ein anderer.
Diese ganze Debatte erinnert mich an einen Klospruch, den ich mal auf einer Bundeswehrtoilette gelesen habe:
Jetzt sitze ich wie Adolf hier, die braune Masse unter mir.
Abschließend einige wichtige Zitate:
Ich weine um mein heiliges Deutschland.
(Oberst der Wehrmacht, Claus Schenk Graf von Stauffenberg vor seiner Hinrichtung)
Jedes Volk, jedes einzelne hat ein Recht auf die Güter der Welt! Freiheit der Rede, Freiheit des Bekenntnisses, Schutz des einzelnen Bürgers vor der Willkür verbrecherischer Gewaltstaaten, das sind die Grundlagen des neuen Europa…
…Warum verhält sich das deutsche Volk angesichts all dieser scheußlichsten, menschenunwürdigsten Verbrechen so apathisch? Kaum irgend jemand macht sich Gedanken darüber. Die Tatsache wird als solche hingenommen und ad acta gelegt. Und wieder schläft das deutsche Volk in seinem stumpfen, blöden Schlaf weiter und gibt diesen faschistischen Verbrechern Mut und Gelegenheit, weiterzuwüten - und diese tun es. Sollte dies ein Zeichen dafür sein, daß die Deutschen in ihren primitivsten menschlichen Gefühlen verroht sind, daß keine Saite in ihnen schrill aufschreit, im Angesicht solcher Taten, daß sie in einen tödlichen Schlaf versunken sind, aus dem es kein Erwachen mehr gibt, nie, niemals? Es scheint so und ist es bestimmt, wenn der Deutsche nicht endlich aus dieser Dumpfheit auffährt, wenn er nicht protestiert, wo immer er nur kann, gegen diese Verbrecherclique, wenn er mit diesen Hunderttausenden von Opfern nicht mitleidet. Und nicht nur Mitleid muß er empfinden, nein, noch viel mehr: Mitschuld.
Sophie Scholl (Die Weisse Rose)
Hingerichtet am 22. Februar 1943
Die Mutter wendet sich, vom Schmerz gemartert, an Sophie: „Nun wirst du also nie mehr zur Tür hereinkommen?“ - „Ach, die paar Jährchen, Mutter“, gibt die Tochter zur Antwort. Kurze Zeit später geht sie, ohne mit der Wimper zu zucken, zum Fallbeil. Hans ruft, ehe er den Kopf beugt, daß es laut durch die Gefängnishallen tönt: „Es lebe die Freiheit!“