Eigene Kinder 'ausspionieren'

Guten Morgen zusammen,

in einem anderen Thread habe ich die Aussage gelesen, dass gelegentlich „Mütter“ ihre Sprösslinge auf Kommunikationsplattformen wie Jappy, MeinVZ oder Lokalisten „ausspionieren“. Nun kenne ich zwar einige Plattformen, die meine beiden benutzen, aber ich käme nie auf die Idee, mich dort anzumelden und ihnen irgendwie nachzustellen. So blöd es klingen mag, auch wenn es Internet ist, behandle ich diese Bereiche als Privatsphäre meiner Kids.

Hand aufs Herz:
Wie haltet ihr dies so?
Habt ihr schon die Seiten der Kids besucht, euch angemeldet und mitgelesen?
Wenn ja, aus welchem Grund?

Gruß
Der Franke
der eigentlich nicht mal weiß, inwieweit man „anonym“ und unverdächtig die Aktivitäten der Kids auf diesen Plattform mit- oder nachverfolgen könnte

Auch der gegenteilige Standpunkt, nämlich die Verpflichtung der Eltern zur möglichst lückenlosen Überwachung der Internetaktivitäten Minderjähriger in ihrer Obhut wäre nachvollziehbar aber recht unbequem.

Marzeppa

Hi,

Hand aufs Herz:
Wie haltet ihr dies so?
Habt ihr schon die Seiten der Kids besucht, euch angemeldet
und mitgelesen?
Wenn ja, aus welchem Grund?

Das nicht - aber ich war mal bei meinem 16jährigen Sohn im Zimmer auf der Suche nach meinem! Tesafilm (nach dem Motto: Wiedersehen macht Freude) und fand zu meinem Entsetzen zwei kleine Spritzen mit einem Rest weißen Pulvers in der Schreibtischschublade.

In großer Panik bin ich am Montag zu meinem Arzt (u.a. Drogensubstitutionspraxis) und bat ihn, das Zeugs analysieren zu lassen. Was rauskam: Es waren Vitamine für die schon stark altersgeschwächten Ratten meines Sohnes…

Meine Erleichterung könnt ihr Euch kaum vorstellen. Und dann hab’ ichs meinem Sohn erzählt und nachdem er erst sauer war haben wir uns dann kaputtgelacht…

Sonntagsgruß,

Anja

Hallo,

So blöd es
klingen mag, auch wenn es Internet ist, behandle ich diese
Bereiche als Privatsphäre meiner Kids.

Unbedingt, bedingungslos und bestimmt nicht blöd!

Privatsphäre ist Privatsphäre. Ich halte selbige für eines der wichtigsten Güter, die man in der Demokratie hat. Ihre Verteidigung ist wahrscheinlich heute so wichtig wie schon lange nicht mehr angesichts einer Zeit, in der sich einerseits naive Leuts ohne die Konsequenzen zu durchblicken im Netz „ausziehen“ und verewigen - andererseits der Staat meint, immer tiefer in selbige Einblick nehmen zu können.

Wenn ich ein Gut, was auch immer es ist, meinen Kindern beibringen will, kann ich es nur, wenn ich das vorlebe. Alles andere ist Doppelmoral und fliegt spätestens während der Pubertät auf.

Das heißt nun nicht, dass man alles völlig ohne Kontrolle laufen lässt. Aber ich kann schwören, dass ich an bestimmte Zonen im Zimmer nie rangegangen bin! Ich kann genauso schwören, dass ich - obwohl ich aus technischen Gründen ab und an den Rechner mal mitbenutze - dort auch nur da „fummele“, wo gemeinfrei ist.

Auch bei uns hat es Anlässe (allerdings wirklich nur wenige) gegeben, wo ich mal Bedarf hatte, näher hinzugucken. Dann lief das aber nicht heimlich ab, sondern ich bin ins Zimmer gestocht und habe gesagt: Zeig mir das und das!

Was auch immer da heimlich zu tun, finde ich ganz persönlich unterste Schublade und zeugt nicht von einem guten Vertrauensverhältnis. Und für das sind beide Seiten verantwortlich. Ist es kaputt, dann haben beide Seiten dazu ihren Beitrag geleistet, das rechtfertigt solche Maßnahmen also nicht.

Zum hier genannten Tesafilm-Pulverbeispiel noch: Ich kenne es auch, dass man in vermeintlich harmlosen Zonen, wo man dran darf (bzw. die Kinder es auch wissen, dass man drangeht - Tesa, Schere, Lineal sind wohl die Klassiker :smiley:) über Sachen stolpert, die man entweder nicht hat sehen wollen (dann werden sie ignoriert) oder wo Alarmglocken schrillen. Ob ich in dem Fall der Kombi Spritzen und Pulver den Gang über den Doktor gewählt hätte oder die direkte Konfrontation gesucht hätte, weiß ich nicht. Allerdings finde ich da die Zwischenstufe der „Heimlichkeit“, um sich Gewissheit zu verschaffen, noch verständlich, weil das ein Bereich ist, den man selbst nicht beurteilen kann. Dennoch ist ein solcher Akt dann Grenzüberschreitung und müsste selbst bei positiven Ergebnis auch als solcher benannt sein.

Wenn ich das Vertrauensverhältnis betrachte, dass ich zu meinem inzwischen erwachsenen Nachwuchs habe, scheint der Weg übrigens nicht der Falsche gewesen zu sein…

LG Petra

Es gibt keine Verpflichtung zur lückenlosen Überwachung von Internetaktivitäten Minderjähriger! Im Gegenteil! Auch Heranwachsende haben sogar das Recht auf Privatsphäre bzw. auf unkontrollierte Kommunikation.

LG Petra

Zum Entwicklungsstand passende Überwachung dient dem Kindeswohl.
Wenn bei uns ein Kind mit zehn Jahren auf seinem Zimmer einen PC mit WLAN bekommt, dann kommt da z.B. ein Keylogger drauf (ich *muss* die Logfiles ja nicht anschauen, solange ich es nicht für erforderlich halte). Die Phase der elterlichen Anleitung zur Nutzung von Netzdiensten ist zu diesem Zeitpunkt nämlich schon vorbei. Direkte Überwachung dieser Art geht freilich nur solange, bis das Kind ein Betriebssystem selbst einrichten kann.
Dem Kind anonym in einer Community gegenübertreten, um es wie ein Internet-Detektiv auszuspähen, halte ich für starken Tobak, aber veröffentlichte Äußerungen meiner Kinder interessieren mich durchaus.

Gruß

Marzeppa

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Anstelle von „naive Leute“ könnte man auch „Kinder“ sagen, oder?

Zum Entwicklungsstand passende Überwachung dient dem
Kindeswohl.

Können wir uns darauf einigen, dass diese Formulierung ganz anders klingt als „lückenlose Überwachung“? :wink:

Wenn bei uns ein Kind mit zehn Jahren auf seinem Zimmer einen
PC mit WLAN bekommt, dann kommt da z.B. ein Keylogger drauf
(ich *muss* die Logfiles ja nicht anschauen, solange ich es
nicht für erforderlich halte).

Da wüsste ich gar nicht, wie das geht.

Ich habe die Surferei immer aktiv begleitet. Früh genug die Themen Gewalt, Pornografie und Datenschutz angesprochen und immer wieder diskutiert und thematisiert. Ich kann nur wiederholen: Ich kenne diese Probleme nicht. Das ist jetzt nicht daher geblubbert. Ich kenne es wirklich nicht. Es kann auch daran liegen, dass ich generell INTERESSE daran habe, was mein Nachwuchs tut. Interesse nicht gleich Kontrolle. „Zeig doch mal“… mitspielen… „erklär mal“… Oder mal von eigenen Aktivitäten erzählen.

Auch den wohl unvermeidlichen SchülerVZ-Eintrag habe ich mir mal zeigen lassen. Weil ich immer nur darüber gelesen hatte, es aber selbst nicht kannte. Da stand dann anfangs mehr drin, als ich gut fand. Ich habe gewarnt, aber machen lassen. Nach ein paar Wochen war das Ding drastisch reduziert und ist seit ewigen Zeiten nur eine stückelhafte "Info"leiche, mit der keiner was anfangen könnte… (völlig out)

Dem Kind anonym in einer Community gegenübertreten, um es wie
ein Internet-Detektiv auszuspähen, halte ich für starken
Tobak, aber veröffentlichte Äußerungen meiner Kinder
interessieren mich durchaus.

Beim starken Tobak sind wir einer Meinung. Beim Interesse an solchen Äußerungen auch. Nur gibt es einen ganz entscheidenden Unterschied zwischen Interesse an etwas und den Maßnahmen, dieses Interesse zu realisieren. Mich interessiert vielleicht auch, was mein Partner so erzählt, wenn er abends mit Freunden in der Kneipe sitzt. Deshalb spioniere ich ihm aber auch nicht hinterher. Last not least bleibt eben die ganz moralische, allgemeine Grenze: Mich kann etwas interessieren, aber trotzdem geht es mich schlicht nichts an. Und da gilt für mich auch bei Kindern: in dubio pro reo - wobei es da erst mal den reo geben müsste. Das heißt: so lange ich noch nicht mal einen „Angeklagten“ habe, ist doch Vertrauen das A und O! Und selbst wenn ich Verdachtsmomente habe, dann muss alles, was ich tue, verhältnismäßig sein.

LG Petra

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Wenn du damit sagen willst, dass nur Kinder höchst private und intime Infos, Bilder im Netz breittreten, dazu noch Bilder, auf denen Angehörige und Freunde drauf sind, selbstverständlich ohne diese zu fragen… also wenn du das meinst, dann würde ich das aber sehr wohl als naiv bezeichnen.

Aktuelles, prominentes Beispiel:

http://www.nzz.ch/nachrichten/international/per_face…

Da schüttel ich ganz ohne Botschaftsstatus mit dem Kopf, dass eine Botschaftergattin sowas macht, löst bei mir Fassungslosigkeit aus, und dass sie nicht spätestens darüber nachgedacht (und den Kram gelöscht) hat, als ihr Gatte designierter Geheimdienstschef wurde, da bleibt mir dann nur noch die Spucke weg.

LG Petra

Hallo Petra,

ich möchte mich Dir vollumfänglich anschließen und hinzufügen, dass ein späterhin aufgedeckter Vertrauensmissbrauch der Eltern-Kind-Beiehung irreparable Schäden zufügen kann.

Meine Mutter hat zu meinen Teenager-Zeiten ausführlich in meinem Tagebuch gelesen und das, was sie dort gefunden hat, im Streit unvorsichtigerweise gegen mich verwandt (dass ich allerdings in der Zeit akut selbstmordgefährdet war, hat sie geflissentlich ignoriert). Der Riss, der damals entstanden ist, ist bis heute noch nicht gekittet - u.a. auch deshalb, weil sie sich bis heute nicht des Unrechts bewusst ist oder sich gar entschuldigt hätte (ganz abgesehen davon, dass sie asich noch heute - mehr als 25 Jahre später - immer wieder neue Ausreden ausdenkt, warum sie mir das Tagebuch nicht zurückgeben kann).

Meine Tochter hingegen, mit der ich ganz anders umgehe als meine Mutter mit mir, zeigt mir vieles von dem, was sie da im Internet tut, von ganz alleine und unaufgefordert - und der Rest geht mich schlicht und ergreifend nichts an!

Beste Grüße

=^…^=

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Meine Tochter hingegen, mit der ich ganz anders umgehe als
meine Mutter mit mir, zeigt mir vieles von dem, was sie da im
Internet tut, von ganz alleine und unaufgefordert - und der
Rest geht mich schlicht und ergreifend nichts an!

Genau so kenne ich das auch! Wir reden eh schon über vieles. Auf völlig freiwilliger Basis.

Und was die Folgen von so einem Misstrauensbeweis der eigenen Eltern angeht, davon kann ich auch ein Lied singen…

LG Petra

Moin Grußloser,

Auch der gegenteilige Standpunkt, nämlich die Verpflichtung
der Eltern zur möglichst lückenlosen Überwachung der
Internetaktivitäten Minderjähriger in ihrer Obhut wäre
nachvollziehbar aber recht unbequem.

Du hast aber schon alle Kinderzimmer mit Videokameras und Mikros versehen, denn da passiert ja auch so allerhand. Telefongespräche werden selbstredend auch aufgezeichnet.

Man kanns auch übertreiben *kopfschüttel*

Gandalf

Hallo,

Hand aufs Herz:
Wie haltet ihr dies so?
Habt ihr schon die Seiten der Kids besucht, euch angemeldet
und mitgelesen?
Wenn ja, aus welchem Grund?

Meine Kinder sind meines Erachtens zuverlässig und verständig genug, dass sie die Gefahren dieser Plattformen einigermaßen im Griff haben. Daher gilt für mich, dass ich NICHT nachspioniere.

Es gab aber eine Ausnahme:

Meine Tochter hat nach bösem Mobbing (im Real Life) die Schule gewechselt und kam in eine Klasse, die fast geschlossen bei Kwick war. Bevor meine Tochter in diese Klasse gekommen war, hatten die Lehrer dort eine „Mobbingclique“ gesprengt, eine Schülerin hatte sogar die Schule verlassen müssen.

Ahnungslos hat meine Tochter sich nun ausgerechnet mit einem Mädchen aus dieser damaligen Clique angefreundet, woraufhin das Mädchen, das nicht mehr an der Schule war, aus Eifersucht übelste Dinge im Kwick verbreitet hat. Am Anfang, als es noch harmlose Zickereien waren, hat meine Tochter diese mir gezeigt, und ich habe mich dann aus Sorge und aufgrund der Vorgeschichte auch dort angemeldet, aber natürlich nicht erkennbar für die Mädchen.

Es hat sich dann schnell gezeigt, dass das besagte Mädchen auch an anderer Stelle gepöbelt hat, und die eine oder andere Klassenkameradin meiner Tochter mitgemacht hat (Mobber bleibt wohl Mobber ?) aber ein kurzer Anruf bei der Schulleitung und ein Link hat genügt, dann war Ruhe.

Ist schon lange her, hat aber meine Kinder sensibilisiert, und ich schließe nicht aus, dass ich im Notfall durchaus mal wieder mitlese. Aber nur im Notfall, nicht aus Überwachung.

Viele Grüße
Insel

Moin Grußloser,

Anstelle von „naive Leute“ könnte man auch „Kinder“ sagen,
oder?

wenn man sie unvorbereitet in Netz läßt sicher.
Ich hab mit meinen Jungs (10 u 12) recht ausführlich über Gefahren des Netzes gesprochen und ihnen auch klar gemacht, was passieren kann, wenn sie bedenkenlos Daten preisgeben.
Sie sind (noch) keine großen Surfer, aber ich denke, sie werden mit diversen Seiten für Schüler und Kinder anders umgehen, als solche Kinder, die man nicht vorbereitet hat.

Wenn ich allerdings sehe, was Erwachsene in diversen Börsen und Netzwerken an Informationen hinterlassen, oder was für Bilder auf diversen Homepages stehen, kann ich nur heftigst mit dem Kopf schütteln.

Gandalf

1 „Gefällt mir“

Moin Franke,

Hand aufs Herz:
Wie haltet ihr dies so?
Habt ihr schon die Seiten der Kids besucht, euch angemeldet
und mitgelesen?
Wenn ja, aus welchem Grund?

bisher hab ich es nicht getan, zum einen, weil meine Jungs bisher noch kaum in diesen Seiten aktiv waren und zum anderen weil ich ihnen vertraue, nicht zuletzt, weil wir recht ausführlich über die Gefahren solcher Informationsfreigaben gesprochen haben.

Wie ich reagieren würde, wenn sich begründete Verdachtmomente ergeben, kann ich nicht sagen, da kommt es wohl sehr auf den Einzelfall an, aber ich fürchte, wenn es rauskäme, daß ich meine Kinder aussioniere, wäre der Schaden ungleich größer (Vertrauensbruch) siehe auch den Beitrag von Kamikazekatze mit dem Tagebuch.

Gandalf

Hi Petra,

Allerdings finde ich da die Zwischenstufe der
„Heimlichkeit“, um sich Gewissheit zu verschaffen, noch
verständlich, weil das ein Bereich ist, den man selbst nicht
beurteilen kann. Dennoch ist ein solcher Akt dann
Grenzüberschreitung und müsste selbst bei positiven Ergebnis
auch als solcher benannt sein.

Wenn es um Drogenabhängigkeit geht (und das habe ich ja befürchtet), sollte man wahrlich nicht mit der Tür ins Haus fallen - Vertrauen hin oder her. Ich kenne dieses Gebiet aus anderen Zusammenhängen leider viel zu gut und deshalb würde ich es heute genauso wieder machen - mir erst Gewissheit verschaffen, bevor ich das Gespräch suche.

Gruß,

Anja

Hi Anja!

Wenn es um Drogenabhängigkeit geht (und das habe ich ja
befürchtet), sollte man wahrlich nicht mit der Tür ins Haus
fallen - Vertrauen hin oder her. Ich kenne dieses Gebiet aus
anderen Zusammenhängen leider viel zu gut und deshalb würde
ich es heute genauso wieder machen - mir erst Gewissheit
verschaffen, bevor ich das Gespräch suche.

Ich stimme dir da vollkommen zu!
Darin steckt ja noch kein Vorwurf, du prüfst erstmal und hast auf jeden Fall noch einiges zu erklären (du musstest ja Sohnemann irgendwie beibringen warum die Medikamente für seine Ratten plötzlich weg sind).

Aber nichts tut so weh wie ein unbegründeter Vorwurf.

Meine Mutter hat mich eigentlich gut erzogen aber sie hat mir lange nicht vertraut.
Nicht nur hatte ich natürlich mit jedem Knaben geschlafen mit dem ich zwei Minuten unbeobachtet war, sondern war auch sehr Drogen affin…(ich bin absolut anti-Drogen).

Ich erinner mich noch sehr gut, dass ich einen sehr schönen Abend auf einem Treffen einer Website hatte und man dann noch im Düsseldorfer Häägen Dasz saß.

Als ich heimkam roch ich wohl nach Cannabis, - ich hatte keine Ahnung, weil ich nicht wusste, wie das Zeug riecht - wahrscheinlich hatte in dem Lokal irgendjemand das Zeug geraucht und gott hat mich meine Mutter zur Sau gemacht… ein Atemzug und die Tirade ging los.
Sie hat mich nichtmal gefragt und ich war vollkommen ahnunglos worum es bei der Schreitirade eigentlich ging, weil ich ja nicht wusste, dass ich nach Cannabis riech.

Ähnliches ging noch vor ein paar Jahren als sie weißes Pulver in meinem Medikamentenschrank fand.
Ich musste ihr dann schonend beibringen dass es sich um Laktase handelte und man Koks nicht in Apotheken kaufen kann…

lg
Kate

Hallo!

Aber nichts tut so weh wie ein unbegründeter Vorwurf.

Es gibt zwischen „Unbegründetetem Vorwurf“ und „Eingriff in die Privatspäre“ auch noch Zweischenstufen, zum Beispiel „miteinander vernünftig reden“. Was Deine Mutter offensichtlich auch nicht gekonnt hat.

Sie hat mich nichtmal gefragt und ich war vollkommen ahnunglos
worum es bei der Schreitirade eigentlich ging, weil ich ja
nicht wusste, dass ich nach Cannabis riech.

Aber wenn Deine Mutter statt schreien heimlich deine Sachen durchsucht hätte, wäre das nicht viel besser gewesen.

Gruß,
Max

Du hast aber schon alle Kinderzimmer mit Videokameras und
Mikros versehen, denn da passiert ja auch so allerhand.
Telefongespräche werden selbstredend auch aufgezeichnet.

Das ist etwas anderes. Kinder können im Internet Schaden erleiden und Schaden verursachen.

Marzeppa

An dieses Beispiel habe ich auch schon gedacht.
Nun, die sind schon länger verheiratet, und er wird schon wissen, was für Vorzüge seines geliebten Eheweibes deren Verrätertum wieder wettmachen. Oder warum einer Geheimdienstchef werden will, der nicht einmal in der Lage ist, den Computer seiner Ehefrau zu überwachen, wo er doch wissen müsste, was für ein Schweinderl die in manchen Lebenslagen sein kann.
Bei Kindern im Internet kommt halt erschwerend hinzu, dass deren Aktivitäten nicht nur anderen Leuten schaden können, sondern auch ihnen selbst, und den Eltern dafür die Verantwortung obliegt. Aus diesen Gründen ist es eine übertrieben bequeme Einstellung, zu sagen, das ist einfach nur Privatsache der Kinder.

Gruß

Marzeppa