Druckwellenlader Wenco Motor Sparauto

Hallo allerseits,

viele Fragen für ein Thema.
Habe vor kurzem über den Tata Nano nachgefragt und erfahren daß der auch keine sparsame Technik hat, also wieder nichts mit einem Zukunftsauto weil der Motor die mögliche Ersparnis nicht bringt. Schade, denn der Ansatz ist gut, wenig Gewicht verzicht auf unnötige Technik und wenig Leistung ist der Richtige weg.
Als Anhaltspunkt daß der Tata ein Schluckspecht ist, ich besitze einen Renault 4CV Bj. 56 (Cremeschnittchen). in den habe ich ein Getriebe von einer Renault Dauphine Gordini eingebaut weil die orig.90kmh bei Vollgas nicht mehr zeitgemäß sind. Läuft jetzt 125kmh mit ca.18kw und verbraucht im 4. Gang bei Vollgas 5,2l/100km. Demnach müßte es doch möglich sein billige gute und sparsame Autos mit heute schon bekannter Technik zu bauen die unter 2,5l Verbrauch kommen.

Wie ich schon mal erwähnt habe hat die Firma Wenco in der Schweiz den Motor für das von Greenpeace in Auftrag gegebene Auto SMILE gebaut.
der Knüller dabei ist m.e. der Motor der mittels Druckwellenlader auf 3bar aufgeblasen wurde und die ca. 50 PS bei ca. 5000 Umdr./min aus ca. 178ccm entwickelte. Das würde bedeuten daß die für den Tata Nano benötigten 28PS ca. 100ccm ausreichen würden.

Weiß jemand wie ein Druckwellenlader funktioniert? Er soll von einer finnischen Traktorenfirma eingebaut worden sein.

Mit bestem Dank und Gruß
Elmar

Hallo Elmar,

schau mal unter Comprexlader.
http://de.wikipedia.org/wiki/Comprexlader

Gruß Fritz

Moin,

Als Anhaltspunkt daß der Tata ein Schluckspecht ist, ich
besitze einen Renault 4CV Bj. 56 (Cremeschnittchen). in den
habe ich ein Getriebe von einer Renault Dauphine Gordini
eingebaut weil die orig.90kmh bei Vollgas nicht mehr zeitgemäß
sind. Läuft jetzt 125kmh mit ca.18kw und verbraucht im 4. Gang
bei Vollgas 5,2l/100km.

Nun, ein ähnlichres Ergebnis brachte mein damaliger Renault 4 auch.

Demnach müßte es doch möglich sein
billige gute und sparsame Autos mit heute schon bekannter
Technik zu bauen die unter 2,5l Verbrauch kommen.

Machbar? Vielleicht. Denn allein die elektronischen Helferlein und Sicherheitseinrichtungen, die damals fehlten erhöhen das Gewicht enorm.
Die Motoren sind heute sicher leistungsfähiger und effizienter, nur macht es natürlich keinen Sinn wenn man diese Vorteile mit hohem Eigengewicht wieder zunichte macht.
Es gibt ja schon Autos die wenig verbrauchen, aber die Absätze sind gering. Es gibt scheinbar wirklich zu wenig Interessenten.

Wie ich schon mal erwähnt habe hat die Firma Wenco in der
Schweiz den Motor für das von Greenpeace in Auftrag gegebene
Auto SMILE gebaut.
der Knüller dabei ist m.e. der Motor der mittels
Druckwellenlader auf 3bar aufgeblasen wurde und die ca. 50 PS
bei ca. 5000 Umdr./min aus ca. 178ccm entwickelte. Das würde
bedeuten daß die für den Tata Nano benötigten 28PS ca. 100ccm
ausreichen würden.

Nur stellt sich die Frage nach der Zuverlässigkeit und der Lebensdauer.
Dazu müsste man mehrere dieser Prototypen wirklich längere Zeit in der Praxis testen. Aber genau das überlässt die Automobilindustrie ja heute gern dem Kunden nach dem Kauf.

Gruss Jakob

Hallo Jakob,

Dazu müsste man mehrere dieser Prototypen wirklich längere
Zeit in der Praxis testen. Aber genau das überlässt die
Automobilindustrie ja heute gern dem Kunden nach dem Kauf.

bist du in der Entwicklung eines Automobilherstellers tätig, dass du fundiert behaupten kannst, man teste nicht ausreichend genug ? Zu wenig Fahrversuche ?
Und was meinst du mit „in der Praxis“ testen ? Was würdest du dafür vorschlagen ? Bedenke dabei, dass ein Testprogramm nicht über die zeitliche Lebensdauer eines Fahrzeuges von über zehn Jahren gehen kann. Dass jedes Testprogramm letztlich vom Kunden mit dem Kaufpreis für das Auto bezahlt werden muss.
Gruß
Karl

Hallo,

Machbar? Vielleicht. Denn allein die elektronischen Helferlein
und Sicherheitseinrichtungen, die damals fehlten erhöhen das
Gewicht enorm.
Die Motoren sind heute sicher leistungsfähiger und
effizienter, nur macht es natürlich keinen Sinn wenn man diese
Vorteile mit hohem Eigengewicht wieder zunichte macht.
Es gibt ja schon Autos die wenig verbrauchen, aber die Absätze
sind gering. Es gibt scheinbar wirklich zu wenig
Interessenten.

Interessen werden auch wesentlich von den Medien gemacht. Diese erzeugen bei vielen einen regelrechten Gruppezwang. Würde wirklich jemand für ein Auto eine leichte und billig Basisversion ohne jeglich Ausstattung anbieten, die jeder Käufer nach seinen Wünschen aufrüsten kann, dann wäre das ein gefundenes Fressen für die Medien. Sofort wäre ein Vergleich mit Hyundai & Co und deren serienmäßiger Vollausstattung hergestellt. Ein entsprechend schlechtes Image würde massenwirksam generiert und fast keiner kauft die Kiste dann. So haben kleinste Kleinwagen heute eine Zwangsmindestmasse von deutlich über einer Tonne. Mein Polo hat knapp 1,4 Tonnen Leergewicht und einen realen Durchschnittsverbrauch von 5,7L/100km. Mit 700kg Leergewicht würde der auch fahren, vermutlich dann mit 3,x L/100km. Ich würde ein 700kg-Auto ohne Sicherheitsausstattung kaufen. Schließlich läuft auch niemand mit einem Hochspannungsschutzanzug durch die Gegend, um sich gegen Blitztreffer zu schützen. Zumindest bis jetzt noch nicht, weil die Medien das noch nicht aufgegriffen haben.

bedeuten daß die für den Tata Nano benötigten 28PS ca. 100ccm
ausreichen würden.

Bei einer Verdichtung von schätzungsweise über 1:25 könnte auch ein Selbstzünder mit Benzin gebaut werden. Ein solcher Motor wäre extrem sparsam. Problem sind die bei den dort auftretenden Temperaturen hohen NOx Mengen.

Bei ausreichender Stückzahl kann man bei Tata sicher auch Nanos mit einem zugelieferten sparsamen Motor immernoch günstig bauen lassen. Das unkalkulierbare unternehmerische Risiko dabei würde ich in der Reaktion der Medien sehen. Von denen ist die verkaufbare Stückzahl wesentlich abhängig.

Mit freundlichen Grüßen
schubtil

Moin,

bist du in der Entwicklung eines Automobilherstellers tätig,
dass du fundiert behaupten kannst, man teste nicht ausreichend
genug ? Zu wenig Fahrversuche ?

Nein, ich fahre nur viel Neuwagen. Und mit denen habe ich deutlich mehr Ärger als ich früher mit alten Autos hatte.
Auch in den Gesprächen mit Werkstattleitern verschiedener Hersteller wird mir bestätigt, das es noch nie so viele Reklamationen bei fast neuen Autos gab. Tendenz steigend.

Und was meinst du mit „in der Praxis“ testen ? Was würdest du
dafür vorschlagen ? Bedenke dabei, dass ein Testprogramm nicht
über die zeitliche Lebensdauer eines Fahrzeuges von über zehn
Jahren gehen kann. Dass jedes Testprogramm letztlich vom
Kunden mit dem Kaufpreis für das Auto bezahlt werden muss.

Nun, der Praxistest sollte den Gegebenheiten entsprechen unter denen die Fahrzeuge später genutzt werden. Natürlich kann so ein Test nicht Jahre dauern, aber viele Fehler dürften nach meinem dafürhalten nicht auftreten wenn ordentlich getestet wurde. Damit meine ich nicht Fehler, die durch die Serienstreuung auftreten, sondern die, die im besten Fall zu Rückrufaktionen führen. Oft genug, das wird ja auch von vielerlei Stellen kritisiert, wird aber aus Imagegründen keine Rückrufaktion gestartet. Obwohl der gleiche Fehler bei sehr vielen Fahrzeugen auftritt, was mit Serienstreuung nicht mehr erklärbar ist.
Natürlich muss das alles in die Kalkulation mit rein. Ich denke aber dass die meisten Käufer eher ein paar Euro mehr für ein wirklich ausgereiftes Fahrzeug ausgeben würden, als hinterher oft den Wagen in der Werkstatt lassen zu müssen und zu hoffen dass der Fehler auf Garantie oder Kulanz behoben wird.

Gruss Jakob

Moin,

Interessen werden auch wesentlich von den Medien gemacht.
Diese erzeugen bei vielen einen regelrechten Gruppezwang.

Das ist natürlich teils richtig, aber dann müssten wir alle nach Deiner Argumentation das Gleiche Auto fahren :wink:
Die Medien suchen sich Zielgruppen aus und agieren entsprechend.
Was für den einen dann in der Werbung oder den Medien abschreckend ist, ist für den anderen attraktiv.

Würde wirklich jemand für ein Auto eine leichte und billig
Basisversion ohne jeglich Ausstattung anbieten, die jeder
Käufer nach seinen Wünschen aufrüsten kann, dann wäre das ein
gefundenes Fressen für die Medien. Sofort wäre ein Vergleich
mit Hyundai & Co und deren serienmäßiger Vollausstattung
hergestellt. Ein entsprechend schlechtes Image würde
massenwirksam generiert und fast keiner kauft die Kiste dann.

Das mag für mancherlei Menschen zutreffen, nur würde dann z.B. der Dacia überhaupt nicht verkauft werden. Gerade der hat aber bei den Verkaufszahlen einen enormen Zuwachs. Von 22.833 verkauften Autos im Jahr 2004 auf 111.834 allein im ersten Halbjahr 2007.

So haben kleinste Kleinwagen heute eine Zwangsmindestmasse von
deutlich über einer Tonne. Mein Polo hat knapp 1,4 Tonnen
Leergewicht und einen realen Durchschnittsverbrauch von
5,7L/100km. Mit 700kg Leergewicht würde der auch fahren,
vermutlich dann mit 3,x L/100km. Ich würde ein 700kg-Auto ohne
Sicherheitsausstattung kaufen. Schließlich läuft auch niemand
mit einem Hochspannungsschutzanzug durch die Gegend, um sich
gegen Blitztreffer zu schützen. Zumindest bis jetzt noch
nicht, weil die Medien das noch nicht aufgegriffen haben.

Irgendwie hast Du es mit den Medien :wink:
Ich glaube nicht, das ich einzigartig bin. Und mich interessieren die Medien einen feuchten Pfurz. Ich habe weder einen i-Pod noch ein trendy Mobiltelefon. Mein PC ist ein recht alter, aber grundsolider PIII 1GHz und ich erwäge, völlig gegen den Trend, die Anschaffung eines Hybridfahrzeugs.

Bei einer Verdichtung von schätzungsweise über 1:25 könnte
auch ein Selbstzünder mit Benzin gebaut werden. Ein solcher
Motor wäre extrem sparsam. Problem sind die bei den dort
auftretenden Temperaturen hohen NOx Mengen.

Und nicht nur das. Hubraumschwache Motoren leben bekanntlich von der Drehzahl. Einen hochverdichteten und hoch drehenden Miniaturmotor auf Dauer standfest zu bekommen dürfte sich schwierig gestalten.
Da hielte ich deutlich mehr von einer gewichtsmässigen Abmagerungskur.
Leichtere Materialien gibt es ja. Das Auto würde zwar aufgrund der teureren Materialien nicht unbedingt billiger beim Kauf werden, aber deutlich im Unterhalt.

Bei ausreichender Stückzahl kann man bei Tata sicher auch
Nanos mit einem zugelieferten sparsamen Motor immernoch
günstig bauen lassen. Das unkalkulierbare unternehmerische
Risiko dabei würde ich in der Reaktion der Medien sehen. Von
denen ist die verkaufbare Stückzahl wesentlich abhängig.

Nun, das ein Grossteil der Käufer sich über die Medien beeinflussen lässt mag richtig sein, aber wie gesagt, es funktioniert auch anders.
Wenn die Industrie feststellen würde, dass es für so ein beschriebenes Auto eine Käuferschicht gibt, dann würde es auch hergestellt.
Es liegt also an zu wenig interessenten.

Gruss Jakob

Hallo Jakob,

Dazu müsste man mehrere dieser Prototypen wirklich längere Zeit testen

Das Gre3enpeace Auto SMILE wurde tatsächlich zu Testzwecken allen möglichen Reportern usw.überlassen,kann mich aber nicht mehr daran erinnern wer alles darauf rumgeheizt ist.

Habe mal nachgeschaut GREENPEAGE MAGAZIN 5/96 die anderen Hefte finde ich gerade nicht und in denen stehen ein paar techn. Daten.

Der Hubraum ist 358ccm und die Drehzahl ist nicht höher als bei normalen Motoren, wird alles uber den Ladedruck gemacht. Anständige Lager einbauen und die lebensdauer müsste akzeptabel sein. Habs nicht mit den Zahlen aber noch in erinnerung daß der Motor incl. Getriebe nur 42 kg wiegen soll

Vielleicht ist noch jemand im Forum der die alten GREENPEACE MAGAZINE hat.

Ich habe damals bei WENCO in der Schweiz angerufen und wollte unbedingt so einen Motor haben und bekam die Antwort sie wollten das
Koncept an die Autoindustrie verkaufen und warten bis ihre Zeit gekommen sei. auf meinen Vorschlag selbst Motoren großer Stückzahl herzustellen und mit den nötigen Zubehörteilen zu versehen daß sie in die gängigsten automodelle eingebaut werden können gingen sie nicht ein. Es passt nicht in ihr Koncept, sie bauen nur Prototypen und Rennmotoren und sind zu klein um mehr zu produzieren. Wie dem auch sei ich lies das ganze sausen aber es hat mich nie ganz losgelassen.
Da ich dann anders investiert habe habe ich nun auch nicht mehr die Mittel auf so ein Abenteuer.

Gruß Elmar

Hallo Fritz,

vielen Dank für Deinen Hinweis, Du zeigst damit daß man auch mit ein paar Worten gewaltig viel beantworten kann. Auch meine Fragen bzgl.
SMILE wurden dadurch beantwortet, nämlich unter
http://de.wikipedia.org/wiki/Twingo_Smile unddurch
" " " /Niedrigenergiefahrzeug

Das Prinzip des Comprexladers halte ich nach wie vor für genial. Es wurde wahrscheinlich zu schnell verworfen und die thermischen Probleme ließen sich sicher in den Griff bekommen. Es waren ja nicht die großen Autofirmen am werk sondern Tüftler deren Ideen zwar genial, deren Mittel aber begrenzt sind. Beim SMILE hat die hohe Aufladung und der kleine Hubraum sicher die Hälfte der Energieeinsparung gebracht.

Gruß Elmar

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

Hallo Elmar,

besten Dank für Dein Echo.

Das Prinzip eines Druckwellenladers halte ich ebenfalls für genial, auch wenn Sie für Straßenfahrzeuge elend schwer abzustimmen sind.
Interessant fände ich eine Anwendung im quasistationären Betrieb.
Also ohne ständige Last- und Drehzahländerungen.

Dass manche Neuentwicklung zu früh verworfen wird, sehe ich auch so.
Ich trauere heute noch dem Wankelmotor nach.
Wenn jetzt so ein neuer Comprexlader daherkommt, muss er quasi aus dem Stand gegen Konstruktionen wie Roots- oder Turbolader antreten, die schon hundert Jahre Entwicklung hinter sich haben.

Aber Kfz-Hersteller sind nun mal Wirtschaftsunternehmen, die Gewinn machen wollen und müssen.
Die leben nicht von den Autos die sie bauen, sondern von denen die sie verkaufen.
Insofern sind unsere Automobilbosse durchaus käuflich.
Die bauen alles, wenn sie dafür einen Markt sehen.
Aber solange uns Breitreifen und Böser Blick wichtiger sind, bauen sie eben das.
Ich wünsche Dir ein schönes Wochenende!

Gruß Fritz

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

Hallo Jakob,

Nein, ich fahre nur viel Neuwagen. Und mit denen habe ich
deutlich mehr Ärger als ich früher mit alten Autos hatte.
Auch in den Gesprächen mit Werkstattleitern verschiedener
Hersteller wird mir bestätigt, das es noch nie so viele
Reklamationen bei fast neuen Autos gab. Tendenz steigend.

In den neuen Autos ist schließlich viel mehr drin. u.a. ablesbar an gestiegenem Gewicht. Und wo mehr drin ist, dort kann auch mehr kaputt gehen. Spannende Frage : Was soll man aus den heutigen Autos entfernen ? Sicherheits-Elemente, Komfort-Elemente oder umweltrelevante Elemente ?

Und was meinst du mit „in der Praxis“ testen ? Was würdest du
dafür vorschlagen ? Bedenke dabei, dass ein Testprogramm nicht
über die zeitliche Lebensdauer eines Fahrzeuges von über zehn
Jahren gehen kann. Dass jedes Testprogramm letztlich vom
Kunden mit dem Kaufpreis für das Auto bezahlt werden muss.

Nun, der Praxistest sollte den Gegebenheiten entsprechen unter
denen die Fahrzeuge später genutzt werden.

Das ist doch selbstredend. Nur sage mal ganz konkret: Was sind dennn die Gegebenheiten ? Meinst du, dass das die Leute, die solche Praxistests festlegen, keine Ahnung von der Praxis haben ?
Und wenn ein Test nun aus verständlichen Gründen keine zehn/zwölf Jahre dauern darf/kann, dann macht man gezwungenermaßen Zeitraffer-Tests.
Und nicht ohne Grund geben die Hersteller vielen ihrer Mitarbeiter Autos mit neuen Systemen (bevor die überhaupt auf den Markt kommen) zur privaten Nutzung.
Gruß
Karl

Hallo Elmar,

Der Hubraum ist 358ccm und die Drehzahl ist nicht höher als
bei normalen Motoren, wird alles uber den Ladedruck gemacht.
Anständige Lager einbauen und die lebensdauer müsste
akzeptabel sein. Habs nicht mit den Zahlen aber noch in
erinnerung daß der Motor incl. Getriebe nur 42 kg wiegen soll

Wenn das alles so einfach wäre !

Ich habe damals bei WENCO in der Schweiz angerufen und wollte
unbedingt so einen Motor haben und bekam die Antwort sie
wollten das
Koncept an die Autoindustrie verkaufen und warten bis ihre
Zeit gekommen sei.

Wenn das Konzept wirklich so überzeugend ist, außerdem serienreif etwickelt sein sollte, dann hätte die Automobilindusrie gewiss schon zugegriffen. So blöd sind die ja schließlich auch nicht.

Da ich dann anders investiert habe habe ich nun auch nicht
mehr die Mittel auf so ein Abenteuer.

Mit dem Wort „Abenteuer“ hast du eine zutreffende Wahl getroffen.
Gruß
Karl

Moin,

In den neuen Autos ist schließlich viel mehr drin. u.a.
ablesbar an gestiegenem Gewicht. Und wo mehr drin ist, dort
kann auch mehr kaputt gehen. Spannende Frage : Was soll man
aus den heutigen Autos entfernen ? Sicherheits-Elemente,
Komfort-Elemente oder umweltrelevante Elemente ?

Lustiges Argument. Natürlich können mehr Komponenten Defekte aufweisen, sofern auch mehr verbaut werden :wink:
Früher sind die wenigen Komponenten aber lange nicht so früh ausgefallen. Es geht doch nicht darum, dass mal was kaputtgehen kann, sondern darum dass es so früh kaputt geht. Wenn manche Teile heute nicht einmal mehr die ersten 2 Jahre ohne Defekte überstehen ist das recht armselig.
Nur sollten die Defekte eben überhaupt nicht auftreten. Ein Beispiel:
Bei den starken Opel Dieselmotoren ist bekannt dass sich die Antriebswellen recht früh verabschieden. Inzwischen kommen auch andere zum Einsatz, aber die waren von Anfang an der Leistung nicht gewachsen.
Die Elektronikkomponenten bieten ja auch viel Freude. Defekte an der Elektronik sind laut ADAC Pannenursache Nr.1. Und die meisten Werkstätten sind mit der Elektronik schlicht überfordert. Da Elektronik aber auch im Bereich der Sicherheitseinrichtungen Verwendung findet sehe ich das schon kritisch. Das sollte dann im Ernstfall schon funktionieren.

Das ist doch selbstredend. Nur sage mal ganz konkret: Was sind
dennn die Gegebenheiten ? Meinst du, dass das die Leute, die
solche Praxistests festlegen, keine Ahnung von der Praxis
haben ?

Den Eindruck habe ich allerdings, zumindest bei einigen. Kälte- und Wärmekammer sind gut und schön und mögen der Praxis nahekommen. Warum klappern dann trotzdem Schiebedächer im Winter (Opel Zafira)? Warum lösen sich Materialien unter UV-Strahlung der Sonne auf (VW)? Warum lösen sich geklebte Verbindungen (Mercedes SLK)?
Warum spinnt dann ab und an der Regensensor (VW-Touran und Opel Astra)?
Vielleicht ist ja auch alles richtig konzipiert und es liegt an der Verarbeitung? Dafür würde sprechen das selbst Mercedes Fahrzeuge, sofern sie in Spanien gebaut werden, nach kurzer Zeit regelrecht auseinanderfallen.
Ich sauge mir das alles ja auch nicht aus den Fingern. Zum einen basiert es auf eigenen Erfahrungen, zum anderen aus den Erfahrungen mit den Firmenfahrzeugen (alle max. 3 Jahre im Leasing) und nicht zuletzt auch aus Gesprächen mit einem Entwicklungsingenieur eines Autoherstellers.

Und wenn ein Test nun aus verständlichen Gründen keine
zehn/zwölf Jahre dauern darf/kann, dann macht man
gezwungenermaßen Zeitraffer-Tests.
Und nicht ohne Grund geben die Hersteller vielen ihrer
Mitarbeiter Autos mit neuen Systemen (bevor die überhaupt auf
den Markt kommen) zur privaten Nutzung.

Nun, der Tenor der Werkstattmeister bleibt trotzdem gleich:
„Das hätte nach so kurzer Zeit nicht passieren dürfen“. Dabei spielt der Preis noch nicht einmal eine Rolle. Solche Probleme gibts bei jedem Hersteller, ob Opel, Porsche, BMW, VW oder Mercedes.
Mir persönlich könnte es egal sein, da ich einen Firmenwagen fahre. Aber wer 30.000EUR für einen Neuwagen hinblättert und innerhalb der ersten Jahre nochmal einige Werkstattrechnungen zu begleichen hat, der versteht unter Spass was anderes.

Gruss Jakob

Guten Abend,

Früher sind die wenigen Komponenten aber lange nicht so früh
ausgefallen.

Nach meinen eigenen Erfahrungen komme ich zur genau entgegengesetzten Einschätzung.
Da die Hersteller ihre Qualitäts-Statistiken nicht veröffentlichen : Kennst du etwa vom ADAC bzw TÜV entsprechende Statistiken ?

Wenn manche Teile heute nicht einmal mehr die ersten 2 Jahre
ohne Defekte überstehen ist das recht armselig.

In der Tat. Aber das gab’s früher genauso.

Die Elektronikkomponenten bieten ja auch viel Freude. Defekte
an der Elektronik sind laut ADAC Pannenursache Nr.1.

Das sagt zunächst mal gar nichts. Einer muss ja schließlich die Nummer 1 in der Rangliste übernehmen.
Zudem sind Elektroniken hochkomplexe Geräte, mit einer Wahnsinnsanzahl an Einzelkomponenten. Und bezahlbar müssen die auch bleiben, sonst hätten die keine Chance auf Einsatz im Fahrzeug.

Und die meisten Werkstätten sind mit der Elektronik schlicht
überfordert.

Konsequenz : Auf Elektroniken verzichten ? Oder hochqualifizierte Elektronik-Ingenieure als Personal in Werkstätten ? Letzteres wäre kaum jemand der Kundschaft bereit zu bezahlen.

Da Elektronik aber auch im Bereich der Sicherheitseinrichtungen
Verwendung findet sehe ich das schon kritisch.
Das sollte dann im Ernstfall schon funktionieren.

Sicherheitsrelevante Elektroniken gehen im Fehlerfall in einen abgesicherten Modus, zB bleibt beim ABS die normale Bremsfunktion erhalten.

Das ist doch selbstredend. Nur sage mal ganz konkret: Was sind
dennn die Gegebenheiten ? Meinst du, dass das die Leute, die
solche Praxistests festlegen, keine Ahnung von der Praxis
haben ?

Den Eindruck habe ich allerdings, zumindest bei einigen.

Dann sag doch bitte ganz konkret , wie deiner Meinung nach die Testprogramme zu verbessern sind.

Vielleicht ist ja auch alles richtig konzipiert und es liegt
an der Verarbeitung?

Auch wenn die Qualitätssysteme in der Fertigung in Summe besser geworden sind: absolute Fehlerfreiheit ist praktisch nicht zu erreichen.
Wir sind durch die gestiegene Qualität mittlerweile so „verwöhnt“, dass wir fehlerhafte Produkte kritischer als früher sehen.

Gruß
Karl

Moin,

sorry, aber Deine Argumente das sonst alles zu teuer würde kann ich nicht akzeptieren. Entweder baut man was ein, was auch nachhaltig funktioniert, oder venünftige Technik ist zu teuer.
Wenn es letzteres ist, so muss das Auto halt entsprechend teurer sein oder aber man verbaut keine halbgaren Sachen.
Man kann doch nicht ernsthaft argumentieren, eine zuverlässige Technik sei nicht bezahlbar und daher müsse man eben mit Ausfällen rechnen.
Sicher ist Elektronik komplex und sicher funktioniert die Bremse ohne ABS. Ich hatte aber keine Lust auszuprobieren als das Steuergerät für Gurtstraffer und Airbag einen Defekt meldete, ob es die Technik im Ernstfall wirklich tut.
Wenn das wirklich als Fortschritt erklärt wird, dann verzichte ich dankend. Ich kann ohne elektronische Helferlein besser leben als mit Helferlein, die öfters durch Ausfälle auf sich aufmerksam machen.
Ich erkenne in Deinen Antworten leider nur Polemik.
Wenn es notwendig ist die komplexen Systeme in der Werkstatt zu reparieren, dann müssen die Werkstätten wohl Dipl. Ing. einstellen. Und dann werden die Hersteller ganz schnell merken, das niemand mehr ihre unzuverlässigen Autos kauft und dann entweder die unzuverlässige Technik weglassen oder sie werden zusehen dass sie die Technik zuverlässig bekommen.
Viel der neuen Elektronik ist definitiv überflüssig. Wozu braucht man Elektronikmodule für eine Anhängerkupplung? Wozu allein dafür 7 Sicherungen? Bei älteren Autos taten es Abzweigverbinder genauso.
Und da flog im Zweifel eine Sicherung, anstatt dass die gesamte Elektronik verrückt spielt.
Was ist daran Benutzerfreundlich?

Gruss Jakob

Hallo Jakob,

du solltest Automobil-Entwickler werden, spätestens in deinem zweiten Leben. Dann kannst du alles viel besser machen.
Scheinst ja genügend schlechte Erfahrungen mit neueren Autos gemacht zu haben, aus denen du hinreichend Verbesserungspotential schöpfen kannst.

Good luck und Gruß
Karl

Hallo allerseits,
mische mich auch mal wieder ein

Früher sind die wenigen Komponenten aber lange nicht so früh
ausgefallen. Ein
Beispiel:
Bei den starken Opel Dieselmotoren ist bekannt dass sich die
Antriebswellen recht früh verabschieden.

Das kann man so nicht stehen lassen,das gab es schon immer und je früher desto schlimmer. Die ganz alten Motoren waren von der Laufzeit echt Käse, da hat sich viel getan, allerdings wurden Material und Maßgenauigkeit auch viel besser. Dann waren es nur noch die Karosserien die dem Fahrer unterm Hintern wegfaulten. Der Spruch der rostet schneller als er läuft hat berechtigte Gründe. Heute hält das Blech in der Regel doppelt so lange. Zwischendurch das falsche Material war auch immer wieder dabei wie die weichen Nockenwellen von Opel.

Die Elektronikkomponenten bieten ja auch viel Freude. Defekte
an der Elektronik sind laut ADAC Pannenursache Nr.1.

Heute neben dem hohen Verbrauch mein Hauptproblem. Da ich aus Prinzip nur alte Karren fahre summiert sich bei mir alles und von bisher 5 elektronisch geregelten haben 4 gesponnen bei denen ich den Fehler nicht fand.

das waren moch Zeiten, Vergaser ausblasen, Unterbrecher und Zündkerzen ersetzen und die Mühle klapperte wieder.

Gruß
Elmar

Moin,

nun, Du siehst da scheinbar keinerlei Handlungsbedarf. Ja, ich gehöre dummerweise zu den 110%igen und finde fast überall verbesserungsbedarf.
Und in konkreten Fällen sehe ich auch, ohne grossen finanziellen Aufwand, Lösungen. Man muss natürlich willig sein nach Lösungen zu suchen.
Wer dagegen meint, alles sei super, der sucht natürlich nicht.
Aber solange die Gelder lieber in Lustreisen des Betriebsrates gesteckt werden, anstatt in die Entwicklung…

Gruss Jakob

Moin,

Das kann man so nicht stehen lassen,das gab es schon immer und
je früher desto schlimmer. Die ganz alten Motoren waren von
der Laufzeit echt Käse, da hat sich viel getan, allerdings
wurden Material und Maßgenauigkeit auch viel besser. Dann
waren es nur noch die Karosserien die dem Fahrer unterm
Hintern wegfaulten. Der Spruch der rostet schneller als er
läuft hat berechtigte Gründe. Heute hält das Blech in der
Regel doppelt so lange. Zwischendurch das falsche Material war
auch immer wieder dabei wie die weichen Nockenwellen von Opel.

Das sehe ich nicht ganz so. Meine alten Autos erreichten mit so altmodischem Kram wie Kontaktzündung, Steuerkette und Vergaser meist deutlich höhere Laufleistungen als die modernen PKW, die wegen eines Zahnriemenrisses ratz-fatz zum wirtschaftlichen Totalschaden werden.
Einen alten Passat mit defektem Steuergerät kann man auf den Schrott schieben. Das Steuergerät kostet mehr als das Auto wert ist.
Zündkontakte waren billiger :wink:
Natürlich kommt jetzt wieder die Abgasfraktion, die Autos seien ja viel sauberer geworden. Die Autos ja, und was sagt die gesamte Ökobilanz?
Mit dem faulen Zauber soll einem ja jetzt E10 schmackhaft gemacht werden.
Klar haben die Hersteller mal falsches Material verwendet, wie die Nockenwellen von Opel oder der stahlfreie Edelrost von VW in den ´70ern.

Die Elektronikkomponenten bieten ja auch viel Freude. Defekte
an der Elektronik sind laut ADAC Pannenursache Nr.1.

Heute neben dem hohen Verbrauch mein Hauptproblem. Da ich aus
Prinzip nur alte Karren fahre summiert sich bei mir alles und
von bisher 5 elektronisch geregelten haben 4 gesponnen bei
denen ich den Fehler nicht fand.

Bei mir das gleiche Bild. Dummerweise ist VW, zumindest die Werkstätten, selbst nicht einmal in der Lage ein Motorsteuergerät zu überprüfen. Da wird getauscht. Wars garnicht? Dumm gelaufen, der Kunde zahlt ja.

das waren moch Zeiten, Vergaser ausblasen, Unterbrecher und
Zündkerzen ersetzen und die Mühle klapperte wieder.

Und genau daher waren meine Autos bis zum Golf II alle deutlich zuverlässiger und auch sparsamer.
Mein alter /8 200D wog damals soviel vie mein Astra heute. Der Verbrauch lag bei 10l/100km beim Benz und liegt bei rund 6,5l/100km beim Astra. Das ist also der Fortschritt beim Verbrauch in über 30 Jahren Motorenentwicklung? Natürlich hat der Astra mehr Leistung, die man aber theoretisch nicht bräuchte wenn der Wagen leichter wäre.
Also: weniger Lustreisen für Betriebsräte und das Geld in die Entwicklung leichterer Materialien stecken.

Gruss Jakob

Hallo Jakob,
wollte hier keine Schleichwerbung machen und keine Marken nennen.
Wer alte Autos fährt weiß was taugt. Mein bester war ein Tojota Terzel, hat aber 8,5 liter und nach 16 Jahren 2qm Blech genommen, und der war auch stark elektronisiert.

Einen alten Passat mit defektem Steuergerät kann man auf den
Schrott schieben. Das Steuergerät kostet mehr als das Auto
wert ist…

ist mir bei Franzosen auch passiert
Da fällt mir ein mein schlimmster war der Citroen GSA aus den 70ern.
Habe bis dahin garnicht gewusst wieviel Teile ein Auto hat und wie wenig man ohne Spezialwerkzeug auswechseln kann. Als ich dann mit einem Tank voll von Donaueschingen bis nach Stuttgart kam (ca 100km dafür hat er ca. 26 ltr. gezogen, zuvor 7,5)
hab ich ihn dort stehen lassen und bin mit dem Zug nach hause gefahren.

Gruß Elmar