Dürfen Eltern jur. Drogentests von Kindern verl. ?

Guten Abend,

dürfen Eltern eigentlich von ihren Kinder prophylaktisch Drogentests machen lassen?
Dient ja irgendwie der gesunden Erziehung des Kindes…

Danke für die Antworten.

Hallo Florian,

sie können. Allerdings auf eigene Kosten beim Hausarzt. Ungefähr 104 Euro für das Ganze, wobei es natürlich teurer wird, je mehr Substanzen gesucht werden.

Also falls der Sprößling sich jetzt nicht die gängigen Kracher wie THC o.ä. einzupfeifen pflegt (schon Amphetamine, vulgo Speed kann aus einigen unterschiedlichen Ingredenzien bestehen, die einzeln rausklamüsert werden müssen), wird man natürlich auch entsprechend nix finden.

Einen Drogentest, der alle Drogen wo gibt findet, existiert nicht. Aber das weiss dein Hausarzt am besten, frag den doch einfach.

Besten Gruß

Annie

Huhu,
dankeschön für die rasche Antwort.

Der Hintergrund ist nur reines Interesse, weil ich gerade da sitze und über eine Marketingkampagne nachgedacht habe und auf kurze Art und Weise prüfen wollte, wie weit man hier gehen dürfte…
Mein Studienschwerpunkt ist zwar nicht Marketing, aber doch meine heimliche Liebe :wink:

Sicherlich lässt sich hierüber wieder streiten :smile:

Mit freundlichen Grüßen,
Florian Gasser

guten morgen florian,
willst du was zum rechtlichen aspekt, frag im rechtsbrett. willst du was über die ängste der eltern wenn kinder/jugendliche kontakt mit drogen haben, und zu welchen maßnahemn sie greifen würden, dann kann ich dir antworten.
seute

Guten Tag,

willst du was über die ängste der eltern wenn
kinder/jugendliche kontakt mit drogen haben, und zu welchen
maßnahemn sie greifen würden, dann kann ich dir antworten.

Mich interessieren sämtliche Aspekte einer Diskussion!

Hallo

dürfen Eltern eigentlich von ihren Kinder prophylaktisch Drogentests machen lassen?
Dient ja irgendwie der gesunden Erziehung des Kindes…

Ich glaube eher nicht, dass ein solcher Drogentest der gesunden Erziehung des Kindes dient. Ich denke, es würde eher das Misstrauen der Eltern gegen das Kind konstatieren, und außerdem eine Kontrolle, die ich persönlich (wenn ich betroffener Jugendlicher wäre) als Übergriff empfinden würde.

Ich wüsste auch nicht, was die Eltern machen könnten, wenn es sich herausstellen würde, dass das Kind tatsächlich Drogen konsumiert. Vorträge halten? Rumtoben? Das Kind nicht mehr rauslassen (insbesondere nicht in die Schule)?

Eine sachliche und selbstkritische Information über Drogen und besonders über die Entstehung von Sucht, und die Übertragung der Verantwortung für den eigenen Konsum auf die Kinder selber halte ich für wesentlich wirkungsvoller. Im Allgemeinen wollen auch Kinder und Jugendliche sich nicht selbst schädigen, und tun es nur, wenn sie sich nicht für zuständig halten für ihre eigene Gesundheit.

Viele Grüße

PS: Mich würde mal interessieren, welche Rolle du dabei spielst: Elternteil, Jugendlicher, Lehrer, Freund der Familie, was ganz anderes?

Guten Tag,

Ich spiele hier gar keine Rolle,
ich habe lediglich die Frage gestellt.
Ich studiere mit dem Schwerpunkt Recht,
und habe mir in diesem Zusammenhang die Frage gestellt, welche rechtlichen Möglichkeiten Eltern denn haben, ihre Kinder zu kontrollieren.
Da die Aufsichtspflicht von Eltern bei gerichtlichen Verfahren stets sehr streng ausgelegt wird, habe ich mich gefragt wie weit denn diese Aufsichtspflicht gehen könnte…
Daher auch die Formulierung dahingehend, dass es im weitesten Sinne eine Sicherung der „guten“ Erziehung darstellen könnte.
Auch sind mir sicherlich die Sichtweisen der einzelnen Parteien, sowie deren Gedanken und Argumentation geläufig, bzw. diese kann ich mir denken, aber rechtlich habe ich leider kein Wissen. Und ich hatte mich einfach gefragt, ob hier jemand Praxiserfahrung mit diesem Thema gesammelt hat.

Noch einen schönen Abend!

Hallo,

Dient ja irgendwie der gesunden Erziehung des Kindes…

Ich glaube eher nicht, dass ein solcher Drogentest der
gesunden Erziehung des Kindes dient. Ich denke, es würde eher
das Misstrauen der Eltern gegen das Kind konstatieren, und
außerdem eine Kontrolle, die ich persönlich (wenn ich
betroffener Jugendlicher wäre) als Übergriff empfinden würde.

Hast du selbst drogensüchtige Kinder?
Hast du mit Eltern von drogensüchtigen Kindern zu tun?

Ich wüsste auch nicht, was die Eltern machen könnten, wenn es
sich herausstellen würde, dass das Kind tatsächlich Drogen
konsumiert. Vorträge halten? Rumtoben? Das Kind nicht mehr
rauslassen (insbesondere nicht in die Schule)?

Also lieber nicht wissen?
Wie wäre das Szenario: Kind konsumiert Drogen.
Kann nur in die Schule (Auflage der Schule!), wenn es nachweislich keine Drogen mehr nimmt. Wird in der Schule durch wöchentlichen Urintest (THC) kontrolliert. Diese Situation kenne ich.
Ich kann mir analog durchaus in einer Familie so etwas vorstellen.
Misstrauen ist angebracht und wird von den drogenkonsumierenden Kindern verstanden.

Eine sachliche und selbstkritische Information über Drogen und
besonders über die Entstehung von Sucht, und die Übertragung
der Verantwortung für den eigenen Konsum auf die Kinder selber
halte ich für wesentlich wirkungsvoller.

Das ist im Vorfeld angebracht, was machst du, wenn das Kind bereits konsumiert?

Im Allgemeinen wollen
auch Kinder und Jugendliche sich nicht selbst schädigen, und
tun es nur, wenn sie sich nicht für zuständig halten für ihre
eigene Gesundheit.

Du hast absolut keine Erfahrung mit Drogen, stimmts?
Meinst du ein drogennehmender Jugendlicher denkt, dass er sich mit den Drogen schädigt?

Gruß
Elke

4 Like

Hallo

Und ich hatte mich einfach gefragt, ob hier jemand Praxiserfahrung mit diesem Thema gesammelt hat.

Ach so, ich hatte geantwortet, weil du weiter unten geschrieben hattest, dass dich sämtliche Aspekte interessieren.

Dass ich die Frage nicht beantworten kann, das war mir schon bewusst …

Viele Grüße

Vorbereitung aufs Leben vs. guter Erziehung.

Hallo

dürfen Eltern eigentlich von ihren Kinder prophylaktisch Drogentests machen lassen?
Dient ja irgendwie der gesunden Erziehung des Kindes…

Ich glaube eher nicht, dass ein solcher Drogentest der
gesunden Erziehung des Kindes dient. Ich denke, es würde eher
das Misstrauen der Eltern gegen das Kind konstatieren, und
außerdem eine Kontrolle, die ich persönlich (wenn ich
betroffener Jugendlicher wäre) als Übergriff empfinden würde.

Hi, Simpsy,

in der heutigen Gesellschaft glaube ich schon, dass die Erziehung zu „jeder misstraut jedem“ gut auf das Leben vorbereiten kann.

In dem Sinne wie ich *gute* Erziehung (Ehrlichkeit, Aufmersamkeit, Höflichkeit, etc. ) verstehe, wäre ein Drogentest genau das Gegenteil von guter Erziehung.

Nick

Hallo

Hast du selbst drogensüchtige Kinder?
Hast du mit Eltern von drogensüchtigen Kindern zu tun?

Nein!

Ich wüsste auch nicht, was die Eltern machen könnten, wenn es sich herausstellen würde, dass das Kind tatsächlich Drogen konsumiert…

Also lieber nicht wissen?

Nein, aber ist es sehr wichtig, es genau zu wissen? Kann man dann überhaupt viel machen?

Wird in der Schule durch wöchentlichen Urintest (THC) kontrolliert.
Diese Situation kenne ich.

Sowas ist mir in der Tat fremd.
Es stimmt, ich bin eher von vorbeugenden Maßnahmen ausgegangen, weil ich irgendwie die Meinung habe, wenn einer erstmal drin ist in der Suchtspirale kann man kaum noch was tun … nur warten, bis der Leidensdruck so hoch wird, dass der Betroffene selbst was tut …

Das ist im Vorfeld angebracht, was machst du, wenn das Kind bereits konsumiert?

Keinen Schimmer, ich würde erstmal zur Angehörigenberatung gehen.

Du hast absolut keine Erfahrung mit Drogen, stimmts?

Nein, das stimmt nicht ganz, die waren aber alle älter, mindestens 20 würde ich sagen. - Bzw. kommt drauf an, ob du legale Drogen (z. B. Nikotin) dazurechnest.

Meinst du ein drogennehmender Jugendlicher denkt, dass er sich mit den Drogen schädigt?

Nein, der denkt, das ist gesund, oder erweitert zumindestens sein Bewusstsein und macht dadurch klüger oder sowas.

Viele Grüße

Hallo!
Sorry, aber du wirfst hier glaube ich einiges durcheinander.
Es ist ein Unterschied ob jemand Drogen nimmt oder dannach süchtig ist.
Auch wenns die Politik gerne anders sieht …
(Bezogen auf THC)

Gruss

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Hallo,

Nein, aber ist es sehr wichtig, es genau zu wissen? Kann man
dann überhaupt viel machen?

Deine Naivität verschlägt mir ehrlich gesagt die Sprache.
Wenn man da nichts machen könnte, dann könnte man ja alle Süchtige (egal, welcher Art die Sucht ist) sofort abschreiben.

Wird in der Schule durch wöchentlichen Urintest (THC) kontrolliert.
Diese Situation kenne ich.

Sowas ist mir in der Tat fremd.

Das ist nicht mal so selten.

Es stimmt, ich bin eher von vorbeugenden Maßnahmen
ausgegangen, weil ich irgendwie die Meinung habe, wenn einer
erstmal drin ist in der Suchtspirale kann man kaum noch was
tun … nur warten, bis der Leidensdruck so hoch wird, dass
der Betroffene selbst was tut …

Das ist so nicht richtig.

Nein, das stimmt nicht ganz, die waren aber alle älter,
mindestens 20 würde ich sagen. - Bzw. kommt drauf an, ob du
legale Drogen (z. B. Nikotin) dazurechnest.

Was glaubst du, wieviele Teenager THC konsumieren?
Wobei das nicht unbedingt gleich Sucht ist. Aber damit es keine Sucht wird, ist Kontrolle angebracht.

Nein, der denkt, das ist gesund, oder erweitert zumindestens
sein Bewusstsein und macht dadurch klüger oder sowas.

Eben.
Dann davon reden, dass sich kein Kind/Jugendlicher selbst schaden möchte, ist irgendwo total neben dem Thema.

Gruß
Elke

2 Like

Hallo,

Sorry, aber du wirfst hier glaube ich einiges durcheinander.
Es ist ein Unterschied ob jemand Drogen nimmt oder dannach
süchtig ist.

Das bezweifle ich nicht, obwohl du recht hast, dass ich mich unklar ausgedrückt habe.

Gruß
Elke

Hallo

Nein, aber ist es sehr wichtig, es genau zu wissen? Kann man
dann überhaupt viel machen?

Deine Naivität verschlägt mir ehrlich gesagt die Sprache.

Wieso Naivität? Ist diese Titulierung als reine Nettigkeit gemeint, oder inwiefern ist das naiv?

Wenn man da nichts machen könnte, dann könnte man ja alle Süchtige (egal, welcher Art die Sucht ist) sofort abschreiben.

Wieso, der Süchtige selber kann ja vielleicht was tun. - Was kann man denn machen, außer dem Süchtigen die Konsequenzen seiner Sucht tragen lassen? Und eben alles zu vermeiden, was die Leute noch tiefer in die Sucht treiben könnte.

MfG

Schönen guten Abend,
ich wollte hier eigentlich rechtliche Hinweise etc.
Ein Streitgespräch darüber zu führen, was nun Sucht und was nur reiner Konsum ist, geht hier wohl zu weit.
Dankeschön an alle, die mir so rasch geantwortet haben.

Ich finde es auch schön, dass hier Erfahrungen ausgetauscht werden, allerdings finde ich, dass es bei den Erfahrungen bleiben sollte, und nicht die Meinung breit getreten werden sollte.
Daher, vieleicht zurück zum Thema?

Noch einen schönen Abend, und eine geruhsame Nacht:smile:.

Hallo,

Wieso Naivität? Ist diese Titulierung als reine Nettigkeit
gemeint, oder inwiefern ist das naiv?

Ich meinte es genauso: jedes Wort deines Postings spricht davon, dass du keine Erfahrung mit drogenkonsumierenden Jugendlichen hast.

Gruß
Elke

1 Like

[MOD] Dürfen Eltern jur. Drogentests von Kindern v
Hallo Florian,

ich wollte hier eigentlich rechtliche Hinweise etc.

Daher, vieleicht zurück zum Thema?

Wenn du rechtliche Hinweise wolltest, dann solltest du dich wohl eher an eines der Rechtsbretter ein paar Zeilen weiter oben wenden.

Die Brettbeschreibung dieses Brettes lautet:
Wer eine Frage rund um das Thema Eltern, Kinder und Familie hat, ist hier richtig ( ausgenommen sind Fragen mit einem rein rechtlichen Hintergrund zu Scheidung, Unterhalt, Besuchsrecht, etc. welche unter Beachtung der FAQ 1129 in den Rechtsbrettern zu stellen sind).

Liebe Grüße, Dany

prophylaktische Tests
Hallo

Das ist im Vorfeld angebracht, …

Es steht ja übrigens im UP, ob man prophylaktisch Drogentest machen dürfe.

VG

Hallo,

ich wollte hier eigentlich rechtliche Hinweise etc.

Dann bist du eh im falschen Brett.
Aber das Problem ist einfach kein juristisches.
Wenn es ein juristisches Recht von Eltern auf Drogentests gäbe, wie würdest du das einklagen wollen?
Wie zwingt man einen 16jährigen vor einem Zeugen in ein Glas zu urinieren?

Im umgekehrten Fall das gleiche: wenn die Eltern das von ihrem Kind verlangen, dann kann sich dieses genauso zur Wehr setzen, wie sich Kinder gegen alle Forderungen ihrer Eltern zu Wehr setzen: durch Verweigerung.

Auch wenn die eine oder andere Seite nun anführt, dass das Recht auf ihrer Seite ist - in der Praxis bleibt es ein rein pädagogisches Problem.

Gruß
Elke