Servus!
ich brüte schon seit einiger Zeit, ob ich mir wieder einen
Bock zulege. Gerade heute wieder auf dem Weg zur Arbeit ewig
im Berufsverkehr festzuhängen, hat mich dazu gebracht, mit
wieder intensiver mit dem Thema zu beschäftigen.
Jaja, das macht schon Sinn.
Nun was ich suche:
bequem: Ich bin so ca 1,85m groß und mag
möglichst bequem auch mal mehr als 30 min auf der Schüssel
sitzen können.
Ich bin 180 cm und komme mit den üblichen Enduros bestens zurecht. 5cm mehr an den Beinen würden manchmal nicht schaden.
Du brauchst somit m.E. kein Monsterbike, um gemütlich zur Arbeit zu schippern.
BMW und die großen Bikes der 800/900er Reiseenduro-Klasse halte ich für diese Anforderungen für überdimensioniert.
Ich würde mich nach einer guten Yamaha XT 600 oder Ténéré umsehen.
Die laufen nach Papieren ca. 150. 130 auf Strecke sind schon drin.
Günstig, einfach aufgebaut und, entgegen obiger Aussage, spottbillig in der Wartung.
Ich fahre eine Yamaha TT600, also die Vollcrossversion der XT mit weitgehend gleichem Motor, aus dem Baujahr 1987. Das Gefährt ist erhaltenswert, aber ziemlich ausgenudelt. Eben eine 21 Jahre alte Wettbewerbsmaschine.
Dieses Jahr habe ich sie fast vollständig überholen lassen. Neue Reifen, Ölpumpe, Vorderbremse, Kettenritzel, TÜV/offene Eintragung, Öle, einige Dichtungen und stapelweise Kleinteile (Luftfilter, Spiegel, Ständerfeder u.v.m.). Kostete alles zusammen 900 Eur inklusive Arbeitslohn.
Nach der Saison 2009 wird eine Motorüberholung fällig. Sie liegt bei ca. 1.000 Eur.
Eine jährliche Wartung für 200-300 Eur in der Werkstatt ist nötig, wenn man das nicht selbst machen will oder kann. Das war´s.
Eine BMW kostet hier mindestens das Doppelte.
Ich mache alle 4-6 TKm einen Ölwechsel, da die Ölpumpe recht komplex und empfindlich ist und es keinen externen Ölfilter gibt.
2,2 L 15W40 Öl, das ich auch für meinen alten Alfa benutze, kosten ca. 5-10 Eur…
sicher: Da ich mit dem Motorrad auch
Autobahn fahren müsste, sollten 130km/h nicht nur mit
Schiebesonne und Heimweh drin sein. Ne Rennsemmel ist aber
auch nicht was ich suche.
günstig: Verbrauch, Versicherung und
Anschaffung sind weitere Punkte die mir wichtig wären.
Möglichst geringer Verbrauch und eine niedrige Einstufung in
Versicherungsfragen sind ziemlich wichtig, denn ganz ohne
Zweitwagen wird es wohl trotzdem nicht gehen.
Beim Anschaffungspreis will ich zwar auch nicht wirklich viel
hinlegen, da sich dieser über die Zeit aber durch niedrige
Betriebskosten relativiert …
Was ist denn „günstig“?
Eine wirklich gute XT 600 aus den 90ern kostet 1.500 - 2.500 Eur. Eine Maschine für Bastler, die läuft, aber Arbeit braucht, bekommt man auch für 500-700 Eur.
Für 3.500 Eur gibt es schon etwas fast Neuwertiges.
Versicherung und Steuer sind bei diesen Modellen verhältnismäßig billig.
Ein Reifen kostet ca. 100 - 160 Eur je nach Anbieter und vo./hi.
So, das wären grob so meine Prioritäten.
Was will er jetzt eigentlich wissen? Nun, ich befinde mich ja
gerade in der Informationssammelphase, wenn ihr also den einen
oder anderen Tipp hättet, worauf man noch achten sollte, oder
den einen oder anderen Bock kennt, von dem ihr sagt, er würde
auf meine Ansprüche passen, dann her damit.
Die älteren 600er Enduros mit ca. 40-45 PS (meine hat 44 PS eingetragen) sind für die Ansprüche m.E. o.k. Zudem nehmen sie kaum Platz in der Garage weg und sind solide aufgebaut.
M.W. sind Suzuki DR 600, Yamaha XT 600, Honda XL 600 empfehlenswert. Einzig von der Honda XL 600 R muss man die Finger lassen, sie hat einen Konstruktionsfehler, der zu frühzeitigem Exitus der Nockenwellen führt.
Von den Dingern habe ich aber seit Jahren keine mehr gesehen.
Gruß,
M.