Hallo Susanne
ich mache das bei meinem Kind, wie meine Eltern bei mir:
Ich bekam monatlich von meiner Mutter einen gewissen Betrag auf ein Konto. Das Geld wurde fest angelegt, dass ich erst mit 18 dran konnte.
Zudem hatte ich ein eigenes Sparbuch, für mein eigen gespartes Geld, da konnte ich ran, wenn ich mir etwas außerhalb der Reihe kaufen wollte.
Aber das angelegte Geld sollte ich als „Lebensstart“ bekommen. Als Unterstützung zur ersten Wohnung - dem Führerschein - einem Auto… So Sachen. Meine Mutter kam NIE auf die Idee (sogar in finanziellen Notlagen - und die gab es zur Genüge)das Geld anzurühren. Sie sparte sich alles ab und ermöglichte uns jedes Jahr noch ein Ferienlager.
Daher halte ich es so: Wenn das Geld schon knapp ist für Windeln und Schuhe, dann müssen die Kleider des Kindes nicht unbedingt neu sein, die es trägt, hauptsache in gutem Zustand - da spart man Geld. Dann leiste ich mir recht wenig - das gesparte kommt meinem Kind zugute.
Wenn ich mich entscheide, ein Kind zubekommen, möchte ich auch, dass es ein gutes Leben hat. Und ich bin dafür verantwortlich, dass es anständig gekleidet ist, gutes Essen bekommt und sich wohl fühlt.
Zur Not ist mein Weihnachtsgeschenk für mich nunmal dann ein Geldbetrag, den ich dann in neue Schuhe für das Kind investiere.
Aber das Sparbuch meines Sohnes werde ich nicht anrühren.
Das ist meine Meinung. Vielleicht etwas extrem, aber meine Erfahrungen, die ich in der Kindheit damit gemacht habe, lassen mich diesen Weg gehen. Ich habe die allerhöchste Achtung vor meiner Mutter, wie sie das damals geschafft hat. Sie pausierte ein Jahr mit den Ersparnissen. Wir hatte ein Jahr lang nur wenig zu essen, waren richtig arm, da mein Vater uns verschuldet hat. Da sie unsere Ersparnisse auf Jahre angelegt hatte, mussten wir so klarkommen - wir kamen ja nicht an das Geld ran. Im Nachhinein ist das ok.
Ich würde natürlich bevor ich hungern muss, an das Ersparte gehen, ich habe es nicht fest angelegt (zumindest einen Teil) - aber nur in Notlagen. Das Geld soll für mein Kind sein. Ein Teenager hat es schwer genug ;o) Dann soll er wenigstens keine Sorgen beim Start ins selbstständige Leben haben.
Liebe Grüße,
Dany
P.S.: Gute Freunde können einem auch manchmal helfen :o)