Eclipze, Du machst mir Angst

Hallo Eclipze,

ich will nochmal was von „unten“ zitieren, und zwar wie Du Dich gegen den Dieb mit Knarre verteidigst:

„Ich gebe zu, getan habe ich’s noch nicht. Testen will ich es auch nicht. Aber ich habe eine ganze Menge Angst vor dem Ding verloren, weil ich gemerkt habe, dass 1. die Leute selten wirklich abdruecken (weil doch zuviel Skrupel) 2. fuehlen sich die Leute zu sicher und ueberheblich und rechnen nicht mit einem Angriff des Opfers. Wenn Du’s doch tust sind sie so perplex, dass sie gar nicht wissen was sie tun sollen. Abdruecken, schreien, schlagen, laufen? Die Zeit reicht mir. Ausweichen aus der Schusslinie, Genitaltritt. Arm sichern und mit einem Bein drueberschwingen und fallen lassen. Schulter gesprengt. Kipphandhebel durchreissen. Adieu Handgelenk. Nach hinten fallenlassen, Armstreckhebel. Tschuess Ellenbogen. In aehnlicher Form tausendmal gemacht. Natuerlich keinem Trainingspartner was gebrochen. Um Gottes Willen. Aber das sind die drei Gelenke. Fuer alle drei brauch ich keine fuenf Sekunden.“

Nachdem ich etwas nachgedacht habe fand ich folgendes bedenklich: Wieso musst Du ihn denn schwer verletzen, wuerde nicht die Sicherstellung genug sein? Ich meine nachdem Du ihn entwaffnet hast, und durch einen Hebel sichergestellt hast, rechtfertigt sich doch keinerlei Gewaltanwendung mehr? Schliesslich ist dass doch auch ein Mensch. Also wieso die Gelenke brechen? Ich denke selbst im Kriegsfall waere sowas nicht gerechtfertigt, wenn man den Gegner ueberwaeltigt hat, sollte man ihn gefangennehmen…

Gerade deswegen sollte doch bei Kampfsport immer eine Gewisse Ethik mitgegeben werden. Mir graut so ein bischen wenn ich mir denke dass mehr solche Experten herumlaufen die einem moeglicherweise bei jeder Provokation gleich 3 Gelenke brechen wollen…

Gruss…Abraham

eclipze = Engel auf Erden
Moin Abe und alle da draussen die jetzt vielleicht Angst vor mir haben! ;0)

Ausweichen aus der Schusslinie, Genitaltritt. Arm sichern und
mit einem Bein drueberschwingen und fallen lassen. Schulter
gesprengt. Kipphandhebel durchreissen. Adieu Handgelenk. Nach
hinten fallenlassen, Armstreckhebel. Tschuess Ellenbogen. In
aehnlicher Form tausendmal gemacht. Natuerlich keinem
Trainingspartner was gebrochen. Um Gottes Willen. Aber das
sind die drei Gelenke. Fuer alle drei brauch ich keine fuenf
Sekunden."

Ja, genauso erwaehnte ich das.

Nachdem ich etwas nachgedacht habe fand ich folgendes
bedenklich: Wieso musst Du ihn denn schwer verletzen, wuerde
nicht die Sicherstellung genug sein? Ich meine nachdem Du ihn
entwaffnet hast, und durch einen Hebel sichergestellt hast,
rechtfertigt sich doch keinerlei Gewaltanwendung mehr?
Schliesslich ist dass doch auch ein Mensch. Also wieso die
Gelenke brechen? Ich denke selbst im Kriegsfall waere sowas
nicht gerechtfertigt, wenn man den Gegner ueberwaeltigt hat,
sollte man ihn gefangennehmen…

OK, ich versuche mich hier mal so zu rechtfertigen, dass alle Leute mich verstehen und nicht vor Panik schreiend vor mir davonrennen, wenn sie mich sehen (ich sollte das Foto aus der Visitenkarte entfernen).

  1. Nochmals: Hebel sind nicht zur Sicherstellung gedacht, auch wenn sie heute von der Polizei dazu verwandt werden. Aber nun mal ehrlich. Angenommen Du wirst in einer dunklen Gasse ueberfallen. Von EINER Person mit Schusswaffe. Wie lange willst Du den Jungen festnageln??? Ausserdem wer soll Dir denn glauben, dass der Typ Dich ueberfallen hat. Es koennte doch auch sein, dass Du dem Typen gerade kraeftig einen auf den Sack geben wolltest und er Glueck gehabt hat, dass gerade Leute vorbeikamen.
    Wie willst Du in so einer Situation jemanden alarmieren. Ich mein gut, mir fallen auch mindestens drei Hebel ein, indem ich bequem mein Handy auspacken koennte, um die Polizei zu verstaendigen, aber was soll das denn bitte?
    Ich nehm den Jungen auch nicht in den Kreuzfesselgriff und liefer ihn dann bei den Bullen ab. Aussage gegen Aussage. Alles schon dagewesen. Ploetzlich hatte der andere Typ drei Zeugen wie sie gesehen haben, wie ich angeblich auf den Typen los bin. Ich kann nur von Glueck sagen, dass ich den Jungs nie wieder begegnet bin, sonst waer’s wahrscheinlich ziemlich schlecht fuer mich ausgegangen.

  2. Du scheinst immer wieder den Aspekt der Selbstverteidigung zu ignorieren. Wenn einer mit einer Waffe auf mich zielt, dann zielt er in erster Linie auf mein Leben. Warum sollte ich so jemanden verschonen? Hast Du schon mal in den Lauf einer Pistole geguckt. Ich sage ich habe kaum noch Respekt vor den Dinger, aber ein mulmiges Gefuehl ist das allemal. Jemandem, der nach meinem LEBEN trachtet, dem trachte ich auch nach seiner Gesundheit.
    Ich lass mich doch nicht von jemandem bedrohen, nagel ihn fast, um ihn dann laufen zu lassen. Ich habe in diesem Moechtegern „Rechtsstaat“ schon zu oft die Augen zugedrueckt. Was kriegst Du maximal fuer so einen Ueberfall? 2 Wochen Knast? Im besten Fall. Ich kenne auch genug von den schweren Jungs und wenn die vor irgendetwas keine Angst haben, dann ist es der Knast.
    So Leute muessen erzogen werden. Ich kann mich wehren, aber was ist, wenn so einer eine alte Dame ueberfaellt, sie nach der Attacke, aber nicht mehr zurechtkommt, weil sie sich hiflos fuehlt und umbringt? Findest Du das ok? Der Typ freut sich ueber ein paar Mark fuenfzig. Das kann Menschen zerstoeren oder sogar, man mag es kaum glauben, finanziell in die Enge treiben.
    Wenn ich so einem Typen die Knochen breche, ueberlegt sich das zweimal, ob er das nochmal soll. No pain, no gain.
    Erziehen muss man die Jungs und mit laecherlichen Bewaehrungsstrafen ist es nicht getan. Glaub mir, der Typ wird sich das in Zukunft dreimal ueberlegen und wenn’s ihm nochmal passiert, vielleicht nie wieder. Sieh es als Selbstjustiz, ich sehe es als Selbstverteidigung.

Wenn jemand zu seinen Moeglichkeiten (in dem Fall die Pistole), greife ich auch zu meinen maximalen Moeglichkeiten. Wie man in den Wald hineinruft, so schallt es heraus. Sieh es als uebertrieben oder sonst was, aber ich lasse es mir in einer geordneten Gesellschaft, wie sie hier in Deutschland herrscht, nicht mit einer Waffe egal welcher Art auch immer auf mich zielen. Wer das tut, bitte… aber er muss auch die Konsequenzen tragen.

Mein LEBEN ist das Wichtigste was ich verteidigen kann. Es ist das wichtigste ueberhaupt und wer meint es bedrohen zu muessen, den bedrohe ich. Das IST Selbstverteidigung.

Hier wird nicht nach sanften Methoden gefragt. Ein Angriff auf sein Leben ist so ziemlich das Schlimmste, was einem ueberhaupt passieren kann und da fange ich auch nicht an zu diskutieren. Das ist mein Standpunkt, von dem ich nicht abruecke. Jeder, der vielleicht einmal in meiner Situation war, wird mich vielleicht verstehen. Vielleicht auch nicht. Aber das ist mir egal.

Gerade deswegen sollte doch bei Kampfsport immer eine Gewisse
Ethik mitgegeben werden. Mir graut so ein bischen wenn ich mir
denke dass mehr solche Experten herumlaufen die einem
moeglicherweise bei jeder Provokation gleich 3 Gelenke brechen
wollen…

HALT!!! Wir sprechen hier NICHT von einer x-beliebigen Provokation, sondern von einem Angriff auf mein Leben, meinem Dasein, meiner Existenz und das darf ich sogar vor dem Gesetz mit allen mir moeglichen und gegebenen Mitteln verteidigen, sogar wenn die Folge Tod ist. Kapitel Notwehr. Der Angriff auf mein Leben ist nach dem Paragraph 1 des Grundgesetzes in Deutschland geschuetzt.

Ich bin alles andere als ein amoklaufender Jiu-Jitsu-Ka, der bei jeder kleinsten Provokation den Leuten alle Knochen bricht. Ich glaube das bringt der Respekt vor jeder Kampfkunst zwangslaeufig mit sich. Wer diese Einstellung nicht traegt hat bei den Kampfkuensten NICHTS verloren.

Ich bin wirklich ein Engel. Aber Engel sind nicht nur heilige schuetzende Fabelwesen. Es gibt auch Racheengel. Ich sehe mich tatsaechlich so.

Abe, ehrlich gesagt bin ich ein wenig enttaeuscht, dass Du mich so eingeschaetzt hast.

MfG

eclipze

War das ironisch gemeint?

OK, ich versuche mich hier mal so zu rechtfertigen, dass alle
Leute mich verstehen und nicht vor Panik schreiend vor mir
davonrennen, wenn sie mich sehen (ich sollte das Foto aus der
Visitenkarte entfernen).

  1. Nochmals: Hebel sind nicht zur Sicherstellung gedacht, auch
    wenn sie heute von der Polizei dazu verwandt werden. Aber nun

Mag sein, dass der urspruengliche Zweck das Brechen der Gelenke gewesen sei, aber ich denke Hebel sind mindestens genau so effektiv zur sicherstellung.

mal ehrlich. Angenommen Du wirst in einer dunklen Gasse
ueberfallen. Von EINER Person mit Schusswaffe. Wie lange
willst Du den Jungen festnageln??? Ausserdem wer soll Dir denn
glauben, dass der Typ Dich ueberfallen hat. Es koennte doch

Nachdem du ihm die Schusswaffe weggenommen hast kannst Du auch weglaufen. Oder ihn zur Polizei bringen!

auch sein, dass Du dem Typen gerade kraeftig einen auf den
Sack geben wolltest und er Glueck gehabt hat, dass gerade
Leute vorbeikamen.
Wie willst Du in so einer Situation jemanden alarmieren. Ich
mein gut, mir fallen auch mindestens drei Hebel ein, indem ich
bequem mein Handy auspacken koennte, um die Polizei zu
verstaendigen, aber was soll das denn bitte?
Ich nehm den Jungen auch nicht in den Kreuzfesselgriff und
liefer ihn dann bei den Bullen ab. Aussage gegen Aussage.
Alles schon dagewesen. Ploetzlich hatte der andere Typ drei
Zeugen wie sie gesehen haben, wie ich angeblich auf den Typen
los bin. Ich kann nur von Glueck sagen, dass ich den Jungs nie
wieder begegnet bin, sonst waer’s wahrscheinlich ziemlich
schlecht fuer mich ausgegangen.

Wo wohnst Du denn? Da scheint es ja ziemlich hart zur Sache zu gehen.

  1. Du scheinst immer wieder den Aspekt der Selbstverteidigung
    zu ignorieren. Wenn einer mit einer Waffe auf mich zielt, dann
    zielt er in erster Linie auf mein Leben. Warum sollte ich so
    jemanden verschonen? Hast Du schon mal in den Lauf einer
    Pistole geguckt. Ich sage ich habe kaum noch Respekt vor den
    Dinger, aber ein mulmiges Gefuehl ist das allemal. Jemandem,
    der nach meinem LEBEN trachtet, dem trachte ich auch nach
    seiner Gesundheit.

Hat Dich denn schon mal jemand mit ner echten Pistole bedroht?

Ich lass mich doch nicht von jemandem bedrohen, nagel ihn
fast, um ihn dann laufen zu lassen. Ich habe in diesem
Moechtegern „Rechtsstaat“ schon zu oft die Augen zugedrueckt.
Was kriegst Du maximal fuer so einen Ueberfall? 2 Wochen
Knast? Im besten Fall. Ich kenne auch genug von den schweren
Jungs und wenn die vor irgendetwas keine Angst haben, dann ist
es der Knast.

Nun, ich denke die wirklich schweren Jungs werden sich kaum damit beschaeftigen Studenten die Brieftaschen abzuknoepfen. Diejenigen die das tun duerften eher verirrte Jugendliche oder Junkies sein…

So Leute muessen erzogen werden. Ich kann mich wehren, aber
was ist, wenn so einer eine alte Dame ueberfaellt, sie nach
der Attacke, aber nicht mehr zurechtkommt, weil sie sich
hiflos fuehlt und umbringt? Findest Du das ok? Der Typ freut
sich ueber ein paar Mark fuenfzig. Das kann Menschen
zerstoeren oder sogar, man mag es kaum glauben, finanziell in
die Enge treiben.

Nun, ich denke nicht dass Du das Recht auf Selbstjustiz hast.

Wenn ich so einem Typen die Knochen breche, ueberlegt sich das
zweimal, ob er das nochmal soll. No pain, no gain.

Eventuell leidet der jahrelang unter den Konsequenzen. Ferner koennte es fuer Dich schwierigkeiten geben wenn er Dich anzeigt. Denn falls dann gerichtlich entschieden wird, dass du ueber das noetige Mass der Notwehr gegangen bist, bedeutet das Koerperverletzung deinerseits.
Neulich hab ich von einem Fall gehoert. Ein 18-jaehriger macht sich nen Spass und klaut ein Schild. Der Besitzer sieht es und will ihm ne Lehre erteilen. Schiesst den Revolver leer. Junge tot…

Erziehen muss man die Jungs und mit laecherlichen
Bewaehrungsstrafen ist es nicht getan. Glaub mir, der Typ wird
sich das in Zukunft dreimal ueberlegen und wenn’s ihm nochmal
passiert, vielleicht nie wieder. Sieh es als Selbstjustiz, ich
sehe es als Selbstverteidigung.

Nun, Verteidigung bedeutet eigenschaden abwehren. Vorsaetzlich andere Verletzen hat mit Verteidigung nichts mehr zu tun…

Mein LEBEN ist das Wichtigste was ich verteidigen
kann. Es ist das wichtigste ueberhaupt und wer meint es
bedrohen zu muessen, den bedrohe ich. Das IST
Selbstverteidigung.

Nun, verteidigen sicher, aber ueber das noetige Mass hinausgehen?

Hier wird nicht nach sanften Methoden gefragt. Ein Angriff auf
sein Leben ist so ziemlich das Schlimmste, was einem
ueberhaupt passieren kann und da fange ich auch nicht an zu
diskutieren. Das ist mein Standpunkt, von dem ich nicht
abruecke. Jeder, der vielleicht einmal in meiner Situation
war, wird mich vielleicht verstehen. Vielleicht auch nicht.
Aber das ist mir egal.

Nun, eine ziemlich festgefahrene Einstellung. Ich moechte dich einfach mal vor extremen warnen.

Gerade deswegen sollte doch bei Kampfsport immer eine Gewisse
Ethik mitgegeben werden. Mir graut so ein bischen wenn ich mir
denke dass mehr solche Experten herumlaufen die einem
moeglicherweise bei jeder Provokation gleich 3 Gelenke brechen
wollen…

HALT!!! Wir sprechen hier NICHT von einer
x-beliebigen Provokation, sondern von einem Angriff auf mein
Leben, meinem Dasein, meiner Existenz und das darf ich sogar
vor dem Gesetz mit allen mir moeglichen und gegebenen Mitteln
verteidigen, sogar wenn die Folge Tod ist. Kapitel Notwehr.
Der Angriff auf mein Leben ist nach dem Paragraph 1 des
Grundgesetzes in Deutschland geschuetzt.

Klar, Verteidigung ist erlaubt, aber ueber das Mass hinausgehen ist strafbar. Ebenso wie Dein Leben ist auch das Leben des Raeubers geschuetzt…

Ich bin wirklich ein Engel. Aber Engel sind nicht nur heilige
schuetzende Fabelwesen. Es gibt auch Racheengel. Ich sehe mich
tatsaechlich so.

Nun, normalerweise handeln Engel aber im Auftrag Gottes. Der Erzengel Lucifer war es der sich selbstaendig machte und nach eigenem Gutduenken handelt. Ich fuerchte Du gehts da den gleichen Weg…

Abe, ehrlich gesagt bin ich ein wenig enttaeuscht, dass Du
mich so eingeschaetzt hast.

Diesen letzten Satz verstehe ich nicht. Soll das heissen dass, der ganze Text nicht ernst gemeint war?

Nun, wenn ich dich so hoere hab ich den Eindruck Du hast zu viele Filme à lá Rambo gesehen. Dort siegt meistens der einsame Held gegen die boesen Jungs. Abgesehen dass dies total unrealistisch ist, sind doch Taschendiebe kleine Fische. Wenn Du wirklich aufraeumen willst, versuch dich doch mal an den Drogenbossen. Allerdings fuerchte ich dass Du da mit deinem Jiu-Jitsu nicht weit kommen wuerdest. Allgemein beobachte ich bei vielen Menschen eine gewisse Selbstgerechtigkeit. Das heisst, Du selbst entscheidest, faellst Urteile ueber andere Menschen, und tust im Grunde dass was Du fuer richtig und angemessen haelst. Gerade in einem Rechtsstaat sollten man dankbar sein, dass es Gerichte gibt, und nicht irgendwelche Leute einfach andere aburteilen duerfen. Im Mittelalter war das schon eher so, da wurden dann auch Hexen verbrannt und Menschen gefoltert. Gerade da Du Dich so auf die Verfassung berufst solltest Du Deine Haltung mal neu ueberdenken. Auch was das Notwehrgesetz angeht solltest Du Dich mal genau informieren, denn dieses erlaubt einem nur das noetige Mass…

MfG Abraham

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Aehm… nein!
Hi Abe!

Mag sein, dass der urspruengliche Zweck das Brechen der
Gelenke gewesen sei, aber ich denke Hebel sind mindestens
genau so effektiv zur sicherstellung.

Sind sie nicht, weil sie nicht dafuer konzipiert sind. Also quaeulst Du die Leute lieber bis die Polizei kommt? Ein lockerer Hebel kann in dem Fall toedlich fuer Dich sein, denn sollte er sich aus welchen Gruenden auch immer befreien koennen…
Er hat schon vorher mit Deinem Leben gespielt und wenn er freikommt dann erst recht. Das riskier’ ich nicht. Sehe ich gar nicht ein.

Nachdem du ihm die Schusswaffe weggenommen hast kannst Du auch
weglaufen. Oder ihn zur Polizei bringen!

Weglaufen??? Damit er mich beim naechsten Mal wieder ueberfaellt und ich das naechste Mal vielleicht nicht so glimpflich davonkomme? Nee, danke!
Du glaubst doch nicht im Ernst, dass ich jemanden im Kreuzfesselgriff zu welcher Zeit auch immer bis zur naechsten Wache transportiere. Ich weiss zwar nicht wie viele ihr habt, aber hier sind das nicht so viele. Das Risiko das ich auch noch einen seiner Kumpels unterwegs treffe gehe ich auch nicht ein. Die Fragen mich naemlich garantiert nicht, was denn passiert waere.

Wo wohnst Du denn? Da scheint es ja ziemlich hart zur Sache zu
gehen.

Ich wohne in Ratingen. Hier geht es schon ziemlich zur Sache.
Allerdings nicht so krass, wie Du Dir das jetzt vielleicht vorstellst.
Als Koreaner bin ich alles andere als ein Nazi, aber eines sei hier erwaehnt. Die Tuerken, Marokkaner und Russen sind hier nicht besonders lustig. Man sollte sich das gut vorher ueberlegen, ob man sich mit denen hier anlegt, weil die haben naemlich kein Problem damit Dir die Knochen zu brechen. Warum sollte ich also dann sanfter mit den Jungs verfahren? Das Problem hier ist nur, dass Du es unter Garantie doppelt und dreifach zurueckkriegst. Ich kenne 'ne Menge Leute von denen von frueher, vom Basketball und Fussball. Mit den Jungs ist nicht gut Kirschen essen.

Hat Dich denn schon mal jemand mit ner echten Pistole bedroht?

Ja das hat man schon und ich sage Dir es war keine besonders angenehme Erfahrung. Das ist jetzt 6 1/2 Jahre her. Die Typen waren auch noch zu zweit die feigen Schweine. Wieder Tuerken. Ich kenne die vom Sehen. Ist kein angenehmes Gefuehl mitten in den Lauf einer Pistole zu gucken.
Anzeigen? Ich glaub’ die naechste Begegnung mit den Jungs wuerde mich dann mindestens auf die naechste Intensivstation bringen. Irgendwann kriegen sie Dich.

Nun, ich denke die wirklich schweren Jungs werden sich kaum
damit beschaeftigen Studenten die Brieftaschen abzuknoepfen.
Diejenigen die das tun duerften eher verirrte Jugendliche oder
Junkies sein…

Dein Optimusmus grenzt ja schon fast an Naivitaet (auch kein persoenlicher Angriff). Ich weiss zwar nicht, wo Du aufgewachsen bist, aber die Typen hier ueberfallen Dich weil sie gerade lustig sind und Kohle fuer irgend’ne Scheisse brauchen.

Nun, ich denke nicht dass Du das Recht auf Selbstjustiz hast.

Das RECHT habe ich streng genommen auch nicht, aber ich nehme es mir. Es ist auch nicht alles Recht was hier im Staat laeuft und ich hab’ keinen Bock mich auch in Zukunft von solchen Spinnern terrorisieren zu lassen.

Eventuell leidet der jahrelang unter den Konsequenzen. Ferner
koennte es fuer Dich schwierigkeiten geben wenn er Dich
anzeigt. Denn falls dann gerichtlich entschieden wird, dass du
ueber das noetige Mass der Notwehr gegangen bist, bedeutet das
Koerperverletzung deinerseits.

Das stimmt, aber das nehme ich gerne auf mich. Das ist es mir wert. Hier geht’s um’s Prinzip, nicht um die Justiz. Wenn Du hier in Deutschland Kampfkunst betreibst hast Du bei 'ner Schlaegerei hier vor Gericht sowieso schlechte Karten, weil alles so ausgelegt wird als haettest Du ihn umbringen wollen mit Deiner Kunst, obwohl Du ihm vielleicht nur vor’s Knie getreten hast. Jeder einzelne Faustschlag wird auf Deine Kampfkunst zurueckgefuehrt. Laecherlich. Das ganze Paket nennt sich dann statt Koerperverletzung, gefaehrliche schwere Koerperverletzung. Was fuer ein Unsinn.
Aber hey, ich bin nicht hier, um juristische Fragen zu diskutieren, weil die Jungs mal von ihren hohen Roessern runterkommen muessen.

Neulich hab ich von einem Fall gehoert. Ein 18-jaehriger macht
sich nen Spass und klaut ein Schild. Der Besitzer sieht es und
will ihm ne Lehre erteilen. Schiesst den Revolver leer. Junge
tot…

Ich schiess auch nicht wie ein Berserker durch die Gegend. Aber ich kann den Besitzer schon verstehen. Aber ich erwaehnte bereits, dass Tat und Gegenwehr in Relationen zueinander stehen muessen. Wenn mir einer was klaut, hau’ ich den Typen nicht direkt um. Wenn einer allerdings mit einer Waffe, die absolut toedlich ist auf mich zielt, sieht die Sache schon anders aus.

Nun, Verteidigung bedeutet eigenschaden abwehren.
Vorsaetzlich andere Verletzen hat mit Verteidigung nichts mehr
zu tun…

Ich gebe zu es hoert sich hier so sehr nach Vorsatz an, ist es aber nicht. Wenn Verteidigung aber bedeutet den anderen zu verletzen, dann ist es fuer mich Bestandteil der SV. Dafuer gibt es zum Beispiel den Artikel der Notwehr. Sonst waere ein solcher Artikel vollkommen ueberfluessig.

Nun, verteidigen sicher, aber ueber das noetige Mass
hinausgehen?

Wer bestimmt denn das „noetige“ Mass? Du? Ich? Das Gericht? Das Opfer? Du hast Deine Ansicht, aber wie gesagt ich werde es nicht zulassen mich von jemandem mit meinem Leben bedrohen zu lassen und nicht das gelernte anzuwenden. Gnade braucht keiner von mir zu erwarten, der mich mit einer Pistole oder einem Messer o.ae. bedroht. Besonders gnaedig war der Taeter in der Wahl seiner Waffen ja auch nicht und zielt damit, wie Du selber schon sagtest nur auf eines. Und das werde ich nicht zulassen.

Nun, eine ziemlich festgefahrene Einstellung. Ich moechte dich
einfach mal vor extremen warnen.

Tu das. Aber wie gesagt in dem Punkt lass ich nicht mit mir diskutieren. Die Konsequenzen muss ich dann selber tragen, aber das ist mein Problem und nicht das eines anderen.

HALT!!! Wir sprechen hier NICHT von einer
x-beliebigen Provokation, sondern von einem Angriff auf mein
Leben, meinem Dasein, meiner Existenz und das darf ich sogar
vor dem Gesetz mit allen mir moeglichen und gegebenen Mitteln
verteidigen, sogar wenn die Folge Tod ist. Kapitel Notwehr.
Der Angriff auf mein Leben ist nach dem Paragraph 1 des
Grundgesetzes in Deutschland geschuetzt.

Klar, Verteidigung ist erlaubt, aber ueber das Mass
hinausgehen ist strafbar. Ebenso wie Dein Leben ist auch das
Leben des Raeubers geschuetzt…

Das Gegenteil habe ich nicht behauptet. Wenn bei der Verteidigung eine Toetung notwendig ist, wuerde ich auch zu diesem Mittel greifen.

Nun, normalerweise handeln Engel aber im Auftrag Gottes. Der
Erzengel Lucifer war es der sich selbstaendig machte und nach
eigenem Gutduenken handelt. Ich fuerchte Du gehts da den
gleichen Weg…

Loki. Stimmt und genau da ziehe ich die Parallelen. Es ist nicht alles gut, was hier laeuft. Und auch schon lange nicht, was Gott geschaffen hat. Erwaehnte ich, dass ich eigentlich Atheist bin??? Nun, ich nehme Dinge halt einfach nicht nur als gegeben hin. Sondern wehre mich in meiner Haut. Wer sich ALLES gefallen laesst ist selber Schuld, weil er gleichzeitig alles toleriert.
Das Paradox der Toleranz. Die uneingeschraenkte Toleranz fuehrt unweigerlich zur Zerstoerung der Toleranz.

Abe, ehrlich gesagt bin ich ein wenig enttaeuscht, dass Du
mich so eingeschaetzt hast.

Diesen letzten Satz verstehe ich nicht. Soll das heissen dass,
der ganze Text nicht ernst gemeint war?

Nein, das soll heissen, dass Du mich hier als absoluten amoklaufenden Schlaeger darstellst und das bin ich nicht. Ich lass micht nur nicht gerne provozieren und nach meinem Leben trachten, also wehre ich mich und das meine ich ist mein gutes Recht.

Nun, wenn ich dich so hoere hab ich den Eindruck Du hast zu
viele Filme à lá Rambo gesehen. Dort siegt meistens der
einsame Held gegen die boesen Jungs. Abgesehen dass dies total
unrealistisch ist, sind doch Taschendiebe kleine Fische.

Ich hab’ viele Filme solcher Art gesehen, ja. Aber was Du mir da gerade schon wieder unterstellst ist, dass ich ein Serienmoerder bin, nur weil ich Natural Born Killers gesehen habe.
Das es unrealistisch ist, weiss ich selber und ob kleine Fische oder nicht. Das heisst nicht, dass wir „kleine Fische“ tolerieren muessen.

Wenn
Du wirklich aufraeumen willst, versuch dich doch mal an den
Drogenbossen. Allerdings fuerchte ich dass Du da mit deinem
Jiu-Jitsu nicht weit kommen wuerdest.

Ich hab’ nicht gesagt, dass ich die Welt verbessern will, sondern lediglich, dass ich zu allem bereit bin, wenn es darum geht mein Leben, das meiner Freunde oder das meiner Verwandten zu verteidigen.

Allgemein beobachte ich
bei vielen Menschen eine gewisse Selbstgerechtigkeit. Das
heisst, Du selbst entscheidest, faellst Urteile ueber andere
Menschen, und tust im Grunde dass was Du fuer richtig und
angemessen haelst. Gerade in einem Rechtsstaat sollten man
dankbar sein, dass es Gerichte gibt, und nicht irgendwelche
Leute einfach andere aburteilen duerfen. Im Mittelalter war
das schon eher so, da wurden dann auch Hexen verbrannt und
Menschen gefoltert. Gerade da Du Dich so auf die Verfassung
berufst solltest Du Deine Haltung mal neu ueberdenken. Auch
was das Notwehrgesetz angeht solltest Du Dich mal genau
informieren, denn dieses erlaubt einem nur das noetige Mass…

Das Notwehrgesetz kenne ich auswendig. Glaub’ mir. Ich weiss, was ich darf und was nicht. Gehst Du nicht ueber die rote Ampel, weil in der STVO steht, dass Du es nicht darfst???
Ja ich bin selbstgerecht, aber wenn Du soviel Scheisse wie ich an der eigenen Haut erfahren oder gesehen hast, haettest Du auch berechtigte Zweifel an dem sog. „Rechtsstaat“. Jeder der das nicht haette, waere einfach nur dumm oder blind. Und da ich bei Dir beides nicht glaube, wuerdest Du mich auch verstehen.

Ich gebe ziemlich wenig auf Gerichte und die Justiz, denn so etwas wie Gerechtigkeit gibt es hier nicht, aber das ist ein anderes Thema. Ich habe mich nun schon oft genug damit befasst und bin es leid mich jedesmal rechtfertigen zu muessen. Die Tatsache das ich noch nicht im Gefaengnis sitze und auch noch nie sass, muss Dir leider reichen, dass das was ich tue nicht alles falsch sein kann.
Ich war sogar nur einmal vor Gericht, allerdings als Zeuge, nicht als Angeklagter und es ging um Fahrerflucht und nicht Koerperverletzung oder aehnliches.

MfG

eclipze

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Nun ich muss mich berichtigen

Als Koreaner bin ich alles andere als ein Nazi, aber eines sei
hier erwaehnt. Die Tuerken, Marokkaner und Russen sind hier
nicht besonders lustig. Man sollte sich das gut vorher
ueberlegen, ob man sich mit denen hier anlegt, weil die haben
naemlich kein Problem damit Dir die Knochen zu brechen. Warum
sollte ich also dann sanfter mit den Jungs verfahren? Das
Problem hier ist nur, dass Du es unter Garantie doppelt und
dreifach zurueckkriegst. Ich kenne 'ne Menge Leute von denen
von frueher, vom Basketball und Fussball. Mit den Jungs ist
nicht gut Kirschen essen.

Nun, offenbar kenne ich Deine Situation zu wenig. Insofern will ich Dir keine unrealistischen Sichtweisen mehr vermitteln. Ich gebe Dir recht, weil vieles was im Gesetz steht nicht anwendbar ist. Ich denke Du selbst bist verantwortlich und musst auch die Konsequenzen tragen, insofern…musst Du selbst wissen wieweit Du mit der Notwehr gehen darfst.
Ich hab halt solche Zustaende wie Du sie schilderst nicht so erlebt, deswegen kann ich da schlecht was zu sagen…Insofern war es auch ein bischen arrogant von mir es besser wissen zu wollen…
Ich weiss aus Erfahrung lediglich dass ich mal selbst in ner beschissenen Situation war und die Aussenstehenden wollen es dann besser wissen…aber man selbst muss die Konsequenzen tragen…ich denke dann hat Mann auch selbst das Recht die Entscheidung zu faellen was zu tun ist, ja es bleibt einem ja auch nichts anderes uebrig…

Gruss Abraham…

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Hi Abe!

Nun, offenbar kenne ich Deine Situation zu wenig. Insofern
will ich Dir keine unrealistischen Sichtweisen mehr
vermitteln. Ich gebe Dir recht, weil vieles was im Gesetz
steht nicht anwendbar ist. Ich denke Du selbst bist
verantwortlich und musst auch die Konsequenzen tragen,
insofern…musst Du selbst wissen wieweit Du mit der Notwehr
gehen darfst.

Wie ich schon sagte, die Konsequenzen muss tatsaechlich ich tragen. Ob nun nur moralisch oder rechtlich.

Ich hab halt solche Zustaende wie Du sie schilderst nicht so
erlebt, deswegen kann ich da schlecht was zu sagen…Insofern
war es auch ein bischen arrogant von mir es besser wissen zu
wollen…

Respekt.

Ich weiss aus Erfahrung lediglich dass ich mal selbst in ner
beschissenen Situation war und die Aussenstehenden wollen es
dann besser wissen…aber man selbst muss die Konsequenzen
tragen…ich denke dann hat Mann auch selbst das Recht die
Entscheidung zu faellen was zu tun ist, ja es bleibt einem ja
auch nichts anderes uebrig…

Ich lasse Deine weisen Worte jetzt einfach mal so hier im Raume stehen…

MfG

eclipze

P.S. Auf die naechsten, hoffentlich interessanteren Gespraechsrunden. ;0)

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Ich möchte Eclipze mal Recht geben!
Hi!

Selbstverteidigung hin oder her. Es muss die Verhältnismäßigkeit gegeben sein. Wenn mich jemand mit einer Schusswaffe angreift, dann tut er das mit der Absicht, mich zu töten (zumindest kann man das unterstellen!). Verhältnismäßig wäre es also durchaus, wenn ich ihn töte, um heil daraus zu kommen!

Man könnte auch sagen: Selber Schuld!

Gruß
Guido

Hi Guido,

vom prinzipiellen Inhalt her stimme ich eclipze zu, im Detail betrachtet nicht so ganz. Nachdenklich stimmt mich vor allem der Abschnitt „Aber ich habe eine ganze Menge Angst vor dem Ding verloren, weil ich gemerkt habe, dass 1. die Leute selten wirklich abdruecken [skip]“ - einmal abgedrückt ist selten, aber eben doch einmal zuviel. Daß man, wenn die Möglichkeit besteht, das Gegenüber kampfunschädlich macht, verstehe ich.

Es muss die
Verhältnismäßigkeit gegeben sein. Wenn mich jemand mit einer
Schusswaffe angreift, dann tut er das mit der Absicht, mich zu
töten (zumindest kann man das unterstellen!). Verhältnismäßig
wäre es also durchaus, wenn ich ihn töte, um heil daraus zu
kommen!

Man könnte auch sagen: Selber Schuld!

Vor allem dem letzten Satz stimme ich 100%ig zu - aber erklär das (und den vorangegangenen Absatz) mal einem Richter, der weiß, daß Du dieses oder jenes trainierst, der sieht, was der andere für Verletzungen davongetragen hat und der noch eine Menge, meistens falscher und widersprüchlicher Zeugenaussagen hat. Der kann gar nicht anders, als Dich, obwohl fast oder ganz unschuldig, zu verurteilen.

Gruß,
Herbert

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Na ja…
Hallo Herbert!

vom prinzipiellen Inhalt her stimme ich eclipze zu, im Detail
betrachtet nicht so ganz. Nachdenklich stimmt mich vor allem
der Abschnitt „Aber ich habe eine ganze Menge Angst vor dem
Ding verloren, weil ich gemerkt habe, dass 1. die Leute selten
wirklich abdruecken [skip]“ - einmal abgedrückt ist selten,
aber eben doch einmal zuviel. Daß man, wenn die Möglichkeit
besteht, das Gegenüber kampfunschädlich macht, verstehe ich.

Ich muss gestehen, dass ich auch einen gehörigen Respekt vor Waffen aller Art habe! Die meisten sind zwar auf extrem kurze Distanz auch extrem leicht betriebsunfähig zu machen, aber die Möglichkeit, dass etwas schief gehen kann, flößt mir doch eine gewisse Angst ein!

Es muss die
Verhältnismäßigkeit gegeben sein. Wenn mich jemand mit einer
Schusswaffe angreift, dann tut er das mit der Absicht, mich zu
töten (zumindest kann man das unterstellen!). Verhältnismäßig
wäre es also durchaus, wenn ich ihn töte, um heil daraus zu
kommen!

Man könnte auch sagen: Selber Schuld!

Vor allem dem letzten Satz stimme ich 100%ig zu - aber erklär
das (und den vorangegangenen Absatz) mal einem Richter, der
weiß, daß Du dieses oder jenes trainierst, der sieht, was der
andere für Verletzungen davongetragen hat und der noch eine
Menge, meistens falscher und widersprüchlicher Zeugenaussagen
hat. Der kann gar nicht anders, als Dich, obwohl fast oder
ganz unschuldig, zu verurteilen.

Nun ja - wenn mich jemand mit einer Schusswaffe angreift, und ich bin wirklich so wahnsinnig, mich zu verteidigen, dann setze ich mal voraus, mit ihm alleine zu sein! Und dann wird er es schwer haben, mir einen reinzudrücken (zumal die Wahrscheinlichkeit, dass er mich kennt extrem gering sein wird).

Zur Not war ich halt mit zehn Leuten Bowling spielen…

Nochmal zu unserem Rechtssystem: Ich weiß nicht, wie es in Österreich ist, aber in der Bananenrepublik Deutschland ist es so, dass man nur ein nachweisbares Probetraining in einem Kampfkunstverein (ich schließe Boxclubs, etc. mal mit ein) absolviert haben muss, um als gefährlich eingestuft zu werden. Soll heißen: Wenn ich heute mittag jemandem eins auf die Nuss gebe, ist es „einfache Körperverletzung“. Gehe ich heute abend zu einem Probetraining und mache morgen das gleiche, dann ist es „gefährliche Körperverletzung“!

Ich bleibe meiner Devise „Besser rennen gehen“ aber lieber treu!

Gruß
Guido

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Hi Guido,

vielleicht hatte ich mich bloß schlecht bzw. mißverständlich ausgedrückt. Ich kann Deinem Posting soweit nur zustimmen.

Zur Not war ich halt mit zehn Leuten Bowling spielen…

Wenn´s denn klappt… Ich hab da immer so meine Zweifel daran.

Nochmal zu unserem Rechtssystem: Ich weiß nicht, wie es in
Österreich ist, aber in der Bananenrepublik Deutschland ist es
so, dass man nur ein nachweisbares Probetraining in einem
Kampfkunstverein (ich schließe Boxclubs, etc. mal mit ein)
absolviert haben muss, um als gefährlich eingestuft zu werden.
Soll heißen: Wenn ich heute mittag jemandem eins auf die Nuss
gebe, ist es „einfache Körperverletzung“. Gehe ich heute abend
zu einem Probetraining und mache morgen das gleiche, dann ist
es „gefährliche Körperverletzung“!

Ich hab bis jetzt leider noch keine österreichischen Gesetzestexte zum Thema gefunden (einen Anwalt hab ich glücklicherweise noch nie benötigt), aber es wird wohl ziemlich ähnlich sein.

Ich bleibe meiner Devise „Besser rennen gehen“ aber lieber
treu!

Das auf alle Fälle!!

Gruß,
Herbert

Hi Herbert!

vom prinzipiellen Inhalt her stimme ich eclipze zu, im Detail
betrachtet nicht so ganz. Nachdenklich stimmt mich vor allem
der Abschnitt „Aber ich habe eine ganze Menge Angst vor dem
Ding verloren, weil ich gemerkt habe, dass 1. die Leute selten
wirklich abdruecken [skip]“ - einmal abgedrückt ist selten,
aber eben doch einmal zuviel. Daß man, wenn die Möglichkeit
besteht, das Gegenüber kampfunschädlich macht, verstehe ich.

Einmal abgedrueckt ist einmal zuviel. Dem habe ich nicht viel hinzuzufuegen, ausser dass es meinen Standpunkt bestaerkt, dass ich dann nicht besonders viel Ruecksicht nehmen muss, „sollte“, aber auch wirklich nur „sollte“ ich die Moeglichkeit haben mein Gegenueber zu entwaffnen.

Es muss die
Verhältnismäßigkeit gegeben sein. Wenn mich jemand mit einer
Schusswaffe angreift, dann tut er das mit der Absicht, mich zu
töten (zumindest kann man das unterstellen!). Verhältnismäßig
wäre es also durchaus, wenn ich ihn töte, um heil daraus zu
kommen!

Man könnte auch sagen: Selber Schuld!

Vor allem dem letzten Satz stimme ich 100%ig zu - aber erklär
das (und den vorangegangenen Absatz) mal einem Richter, der
weiß, daß Du dieses oder jenes trainierst, der sieht, was der
andere für Verletzungen davongetragen hat und der noch eine
Menge, meistens falscher und widersprüchlicher Zeugenaussagen
hat. Der kann gar nicht anders, als Dich, obwohl fast oder
ganz unschuldig, zu verurteilen.

In dem Punkt kann ich Dir auch nur zustimmen. Das ist das Problem der Justiz, was ich ansprach.

Was willst Du tun? Wehrst Du Dich nicht hast Du verloren. Wehrst Du Dich hast Du auch verloren. Also lieber mit wehenden Fahnen untergehen oder? ;0)

Nein, aber ich denke Du hast schon verstanden, worauf ich hinauswill.

MfG

eclipze

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Hi Guido!

Ich muss gestehen, dass ich auch einen gehörigen Respekt vor
Waffen aller Art habe! Die meisten sind zwar auf extrem kurze
Distanz auch extrem leicht betriebsunfähig zu machen, aber die
Möglichkeit, dass etwas schief gehen kann, flößt mir doch eine
gewisse Angst ein!

Ich habe bereits einmal in die Muendung eines Laufs einer Pistole schauen duerfen. Die Erfahrung ist alles andere als positiv gewesen. Da war ich so 14 oder so. Respekt verlieren heisst aber auch nicht, dass ich keine Angst hab’, dass etwas schief gehen koennte. Wie war das nochmal mit Murphy’s Gesetz? ;0)

Allein die Tatsache zu wissen, was so ein Ding (Waffen welcher Art auch immer) anrichten kann sollte Anlass genug sein berechtigterweise Angst zu haben.

Nun ja - wenn mich jemand mit einer Schusswaffe angreift, und
ich bin wirklich so wahnsinnig, mich zu verteidigen, dann
setze ich mal voraus, mit ihm alleine zu sein! Und dann wird
er es schwer haben, mir einen reinzudrücken (zumal die
Wahrscheinlichkeit, dass er mich kennt extrem gering sein
wird).

Ich lass das mal so stehen.

Zur Not war ich halt mit zehn Leuten Bowling spielen…

Die Sache mit dem Alibi. Wenn das so einfach waere. Die Aufklaerungsquote ist bei Totschlag und Mord hier in Deutschland sehr hoch, woher z.T. auch die Hemmungen des Abdrueckens kommen.
Also, ich habe eigentlich nicht das Beduerfnis jemanden zu toeten. Es ist weder moralisch noch ethisch vertretbar, aber ich wuerde auch davor nicht zurueckschrecken, sollte ich dazu gezwungen sein. Das ist eigentlich alles was ich sagen wollte.

Nochmal zu unserem Rechtssystem: Ich weiß nicht, wie es in
Österreich ist, aber in der Bananenrepublik Deutschland ist es
so, dass man nur ein nachweisbares Probetraining in einem
Kampfkunstverein (ich schließe Boxclubs, etc. mal mit ein)
absolviert haben muss, um als gefährlich eingestuft zu werden.
Soll heißen: Wenn ich heute mittag jemandem eins auf die Nuss
gebe, ist es „einfache Körperverletzung“. Gehe ich heute abend
zu einem Probetraining und mache morgen das gleiche, dann ist
es „gefährliche Körperverletzung“!

Das meinte ich auch mit dem Rechtssystem. Du hast den Nagel mal wieder auf den Kopf getroffen. Das kann doch irgendwo nicht angehen oder? Und das soll mir mal einer vernuenftig und halbwegs plausibel versuchen zu erklaeren.

Ich bleibe meiner Devise „Besser rennen gehen“ aber lieber
treu!

Tae-Krenn-Wek war noch nie meine Kampfkunst. ;0)
Dafuer mache ich den Muell nicht. Wenn Du verstehst was ich meine.

MfG

eclipze

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Die Kunst des Kampfes…
… ohne zu wissen wie man kämft…

Hi!

Mir ist da gerade ein Zitat aus 'ner netten Komödie (Tanz des Drachen, oder so) eingefallen. Würde jetzt aber zu viel Erklärung bedürfen, wenn Du den Film nicht kennst.

Ich bleibe meiner Devise „Besser rennen gehen“ aber lieber
treu!

Tae-Krenn-Wek war noch nie meine Kampfkunst. ;0)

Och - meine schon :wink:
Zum einen hat mein erster Verein diese berühmte Laotse-Zitat auf dem Wimpel stehen gehabt (Ein verhinderter Kampf ist ein gewonnener Sieg) und zum anderen gefiel mir die Devise meines Aikido-Trainers sehr gut (Die beste Abwehr ist, wenn man nicht da ist - auch wenn ich das jetzt etwas anders interpretiere :wink: ).

Dafuer mache ich den Muell nicht. Wenn Du verstehst was ich
meine.

Ich weiß schon, was Du meinst! Aber solange ich eine Möglichkeit sehe, mich vor der körperlichen Auseinandersetzung zu drücken, tue ich das! Im Alter von knapp 19 habe ich mal den „Fehler“ gemacht, jemanden anzugreifen, der mit einem Billiardqueue auf ein weibliches Wesen losging. Dank unserer Justiz habe ich knapp 10 Jahre gezahlt - deshalb bin ich seitdem etwas vorsichtiger! Wie gesagt: KEINE ZEUGEN!!!

Gruß
Guido

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Keine Zivilcourage mehr? Kein Wunder!
Moin Guido!

… ohne zu wissen wie man kämft…

Mir ist da gerade ein Zitat aus 'ner netten Komödie (Tanz des
Drachen, oder so) eingefallen. Würde jetzt aber zu viel
Erklärung bedürfen, wenn Du den Film nicht kennst.

Der Satz oben hoert sich fast an wie einer Sun Tzu’s. Eine Schlacht ohne Verluste auf beiden Seiten ist ein gewonnener Krieg. Oder so aehnlich.

Och - meine schon :wink:
Zum einen hat mein erster Verein diese berühmte Laotse-Zitat
auf dem Wimpel stehen gehabt (Ein verhinderter Kampf ist ein
gewonnener Sieg) und zum anderen gefiel mir die Devise meines
Aikido-Trainers sehr gut (Die beste Abwehr ist, wenn man nicht
da ist - auch wenn ich das jetzt etwas anders interpretiere
:wink: ).

Letzteren Spruch bringt mein Jiu-Jitsu Sensei auch. Ein verhinderter Kampf ist auch ein gewonnener Sieg. Da stimme ich Dir 100 Prozent zu. Aber wie oft laesst sich eine Auseinandersetzung tasaechlich verhindern? Wenn man nicht immer so tut, als ob man da drueber stehen wuerde. (

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Es gibt aber tolle Polizisten!
Hi!

… ohne zu wissen wie man kämpft…

Mir ist da gerade ein Zitat aus 'ner netten Komödie (Tanz des
Drachen, oder so) eingefallen. Würde jetzt aber zu viel
Erklärung bedürfen, wenn Du den Film nicht kennst.

In diesem Film war halt eine Kung Fu Schule mit einem Bruce Lee - Fan als Sifu. Einer der Schüler war nicht gerade der Fleißigste beim Training - von ihm stammt dann auch der Spruch…

Letzteren Spruch bringt mein Jiu-Jitsu Sensei auch. Ein
verhinderter Kampf ist auch ein gewonnener Sieg. Da stimme ich
Dir 100 Prozent zu. Aber wie oft laesst sich eine
Auseinandersetzung tasaechlich verhindern? Wenn man nicht
immer so tut, als ob man da drueber stehen wuerde. (

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