Hallo Roby,
Aber andererseits weiss man nie genau welchen Umfang eine
Aufgabe hat, wenn man sie nicht selbst bearbeitet. Wenn man
dann ein paar „Highlights“ einstreut wirds wiederum
schwieriger. (Nein das soll jetzt keine Anleitung zum
Faulenzen sein, aber stimmts nicht?)
Natürlich ist die Arbeit eines Angestellten schwieriger zu beurteilen, als die eines Arbeiters, aber auch hier setzen die Unternehmen schon an (Gemeinkosten-Wertanalyse, Business Reengineering, Prozesskostenrechnung). Natürlich gibt man manchmal dem Angestellten zu viel Zeit und manchmal dafür etwas zu wenig Zeit. Der MA hat jedoch bei den MA-Gesprächen Möglichkeit, im zweiteren Fall Argumente vorzubringen.
Sollte man also nur die Aufgaben nehmen, die man während der
Arbeitszeit schafft, oder sich doch mit mehr belasten, obwohl
überstunden anfallen. Mit der Aussicht auf entsprechenden
Erfolg?
Es ist eine Frage der Definition von Arbeitszeit. Wer sich genau an die 35 Stundenwoche hält, braucht sich nicht zu wundern, wenn er beruflich nicht vom Fleck kommt. Ich verlange nicht, dass man grundsätzlich Überstunden macht, aber wenn es die Aufgabe verlangt, dann sollte man auch mal länger in der Firma bleiben. Natürlich wird derjenige, der mehr leistet (und die Arbeitsdauer bzw. Quantität bestimmt neben der Qualität halt einfach den Output) auch eher bei einer Beförderung berücksichtigt, was aber so manchem MA nicht unbedingt klar ist.
Also ein JA zu verfallenden unbezahlten Übrstunden, mit
Hoffnung auf Belohnung in der Zukunft?
Genau DAS meine ich, zumindest für den, der etwas erreichen will, was nicht unbedingt nur eine Beförderung, sondern auch die Zuteilung sehr interessanter Aufgaben dazu gehören kann (man verbringt schließlich die meiste Zeit des Tages mit Arbeiten, dann sollte es auch interessant sein).
Von der Seite habe ich es nie betrachtet. Trotzdem denke ich
dass es meistens doch zum Schutze der Arbeiters geht.
Ich bin auch der Meinung, dass wir einen gewissen Schutz der MA benötigen (dazu gehört meiner Meinung auch Betriebsrat und Gewerkschaft), lediglich die Perversion dieser Institutionen, die u.a. durch die starre (geistige) Haltung erfolgt macht mir für die Zukunft unseres Standortes Angst.
Da ist was dran, gibt es noch Sekretärinnen ohne Office
Kenntnisse? Briefe schreiben bekommt eigentlich jeder hin. Ok
manche wollen vielleicht auch nicht.
Na ja, wenn ein Betrieb mal > 100 Jahre existiert, dann gibt es auch Mitarbeiter, die länger als 30 Jahre dabei sind und manchmal starke Wissensdefizite aufweisen, aber aufgrund Ihrer langjährigen Stellung darüber hinwegspielen können (z.B. Leute mit internationalen Kontakten und mangelhaften Englisch-Kenntnissen, was unter den MA > 50J sehr verbreitet ist, weil man’s in der Schule kaum gelernt hat und hinterher keine Weiterbildung gemacht hat).
Zur Sekretärin: Natürlich kann sie einen „normalen“ Brief schreiben, jedoch mit eingeschränkter Formatierung. Aber sobald eine Tabelle eingefügt werden sollte oder ein Inhaltsverzeichnis erstellt werden sollte, wurden dann wir (die anderen MA, die meisten davon Ingenieure) gefragt (und vom Arbeiten abgehalten).
Doch, die kriegt man raus. Dauert halt die Frist, aber nach 3
Monaten o.ä. ist der auch weg. Oder vergesse ich was?
In Betrieben > 5 Mitarbeitern gibt es Kündigungsschutz. Es gibt nur 3 Möglichkeiten, MA zu kündigen: 1. mit grosser Abfindung und Gerichtsprozess (viele Leute klagen sich sogar an den alten Arbeitsplatz zurück) oder 2. mit betriebsbedingter Kündigung => Sozialplan oder 3. fristlos. Die 3. Möglichkeit ist jedoch ein Hürdenlauf und es muß schon was Extremes vorgefallen sein (ein „einfacher“ Diebstahl reicht nach aktueller Rechtssprechung schon gar nicht mehr aus).
Grüsse
Sven