Hallo Tanja,
danke für Deine Antwort.
Allerdings kommen für mich doch noch einige Fragen auf. Darf
ich?
nur zu 
ich habe gelernt, Gott zu vertrauen. Seine Entscheidungen sind
für mich Recht.O.k. aber wie unterscheidest Du, was göttliche Entscheidungen
sind, und was „nur“ menschliche?
das ist schwer erklärbar, es ist wie ein Gefühl, es ist wie das Unterscheiden zwischen eigenen Gedanken und Gottes Reden, Übungssache.
Aber im gegenständlichen Fall war es ja klar. Der Prophet kam im Auftrag Gottes zu David.
Jetzt frage ich mich, wenn der Herr die Sünde genommen hat und
David dann dafür verschont ( mit seinem eigenen Leben ), wäre
ja SEIN Tod als Strafe gesehen worden, der des Kindes aber
nicht als DESSEN Strafe.
Versteh ich nicht.
Der Tod selbst ist keine Strafe. Die Strafe wäre, wenn David ohne Vergebung sterben hätte müssen.
Die Strafe für David war aber, dass er nicht die Freude über seinen Sohn genießen konnte. Im AT galten Kinder als Geschenk Gottes.
Was ich ausserdem nicht verstehe: Wer sind die FEINDE des
Herren? Wie kann ein Gott Feinde haben? Ist das nicht auch
eher wieder menschlich?
Die Feinde des HERRN sind die Feinde Israels.
Gott hat das Volk Israel zu seinem Eigentum erklärt.
Wenn dieser Gott allmächtig ist, dann könnte er das Kind auch
wieder zurückschicken. David hätte das doch wissen müssen,
oder nicht?
nach 7 Tagen fasten und hoffen war es für ihn Gewissheit, dass Gott sein Urteil nicht zurücknimmt.
Aber er hakt die Sache ein bißchen vorschnell ab, finde ich.
Und wenn ich mir nun mal betrachte, wie die Einstellung früher
( noch bis vor ein paar hundert Jahren ) zur
Kindersterblichkeit war und das mit Davids Aussage vergleiche,
dann hat er wohl die geringere Strafe erhalten.
Wie jetzt? War die Strafe zu gering oder, wie Du früher meintest, zu hart?
Und das Essen
danach fühlt sich für mich so an wie " Erledigt, Sohn ist
leider tot, aber jetzt hab ich keine Strafe mehr zu erwarten."
Das ist Realität, was hätte er noch tun sollen?
Folgeerscheinungen sind für mich eher „natürlichen“ Ursprungs.
Wenn ich auf eine heiße Herdplatte fasse, verbrenne ich mir
die Finger.
Gutes Beispiel 
Es wäre sicher falsch, zu sagen, die Herdplatte hat sich gerächt 
Unsere „irdischen“ Gesetze kommen vom Staat ( also von uns
selbst )und nicht von einem „Einzelwesen“.
Darin sehe ich den Unterschied.
Manche Gesetze kommen durchaus von Einzelwesen wie z.B. Königen.
Und Gott gilt als König der Könige.
Gruss Harald