Versteh ich nicht.
Mooin,
ich bin so verzweifelt und aufgelöst und brauche dringend eure
Hilfe!
Hoffentlich kann ich das.
Ich werde diesen Tread auch im Rechtbrett posten…
es geht um meine Schwester (20 Jahre)
Sie musste vorletzten Sonntag mit dem Krankenwagen ins
nahegelege Krankenhaus gebracht werden, weil Sie starke
Krämpfe und Zitteranfälle bekommen hat.
Das kann alles möglliche sein. Von der Vergiftung über einen Schlaganfall bis zur Psychose fallen mir sofort mindestens 100 Differenzialdiagnosen ein.
es war hat das kürzeste und jetzt liegt sie seit über
einer Woche dort, weil wir Angst haben, dass bei einem
Transport was passieren könnte.
Ist sie denn instabil? Liegt sie auf der Intensivstation? Muß sie beatmet werden?
Zuerst dachten die Ärzte es sei eine Infektion, haben dann ein
paar Tage abgewartet, dass sich irgendwelche sichtbaren
Bakterien bilden (??)
Nun ja bei einer Infektion besteht ein Mittel zur Diagnosefindung, eine Probe (Abstrich) zu nehmen und auf Nährboden zu kultivieren um zu schauen, welche Bakterien da wachsen und ob die die Symptome hervorrufen können. Das kann lange dauern, bei Tuberkulosebakterien zB bis zu mehreren Wochen.
Sie hat ununterbrochen Durchfall gehabt und gekotzt, so dass
Sie in einer Woche 8 Kilo abgenommen hat.
Es scheint sich also (auch) um Magen-Darm-Beschwerden zu handeln?
Dann hat mein Vater endlich sich getraut was zu sagen („wir
bringen meine Tochter jetzt in ein anderes Krankenhaus…!“)
Das hättet ihr schon viel früher tun sollen, bzw. hättet Ihr Eure Sorgen/Ängst/Euer Un - Verständnis zum Ausdruck bringen müssen. Im Krankenhaus ist es leider wie in allen anderen Bereichen des Lebens: wer fragt erfährt etwas. Auch wenn das anders sein sollte ist das in der Realität in kleinen Häusern nicht mehr möglich.
Dann finden die auf einmal an, alles mögliche zu untersuchen.
Was denn?
Und jetzt der Hammer:
die haben ihr im entzündeten/blutendem Darm eine Spiegelung
und eine Darmhautentnahme ohne !! Narkose gemacht.
Der Darm hat keine Schmerzempfindung, nur das Bauchfell, dasihn einhüllt. Eine Narkose ist zur Durchführung einer Darmspiegelung nicht indiziert, höchstens vielleicht bei sehr unkooperativen kleinen Kindern.
Ich würde bei so einer Untersuchung aber zu einer leichten Sedierung raten. Warum das nicht, bzw. nicht ausreichend getan wurde, kann man Dir so nicht sagen. Ich kann mir vorstellen, daß der durchführende Arzt sich das nicht getraut hat, bei dem geschwächten Zustand Deiner Schwester. Oder daß das so schnell gemacht werden mußte, daß kein Arzt da war, der sich mit Sedierung auskennt. Und das muß auch kein Manko sein. Oft genug kommt es zu Komplikationen, weil es Ärzte gibt, die sedieren, ohne sich auszukennen.
Sie hat immer noch unglaubliche Schmerzen. Morgen machen die
eine Magenspiegelung und sie ist so schwach, dass Sie noch
nicht einmal mehr richtig sprechen kann…
Generell gilt: zu jeder invasiven Maßnahme, vom Nadellegen bis zur Magenspiegelung bedarf es einer Einwilligung des Patienten, ansonsten ist das Körperverletzung. Auch kann Deine Schwester sagen, daß sie nicht in diesem Krankenhaus behandelt werden will und sofort entlassen werden will. Das muß sie auch, ansonsten ist das Freiheitsberaubung.
Das das bisher nicht gemacht wurde, kann ich mir nicht vorstellen. Gerade dann, wenn ich jetzt mal annehme, daß „die Ärzte“ dort wirklich schlecht sind. Deshalb muß ich Dich - entschuldigung - an dieser Stelle ernsthaft fragen, ob Dein Posting wirklich ernst gemeint ist, denn so wie Du das schilderst, kann ich mir das… nicht vorstellen.
…bitte sagt mir doch, wie wir gegen solch ein Verhalten des
Krankenhauses vorgehen können?
wie oben gesagt.
ich bin so fertig und kann kaum einen klaren Gedanken fassen…
VG,
Lina
Das beste wäre, mal runterzukomemn, und Dir von den behandelnden Ärztn, am besten von dem, dem Ihr noch am meisten vertraut, das ganze so erklären zu lassen, bis ihr keine Unklarheiten mehr habt. Wenn das nicht geht: sollte Deine Schwester ihr Selbstbestimmungsrecht ausüben.
Viele Grüße,
Chris