Eierlegende Wollmilchsau oder: Welches Mopped?

Moin,

ich brüte schon seit einiger Zeit, ob ich mir wieder einen Bock zulege. Gerade heute wieder auf dem Weg zur Arbeit ewig im Berufsverkehr festzuhängen, hat mich dazu gebracht, mit wieder intensiver mit dem Thema zu beschäftigen.

Nun was ich suche:
bequem: Ich bin so ca 1,85m groß und mag möglichst bequem auch mal mehr als 30 min auf der Schüssel sitzen können.

sicher: Da ich mit dem Motorrad auch Autobahn fahren müsste, sollten 130km/h nicht nur mit Schiebesonne und Heimweh drin sein. Ne Rennsemmel ist aber auch nicht was ich suche.

günstig: Verbrauch, Versicherung und Anschaffung sind weitere Punkte die mir wichtig wären. Möglichst geringer Verbrauch und eine niedrige Einstufung in Versicherungsfragen sind ziemlich wichtig, denn ganz ohne Zweitwagen wird es wohl trotzdem nicht gehen.
Beim Anschaffungspreis will ich zwar auch nicht wirklich viel hinlegen, da sich dieser über die Zeit aber durch niedrige Betriebskosten relativiert …

So, das wären grob so meine Prioritäten.
Was will er jetzt eigentlich wissen? Nun, ich befinde mich ja gerade in der Informationssammelphase, wenn ihr also den einen oder anderen Tipp hättet, worauf man noch achten sollte, oder den einen oder anderen Bock kennt, von dem ihr sagt, er würde auf meine Ansprüche passen, dann her damit.

Vielen Dank schonmal
Gruß
Daniel

Hi,

also du willst was mit Verkleidung oder TeilVerkleidung, bis max 98PS.

Also einen Sporttourer, würde ich mal sagen.

Schau dir die Honda VFR an (750 oder 800) allerdings sind die auch gebraucht noch teurer - aber wirklich haltbar, und man fährt super damit.

Ansonsten
Suzuki Bandit S
Honda CB750
Yamaha XJR
Kawasaki ZRX

die letzeren dann mit einer kleinen Zubehörverkleidung - sowas :
http://www.louis.de/_302c4fcd54e09deca5c09005651d841…

Grüße

Chris

Hallo Daniel,

nach nun fast 30 Jahren Erfahrung mit Japanern und Europäischen Mopeds empfehle ich Dir eine gute gebrauchte BMW-Enduro. Dabei spielt es keine Rolle ob 2 oder 4 Ventile.
Damit fährst Du auf jeden Fall besser als mit den Drecksjapanern mit ihren horrenden Ersatzteilpreisen und mit einer ans unglaubliche grenzenden Wartungsunfreundlichkeit.

Gruß Thomas

Moin!

Was will er jetzt eigentlich wissen? Nun, ich befinde mich ja
gerade in der Informationssammelphase, wenn ihr also den einen
oder anderen Tipp hättet, worauf man noch achten sollte, oder
den einen oder anderen Bock kennt, von dem ihr sagt, er würde
auf meine Ansprüche passen, dann her damit.

Du hast eine umständliche Art, zu schreiben, daß Du eine Yamaha TDM haben willst :wink:

Ok, die Honda Varadero könnte Dir auch taugen.

Munter bleiben… TRICHTEX

Japaner und Horrende Ersatzteilpreise???

Ich fahr seit 12 Jahren Japaner und seit 10 Jahren BMW.

BMW Bremsscheibe hinten ca 240 Euro + MwSt.
Gabelstandrohre + Tauchrohre ca 980 Euro + MwSt.
Kupplungswechsel ca 900 Euro + MwSt.
5 Kurbelwellenlager + 4 Pleullager ca 280 Euro + MwSt.
Hauptständer ca 270 Euro + MwSt.
Ein Koffer ohne Schlösser ohne Embleme, 250 Euro + MwSt.
Ein Kofferschloss 35 Euro (3 Stück pro Koffer)
Kupplungszug 39 Euro + MwSt.

Also ich bin ja von der soliden BMW Technik schon überzeugt, aber das Argument mit den günstigen Ersatzteilen kann ich nicht gelten lassen.
Wer BMW fährt sollte sich halt darüber im Klaren sein, daß es Ersatzteile ausschließlich bei BMW gibt. Da geht man nicht mal schnell zu Louis oder zu Hein Blöd und holt sich nen neuen Bremshebel oder was anderes.

Die Frage ist in welchem Preis- und Hubraumsegment Du einsteigen willst. BMWs sind zwar solide, aber in der Regel zu teuer da viel zu überbewertet. Sehr Pflegearme Motorräder die zu vernünftigen Preisen zu bekommen sind wären z.B. die Yamaha XJ Modelle (600 und 900, 900 sogar mit Kardan) die Honda CB 750 oder die NTV 650 (auch mit Kardan). Die Honda Affen Twin als Enduro ist auch ein sehr zuverlässiges Gefährt. Wenn Du etwas hochpreisiger Einsteigen willst sind natürlich auch die TDM oder die Varadero die mein Vorredner schon angepriesen hat gute Motorräder.

Japanische Motorräder sind im Gegensatz zu BMWs wesentlich einfacher aufgebaut und einfacher zu schrauben. Die Ersatzteile sind sehr einfach (auch gebraucht) zu bekommen. BMW fahren war schon immer etwas teurer (ich fahre auch seit 10 Jahren K-Modell und nebenher XL 185 bzw. XT 350), hat allerdings auch ein bisschen mehr Komfort (Griffheizung, Ganganzeige, Gleichschließung aller Schlösser, Ersatzteilversorgung innerhalb 24 Stunden sofern der Händler nicht zu doof ist).

KTM Duke, der absolute Stadtverkehrsflitzer, Leicht, wendig, absolut druckvoll, mit 188km/h Spitze geht auch die Autobahn, aufrechte Sitzposition, für Dich angenehm hohe Sitzbank (mir war sie zu hoch, bin halt kürzer). Mal den Test in der Motorrad 05/2008 dazu lesen. Hat in der Beschleunigung aus der Kurve heraus die Kawasaki Z750, die Triumph Speed Triple und die Aprilia Shiver locker abgehängt.
Vernunftsmotorräder wie die Kawasaki ER-6N sind sicher billiger, machen aber garantiert nicht so viel Spaß. Nachteil der Duke ist der recht schmale nutzbare Drehzahlbereich des 1-Zylinders. Da ist halt häufigeres Schalten angesagt. Aber Aussagen in KTM-Foren wie: „Ich war am Wochenende Gebückte jagen“ oder „Schlafsäcke auf Ihrer 1000er“ sind absolut ernst zu nehmen. Das liegt auch an der leichten Fahrbarkeit.

Falls die Duke nicht reicht, gibt es noch die Superduke. Die dürfte aber für den Stadtverkehr übermotorisiert sein.

Geh zum KTM-Händler, mach ne Probefahrt. Wenn Du dann noch Lust auf andere Motorräder hast kannst Du die immer noch ausprobieren. Vierzylinder-Jaul-Motorräder würde ich für häufige Stadtfahretn aber ausschließen.

Gruß
schubtil

Servus!

ich brüte schon seit einiger Zeit, ob ich mir wieder einen
Bock zulege. Gerade heute wieder auf dem Weg zur Arbeit ewig
im Berufsverkehr festzuhängen, hat mich dazu gebracht, mit
wieder intensiver mit dem Thema zu beschäftigen.

Jaja, das macht schon Sinn.

Nun was ich suche:
bequem: Ich bin so ca 1,85m groß und mag
möglichst bequem auch mal mehr als 30 min auf der Schüssel
sitzen können.

Ich bin 180 cm und komme mit den üblichen Enduros bestens zurecht. 5cm mehr an den Beinen würden manchmal nicht schaden.
Du brauchst somit m.E. kein Monsterbike, um gemütlich zur Arbeit zu schippern.
BMW und die großen Bikes der 800/900er Reiseenduro-Klasse halte ich für diese Anforderungen für überdimensioniert.
Ich würde mich nach einer guten Yamaha XT 600 oder Ténéré umsehen.
Die laufen nach Papieren ca. 150. 130 auf Strecke sind schon drin.
Günstig, einfach aufgebaut und, entgegen obiger Aussage, spottbillig in der Wartung.
Ich fahre eine Yamaha TT600, also die Vollcrossversion der XT mit weitgehend gleichem Motor, aus dem Baujahr 1987. Das Gefährt ist erhaltenswert, aber ziemlich ausgenudelt. Eben eine 21 Jahre alte Wettbewerbsmaschine.
Dieses Jahr habe ich sie fast vollständig überholen lassen. Neue Reifen, Ölpumpe, Vorderbremse, Kettenritzel, TÜV/offene Eintragung, Öle, einige Dichtungen und stapelweise Kleinteile (Luftfilter, Spiegel, Ständerfeder u.v.m.). Kostete alles zusammen 900 Eur inklusive Arbeitslohn.
Nach der Saison 2009 wird eine Motorüberholung fällig. Sie liegt bei ca. 1.000 Eur.

Eine jährliche Wartung für 200-300 Eur in der Werkstatt ist nötig, wenn man das nicht selbst machen will oder kann. Das war´s.
Eine BMW kostet hier mindestens das Doppelte.
Ich mache alle 4-6 TKm einen Ölwechsel, da die Ölpumpe recht komplex und empfindlich ist und es keinen externen Ölfilter gibt.
2,2 L 15W40 Öl, das ich auch für meinen alten Alfa benutze, kosten ca. 5-10 Eur…

sicher: Da ich mit dem Motorrad auch
Autobahn fahren müsste, sollten 130km/h nicht nur mit
Schiebesonne und Heimweh drin sein. Ne Rennsemmel ist aber
auch nicht was ich suche.

günstig: Verbrauch, Versicherung und
Anschaffung sind weitere Punkte die mir wichtig wären.
Möglichst geringer Verbrauch und eine niedrige Einstufung in
Versicherungsfragen sind ziemlich wichtig, denn ganz ohne
Zweitwagen wird es wohl trotzdem nicht gehen.
Beim Anschaffungspreis will ich zwar auch nicht wirklich viel
hinlegen, da sich dieser über die Zeit aber durch niedrige
Betriebskosten relativiert …

Was ist denn „günstig“?
Eine wirklich gute XT 600 aus den 90ern kostet 1.500 - 2.500 Eur. Eine Maschine für Bastler, die läuft, aber Arbeit braucht, bekommt man auch für 500-700 Eur.
Für 3.500 Eur gibt es schon etwas fast Neuwertiges.

Versicherung und Steuer sind bei diesen Modellen verhältnismäßig billig.
Ein Reifen kostet ca. 100 - 160 Eur je nach Anbieter und vo./hi.

So, das wären grob so meine Prioritäten.
Was will er jetzt eigentlich wissen? Nun, ich befinde mich ja
gerade in der Informationssammelphase, wenn ihr also den einen
oder anderen Tipp hättet, worauf man noch achten sollte, oder
den einen oder anderen Bock kennt, von dem ihr sagt, er würde
auf meine Ansprüche passen, dann her damit.

Die älteren 600er Enduros mit ca. 40-45 PS (meine hat 44 PS eingetragen) sind für die Ansprüche m.E. o.k. Zudem nehmen sie kaum Platz in der Garage weg und sind solide aufgebaut.
M.W. sind Suzuki DR 600, Yamaha XT 600, Honda XL 600 empfehlenswert. Einzig von der Honda XL 600 R muss man die Finger lassen, sie hat einen Konstruktionsfehler, der zu frühzeitigem Exitus der Nockenwellen führt.
Von den Dingern habe ich aber seit Jahren keine mehr gesehen.

Gruß,
M.

Vielen Dank für die vielen Hinweise erstmal.

Jetzt werde ich das alles mal mit mehr Informationen hinterfüttern und danach mit einer groben Vorstellung zum Händler gehen um die eine oder andere Alternative mal probefahren.

Gruß
Daniel

…da gibt es nur eine: Yamaha TDM 850

Und hier werden alle Fragen beantwortet:

http://www.tdm-forum.net/main.php

Hi!

Hat in der Beschleunigung aus der
Kurve heraus die Kawasaki Z750, die Triumph Speed Triple und
die Aprilia Shiver locker abgehängt.

Bist du dir sicher, daß von der SPEED und nicht von der STREET Triple die Rede war?

Einzylinder haben mächtig Power von unten raus, dass die kleine Duke gegen die große Speed aber wirklich schneller aus der Kehre kommt, wage ich zu bezweifeln.

Grüße
Dusan

Falls die Duke nicht reicht, gibt es noch die Superduke. Die
dürfte aber für den Stadtverkehr übermotorisiert sein.

nicht nur superduke, im prinzip alle modelle mit dem lc8 motor (950er vergaser bzw. 990er einspritzer). als übermotorisiert würd ich die nicht bezeichnen, man gewöhnt sich sehr schnell an die macht :o)

das problem ist dabei das kleine wörtschen „günstig“

ktm´s machen zwar mörderspaß, sind aber alles andere als günstig

gruß

tiger

Hi!

als übermotorisiert
würd ich die nicht bezeichnen,

Lt. Duden gibt es dieses Wort gar nicht!

Grüße
Dusan
*aufderdunklenSeiteangelangt*

als übermotorisiert
würd ich die nicht bezeichnen,

Lt. Dusan gibt es dieses Wort gar nicht!

was ?

°grins°

tiger

Das auch, aber guck mal

http://www.duden.de/suche/index.php?begriff=%FCbermo…

jedoch

http://www.duden.de/suche/index.php?begriff=untermot…

Hugh
Dusan

na schön, meinetwegen.

komischerweise kann man´s aber übersetzen, das nicht-existente wort

http://www.dict.cc/?s=%FCbermotorisiert

prizipiell gilt jedenfalls; „ist er zu stark, bist du zu schwach“

agree ?

gruß

tiger

komischerweise kann man´s aber übersetzen, das nicht-existente
wort

http://www.dict.cc/?s=%FCbermotorisiert

Das war ja klar, daß gerade die Engländer Wörter kennen, die hierzulande völlig unbekannt sind. Deswegen holen sie aus 1050ccm bei 3 Zylindern auch nur schäbige 132 Pferde raus.

prizipiell gilt jedenfalls; „ist er zu stark, bist du zu
schwach“

agree ?

Jupp!

Grüße
Dusan

Hallo Dusan,

Bist du dir sicher, daß von der SPEED und nicht von der STREET
Triple die Rede war?

Es war die Street und nicht die Speed und die Duke war deutlich schneller als die anderen drei. Das liegt aber sicher an der extrem kurzen Übersetzung. Aber deshalb machen solche Dinger auch den Spaß. Ich fahre zur Zeit die MT03 von Yamaha mit 48PS. Die ist ebenfalls extrem kurz übersetzt und reicht völlig aus, um auf kurvenreichen Strecken jedem Superbike am Heck kleben zu bleiben, solange da kein Profi fährt. Für Autobahntouren allerdings nicht geeignet, zu kurz übersetzt. Dafür in der Stadt ideal: Flink, wendig, aufrechte Sitzposition.

Gruß
schubtil

Hi!

Es war die Street und nicht die Speed und die Duke war
deutlich schneller als die anderen drei. Das liegt aber sicher
an der extrem kurzen Übersetzung.

Die Übersetzung ist es nicht allein, ein Einzylinder hat gerade von unten heraus mehr Drehmoment. Wenn man es dann schaftt diesen Geschwindigkeitsüberschuss in die nächste Kehre zu retten, dann kann man schon für wesentlich stärkere Bikes zur Gefahr werden.

Aber deshalb machen solche
Dinger auch den Spaß. Ich fahre zur Zeit die MT03 von Yamaha
mit 48PS. Die ist ebenfalls extrem kurz übersetzt und reicht
völlig aus, um auf kurvenreichen Strecken jedem Superbike am
Heck kleben zu bleiben, solange da kein Profi fährt.

Schön, daß du damit so zufrieden bist.

Für

Autobahntouren allerdings nicht geeignet, zu kurz übersetzt.

Autobahntouren, das ist wie Sex ohne Frau!

Grüße
Dusan