Dreijährige weint im Kindergarten?

Hallo Simsy,

Aber das ist doch dann meistens die Zeit, in der dann die
ganzen anderen Sachen erledigt werden müssen (Haushalt,
Papierkram …)

hier hilft doch sehr, wenn man dem blöden Haushalt nicht allzu ernst nimmt. Ich zitiere hier gerne meine Mutter: „Ich verstehe nicht, warum so viele Frauen darauf stolz sind, dass bei ihnen vom Boden gegessen werden könne. Ich hatte noch nie Gäste, die diesen Wunsch geäußert haben.“

im übrigen konnte ich immer dann prima ausschlafen, wenn die
lütte bei ihrer freundin übernachtet hat.

Ich finde, du gehst hier zu stark von deinem Fall aus.

Und ich finde, dass Du hier über alleinerziehende Mütter redest, ohne eine nennenswerte Menge von solchen alleinerziehenden Müttern zu kennen. Bei mir und meiner Tochter war das nämlich ziemlich ähnlich wie bei tabaiba.

Ich hab mal in so ein Alleinerziehenden-Forum rumgeguckt. Die
schienen fast alle regelmäßig und häufig an Migräneanfällen zu
leiden. Das scheint mir doch was mit der Situation zu tun
haben.

Möglicherweise schreiben die alleinerziehenden, die weniger Probleme haben, auch nicht so viel in solchen Foren. Gut, als meine Tochter klein war, war das Internet nicht so weit verbreitet wie heute. Aber um viel Zeit in so einem Forum zu verbringen, dafür wäre mir meine Zeit zu schade gewesen.

Darauf wollte ich darlegen, dass
alleinerziehende Mütter oft sehr isoliert sind, und dass das
damit zusammenhängen könnte, und nicht unbedingt daran liegen
muss, dass sich alleinerziehende Mütter besonders an ihr Kind
klammern würden.

Und tabaiba und ich wollen Dir nur darlegen, dass alleinerziehende Mütter nicht zwingend so sind, wie Du Dir das vorstellt.

Es geht mir nur darum, dass anerkannt wird, dass es so sein
kann, und dass die betreffende Mutter nicht in jedem Fall ihre
Situation ändern kann.

Doch, genau die Aktion, das Kind zur Tagesbetreuung außer Haus zu geben, das wäre doch schon eine gelungene Änderung der Situation. Und bei einer Mutter, die hier klammert, kann man schon auf den Gedanken kommen, dass sie das Kind als ihren einzigen Lebensinhalt ansieht.

Sicher gibt es auch Partner, die die Situation noch
schwieriger machen, indem sie eine zusätzliche Belastung
darstellen, aber ich denke, viele werden dann genau aus diesem
Grund auch alleinerziehend.

siehst Du, hier widersprichst Du Dir schon fast selber. Erst ist der Partner eine große Hilfe, und dann ist er schon wieder der Grund einer schwierigen Situation.

es lassen sich viele situationen ändern, manchmal muss man
dafür aber halt selbst aktiv werden. es gibt doch z.b. auch an
jeder ecke (in kirchen und bei sonstigen ‚veranstaltern‘
krabbelgruppen, in die man die kinder ein bis zwei mal pro
woche geben kann, …

Wirklich, an jeder Ecke, in jeder Stadt? Alle mit ausreichend
freien Plätzen?

Wie gut, dass unsere Familienministerin da was dagegen machen möchte, indem sie frühkindliche Betreuung außer Haus besser gefördert sehen möchte.

Gruß, Karin

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Hallo

Aber das ist doch dann meistens die Zeit, in der dann die
ganzen anderen Sachen erledigt werden müssen (Haushalt,
Papierkram …)

hier hilft doch sehr, wenn man dem blöden Haushalt nicht allzu
ernst nimmt.

Es ist ja auch nicht jeder Haushalt gleich schnell zu bewirtschaften. Mit so einem kleinen Kind kann man da schon was zu tun kriegen, auch wenn man nicht vom Fußboden essen will.

Ich finde, du gehst hier zu stark von deinem Fall aus.

Und ich finde, dass Du hier über alleinerziehende Mütter
redest, ohne eine nennenswerte Menge von solchen
alleinerziehenden Müttern zu kennen.

Wie viele alleinerziehende Mütter kenne ich denn?

Bei mir und meiner
Tochter war das nämlich ziemlich ähnlich wie bei tabaiba.

Ok, ich kenne weder dich noch tabaiba.
Aber was beweist das?

Aber um viel Zeit in so einem Forum zu
verbringen, dafür wäre mir meine Zeit zu schade gewesen.

Ich weiß nicht, ob da alle SchreiberInnen viel Zeit in diesem Forum verbracht haben.

Darauf wollte ich darlegen, dass
alleinerziehende Mütter oft sehr isoliert sind, und dass das
damit zusammenhängen könnte, und nicht unbedingt daran liegen
muss, dass sich alleinerziehende Mütter besonders an ihr Kind
klammern würden.

Und tabaiba und ich wollen Dir nur darlegen, dass
alleinerziehende Mütter nicht zwingend so sind, wie Du Dir das
vorstellt.

Danke, nicht nötig. Wenn ich darstellen will, dass es solche Situationen gibt, heißt es nicht, dass ich darstellen will, dass es zwingend so ist. Im übrigen habe ich gar nichts darüber geschrieben, wie alleinerziehende Mütter sind, sondern wie ihre Situation ist bzw. sein kann.

Es geht mir nur darum, dass anerkannt wird, dass es so sein
kann, und dass die betreffende Mutter nicht in jedem Fall ihre
Situation ändern kann.

Doch, genau die Aktion, das Kind zur Tagesbetreuung außer Haus
zu geben, das wäre doch schon eine gelungene Änderung der
Situation.

Ich finde es nicht so einfach, eine halbwegs vernünftige Tagesbetreuung außer Haus zu finden. Irgendeine Tagesbetreuung findet man schnell, das gebe ich zu.

siehst Du, hier widersprichst Du Dir schon fast selber. Erst
ist der Partner eine große Hilfe, und dann ist er schon wieder
der Grund einer schwierigen Situation.

Was soll der Quatsch? „DER Partner“ sollte hier nicht ein und dieselbe Person sein, sondern zwei unterschiedliche Personen. Ich hatte vermutet, dass ein Partner meistens eher eine Hilfe als neutral oder das Gegenteil ist. Dann hatte ich noch eingeräumt, dass es auch anders sein kann.

Wie gut, dass unsere Familienministerin da was dagegen machen
möchte, indem sie frühkindliche Betreuung außer Haus besser
gefördert sehen möchte.

Das wird ja wohl mehr auf eine Verwahrung als auf eine Betreuung hinauslaufen. Viel zu viele Kinder auf eine Erzieherin. Zum Beispiel Finnland: 4 Kinder unter 3 Jahren auf eine Erzieherin, Schweden: 3 Fachkräfte für 15 Kinder unter 3 Jahren. Bei uns wird es auf eine Erzieherin für 10 bis 20 Kinder hinauslaufen. Da kann man doch nicht sein Baby den ganzen Tag lassen.

Viele Grüße
Simsy

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Hallo

Jede allein erziehende Mutter ist anders. Ich schrieb über
einen Hort und meine persönlichen Erfahrungen. Das diese
allgemeingültig anzunehmen sind habe ich nicht behauptet.

Ach so, klang für mich so.

Im übrigen bin ich davon ausgegangen, dass es tatsächlich so sein könnte. Ich hab doch nur geschrieben, wieso es meiner Meinung nach so sein könnte.

Viele Grüße
Simsy

Hallo

Ich habe keinerlei Vorurteile gegen Alleinerziehende. Weshalb
auch?

Ehrlich gesagt, das ist in einem anderen Beitrag von dir in einem anderen Brett bei mir mal so angekommen. Wobei mir allerdings nicht ganz klar wurde, ob, und wenn ja, in welchem Sinne dieser Beitrag ironisch gemeint war.

PS Ich habe mal auf das 3 Jährige Kind einer (verheirateten)
Bekannten aufgepasst, sie hatte mir versichert sie wäre
maximal 30 Minuten weg, und es sei besser wenn ihre Tochter
nicht merkt das sie geht.

Betrug!

Als das Kind bemerkte dass sie weg war hat es so laut geweint,
es ließ sich von mir nicht beruhigen, ich habe jeden Moment
gedacht die Nachbarn rufen die Polizei wegen
Kindesmisshandlung- das hätte ich als Nachbar bei so lauten
Kinder schreien getan. Das Kind schrie eine Stunde, bis
endlich die Mutter wiederkam…

Ok, ok, die Kinder schreien auch ohne Mutter!

Viele Grüße
Simsy

Liebs Simsy,

Aber das ist doch dann meistens die Zeit, in der dann die
ganzen anderen Sachen erledigt werden müssen (Haushalt,
Papierkram …)

hier hilft doch sehr, wenn man dem blöden Haushalt nicht allzu
ernst nimmt.

Es ist ja auch nicht jeder Haushalt gleich schnell zu
bewirtschaften. Mit so einem kleinen Kind kann man da schon
was zu tun kriegen, auch wenn man nicht vom Fußboden essen
will.

stell Dir vor, auch wenn es schon 28 Jahre her ist: Ich weiß, was man mit einem kleinen Kind zu tun hat!

Wie viele alleinerziehende Mütter kenne ich denn?

Können nicht viele sein, zumindestens persönlich. Oder es ist eine fein selektierte Menge, die Schwierigkeiten mit Kontakten zu anderen Menschen hat.

Ok, ich kenne weder dich noch tabaiba.
Aber was beweist das?

Erstens, dass uns nicht kennst, zweitens erhöht es die Wahrscheinlichkeit, dass deine Spekulationen doch etwas danebenliegen.

Ich weiß nicht, ob da alle SchreiberInnen viel Zeit in diesem
Forum verbracht haben.

Sie haben zumindest solange darin verbracht, dass sie ihre Klagen dort los geworden sind. Ich bin im allgemeinen lieber mit meiner Tochter rausgegangen, wenn es mir zuhause schlecht gegangen ist.

Und tabaiba und ich wollen Dir nur darlegen, dass
alleinerziehende Mütter nicht zwingend so sind, wie Du Dir das
vorstellt.

Danke, nicht nötig. Wenn ich darstellen will, dass es solche
Situationen gibt, heißt es nicht, dass ich darstellen will,
dass es zwingend so ist.

Du klangst aber so. Ich habe jetzt nochmal gelesen, was du geschrieben hast. In keinem der Sätze jedoch habe ich einen Konjunktiv gefunden. Sätze im Indikativ jedoch lese ich als Behauptungen und nicht als Annahme.

Wie gut, dass unsere Familienministerin da was dagegen machen
möchte, indem sie frühkindliche Betreuung außer Haus besser
gefördert sehen möchte.

Das wird ja wohl mehr auf eine Verwahrung als auf eine
Betreuung hinauslaufen.

Hier unterstellst Du mal wieder Dinge, die gut zu deinen Vorurteilen gegen aushäusige Kinderbetreuung passen. Zu dem Thema jedoch ist mir deine Sicht zu einseitig, daher möchte ich dann nicht weiter diskutieren.

Gruß, Karin

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Hallo

Ok, ich kenne weder dich noch tabaiba.
Aber was beweist das?

Erstens, dass uns nicht kennst, zweitens erhöht es die
Wahrscheinlichkeit, dass deine Spekulationen doch etwas
danebenliegen.

Nach den Zahlen von Alleinerziehenden in Deutschland, die mir so vorliegen, erhöht sich damit diese Wahrscheinlichkeit um etwa 0,0000714 %.

Wenn ich darstellen will, dass es solche
Situationen gibt, heißt es nicht, dass ich darstellen will,
dass es zwingend so ist.

Du klangst aber so. Ich habe jetzt nochmal gelesen, was du
geschrieben hast. In keinem der Sätze jedoch habe ich einen
Konjunktiv gefunden. Sätze im Indikativ jedoch lese ich als
Behauptungen und nicht als Annahme.

Ich habe ja auch etwas behauptet. Ich hab nur nicht behauptet, es sei immer so, sondern manchmal. Ok, zuerst habe ich behauptet, meistens sei es so, das habe ich nachher aber zurückgenommen bis zu (sinngemäß): Es kommt vor. Da gehört doch kein Konjunktiv hin.

Mit Konjunktiv wäre es ja: Es könnte (rein theoretisch) vorkommen. Das ist es nicht, was ich meine.

Wie gut, dass unsere Familienministerin da was dagegen machen
möchte, indem sie frühkindliche Betreuung außer Haus besser
gefördert sehen möchte.

Das wird ja wohl mehr auf eine Verwahrung als auf eine
Betreuung hinauslaufen.

Hier unterstellst Du mal wieder Dinge, …

Da hast du den springenden Punkt ja weggelöscht, und das ist der Betreuungsschlüssel in Deutschland. Ich fürchte, bei dem Betreuungsschlüssel, den ich da genannt habe, handelt es sich leider nicht um eine Unterstellung.

Viele Grüße
Simsy

bonjour,

Aber das ist doch dann meistens die Zeit, in der dann die
ganzen anderen Sachen erledigt werden müssen (Haushalt,
Papierkram …)

das hängt natürlich davon ab, ob man ein (bauern-)haus oder ne drei-zimmer-wohnung führen muss. mit der stadtwohnung hatte ich keine schwierigkeiten. ich hab das aber auch teilweise gemacht, als die kleene wach war. es gibt tragetücher - und ich hab sehr viel gesungen für sie/mit ihr. da war sie abgelenkt. nur so als beispiel…

papierkram gibts ja nicht jeden tag zu erledigen. es ist natürilch auch ein unterschied, ob man mehrere kinder zu erziehen hat oder gar zwillinge. das ist ein anderes kaliber. ich hatte nur ein kind. es war zwar aktiv und willensstark wie drei, aber war halt faktisch nur eines.

im übrigen konnte ich immer dann prima ausschlafen, wenn die
lütte bei ihrer freundin übernachtet hat.

Ich finde, du gehst hier zu stark von deinem Fall aus.

durchaus nicht. ich kenne sehr viele mütter, die das genauso handhaben. es profitieren ja ALLE davon. die mütter, die dann ab und an nen freien abend und aussschlaf-morgen haben. und auch die kinder, die von klein auf auch an andere menschen/gerüche/stimmen/lebensformen gewöhnt werden, ohne jedoch lieblos behandelt zu werden. außerdem ist gerade für einzelkinder der intensive kontakt zu anderen kindern sicherlich nicht das schlechteste. für babies ist es sicherlich nocht nicht so relevant. aber schaden wird es im zweifelsfall auch nicht. sobald sie aber erste kontakte mit anderen knüpfen, lieben kinder das doch meist.

Ja, wenn die das machen.

wenn sie das NIE machen, sind es keine freunde.

Na gut, und was hat man dann davon, wenn man das feststellt?

man sucht sich NEUE…

man muss ja nicht ständig ausgehen.

Es gibt da aber ein Problem, wenn der Bekanntenkreis ständig
ausgehen will.

bekanntenkreise lassen sich ändern.

Das ist natürlich richtig, ich denke aber, dass es reichlich
schwierig ist, den Bekanntenkreis zu ändern, wenn weder Zeit
noch Geld zur Verfügung steht und man sich einfach nur
erschöpft fühlt.

da dreht sich die katze im kreis. gerade über die kinder findet man ja neue leute, die in ähnlicher situation stecken und ähnlcihe erfahrungen machen. und diese anderen menschen sind ja nicht ausschließlich eltern. mit ihnen gibt es auch wieder andere themen… ich hab über meine tochter schon sehr gute und sehr interessante freunde gefunden. auch ganz ohne zu suchen. und ich hätte sie auch ohne kinder interessant gefunden. wenn du wieder meinst, ich würde zu sehr von mir ausgehen: ich bin sicherlich nciht die einzige, der das so geht. wenn man sich natürlich abschottet und sich in sein schneckenhaus zurückzieht oder in sein alleinerziehenden-schicksal, wird man keinen kennenlernen… die wenigsten fühlen sich von opferlämmern als neue freunde angezogen…

Ich hab mal in so ein Alleinerziehenden-Forum rumgeguckt. Die
schienen fast alle regelmäßig und häufig an Migräneanfällen zu
leiden. Das scheint mir doch was mit der Situation zu tun
haben.

migräne hab ich auch. hatte ich auch vor kind schon. aber die dauert ja nicht das ganze jahr…
übrigens findet man in diesen selbsthilfe-foren immer die, denen es ganz beschissen geht. das ist auch in den jeweiligen krankheits-foren so. als ich die diagnose einer krankheit bekam, deren namen mir nichts sagte und über google so ein forum entdeckte, dachte ich, ich müsste eigentlich halbtot sein, es gibt immer die, die gut damit umgehen können - und die verbringen ihre zeit sinnvoller als nur mit blicken auf ihre eigene situation…

Ja sicher, aber die fühlen sich ja meistens nicht zuständig.

hm… für mich klingt das alles so ein bisschen nach dem
‚geheule‘ einer mutter, die gänzlich unzufrieden ist mit ihrer
situation und dafür gott und die welt, womöglich den
ex-partner, auf jeden fall die freunde und bekannten
verantwortlich macht.

Der Ausgangspunkt war, das Sian geschrieben hatte, dass
insbesondere Kinder von Alleinerziehenden sich schlecht von
ihren Müttern trennen können. Darauf wollte ich darlegen, dass
alleinerziehende Mütter oft sehr isoliert sind,

das ist ne charakterfrage. heutzutage sind alleinerziehende nicht mehr stigmatisiert. und ‚dank‘ häufigen vorkommens auch nicht allein mit ihrer situation. das mag auf dem platten lande etwas anders sein. aber auch dort muss man sich nicht isolieren. im übrigen gibt es auch schneckenhauscharaktere in ehen. ich werde tatsächlich nie den ausspruch einer verheirateten ‚mitmutter‘ vergessen (bei der hochzeit der chorleiterin unserer kinder): „ich geh jetzt, ich fühl mich bei solchen anlässen ohne meinen mann so fehl am platze.“ da ist natürlich nix mehr zu retten!

und dass das
damit zusammenhängen könnte, und nicht unbedingt daran liegen
muss, dass sich alleinerziehende Mütter besonders an ihr Kind
klammern würden.

nein, das tun sicherlich nciht alle. aber vielleiht die, dich sich in erster linie über ihre mutterrolle definieren…

Es geht mir nur darum, dass anerkannt wird, dass es so sein
kann, und dass die betreffende Mutter nicht in jedem Fall ihre
Situation ändern kann. Das musst du jetzt nicht als Heulerei
bezeichnen, oder als Abschieben der Verantwortung auf die
Umwelt. Mir scheint nämlich, als wolltest du hier beweisen,
dass es das nicht geben kann.

klar KANN es das geben. aber da liegt das problem ganz woanders. jedenfalls nicht in der tatsache, ein kind ohne partner großzuziehen. ich will keineswegs damit sagen, es sei tagtäglich ein honigschlecken, jede entscheidung letztlich alleine treffen, jeden euro alleine verdienen, jede fiebernacht alleine wachen, jede träne alleine trocknen - und auch jeden fortschritt und jede freude alleine erleben zu müssen. aber wenn die situation nun mal so ist, sollte man/frau das beste daraus machen und sich nicht jammernd in die klause des so schrecklichen alleinerziehenden-schicksals sperren. auch zum wohle des kindes!

es lassen sich viele situationen ändern, manchmal muss man
dafür aber halt selbst aktiv werden. es gibt doch z.b. auch an
jeder ecke (in kirchen und bei sonstigen ‚veranstaltern‘
krabbelgruppen, in die man die kinder ein bis zwei mal pro
woche geben kann, …

Wirklich, an jeder Ecke, in jeder Stadt? Alle mit ausreichend
freien Plätzen?

das weiß ich nicht. aber irgendwas gibt es immer. wenn nicht, kann man andere mobilisieren und das ins leben rufen. aber dafür muss man halt auch wieder raus gehen.

auch viele grüße
tabaiba

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hallo karin,

„Ich
verstehe nicht, warum so viele Frauen darauf stolz sind, dass
bei ihnen vom Boden gegessen werden könne. Ich hatte noch nie
Gäste, die diesen Wunsch geäußert haben.“

eigentlich ein cooler spruch. aber wenn in der wohnung krabbelkinder leben, sollte es doch einigermaßen sauber sein. ich hab in der zeit auch fast jeden tag gewischt… andererseits… die gesündesten kinder sind wohl die, die im kuhstall ‚krabbeln‘… meine tochter holt das barfuß-im-kuh-und-vor-allem-pferdestall-gefühl heutzutage nach… :wink:

Bei mir und meiner
Tochter war das nämlich ziemlich ähnlich wie bei tabaiba.

immer diese gemeinsamkeiten…

Möglicherweise schreiben die alleinerziehenden, die weniger
Probleme haben, auch nicht so viel in solchen Foren.

sie schreiben vielleicht nicht weniger, aber sie schreiben anders. solche foren sind ja nicht grunsätzlich schlecht. sie können auch der kontaktaufnahme mit gleichgesinnten dienen, oder als schwarzes brett für billigen second-hand-kinderbedarf… aber in den jammer-ecken sitzen die einigermaßen zufriedenen halt nicht so oft…

viele grüße
tabaiba

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hallo nochmal,

Das wird ja wohl mehr auf eine Verwahrung als auf eine
Betreuung hinauslaufen. Viel zu viele Kinder auf eine
Erzieherin. Zum Beispiel Finnland: 4 Kinder unter 3 Jahren auf
eine Erzieherin, Schweden: 3 Fachkräfte für 15 Kinder unter 3
Jahren. Bei uns wird es auf eine Erzieherin für 10 bis 20
Kinder hinauslaufen. Da kann man doch nicht sein Baby den
ganzen Tag lassen.

wird…hinauslaufen…
in den kinderkrippen, die ich kenne, bestehen die gruppen abhängig von der raumgröße aus maximal 12 kindern. im kindergarten sind es meist 25. auf die 10 kinder in der gruppe, die meine tochter vom ersten bis zum vierten lebensjahr besucht hat, kamen eine feste erzieherin, eine feste kinderpflegerin und eine (jährlich wechselnde) praktikantin. außerdem gab es im haus für 7 gruppen zwei springerkräfte für krankheitsfälle und zur differenzierung für die älteren, mit denen regelmäßig anderes gemacht wurde (ausflüge…). es handelte sich um eine städtische kinderkrippe in münchen. meine tochter liebte sie. und sie wurde geliebt. ich hatte als studentin einen ganztagesplatz für meine tochter, hatte aber nicht vor, sie ganztags dort zu lassen. wenn ich um halb drei ankam, um sie zu holen, verkündete sie mir mit eineinhalb jahren, sie müsse noch spielen, sie sei noch nciht fertig. und das hielt sich dann so. oft saß ich stundenlang auf der bank im garten, unterhielt mich mit erzieherinnen oder anderen müttern , denen es ähnlich ging und konnte mich so täglich davon überzeugen, dass mein kind in dieser einrichtung glücklich war. meine tochter hat noch immer freunde aus dieser zeit…

noch heute besuchen wir die krippe - meine tochter ist inzwischen zehn.

ich weiß sehr wohl, dass es auch ganz anders laufen kann, dass es lieblosere einrichtungen gibt, dass es unglücklichere konstellationen gibt. aber es ist einfach falsch und ärgerlich, wenn ständig behauptet wird, kleinkindbetreuung außer haus kann nicht mehr als verwahrung sein. das stimmt so einfach nicht!!!

meine tochter hat in der krippe vieles gelernt, was ich ihr alleine nicht so leicht hätte vermitteln können. krippenkinder sind oft selbständiger, sie orientieren sich an den großen, wollen auch schnell groß werden, werden problemloser trocken, essen sauberer - und sind offener. und dies nicht, weil sie dazu geprügelt würden, sondern weil die motivation durch das vorbild der älteren kinder enorm ist. außerdem lernen sie, sich als teil einer gruppe zu sehen - zuhause sind die meisten heute ja ohnehin die umtüttelten einzelprinzen/prinzessinnen…

so long…
tabaiba

noch heute besuchen wir die krippe - meine tochter ist
inzwischen zehn.

übrigens:
auch ich habe noch heute eine mir sehr wichtige verbindung zu meiner damaligen tagesmutter. ich kam als säugling mit drei monaten zu ihr (immer vormittags - wobei ich mich nachmittags oft auch hingeschlichen hab, sobald ich laufen konnte) und blieb bis zu unserem umzug im alter von vier jahren. es war herrlich bei ihr. sie ist eine seele - und doch streng. bei ihr gab es immer einige andere kinder - sie liebt(e) kinder. und sie schien, trotz vieler arbeit, immer zeit zu haben. als ihr mann starb, war es für mich, als würde mein opa sterben…

es kann also auch gaaaaanz anders gehen. man kann sehr wertvolle menschen hinzugewinnen, wenn man sich ihnen öffnet und ihnen vertraut. natürlich kann man nicht jedem sein kind anvertrauen, aber es gibt auch im tagesmuttergeschäft nicht nur sich selbst bereichernde monster …

so, muss jetzt mal was tun…
viele grüße
tabaiba

Hallo,
ich würde sagen, es gibt solche und solche Kinder. Sicherlich fällt es macnhen Kindern schwerer, sich von ihren Eltern zu lösen, oder dass sie nicht unbedingt andere Kinder zum Spielen brauchen.

Wenn das Kind nicht unbedingt in den Kindergarten gehen MUSS, dann kann man ruhig versuchen, ihr etwas mehr Zeit zur Eingewöhnung zu geben. Spätestens zur Einschulung muss sie es aber schaffen, eine Zeitlang ohne Mutter sein zu können, und sich in eine Gruppe gleichaltriger Kinder einzufügen. Da ist es vorteilhaft, das im Kindergarten schon mal zu probieren und nicht ständig ihrem Willen nachzugeben und das Kind gar nicht mehr in den Kindergarten zu geben.
Die Mutter muss dann auch etwas konsequent sein (sofern die Betreuung im Kindergarten gut ist).

Beatrix

Hallo Susanne,

(meine Schwester hat zeitweise eine echte Phobie vor Menschen
gehabt), dass diese Probleme dem Kind unbewusst weitergegeben
werden…

das kann natürlich sein.
Andererseits habe ich damals oft beobachtet, dass Kinder , die wie wild heulten sich sofort nach der Abfahrt der Mütter beruhigten und spielten.Also dabeibleiben ist ganz falsch.
Gruß,
Claudia

Hallo Simsy,

Ok, ich kenne weder dich noch tabaiba.
Aber was beweist das?

Erstens, dass uns nicht kennst, zweitens erhöht es die
Wahrscheinlichkeit, dass deine Spekulationen doch etwas
danebenliegen.

Nach den Zahlen von Alleinerziehenden in Deutschland, die mir
so vorliegen, erhöht sich damit diese Wahrscheinlichkeit um
etwa 0,0000714 %.

boah, und Du kennst alle die anderen? Respekt.

Übrigens lernte man zur Kindergarten- und Hortzeit meiner Tochter zwangsläufig die Zahl der Alleinerziehenden (Mütter oder Väter), weil in den 80ern die Zahl der Ganztags-Plätze so beschränkt war, dass nur die höchste Dringlichkeitsstufe „alleinerziehend“ berücksichtigt werden konnte.

Ich habe ja auch etwas behauptet. Ich hab nur nicht
behauptet, es sei immer so, sondern manchmal.

Du hast aber andere Argumente so gleich gar nicht gelten lassen.

Wie gut, dass unsere Familienministerin da was dagegen machen
möchte, indem sie frühkindliche Betreuung außer Haus besser
gefördert sehen möchte.

Das wird ja wohl mehr auf eine Verwahrung als auf eine
Betreuung hinauslaufen.

Hier unterstellst Du mal wieder Dinge, …

Da hast du den springenden Punkt ja weggelöscht, und das ist
der Betreuungsschlüssel in Deutschland. Ich fürchte, bei dem
Betreuungsschlüssel, den ich da genannt habe, handelt es sich
leider nicht um eine Unterstellung.

Den Betreuungsschlüssel in Deutschland gibt es überhaupt nicht. Kinderbetreuung ist kommunale Angelegenheit, daher kann keiner behaupten: Ich weiß, wie es bei uns in der Stadt, im Ort, im Dorf ist, und daher weiß ich wie es wo anders in Deutschland ist.

Im übrigen kann ein Betreuungsschlüssel nicht so schlimm sein, wie wenn eine Mutter sich so voll und ganz auf Kind und Haushalt konzentriert, dass sie keine Zeit mehr für Außenkontakte hat. Wo um Gottes willen soll denn so ein armes Kind dann noch Anregungen aufnehmen können?

Gruß, Karin

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Moin,

Ist es nicht eigentlich extrem unnatürlich, sein Kind alleine
und weinend in einer fremden Umgebung zurückzulassen? Wenn
alle Mütter dieser Welt so wären, dass ihnen das nichts
ausmacht, dann wäre die Menschheit wohl schon längst
ausgestorben.

Das Gegenteil dürfte der Fall sein. Normal ist und war doch wohl eher, dass ein Kind mit vielen Bezugspersonen aufwächst, Eltern, Geschwister, Großeltern, Verwandte, Nachbarn usw., die natürlich auch mal auf das Kind aufpassen, bzw. den natürlichen Bewegungsraum des Kindes vergrößern. Die produktive Arbeitsleistung einer jungen Frau daran zu verschwenden, den ganzen Tag lang einem Kleinkind hinterherzuglucken, konnte sich wohl kaum eine Gesellschaft leisten.

Der Umstand, dass Babies und Kleinkinder über Jahre hinweg überwiegend mit einer wesentlichen Bezugsperson, nämlich der Mutter, zusammengekoppelt sind (Papa nicht vorhanden oder auf Arbeit, Geschwister, Verwandte etc. im Haus ebenfalls nicht vorhanden, Nachbarn unbekannt) dürfte eines der extrem unnatürlichen Gegebenheiten unserer Gesellschaft sein. Klar heut so ein Kind dann, wenn Mama plötzlich außer Sichtweise ist. Aber das ist weder normal, noch natürlich.

Gruß
Marion

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Hi

Hallo
Ist es nicht eigentlich extrem unnatürlich, sein Kind alleine
und weinend in einer fremden Umgebung zurückzulassen?

*sfg*
wie alt muss ein Kind sein, um sowas doch durchzuziehen?
Was ist, wenn das Kind noch brüllt, wenn es in die Schule muss?

Es scheint ja relativ oft zu klappen, dass sich die Kinder
dann eben mit dieser fremden Umgebung dann zufrieden geben und
sich darauf einlassen. Ich glaube aber nicht, dass das immer
so ist.

Und hier sehe ich eine der wichtigsten Aufgaben der Kindes-
erziehung: Das Kind an der Hand nehmen und ihm zeigen, dass es
eine eigentständige Person ist, seinen Weg allein gehen muss.
Ein Kind sollte, mit 18, fähig sein, sich selbst zu behaupten
(ok, vom finanziellen mal abgesehen).
Man sollte das Kind, dem Alter entsprechend, dahin schubbsen,
dass es angstfrei in seiner Umwelt/mit Gleichaltrigen umgehen
kann. D. h. für mich, dass man ein Kind ermuntern soll, auf
andere Kinder zuzugehen (und davon muss man auch überzeugt sein,
weil Zwerg merkt, wenn man ihn anlügt).
Ein Kind, das Angst vor andern Kindern seines Alters hat, hat
ein Problem. Ein Kind, das nix mit seinen Alterskameraden anfangen
will oder kann, wird auch ein Problem haben.
Nicht immer liegt es am Kind, wenn ein Integrieren in eine KiTa
nicht klappt. Es sollte mal genauer nachgeguckt werden, wie
die Erziehungsberechtigten dazu stehen, dass das Kind auf eigene
Füße kommen soll.

Will nochmal kurz darauf hinweisen, dass das auch am
Kindergarten liegen kann. Nicht alle Erzieherinnen sind zu
jedem Kind nett.

Auch hier sollte mal nachgeguckt werden, wie die Erziehung vorher
war. Ein Kind, das immer seinen Kopf durchsetzen durfte, wird es
in ner KiTa (und somit später auch in der Schule/im Beruf) schwer
haben. So entsteht leicht der Eindruck, die Erzieherinnen waren
nicht nett zu dem Kind, wenn dem Willen des Kindes nicht nachge-
geben wurde.

Viele Grüße

retour

Simsy

d

PS
(immer noch kopfschüttelnd)
Spätestens im KiGa/KiTa soll soziales Verhalten trainiert werden.
Leider verkennen das viele Eltern.
Eltern, die ihr Leben nur nach dem Kind orientieren tun weder sich
noch dem Kind nen Gefallen.
Was mir auffiel: Meistens haben Eltern mehr Probleme damit, sich
vom Kind abzunabeln als das Kind, das sich von den Eltern abnabeln
soll. Manchmal versuchen Eltern auch -fast- alles, um ein Abnabeln
des Kindes zu verhindern.

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Hallo

Ist es nicht eigentlich extrem unnatürlich, sein Kind alleine
und weinend in einer fremden Umgebung zurückzulassen?

*sfg*
wie alt muss ein Kind sein, um sowas doch durchzuziehen?

Um ein Kind alleine und weinend in einer fremden Umgebung zurückzulassen? Hm, schwierige Frage. Mindestens 14 würde ich sagen.

Man geht davon aus, dass es im Kindergarten nicht alleine ist, und dass die Erzieherin eine Vertrauensperson ist oder innerhalb kürzester Zeit wird, auch wenn man sie gar nicht kennt und einschätzen kann. Sonst könnte man ein 3-jähriges Kind ja wohl nicht da lassen.

Was ist, wenn das Kind noch brüllt, wenn es in die Schule
muss?

Tja, das ist dann schlecht. Ich hatte übrigens gefragt, ob es nicht eigentlich ziemlich unnatürlich für eine Mutter ist, sich so zu verhalten, und etwas wirklich Natürliches ist die Schule ja nun nicht. Eine Verhaltensempfehlung hatte ich gar nicht gegeben.

Ein Kind, das Angst vor andern Kindern seines Alters hat, hat
ein Problem.

Eigentlich besteht aber kein Widerspruch zwischen der Anwesenheit der Eltern und dem Kontakt zu anderen Kindern. Kinder können auch in Anwesentheit von erwachsenen Bezugspersonen auf andere Kinder zugehen. Ich würde sogar denken, dass sie dann viel eher auf andere Kinder zugehen, als wenn sie völlig alleine sind.

Viele Grüße
Simsy

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Hallo

Ist es nicht eigentlich extrem unnatürlich, sein Kind alleine
und weinend in einer fremden Umgebung zurückzulassen? Wenn
alle Mütter dieser Welt so wären, dass ihnen das nichts
ausmacht, dann wäre die Menschheit wohl schon längst
ausgestorben.

Das Gegenteil dürfte der Fall sein. Normal ist und war doch
wohl eher, dass ein Kind mit vielen Bezugspersonen aufwächst,
Eltern, Geschwister, Großeltern, Verwandte, Nachbarn usw., die
natürlich auch mal auf das Kind aufpassen, bzw. den
natürlichen Bewegungsraum des Kindes vergrößern.

Aber diese ganzen Personen sind doch keine Fremden für das Kind!
Die Frage war, ob es nicht unnatürlich ist für eine Mutter, ihr Kind weinend und alleine in einer fremden Umgebung zurückzulassen.

Das ist doch nicht der Fall, wenn man es bei den Großeltern lässt.

Die
produktive Arbeitsleistung einer jungen Frau daran zu
verschwenden, den ganzen Tag lang einem Kleinkind
hinterherzuglucken…

Na ja, die Kinderbetreuung wird immer abgewertet. Dabei ist die Kleinkindbetreuung eines der wichtigsten Aufgaben, die eine Gesellschaft zu erfüllen hat. Das ist bestimmt wichtiger, als irgendeinem Chef die Briefe zu tippen, oder ihm gar das Klo zu putzen (sehr viele Mütter werden Putzfrau, wegen der meist kurzen und oft flexiblen Arbeitszeiten.)

Der Umstand, dass Babies und Kleinkinder über Jahre hinweg
überwiegend mit einer wesentlichen Bezugsperson, nämlich der
Mutter, zusammengekoppelt sind (Papa nicht vorhanden oder auf
Arbeit, Geschwister, Verwandte etc. im Haus ebenfalls nicht
vorhanden, Nachbarn unbekannt) dürfte eines der extrem
unnatürlichen Gegebenheiten unserer Gesellschaft sein.

Das sehe ich allerdings auch so.

Klar
heult so ein Kind dann, wenn Mama plötzlich außer Sichtweise
ist. Aber das ist weder normal, noch natürlich.

Hä? Und wieso machen es dann alle Kinder?
Oder gehst du davon aus, dass das Kind natürlicher- und normalerweise nicht völlig allein auf der Welt sein sollte, nur weil die Mutter mal weg ist, indem nämlich noch die andere Verwandtschaft in greifbarer Nähe ist?

Viele Grüße
Simsy

Hallo

Ok, ich kenne weder dich noch tabaiba.
Aber was beweist das?

Erstens, dass uns nicht kennst, zweitens erhöht es die
Wahrscheinlichkeit, dass deine Spekulationen doch etwas
danebenliegen.

Nach den Zahlen von Alleinerziehenden in Deutschland, die mir
so vorliegen, erhöht sich damit diese Wahrscheinlichkeit um
etwa 0,0000714 %.

boah, und Du kennst alle die anderen? Respekt.

Nein, natürlich nicht, aber um 100-%-ig richtig zu liegen, müsste ich alle kennen.

Bei der Frage, wie es wirklich ist, geht es doch um Tatsachen, und die ändern sich doch nicht dadurch, ob ich sie kenne oder nicht.

Ich habe ja auch etwas behauptet. Ich hab nur nicht
behauptet, es sei immer so, sondern manchmal.

Du hast aber andere Argumente so gleich gar nicht gelten
lassen.

Was für Argumente? Meines Wissens wollte man mir darlegen, dass das, was ich da schreibe, nie zutrifft, und wenn doch, dann ist die Mutter gestört oder selber schuld oder sowas in der Richtung.

Dass es auch so sein kann, wie ihr geschrieben habt, das habe ich doch nie bezweifelt.

Wie gut, dass unsere Familienministerin da was dagegen machen
möchte, indem sie frühkindliche Betreuung außer Haus besser
gefördert sehen möchte.

Das wird ja wohl mehr auf eine Verwahrung als auf eine
Betreuung hinauslaufen.

Hier unterstellst Du mal wieder Dinge, …

Da hast du den springenden Punkt ja weggelöscht, und das ist
der Betreuungsschlüssel in Deutschland. Ich fürchte, bei dem
Betreuungsschlüssel, den ich da genannt habe, handelt es sich
leider nicht um eine Unterstellung.

Den Betreuungsschlüssel in Deutschland gibt es überhaupt
nicht. Kinderbetreuung ist kommunale Angelegenheit, daher kann
keiner behaupten: Ich weiß, wie es bei uns in der Stadt, im
Ort, im Dorf ist, und daher weiß ich wie es wo anders in
Deutschland ist.

Ja, ich weiß, dass das etwas komplizierter ist, ich denk aber, dass es jedenfalls in NRW auf mindestens 10 Kinder pro Erzieherin hinausläuft.

Im übrigen kann ein Betreuungsschlüssel nicht so schlimm sein,
wie wenn eine Mutter sich so voll und ganz auf Kind und
Haushalt konzentriert, dass sie keine Zeit mehr für
Außenkontakte hat.

Ich dachte, wenn sie sich so voll und ganz auf das Kind konzentriert, dann sorgt sie doch auch für Außenkontakte für das Kind. Voll und ganz auf Kind UND Haushalt konzentrieren, das geht meiner Meinung nach nicht.

Viele Grüße
Simsy

Hallo

Boa, hör auf, da werd ich ja ganz neidisch!

In der Gegend, wo ich jetzt arbeite, sehe ich auch öfters Kindergartengruppen mit kleinen Kindern, die immer ganz fröhlich und glücklich aussehen. Bei uns sehe ich immer nur im besten Fall laute und aggressive Kindergartengruppen; meistens gehen die immer schweigsam und verdrossen hinter ihrer Erzieherin her.

Viele Grüße
Simsy

Hi Simsy,

Hallo

Ist es nicht eigentlich extrem unnatürlich, sein Kind alleine
und weinend in einer fremden Umgebung zurückzulassen?

*sfg*
wie alt muss ein Kind sein, um sowas doch durchzuziehen?

Um ein Kind alleine und weinend in einer fremden Umgebung
zurückzulassen? Hm, schwierige Frage. Mindestens 14 würde ich
sagen.

sei mir nicht böse, wenn ich mit deinen Argumenten so meine
Probleme hab.
Ein Kind (in dem von dir vorgeschlagenen Alter schon Jugend-
licher) erst mit 14 allein irgendwohin gehen zu lassen…
Sorry, wenn ich da krass reagiere. Aber in dem Fall bin ich
der Meinung, dass eine Mutter ein Problem hat (das vielleicht
sogar behandlungsbedürftig ist). Eine Mutter, die sowas durch-
ziehen würde („Kind“ mit 14 nicht allein lassen wollen, in
einer „fremden“ Umgebung) ist m. E. nicht fähig (gewesen),
ein Kind zu erziehen.

Man geht davon aus, dass es im Kindergarten nicht alleine ist,
und dass die Erzieherin eine Vertrauensperson ist oder
innerhalb kürzester Zeit wird, auch wenn man sie gar nicht
kennt und einschätzen kann. Sonst könnte man ein 3-jähriges
Kind ja wohl nicht da lassen.

ja watt denn nun? Kind mit 3 alt genug, um allein im KiGa
zu bleiben oder erst mit 14?

Was ist, wenn das Kind noch brüllt, wenn es in die Schule
muss?

Tja, das ist dann schlecht. Ich hatte übrigens gefragt, ob es
nicht eigentlich ziemlich unnatürlich für eine Mutter ist,
sich so zu verhalten, und etwas wirklich Natürliches ist die
Schule ja nun nicht. Eine Verhaltensempfehlung hatte ich gar
nicht gegeben.

Was würdest du denn empfehlen?

Ein Kind, das Angst vor andern Kindern seines Alters hat, hat
ein Problem.

Eigentlich besteht aber kein Widerspruch zwischen der
Anwesenheit der Eltern und dem Kontakt zu anderen Kindern.

Von Warte der (egoistischen) Mutter vielleicht?

Kinder können auch in Anwesentheit von erwachsenen
Bezugspersonen auf andere Kinder zugehen.

Mag sein, dass das eigene Kind (eher die Mutter) so denkt,
aber wer fragt die andern Kindern, wenn sie ständig von
einer fremden Mutter beaufsichtigt (vielleicht genervt)
werden?

Ich würde sogar denken, dass sie dann viel eher auf andere
Kinder zugehen, als wenn sie völlig alleine sind.

Ist hier nicht der Wunsch der Mutter der Vater des Gedankens?

Viele Grüße

auch von mir

Simsy

D

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