Meinst du Fakten können nicht beleidigend wirken?
Das habe ich nicht behauptet.
Nein, du sagtest, ich zitiere: „Wodurch sollten wir hierdurch beleidigt werden? Es ist doch ein Fakt. Sind Juden jetzt schon beleidigend wenn sie Fakten benennen?“
Das klang doch arg so, als ob du der Meinung währst, nur weil etwas ein Fakt ist, könne es nicht beleidigend sein. Aber ok, war vielleicht ein Mißverständnis von mir.
Wenn ich jemandem sage er wäre strunzdumm oder grottenhässlich,
dann kann das auch ein Fakt sein und dieser es trotzdem als
Beleidigung auffassen.
Schon klar, nur habe ich darunter nicht zu leiden.
Warum, bist du hübsch und intelligent ? *hmmpf* 
Friedman
ist davon direkt und alltäglich betroffen. Er kann seine Post
nicht persönlich öffnen deswegen und nun wollen einige
hierzulande dieses Problem unter den Teppich kehren. Da ist es
doch legitim, darauf hinzuweisen, dass es dieses Problem auch
durch Untersuchungen belegen lässt. Es kamen ja die Vorwürfe,
dass Friedman übertreiben würde und es nur seine Wahrnehmung
wäre.
Nüja, aber nicht 20% aller Deutschen schicken Friedman Drohbriefe oder schlimmeres. Das ist es ja eben. Irgendjemand ruft „Antisemitismus“ und ich wette mit dir 80% aller Deutsche denken gleich an Auschwitz und nicht daran, ob jemand sich vorstellen kann, dass jemand anders Juden nicht mag.
Ich denke, wenn man fragen würde, wieviele Deutsche es ok finden, wenn Ausländer, Juden usw. verprügelt werden oder Drohbriefe bekommen, dann dürfte die Zahl weitaus geringer sein.
Und ja, wer einfach °20% Antisemiten" in den Raum wirft, ohne diese Zahl näher zu erläutern, der muss sich dann schon auch ein bisschen Kritik gefallen lassen, denn dadurch, dass er nicht erläutert, lässt er den Leuten Freiraum für ihre eigenen Phantasien, was sie sich denn nun darunter vorzustellen haben.
Deutschland wurde immer nur an den Pranger gestellt, wenn es
nichts getan hat oder nicht genügend und nicht dafür, dass es
einzelne Vorkommnisse gab. So auch jetzt.
Ach Eli, glaubst du wirklich es liegt am mangelnden Willen ? Wenn du einen Vorschlag hast, wie man den Rechtsradikalismus in Deutschland abschaffen kann, dann sofort raus damit. Die Wahrheit ist doch, dass „die Gesellschaft“ diesem Phänomen relativ rat- und hilfslos gegenübersteht.
Im Ausland wird
Deutschland nicht für Möllemann sondern für den Umgang in der
Debatte kritisiert.
Wer ist denn „Im Ausland“ ?
Ist das so schwer zu verstehen?
ich kann verstehen, wenn es kränkt, weil dann ist es der
Umstand. Wenn aber Bubis hier beleidigt postmortum, dann ist
er das Problem und nicht der Umstand. Was ist daran so schwer
zu verstehen, dass man so lange darüber reden muss? Es ist
doch eine Kleinigkeit und man muss sich deswegen doch nicht so
wehren. Einfach akzeptieren, dass diese Aussage
missverständlich ist, hätte auch gereicht.
Nun, ich hatte mein „Aufklärungsposting“ eigentlich aus genau diesem Grunde geschickt, um diese merkwürdige Diskussion hier zwischen dir und winkel zu beenden, da ich den Eindruck hatte, ihr redet aneinander vor bei. Im übrigen finde ich schon, dass die Frage, warum die Entscheidung von Bubis in weiten Teil der Bevölkerung als Beleidigung (von Bubis an „Deuschland“) aufgefasst wurde, wesentlich spannender als es den Anschein hat. Hier wird nämlich ein recht empfindlicher Nerv in der deutschen Gesellschaft berüht und ich fände es eigentlich wichtig, über solche Dinge zu reden, ganz einfach um den Umgang miteinander vielleicht in eingen Bereichen etwas vorsichtiger zu gestalten.
Ja, Friedman hat das Recht, laut zu protestieren, wenn er einen empfindlichen Nerv getroffen sieht. Nur sollte man nicht vergessen, dass die andere Seite auch ihre Empfindsamkeiten hat und wenn Friedman da mit beiden Beinen reinspringt (sei es aus Unwissenheit und Unachtsamkeit), dann fliegen eben die Fetzen. Und dann bleibt der „Auftand der Anständigen“ eben aus, weil die „Anständigen“ vielleicht der Ansicht sind, es gab hier ein Unentschieden und die Herren Friedman und Möllemann tun sich nicht viel (und für Möllemann geht ja auch kein „Anständiger“ demonstrieren).
Die Diksussion verwundert mich eh. Ich hätte den Prozentsatz
der Vollidioten in der Deutschen Gesellschaft auf höher
eingeschätzt.
Nicht jeder Vollidiot ist ein Antisemit 
Na wenn das kein Grund zur Hoffnung ist *g*
Gruss
Marion