Ein paar Gedanken zu Jobebenen und Geld

Hi Roby,

Nun, die Interessantesten Gespräche habe ich ausserhalb dieser
Zeiten, weil man einfach mehr Zeit und Ruhe hat. Aber bei den
meisten Leuten mit 9 to 5 Denkweise die ich kenne, steht der
Job auch in der Arbeitszeit nicht unbedingt im Mittelpunkt.
Langfristig erfolgreich kann man m.E. mit dieser Denke nicht
sein.

Ok, dann ist das ein wenig schwieriger. Wodurch zeigt sich am
deutlichsten wenn einer nicht ganz dabei ist? Und versuchen
diese Leute es nicht zumindest „vorzutäuschen“?

Wenig Interesse an Hintergrundwissen, vermehrte Flüchtigkeitsfehler, Desinteresse an Problemlösungen etc.
Das „vortäuschen“ fliegt schnell auf.

Schon richtig :wink: Ich persönlich verdiene, denke ich mal,
durchschnittlich. Aber ich kam schon öfter in den Genuss von
Sachprämien (PC, Uhr, Urlaubsreisen etc.) und verfüge über
einen Firmenwagen auch zur privaten Nutzung. Aber wenn die
Arbeit keinen Spass macht, könnte man mir ein Vermögen bieten,
ich würde es ablehnen. Zum „gut“ sein gehört Leistung ebenso
wie ein gesunder Background und kritische Betrachtungsweise
des Jobs.

Du hast teilweise recht, für die richtige Summe bist auch du
dabei :smile: Dann bist du sicher in keinem kleinen Unternehmen,
die bieten sowas eher garnicht an. Hast also eigentlich schon
Glück gehabt mit dem was du alles bekommst. Meine Frage ist
immmer, wie kommt man zu einem Firmenwagen wenn man keine
Arbeit im Aussendienst hat? (Ich will auch einen…)

Doch, doch. 17 Mitarbeiter halte ich für ein kleines Unternehmen.
Na klar habe ich Glück gehabt, das gehört natürlich auch irgendwo dazu. Aber unsere Firma ist erst 10 Jahre am Markt. Da muss man sich schon Gedanken machen, wenn man gute Leute halten will (und dazu zähle ich mich frecherweise mal). Ich arbeite auch nicht im Aussendienst. Die paar Kilometer im Jahr, in denen ich das Auto mal für die Firma nutze, sind echt zu vernachlässigen. Aber letztes Jahr habe ich sogar auf Wunsch einen neuen Wagen bekommen, beim alten war der Aschenbecher voll:wink:
In unserer Firma zahlt sich der Einsatz eben aus. Aber vor der Ernte steht eben die mühsame Aussaat und das langsame gedeihen. Da muss man natürlich erstmal durch.
Gruss Sebastian

Hallo Roby,

leider scheint der Thread etwas ins Stocken gekommen zu sein (vielleicht, weil’s allmählich unübersichtlich wird ?).

Wie ist Deine Beurteilung des Thread-Verlaufs ?

Grüsse

Sven

leider scheint der Thread etwas ins Stocken gekommen zu sein
(vielleicht, weil’s allmählich unübersichtlich wird ?).

Wie ist Deine Beurteilung des Thread-Verlaufs ?

Habe genau die gleiche Meinung darüber wie du. Leider wüsste ich nicht was man dagegen tun kann.

Wenig Interesse an Hintergrundwissen, vermehrte
Flüchtigkeitsfehler, Desinteresse an Problemlösungen etc.
Das „vortäuschen“ fliegt schnell auf.

Also hauptsächlich durch gezeigtes Desinteresse, weniger durch nicht erbrachte Leistung?

Die paar Kilometer im

Jahr, in denen ich das Auto mal für die Firma nutze, sind echt
zu vernachlässigen. Aber letztes Jahr habe ich sogar auf
Wunsch einen neuen Wagen bekommen, beim alten war der
Aschenbecher voll:wink:

Solche Sprüche liebe ich :smile: Was hat es mit dem Alter der Firma zu tun, ob sie Mitarbeiter durch Firmenautos hält?

In unserer Firma zahlt sich der Einsatz eben aus. Aber vor der
Ernte steht eben die mühsame Aussaat und das langsame
gedeihen. Da muss man natürlich erstmal durch.

Das ist wohl nicht nur bei euch so…nur das man manchmal vergebens investiert.

Hallo Roby,

Also hauptsächlich durch gezeigtes Desinteresse, weniger durch
nicht erbrachte Leistung?

Wobei gezeigtes Desinteresse i.A. auch eine geringere Leistung mit sich bringt und sich oft auch in der ablehnenden Haltung gegenüber zusätzlichen Aufgaben zeigt.

Solche Sprüche liebe ich :smile: Was hat es mit dem Alter der
Firma zu tun, ob sie Mitarbeiter durch Firmenautos hält?

Lang existierende Firmen haben oftmals einen so großen Ruf, dass sie darauf verzichten können (die Leute kommen oft wegen dem Renommé) oder sie sind so „verkrustet“, dass sie nicht erkennen, dass man Mitarbeiter halten muss (erkennt man oft daran, dass langjährige Mitarbeiter beim Unternehmen bleiben, da sie oft keine andere Chance haben oder zu faul zum Wechseln sind, während junge Mitarbeiter bereits nach wenigen Jahren das Unternehmen wieder verlassen).

Das ist wohl nicht nur bei euch so…nur das man manchmal
vergebens investiert.

Gilt auch für den AG: manchmal investiert man einfach vergebens. Es gibt Mitarbeiter, die werden mit hohem Gehalt eingestellt und erweisen sich dann nach der Probezeit (die in vielen Jobs gerade mal als Einarbeitungszeit ausreicht) als Niete.

Grüsse

Sven

Hallo,

Das Gehalt ist nicht an das Produkt gebunden, sondern der
Preis des produktes ergibt sich u.a. aus der Summe der
beteiligten Gehälter/Löhne.

Und was viele AN nicht sehen (wollen): der Preis des Produkts ergibt sich auch aus vielen materiellen Aufwendungen, die das Unternehmen zu tragen hat (siehe Handwerker-Milchmädchenrechnung bzgl. Stundensatz weiter oben).

Jede Arbeit ist betriebswirtschaftlich ihr Geld wert.

Sofern der AN nicht überbezahlt ist :smile:

Jemand der nur imstande ist, tagtäglich 8 Stunden ein- und
dieselbe Schraube an ein- und denselben Ort zu befestigen,
muss leistungsmäßig anders bewertet werden, als derjenige, der
das Produkt entwickelt hat, bzw. derjenige der das
Produktionskapital zur Verfügung stellt.

Nicht nur die Menge des produzierten Schweisses ist Gehaltsrelevant, sondern auch der Einsatz des Köpfchens (Intelligenz, Wissen, Sozial- und vor allem Entscheidungskompetenz).

Mein Beispiel an anderer Stelle war Bill Gates.

Der hat ja nun ein Betriebssystem entwickelt, daß sich
millionenfach verkauft hat. Frage: Welchen Anteil hat
derjenige, der die CD beschriftet am Produkt?

Ungefähr genausoviel wie die Herstellungskosten der einzelnen CD am Produktpreis. Und da die geistige Arbeit von Software-Entwicklern nicht geschätzt wird, gibt es so viele Raubkopien (mal abgesehen davon, dass MS mit seinem Office-Paket trotzdem viel Schrott produziert im Gegensatz zu SUN mit Star-Office).

Im Übrigen ist meiner Meinung nach die wahre unternehmerische Leistung des Herrn Gates nicht in seinen Produkten, sondern vielmehr im Ausbau seiner Monopolstellung zu sehen

Grüsse

Sven

Hallo,

da zeigt sich mal wieder der Stellenwert von Dienstleistungen in Deutschland. Immer dann, wenn kein „greifbares“ Produkt hergestellt wird, wurde nach Meinung vieler auch nichts gearbeitet.

Grüsse

Sven

leider hast du mich ja auch außen vor gelassen und dich auf die diskussion mit sven (mit dir selbst?) vereinzelt, also wer nicht auf ander posts eingeht, dessen diskussion geht ein.

winkel

hab jetzt auch keine lust mehr

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

Hallo Roby,

Also hauptsächlich durch gezeigtes Desinteresse, weniger durch
nicht erbrachte Leistung?

Wobei gezeigtes Desinteresse i.A. auch eine geringere Leistung
mit sich bringt und sich oft auch in der ablehnenden Haltung
gegenüber zusätzlichen Aufgaben zeigt.

Das zeigt sich auch sehr stark, wenn es um die Weiterbildung geht. Viele MA sind da nicht gerade auf dem laufenden.

Solche Sprüche liebe ich :smile: Was hat es mit dem Alter der
Firma zu tun, ob sie Mitarbeiter durch Firmenautos hält?

Lang existierende Firmen haben oftmals einen so großen Ruf,
dass sie darauf verzichten können (die Leute kommen oft wegen
dem Renommé) oder sie sind so „verkrustet“, dass sie nicht
erkennen, dass man Mitarbeiter halten muss (erkennt man oft
daran, dass langjährige Mitarbeiter beim Unternehmen bleiben,
da sie oft keine andere Chance haben oder zu faul zum Wechseln
sind, während junge Mitarbeiter bereits nach wenigen Jahren
das Unternehmen wieder verlassen).

Jüngere Unternehmen haben meist erkannt, wie wichtig die Motivation ist. Sie bieten daher umfangreiche Qualifikationsmaßnahmen an, bieten Prämien oder eben einen Firmenwagen. Genau darum mache ich momentan ein Seminar mit, bei dem es um genau diese Punkte geht. Wer ersteinmal erkannt hat, das es eben nicht mehr nur um Arbeitszeiten und Verdienst allein geht, hat da schon die besseren Karten und hat klare Vorteile bei der Erkennung und Förderung von potentialen bei den einzelnen Mitarbeitern. Moderne Unternehmen haken genau hier ein. Ein MA, der evtl. in seinem Bereich nicht die gewünschte Leistung bringt, ist vielleicht in dem Bereich, in dem er tätig ist, falsch eingesetzt. Oft kann man durch interne Umstrukturierung eine Menge erreichen. Sicherlich gibt es hierfür keinerlei Garantien, aber wer nicht mal darüber nachdenkt, kommt bestimmt nicht weiter. Allein durch das Aufbrechen veralteter Strukturen und das tägliche hinterfragen der Situation wird man eine Verbesserung erreichen können.

Das ist wohl nicht nur bei euch so…nur das man manchmal
vergebens investiert.

Gilt auch für den AG: manchmal investiert man einfach
vergebens. Es gibt Mitarbeiter, die werden mit hohem Gehalt
eingestellt und erweisen sich dann nach der Probezeit (die in
vielen Jobs gerade mal als Einarbeitungszeit ausreicht) als
Niete.

Na klar, nicht umsonst habe ich des öfteren schon den Arbeitsplatz gewechselt. Ein guter AG bietet einem MA auch Perspektiven. Ich selbst habe auch in Firmen gearbeitet, bei denen ich feststellen musste, das Übernahme von Verantwortung, Eigeninitiative und Einsatz sich nicht lohnen. Man muss da schon für sich selbst klar entscheiden, was man will. Mir macht die Arbeit nur dann Spass, wenn ich voll gefordert werde. Je schwieriger, desto reizvoller. Aber auch wir haben einen MA, der
trotz Firmenwagen und Prämien unseren Ansprüchen nicht gerecht wird. Nach ca. einem Jahr stellten wir bei diesem MA fest, das er trotz beruflicher Qualifikation nicht imstande ist, seinen Arbeitsbereich selbständig zu organisieren. So häufte sich langsam aber wirkungsvoll der Berg unerledigter Arbeit auf. Jetzt stehen wir vor der Entscheidung, was zu tun ist. Da bleibt nur eine Änderungskündigung und wir haben seinen Firmenwagen neu zu vergeben :wink:
Gruss Sebastian

Hallo Sebastian,

Das zeigt sich auch sehr stark, wenn es um die Weiterbildung
geht. Viele MA sind da nicht gerade auf dem laufenden.

Aussage meiner Zahnärztin (Sie+Ehemann=Zahnarzt, 1 angestellte Ärztin, 10 Arzt-Helferinnen):

  1. sie bezahlt über Tarif und bezahlt jede Überstunde zusätzlich (Ausnahme bei Zahnärzten)
  2. sie muß viele MA zu Weiterbildungsangeboten drängen (während Arbeitszeit und vom AG bezahlt = Seltenheitswert bei kleinen Arztpraxen)
  3. die MA wollen schon wieder Gehaltserhöhung (dabei zahlt sie allgemein bekannt schon 10 - 20% mehr als die anderen Ärzte)
  4. es interessiert kaum einen MA, dass sie in dieser Praxis mehr lernen können als bei einem Hinterhof-Arzt (modernste Einrichtung, ambulante Behandlungen, die normal nur im Krankenhaus durchgeführt werden, zusätzlich Gesichts-Chirurgie)
  5. bei der letzten Lohnforderung ist ihr dann der Kragen geplatzt und sie hat ein Ultimatum gestellt: wer mitzieht und Interesse hat, kann noch mehr verdienen, der Rest wird so lange abgestuft, bis sie freiwillig kündigen

Was soll man da noch sagen ? Sie bietet schon das Beste für die MA, geht sehr gut mit Ihnen um (aufgrund meines Unfalls war ich
im Jahr 2000 ca. 12 x Kunde und hab’s oft genug mitbekommen) und den MA geht’s nur um möglichst viel Geld für möglichst wenig Leistung.

Ein MA, der evtl. in seinem Bereich nicht die
gewünschte Leistung bringt, ist vielleicht in dem Bereich, in
dem er tätig ist, falsch eingesetzt. Oft kann man durch
interne Umstrukturierung eine Menge erreichen.

Oftmals ist auch der Vorgesetzte einfach unfähig („der Fisch fängt am Kopf an zu stinken“). Wenn bei ein und demselben Vorgesetzten die Leute 1. immer wenig leisten und 2. sehr schnell sich einen neuen Job suchen, dann würde ich als Personaler hier mal einhaken. In modernen Unternehmen werden daher nicht nur die MA, sondern auch die Vorgesetzten beurteilt.

Grüsse

Sven

Hallo Winkel,

wenn Du Dir mal den Verlauf des Threads anschaust, dann wirst Du merken, dass Roby auf Sebastian noch mehr geantwortet hat.

Ansonsten habe ich das Gefühl, dass Roby auf meine letzten Antworten einfach keine Argumente mehr gefunden hat (falls nicht Roby, dann antworte mal wieder).

Weiterhin hat er mir auf einige Fragen auch nur sehr schwammige Antworten erteilt (z.B. ist immer noch nicht klar, was er beruflich macht).

Schau’n wir mal, wie er auf dieses Posting reagiert.

Grüsse

Sven

wenn Du Dir mal den Verlauf des Threads anschaust, dann wirst
Du merken, dass Roby auf Sebastian noch mehr geantwortet hat.

Oh mist, jetzt ist meine ganze Antwort abgestürzt zusammen mit dem PC. Also nochmal: Wieso bist du beleidigt? Schreibe doch einfach was du zu sagen hast. Ich habe auf interessante Argumente sicher mehr geschrieben, klar.

Ansonsten habe ich das Gefühl, dass Roby auf meine letzten
Antworten einfach keine Argumente mehr gefunden hat (falls
nicht Roby, dann antworte mal wieder).

Nein wir haben nichts gegensätzliches mehr geschrieben. Worauf habe ich keine Antwort gewusst?

Weiterhin hat er mir auf einige Fragen auch nur sehr
schwammige Antworten erteilt (z.B. ist immer noch nicht klar,
was er beruflich macht).

Man weiss ja nie ob Cheffe mitliest :smile:

Schau’n wir mal, wie er auf dieses Posting reagiert.

Gereizt, weil der PC abgestürzt ist.

Wobei gezeigtes Desinteresse i.A. auch eine geringere Leistung
mit sich bringt und sich oft auch in der ablehnenden Haltung
gegenüber zusätzlichen Aufgaben zeigt.

Wenn man also Interesse zeigt aber faul ist fällt das viel weniger auf als manche denken, aha :smile: Wenn man nicht irgendwann eine ablehnende Haltung einnimmt, kommt man garnicht mehr nach Hause.

Lang existierende Firmen haben oftmals einen so großen Ruf,
dass sie darauf verzichten können (die Leute kommen oft wegen
dem Renommé) oder sie sind so „verkrustet“, dass sie nicht
erkennen, dass man Mitarbeiter halten muss (erkennt man oft
daran, dass langjährige Mitarbeiter beim Unternehmen bleiben,
da sie oft keine andere Chance haben oder zu faul zum Wechseln
sind, während junge Mitarbeiter bereits nach wenigen Jahren
das Unternehmen wieder verlassen).

Ok, da ist was dran. Oder gehts den älteren nicht einfach gut dort wo sie sind? Betriebsrente, bekannte Kollegen und Aufgaben,…

Gilt auch für den AG: manchmal investiert man einfach
vergebens. Es gibt Mitarbeiter, die werden mit hohem Gehalt
eingestellt und erweisen sich dann nach der Probezeit (die in
vielen Jobs gerade mal als Einarbeitungszeit ausreicht) als
Niete.

Ja dann werden die doch gefeuert, nicht?

Das zeigt sich auch sehr stark, wenn es um die Weiterbildung
geht. Viele MA sind da nicht gerade auf dem laufenden.

Das verstehe ich nicht. Weiterbildung bedeutet weniger Eigenaufwand (besser als selber Leistung abgeben…) Da müssten die doch scharf drauf sein?

Jüngere Unternehmen haben meist erkannt, wie wichtig die
Motivation ist. Sie bieten daher umfangreiche
Qualifikationsmaßnahmen an, bieten Prämien oder eben einen
Firmenwagen. Genau darum mache ich momentan ein Seminar mit,
bei dem es um genau diese Punkte geht. Wer ersteinmal erkannt
hat, das es eben nicht mehr nur um Arbeitszeiten und Verdienst
allein geht, hat da schon die besseren Karten und hat klare
Vorteile bei der Erkennung und Förderung von potentialen bei
den einzelnen Mitarbeitern. Moderne Unternehmen haken genau
hier ein.

Weil das Unternehmen hier einfach Kosten sparen kann!

Ein MA, der evtl. in seinem Bereich nicht die

gewünschte Leistung bringt, ist vielleicht in dem Bereich, in
dem er tätig ist, falsch eingesetzt. Oft kann man durch
interne Umstrukturierung eine Menge erreichen. Sicherlich gibt
es hierfür keinerlei Garantien, aber wer nicht mal darüber
nachdenkt, kommt bestimmt nicht weiter. Allein durch das
Aufbrechen veralteter Strukturen und das tägliche hinterfragen
der Situation wird man eine Verbesserung erreichen können.

Da stimme ich voll zu.

Na klar, nicht umsonst habe ich des öfteren schon den
Arbeitsplatz gewechselt. Ein guter AG bietet einem MA auch
Perspektiven. Ich selbst habe auch in Firmen gearbeitet, bei
denen ich feststellen musste, das Übernahme von Verantwortung,
Eigeninitiative und Einsatz sich nicht lohnen.

Woran zeigt sich ob es sich lohnt, ausser am Gehalt?

trotz Firmenwagen und Prämien unseren Ansprüchen nicht gerecht
wird. Nach ca. einem Jahr stellten wir bei diesem MA fest, das
er trotz beruflicher Qualifikation nicht imstande ist, seinen
Arbeitsbereich selbständig zu organisieren.

Was genau meinst du damit?

  1. es interessiert kaum einen MA, dass sie in dieser Praxis
    mehr lernen können als bei einem Hinterhof-Arzt (modernste
    Einrichtung, ambulante Behandlungen, die normal nur im
    Krankenhaus durchgeführt werden, zusätzlich
    Gesichts-Chirurgie)
  2. bei der letzten Lohnforderung ist ihr dann der Kragen
    geplatzt und sie hat ein Ultimatum gestellt: wer mitzieht und
    Interesse hat, kann noch mehr verdienen, der Rest wird so
    lange abgestuft, bis sie freiwillig kündigen

Du stimmst mich nachdenklich. Einerseits ist klar, dass man soviel wie möglich verdienen will ohne viel herzugeben. Andererseits muss man Interesse zeigen um auch mehr bekommen zu können. Also erst Interesse zeigen, Weiterbilden, und dann aufgrund der höheren Kenntnis mehr Gehalt verlangen, nicht?

Oftmals ist auch der Vorgesetzte einfach unfähig („der Fisch
fängt am Kopf an zu stinken“). Wenn bei ein und demselben
Vorgesetzten die Leute 1. immer wenig leisten und 2. sehr
schnell sich einen neuen Job suchen, dann würde ich als
Personaler hier mal einhaken. In modernen Unternehmen werden
daher nicht nur die MA, sondern auch die Vorgesetzten
beurteilt.

Man kommt einfach nicht drumrum kritisch beäugt zu werden…

da zeigt sich mal wieder der Stellenwert von Dienstleistungen
in Deutschland. Immer dann, wenn kein „greifbares“ Produkt
hergestellt wird, wurde nach Meinung vieler auch nichts
gearbeitet.

Irgendwie denke ich das auch ein wenig. Kommt drauf an, aber vollkommen falsch ist die Denkweise nicht.

Und was viele AN nicht sehen (wollen): der Preis des Produkts
ergibt sich auch aus vielen materiellen Aufwendungen, die das
Unternehmen zu tragen hat (siehe
Handwerker-Milchmädchenrechnung bzgl. Stundensatz weiter
oben).

Das ist halt nunmal komplex. Aber trotzdem versucht man das auch irgendwie mit reinzukalkulieren.

Jede Arbeit ist betriebswirtschaftlich ihr Geld wert.

Sofern der AN nicht überbezahlt ist :smile:

Wie oft kommt denn so etwas schon vor? Und wodurch vor allem?

Nicht nur die Menge des produzierten Schweisses ist
Gehaltsrelevant, sondern auch der Einsatz des Köpfchens
(Intelligenz, Wissen, Sozial- und vor allem
Entscheidungskompetenz).

Ja, aber das ist irgendwie nicht greifbar. Woran sieht man den Erfolg?

Und da die geistige Arbeit von

Software-Entwicklern nicht geschätzt wird, gibt es so viele
Raubkopien (mal abgesehen davon, dass MS mit seinem
Office-Paket trotzdem viel Schrott produziert im Gegensatz zu
SUN mit Star-Office).

Ist halt wieder etwas nicht greifbares…

Im Übrigen ist meiner Meinung nach die wahre unternehmerische
Leistung des Herrn Gates nicht in seinen Produkten, sondern
vielmehr im Ausbau seiner Monopolstellung zu sehen

Was durch Intelligenz begründet werden kann.

Hallo Roby,

wenn Du Dir mal den Verlauf des Threads anschaust, dann wirst
Du merken, dass Roby auf Sebastian noch mehr geantwortet hat.

Also nochmal: Wieso bist du beleidigt? Schreibe doch
einfach was du zu sagen hast.

Ich weiss jetzt zwar nicht, wie Du auf „beleidigt“ kommst, mir ging es eigentlich nur um Winkel’s Aussage, dass er übergangen werde und Du Dich scheinbar nur mit mir unterhalten würdest. Beim Blick auf den Thread wäre Winkel aber sicherlich aufgefallen, dass Du mit den anderen ebenfalls kommuniziert hast. Du scheinst hier also etwas in den falschen Hals bekommen zu haben.

Nein wir haben nichts gegensätzliches mehr geschrieben. Worauf
habe ich keine Antwort gewusst?

z.B. auf den Gehaltsvergleich Arbeiter-Ingenieur

Man weiss ja nie ob Cheffe mitliest :smile:

Nachdem Deine Vika auch nichts hergibt, scheinst Du Dich in der Anonymität sicherlich wohl zu fühlen. Ich schätze jedoch eher Menschen, die Ihre Meinung nicht hinterm Berg halten (by the way: Grüsse an den Betriebsrat in unserer Firma !).

Ich sage ja nicht, dass Du uns unbedingt den Firmennamen einschl. Anschrift mitteilen sollst, aber etwas zum beruflichen Hintergrund wäre nicht schlecht (übrigens hast Du Deinen Namen gar nicht angegeben, insofern bist Du mit Deiner Tätigkeitsbeschreibung kein offenes Buch für Deinen Chef, ausser Dein Job ist einmalig in Deutschland).

Schau’n wir mal, wie er auf dieses Posting reagiert.

Gereizt, weil der PC abgestürzt ist.

Wobei Du hier zwei grundsätzlich unterschiedliche Dinge miteinander vermischst.

Grüsse

Sven

Hallo Roby,

Wenn man also Interesse zeigt aber faul ist fällt das viel
weniger auf als manche denken,

Vorläufig ja, aber im Laufe der Zeit merkt man es dann doch, wenn die freiwillig übernommenen Aufgaben nicht abgearbeitet werden.

aha :smile: Wenn man nicht
irgendwann eine ablehnende Haltung einnimmt, kommt man
garnicht mehr nach Hause.

Was hat das jetzt mit Deinem vorigen Satz zu tun ?
Natürlich sollte man nicht alle Aufgaben der gesamten Firma an sich reissen, denn irgendwann kann man die Aufgaben gar nicht mehr erledigen.

Aber ein gewisses Interesse an Mehrarbeit sollte bei einem MA dann doch da sein, es wird sich vielleicht nicht unbedingt kurzfristig lohnen („Cheffe, was krieg ich, wenn ich heute 1/2 Stunde länger bleibe“), i.A. wird es jedoch langfristig „nach oben“ gehen.

Ok, da ist was dran. Oder gehts den älteren nicht einfach gut
dort wo sie sind? Betriebsrente, bekannte Kollegen und
Aufgaben,…

Kommt drauf an, manche würden gerne wechseln (man merkt es an der inneren Kündigung), können es aber aufgrund ihres Alters nicht (das sind dann u.a. die negativen Auswirkungen des Kündigungsschutzes).

Aber bei vielen gilt auch: „ich kann hier aufgrund meiner firmeninternen Kenntnisse mit relativ geringem Aufwand vor mich hinwerkeln, woanders müsste ich mich erst wieder einlernen“.
=> kann nach hinten losgehen, wenn man plötzlich aufgrund einer Werksschliessung betriebsbedingt gekündigt wird (ICH und einige ältere Kollegen haben wieder einen Job, da wir mit den Kenntnissen auf dem aktuellen Stand waren, andere, wie z.B. Sekretärinnen ohne MS Office-Kenntnisse sind immer noch arbeitslos).

Gilt auch für den AG: manchmal investiert man einfach
vergebens. Es gibt Mitarbeiter, die werden mit hohem Gehalt
eingestellt und erweisen sich dann nach der Probezeit (die in
vielen Jobs gerade mal als Einarbeitungszeit ausreicht) als
Niete.

Ja dann werden die doch gefeuert, nicht?

Wie bereits gesagt, nach der Probezeit und da kriegt man eine Flasche aus einem Grossbetrieb nicht mehr raus.

Grüsse

Sven

Hallo Roby,

Du stimmst mich nachdenklich. Einerseits ist klar, dass man
soviel wie möglich verdienen will ohne viel herzugeben.
Andererseits muss man Interesse zeigen um auch mehr bekommen
zu können. Also erst Interesse zeigen, Weiterbilden, und dann
aufgrund der höheren Kenntnis mehr Gehalt verlangen, nicht?

Warum muß man immer das höhere Gehalt „verlangen“ ? Der Lohn von Weiterbildung, Interesse, Fleiss kann auch sein, dass man am Arbeitsmarkt (wieder) gefragt ist und auch zukünftig Chancen auf einen guten Job hat (siehe Posting weiter unten bzgl. meiner Ex-Kollegen, die z.T. heute - nach 4 Jahren - immer noch arbeitslos sind)

Oftmals ist auch der Vorgesetzte einfach unfähig („der Fisch
fängt am Kopf an zu stinken“). Wenn bei ein und demselben
Vorgesetzten die Leute 1. immer wenig leisten und 2. sehr
schnell sich einen neuen Job suchen, dann würde ich als
Personaler hier mal einhaken. In modernen Unternehmen werden
daher nicht nur die MA, sondern auch die Vorgesetzten
beurteilt.

Man kommt einfach nicht drumrum kritisch beäugt zu werden…

???

Grüsse

Sven