Eifersucht

ps - offtopic
Fiel mir gerade ein, tut aber nichts zur Sache.

‚Eifersucht ist eine Leidenschaft, die mit Eifer sucht, was Leiden schafft.‘

(Falls jemand den Autor kennt - ich weiss ihn nicht mehr)

Gruss, Isabel

Hallo, Egon!

Zuerst mal ein riesiges Danke, dass Du Dir diesbezüglich sogar was raussuchst *anerkennendnick*

Der naive Egoismus wird jedoch unhaltbar, da
nunmehr die Gegenseitigkeit fehlt, die seine Grundlage war. So
wird das Kind vor die Aufgabe gestellt, sich den Wünschen
jener anzupassen, deren Liebe es bedarf. Damit beginnt die
Herrschaft des Realitätssinnes im Liebesleben der Menschen."

und

  1. Bedingungslose Liebe in frühester Kindheit
  2. Zunehmend an Bedingungen geknüpfte Liebe später.
    Wie sich die Mischung von 1. und 2. in der Entwicklung eines
    Menschen darstellt, mag individuell sehr verschieden sein, und
    das trägt vielleicht dazu bei, daß die Liebe für jeden etwas
    anderes zu sein scheint.

Das sehe ich als ein mir fehlender Schlüssel zum Begreifen gewisser Gegebenheiten. Um das jetzt zu erklären, bräuchte ich Seiten, was den Rahmen sprengen würde *grins* …
Tja, im Grunde so einfach … und doch seh’ ich’s nicht … *unwilligKopfschüttl*

„Markt“ habe ich absichtlich verwendet und den unschönen Klang
in Kauf genommen. Dieser Markt bezieht sich auf 2., die an
Bedingungen geknüpfte Liebe. Auf Zuwendung, für die etwas
gegeben werden muß, in bestimmten Währungen bezahlt werden
muß.

Pffffffffffff … wieso muss man für etwas, auf das man Anspruch hat, „bezahlen“??? Das seh’ ich überhaupt nicht ein *äußerstunwilligfühle* … sorry, muss mich beruhigen.
Ich weiß zwar, dass es so ist, dennoch ist das etwas, mit dem ich essentielle Probleme hab.
JEDER hat Anspruch auf Zuwendung, auf Liebe! Absolut JEDER!!! Wieso muss man sich etwas, was einem zusteht, erkämpfen?
Poh, ich lass’ das mal, das wird mir zu emotional …

Also weiter im Text … *Luftauslass* …

Diese Währungen: z. B. Leistung, Schönheit, gutes
Auftreten, gezielt eingesetzter Charme usw.
Dieser „Markt“ ist nicht dasselbe wie der Laden, wo Du bequem
irgendeine Sache kaufen kannst.

Nein, geht nicht, kann’s nicht übergehen: WER bitteschön gibt denn die „Währung“ vor? Wieso ist es nicht möglich, jeden so zu nehmen, zu akzeptieren, zu lieben, wie jeder nun einmal ist?!? *mirabsolutundvollständigundüberhauptunbegreiflichist*
*auszeitbrauch*

Ich glaube, der übliche Tanzkurs in der späten Schulzeit ist
eine sehr typische Situation, und der ist ja für viele (auch
mich) eine unangenehme Erinnerung.

Kann ich nicht mitreden, ich war nicht in dieser glücklichen Situation :wink:

vielleicht nicht sehr tröstlichen Gruß

Doch, doch, Egon, ganz bestimmt … auch, wenn damit wieder Fragen auftauchen, aber erfahrungsgemäss gibt’s auch darauf Antworten *smile*

Sorry für meinen Emotions-Ausbruch, ich denke, ich muss mich mal mit diesem Thema gründlichst auseinander setzen. Denn darüber kann ich einfach nicht „normal“ reden, also steckt was krasses dahinter.
Naja, der Sonntag wird mir sicher zu kurz werden :wink:

Damit herzliche Grüße,
Silvia

Hallo profund,

Über Liebe und Eifersucht kann man tausend Bände füllen.
Die wahrscheinlichste und auch einfachste Antwort liegt in unserer Vergangenheit.
Früher waren die Menschen stark aufeinander angewiesen.
Sei es nun der Mann, der sich eine starke, gesunde Frau aussuchte, mit der er seine Gene an die Kinder weitergeben wollte (natürlich war ihm das nicht bewußt :wink:), oder aber die Frau, die einen starken kräftigen Mann brauchte, damit sie mit ihren/seinen Kindern überleben konnte.
Wenn nun der Mann noch eine Frau ins Auge fasste, um mit ihr evt noch weitere Kinder zu zeugen, konnte die erste Frau das natürlich nicht hinnehmen, da ihre Existenz ja vom Mann abhing. Also mußte sie etwas unternehmen, damit der Mann bei ihr blieb.
Da die Männer unterbewußt nur ihre eigenen Gene weitergeben wollen, können sie es nicht zulassen, dass ihre Frau Kinder mit einem anderen Mann zeugt.

Da entwickeln sich dann die Gefühle, die wir heute Eifersucht nennen.
Liebe war und ist auch heute nie bedingungslos.
Heute suchen sich die Männer die Frauen nach Aussehen aus. Sie muß mir gefallen. Sie muß lieb, freundlich, humorvoll sein - gute Mutter für unsere Kinder.

Frauen suchen sich die Männer nach Aussehen/Erfolg aus. Er hat Erfolg-Geld- ich kann mich mit ihm sehen lassen. Er ist freundlich, nett- ein guter Vater für unsere Kinder.
Das ließe sich noch weiter ausführen, die Ansprüche an den anderen sind sehr vielfältig.

Die Ansprüche früher/heute haben sich gesellschaftlich/entwicklungsbedingt verschoben, sind heute anders, aber sie sind da.

In dem Sinne: Ich liebe meinen Mann, weil … :wink:

Und ich bin eifersüchtig, wenn er sich nach anderen Frauen umschaut. :smile:

Liebe Grüße und fröhliche Diskussion wünscht,
Helga

hallo helga,

wie erklärst du dir denn das phänomen der nicht-eifersüchtigen menschen? (ja, die gibt es tatsächlich, ich kenne selbst ein paar…) sind die auf der leiter der evolution etwa einfach nur schon ein paar stufen weiter geklettert? oder leiden die vielleicht unter einem gen-defekt?

und was ist mit der eifersucht unter geschwistern?
und dann gibt es da ja die sprichwörtliche eifersucht mancher väter auf ihre neugeborenen kinder…
hm…

neugierige grüße
tabaiba

Hallo Tabaiba,
interessante Frage.
Bist du sicher, dass es da gar keine Eifersucht gibt?
Vielleicht hast du ja recht mit dem Genfehler/Evolution. Da die natürliche Auslese in unserer Gesellschaft nicht mehr funktioniert werden Gendefekte ja ständig weitergegeben und somit findet auch in diesem Bereich eine Evolution statt.
Oder die Instinkte sind schon verkümmert, weil nicht mehr so notwendig.
Oder abersie sind Kopfmenschen, die solche Gefühle nicht zulassen!? (bestes Beispiel mein Mann, sagt er ist nicht eifersüchtig, mag es aber nicht, wenn ich allein weggehe. Das sagt er zwar nicht, aber ich merke es doch :wink:)

Zu Eifersucht zwischen Kindern oder wie wir das auch nennen wollen:
Kinder versuchen schon immer in der Rangfolge oben zu stehen. Das bedeutet mehr Beachtung/Lebensqualität.
War schon immer so, wer mehr Beachtung fand, hatte die besseren Chancen zum Überleben.
Dagegen steht das Bedürfnis der Mutter, allen Kindern die gleiche Chance zu geben, weshalb sie versucht die „Rangeleien um den besseren Platz“ zu unterbinden.

Eifersucht Papa-Kind,
in dem Sinne eigentlich keine Eifersucht, sondern eher das Bedürfnis die Aufmerksamkeit der Frau zu erfahren wie vor dem Kind. Da das Kind aber auch Aufmerksamkeit braucht fühlt er sich benachteiligt. Er muß sich von der alten Gewohnheit, dass die Frau sich ausschließlich um ihn kümmert verabschieden. Ich stufe das eher als Verlustdenken denn als Eifersucht ein.

Bin schon gespannt auf deine Antwort :smile:

Liebe Grüße von
Helga

ausgelagert
hallo helga,

Bist du sicher, dass es da gar keine Eifersucht gibt?

ja! :smile:
zumindest keine eifersucht im klassischen sinne. kein klammern am anderen. nicht die vorstellung, der andere dürfe in bestimmten aspekten nur für einen selbst da sein. ich kann jetzt natürlich nur für mich selbst sprechen.

vielleicht liegt es daran, dass ich selbst ungeheuer freiheitsliebend bin. ich bin kein nestbauer. das ist mir in letzter zeit sehr sehr klar geworden. und ich komme nicht damit zurecht, wenn jemand diese erwartung an mich stellt. außerdem bin ich gerne unabhängig. das „versorgt-werden-will“-gen scheint bei mir offensichtlich ausgeschaltet oder mutiert zu sein *g*.

Vielleicht hast du ja recht mit dem Genfehler/Evolution. Da
die natürliche Auslese in unserer Gesellschaft nicht mehr
funktioniert werden Gendefekte ja ständig weitergegeben und
somit findet auch in diesem Bereich eine Evolution statt.

na, das wär doch mal ein positiver gendefekt, meinst du nicht? :wink:
(klingt jetzt etwas nach selbstbeweihräucherung, ich weiß. aber seit ich erfahren habe, welche auswüchse eifersucht und besitzdenken bei menschen verursachen kann, finde ich den spruch „eifersucht gehört zur liebe“ noch viel grausamer, im wahrsten sinne des wortes…)

Oder die Instinkte sind schon verkümmert, weil nicht mehr so
notwendig.

sind sie denn überhaupt noch notwendig?

Oder abersie sind Kopfmenschen, die solche Gefühle nicht
zulassen!? (bestes Beispiel mein Mann, sagt er ist nicht
eifersüchtig, mag es aber nicht, wenn ich allein weggehe. Das
sagt er zwar nicht, aber ich merke es doch :wink:)

und du scheinst dich sogar darüber zu freuen, oder? warum denn? gibt dir das die bestätigung, dass dich dein mann liebt? ich will dir nicht zu nahe treten. vielleicht interpretiere ich dein lächeln ja auch falsch. aber das habe ich oft bei eifersüchtigen menschen erlebt -und du sagtest ja, du wärest eifersüchtig. die tatsache, dass der partner auch eifersüchtig ist (oder so verstanden wird) scheint sie zu beruhigen. das ist ja auch in sich stimmig.

bei mir ist das anders. mich stört es enorm, wenn mein partner - auch unausgesprochen - etwas gegen meine alleingänge hat. ich habe dann das gefühl, ersticken zu müssen, beschnitten oder eingesperrt zu werden. ich ertrag das nicht. und ich will es nieeee mehr ertragen müssen… zumal ich viele alleingänge brauche. ich kann nicht immer denselben menschen neben mir aushalten. auch wenn ich ihn noch so sehr liebe. und ja, ich behaupte durchaus, dass ich ihn liebe. :smile:)

die schwierigkeit bei solch „freieren“ beziehungen ist, dass manchmal die bedürfnisse der beiden partner nicht kongruent sind. wenn ich mich vielleicht im moment nach mehr nähe zu ihm sehne, er aber gerade mehr nach außen orientiert ist - und dabei ist es für mich egal, ob er sich anderen menschen (auch frauen) oder anderen beschäftigungen zuwendet - fühle ich mich allein. vielleicht fühle ich mich auch etwas vernachlässigt, in dem moment. aber solange eine gewisse „rückkoppelung“ da ist, solange ich ihn trotzdem spüren kann, solange er sich nicht völlig von mir abwendet, fühle ich mich deswegen nicht ungeliebt. es ist schwer, das zu verbalisieren. solange ich ihn fühle, auch wenn er weiter entfernt ist, kann ich damit gut leben.

wie ich dann mit meiner momentanen einsamkeit umgehe, ist und bleibt sowieso meine verantwortung. ich will und kann von keinem menschen erwarten, dass er sie mir nimmt. ich mag auch keine partnerschaft leben, um nicht allein zu sein, oder um mich in emotionaler sicherheit zu wiegen. ich glaube sowieso nicht an diese sicherheiten. sie täuschen oft. und oft sind es ja gerade diese momente des sich-allein-gelassen-fühlens, die unheimlich kreativ und produktiv sind. sie können sehr viel energie energie bergen…

Zu Eifersucht zwischen Kindern oder wie wir das auch nennen
wollen:
Kinder versuchen schon immer in der Rangfolge oben zu stehen.
Das bedeutet mehr Beachtung/Lebensqualität.
War schon immer so, wer mehr Beachtung fand, hatte die
besseren Chancen zum Überleben.
Dagegen steht das Bedürfnis der Mutter, allen Kindern die
gleiche Chance zu geben, weshalb sie versucht die „Rangeleien
um den besseren Platz“ zu unterbinden.

und warum gibt es dann widerum geschwisterpaare, die gar nciht eifersüchtig sind? liegt das am verhalten der eltern? oder an der jeweiligen konstellation der charaktere?

Eifersucht Papa-Kind,
in dem Sinne eigentlich keine Eifersucht, sondern eher das
Bedürfnis die Aufmerksamkeit der Frau zu erfahren wie vor dem
Kind. Da das Kind aber auch Aufmerksamkeit braucht fühlt er
sich benachteiligt. Er muß sich von der alten Gewohnheit, dass
die Frau sich ausschließlich um ihn kümmert verabschieden. Ich
stufe das eher als Verlustdenken denn als Eifersucht ein.

für mich ist der hauptmotor für eifersucht IMMER die angst, verlassen zu werden, zu kurz zu kommen, nicht mehr genügend beachtung zu finden, nicht mehr als liebenswert und attraktiv empfunden zu werden…
und sie ist der ausdruck dafür, dass ein mensch sein glück in erster linie bei seinem partner sucht. insofern gibt er die verantwortung für sich selbst beim anderen ab. und dadurch macht er sich letzlich unmündig.

Bin schon gespannt auf deine Antwort :smile:

zufrieden? :wink:)

herzliche grüße
tabaiba

ps:
mir fällt gerade noch was ein. eifersucht impliziert notwendigerweise einen dritten „partner“. sei es das kind im falle des vaters, sei es der bruder oder die schwester im falle der geschwister, die um die gunst der eltern buhlen, sei es eine andere frau oder ein anderer mann in tatsächlichen oder imaginierten dreierbeziehungen. das schlechte gefühl, welches der eifersüchtige mensch hat, richtet sich zwar auf den partner, aber es wird VERMEINTLICH verursacht durch den dritten.

das gefühl, vernachlässigt zu werden, nicht genügend beachtung zu finden, ist grundsätzlich eine sache zwischen den beiden partnern. es geht dabei nicht darum, wodurch oder durch wen es ausgelöst wird. das ist wohl der grundlegende unterschied. im falle der eifersucht wird die ursache - meist künstlich - ausgelagert.

Hallo Silvia,

Pffffffffffff … wieso muss man für etwas, auf das man
Anspruch hat, „bezahlen“???!? Das seh’ ich überhaupt nicht ein
*äußerstunwilligfühle* … sorry, muss mich beruhigen.
Ich weiß zwar, dass es so ist, dennoch ist das etwas, mit dem
ich essentielle Probleme hab.
JEDER hat Anspruch auf Zuwendung, auf Liebe! Absolut JEDER!!!
Wieso muss man sich etwas, was einem zusteht, erkämpfen?
Poh, ich lass’ das mal, das wird mir zu emotional …

Das ist ja auch mein persönliches Empfinden. Trotzdem scheint es einen solchen Anspruch nicht zu geben, denn bei keinem Gerichtshof der Welt kann jemand die Erfüllung dieses Anspruches einklagen.
Einzige Möglichkeit, die ich sehe: diese Einstellung: „Jeder hat Anspruch auf Zuwendung, auf Liebe“ zur eigenen Haltung zu machen und diese Haltung in seinem Umfeld zu leben (versuchen).

Nein, geht nicht, kann’s nicht übergehen: WER bitteschön gibt
denn die „Währung“ vor?

Niemand gibt die „Währung“ vor. Jeder versucht es mit dem, was er hat oder kann, so regelt es sich ein. Da gibt es Gewinner und Verlierer. Es ist wirklich so ähnlich wie in einem volkswirtschaftlichen Markt, auch der Begriff „knappes Gut“ ist von dort. Aber das ist nur die eine Seite, die Liebe hat diese Doppelnatur, die als knappes Gut (wohin die Eifersucht gehört), und dann gibt es die ganz andere Seite, wie wir diffus wissen.

Sorry für meinen Emotions-Ausbruch, ich denke, ich muss mich
mal mit diesem Thema gründlichst auseinander setzen. Denn
darüber kann ich einfach nicht „normal“ reden, also steckt was
krasses dahinter.
Naja, der Sonntag wird mir sicher zu kurz werden :wink:

Dein Emotions-Ausbruch ist schon ok.
Irgendwann kam mir die Erkenntnis, daß die Welt so ist, wie sie ist, unabhängig davon, ob ich es weiß oder nicht. Aber darüber zu wissen, gibt einem wenigstens noch Handlungsmöglichkeiten, wenn auch vielleicht nur kleine und im engsten Umfeld. Diese Möglichkeiten hast Du sonst nicht.
Und zudem finde ich es überaus spannend, im Boden des scheinbar Selbstverständlichen und Alltäglichen umzugraben.

Damit herzliche Grüße,
Silvia

ebenfalls herzliche Grüße,
Egon

JEDER hat Anspruch auf Zuwendung, auf Liebe!

Das ist ja auch mein persönliches Empfinden. Trotzdem scheint
es einen solchen Anspruch nicht zu geben, denn bei keinem
Gerichtshof der Welt kann jemand die Erfüllung dieses
Anspruches einklagen.

*meinLachenwiedergefundenhab* *jubilier* …
Naja, Egon, das stimmt schon. Aber ehrlich gestanden sind die Gerichte unseres gesellschaftlichen Systems für mich nicht Massstab, in sehr wenigen Fällen nur. Wie oft hätte jemand in einem Fall tatsächlich, wirklich objektiv gesehen, unter Einbezug aller real möglichen Faktoren, 100 %ig Recht, und das Gericht entscheidet anders (Gründe momentan unerheblich)?
Ich verstehe jedoch, was Du sagen willst, und damit bin ich einer Meinung.

Einzige Möglichkeit, die ich sehe: diese Einstellung: „Jeder
hat Anspruch auf Zuwendung, auf Liebe“ zur eigenen Haltung zu
machen und diese Haltung in seinem Umfeld zu leben
(versuchen).

Das funktioniert hervorragend, und es ist höchstinteressant, wie der Mensch an sich darauf im wahrsten Sinn des Wortes „re-agiert“. Es kommt nämlich genau so zurück, wie man ausgibt. Ein wundervolles Gesetz *verklärtschmunzel* …

Niemand gibt die „Währung“ vor. Jeder versucht es mit dem, was
er hat oder kann, so regelt es sich ein.

Darüber hab’ ich nachgedacht.
Im Grunde ist es so, dass die Gewichtung dieser „Währung“ (*gg* wie sich das anhört!!) rein subjektiv ist. Was MIR viel bedeutet, das nehm’ ich mir heraus und vergleiche, bewerte, darauf achte ich beim oder bei der anderen. Ist es nicht so?
Wenn mir persönlich zB Schönheit viel bedeutet, achte ich ganz automatisch auf die Schönheit des/der „KonkurrentIn“, und DAS macht mir dann das eigentliche Problem.
Fazit: Der Bereich, in dem ich eifersüchtig reagiere, ist einer, den ich praktisch überbewerte, weil ich in diesem unausgeglichen bin!
Wow, das muss ich mal gründlichst zer-legen *baffübermeineErkenntnisbin*
Ob’s tatsächlich so ist, weiß ich natürlich jetzt nicht, das war nur mal lautes brainstorming :wink: Sag’ ruhig, was Du Dir dazu denkst, wär’ Dir sehr verbunden … nein, falsch, ich bitte Dich sogar darum *bescheidenauffordernderBlick* …

Es ist wirklich so ähnlich wie in einem
volkswirtschaftlichen Markt, auch der Begriff „knappes Gut“
ist von dort.

Das (subjektiv, aber macht nix) „knappe Gut“ würde so auch Sinn ergeben … mal vorsichtig gesagt.

Aber das ist nur die eine Seite, die Liebe hat
diese Doppelnatur, die als knappes Gut (wohin die Eifersucht
gehört), und dann gibt es die ganz andere Seite, wie wir
diffus wissen.

ABER: ob DAS tatsächlich zur Liebe gehört?? Hm, mit der Prämisse obiger Ansicht, die ich mir ja noch nicht wirklich durchdacht hab, würd’ ich’s mal verneinen …
*sehrtiefnachdenk* -----------------
*ratlosMundverzieh* … vielleicht hätt’ ich zuerst nachdenken sollen und dann erst posten - jetzt hab ich’s aber schon geschrieben *schmoll*

Dein Emotions-Ausbruch ist schon ok.
Irgendwann kam mir die Erkenntnis, daß die Welt so ist, wie
sie ist, unabhängig davon, ob ich es weiß oder nicht.

Das sowieso, aber das, was ich nicht verstehe ist, warum ich’s nicht verstehe *ups* naja, klingt unsinnig, aber Du weißt wohl, was ich meine. Ich akzeptiere ja, wie es ist. Aber dazu muss ich wissen, WIE es IST! Du verstehst?

Aber darüber zu wissen, gibt einem wenigstens noch
Handlungsmöglichkeiten, wenn auch vielleicht nur kleine und im
engsten Umfeld. Diese Möglichkeiten hast Du sonst nicht.

SEHR GENAU *Dirabsolutundvollständigzustimm*!!

Und zudem finde ich es überaus spannend, im Boden des
scheinbar Selbstverständlichen und Alltäglichen umzugraben.

Ja, ich auch. Manches Mal aber hab’ ich das Gefühl, dass er urplötzlich spurlos verschwunden ist *spontanlachenmuss* … aber das ist wohl einer der Konsequenzen, die darin bedingt sind …

Tja, damit sehr dankbare Grüße und schönen Vormittag,
Silvia

hallo tabaiba,

ja!
zumindest keine eifersucht im klassischen sinne. kein klammern
am anderen. nicht die vorstellung, der andere dürfe in
bestimmten aspekten nur für einen selbst da sein. ich kann
jetzt natürlich nur für mich selbst sprechen.

vielleicht liegt es daran, dass ich selbst ungeheuer
freiheitsliebend bin. ich bin kein nestbauer. das ist mir in
letzter zeit sehr sehr klar geworden. und ich komme nicht
damit zurecht, wenn jemand diese erwartung an mich stellt.
außerdem bin ich gerne unabhängig. das
„versorgt-werden-will“-gen scheint bei mir offensichtlich
ausgeschaltet oder mutiert zu sein *g*.

Vielleicht hast du ja recht mit dem Genfehler/Evolution. Da
die natürliche Auslese in unserer Gesellschaft nicht mehr
funktioniert werden Gendefekte ja ständig weitergegeben und
somit findet auch in diesem Bereich eine Evolution statt.

na, das wär doch mal ein positiver gendefekt, meinst du nicht?
:wink:

(klingt jetzt etwas nach selbstbeweihräucherung, ich weiß.
aber seit ich erfahren habe, welche auswüchse eifersucht und
besitzdenken bei menschen verursachen kann, finde ich den
spruch „eifersucht gehört zur liebe“ noch viel grausamer, im
wahrsten sinne des wortes…)

Oder die Instinkte sind schon verkümmert, weil nicht mehr so
notwendig.

sind sie denn überhaupt noch notwendig?

Oder aber sie sind Kopfmenschen, die solche Gefühle nicht
zulassen!? (bestes Beispiel mein Mann, sagt er ist nicht
eifersüchtig, mag es aber nicht, wenn ich allein weggehe. Das
sagt er zwar nicht, aber ich merke es doch :wink:)

und du scheinst dich sogar darüber zu freuen, oder? warum
denn? gibt dir das die bestätigung, dass dich dein mann liebt?

ich will dir nicht zu nahe treten. vielleicht interpretiere
ich dein lächeln ja auch falsch. aber das habe ich oft bei
eifersüchtigen menschen erlebt -und du sagtest ja, du wärest
eifersüchtig. die tatsache, dass der partner auch eifersüchtig
ist (oder so verstanden wird) scheint sie zu beruhigen. das
ist ja auch in sich stimmig.

bei mir ist das anders. mich stört es enorm, wenn mein partner

  • auch unausgesprochen - etwas gegen meine alleingänge hat.

ich habe dann das gefühl, ersticken zu müssen, beschnitten
oder eingesperrt zu werden. ich ertrag das nicht. und ich will
es nieeee mehr ertragen müssen… zumal ich viele
alleingänge brauche. ich kann nicht immer denselben menschen
neben mir aushalten. auch wenn ich ihn noch so sehr liebe. und
ja, ich behaupte durchaus, dass ich ihn liebe. :smile:)

die schwierigkeit bei solch „freieren“ beziehungen ist, dass
manchmal die bedürfnisse der beiden partner nicht kongruent
sind. wenn ich mich vielleicht im moment nach mehr nähe zu ihm
sehne, er aber gerade mehr nach außen orientiert ist - und
dabei ist es für mich egal, ob er sich anderen menschen (auch
frauen) oder anderen beschäftigungen zuwendet - fühle ich mich
allein.

vielleicht fühle ich mich auch etwas vernachlässigt,

in dem moment.

aber solange eine gewisse „rückkoppelung“ da

ist, solange ich ihn trotzdem spüren kann, solange er sich
nicht völlig von mir abwendet, fühle ich mich deswegen nicht
ungeliebt. es ist schwer, das zu verbalisieren. solange ich
ihn fühle, auch wenn er weiter entfernt ist, kann ich damit
gut leben.

wie ich dann mit meiner momentanen einsamkeit umgehe, ist und
bleibt sowieso meine verantwortung. ich will und kann von
keinem menschen erwarten, dass er sie mir nimmt.

ich mag auch keine partnerschaft leben, um nicht allein zu sein, oder um

mich in emotionaler sicherheit zu wiegen. ich glaube sowieso
nicht an diese sicherheiten. sie täuschen oft. und oft sind es
ja gerade diese momente des sich-allein-gelassen-fühlens, die
unheimlich kreativ und produktiv sind. sie können sehr viel
energie energie bergen…

Zu Eifersucht zwischen Kindern oder wie wir das auch nennen
wollen:
Kinder versuchen schon immer in der Rangfolge oben zu stehen.
Das bedeutet mehr Beachtung/Lebensqualität.
War schon immer so, wer mehr Beachtung fand, hatte die
besseren Chancen zum Überleben.
Dagegen steht das Bedürfnis der Mutter, allen Kindern die
gleiche Chance zu geben, weshalb sie versucht die „Rangeleien
um den besseren Platz“ zu unterbinden.

und warum gibt es dann widerum geschwisterpaare, die gar nciht
eifersüchtig sind? liegt das am verhalten der eltern? oder an
der jeweiligen konstellation der charaktere?

Eifersucht Papa-Kind,
in dem Sinne eigentlich keine Eifersucht, sondern eher das
Bedürfnis die Aufmerksamkeit der Frau zu erfahren wie vor dem
Kind. Da das Kind aber auch Aufmerksamkeit braucht fühlt er
sich benachteiligt. Er muß sich von der alten Gewohnheit, dass
die Frau sich ausschließlich um ihn kümmert verabschieden.

Ich stufe das eher als Verlustdenken denn als Eifersucht ein.

für mich ist der hauptmotor für eifersucht IMMER die angst,
verlassen zu werden, zu kurz zu kommen, nicht mehr genügend
beachtung zu finden, nicht mehr als liebenswert und attraktiv
empfunden zu werden…

und sie ist der ausdruck dafür

insofern gibt er die
verantwortung für sich selbst beim anderen ab. und dadurch
macht er sich letzlich unmündig.

Bin schon gespannt auf deine Antwort :smile:

zufrieden? :wink:)

ps:
mir fällt gerade noch was ein. eifersucht impliziert
notwendigerweise einen dritten „partner“. sei es das kind im
falle des vaters, sei es der bruder oder die schwester im
falle der geschwister, die um die gunst der eltern buhlen, sei
es eine andere frau oder ein anderer mann in tatsächlichen
oder imaginierten dreierbeziehungen. das schlechte gefühl,
welches der eifersüchtige mensch hat, richtet sich zwar auf
den partner, aber es wird VERMEINTLICH verursacht durch den
dritten.

das gefühl, vernachlässigt zu werden, nicht genügend beachtung
zu finden, ist grundsätzlich eine sache zwischen den beiden
partnern. es geht dabei nicht darum, wodurch oder durch wen es
ausgelöst wird. das ist wohl der grundlegende unterschied. im
falle der eifersucht wird die ursache - meist künstlich -
ausgelagert.

Rache? Oder Flucht?
Hm, tabaiba,

die tatsache, dass der partner auch eifersüchtig
ist (oder so verstanden wird) scheint sie zu beruhigen.

… das macht mich doch etwas nachdenklich.

bei mir ist das anders. mich stört es enorm, wenn mein partner

  • auch unausgesprochen - etwas gegen meine alleingänge hat.

Auch wenn es Dich stört: Kannst Du es ändern? Verhältst Du Dich dann (aus Liebe oder Rücksicht oder welchen rationellen Gründen auch immer) irgendwie anders, zB dass Du dann eben NICHT weg gehst?

Ich hab’ lange überlegt, wieso es ein „beruhigendes“ Gefühl ist, den Partner genau so eifersüchtig zu erleben. Zu einem schlüssigen Ergebnis bin ich noch nicht gekommen. Aber auf mögliche Ursachen:

einerseits eine Form von Rache, andererseits Flucht, sich „Sicherheitspolster“ zu schaffen, auf die man im Ernstfall zurückgreifen könnte.
Ich weiß, völliger Blödsinn, denn im Ernstfall (wenn eben das eintritt, was man, durch Eifersucht ausdrückt, eintritt) ist alles vollständig anders.

Was kann es noch für Gründe geben?

solange ich ihn fühle, auch wenn er weiter entfernt ist,
kann ich damit gut leben.

Oja, Du sprichst mir aus der Seele *spitzgrins* …

oft sind es
ja gerade diese momente des sich-allein-gelassen-fühlens, die
unheimlich kreativ und produktiv sind. sie können sehr viel
energie bergen…

Du sprichst wahre Worte!

So denn, überdimensional angeregte Grüße,
Silvia

1 „Gefällt mir“

verantwortung
hallo helga,

hab nicht so viel zeit, deswegen nur ein paar anmerkungen:

Dass er sich einer anderen zuwenden könnte, glaube ich nicht.
Ich bin eigentlich mehr eifersüchtig auf die Zeit, die er ohne
mich verbringt, zumal wir sowieso nur sehr wenig Zeit
füreinander haben.
Dazu muß ich eben erklären: Wir haben 6 Kiddys, davon sind 2
/16j+9j noch zu Hause, außerdem eine volljährige Tochter mit
ihren 2 Kiddys. Mein Mann geht arbeiten, ich nachmittags
auch(unsere Tochter mit den Kiddys ist in der Ausbildung).
Wir sehen uns dann erst um 19:30 wieder. Dann haben wir noch
knapp 2-3 Stunden (nach dem ich Abendessen ect. fertig habe.)
Dann schlafen und am nächsten Tag denselben Törn. Alle 2
Wochen habe ich Samstags frei. Dann haben wir noch einen
Garten am Haus und einen Schrebergarten. Die bearbeite ich
fast allein.

uff!
ich weiß wieder mal, weshalb ich keinen zeitlich geregelten job will. ich weiß auch, warum ich keinen garten will. und schrebergärten…nee… auch lieber nicht… den englischen garten kann ich ohne allwöchentliche wühlereien nutzen… :wink:
gibt es denn keinen park oder garten in deiner nähe? und einen wochenmarkt fürs gemüse?

Wir haben noch 2-3 Sonntage im Monat, an denen wir gemeinsam
was unternehmen können(könnten). Er hat für sich die Samstage
bis er mich dann um 16h von der Arbeit abholt.

und wann hast du mal ne minute für dich? gibts solche momente?

Danach gehe ich in den Garten

entspannt dich das? oder gehört das zum pflichprogramm?

oder mache liegengebliebene Arbeiten im Haus.

klasse! (achtung: ironie!)

der Zeit, wo ich nicht da bin sitzt er am PC. (ich morgens vor
der Arbeit :smile:, oder wenn im Garten nichts gemacht werden
muß/Winter).

oh mann…

Und wenn er dann an den Sonntagen auch noch vor dem PC sitzt
und keine Lust hat, was zu unternehmen DANN werde ich sauer.

hm, mir scheint, das problem liegt ganz woanders…

Denn irgendwo frage ich mich dann, wofür ich eigentlich mit
ihm zusammen bin!?

um die geranien zu düngen und die bio-tomaten zu züchten? um die wäsche zu waschen und sie dann zu plätten?..

Da fühle ich mich dann (mit Recht)
vernachlässigt /bin „eifersüchtig“ auf PC :smile:.

du fühlst dich missbraucht … und missachtet… aber du spielst das spiel mit… warum?

Ich mag einfach diese NULL-Bock-Einstellung nicht.

hm, mir scheint da einiges verfestigt… klingt irgendwie komisch… und traurig… und, na ja, lieblos…alltag frisst beziehung auf??

für den ich nur putzen und kochen darf,

„dürfen“ tust du das, was du gerne machst. alles andere heißt „müssen“ oder „sollen“ :smile:
und wenn du es nicht gerne machst, tausch die verben, schau, ob sich das gut anfühlt und wenn nicht, dann ändere was…

:aber keine Zeit/Lust hat mal zusammen was zu unternehmen.
redet ihr miteinander?

Ansonsten ist er ganz lieb, zeigt mir auch dass er mich liebt,

wie denn? mit geschenken? im bett? (entschuldige die direkte frage, aber eine andere möglichkeit seh ich da gerade nicht…)

aber irgendwie läuft er am Leben vorbei (PC-Sucht/Burn out
Syndrom?)>

er? oder ihr beide?

bei mir ist das anders. mich stört es enorm, wenn mein partner

  • auch unausgesprochen - etwas gegen meine alleingänge hat.

die zeit schaufle ich mir auch frei…(aber ich hab ja keinen garten *g*)

vielleicht fühle ich mich auch etwas vernachlässigt,

in dem moment.

was ich dir hier erzähle sind grundsätzliche erlebnisse - und annahmen, nicht in bezug auf einen bestimmten partner…

nein, er ist eben nicht immer da, wenn ich mir das wünschen würde, wenn ich mir einbilde, ihn zu brauchen…

es geht mir nicht um „brauchen“, es geht mir um das gefühl, um die nähe zu dem anderen, um eine grundsätzlich spürbare verbindung… hm, vielleicht ein bisschen vergleichbar mit noch vitalen nerven in zähnen. wenn der nerv tot ist, kann der zahn da trotzdem noch fest sitzen… man kann trotzdem das „all-tägliche brot“ damit kauen… aber die verbindung lebt nicht mehr… verstehst du, was ich meine?

wie ich dann mit meiner momentanen einsamkeit umgehe, ist und
bleibt sowieso meine verantwortung. ich will und kann von
keinem menschen erwarten, dass er sie mir nimmt.

es geht um die erwartung, genau. denn mit erwartung funktioniert das meist nicht, meiner erfahrung nach. wenn ich sehe, dass mein partner mich braucht, möchte ich gerne für ihn da sein DÜRFEN, wenn ich es denn kann. (nicht immer passen ja die jeweiligen stimmungen oder gedanken zueinander und vielleicht kann ich ihm nicht helfen, aber ein anderer freund oder eine freundin könnte es schon.) aber ich möchte nicht diesen zwang spüren, für ihn da sein zu MÜSSEN…meist spürt man ja aber doch, ob und wie es passt… meist sucht man doch sowieso eine ebene, auf der man sich trifft… wenn man sich liebt…

nein, rücksicht zu nehmen muss nicht bedeuten, dass man sich selbst aufgibt. es hängt allerdings von der kompatibilität der bedürfnisse ab…

dass ein mensch sein glück in

erster linie bei seinem partner sucht.

hm, interessant… aber jetzt hab ich leider wirklich keine zeit mehr… schade… der kindergarten :smile:

Jetzt hab ich für mich eine Lösung, nur weil ich meinen Senf
zu Eifersucht dazugeben mußte :wink:, damit hatte ich nicht
gerechnet.

weisst du was? ich liebe wer-weiss-was…

herzliche grüße
und „kopf hoch“… und schraub manchmal die arbeitshände ab… und lass die verantwortlichkeiten da, wo sie sind… *g*

tabaiba

Hallo Silvia,

Wenn mir persönlich zB Schönheit viel bedeutet, achte ich ganz
automatisch auf die Schönheit des/der „KonkurrentIn“, und DAS
macht mir dann das eigentliche Problem.
Fazit: Der Bereich, in dem ich eifersüchtig reagiere, ist
einer, den ich praktisch überbewerte, weil ich in diesem
unausgeglichen bin!

Ja, da dürftest Du recht haben. Es ist wie wenn die Aufmerksamkeit auf einen bestimmten Bereich fokussiert ist. In ähnlicher Weise, wie jemand auf eine Verletzung, eine Wunde fokussiert ist. Und ein Mensch reagiert in diesem Bereich besonders empfindlich, so wie eine frische oder nicht verheilte Verletzung auch besonders empfindlich selbst auf kleine Irritationen reagiert. Die Eifersucht: auch als eine Art seelischer Wundschmerz bei aktueller Reizung verletzter Bereiche im eigenen Erleben zu sehen.
Ist auch nur eine Art Brainstorming, das jetzt.
Die Eifersucht hätte etwas mit Angst zu tun (das hat sie sowieso). Aber es ist nicht bloß die Angst, jemand zu verlieren, der einem wichtig ist, oder Zuwendung zu verlieren. Man könnte ja vielleicht bald einen Neuen finden. Sondern es ist vielleicht noch mehr die Angst, in bereits früher erlebter Weise erneut verletzt zu werden. Menschen, die wenig eifersüchtig sind, sind vielleicht einfach wenig verletzt worden (oder haben ihre Verletzungen gut verarbeitet), könnte das so sein?

ABER: ob DAS tatsächlich zur Liebe gehört?? Hm, mit der
Prämisse obiger Ansicht, die ich mir ja noch nicht wirklich
durchdacht hab, würd’ ich’s mal verneinen …

Mit DAS meinst Du die Eifersucht? Sie steht zwischen zwei einander entgegengesetzten Polen: Liebe und Angst.

Liebe Grüße,
Egon

katzen und hunde…
hallo silvia,

bei mir ist das anders. mich stört es enorm, wenn mein partner

  • auch unausgesprochen - etwas gegen meine alleingänge hat.

Auch wenn es Dich stört: Kannst Du es ändern?

was? dass ich mich gestört fühle? nein, das hab ich schon versucht. ich krieg dann aber klaustrophobie. und außerdem: ich will gar keine beziehung mehr haben, in der die betonung ausschließlich auf der zweisamkeit liegt, auf der dauerhaften, institutionalisierten zweisamkeit. ich denke, das ist - zumindest für mich - nicht gesund.

oder meintest du, ob ich seine reaktion ändern kann?
nein. ich sowieso nicht. wenn überhaupt, dann kann er es ändern. aber auch das vielleicht eher mittel- oder langfristig…

Verhältst Du
Dich dann (aus Liebe oder Rücksicht oder welchen rationellen
Gründen auch immer) irgendwie anders, zB dass Du dann eben
NICHT weg gehst?

hm, das kann man wohl nicht so allgemein sagen. es geht bei meinen alleingängen auch gar nicht immer um physisches weg-gehen…
es ist nicht so, dass ich auf biegen und brechen mein ding durchziehen muss. aber neben ihm zu hocken, weil er das erwartet, weil ihm sonst vielleicht langweilig ist, weil er nichts mit sich anfangen kann… darauf hab ich tatsächlich keine lust. ich bin doch kein animateur im beziehungs-alltag.

etwas MITEINANDER zu erleben, etwas zu unternehmen, zu reden… gefällt mir ja. das mach ich ja normalerweise gerne und habe nicht das gefühl, auf „mich“ verzichten zu müssen. es darf nur nicht dogmatisch sein. denn dann geht es meist auch gar nicht mehr wirklich um das, was man gemeinsam tut, und es geht auch oft gar nicht mehr um den partner als solchen, sondern - zumindest hab ich das so empfunden - um den partner in seiner funktion… das stößt mir auf…

Ich hab’ lange überlegt, wieso es ein „beruhigendes“ Gefühl
ist, den Partner genau so eifersüchtig zu erleben. Zu einem
schlüssigen Ergebnis bin ich noch nicht gekommen. Aber auf
mögliche Ursachen:

einerseits eine Form von Rache

nein, das geht gar nicht. entweder ist man eifersüchtig, oder eben nicht. und entweder ist der partner eifersüchtig, oder eben nicht. ich denke inzwischen wirklich, dass es da wohl einfach unterschiedliche strukturen gibt.

vielleicht ist das vergleichbar mit katzen und hunden. hunde „kleben“ an ihrem „bezugsmenschen“. sie sind traurig - hab ich mir sagen lassen, ich hab mit hunden keine eigene erfahrung - wenn der mensch nicht ständig für sie da ist. sie scharwenzeln recht viel um den menschen herum… und viele menschen schätzen ja gerade diese „treue“ der hunde.

katzen sind anders, unabhängiger… natürlich brauchen sie auch ansprache und streicheleinheiten, aber sie gehen dann auch wieder, wenn es ihnen reicht, ihrer eigenen wege… manchmal hört man, katzen seien „unberechenbar“…

ein hundefreund kommt mit der unabhängigkeit der katze nicht zurecht. ein katzenfreund hat mit der anhänglichkeit der hunde schwierigkeiten… und genauso ist das vielleicht auch in bezug auf menschen. eifersüchtige menschen sind ja oft selbst eher anhänglich…

liebe grüße
tabaiba

Hallo tabaiba,

hab nicht so viel zeit, deswegen nur ein paar anmerkungen:

Ich hab nun etwas Zeit:smile:

Dann haben wir noch einen
Garten am Haus und einen Schrebergarten. Die bearbeite ich
fast allein.

uff!
ich weiß wieder mal, weshalb ich keinen zeitlich geregelten
job will. ich weiß auch, warum ich keinen garten will. und
schrebergärten…nee… auch lieber nicht… den englischen
garten kann ich ohne allwöchentliche wühlereien nutzen… :wink:
gibt es denn keinen park oder garten in deiner nähe? und einen
wochenmarkt fürs gemüse?

wir wohnen in einem kleinen Kuhkaff, dahinter ist der Bretterzaun :smile: also genug Landschaft
und das Gemüse vom Wochenmarkt kommt auch aus Gewächshäusern mit chemischen Düngemitteln

Wir haben noch 2-3 Sonntage im Monat, an denen wir gemeinsam
was unternehmen können(könnten). Er hat für sich die Samstage
bis er mich dann um 16h von der Arbeit abholt.

und wann hast du mal ne minute für dich? gibts solche momente?

ja, abends, so nach 21h :-p

Danach gehe ich in den Garten

entspannt dich das? oder gehört das zum pflichprogramm?

ist mein Hobby, ich arbeite da ja nicht nur. Manchmal kommen ja auch liebe Gartennachbarn zum Kaffee. Oder ich leg mich in die Sonne und lese ein gutes Buch.
Im Garten arbeite ich meist eh nur ca 2-3 Stunden, dann ist alles fertig bis zum nächsten WoE.

oder mache liegengebliebene Arbeiten im Haus.

klasse! (achtung: ironie!)

Ja super oder? könnte ich eigentlich auch nicht machen, über die Klamotten fallen, mir ein Bein brechen und krankfeiern? Dann gibt es eine Haushaltshilfe die für mich putzt und ich setz mich in den Garten in die Sonne und lese ein gutes Buch oder schau dem Unkraut beim Wachsen zu. Ne wirklich, putzen mag ich nicht, aber es geht nun mal leider nicht ohne.

der Zeit, wo ich nicht da bin sitzt er am PC. (ich morgens vor
der Arbeit :smile:, oder wenn im Garten nichts gemacht werden
muß/Winter).

oh mann…

ehm, sorry Garten nichts gemacht werden kann

Und wenn er dann an den Sonntagen auch noch vor dem PC sitzt
und keine Lust hat, was zu unternehmen DANN werde ich sauer.

hm, mir scheint, das problem liegt ganz woanders…

Ne genau da, ich will ihn mal für mich ganz allein (ohne Enkel und Kinder) und das geht nur, wenn wir rausgehen. Ging ja früher auch!

Denn irgendwo frage ich mich dann, wofür ich eigentlich mit
ihm zusammen bin!?

um die geranien zu düngen und die bio-tomaten zu züchten? um
die wäsche zu waschen und sie dann zu plätten?..

Wäsche waschen ja, plätten spar ich mir ein (Trockener da ist dann alles schon glatt)
Geranien mag ich nicht und Bio-Tomaten schmecken super.

Da fühle ich mich dann (mit Recht)
vernachlässigt /bin „eifersüchtig“ auf PC :smile:.

du fühlst dich missbraucht … und missachtet… aber du
spielst das spiel mit… warum?

Er missachtet mich nicht, nur den Wunsch auszugehen:

Ich mag einfach diese NULL-Bock-Einstellung nicht.

hm, mir scheint da einiges verfestigt… klingt irgendwie
komisch… und traurig… und, na ja, lieblos…alltag
frisst beziehung auf??

Vielleicht frißt der Alltag seine Unternehmungslust?

für den ich nur putzen und kochen darf,

„dürfen“ tust du das, was du gerne machst. alles andere heißt
„müssen“ oder „sollen“ :smile:
und wenn du es nicht gerne machst, tausch die verben, schau,
ob sich das gut anfühlt und wenn nicht, dann ändere was…

putzen müssen ist richtig, mach ich nicht gern, aber das Ergebnis von der Putzerei mag ich.
kochen dürfen ist richtig, das macht mir immer noch Spass.

:aber keine Zeit/Lust hat mal zusammen was zu unternehmen.
redet ihr miteinander?

ja sehr viel, ausgenommen das Thema rausgehen :wink:

Ansonsten ist er ganz lieb, zeigt mir auch dass er mich liebt,

wie denn? mit geschenken? im bett? (entschuldige die direkte
frage, aber eine andere möglichkeit seh ich da gerade
nicht…)

Geschenke? nein, dafür müßte er ja raus. Er ist zärtlich, bringt mir Frühstück ans Bett (macht er wenn er frei hat), wenn ich ihn brauche ist er für mich da, er holt mich von der Arbeit ab, damit ich nicht mit dem Bus fahren muß ( und dafür muß er vom PC weg- 20min *g*), nur ausgehen nein danke? Das haben wir doch ganz am Anfang auch gemacht und da war es so, dass er mit mir ausgehen wollte. Nur seit ca 3 Jahren ist das nicht mehr so.

Burn out Syndrom?)>
er? oder ihr beide?

Wenn wir beide, würde ich mich um nichts mehr kümmern, und nur noch vor der Glotze hängen. Also für burn out Syndrom bin ich zu aktiv, für PC-Sucht reicht es auch nicht aus. Ich kann auch ohne PC leben.

bei mir ist das anders. mich stört es enorm, wenn mein partner

  • auch unausgesprochen - etwas gegen meine alleingänge hat.

die zeit schaufle ich mir auch frei…(aber ich hab ja keinen
garten *g*)

Ist Zeit schaufeln auch so anstrengend wie Erde schaufeln?*g* ( das ist das Einzige, was ich im Garten nicht so sehr mag)

vielleicht fühle ich mich auch etwas vernachlässigt,

in dem moment.

was ich dir hier erzähle sind grundsätzliche erlebnisse - und
annahmen, nicht in bezug auf einen bestimmten partner…

sorry, hatte ich leider falsch verstanden

nein, er ist eben nicht immer da, wenn ich mir das wünschen
würde, wenn ich mir einbilde, ihn zu brauchen…

es geht mir nicht um „brauchen“, es geht mir um das gefühl, um
die nähe zu dem anderen, um eine grundsätzlich spürbare
verbindung… hm, vielleicht ein bisschen vergleichbar mit
noch vitalen nerven in zähnen. wenn der nerv tot ist, kann der
zahn da trotzdem noch fest sitzen… man kann trotzdem das
„all-tägliche brot“ damit kauen… aber die verbindung lebt
nicht mehr… verstehst du, was ich meine?

nicht so wirklich?, denn wenn der Zahn noch da ist aber nicht mehr lebt, behält man ihn trotzdem, weil er noch funktioniert? Das würde bedeuten, ich benutze ihn für meine Zwecke. Ist ja auch von Vorteil, er kann nicht mehr weh tun. Nachteil ist, man merkt auch nicht mehr, wenn er von Karies zerfressen wird. Und irgendwann ist er dann doch weg.

wie ich dann mit meiner momentanen einsamkeit umgehe, ist und
bleibt sowieso meine verantwortung. ich will und kann von
keinem menschen erwarten, dass er sie mir nimmt.

es geht um die erwartung, genau. denn mit erwartung
funktioniert das meist nicht, meiner erfahrung nach. wenn ich
sehe, dass mein partner mich braucht, möchte ich gerne für ihn
da sein DÜRFEN, wenn ich es denn kann. (nicht immer passen ja
die jeweiligen stimmungen oder gedanken zueinander und
vielleicht kann ich ihm nicht helfen, aber ein anderer freund
oder eine freundin könnte es schon.) aber ich möchte nicht
diesen zwang spüren, für ihn da sein zu MÜSSEN…meist spürt
man ja aber doch, ob und wie es passt… meist sucht man doch
sowieso eine ebene, auf der man sich trifft… wenn man sich
liebt…

nein, rücksicht zu nehmen muss nicht bedeuten, dass man sich
selbst aufgibt. es hängt allerdings von der kompatibilität der
bedürfnisse ab…

dass ein mensch sein glück in

erster linie bei seinem partner sucht.

hm, interessant… aber jetzt hab ich leider wirklich keine
zeit mehr… schade… der kindergarten :smile:

Ja wirklich schade

Jetzt hab ich für mich eine Lösung, nur weil ich meinen Senf
zu Eifersucht dazugeben mußte :wink:, damit hatte ich nicht
gerechnet.

weisst du was? ich liebe wer-weiss-was…

ich auch, denn du wirst es nicht glauben, aber wir gehen am Samstag aus :smile:!!!

herzliche grüße
und „kopf hoch“… und schraub manchmal die
arbeitshände ab… und lass die verantwortlichkeiten da, wo sie sind… *g*

Ne lass ich nicht, denn dann bleiben sie ja bei mir *ggg*

Liebe Grüße von
Helga

hallo helga,

Da fühle ich mich dann (mit Recht)
vernachlässigt /bin „eifersüchtig“ auf PC :smile:.

du fühlst dich missbraucht … und missachtet… aber du
spielst das spiel mit… warum?

Er missachtet mich nicht, nur den Wunsch auszugehen:

er missachtet dich in deinem bedürfnis…

Ich mag einfach diese NULL-Bock-Einstellung nicht.

hm, mir scheint da einiges verfestigt… klingt irgendwie
komisch… und traurig… und, na ja, lieblos…alltag
frisst beziehung auf??

Vielleicht frißt der Alltag seine Unternehmungslust?

was sagt er denn selbst dazu?

:aber keine Zeit/Lust hat mal zusammen was zu unternehmen.
redet ihr miteinander?

ja sehr viel, ausgenommen das Thema rausgehen :wink:

aha…
warum wird dieses thema tabuisiert?

Geschenke? nein, dafür müßte er ja raus. Er ist zärtlich,

schön :smile:

bringt mir Frühstück ans Bett (macht er wenn er frei hat),

klasse :wink:

wenn ich ihn brauche ist er für mich da, er holt mich von der
Arbeit ab, damit ich nicht mit dem Bus fahren muß ( und dafür
muß er vom PC weg- 20min *g*), nur ausgehen nein danke? Das
haben wir doch ganz am Anfang auch gemacht und da war es so,
dass er mit mir ausgehen wollte. Nur seit ca 3 Jahren ist das
nicht mehr so.

hm, das versteh ich auch nicht… warum fragst du ihn denn nicht? es könnte so viele gründe dafür geben…

Ist Zeit schaufeln auch so anstrengend wie Erde schaufeln?*g*

manchmal ist es schwierig, ja… ich hab nur von zweiterem so wenig ahnung. der vergleich dürfte uns also beiden schwer fallen…*g*

nicht so wirklich?, denn wenn der Zahn noch da ist aber nicht
mehr lebt, behält man ihn trotzdem, weil er noch funktioniert?

klar, es dürfte wenig zahnärzte geben, die nicht versuchen würden, einen zahn zu halten, auch wenn die wurzel tot ist…:wink:

Das würde bedeuten, ich benutze ihn für meine Zwecke.

hier hinkt vielleicht der vergleich mit dem zahn. aber ja, grundsätzlich schon. zumindest beim zahn. aber dessen aufgabe ist es ja auch, dir beim kauen und sprechen zu dienen…

Ist ja
auch von Vorteil, er kann nicht mehr weh tun.

stimmt…insofern stimmt das, wenn man angst vor schmerzen hat…*g*

Nachteil ist,
man merkt auch nicht mehr, wenn er von Karies zerfressen wird.

ja, man spürt eben nichts mehr…

Und irgendwann ist er dann doch weg.

das hängt wohl von den restaurativen maßnahmen ab… *g*

dann braucht man auch keinen Partner.

eben :smile:
meine Rede…
man braucht keinen partner… aber es ist schön, ihn zu
haben…

und das was er einem gibt nimmt/ braucht/gebraucht man?

ich würde das nicht so negativ sehen. in dem moment wo du gibst, kriegst du doch auch. es ist doch schön, zu geben. und es ist auch schön, zu nehmen. solange der austausch freiwillig und echt ist. und solange er einigermaßen ausgeglichen ist, mittelfristig…

doch! gerade in einem solchen modell darf natürlich jeder
seine bedürfnisse haben … und auch leben…

Aber nur, wenn die Bedürfnisse mit denen des anderen konform
gehen?

das wäre die einfachste und unkomplizierteste variante. es ist nur nicht immer so. deswegen sollte man eben schauen, wo man aufeinander zu gehen kann… natürlich muss man in einer beziehung kompromisse eingehen. die frage ist nur, wie selbstverständlich die vorausgesetzt werden.

Ich möchte, weil ich es gern mag, mit meinem Partner
ausgehen, aber weil er es nicht mag, darf ich dieses Bedürfnis
nicht leben, weil der andere es nicht mag und ich dann seine
Freiheit einschränken würde? Dann bin ich doch wieder
eingeschränkt.
Also irgendwie funktioniert das so nicht!?

da gibt es doch 1000 zwischentöne. ausgehen ist nicht gleich ausgehen. vielleicht mag er ja nur dein programm nicht so sehr, hätte aber bock auf was anderes. oder er findet das zu teuer und möchte nicht als spießer-sparer dastehen. vielleicht ließe sich eine alternative finden, die euch beiden gefällt. oder es stört ihn der druck, mit dem du das ausgehen verfolgst. oder er hat tatsächlich echte probleme mit ausgehen. es gibt menschen, die können ihr haus nicht mehr verlassen, ohne panik oder schweißausbrüche zu kriegen. so wie andere eben höhenangst haben…dann müssen wohl andere wege gefunden werden…

Stimmt so nicht, wenn man Pflanzen nimmt, die zueinander
passen, das heißt die eine Pflanze gibt der anderen den
Nährstoff/Schutz den sie braucht, kann man sie ganz nah
zusammen setzen. z.B. Kartoffeln und Buschbohnen. Die Bohne
gibt der Kartoffel den Nährstoff, die Kartoffel gibt der Bohne
Halt, damit sie nicht vom Wind auf den Boden gedrückt wird. Es
müssen nur die zueinander passenden Pflanzen sein.

hm, was sagt uns das nun jetzt? …

Mit Rücksicht auf die Bedürfnisse des
Partners.

natürlich. das, was ich für mich fordere, gestehe ich
selbstverständlich auch meinem partner zu…

SUPER, ich fordere von ihm geh mit mir aus, das gleiche darf
er auch von mir fordern *ggg* und ich kann dann doppelt so oft
mit ihm ausgehen. Das ist DIE Lösung. (Scherz)

na siehste *g*

dass ein mensch sein glück in

erster linie bei seinem partner sucht.

Hallo, Egon!

Fazit: Der Bereich, in dem ich eifersüchtig reagiere, ist
einer, den ich praktisch überbewerte, weil ich in diesem
unausgeglichen bin!

Ja, da dürftest Du recht haben. Es ist wie wenn die
Aufmerksamkeit auf einen bestimmten Bereich fokussiert ist.

Die Eifersucht: auch als eine
Art seelischer Wundschmerz bei aktueller Reizung verletzter
Bereiche im eigenen Erleben zu sehen.

Sondern es
ist vielleicht noch mehr die Angst, in bereits früher erlebter
Weise erneut verletzt zu werden. Menschen, die wenig
eifersüchtig sind, sind vielleicht einfach wenig verletzt
worden (oder haben ihre Verletzungen gut verarbeitet), könnte
das so sein?

Hm, ich finde Deine Gedankengänge gut, könnte tatsächlich so sein, wenn man die einzelnen Faktoren summiert. Theoretisch müsste es dann aber auch möglich sein, diese Angst vor möglichen „erneuten“ Verletzungen so auf die Art „abzuarbeiten“, aufzulösen. Man kann ja schließlich nicht immer mit dieser Angst leben, die in Wirklichkeit nur fiktiv ist. Oder?

ABER: ob DAS tatsächlich zur Liebe gehört?? Hm, mit der
Prämisse obiger Ansicht, die ich mir ja noch nicht wirklich
durchdacht hab, würd’ ich’s mal verneinen …

Mit DAS meinst Du die Eifersucht?

Mhm … *Kopfnick*

Sie steht zwischen zwei
einander entgegengesetzten Polen: Liebe und Angst.

Zwischenzeitlich denke ich, dass es so ist. Das, was mir nur - gedanklich - zu schaffen macht, ist die Frage, wieso man surreale Angst empfindet …
eine sehr, sehr seltsame Sache, find’ ich …

… und damit nachdenkliche Grüße,
profound

Hallo tabaiba,

Vielleicht frißt der Alltag seine Unternehmungslust?

was sagt er denn selbst dazu?

nichts, leider, denn dadurch kann ich nichts dazu sagen

redet ihr miteinander?

ja sehr viel, ausgenommen das Thema rausgehen :wink:

aha…
warum wird dieses thema tabuisiert?

wenn ich das wüßte, wär ich schon weiter

Nur seit ca 3 Jahren ist das

nicht mehr so.

hm, das versteh ich auch nicht…
warum fragst du ihn
denn
nicht? es könnte so viele gründe dafür geben…

Na soweit ihn danach zu fragen, war ich auch schon,
Antwort: weiß ich nicht. Das bringt mich also auch nicht weiter

Das würde bedeuten, ich benutze ihn für meine Zwecke.

hier hinkt vielleicht der vergleich mit dem
zahn. aber ja,
grundsätzlich schon. zumindest beim zahn. aber dessen aufgabe
ist es ja auch, dir beim kauen und sprechen zu
dienen…

Na beim Partner passt das nicht, denn ich kann schon ohne ihn sprechen *g*

Ist ja
auch von Vorteil, er kann nicht mehr weh tun.

stimmt…insofern stimmt das, wenn man angst vor schmerzen
hat…*g*

Wer hat diese Angst nicht?

Nachteil ist,
man merkt auch nicht mehr, wenn er von Karies zerfressen wird.

ja, man spürt eben nichts mehr…

Und irgendwann ist er dann doch weg.

das hängt wohl von den restaurativen maßnahmen ab… *g*

Na ewig kann man auch nicht restaurieren. Da ist dann die Grundsubstanz so geschädigt, dass nichts mehr zum reparieren da ist.

darf ich dieses Bedürfnis
nicht leben, weil der andere es nicht mag und ich dann seine
Freiheit einschränken würde? Dann bin ich doch wieder
eingeschränkt.
Also irgendwie funktioniert das so nicht!?

da gibt es doch 1000 zwischentöne. ausgehen ist nicht gleich
ausgehen. vielleicht mag er ja nur dein programm nicht so
sehr, hätte aber bock auf was anderes.

no, Null Bock auf gar nichts
oder er findet das zu

teuer und möchte nicht als spießer-sparer dastehen.

das ist nicht das Problem
vielleicht

ließe sich eine alternative finden, die euch beiden gefällt.

Das wäre von meiner Seite kein Problem, mir ist das egal, was, wie, wohin. Nur einfach mal aus der Hütte raus

oder es stört ihn der druck, mit dem du das ausgehen
verfolgst.

So groß kann der Druck auch nicht sein, einmal so alle 3-4 Monate sprech ich ihn darauf an.

oder er hat tatsächlich echte probleme mit
ausgehen. es gibt menschen, die können ihr haus nicht mehr
verlassen, ohne panik oder schweißausbrüche zu kriegen. so wie
andere eben höhenangst haben…dann müssen wohl andere wege
gefunden werden…

Denke ich auch nicht, denn das Problem hatte ich selber mal. Deshalb kenn ich die Anzeichen dafür und die hat er nicht.

Stimmt so nicht, wenn man Pflanzen nimmt, die zueinander
passen, das heißt die eine Pflanze gibt der anderen den
Nährstoff/Schutz den sie braucht, kann man sie ganz nah
zusammen setzen. z.B. Kartoffeln und Buschbohnen. Die Bohne
gibt der Kartoffel den Nährstoff, die Kartoffel gibt der Bohne
Halt, damit sie nicht vom Wind auf den Boden gedrückt wird. Es
müssen nur die zueinander passenden Pflanzen sein.

hm, was sagt uns das nun jetzt? …

KartoffelFÄULE *ggg*

Mit Rücksicht auf die Bedürfnisse des
Partners.

natürlich. das, was ich für mich fordere, gestehe ich
selbstverständlich auch meinem partner zu…

SUPER, ich fordere von ihm geh mit mir aus, das gleiche darf
er auch von mir fordern *ggg* und ich kann dann doppelt so oft
mit ihm ausgehen. Das ist DIE Lösung. (Scherz)

na siehste *g*