Eine Frage bezueglich Abtreibung oder

… Abraham Lincolns erste Herausforderung:

Bislang wurde dieser Frage(siehe unten) immer ausgewichen, darum moechte ich sie hier nochmal stellen:

Abtreibungsbefuerworter behaupten immer wieder das abtreibende Frauen wichtige Gruende zur Abtreibung haben und sich diese Entscheidung nicht leicht machen, ja sogar in die Verzweiflung getrieben werden. Darum meine Frage:
was fuer wirklich ernste Gruende gibt es fuer eine Abtreibung?

Anmerkung:

  1. Selbstverstaendlich halte ich die medizinische Indikation fuer eine Rechtfertigung, also bitte solche Gruende nicht nennen, sie stellen eine grosse Ausnahme dar.
  2. Man bedenke bei der Antwort dass es hier in Deutschland ja die Moeglichkeit gibt, das Kind nach der Geburt zur Adoption freizugeben. Insofern entfallen Begruendungen wie: Kein Geld, Keine Moeglichkeit das Kind aufzuziehen, etc…Die „Belastung“(eigentlich ein Negativausdruck der fehl am Platz ist) durch ein Kind muss also maximal 9 Monate dauern.
  3. Manche werden vielleicht das Argument nenne, eine Vergewaltigte Frau habe das Recht auf Abtreibung(was ich uebrigens falsch finde). Dazu sei angemerkt dass dies nur einen kleinen Bruchteil der Abtreibungen erklaert. Damit kann man nicht die grosse Menge an Abtreibungen begruenden.

Das ganze habe ich auch herausforderung genannt weil ich behaupte dass es keine wirklich triftigen Gruende gibt. Mal sehen ob es jemand schafft das Gegenteil zu beweisen? Abtreibungsfreunde sind ja bisher der Frage immer ausgewichen, … warum ?

Gruss Abe…

Hi Abe,

deine selbstgefälligen Versuche zu polarisieren und zu provozieren sind brechreizauslösend. Ich kann erst sagen, ob und warum ich Abtreibung als Lösung für mich anerkenne oder ablehne, wenn ich in der entsprechenden Situation bin.

Was ich genau weiß: Kein Mord an Ärzten und Schwangeren ist mit dem Schutz Ungeborener zu rechtfertigen. Es sind schon mindestens drei schwangere Frauen bei Begegnungen mit militanten Abtreibungsgegnern getötet worden, da war das Ungeborene dann auch tot. Gelten die gemeinsam mit der schwangeren Frau getöteten Embryos nicht als unrechtmäßig getötet?

Wenn du so gegen Abtreibung bist, besorg dir doch eine Knarre und stell dich vor die entsprechenden Kliniken, damit du jeder Frau und jedem Arzt deine christliche Einstellung klarmachen kannst.

Sylvia

Hallo Abe…!

Ich habe nun mal eine Frage an dich: woher nimmst du dir das Recht, zu behaupten, dass es keine wirklich triftigen Gründe für eine Abtreibung gibt?
Du wirst nie, NIEMALS die Beweggründe einer Frau nachvollziehen können, die sich dafür entschieden hat und ich empfinde es als Frechheit, dich hier als Moralapostel aufzuspielen.
Stell dir lieber mal die Frage, warum du dich so … aufführst!!!
Warum soll dir jemand das Gegenteil von etwas beweisen, von dem du noch nicht mal die Grundzüge verstanden hast? Woher nimmst du die unverschämte Aussage, dass es für dich falsch ist (und somit Unrecht) wenn eine Frau nach einer Vergewaltigung abtreiben lässt? Und wer- wer sagt dir, dass die Belastung einer unerwünschten Schwangerschaft nur 9 Monate dauern muß?
Was verstehst du unter einem Abtreibungsfreund? Du hälst dich selber für einen Abtreibungsgegner, aber deine ganzen Aussagen zeigen mir, dass du einer der Moralisten bist, die wie viele andere auch, einfach der Meute hinterher rennt, nach dem Motto, wer am lautesten schreit wird am ehesten gehört.
Ihr seid in meinen Augen ganz arme Wesen, die irgendwo auf der Strecke geblieben sind.
Wir Frauen müßen dir rein garnichts beweisen, außer vielleicht, dass du von dem Thema keine Ahnung hast.
Denn du willst keine Diskussion führen, du willst deine Ansicht durchsetzen und das wird dir nicht gelingen!

Gruß

Suse

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

.provozierst Du ja schon wieder. Nur mit dem einem Wort:

ABTREIBUNGSFREUNDE

Du hast gar nichts begriffen, also lass es sein, Dir wird
niemand was erklären wollen, also niemand ist bestimmt falsch,
ICH aber mit Sicherheit nicht!!!

FREUNDliche Grüße

Hi Abraham,

ich finde Deine Frage spannend, wenn sie aus einem echten Interesse in Dir gewachsen ist. (Wenn nicht, ist das hier „Perlen für die Säue“). Ich schreib jetzt einfach mal meine Erfahrungen und meine Hypothesen mit der Prämisse, daß ich sog. „Ausreißer“ aus der Normalverteilung nicht berücksichtige. (Für alle die, die Meinen: es gibt ja auch noch andere Einstellungen: Ja, klar!).

Es gibt genau einen Grund für die Abtreibung: ANGST. Und die ist hier die Folge eines mangelnden Selbstvertrauens in die eigenen Stärken der Schwangeren oder des Erzeugers. Oder von Beiden.

Ich fange von vorne an. Es gibt 3 Möglichkeiten bei einer Abtreibung:

A. Die Schwangere will abtreiben
B. Der Erzeuger will, daß abgetrieben wird
C. Beide wollen eine Abtreibung.

zu A:

die Schwangere möchte abtreiben, ihr Freund/Mann aber will das Kind „bekommen“. Nun erpresst er sie emotional („ich verlasse Dich wenn Du abtreibst“, „Liebesentzug“, „ich/wir schaffen das nicht“ etc. pp). Jetzt muß sie abwägen, welche Angst die größere ist:

  1. Die Angst vor dem Verlassenwerden oder Schwierigkeiten mit dem Partner
  2. Die Angst, die Verantwortung für ein Kind zu übernehmen, obwohl sie sich nicht bereit fühlt (z.B.)
  3. Die Angst vor dem moralischen Zusammenbruch, den Schuldgefühlen nach einer Abtreibung (wann auch immer: DIE kommen…)

zu B)
der Erzeuger will, das abgetrieben wird. Die Schwangere möchte das Kind behalten. Ist ihr Selbstbewußtsein niedrig, hat sie Angst, mit dem Kind später alleine dazustehen, falls der Erzeuger sie nach der Entbindung (z.B.) verläßt. (Hat sie ein hohes Niveau beim Selbstbewußtsein, braucht sie keinen Mann, um mit Kind glücklich zu werden).Nun Ihre möglichen Entscheidungen:

  1. Die Angst, nach der Entbindung gegen den Willen des Partners alleine dazustehen
  2. Die Angst vor der moralischen Instanz in Ihr, die trotz Verdrängung immer zurückschlägt… wenn sie „nur“ um der Beziehungwillen abtreiben würde

zu 3)
ich glaube nicht, daß es diesen Punkt in „Reinform“ gibt: EIN Partner will sicher immer das Kind. Ansonsten schweißt die exakt gleiche Einstellung zur Lebensplanung die beiden noch mehr zusammen. Aber: der moralische Flash bei der Frau, die Schuldgefühle werden sich trotzdem irgendwann einstellen.

Also haben wir es beim Abtreiben für eine Entscheidung mit dem geringeren Angstfaktor zu tun. Glaube mir: Eine Abtreibung ist so ziemlich das unangenehmste Erlebnis für eine Frau, außer Vergewaltigung (

Guten Morgen, Vater Abraham -

das hat doch überhaupt keinen Sinn.
Du sagst, es gebe eigentlich keine ernsthaften Gründe für eine Abtreibung, weil Du dagegen bist. Ich behaupte, dass es eine Menge triftiger Gründe gibt; die könnte ich hier jetzt alle aufzählen, und Du würdest mit ziemlicher Sicherheit keinen einzigen anerkennen und so weiter ad infinitum, weil es Dir - was Du bisher hier geschrieben hast, legt diesen Gedanken nahe - ja nicht darum geht, Dich mit anderen Standpunkten auseinanderzusetzen.
Also was soll das?

Susanne

eine kleine, einfache Frage dazu
Hi Abe

  1. Manche werden vielleicht das Argument nenne, eine
    Vergewaltigte Frau habe das Recht auf Abtreibung(was ich
    uebrigens falsch finde).

Warum?

littlepanda

Moin,

  1. Manche werden vielleicht das Argument nenne, eine
    Vergewaltigte Frau habe das Recht auf Abtreibung(was ich
    uebrigens falsch finde). Dazu sei angemerkt dass dies nur
    einen kleinen Bruchteil der Abtreibungen erklaert. Damit kann
    man nicht die grosse Menge an Abtreibungen begruenden.

Ich habe den Eindruck, eine Frau ist für Dich eine Gebährmaschine, die auf Teufel komm raus Kinder in die Welt zu setzen hat. Nur, dass i.d.R: ein Kind ein Produkt der Liebe ist, und es demzufolge auch leben soll und kann. Ein Kind als Ergebnis eines Verbrechens, da sollte die Frau entscheiden dürfen, ob sie dem Kind eine Chance gibt oder sich dazu entscheidet, abzutreiben.

CIAo

Träumer! - Medizin für Anfänger ->
Hallo,

  1. Selbstverstaendlich halte ich die medizinische Indikation
    fuer eine Rechtfertigung, also bitte solche Gruende nicht
    nennen, sie stellen eine grosse Ausnahme dar.

psychische Probleme gehören für dich hoffentlich auch zur mendizinischen Indikation?

  1. Man bedenke bei der Antwort dass es hier in Deutschland ja
    die Moeglichkeit gibt, das Kind nach der Geburt zur Adoption
    freizugeben. Insofern entfallen Begruendungen wie: Kein Geld,
    Keine Moeglichkeit das Kind aufzuziehen, etc…Die
    „Belastung“(eigentlich ein Negativausdruck der fehl am Platz
    ist) durch ein Kind muss also maximal 9 Monate dauern.

*brr…* *vormichhingrinsundmitdemkopfschüttel*
Lieber Abraham, vielleicht solltest du die Frauen in unserer Runde, die bereits ein Kind geboren haben mal ganz vorsichtig danach fragen, wann der Körper nach einer Schwangerschaft wieder „normal“ funktioniert und welche Veränderungen die Schwangerschaft hervorgerufen hat -> eines kann ich dir mit sicherheit sagen, nach 9 Monaten ist es NICHT vorbei!

  1. Manche werden vielleicht das Argument nenne, eine
    Vergewaltigte Frau habe das Recht auf Abtreibung(was ich
    uebrigens falsch finde).

*tztztz…* Oh Hilfe!
Mit dieser Meinung … nein, ich sag es nicht…

Abtreibungsfreunde sind ja bisher der Frage immer ausgewichen,
… warum ?

Weil Beweggründe für ein Handel nun mal nicht nach dem schwarz-weiß-denken funktioniert, das du hier an den Tag legst. Es gibt nur grau!!! Für das Fällen einer solchen Entscheidung sind so unglaublich viele umstände relevant, daß hier ein solcher fall nun einmal nicht so hinkonstruiert werden kann.

Gruß
Daniel Scholdei

Hi Abe,

  1. Man bedenke bei der Antwort dass es hier in Deutschland ja
    die Moeglichkeit gibt, das Kind nach der Geburt zur Adoption
    freizugeben. Insofern entfallen Begruendungen wie: Kein Geld,
    Keine Moeglichkeit das Kind aufzuziehen, etc…Die

Da hast Du recht, nur hat die Frau dann das Problem, daß Sie ihr lebenlang weiß, daß auf dieser Welt ein Kind von ihr irgendwo rumläuft und nix von ihr weiß. Für mich wäre das kein toller Gedanke. Zum Thema Geld kann ich nur das sagen: Da sind wir als Gesellschaft gefordert, alles uns Mögliche zu tun, daß Alleinerziehende entsprechned abgesichert sind.

„Belastung“(eigentlich ein Negativausdruck der fehl am Platz
ist) durch ein Kind muss also maximal 9 Monate dauern.

Du hast noch nie auf Kinder aufgepasst, oder?? Ein Kind IST eine Belastung, wer das nicht kapiert sollte lieber kinderlos bleiben. IMHO ist eine der wichtigsten Aufgaben der Eltern für Ihre Kinder da zu sein, und das solange bis sie erwachsen sind, das kann nach 14 Jahren oder auch nach 25 Jahren der Fall sein…

Wolfgang

Ich wede jetzt einfach mal frech.

Wieso bringst Du eigentlich Leute in Erklärungsnotstand mit einem Problem, das nicht Deines ist? Denn Kinder bekommen ja wohl immer noch die Frauen, die müssen damit leben.
Und wenn Du in diesem Fall nicht begreifen kannst, daß es zum Beispiel für eine Frau eine Qual sein kann, das Kind eines Vergewaltigers zu Welt zu bringen oder eines Schweihundes, der sich einfach aus dem Staub gemacht hat, dann tust Du mir einfach nur leid.

Du siehst alles, aber alles nur durch Deine eigene Brille. Aber woher nimmst Du eigentlich das Recht, Deinen Standpunkt als den einzig richtigen anzunehmen? Mit welchem recht verurteilst Du andere Menschen, nur weil sie anders glauben und Dir bei Deinem Glauben nicht folgen?
Wer keine Zweifel an sich selber zulassen kann, kann mir persönlich nur leid tun. Er ist nämlich egentlöich nur noch eine Leiche auf Urlaub. Veränderung, auch der eigenen Ansichten, ist das Grundmerkmal des Lebens. Wwwwer dazu nicht mehr in der Lage ist, hat sein leben nicht mehr vor sondern hinter sich.

Gernot Geyer

Adoption
Hi Abraham,

ich weiß nicht, ob es was bringt, aber ich werde mal versuchen, dir das eine oder andere Motiv zu erklären.

Ich denke, der Beitrag, in dem Angst als Beweggrund genannt wurde, zeigt schon einen ganz wichtigen Aspekt. Viele Frauen reagieren auf eine ungewollte Schwangerschaft (manchmal sogar auf eine gewollte) mit Angst und Panik. Aufgrund der damit verbundenen Belastungen (es sind eindeutig welche) ist das auch verständlich, finde ich.

An dieser Stelle ist übrigens niemandem gedient, wenn man diese Gefühle nicht respektiert und (mit falsch verstandenem christlichem Weltbild) der Frau vorwirft, sie hätte die „falschen Gefühle“ angesichts der Freuden der Mutterschaft.

Die Frau muß in dieser Situation, innerhalb relativ kurzer Zeit eine Entscheidung treffen. Und entscheiden muß sie am Ende alleine, egal was der Partner, die Kirche, die Verwandtschaft etc. dazu sagen.

Und manche Frauen kommen zu dem Schluß, daß sie das Kind nicht wollen. Das Kind nicht zu wollen ist auch ihr gutes Recht. Man kann eine Frau höchstens dazu zwingen ein Kind zu bekommen, aber ganz sicher nicht dazu, das Kind auch zu wollen. Auch das ist eine Tatsache, die von sog. Abtreibungsgegnern oft übersehen wird. Die Mutterschaft wird als etwas so heiliges betrachtet, daß die Gefühle von Frauen, die sie nicht postiv wahrnehmen und sich nicht auf das Kind freuen, oft einfach ignoriert werden (z.B. indem man nur die armen Hascherl sieht, die aus sozialen Gründen keinen anderen Ausweg wissen). Dies hat auch zur Folge, daß die vorhandenen Hilfsangebote (die sehr wohl wichtig sind!) nur einem Ausschnitt der Schwangeren nützen. Nämlich denen, die das Kind eigentlich wollen, sich aber tatsächlich in einer sozialen Notlage befinden.

Abtreibungsbefuerworter behaupten immer wieder das abtreibende
Frauen wichtige Gruende zur Abtreibung haben und sich diese
Entscheidung nicht leicht machen, ja sogar in die Verzweiflung
getrieben werden.

Nein, das behaupte ich nicht. Dieses Bild trifft zwar auf viele Frauen zu, aber nicht auf alle. Manche wollen einfach kein Kind (halte ich sehr wohl für einen wichtigen Grund). Und hier ist anzumerken, daß die vorhandenen Hilfsangebote noch lange nicht ausreichen, um soziale Gründe für einen Schwangerschaftsabbruch zu beseitigen. Dazu würde z.B. auch gehören, entsprechende Betreuungsangebote auszubauen, die es einer alleinerziehenden Mutter, erleichtern, weiter in ihrem Beruf tätig zu sein und sich den Lebensunterhalt selbst zu verdienen anstatt auf Sozialhilfe angewiesen zu sein (entwürdigend!).
Aber Rabenmütter, die neben den Kindern auch noch eigene (z.B. berufliche) Interessen haben, passen ja auch nicht in das Weltbild vieler christlicher Fundamentalisten.

Natürlich wäre die Adoption sicherlich für viele eine echte Möglichkeit. Ich könnte mir schon denken, daß ein Teil (vielleicht sogar ein größerer Teil) der Frauen, die das Kind nicht wollen, bereit wäre, die Schwangerschaft durchzustehen und das Kind anschließend zur Adoption freizugeben.

Da gibt es allerdings auch wieder schwerwiegende soziale Hindernisse, die nicht ganz separat vom christlichen Weltbild betrachtet werden können. Eine Schwangerschaft läßt sich ja irgendwann nicht mehr verbergen. Das heißt, die Verwandtschaft, der Arbeitgeber etc. erfahren was los ist. Und sie erfahren auch, daß das Kind zur Adoption freigegeben wird. Und da ist die Frau dann wieder untendurch (Rabenmutter hoch drei!). Tut sie es aus sozialen Gründen, wird man sie vielleicht ein wenig bedauern (und trotzdem über sie herziehen). Macht sie es aber, weil sie einfach kein Kind will, begeht sie damit einen unverzeihlichen Verstoß gegen die ungeschriebene Sozialordung. Sie schlachtet eine „heilige Kuh“, indem sie sich offen gegen die Mutterschaft entscheidet (und damit gegen ihren angeblich hauptsächlichen Lebenszweck).

Eine Abtreibung ist dagegen viel unauffälliger. Man vermeidet es damit offen die Gefühle einer Gesellschaft zu verletzen, die die „Vater-Mutter-Kind-Familie“ zu ihrem „heiligen Stützpfeiler“ erkoren hat.

Und das geht auch auf das christliche Weltbild zurück. Ich will hier weder das christliche Weltbild, noch die Familie grundsätzlich angreifen. Nur denke, ich, daß es im Sinne der Sache schon sinnvoll ist, auch auf problematische Aspekte hinzuweisen. Wichtig ist es meiner Meinung nach, sich ehrlich mit der emotionalen Realität von ungewollt schwangeren Frauen auseinanderzusetzen. Vielleicht könnte es schon helfen, wenn es allgemein akzeptiert würde, daß eine Frau das Recht hat, kein Kind zu wollen (und damit auch zur Adoption freizugeben).

Viele Grüsse,
Nina

Hi,

ist es nicht eine grundsätzliche Frage, ob das Abtreibungsthema so richtig angegangen wird?
Wer (Abtreibungsbefürworter und Abtreibungsgegner) spielt sich denn hier zum Herrn über Leben und Tod auf?
Welche Gesellschaft und welcher Staat darf sich anmaßen, über Leben und Tod zu entscheiden?
Der Mensch an sich entscheidet zwar nicht darüber, ob er geboren wird oder nicht. Aber er sollte zumindest darüber entscheiden dürfen, wie er lebt und stirbt.
Eine Frau, die schwanger ist, entscheidet über ihr eigenes Leben und „ihren eigenen Bauch“. Das muß die Kernaussage sein, nicht die abgehobenen und unwirklich erscheinenden Meinungen über Ethik, Moral und Kirche, die vorwiegend von alten Männern gestreut werden, die selbst nie die Freiheit und die Not hatten, über ihre eigene Schwangerschaft zu entscheiden.
Das Thema Schwangerschaftsabbruch ist zu vergleichen mit den aktuellen Diskussionen über die aktive Sterbehilfe. In beiden Fällen entscheidet ein Mensch über sich selbst und über sein Leben.
Es ist dabei sekundär, dass in dem einen Fall ein Fötus ausgelöscht wird. Wo soll denn bitte die Grenze gezogen werden, wann ein Leben beginnt?
Das kann man unter allen Wissenschaften mit verschiedenen Theorien und Schwerpunkten überlegen. Leben beginnt dann, wenn es eigenständig existieren kann und nicht schon bei der Befruchtung.
Und selbst wenn es so gesehen werden müßte, ist das Recht der Frau auf Selbstbestimmung höher einzuschätzen, als alle Behauptungen von Mord am Leben.
Diese Meinung setzt sich zwar in einen Gegensatz zum herrschenden Recht. Es ist halt eine Meinung. Ich achte die Gesetze und nehme solche auch hin, wenn ich sie für falsch halte. Denn so sind die Spielregeln in unserer Gesellschaft.
Nur ist es durchaus mit meinem Verständnis von Ethik und Moral vereinbar, wenn eine Frau das Recht für sich in Anspruch nimmt, über ihren Körper selbst entscheiden zu wollen.

Gruß,
Francesco

(off topic)…wie sagte ein alter arabischer
Freund?

The most powerful word in the universe? F E A R !!!

High M®s. Rigg *smile*

The most powerful word

von dem Bettina schrieb

in the universe

war aber

A N X I E T Y !!!

na? nach der Erdumrundung wieder sicher gelandet?

oder gestrandet?

Gruß Metapher

Adoption löst das Problem nicht,

denn wir haben in Deutschland momentan ca. 15.000 vorgemerkte Adoptionsbewerber (die Statistik kannst Du Dir runterladen unter http://www.eia-online.de/eia/Aktuelles/aktuelles.html) und jährlich ca. 100.000 Abtreibungen.

Sprich: Wenn von nun an jährlich 100.000 Frauen ihre Neugeborenen in der Babyklappe oder vor der Kirche abliefern würden, dann würde man ihnen vermutlich in spätestens 2-3 Jahren von höherer Ebene aus die Abtreibung mit allen Mitteln schmackhaft zu machen versuchen.

Denn die Gesellschaft wäre längst nicht bereit, das nötige Maß an Selbstaufgabe in die Erziehung der ungewollten Kinder zu stecken, die normalerweise von Müttern verlangt wird.

Zu den Motiven fragst zu am Besten die Frauen selbst, die eine Abtreibung hinter sich haben. Frage sie, wie ihr Leben aussieht, wie es mit einem ungewollten Kind aussehen würde und frage Dich, ob Du selbst bereit wärst, den Unterschied zu leben.

Mit vielen Grüßen, Stefanie

Hi Abraham,

Hi,

ich finde Deine Frage spannend, wenn sie aus einem echten
Interesse in Dir gewachsen ist. (Wenn nicht, ist das hier
„Perlen für die Säue“). Ich schreib jetzt einfach mal meine
Erfahrungen und meine Hypothesen mit der Prämisse, daß ich
sog. „Ausreißer“ aus der Normalverteilung nicht
berücksichtige. (Für alle die, die Meinen: es gibt ja auch
noch andere Einstellungen: Ja, klar!).

Das ist die erste Antwort auf meine Frage die ich nicht so emotionsgeladen empfinde…

Es gibt genau einen Grund für die Abtreibung: ANGST. Und die
ist hier die Folge eines mangelnden Selbstvertrauens in die
eigenen Stärken der Schwangeren oder des Erzeugers. Oder von
Beiden.

Ich fange von vorne an. Es gibt 3 Möglichkeiten bei einer
Abtreibung:

A. Die Schwangere will abtreiben
B. Der Erzeuger will, daß abgetrieben wird
C. Beide wollen eine Abtreibung.

Ich denke es gibt auch noch mehr Gruende, z.B. Familiendruck(vor allem bei minderjaehrigen), etc…

zu A:

die Schwangere möchte abtreiben, ihr Freund/Mann aber will das
Kind „bekommen“. Nun erpresst er sie emotional („ich verlasse
Dich wenn Du abtreibst“, „Liebesentzug“, „ich/wir schaffen das
nicht“ etc. pp). Jetzt muß sie abwägen, welche Angst die
größere ist:

  1. Die Angst vor dem Verlassenwerden oder Schwierigkeiten mit
    dem Partner

Ok, akzeptiert, aber hier sehe ich nicht, dass dies einen Mord rechtfertigen wuerde.

  1. Die Angst, die Verantwortung für ein Kind zu übernehmen,
    obwohl sie sich nicht bereit fühlt (z.B.)

Aber wie gesagt, das Kind muss sie ja nach der Geburt nicht behalten!

  1. Die Angst vor dem moralischen Zusammenbruch, den
    Schuldgefühlen nach einer Abtreibung (wann auch immer: DIE
    kommen…)

Ist doch ein Grund, nicht abzutreiben.


zu B)
der Erzeuger will, das abgetrieben wird. Die Schwangere möchte
das Kind behalten. Ist ihr Selbstbewußtsein niedrig, hat sie
Angst, mit dem Kind später alleine dazustehen, falls der
Erzeuger sie nach der Entbindung (z.B.) verläßt. (Hat sie ein
hohes Niveau beim Selbstbewußtsein, braucht sie keinen Mann,
um mit Kind glücklich zu werden).Nun Ihre möglichen
Entscheidungen:

  1. Die Angst, nach der Entbindung gegen den Willen des
    Partners alleine dazustehen

Wie gesagt, Kind zur Adoption freigeben. Oder von den Eltern erziehen lassen. Ich denke es finden sich immer Wege, und es verhungert hier in Deutschland keiner wegen nem Kind…

  1. Die Angst vor der moralischen Instanz in Ihr, die trotz
    Verdrängung immer zurückschlägt… wenn sie „nur“ um der
    Beziehungwillen abtreiben würde

zu 3)
ich glaube nicht, daß es diesen Punkt in „Reinform“ gibt: EIN
Partner will sicher immer das Kind. Ansonsten schweißt die
exakt gleiche Einstellung zur Lebensplanung die beiden noch
mehr zusammen. Aber: der moralische Flash bei der Frau, die
Schuldgefühle werden sich trotzdem irgendwann einstellen.

Also haben wir es beim Abtreiben für eine Entscheidung mit dem
geringeren Angstfaktor zu tun. Glaube mir: Eine Abtreibung ist
so ziemlich das unangenehmste Erlebnis für eine Frau, außer
Vergewaltigung (

(off topic)…bin wieder da! *smileback*
…seufz: Euer Merkwürden (im Sinne von denk-, nicht im Sinne von seltsam…oder wie ich lernte, die Bombe zu lieben) haben ja recht - dieses UN-AUS-SPRECHLICHE Wort trifft den Nagel

auf

den

Kopf…

Diana

  • dieses UN-AUS-SPRECHLICHE Wort trifft den Nagel

meinst Du denn, daß ichs dann auch hätte irgendwie anders schreiben müssen?

Metapher
(grübelnd)

Ich denke es waere jetzt aber falsch, als Frau den Schluss zu
ziehen: solange die Gesellschaft mir nicht hilft werde ich
weiter abtreiben.

woher weisst du, wie man als frau einen schluss zieht?

Jeder muss sich vor Gott mit seinen Taten
verantworten…

dem kann ich nur zustimmen. aber du meinst, hier richtlinien
aufstellen zu koennen?