bonjour,
Aber das ist doch dann meistens die Zeit, in der dann die
ganzen anderen Sachen erledigt werden müssen (Haushalt,
Papierkram …)
das hängt natürlich davon ab, ob man ein (bauern-)haus oder ne drei-zimmer-wohnung führen muss. mit der stadtwohnung hatte ich keine schwierigkeiten. ich hab das aber auch teilweise gemacht, als die kleene wach war. es gibt tragetücher - und ich hab sehr viel gesungen für sie/mit ihr. da war sie abgelenkt. nur so als beispiel…
papierkram gibts ja nicht jeden tag zu erledigen. es ist natürilch auch ein unterschied, ob man mehrere kinder zu erziehen hat oder gar zwillinge. das ist ein anderes kaliber. ich hatte nur ein kind. es war zwar aktiv und willensstark wie drei, aber war halt faktisch nur eines.
im übrigen konnte ich immer dann prima ausschlafen, wenn die
lütte bei ihrer freundin übernachtet hat.
Ich finde, du gehst hier zu stark von deinem Fall aus.
durchaus nicht. ich kenne sehr viele mütter, die das genauso handhaben. es profitieren ja ALLE davon. die mütter, die dann ab und an nen freien abend und aussschlaf-morgen haben. und auch die kinder, die von klein auf auch an andere menschen/gerüche/stimmen/lebensformen gewöhnt werden, ohne jedoch lieblos behandelt zu werden. außerdem ist gerade für einzelkinder der intensive kontakt zu anderen kindern sicherlich nicht das schlechteste. für babies ist es sicherlich nocht nicht so relevant. aber schaden wird es im zweifelsfall auch nicht. sobald sie aber erste kontakte mit anderen knüpfen, lieben kinder das doch meist.
Ja, wenn die das machen.
wenn sie das NIE machen, sind es keine freunde.
Na gut, und was hat man dann davon, wenn man das feststellt?
man sucht sich NEUE…
man muss ja nicht ständig ausgehen.
Es gibt da aber ein Problem, wenn der Bekanntenkreis ständig
ausgehen will.
bekanntenkreise lassen sich ändern.
Das ist natürlich richtig, ich denke aber, dass es reichlich
schwierig ist, den Bekanntenkreis zu ändern, wenn weder Zeit
noch Geld zur Verfügung steht und man sich einfach nur
erschöpft fühlt.
da dreht sich die katze im kreis. gerade über die kinder findet man ja neue leute, die in ähnlicher situation stecken und ähnlcihe erfahrungen machen. und diese anderen menschen sind ja nicht ausschließlich eltern. mit ihnen gibt es auch wieder andere themen… ich hab über meine tochter schon sehr gute und sehr interessante freunde gefunden. auch ganz ohne zu suchen. und ich hätte sie auch ohne kinder interessant gefunden. wenn du wieder meinst, ich würde zu sehr von mir ausgehen: ich bin sicherlich nciht die einzige, der das so geht. wenn man sich natürlich abschottet und sich in sein schneckenhaus zurückzieht oder in sein alleinerziehenden-schicksal, wird man keinen kennenlernen… die wenigsten fühlen sich von opferlämmern als neue freunde angezogen…
Ich hab mal in so ein Alleinerziehenden-Forum rumgeguckt. Die
schienen fast alle regelmäßig und häufig an Migräneanfällen zu
leiden. Das scheint mir doch was mit der Situation zu tun
haben.
migräne hab ich auch. hatte ich auch vor kind schon. aber die dauert ja nicht das ganze jahr…
übrigens findet man in diesen selbsthilfe-foren immer die, denen es ganz beschissen geht. das ist auch in den jeweiligen krankheits-foren so. als ich die diagnose einer krankheit bekam, deren namen mir nichts sagte und über google so ein forum entdeckte, dachte ich, ich müsste eigentlich halbtot sein, es gibt immer die, die gut damit umgehen können - und die verbringen ihre zeit sinnvoller als nur mit blicken auf ihre eigene situation…
Ja sicher, aber die fühlen sich ja meistens nicht zuständig.
hm… für mich klingt das alles so ein bisschen nach dem
‚geheule‘ einer mutter, die gänzlich unzufrieden ist mit ihrer
situation und dafür gott und die welt, womöglich den
ex-partner, auf jeden fall die freunde und bekannten
verantwortlich macht.
Der Ausgangspunkt war, das Sian geschrieben hatte, dass
insbesondere Kinder von Alleinerziehenden sich schlecht von
ihren Müttern trennen können. Darauf wollte ich darlegen, dass
alleinerziehende Mütter oft sehr isoliert sind,
das ist ne charakterfrage. heutzutage sind alleinerziehende nicht mehr stigmatisiert. und ‚dank‘ häufigen vorkommens auch nicht allein mit ihrer situation. das mag auf dem platten lande etwas anders sein. aber auch dort muss man sich nicht isolieren. im übrigen gibt es auch schneckenhauscharaktere in ehen. ich werde tatsächlich nie den ausspruch einer verheirateten ‚mitmutter‘ vergessen (bei der hochzeit der chorleiterin unserer kinder): „ich geh jetzt, ich fühl mich bei solchen anlässen ohne meinen mann so fehl am platze.“ da ist natürlich nix mehr zu retten!
und dass das
damit zusammenhängen könnte, und nicht unbedingt daran liegen
muss, dass sich alleinerziehende Mütter besonders an ihr Kind
klammern würden.
nein, das tun sicherlich nciht alle. aber vielleiht die, dich sich in erster linie über ihre mutterrolle definieren…
Es geht mir nur darum, dass anerkannt wird, dass es so sein
kann, und dass die betreffende Mutter nicht in jedem Fall ihre
Situation ändern kann. Das musst du jetzt nicht als Heulerei
bezeichnen, oder als Abschieben der Verantwortung auf die
Umwelt. Mir scheint nämlich, als wolltest du hier beweisen,
dass es das nicht geben kann.
klar KANN es das geben. aber da liegt das problem ganz woanders. jedenfalls nicht in der tatsache, ein kind ohne partner großzuziehen. ich will keineswegs damit sagen, es sei tagtäglich ein honigschlecken, jede entscheidung letztlich alleine treffen, jeden euro alleine verdienen, jede fiebernacht alleine wachen, jede träne alleine trocknen - und auch jeden fortschritt und jede freude alleine erleben zu müssen. aber wenn die situation nun mal so ist, sollte man/frau das beste daraus machen und sich nicht jammernd in die klause des so schrecklichen alleinerziehenden-schicksals sperren. auch zum wohle des kindes!
es lassen sich viele situationen ändern, manchmal muss man
dafür aber halt selbst aktiv werden. es gibt doch z.b. auch an
jeder ecke (in kirchen und bei sonstigen ‚veranstaltern‘
krabbelgruppen, in die man die kinder ein bis zwei mal pro
woche geben kann, …
Wirklich, an jeder Ecke, in jeder Stadt? Alle mit ausreichend
freien Plätzen?
das weiß ich nicht. aber irgendwas gibt es immer. wenn nicht, kann man andere mobilisieren und das ins leben rufen. aber dafür muss man halt auch wieder raus gehen.
auch viele grüße
tabaiba