Ein gerechter Gott?

Hallo!
Ich bin der Meinung, dass es doch eigentlich nicht möglich sein dürfte dass „böse Menschen“ existieren, hat sie doch ein allmächtiger Schöpfer geschaffen. Natürlich haben wir Handlungsfreiheit, aber wie kommt es, dass das Böse überhaupt existiert? Hätte das bei einer Schöpfung nicht vermieden werden können?
Da ich ja nicht von der Existenz eines Gottes ausgehe kann ich auch nicht sagen, was ich von den genannten Punkten gern hätte.

Liebe Grüße,
Bobby

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Danke, super Hinweis! Die Diskussionen führen hier auch etwas zu weit denke ich, es sprengt den Rahmen.

Grüße,
Bobby

Hallo Bobby,

Ich bin der Meinung, dass es doch eigentlich nicht möglich
sein dürfte dass „böse Menschen“ existieren, hat sie doch ein
allmächtiger Schöpfer geschaffen. …Hätte das bei einer Schöpfung nicht vermieden
werden können?

Das „Böse“, bzw. die Fähigkeit gegen die Wünsche Gottes handeln zu können ist ein Teil der Willensfreiheit. In der Bibel wird davon berichtet, dass nicht nur Menschen böse gehandelt haben, sondern auch Geistgeschöpfe (Engel). Gott hat seine intelligenten Geschöpfe also standardmäßig mit Willensfreiheit ausgestattet. Aus irgendeinem Grund zieht er solche Geschöpfe vor.

Mit der entsprechenden Vorprogrammierung seiner Geschöpfe hätte es auch keine Probleme gegeben und du würdst dann gemeinsam mit dem Rest der Menschheit Gott lobpreisen.

Gruß
Carlos

Hallo Malte,

Kirche und Glaube sind zwei Paar Schuhe.

endlich hat das wer erkannt :wink:

Oh, das ist nicht schwer zu erkennen, sogar für solch einen
Glaubenslaien, wie ich es bin. :smile:

wird trotzdem allzu oft verwechselt :wink:

Du bekommst Gebote aufoktruiert, an die Du Dich als Christ zu
halten hast, richtig?

falsch :wink:
aufoktruiert ist definitiv falsch.
Die Gebote sind eine Richtlinie und ich habe mich aus freiem Entschluss dafür entschieden, diesen zu folgen.
Es hat mir auch noch keiner nachweisen können, dass es schlecht für mich sei, dies zu tun.

Die Bibel sagt Dir, was richtig ist und was falsch, oder
nicht?
Zumindest grundsätzlich?

Die Bibel gibt Grundwerte vor. Und diese Werte habe ich für mich für gut befunden, deshalb folge ich ihnen.

Ich finde es gut, dass Jesus uns von der Sünde befreit hat.

Wie jetzt, Erbsünde ist also Quatsch?

ja

Der Mensch ist kein
Sünder an sich?

doch :wink:
Jeder Mensch kommt einmal in die Lage, dass er sündigt (Erklärung später).
Aber weil Jesus den Preis für die Sünden der Welt bezahlt hat, dürfen wir uns als „befreit von der Sünde“ ansehen. Man muss nur den „Gutschein“ einlösen.

Jeder, der mir damit kommt, ist kein Christ?

Das kann man nicht verallgemeinern. Es kommt immer auf das Verständnis an. Man muss eben die Dinge hinterfragen.

Und noch was: Ich denke, von meinen Sünden (was ist eine
Sünde?) kann nur ich mich freimachen. Das kann mir doch keiner
abnehmen! Das verstehe ich nicht.

Sünde ist jenes Verhalten, das dem Wunsch Gottes widerspricht.
Du kannst Dich nicht selber davon befreien, weil die menschliche Natur zu schwach ist. Vor allem kannst Du Deine Fehler nicht ungeschehen machen.

Dafür ist Jesus auf die Welt gekommen, dass er uns mit Gott versöhnt.

Du hast oben geschrieben,
jeder ist selbst vor Gott verantwortlich. Und hier auf einmal
nicht mehr?

Doch, die Verantwortung liegt bei Dir. Du kannst entscheiden, ob Du Deinen eigenen Weg gehen willst, oder Gottes Weg. Um Gottes Weg gehen zu können, brauchst Du aber Hilfe.

Dennoch bleibt’s ein Kult mit einem angebeteten „Gott“. Einer
höheren Wesenheit, richtig?

Das höhere Wesen ist richtig. Aber einen Kult würde ich es nicht nennen. Betreibst Du einen Kult, wenn es eine Familienfeier gibt?
z.B.: Geburtstagsfeier = Kult ?

Ganz recht. Mein Glaube gründet sich primär auf persönliche
Erfahrungen.

Demnach kann man auch Christ sein, indem man Lehren der Bibel
in Teilen ablehnt, weil man sie selbst gegenteilig erfahren
hat?

Das würde ich jetzt ganz vorsichtig bejahen :wink:
Aber ich kann mir nicht vorstellen, welche Lehre der Bibel das sein könnte. Allenfalls handelt es sich um eine Auslegung.

Das bringt mich auf den Gedanken zu einem neuen Thread…

nur zu :smile:

Also was hast Du noch gegen das Christentum?

Genug, Harald, glaub mir :smile: Wir können das aber an anderer
Stelle fortführen.

mach ich gerne.

Gruss Harald

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Hallo,

Woher willst du wissen, dass ich die Antworten nicht zur
Kenntnis genommen habe? Natürlich hab ich das!

Ok, sorry, zur Kenntnis nehmen und über etwas reflektieren sind zwei paar Schuhe.
Vielleicht sollte ich meinen Vorwurf an Dich etwas deutlicher formulieren, damit Du in Antworten darauf auch mal auf das Wesentliche und nicht auf Nebenschauplätze eingehst:
Du hast eine Frage nach der Gerechtikeit Gottes gestellt, die von der Anlage der Frage her auch eine nach dem Glauben daran stellt. Desweiteren hast Du Dich vorbehaltlos einem Konglumerat an Vorurteilen gegenüber der (angesichts der Formulierungen) christichen Religion und ihren Glauben angeschlossen, wonach Glaube letztlich ein doktrinäres Hängen an Vorstellungen ist inkulsive einem Selbstauferlegten Denkverbot. Du bist also derart belastet von Vorurteilen gegenüber gläubigen Menschen, daß Du eigentlich einen Dialog mit ihnen ausschließen müßtest. Ein Dialog setzt immer Gleichberechtigung voraus, die ist aber nicht mehr gegeben, wenn Du Dich selbst als kritischen, reflektierenden Menschen verstehst. Menschen, die glauben, diese Eigenschaften (angesichts Deines unkritischen Anschlusses) nicht zuschreiben kannst. Du bist offensichtlich nicht bereit, zu akzeptieren, daß es Lebensentwürfe geben kann, die für Dich persönlich vielleicht nicht nachvollziehbar sind (dagegen hat keiner was), die jedoch dennoch ihre Plausibilität besitzen.
Du hast eine Frage gestellt, ohne den notwendigen Respekt vor Antworten. Was wolltest Du? Dich lustig machen? Provozieren?
In Deinem Glauben an Deine eigenen engen Defintitionen von Rationalität und Autonomie des Denkens hast Du Dich als dessen Gegenteil erwiesen.
Und ich bin schlicht und ergreigend davon genervt, es andauernd mit Menschen zu tun zu haben, die nur sich selbst bestätigt hören wollen.

Grüße,
Taju

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Hallo Carlos,

Ich möchte hier eine Antwort, die ich so ähnlich schon öfters
gegeben habe wiederholen.
Wieso gibt es soviel Elend in der Welt? Es ist zum größten
Teil von Menschen gemacht.
Die Menschen haben einen freien Willen und nutzen Diesen in
eigensüchtiger und liebloser Weise.

Was ist mit dem Rest, der neben dem „zum größten Teil“ existiert?
Nur ein Beispiel: Vor geraumer Zeit (so 10, 15 Jahre) war ein riesiger Bergsturz in Südamerika (am Huarascan in den Anden). 17.000 - in Worten siebzehntausend - Menschen kamen um, meist gläubige Menschen, wie in Südamerika üblich.
Haben die nur ihren „freien Willen“ missbraucht und dort gesiedelt, wo man nicht siedeln sollte? Damit gegen Gottes Willen verstoßen? Zynisch!

Gruß, Stucky

Hallo Stucki,

es braucht keine großen Naturkatastrophe. Es gibt die alltäglichen Krnakheitsfälle, die alltäglichen Unglücksfälle. Sie sind vielleicht nicht so spektakulär, aber für die betroffenen nicht weniger tragisch.
Derzeit leben wir Menschen auf einer Welt, in der Gott so gut wie nie eingreift. Wir sind den freien Spiel der Natur voll ausgesetzt.

Als Atheist oder Agnostiker kann man hier nur sagen „Pech gehabt“.
Als Christ hoffe ich darauf, dass Gott eingreift und die Welt so verändert, dass so etwas nicht mehr vorkommt.

Gruß
Carlos

Als Christ hoffe ich darauf, dass Gott eingreift und die Welt
so verändert, dass so etwas nicht mehr vorkommt.

hi carlos,

wie lang wird in christenkreisen durchschnittlich „gehofft“?
welt"untergänge" bzw.- „eingriffe“ werden ja nach bedarf immer wieder
weiterdatiert.

gruß,
frank

Hallo Frank,

wie lang wird in christenkreisen durchschnittlich „gehofft“?

Den Zeitpunkt kennt kein Mensch. Es werden einige Ereignisse, bzw. ein Zeitalter beschrieben (Matthäus Kapitel 24, Offenbarung), aber eben kein Datum.

Da hilft nur geduldiges Harren.

Gruß
Carlos

Den Zeitpunkt kennt kein Mensch. Es werden einige Ereignisse,
bzw. ein Zeitalter beschrieben (Matthäus Kapitel 24,
Offenbarung), aber eben kein Datum.

Da hilft nur geduldiges Harren.

hi carlos,
es ist ja bekannt, daß unsere sonne irgendwann sich aushauchen wird.
dies betrifft uns natürlich.
wäre dies ein „ereignis“?
wenn ja, was ist mit allen anderen sonnen, die sich bereits
verabschiedet haben bzw. sich erst bilden?
was ist mit dem durchaus möglichen leben dort?
mit anderen worten: beschränken wir uns hier auf unser sonnensystem,
oder kann auch „universal“ geglaubt werden?

gruß & unterhaltsames harren,
frank