Hallo Uta67,
ich suche ein paar Tipps, denn meine Tochter (16) hat
beschlossen, kein Fleisch mehr zu essen.
Dreiviertel der Bevölkerung von Indien machen es ebenso …
Jeden Tag kommt was Neues dazu: keinen Kuchen mit Gelantine,
es gibt Agar-Agar (pflanzlich). Aber das ist technisch schwieriger für die Köchin.
keine Federn mehr im Bett… nun ja.
seufz! Wiewohl ich es verstehe. Mir gefällt der Gedanke an lebend gerupfte Gänse auch nicht.
Sag ihr, dass „echte“ Daunen sehr, sehr teuer sind. Die allermeisten handelsüblichen Daunenbetten stammen von toten Tieren.
Sag ihr zweitens, dass synthetisch hergestellte Betten Umwelt- und produktionstechnisch alles andere als unbedenklich sind.
Wenn, muss sie auf Baumwolle ausweichen.
Eigentlich habe ich nicht dagegen, eine gute Esserin war sie
noch nie, bei PEMA hat sie schon lange gesurft, irgendwann
musste es wohl so kommen.
Milch und Eier isst sie noch, dafür müssen ja keine Tiere
sterben.
… und man kann von Ökobauern kaufen, die ihre Tiere normalerweise auch anständig behandeln (keine Massentierhaltung)
Vielleicht habt ihr ein paar Tipps, wie: Sollte ich für sie
extra kochen?
deutlich: Nein. Sie isst, was sie glaubt, dass sie essen kann. Allerdings sollte die Mahlzeit von sich aus Komponenten ohne Fleisch enthalten. (Gemüse, Getreideprodukte, viel Obst, Milch, Eier, Käse)
Oder Fleischersatz (Sojaburger oder so) für sie
kaufen?
das sind durch den Einsatz von sehr viel Industrietechnik erzeugte Kunstprodukte. Wer sich gesund ernähren will, kauft höchstens Tofu. Schon Sojamilch, Sojasahne verschwenden Energie, die anders sinnvoller eingesetzt werden könnte.
Immerhin schafft sie es im Moment auch mal an den
Kochtopf.
Das würde ich an Deiner Stelle nach Kräften unterstützen. Wie schon vorgeschlagen: kauf ihr ein Veggi-Kochbuch und guck selbst hinein. Probiert zusammen etwas aus.
allerdings hat sie die Spülmaschine noch nicht
gefunden
)
notfalls hilft die ganz harte Tour.
Wenn kein Teller, keine Gabel mehr im Schrank liegt und Du absolut keinen Finger rührst, um den Mißstand zu beseitigen, wird sie wohl oder übel …
Wie seid ihr vielleicht mit euren Mädchen umgegangen, immerhin
versucht sie noch nicht, uns zu erziehen…
Erfahrung mit eigenen Mädchen habe ich nicht.
Aber reichlich mit einem vegetarisch lebenden Mann und fast noch mehr mit fleischessenden, vegetarisch essenden und vegan essenden Studentinnen.
Bei uns gilt: Leben und leben lassen.
Soviel Toleranz muss sein, dass man dem Anderen nicht in das Essen hineinredet, das auf seinem Teller liegt.
Und wie mit Omas, die das nicht verstehen wollen. Unsere hat
tatsächlich geäußert: Kind, ich wollte doch mal vor dir
sterben!!!
das ist bei uns im Haus einer der großen Lacher.
Vegerarier müssen sich fast zwangsläufig Gedanken um gesunde Ernährung machen.
Ich würde an Deiner Stelle ohne Beisein Deiner Tochter mal ein ernstes Wort mit der alten Dame reden. Allerdings ist solcher Widerstand für eine 16Jährige wichtig zum Erwachsenwerden. Die Jungen müssen sich an den Alten stoßen. Und umgekehrt.
Deshalb ist Dein Job jetzt, bei Deiner Tochter um Verständis für Oma-Besorgnis zu werben. Zwischen allen Stühlen, ich weiß.
(allerdings haben die beiden sowieso ziemlich
Probleme miteinander…)
aus Erfahrung: meine Mutter hat noch heute Probleme damit, dass mein Mann Vegetatier ist, Sie sollte nach 25 jahren eigentlich gemerkt haben, dass ihn und mich das weder krank gemacht noch umgebracht hat.
Ich finde, wir leben sogar besser und billiger damit.
viele Grüße
Geli
Ich bin gespannt auf eure Antworten
Uta67