Eifersucht

Hallo profound

Diese Aussage trifft auf mich nicht zu.

Also, Iwan, das hab’ ich auch nicht angenommen
*amüsiertlächle*, aber es freut mich, dass Du was dazu sagst
:wink:

Das ist aber unüblich, das es jemand freut, wenn ich etwas sage.
Womöglich werde ich langsam wieder normal.
2 Jahre in einem Satire-Forum, wo man nur Schwachsinn von sich
gibt und diesen auch zu lesen bekommt, da verblödet man mit der
Zeit, ich bin das beste Beispiel dafür.
Normalweise gebe ich nur ätzende Kommentare ab, diese waren in
der Regel nicht lustig, das sich jemand darüber freuen könnte.

Was ist wahre Liebe ?
Gefühlsmäßige Abhängigkeit von einer anderen Person !

Ist es das für Dich selbst? Kann man dann wirklich von
wahrer Liebe sprechen? Wie kann Abhängigkeit mit Liebe
gekoppelt sein?
Wie steht’s mit dem typischen Beispiel einer Frau, die
aufgrund ihrer „gefühlsmässigen Abhängigkeit“ ihrem Partner
gegenüber sich schlagen lässt oder sonstwas mit ihr machen
lässt?

Die Frau ist selbst Schuld, oder sie steht auf SM.

Im Gegenteil, WAHRE Liebe lässt dem Anderen jeglichen
Freiraum, der derjenige braucht.

Es muß nicht unbedingt wahre Liebe sein, Vertrauen reicht aus.
Das sehe ich bei mir, ich vertraue mir selbst, klappt wunderbar,
ich wurde noch nicht, von mir enttäuscht.

Auf die Eifersucht ist Isabel bestens eingegangen, aber dass
Du das als „Krankheit“ (Gefühlskrankheit) siehst, ist klar.

Was hat Eifersucht mit Gefühl zu tun ?
Von einer Gefühlskrankheit habe ich nicht gesprochen, sondern
das Eifersucht eine Krankheit ist.

Hab noch zu wenig Ansichts-Seiten dieses Phänomens, um da was
sagen zu können …

Gruß, profound

Wieviele Ansichts-Seiten benötigst Du, mir reicht meine aus !

Gruß Iwan

Das ist aber unüblich, das es jemand freut, wenn ich etwas
sage.
Womöglich werde ich langsam wieder normal.
2 Jahre in einem Satire-Forum, wo man nur Schwachsinn von sich
gibt und diesen auch zu lesen bekommt, da verblödet man mit
der
Zeit, ich bin das beste Beispiel dafür.
Normalweise gebe ich nur ätzende Kommentare ab, diese waren in
der Regel nicht lustig, das sich jemand darüber freuen könnte.

Ohne Dir zu nahe treten zu wollen, es wirkt, als würdest Du Dich selbst nicht sehr lieben. Sei Dir jedoch zugestanden …

Es muß nicht unbedingt wahre Liebe sein, Vertrauen reicht aus.
Das sehe ich bei mir, ich vertraue mir selbst, klappt
wunderbar, ich wurde noch nicht, von mir enttäuscht.

Da bist Du aber zu bewundern, Du bist der Erste, der das allen Ernstes behauptet. Fast beneidenswert :wink:

Was hat Eifersucht mit Gefühl zu tun ?

Na, Du bist gut! Was das miteinander zu tun hat??? Eifersucht IST ein Gefühl! *mehralsbaffbin*
Also, entweder hab’ich Dich völlig verstanden oder Du meinst ganz was anderes.
Oder, eine dritte Möglichkeit, Du ätzt. Tja, dann versteh’ ich’s in der Tat nicht, denn mit Sarkasmus fang’ ich nicht viel an. Ich nehm’ aber nicht an, dass Du’s ätzenderweise gemeint hast. Ernst schon?

Hab noch zu wenig Ansichts-Seiten dieses Phänomens, um da was
sagen zu können …

Wieviele Ansichts-Seiten benötigst Du, mir reicht meine aus !

Mir reicht niemals nur eine, schon gar nicht nur meine, das ist mir viiiiiiiiiel zu einseitig :wink:

So denn,
Silvia

Bedingungslosigkeit und

…ein übersteigertes Selbstwertgefühl

müssen sich aber nicht ausschließen.

Das stimmt.

Diejenigen sind aber auch nicht eifersüchtig.

Das möchte ich nicht unterschreiben.

Du hast Recht, ich korrigiere (eigentlich: „ergänze“, aber das klingt so komisch:wink:) mich. Auch mit großem oder sogar übersteigertem Selbstwert kann man Eifersucht empfinden.
Allerdings würde ich bei übersteigertem Selbstwert nicht von „Leiden“ sprechen.

Mit dankbarem Gruß,
Silvia

Hallo,
„Konstrukt“, weil ich es zunächst für ein Ideal, also ein pures Gedankengebilde halte. Es ist von _der_ wahren Liebe also genau einer und nicht _einer_ wahren Liebe (von vielen) die Rede. Diese Eindeutigkeitsbeschränkung scheint mir das fiktive zu rechtfertigen.

Was ist für DICH wahre Liebe?

das wird zu schwelgerisch *g*.

Gruss
Enno

Hallo Silvia

Ohne Dir zu nahe treten zu wollen, es wirkt, als würdest Du
Dich selbst nicht sehr lieben. Sei Dir jedoch zugestanden …

Danke, das Du mir das zugestehst, aber Deinen ersten Satz muß
ich wiedersprechen, ich liebe mich wirklich sehr.

Es muß nicht unbedingt wahre Liebe sein, Vertrauen reicht aus.
Das sehe ich bei mir, ich vertraue mir selbst, klappt
wunderbar, ich wurde noch nicht, von mir enttäuscht.

Da bist Du aber zu bewundern, Du bist der Erste, der das allen
Ernstes behauptet. Fast beneidenswert :wink:

Das verstehe ich jetzt nicht, hast Du denn nicht ein wenig
Vertrauen zu Dir selbst ?

Was hat Eifersucht mit Gefühl zu tun ?

Na, Du bist gut! Was das miteinander zu tun hat??? Eifersucht
IST ein Gefühl! *mehralsbaffbin*
Also, entweder hab’ich Dich völlig verstanden oder Du meinst
ganz was anderes.

Also ich habe Dich völlig verstanden, Du meinst genau das andere
was ich auch meine, zu meinen oder meinst Du das andere was ich
nicht meine, zu meinen.

Oder, eine dritte Möglichkeit, Du ätzt.

Über diese Möglichkeit habe ich auch schon nachgedacht, weiss nur
nicht was das bedeutet.

Tja, dann versteh’

ich’s in der Tat nicht,

Dann geht es Dir wie mir !
Willkommen im Club der Ahnungslosen !
Du kannst aber eine Expertenanfrage stellen, aber um eine Antwort
zu bekommen, mußt Du erstmal eine Frage fragen.

Hab noch zu wenig Ansichts-Seiten dieses Phänomens, um da was
sagen zu können …

Wieviele Ansichts-Seiten benötigst Du, mir reicht meine aus !

Mir reicht niemals nur eine, schon gar nicht nur meine,
das ist mir viiiiiiiiiel zu einseitig :wink:

So denn,
Silvia

Ich habe Dein Problem erkannt.
Du mußt erst 199 Meinungen einholen, dauert etwa 2 Tage
diese studieren und auswerten, dauert 5 Tage
bist Du dann zu einen Entschluß gekommen ? 10 Tage
Dieses ist uneffektiv, kostet zuviel Zeit.
Versuche einmal allein, Dir eine Meinung zu bilden, macht Spaß !
Wenn Du dann immer noch nicht weiter weisst, Frage fragen, dafür
bin ich ja hier, Antwort garantiert !

Gruß Iwan

Wir nehmen und geben zugleich, erhalten und spenden, was
irgendwann zum Tode führt.

… wobei das nicht ganz sein kann, denn nicht das
Erhalten/Nehmen und Spenden/Geben führt zum Tod. Aber ich
lass’ Deine Aussage mal ein bisschen mehr berechtigt als meine
stehen, ok? *einbisschenschelmischgrins* …

Es führt deshalb zum Tod, da dies ein Prozeß in der Zeit ist. Es heißt nicht umsonst ‘Die Zeit frißt ihre Kinder.’ Wer da nicht mehr mitmacht, das ist der Körper.

“Pardon Madam, darf ich Sie verspeisen?”

Das war zum Schmunzeln, stimmt.

Aber jetzt wirklich im Ernst … mit Darwin hab’ ich so meine
spitzen Konfrontationen. Seine Theorie nämlich - ich nenn’s
absichtlich so - entzieht dem menschlichen Leben absolut
jeglichen Sinn.

Darwins Theorie war eine rein materialistische Ansicht der Dinge. Er hätte noch einen Schritt weitergehen sollen und nach dem Warum des Ganzen fragen sollen. Hat er aber nicht. Andere haben es getan und eine Antwort gefunden.

Materie ist Brahman, sagt die Upanischade. Also Materie ist Bewußtsein.

Aber das ist natürlich nicht die ganze Wahrheit, nur ein
bestimmter Blickwinkel.

Welche Wahrheistaspekte gibts noch?

Das das was wir Leben nennen, nur ein kleiner Ausschnitt vom wahren Leben ist. Doch dieses wahre Leben muß erobert werden.

mfg
rolf

Vor kurzem hab’ ich die Aussage gelesen: „Wenn man liebt, ist
man automatisch auch eifersüchtig“. Für mich klingt das
widersprüchlich, denn wahre Liebe (die m.E. bedingungslos
ist), stellt keine Besitzansprüche.

Beim Versuch, die Antwort zu ergründen, bin ich auf zwei
mögliche Ursachen gestoßen:
Mangelndes Vertrauen einerseits und fehlender Selbstwert
andererseits.
Wie könnte Eifersucht noch begründet werden?

Was denkt Ihr? *schonüberdimensionalneugierigbin*
*undmichaufEurePostingsfreu*

Hallo profound,

zu sagen, was die Liebe ist, ist schwer genug. Vielleicht ist sie für jeden etwas anderes. Für viele ist sie etwas, das man schwer erringt und leicht verliert, ein „knappes Gut“, für das man auf einem Markt gegen Konkurrenz antreten muß. Dann verstehe ich die Eifersucht als Ausdruck von Angst, Mangel an Selbstsicherheit (= geringe Meinung vom eigenen Marktwert).
Da so verstandene Liebe notwendig mit Schmerz verbunden ist, andererseits jeder Sehnsucht nach Liebe hat, verstehe ich so das Bedürfnis, andere und schönere Vorstellungen von der Liebe zu entwickeln („wahre Liebe“), ohne Besitz- und sonstige Ansprüche.
Was ist die Liebe: ich weiß es nicht. Ich glaube aber, daß es (selten) Menschen gibt, die relativ frei von „Anspruchshaltungen“ in der Liebe sind (dazu gehöre ich nicht). Die eine innere Sicherheit haben, daß sie ohnedies bekommen, was sie brauchen, und daher nicht besitzen müssen.
Deshalb denke ich, Eifersucht ist krankhaft und normal zugleich.

Mit liebem Gruß,
profound

Gruß,

Egon

Hm, das würde bedeuten, man vergleicht sich ständig?

Hi,
das hat Max Frisch gesagt: „Eifersucht ist die Angst vor dem Vergleich.“
Gruß,
Anja

Hallo, taibaba!

für mich hat liebe jedenfalls nicht unbedingt mit sexualität
zu tun, wobei natürlich - wenn die beteiligten personen der
jeweiligen sexuellen orientierung entsprechen - die geistige
und emotionale nähe auch schnell das bedürfnis nach physischer
nähe entstehen lässt.

Seh’ ich auch so.

liebt gott „zurück“? (okay,
das ist jetzt sehr dünnes eis, ich weiß…)

*upsups* das ist wahrlich seeeeeeehr dünnes Eis, das (bei dieser Aussage quecksilberartig geschehend *gg*) erhitzten Gemütern nicht sehr lange standhält *spitzgrins* … Aber das ist ein komplett anderres Thema, darauf wollen wir hier nicht eingehen *sehrbestimmtKopfnick* …

Also, das nenn’ ich gut durchdacht, als „Annäherungsversuch“ mehr als brauchbar *ggg* *fastHutzieh* …
Na, da darf ich doch auch ins Detail gehen? (Für alle die, denen’s zu mühsam ist, bitte übergehen *smile*) …

aber was ist liebe? ein annäherungsversuch:
liebe ist hingabe, nicht aber ständige absorption.

  • überhaupt Absorption?

liebe ist verständnis und faszination.

  • Diese Verbindung finde ich interessant *zumNachdenkenanimiertbin*

liebe hat keine dauer (was nicht heißt, dass sie nicht
langandauernd sein kann)

  • so kann man’s auch sagen. Liebe ist permanent da, und damit im wahrsten Sinn des Wortes „dauernd“. … oder?

liebe ist bedingungslos.

  • mhm, ist sie - aber nicht im Sinne von „selbstlos“, wie es oft gesagt wird.

liebe verändert - sie hinterlässt spuren. aber sie will den
anderen nicht verändern.

  • das finde ich sehr schön gesagt.

liebe ist ein gefühl, welches auch im kopf lebt.

  • ein großes Sorry, taibaba: Aber wie kann ein Gefühl im Kopf sein??? Mehr Widerspruch ist doch wirklich nicht möglich *völligperplexbin* …

„so könnte ein dichter, dachte ich, vollendete liebe dem wasser
vergleichen, sie umgibt das geliebte ganz, schmeichelnd und
weich, ohne es festzuhalten.“

Ohne den Anschein zu erwecken, schnulzig oder sentimental zu sein: das ist eine wahrhaft treffende Aussage, sehr poetisch ausgedrückt. Wirklich schön.

Mangelndes Vertrauen einerseits und fehlender Selbstwert
andererseits.

die sich häufig wechselseitig bedingen…

*malsehrscharfnachdenkemuss* … das muss ich mir noch überlegen …

tu das :smile:

Hab’ ich. Denke schon, dass es so ist, jedoch nicht ausschließlich, denn jemand mit übersteigertem Selbstwert kann genauso mangelndes Vertrauen haben. Oder umgekehrt.
Du hast aber Recht mit Deiner Aussage.

Das würde bedeuten, dass Menschen, die ohne Veränderungen
nicht sein können […] nicht eifersüchtig wären?

okay, ich hab mich wohl etwas unklar ausgedrückt. ich meinte
die veränderungen im leben, die man sich nicht selbst
aussucht.

Einverstanden, hab’s kapiert :wink:

Diese Sache ist gegeben. Jeder Mensch IST austauschbar, …
Theoretisch nimmt das Wissen um eine Sache die Angst. Sollte
das da anders sein??

NEIN, für mich ist nicht jeder mensch austauschbar. überhaupt
nicht. er ist sicherlich in seiner funktion austauschbar.

Hm, diese Antwort macht mich doch sehr nachdenklich. Ist es nicht so, dass wir ALLE (egal, in welchem Verhältnis einer zu einem anderen steht) eine „Funktion“ für den anderen inne haben? Natürlich verändern sich die „Funktionsaufgaben“, und ein momentaner Partner wird niemals die gleiche Aufgabe für den anderen haben wie ein neuer Partner. Das bedingt die ständige Veränderung.
Hm, aber ich glaube, ich verstehe, was Du meinst. Die Angst, für den anderen keine Rolle mehr zu spielen, für ihn im wahrsten Sinn „bedeutungslos“ zu werden. Das kratzt natürlich sehr am Ego … obwohl, wenn die bedingungslose Liebe Grundlage ist, dürfte das nicht sein. Aber nachdem’s so schwer ist, sich ständig in dieer Liebe zu bewegen, ist’s halt so *snief* …

Tja, jetzt weiß ich wohl ein bisschen mehr … *sehrnachdenklichbin*

diese formulierung passt auf meine beiden
tätigkeitsschwerpunkte :wink:
[…]

Jetzt trau’ ich mich nimmer weiter zu fragen, obwohl Du in der Erklärung Deiner Tätigkeit (höchst interssanterweise) eine sehr bodenständige mit einer sehr luftigen Beschreibung kombiniert hast … *fasterstauntbin*
Aber is’ ok. Voll ok.

Ich will Dir nicht zu nahe treten, aber ich denke, wenn Du
darauf nicht angesprochen werden wolltest, hättest Du’ nicht
so geschrieben. Drum frage ich ganz unverschämt …

nur zu… :smile:
wobei: das ist schon echt heftig unverschämt *ggg*

Jaja, aber das hab’ ich doch gesagt … und ich steh’ dazu *wiederunverschämtseinmuss* *undmichzerwutzl* …

Also, damit sehr amüsierte Grüße,
Silvia

Hallo, Egon!

Vielleicht ist sie für jeden etwas anderes.

Ja, das hat ganz den Anschein, und finde das eigentlich schade. Ich dachte, es gibt die Liebe so wie es eben auch Freude oder Hass oder sonst was gibt, da sind die Definitionen doch auch nicht so schwer zu erkennen. Oder dass es eine Wahrheit gibt, eine Realität, und so weiter. Aber dass alles so sehr subjektiv ist (naja, eigentlich ist das falsch ausgedrückt, man sollte eher sagen: weil alles so immens viele Facetten hat, und es uns Menschen offensichtlich nicht möglich ist, alle Facetten auf einmal zu betrachten), macht vieles einen sehr komplizierten Eindruck.

Eigentlich bin ich ob all der Meinungen, die mir heute geschrieben wurden, buchstäblich ent-täuscht … wofür ich aber genau genommen dankbar sein müsste. Noch bin ich’s nicht, aber das kommt schon noch *ggg*

… ein „knappes Gut“, für das man auf einem Markt gegen
Konkurrenz antreten muß.

und

Mangel an Selbstsicherheit (= geringe Meinung vom eigenen
Marktwert).

Hat es einen Grund, warum Du den Ausdruck „Maktwert“ verwendest? Das klang mir sehr unangenehm in meinen geistigen Ohren, wie ich’s gelesen hab’.
Das „Warum“ darauf hab’ ich mir so erklärt, dass man/frau keine „Sache“ ist, die man sich eben vom Markt so beiläufig holt.

Gleichzeitig impliziert das den Gedanken, dass es völlig normal ist, immer der Beste, die Schönste, sein zu müssen, um in den Augen der Anderen was Wert zu sein. Aber ist das wirklich notwendig?
Das ist ein Gedanke, den ich absolut und überhaupt nicht akzeptieren will. Da bin ich lieber gar nichts und meide diese Gesellschaft.

Hm, irgendwas fehlt mir da … *leichtverwirrtbin* muss drüber nachdenken, warum mich das so berührt.

Sorry, Egon, ich hab’ jetzt zuletzt nur laut gedacht. Weil ich aber heut schon so viel geschrieben hab’ und zu faul bin, mir das, was ich jetzt geschrieben hab’, nochmals durchzulesen, lösch’ ich nix weg. Drum sag’ ich an dieser Stelle, dass meine Worte keinerlei Kritik an Dich sind, sondern das nur ein Hinweis für mich ist, mich selbst damit auseinandersetzen zu müssen.

verstehe ich so
das Bedürfnis, andere und schönere Vorstellungen von der Liebe
zu entwickeln („wahre Liebe“), ohne Besitz- und sonstige
Ansprüche.

Hmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmm …

Ich glaube aber, daß es selten) Menschen gibt, die relativ frei
von „Anspruchshaltungen“ in der Liebe sind (dazu gehöre ich
nicht). Die eine innere Sicherheit haben, daß sie ohnedies
bekommen, was sie brauchen, und daher nicht besitzen müssen.

Davon bin ich überzeugt, ich kenne keinen Menschen persönlich, der das wirklich so schafft. Hab’ ich tatsächlich viel zu hohe Vorstellungen? … Nein, ich denke trotzdem, dass es möglich sein muss, so zu lieben. Aber gut, lassen wir das mal.

Gut, damit mal sehr nachdenklichen Gruß,
Silvia

Hallo profound,


Aber jetzt wirklich im Ernst … mit Darwin hab’ ich so meine
spitzen Konfrontationen. Seine Theorie nämlich - ich nenn’s
absichtlich so - entzieht dem menschlichen Leben absolut
jeglichen Sinn.

Das geht gar nicht. „Sinn“ ist ein Konstrukt, das
der Mensch seiner Existenz zuordnet. Was Du meinst
ist vielleicht die Hoffnung, dass sich aus der
„wissenschaftlichen Deutung der Welt“ ein Sinn
„herausbeweisen“ lässt, weil die eigene Fähigkeit,
einen unabhängigen „Sinn“ zu setzten, verkümmert.

Und da bin ich eindeutig dagegen. Punkt.

Du hoffst immer noch auf eine externale
„Sinnsetzung“? Per „wissenschaftlichem
Wahrheitsbeweis“? Reicht Dir das dann,
um mit „gutem Gewissen“ daran zu glauben?

Aber das ist natürlich nicht die ganze Wahrheit, nur ein
bestimmter Blickwinkel.

Welche Wahrheistaspekte gibts noch?

„Wahrheit“ kann nur immer eine „Ausdeutungshoheit“
eines Dich bestimmenden Gedankens, eines anderen
Menschen, einer Grupe, einer Gemeinschaft sein.

Demzufolge ist eine „Wahrheit“ streng betrachtet
nahezu immer eine „Lüge“ :wink:

Heute unterscheidet man gerne verscheidene Kriterien
der „Wahrheit“ (man muss ja mit irgend einer
„Wahrheit“ leben, darauf hin ist die menschliche
Psyche ausgerichtet), das Kriterium des tiefen und
überzeugten Glaubens an eine Hypothese und das
Kriterium der rationalen, wiederholbaren und für
alle sichtbaren Überprüfbarkeit einer Hypothese.

Euer CMБ

Danke, das Du mir das zugestehst, aber Deinen ersten Satz muß
ich wiedersprechen, ich liebe mich wirklich sehr.

Ok …

Das verstehe ich jetzt nicht, hast Du denn nicht ein wenig
Vertrauen zu Dir selbst ?

Was hat Vertrauen mit Enttäuschung zu tun?

Also ich habe Dich völlig verstanden, Du meinst genau das
andere was ich auch meine, zu meinen oder meinst Du das andere
was ich nicht meine, zu meinen.

Du kannst Dich ruhig lustig machen, ich muss ja nicht drauf einsteigen …

Du kannst aber eine Expertenanfrage stellen, aber um eine
Antwort zu bekommen, mußt Du erstmal eine Frage fragen.

Weißt Du, was ich nicht verstehe? Jeder andere, der sich hier meldet, kann gehaltvolle Antworten geben auf meine eingangs gestellte Frage. Nur Du hast offensichtlich nicht bemerkt, welche Frage ich gefragt habe. Es ist nun mal der Lauf einer Unterhaltung, Diskussion, oder wie immer Du willst, dass eine tiefergehende Frage andere Themenkomplexe beinhaltet, daran kann ich leider nix ändern. Wenn sie Dir aber zu dumm sind, dann red’ einfach nicht mit, so einfach kann das sein. Aber wenn Du nur Meldungen schiebst, die eigentlich zu verstehen geben, dass ich mich verzupfen soll, dann hast Du Dich da geschnitten. Ich bin sehr dankbar für persönliche Meinungen, weil ichh es eben sehr schätze, mit anderen Sichtweisen konfrontiert zu werden. Manche haben die Gabe, eigene solche Gedanken zu spinnen, ich hab’ sie eben nicht. Es steht Dir frei, mir daraus einen Vorwurf zu machen, aber es steht Dir NICHT frei, mir mit Deinen Ansichten meine
Unterhaltungen zu vermiesen. … Doch, korrigier’ mich, auch das steht Dir frei. Jedoch werd’ ich dementsprechend darauf reagieren.

Und noch eins, Iwan: Wenn Dir meine Fragen zu blöd sind, dann sag’s entweder offen und ehrlich oder geh’ einfach in ein anderes Brett und entfalte Dich dort *erbostbin*

Ich habe Dein Problem erkannt.

Das glaube ich nicht. Aber das musst Du ja auch nicht.

Versuche einmal allein, Dir eine Meinung zu bilden, macht Spaß

Damit ich so intolerant werde wie gewisse Leute, die anderen nicht zugestehen, ihre Meinungen eben anders zu bilden?? Nein, danke für den Tipp, aber der ist nicht für mich *jetztauchleichtsarkastischbin*

Trotdem dankbare Grüße,
Silvia

heine und kafka…
hallo silvia,

liebt gott „zurück“? (okay,
das ist jetzt sehr dünnes eis, ich weiß…)

*upsups* das ist wahrlich seeeeeeehr dünnes Eis, das (bei
dieser Aussage quecksilberartig geschehend *gg*) erhitzten
Gemütern nicht sehr lange standhält *spitzgrins* … Aber das
ist ein komplett anderres Thema, darauf wollen wir hier nicht
eingehen *sehrbestimmtKopfnick* …

stimmt, das wär ne andere diskussion, nicht uninteressant zwar, aber eben nicht hierher gehörend…

Also, das nenn’ ich gut durchdacht, als
„Annäherungsversuch“ mehr als brauchbar *ggg* *fastHutzieh*

ohh, danke…

Na, da darf ich doch auch ins Detail gehen? (Für alle die,
denen’s zu mühsam ist, bitte übergehen *smile*) …

du darfst *g*

aber was ist liebe? ein annäherungsversuch:
liebe ist hingabe, nicht aber ständige absorption.

  • überhaupt Absorption?

sagen wir, in meinen augen müssen sich liebe und _temporäre_ absorption nicht widersprechen. wenn allerdings langfristig alles andere außerhalb der eigenen wahrnehmung steht, nimmt die wechselseitige absorption symbiotische züge an. das finde ich ungesund. kurzfristig ist bei mir dieses aufgehen in einem thema, die absolute hingabe an einen anderen menschen aber völlig normal.

kennst du das nicht? du liest heine, zum wiederholten male, war ja in der schule schon pflicht. und plötzlich springt der funke über. du stürzt dich in ihn (bzw. sein werk). du kannst nicht genug kriegen. du bist in düsseldorf und stellst dir vor, dass er hier gelebt hat. an paris denkst du plötzlich auch mit anderen assoziationen. du bekommst lust, seine spuren zu verfolgen. auch wörtlich. dann entdeckst du oppenheims gemälde und findest, dass heine ganz gut ausgesehen hat - haben könnte *schwärmgrins*. du stellst ihn dir vor, wie er wohl gelebt haben mag. du hast einiges gelesen, inzwischen noch mehr. du versuchst, dir vorzustellen, wie seine stimme wohl geklungen haben mag… du liebst die schönheit seiner worte… du liebst seinen witz… und er wird immer plastischer, immer greifbarer - in deiner vorstellung. du hörst, wenn du nicht gerade liest, musik. natürlich heine-vertonungen. nicht nur die schumannschen. du bist fasziniert, begeistert. in gesprächen mit freunden redest du eine woche lang nur von ihm. du „glühst“. und du setzt alles in relation zu ihm, sogar das geburtsjahr deiner tochter (200 jahre nach seinem *g*). und doch: irgendwann „erwachst“ du wieder, irgendwann kühlt das feuer wieder ab. und du merkst - obwohl du das natürlich die ganze zeit wusstest, aber es hatte eben in dem moment keine relevanz - dass es außer heine ja auch noch andere menschen gab, und gibt. auch andere schriftsteller. dann liest du ein bisschen dies und ein bisschen das. findest manches nett und manches doof. und irgendwann entdeckst du kafkas briefe an felice bauer. die packen dich. so ganz anders als das, was du sonst von ihm kennst… und du liest die briefe von vorn bis hinten. zufälligerweise läuft dann in einem programmkino ein film zum thema: briefe an felice. natürlich musst du da rein. und du stellst dir felice vor. und ihn. und ihre liebe. und schon, ja, schon bist du im nächsten „liebestaumel“…

das ist für mich völlige absorption: wenn ein thema dein denken beherrscht. oder ein mensch. nach dieser phase der unbedingten hingabe relativiert sich das verhältnis. das thema (oder der mensch)dominiert nicht mehr allein deine gedanken und gefühle. es gibt wieder platz für anderes. und doch, diese phasen, die du erlebt hast, gehören dir. und du hast sie immer in erinnerung. wenn du das nächste mal irgendwo den namen felice (selten, aber existent *g*) hörst, denkst du an die briefe. und du erinnerst den geruch, der damals, als du die „liebschaft“ mit kafka durchlebtest, in deiner nase war. genauso mit heine… und… und… und du weißt, du liebst diese briefe. und du liebst kafka. und du liebst heine. das ist so, im moment. vielleicht für immer. vielleicht flaut die liebe irgendwann wieder ab. aber das spielt keine rolle, denn du hast sie erlebt. und sie hat dich bereichert.

natürlich sind heine und kafka tot, und grass ist es egal, ob ich ihn liebe oder nicht. das ist natürlich der unterschied zur liebe, die ich für einen neben mir stehenden menschen empfinde. aber: geht es letztlich nicht auch in diesem fall darum, sich berühren zu lassen? und diesen menschen auch berühren zu dürfen und zu können. muss eine liebe ewig gelebt werden? und, vielleicht noch wichtiger: duldet eine solche liebe nicht auch noch andere lieben neben sich. kafka regt sich zum glück nicht darüber auf, dass ich neben ihm auch noch heine liebe. er erwartet ja nichts von mir… :smile:

liebe hat keine dauer (was nicht heißt, dass sie nicht
langandauernd sein kann)

  • so kann man’s auch sagen. Liebe ist permanent da, und damit
    im wahrsten Sinn des Wortes „dauernd“. … oder?

und: die liebe zu einer person kann viel länger dauern als die real gelebte beziehung.

liebe ist bedingungslos.

  • mhm, ist sie - aber nicht im Sinne von „selbstlos“, wie es
    oft gesagt wird.

stimmt. menschen sind keine altruisten.

liebe verändert - sie hinterlässt spuren. aber sie will den
anderen nicht verändern.

  • das finde ich sehr schön gesagt.

danke :smile:

liebe ist ein gefühl, welches auch im kopf lebt.

  • ein großes Sorry, taibaba: Aber wie kann ein Gefühl im Kopf
    sein??? Mehr Widerspruch ist doch wirklich nicht möglich
    *völligperplexbin* …

nein, das ist überhaupt kein widerspruch. hab ich heine gerochen? gab es da pheromone? nein *g*
für mich persönlich findet die annäherung an einen menschen meist primär geistig statt. und das passiert im kopf. bei mir zumindest *g*. wenn ich das mag, was er sagt und denkt, wenn ich mich von ihm verstanden fühle, wenn es da gewisse übereinstimmungen gibt und dadurch nähe fühlbar wird, kann es sein, dass ich mich in ihn verliebe. in diesem sinne kann ich mich auch in frauen verlieben. und in menschen, die bereits tot sind. das ist mir mit frida kahlo so gegangen (und als kind mit pippi langstrumpf und der roten zora *g). und deswegen kann ich auch nie sagen, dass ich ein bestimmtes „traumbild“ von einem potentiellen partner im kopf hab. physisch gesehen. insofern lebt die liebe auch im kopf. aber ein gefühl ist sie natürlich auch. ein sehr intensives gefühl bisweilen…

„so könnte ein dichter, dachte ich, vollendete liebe dem wasser
vergleichen, sie umgibt das geliebte ganz, schmeichelnd und
weich, ohne es festzuhalten.“

Ohne den Anschein zu erwecken, schnulzig oder sentimental zu
sein: das ist eine wahrhaft treffende Aussage, sehr poetisch
ausgedrückt. Wirklich schön.

ich mag es auch sehr…

Diese Sache ist gegeben. Jeder Mensch IST austauschbar, …
Theoretisch nimmt das Wissen um eine Sache die Angst. Sollte
das da anders sein??

NEIN, für mich ist nicht jeder mensch austauschbar. überhaupt
nicht. er ist sicherlich in seiner funktion austauschbar.

Hm, diese Antwort macht mich doch sehr nachdenklich. Ist es
nicht so, dass wir ALLE (egal, in welchem Verhältnis einer zu
einem anderen steht) eine „Funktion“ für den anderen inne
haben?

und doch sind wir - zumindest in zwischenmenschlichen beziehungen - nicht nur funktionsträger! jeder mensch ist anders. dadurch ist jede beziehung anders. und deswegen sind beziehungen so wertvoll. und deswegen ist es schön, mehrere freunde haben zu dürfen…

Natürlich verändern sich die „Funktionsaufgaben“, und
ein momentaner Partner wird niemals die gleiche Aufgabe für
den anderen haben wie ein neuer Partner. Das bedingt die
ständige Veränderung.

nein, ich seh das auch ganz unfunktional. denn für mich - und sicherlich auch für dich - existieren die menschen auch außerhalb ihrer funktion. es ist deswegen nicht egal, ob du mit veronika oder claudia in urlaub fährst. es ist deswegen nicht egal, ob du mit franz oder marcel vögelst. auch wenn sie ihre jeweilige funktion als urlaubsbegleitung oder sexualpartner vortrefflich erfüllen, wird es einen unterschied für dich machen. weil sie eben nicht nur ihre funktion erfüllen.

Hm, aber ich glaube, ich verstehe, was Du meinst. Die Angst,
für den anderen keine Rolle mehr zu spielen, für ihn im
wahrsten Sinn „bedeutungslos“ zu werden. Das kratzt natürlich
sehr am Ego …

ach weißt du, mir wäre da die variante „indifferenz“ auf jeden fall lieber als die variante „hass und verachtung“ :frowning:… aber das hat mit unserem thema hier nicht wirklich zu tun, ich musste das nur gerade los werden…

Jetzt trau’ ich mich nimmer weiter zu fragen, obwohl Du in der
Erklärung Deiner Tätigkeit (höchst interssanterweise) eine
sehr bodenständige mit einer sehr luftigen Beschreibung
kombiniert hast … *fasterstauntbin*
Aber is’ ok. Voll ok.

*grins*
nein, es sind zwei völlig verschiedene tätigkeiten, die nichts miteinander zu tun haben, außer vielleicht der tatsache, dass es sich eben immer um menschen handelt, mit denen ich arbeite…

Jaja, aber das hab’ ich doch gesagt … und ich steh’ dazu
*wiederunverschämtseinmuss* *undmichzerwutzl* …

äh… erklärst du mir bitte noch, was zerwutzl bedeutet. im infinitiv wohl „sich zerwutzln“, oder?

Also, damit sehr amüsierte Grüße,

hat das sich zerwutzln was mit lachen zu tun? *g*

liebe grüße
tabaiba

Hallo, Semjon …

weil die eigene Fähigkeit, einen unabhängigen „Sinn“ zu
setzten, verkümmert.

Du hoffst immer noch auf eine externale „Sinnsetzung“?
Per „wissenschaftlichem Wahrheitsbeweis“? Reicht Dir
das dann, um mit „gutem Gewissen“ daran zu glauben?

Deine Worte treffen mich.
*tiefgrübel* … offensichtlich kann jeder nur selbst seinen eigenen Sinn definieren … zu diesem Schluss komm’ ich eben als Resumee aller Beiträge und Deiner Äußerung als i-Punkt.
*aus-zeitbrauch*

Welche Wahrheistaspekte gibts noch?

„Wahrheit“ kann nur immer eine „Ausdeutungshoheit“
eines Dich bestimmenden Gedankens, eines anderen
Menschen, einer Grupe, einer Gemeinschaft sein.

Demzufolge ist eine „Wahrheit“ streng betrachtet
nahezu immer eine „Lüge“ :wink:

Trifft ebenfalls obigen Gedanken *wortlosbin*

Danke.

*sehrbetroffenundnichtweißwarum*,
Silvia

Hallo Silvia

Was hat Vertrauen mit Enttäuschung zu tun?

Es ging doch um Eifersucht, was ist denn jetzt mit Enttäuschung
gemeint ?

Du kannst Dich ruhig lustig machen, ich muss ja nicht drauf
einsteigen …

Das ist nicht meine Absicht !

Weißt Du, was ich nicht verstehe? Jeder andere, der sich hier
meldet, kann gehaltvolle Antworten geben auf meine eingangs
gestellte Frage. Nur Du hast offensichtlich nicht bemerkt,
welche Frage ich gefragt habe.

Gehaltvolle Antworten zu geben, versuche ich ja, leider läßt
meine geringe Schulbildung nicht mehr zu.

Es ist nun mal der Lauf einer

Unterhaltung, Diskussion, oder wie immer Du willst, dass eine
tiefergehende Frage andere Themenkomplexe beinhaltet, daran
kann ich leider nix ändern.

Wer verlangt das von Dir ?

Aber

wenn Du nur Meldungen schiebst, die eigentlich zu verstehen
geben, dass ich mich verzupfen soll, dann hast Du Dich da
geschnitten.

Ja,Ja erst erzählen das Du Dich freust von mir zu hören, wie
schnell man die Meinung ändert. :smile:
Außerdem gab und gebe ich niemals jemanden zu verstehen, das
wer auch immer, sich verzupfen soll.
Immer diese Missverständnisse !
Sorry, solltest Du das so verstanden haben.

Ich bin sehr dankbar für persönliche Meinungen,

Ich auch !

Und noch eins, Iwan: Wenn Dir meine Fragen zu blöd sind, dann
sag’s entweder offen und ehrlich oder geh’ einfach in ein
anderes Brett und entfalte Dich dort *erbostbin*

Ich bin offen für alle Fragen und Antworten, das Du jetzt erbost
bist, ist verständlich, ich weiss auch nicht wie das kommt,
passiert mir immer wieder, das meine Gesprächspartner, nach ein
paar Sätzen von mir, sauer auf mich sind, diese Eigenart begleitet
mich schon jahrelang.

Hiermit bitte ich Dich aufrichtig, um Entschuldigung !

Freundliche Grüße von Iwan

Hallo,

Hm, das würde bedeuten, man vergleicht sich ständig?
Ein interessanter Gedanke, muss ich sagen.
Muss ich mal durchdenken :wink:

Hehe, das tut man vor allem, wenn man jung ist. Es
ist nämlich ganz wichtig zu wissen, wo man steht,
um den „bestmöglichen Paarungspartner“ beanspruchen
zu können, der für einen in Frage kommt :wink:

Dort scheint eine stammesgeschichtlich erklärbare
Verfeinerung der Sinne stattgefunden zu haben. Die
meisten Menschen wissen nämlich sehr genau ,
wo sie in der Rangordnung stehen. Und die meisten
Menschen erfassen sehr schnell, wenn jemand versucht,
durch Tricks sich nach vorne zu cheaten …

Aber da es einen besseren Paarungserfolg verspricht,
ist der Versuch des „sich besser darstellen als man weiss
dass man ist
“ unausrottbar :wink:

Naja, aber dann stellt sich die Frage, warum auch Menschen,
die wissen, dass sie meinetwegen, schön, intelligent,
erfolgreich und sind, auch eifersüchtig sind? …

Eifersucht hat dann nichts mit dem Selbstbild zu tun
sondern mit der Vermutung, dass ein „cheater“ die
eigene „Schönheit, Intelligenz …“ durch Tricks
scheinbar überbietet :wink:

Nein Quark; ich denke Eifersucht hat mit der Angst
vor Verlust der Verfügbarkeit über einen nahen
Menschen zu tun (Kontrollverlust), ob aus möglichen
oder völlig abwegigen Gründen.

Also ein irrationales psychisches Konstrukt …

Euer CMБ

Also, Iwan,

ich find’s buchstäblich „großartig“ von Dir, dass Du reagierst, hättest Dich auch schmollend zurück ziehen können. Hab’ ich eigentlich geglaubt, dass Du das tun wirst.

Du kannst Dich ruhig lustig machen, …

Das ist nicht meine Absicht!

Gut. Glaub’ ich Dir auch.

Gehaltvolle Antworten zu geben, versuche ich ja, leider läßt
meine geringe Schulbildung nicht mehr zu.

Ich traf schon den Kern mit meiner Aussage, dass Du Dich selbst nicht liebst. Auch, wenn Du was anderes behauptest. Das sag’ ich auch auf die Gefahr hin, dass Du Dich angegriffen fühlst. Ist aber wiederum nicht meine Absicht.

Würd’ Dir gern eine Mail schicken. Ist das ok für Dich?

Liebe Grüße,
Silvia

Hallo Silvia

Also, Iwan,

ich find’s buchstäblich „großartig“ von Dir, dass Du
reagierst, hättest Dich auch schmollend zurück ziehen können.
Hab’ ich eigentlich geglaubt, dass Du das tun wirst.

Wieder ein Missverständnis, wie geht das, sich schmollend
zurückziehen ?

. Auch, wenn Du was anderes behauptest. Das

sag’ ich auch auf die Gefahr hin, dass Du Dich angegriffen
fühlst. Ist aber wiederum nicht meine Absicht.

Die Gefahr besteht mit 100% Sicherheit nicht, das ich mich
durch was auch immer angegriffen fühlen könnte.
Also sei direkt und offen, nur keine Angst, bin nicht sensibel.

Würd’ Dir gern eine Mail schicken. Ist das ok für Dich?

Jederzeit, so oft Du möchtest ! Nur die bei wer-weiss-was
eingeblendete Adresse funktioniert nicht richtig, Anbieter
hat oft technische Probleme.
Sende Deine Mail bitte an diese Adresse:
[email protected]
Bitte nur als Textnachricht, wenn möglich !
Solltest Du innerhalb von 24 Stunden von mir keine Antwort
erhalten haben, lass es mich am Plauderbrett wissen.

Liebe Grüße von Iwan

Und da ist auch ein Aspekt der wahren Liebe: Wenn ich den
Anderen so liebe, dann liegt mir SEIN Wohlergehen am Herzen.
Wenn das bedeutet, zu gehen, müsste ich doch (vom Verstand her
zumindest) das zulassen können, ohne solch überschwappende
Gefühle zu haben.
Hm, ehrlich jetzt: Ist das irgendwie nachvollziehbar?
*zweifelnddreinblick*

Hi… Du sagst es schon mit eigenen Worten, wenn auch in Klammern:
‚vom Verstand zumindest‘.

Frage: Liebst Du mit dem Verstand, oder mit dem Herzen???

Gruss, Isabel

PS: Ich wollte übrigens Eifersucht nicht rechtfertigen, ich wollte sie erklären

PPS: Wenn Du mir ne völlig neue mail geschickt hast, auf die ich noch in keinerlei Weise geantwortet habe: nein, dann hab ich sie leider nicht gekriegt. Du kannst aber statt der Endung @hotmail.com auch gerne @eircom.net versuchen

Hallo Silvia,

Vielleicht ist sie für jeden etwas anderes.

Ja, das hat ganz den Anschein, und finde das eigentlich
schade. Ich dachte, es gibt die Liebe so wie es eben auch
Freude oder Hass oder sonst was gibt, da sind die Definitionen
doch auch nicht so schwer zu erkennen. Oder dass es eine
Wahrheit gibt, eine Realität, und so weiter:

Gerade habe ich nach etwas Suchen eine Stelle gefunden in Michael Balint: Die Urformen der Liebe, darin VI. Liebe zur Mutter und Mutterliebe, von Alice Balint (Taschenbuch vergriffen, nur noch gebunden Klett-Kotta?)
Zitat: „Fassen wir zusammen: Das der Säuglingszeit entwachsene Kind ist der Mutter nicht mehr so angenehm (wir haben immer die triebhafte Mütterlichkeit vor Augen), hängt aber nichtsdestoweniger an ihr und kennt nur den naiven Egoismus als Liebesart. Der naive Egoismus wird jedoch unhaltbar, da nunmehr die Gegenseitigkeit fehlt, die seine Grundlage war. So wird das Kind vor die Aufgabe gestellt, sich den Wünschen jener anzupassen, deren Liebe es bedarf. Damit beginnt die Herrschaft des Realitätssinnes im Liebesleben der Menschen.“

Das möchte ich als Ausgangspunkt nehmen für das Weitere. Es bedeutet in Kurzform:

  1. Bedingungslose Liebe in frühester Kindheit
  2. Zunehmend an Bedingungen geknüpfte Liebe später.
    Wie sich die Mischung von 1. und 2. in der Entwicklung eines Menschen darstellt, mag individuell sehr verschieden sein, und das trägt vielleicht dazu bei, daß die Liebe für jeden etwas anderes zu sein scheint. Ich glaube, daß die damit verbundenen Erfahrungen äußerst prägend sind: für jeden anders.
    Zudem sind in jedem Leben 1. und 2. als zwei eigentlich einander widersprechende, sicher aber verschiedene Formen untrennbar zu etwas legiert, das schwer zu definieren ist.

Hat es einen Grund, warum Du den Ausdruck „Maktwert“
verwendest? Das klang mir sehr unangenehm in meinen geistigen
Ohren, wie ich’s gelesen hab’.
Das „Warum“ darauf hab’ ich mir so erklärt, dass man/frau
keine „Sache“ ist, die man sich eben vom Markt so beiläufig
holt.

„Markt“ habe ich absichtlich verwendet und den unschönen Klang in Kauf genommen. Dieser Markt bezieht sich auf 2., die an Bedingungen geknüpfte Liebe. Auf Zuwendung, für die etwas gegeben werden muß, in bestimmten Währungen bezahlt werden muß. Diese Währungen: z. B. Leistung, Schönheit, gutes Auftreten, gezielt eingesetzter Charme usw.
Dieser „Markt“ ist nicht dasselbe wie der Laden, wo Du bequem irgendeine Sache kaufen kannst.
Ich glaube, der übliche Tanzkurs in der späten Schulzeit ist eine sehr typische Situation, und der ist ja für viele (auch mich) eine unangenehme Erinnerung.

Gleichzeitig impliziert das den Gedanken, dass es völlig
normal ist, immer der Beste, die Schönste, sein zu müssen, um
in den Augen der Anderen was Wert zu sein. Aber ist das
wirklich notwendig?

Individuell verschieden. Für manche überhaupt nicht notwendig, für manche andere leider schon.

Das ist ein Gedanke, den ich absolut und überhaupt nicht
akzeptieren will. Da bin ich lieber gar nichts und meide diese
Gesellschaft.

Verstehe ich.

Hab’ ich tatsächlich viel zu hohe
Vorstellungen? … Nein, ich denke trotzdem, dass es möglich
sein muss, so zu lieben.

Das hoffe - und glaube - ich auch.

Gut, damit mal sehr nachdenklichen Gruß,
Silvia

vielleicht nicht sehr tröstlichen Gruß,

Egon