Eine Frage der Moral

Buenas tardes amigos,

ein Mensch, der seit ~15 Jahren eine (meist) glückliche Beziehung führt, verliebt sich (weil das Feuer der brennenden Leidenschaft ihn reizt) und das Objekt seiner Begierde verliebt sich ebenso in ihn. Anfangs ist es nicht mehr als Spielerei und der Spaß am Flirt, mit der Zeit werden jedoch die Gefühle immer intensiver - beidseitig.

Sollte dieser Mensch von vorneherein seine Gefühle zu der anderen Person seinem Partner offen legen oder sollte er abwarten, ob sich aus der „Affaire“ etwas Ernsthaftes entwickelt?

Sollten sich beide aus Rücksicht auf den betrogenen Partner bemühen, ihre Gefühle auf Eis zu legen und das Techtelmechtel beenden?

Findet ihr es moralisch absolut verwerflich, sich auf jemanden einzulassen, wenn man in einer festen Beziehung steckt, bzw. sich auf jemanden einzulassen, wenn man weiß, dass diese Person eine feste Beziehung hat?
Und wenn ja, wie würdet ihr in diesem Fall mit euren Gefühlen verfahren?

Interessiert,
jeanne

Moin moin, ist dir das passiert?
genieß es, es handelt sich um erwachsene Menschen.
Sie sind für sich selbst verantwortlich mit allen Konsequenzen.

Gute Nacht
seute

moin,

die frage, ob „das“ moralisch verwerflich ist oder nicht, muß jeder gemäß seiner eigenen moralischen vorstellungen und maßstäben beantworten. jede vorstellung, jeder maßstab ist da anders.

was hilft es dir, wennn 95% aller antwortenden dies moralisch „verwerflich“ fänden? und was hilft es dir, wenn´s 95% nicht täten?

die frage ist letztendlich doch, wie sehr dir etwas gut tut (oder nicht), wie eng du das verständnis von „ehrlichkeit und offenheit“ in einer beziehung auslegst und wie sehr du bereit bist, einen anderen menschen zu verletzen (oder nicht)…

saludos, borito

Buenas tardes amigos,

Leider spreche ich nur deutsch…

„Feuer der Leidenschaft usw.“
Hast du womöglich zuviel schlechte Filme gesehen, dämliche Schlager gehört?
Das sind doch nur faule Ausreden für Wollust, Geilheit und Unzucht!

Sollte dieser Mensch von vorneherein seine Gefühle zu der
anderen Person seinem Partner offen legen oder sollte er
abwarten, ob sich aus der „Affaire“ etwas Ernsthaftes
entwickelt?

Da sich von vornherein nichts entwickeln darf, ist die Frage müßig.
Wer verheiratet ist, darf an eine Affäre nicht einmal denken!

Sollten sich beide aus Rücksicht auf den betrogenen Partner
bemühen, ihre Gefühle auf Eis zu legen und das Techtelmechtel
beenden?

Das ist der einzig vertretbare Weg!

Findet ihr es moralisch absolut verwerflich, sich auf
jemanden einzulassen, wenn man in einer festen Beziehung
steckt, bzw. sich auf jemanden einzulassen, wenn man weiß,
dass diese Person eine feste Beziehung hat?

Absolut!
Ehebruch ist eine schwere Sünde und zwar für beide Beteiligten!

Und wenn ja, wie würdet ihr in diesem Fall mit euren Gefühlen
verfahren?

Hart arbeiten und dreimal täglich kalt duschen!

Reichlich seltsame Fragen für eine Erzieherin!

Gruß, Nemo.

Nun mal langsam, Herr Pastor
Hallo auch

„Feuer der Leidenschaft usw.“
Hast du womöglich zuviel schlechte Filme gesehen, dämliche
Schlager gehört?
Das sind doch nur faule Ausreden für Wollust, Geilheit und
Unzucht!

Also erst mal ist Geilheit was absolut positives: Ich bin sowas von geil auf die Frau, die ich liebe und umgekehrt ist genauso *lechtz*
Aaaaber: Unzucht ist ein Begriff, der hier schon sowas von gar nicht passt: sofort schießen mir da Begriffe wie „Unzucht mit Abhängigen oder Unzucht mit Minderjährigen“ in den Kopf. Aber hier handelst es sich um eine Beziehung zwischen 2 Erwachsenen die diese aus eigenen Stücken praktizieren.
Über Wollust möchte ich nicht sprechen, da mir dieser Begriff zu angestaubt ist.

Sollte dieser Mensch von vorneherein seine Gefühle zu der
anderen Person seinem Partner offen legen oder sollte er
abwarten, ob sich aus der „Affaire“ etwas Ernsthaftes
entwickelt?

Da sich von vornherein nichts entwickeln darf, ist die Frage
müßig.

Wer sagt das? Der Papst? Gott? Du? Hier geht es nicht um ein Verbrechen, dass mit einem Gesetz eindeutig gerichtet werden kann, sonder eben um eine moralische Frage und hier ist eine Diskussion über unterschiedliche Verhaltensweisen durchaus erlaubt. Nicht alle Menschen fühlen sich dazu verpflichtet, in einem fundamentalistisch christlichen Weltbild zu verharren. Dies ist nur einen Seite des Buches, das imho von einen völlig offenen Beziehung bis zur Burka und Bart tragenden moslemischen Fundamentalisten reicht – und es hat sehr viele Seiten!

Wer verheiratet ist, darf an eine Affäre nicht einmal denken!

Ok deine Meinung, ich würde sagen, dass die Gedanken frei sind, die Taten aber nicht… Vor kurzem hatte ich hier einen Diskurs über Porno schauen in der Ehe, aber das führt jetzt zu weit weg.

Ehebruch ist eine schwere Sünde und zwar für beide
Beteiligten!

Sofern es sich um bekennende Christen handelt, aber das wissen wir nicht. Es geht hier auch nicht um die Frage, wer den ersten Stein werfen darf, sondern wie das moralische Empfinden der Mehrheit hier (darf ich sagen der Gesellschaft heutzutage?) zu dem Thema steht.

Und wenn ja, wie würdet ihr in diesem Fall mit euren Gefühlen
verfahren?

Hart arbeiten und dreimal täglich kalt duschen!

Nö, das führt zu Verspannungen im Lendenbereich in deren Folge dann häufig deutlich schlimmere Symptome auftreten. Diese reichen von perverser Onanie über Puffbesuche bis zu Kriegerklärungen gegenüber souveränen Staaten….
Mal im Ernst: Das eigenen moralische Gefüge ist Teil des eigenen Ichs. Dieses Gefüge ist nicht als starr, sondern als dynamisch anzusehen. In diesem Fall wird es sich bei der Dame (und dem Herrn?) hin zu liberaleren Denken verschoben haben. Aber die Tatsache, dass sie sich Gedanken über ihre Handlungsweise macht, zeigt doch, dass sie
a) Weiß, dass sie gerade etwas tut, was ihr Innerstes nicht gut findet
b) Eine Lösung für diese Situation sucht
Was also tun? Ich würde mir folgende Fragen stellen und beantworten:
a) Bin ich in meiner Beziehung glücklich
b) Ist es nur Verliebtheit oder kann aus dieser Affäre was Neues für uns wachsen (Wenn möglich Blick ohne rosa Brille)?
c) Wo sehe ich mich in 2, 5 und 10 Jahren?

Zum Schluss meine Meinung: Ich würde nie eine Affäre beginnen solange ich in einer Beziehung bin. Da man aber niemals nie sagen soll, würde ich, wenn ich der Situation wie die Dame wäre, entweder die Affäre unverzüglich beenden oder meinem Partner umgehend alles offen legen.

Reichlich seltsame Fragen für eine Erzieherin!

Es gibt keine seltsamen Fragen, nur seltsame Antworten… Und wenn eine Erzieherin nach Rat fragt, zeigt mir das nur, dass sie bereit ist, andere Meinungen gelten zu lassen und sich weite zu bilden - das macht sie sympathisch
Bye
Leo

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Reichlich seltsame Fragen für eine Erzieherin!

Hi,

hier als Ergänzung noch ein wertvoller Tip:

„Wenn man tiefer in sich hineingeht, in das, was man ist, wenn man annimmt, was da vorhanden ist, dann ereignet sich der Wandel von selbst“
Fritz Perls

Gruß

PW

1 „Gefällt mir“

Findet ihr es moralisch absolut verwerflich, sich auf
jemanden einzulassen, wenn man in einer festen Beziehung
steckt, bzw. sich auf jemanden einzulassen, wenn man weiß,
dass diese Person eine feste Beziehung hat?

Nein, ich halte weder viel von Monogamie noch von „Moral“ in Sachen Sex.

Verwerflich sind aber Unehrlichkeit und Hintergehen gegenüber einem Menschen, dem man eigentlich nahesteht.

Ist eine Partnerschaft früher unter der Bedingung eingeschränkter Sexualität entstanden, und der andere möchte das nicht ändern, gibt es natürlich einen Konflikt. Manchmal gibt es keinen Ausweg aus der Unehrlichkeit, da viele Partnerschaften eben aus anderen Gründen außer Sex weiterbestehen (Liebe, Freundschaft, Kinder, Geld, Firma, Haus, Gewohnheit, Bequemlichkeit). Die Entscheidung, ob beenden oder nicht, muss jeder selbst treffen.

Grüße Bellawa.

Hi,

warum ist „eine Affaire zu haben“ immer gleichbedeutend mit „einen Anderen zu verletzen“?

Es geht auch anders.

Und es gibt mehr als schwarz oder weiß.

Das Problem scheint mir eher das Menschen an alten, gewohnten Denkmustern festhalten bis zum erbrechen resp. das Neue sich nicht etablieren können da keine Vorgabe gegeben ist.

Naja, vielleicht in ein paar Jahrhunderten.

No risk, no fun!

Liebe Grüße
Susanne

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Hi,

die Meinungen hierzu dürften verschieden sein, Moral wird ja auch unterschiedlich definiert.

Ich bin mit dem Spruch: Was Du nicht willst das man Dir tu, das füg auch keinem anderen zu, immer gut gefahren.

Sollte dieser Mensch von vorneherein seine Gefühle zu der
anderen Person seinem Partner offen legen oder sollte er
abwarten, ob sich aus der „Affaire“ etwas Ernsthaftes
entwickelt?

Es gibt ja nie eine Garantie, daß eine Partnerschaft das ganze Leben hält. Wenn man sich in eine andere Person verliebt, sollte man das dem Partner auch offen und ehrlich sagen. Auch wenn es für den Partner verletzend ist, noch mehr dürfte ihn aber verletzen, wenn man hinter seinem Rücken eine Affaire hat.

Sollten sich beide aus Rücksicht auf den betrogenen Partner
bemühen, ihre Gefühle auf Eis zu legen und das Techtelmechtel
beenden?

Wenn man sich wirklich liebt nicht. Aber man sollte mit offenen Karten spielen.

Findet ihr es moralisch absolut verwerflich, sich auf
jemanden einzulassen, wenn man in einer festen Beziehung
steckt, bzw. sich auf jemanden einzulassen, wenn man weiß,
dass diese Person eine feste Beziehung hat?

Für mich käme das nicht in Frage. Meine Mutter wurde von ihrem ersten Mann oft betrogen und ich habe gesehen, wie sie darunter gelitten hat. Deshalb ist ein Mann in einer Beziehung für mich tabu.

Und wenn ja, wie würdet ihr in diesem Fall mit euren Gefühlen
verfahren?

Wenn die Gefühle für den betrogenen Partner nicht mehr da sind, dann sollte man das auch sagen und einen klaren Schlußstrich ziehen. Aus Mitleid zusammenzubleiben bringt auf Dauer Beiden nichts. Wenn man sowohl Partnerin als auch Geliebte liebt, sollte man mit seinen Partnerinnen über die Möglichkeit einer offenen Beziehung sprechen. Wenn sie das nicht wünschen, muß man sich eben entscheiden.

Für mich wäre Ehrlichkeit der beste Weg.

Gruß
Tina

Frage der Definition
Hallo,

Findet ihr es moralisch absolut verwerflich, sich auf
jemanden einzulassen, wenn man in einer festen Beziehung
steckt, bzw. sich auf jemanden einzulassen, wenn man weiß,
dass diese Person eine feste Beziehung hat?

mit „feste Beziehung“ kannst Du kaum eine „emotional feste Beziehung“ meinen, denn jemand in einer derartig „GEfestigten“ Beziehung käme m. E. kaum/schwerlich in eine wie von Dir geschilderte Bredouille.

Es liegt also an den Beteiligten (und ihrer Definition der jeweils eigenen sog. „festen Beziehung“) wie sie ihr Verhalten werten.

mit „feste Beziehung“ kannst Du kaum eine „emotional feste
Beziehung“ meinen, denn jemand in einer derartig „GEfestigten“
Beziehung käme m. E. kaum/schwerlich in eine wie von Dir
geschilderte Bredouille.

Hallo auch, „fest“ und „exklusiv“ werden meist synonym verwendet. Genau das ist ja hier auch gemeint. So habe ich das verstanden.

Ich seh es aber so wie du.

Grüße Bellawa.

Nur mal ein Aspekt
»Will man eine (längerfristige) Beziehung mit einem (kurzfristigen) Fick tauschen?«

Das könnte die Frage sein.

Gruß

Stefan

hi susanne,

warum ist „eine Affaire zu haben“ immer gleichbedeutend mit
„einen Anderen zu verletzen“?

kein wort meinerseits davon in meinem posting. oder war das eher eine an die allgemeinheit gerichtete frage?

Es geht auch anders.
Und es gibt mehr als schwarz oder weiß.

daher auch mein „(oder nicht)“

saludos, borito

1 „Gefällt mir“

warum ist „eine Affaire zu haben“ immer gleichbedeutend mit
„einen Anderen zu verletzen“?

Wenn noch eine dritte Person im Spiel ist, dann klingt es wohl naheliegend, dass jemand verletzt wird. Der Mensch denkt meist zuerst an sich selbst, gerade bei diesem Thema. Andere Denkmuster hin oder her, Eifersucht und Verlustangst sind meines Erachtens ein Gefühl, das im Zusammenhang mit der Fortpflanzung seine Berechtigung hat/hatte. Das kann man nicht einfach abstellen. Insofern trägt man nun mal dazu bei, das jemand verletzt wird.

Hallo jeanne,

Moral ist immer auslegbar.

Meine „Moral“ ist über den Haufen geworfen worden, als ich meinen Mann kennen gelernt habe: Wir steckten beide noch in einer Beziehung. Aber ohne abzuwarten, was daraus werden könnte, haben wir beide parallel unsere jeweiligen Beziehungen beendet.

Dass ich mich in einen anderen Mann verliebt hatte, war Grund genug, die Beziehung zu beenden, da es mir gezeigt hat, was mir zuvor gefehlt hat.

Sich in einen anderen zu verlieben, ist moralisch nicht „verwerflich“, aber man sollte eben daraus auch die Konsequenzen ziehen.

Beides kann man nicht haben: Entweder ich entscheide mich direkt durch diese Verliebtheit gegen meinen bisherigen Partner oder ich bekomme meine Gefühle in den Griff.

Wenn Du nicht geschrieben hättest, dass sich beidseitig die Gefühle intensiviert haben, hätte ich gesagt: „Halt den Mund - davon muss der Partner nichts erfahren (Flirten ist erlaubt)!“, aber in diesem Falle scheint es ja schon um einiges weiter zu gehen.

Sollte dieser Mensch von vorneherein seine Gefühle zu der
anderen Person seinem Partner offen legen

Was sollte diese Offenheit bringen, wenn der „Beichtende“ nicht weiß, was er will?

oder sollte er
abwarten, ob sich aus der „Affaire“ etwas Ernsthaftes
entwickelt?

Das fände ich ja so richtig mies! Abgesehen davon, dass die wenigsten Menschen so überzeugende Lügner sind.

Sollten sich beide aus Rücksicht auf den betrogenen Partner
bemühen, ihre Gefühle auf Eis zu legen und das Techtelmechtel
beenden?

Es geht nicht um Rücksicht, sondern darum, was der Betrügende will und welche Konsequenzen er daraus zieht.

Findet ihr es moralisch absolut verwerflich, sich auf
jemanden einzulassen, wenn man in einer festen Beziehung
steckt, bzw. sich auf jemanden einzulassen, wenn man weiß,
dass diese Person eine feste Beziehung hat?

Nein (siehe oben), verwerflich wird es dann, wenn man keine Konsequenzen zieht.

Viele Grüße

Kathleen

Keine Frage der Moral
Hi,

ich denke das ist eher eine Frage die sich die Person selber stellen muss, welche sich in die Beziehung „drängt“. Sie muss damit Leben können, das sie dazu beigetragen hat, das es auseinander geht. Oft ist das kein Problem, man kennt die Person ja nicht, der man das antut. Ich hatte damit wenig Probleme, wenn mir erzählt wurde wie sehr der Haussegen doch gerade schief hängt und welche schlechte Seiten der „Noch“-Partner alle hat. Da kann man auch mal helfend eingreifen :smile: Ansonsten ist es mir schwerer gefallen, aber auch damit kommt man zurecht, weil das neue Glück dann vorerst alles überschattet.

VG

B.

„Wenn man tiefer in sich hineingeht, in das, was man ist,
wenn man annimmt, was da vorhanden ist, dann ereignet sich der
Wandel von selbst“

Versteh ich nicht!

Meiner Meinung nach ist das sehr schlechtes Deutsch.

Gruß, Nemo.

2 „Gefällt mir“

Hallo Jeanne,

ein Mensch, der seit ~15 Jahren eine (meist) glückliche
Beziehung führt, verliebt sich (weil das Feuer der brennenden
Leidenschaft ihn reizt) und das Objekt seiner Begierde
verliebt sich ebenso in ihn. Anfangs ist es nicht mehr als
Spielerei und der Spaß am Flirt, mit der Zeit werden jedoch
die Gefühle immer intensiver - beidseitig.

Auf deutsch verstehe ich das so: Dir ist ein leckerer Typ begegnet, Deine Beziehung ist sexuelles Einerlei geworden, so hat man geflirtet, ist im Bett gelandet und nun kommt Dir das lecker Kerlchen vor wie der Prinz auf dem weißen Pferd.

Sollte dieser Mensch von vorneherein seine Gefühle zu der
anderen Person seinem Partner offen legen oder sollte er
abwarten, ob sich aus der „Affaire“ etwas Ernsthaftes
entwickelt?

Das kommt darauf an, was Du daraus machen willst. Wenn Du eine ernsthafte Beziehung zum Prinzen suchst und anstrebst, dann sollte Dir Dein Ehemann noch soviel wert sein ihn nicht so lange zu hintergehen bis der Prinz in trockenen Tüchern ist. Wird Dir jedoch klar, dass Du einfach nur verblendet warst, weil Prinzlein Dir gab was in 15 Jahren Beziehung einschlief, dann schweig, wie ich finde ist es eine Affaire nicht wert einen anderen Menschen zu verletzen und schon gar keinen, der 15 Jahre seines Lebens mit einem geteilt hat.

Sollten sich beide aus Rücksicht auf den betrogenen Partner
bemühen, ihre Gefühle auf Eis zu legen und das Techtelmechtel
beenden?

Wenn es um die Partner und den Schutz deren Gefühle geht, dann hätte man schon den ersten Schritt nicht gehen dürfen. Andererseits: den Rest seines Lebens mit dem Gefühl „ach hätte ich doch nur“ herumzuhampeln ist sicher auch nicht erstrebenswert. Der moralische Hammer schlägt immer wieder gern auf die Untreuen ein, doch wie es dazu kam wird nicht gesehen. Ich vergleiche eine Beziehung gern mit der Haut, ist sie unverletzt, dann können keine Keime eindringen, dass sie unverletzt bleibt liegt in der Verantwortung beider Partner…doch man muss es nicht zu einer Sepsis kommen lassen, vielleicht reicht ja auch Desinfektionsmittel und ein Pflaster.

Findet ihr es moralisch absolut verwerflich, sich auf
jemanden einzulassen, wenn man in einer festen Beziehung
steckt, bzw. sich auf jemanden einzulassen, wenn man weiß,
dass diese Person eine feste Beziehung hat?

Meine Moralvorstellung sollte nicht auch noch Dein Problem sein, denn Du hast genügend eigene und es bringt Dich nicht weiter, wenn ich seitenlang darüber schreibe und Du Dir deshalb ein schlechtes Gewissen machst.

Und wenn ja, wie würdet ihr in diesem Fall mit euren Gefühlen
verfahren?

Vergleich Dich nicht mit anderen, es geht nicht um User X sondern um Dich und was Du fühlst, denkst, Dir wünscht ist wichtig, nicht wie sonstwer das bewertet.

Aus dieser Situation kannst Du nur allein herausfinden, denn Du und natürlich auch Dein Prinz müssen wissen was sie wollen. Wenn Ihr sicher seid, miteinander glücklicher zu werden als mit Euren Partner, dann los! Regelt es, sprecht fair und aufrichtig mit Euren Partnern und habt ein glückliches Leben, denn die Euch angetrauten Partner sind vielleicht doch nicht die Richtigen?

Nur Du selbst kannst wissen was Du fühlst, nur zusammen zu bleiben, weil es ja seit 15 Jahren irgendwie manchmal auch glücklich funktioniert, davon würde ich Dir abraten, ebenso wie von einer Hals-über-Kopf Flucht in die Arme des Prinzen, wer weiß vielleicht erweist er sich nach nicht einmal 15 Jahren ebenso als Frosch…und dann???

Werde Dir darüber klar, was der Prinz Dir gibt was Dir bei Deinem Angetrauten fehlt und dann entscheide Du für Dich, ob Du mit Deinem Ehemann darüber sprechen willst/kannst, ob Ihr gemeinsam wieder eine Beziehung auf die Beine stellen könnt, eine Beziehung die Dich glücklich macht und in der fremde Prinzen nur stören.

Ich wünsche es Dir!

LG

Cha’kwaina

Hallo.

Also erst mal ist Geilheit was absolut positives: Ich bin
sowas von geil auf die Frau, die ich liebe und umgekehrt ist
genauso *lechtz*

Der Mensch als solcher sollte seine Triebe beherrschen und in gemäßigte, nützliche Bahnen leiten können.

Aaaaber: Unzucht ist ein Begriff, der hier schon sowas von
gar nicht passt: sofort schießen mir da Begriffe wie „Unzucht
mit Abhängigen oder Unzucht mit Minderjährigen“ in den Kopf.
Aber hier handelst es sich um eine Beziehung zwischen 2
Erwachsenen die diese aus eigenen Stücken praktizieren.

Das ist deine Definition. Laut Wikipedia ist Unzucht: ZitatDer Begriff Unzucht bezeichnet abwertend ein menschliches Sexualverhalten, das gegen das in einem speziellen kulturellen oder religiösen Kontext empfundene, angenommene oder vorgegebene allgemeine Sittlichkeits- und Schamgefühl verstößt.> Zitatende.

Sollte dieser Mensch von vorneherein seine Gefühle zu der
anderen Person seinem Partner offen legen oder sollte er
abwarten, ob sich aus der „Affaire“ etwas Ernsthaftes
entwickelt?

Da sich von vornherein nichts entwickeln darf, ist die Frage
müßig.

Wer sagt das? Der Papst? Gott? Du?

So weit ich weiß, sagen das alle drei, die du hier anführst. Dazu kommen vermutlich noch etliche Millionen anderer Menschen, wobei die Religionsangehörigkeit eigentlich keine besondere Rolle spielt.

Hier geht es nicht um ein
Verbrechen, dass mit einem Gesetz eindeutig gerichtet werden
kann, sonder eben um eine moralische Frage und hier ist eine
Diskussion über unterschiedliche Verhaltensweisen durchaus
erlaubt.

Das machen wir ja gerade.

Nicht alle Menschen fühlen sich dazu verpflichtet, in
einem fundamentalistisch christlichen Weltbild zu verharren.

Schon klar, deswegen gibt es leider eben auch Verbrecher.

Dies ist nur einen Seite des Buches, das imho von einen völlig
offenen Beziehung bis zur Burka und Bart tragenden
moslemischen Fundamentalisten reicht – und es hat sehr viele
Seiten!

Deine Argumente sind unangebracht, es geht um Ehebruch, nicht um Fundamentalismus.

Ehebruch war, aus gutem Grund schon bei den alten Germanen verboten und ist es heute noch bei fast allen Naturvölkern.
Ehebruch zerstört die Grundfesten einer jeden Gesellschaft.

Wer verheiratet ist, darf an eine Affäre nicht einmal denken!

Ok deine Meinung, ich würde sagen, dass die Gedanken frei
sind, die Taten aber nicht… Vor kurzem hatte ich hier einen
Diskurs über Porno schauen in der Ehe, aber das führt jetzt zu
weit weg.

Ich erinnere mich.

Ehebruch ist eine schwere Sünde und zwar für beide
Beteiligten!

Sofern es sich um bekennende Christen handelt, aber das
wissen wir nicht. Es geht hier auch nicht um die Frage, wer
den ersten Stein werfen darf, sondern wie das moralische
Empfinden der Mehrheit hier (darf ich sagen der Gesellschaft
heutzutage?) zu dem Thema steht.

Das moralische Empfinden unserer Gesellschaft ist schwer gestört.
Siehe Arbeitgeberverhalten im derzeitigen Raubkapitalismus. Unter anderem natürlich.

Und wenn ja, wie würdet ihr in diesem Fall mit euren Gefühlen
verfahren?

Hart arbeiten und dreimal täglich kalt duschen!

Nö, das führt zu Verspannungen im Lendenbereich in deren
Folge dann häufig deutlich schlimmere Symptome auftreten.
Diese reichen von perverser Onanie über Puffbesuche bis zu
Kriegerklärungen gegenüber souveränen Staaten….

Gerade dafür mache ich die mangelnde Moral unserer Gesellschaft weit mehr verantwortlich, als alles andere. Wer einfach frei darauf los vögelt, ohne die Gefühle der ihm nahestehenden Personen zu achten, findet auch eine Ausrede für Mord- und Totschlag.

Mal im Ernst: Das eigenen moralische Gefüge ist Teil des
eigenen Ichs. Dieses Gefüge ist nicht als starr, sondern als
dynamisch anzusehen. In diesem Fall wird es sich bei der Dame
(und dem Herrn?) hin zu liberaleren Denken verschoben haben.
Aber die Tatsache, dass sie sich Gedanken über ihre
Handlungsweise macht, zeigt doch, dass sie

a) Weiß, dass sie gerade etwas tut, was ihr Innerstes nicht
gut findet

b) Eine Lösung für diese Situation sucht

Was also tun? Ich würde mir folgende Fragen stellen und
beantworten:

a) Bin ich in meiner Beziehung glücklich

Unter dem egoistischen Aspekt der UP ist er natürlich nicht glücklich. Glück in einer Beziehung ist nichts dauerhaftes, es will immer wieder neu erarbeitet sein.

b) Ist es nur Verliebtheit oder kann aus dieser Affäre was
Neues für uns wachsen (Wenn möglich Blick ohne rosa Brille)?

Das Elend der Verliebtheit ist ja eben, dass sie den Blick für die Realität trübt. Deshalb ist sie, wenn ehebrecherisch/unmoralisch zu bekämpfen.

c) Wo sehe ich mich in 2, 5 und 10 Jahren?

Wichtig ist eher, was wird aus ihm und seiner Frau/Ehe.

Zum Schluss meine Meinung: Ich würde nie eine Affäre beginnen
solange ich in einer Beziehung bin. Da man aber niemals nie
sagen soll, würde ich, wenn ich der Situation wie die Dame
wäre, entweder die Affäre unverzüglich beenden oder meinem
Partner umgehend alles offen legen.

Das ist lobenswert.

Reichlich seltsame Fragen für eine Erzieherin!

Es gibt keine seltsamen Fragen, nur seltsame Antworten… Und
wenn eine Erzieherin nach Rat fragt, zeigt mir das nur, dass
sie bereit ist, andere Meinungen gelten zu lassen und sich
weite zu bilden - das macht sie sympathisch

Die Frage ist doch, ob und wie weit man von einer Erzieherin, von jemand, der die Jugend formt, ein abendländisch, christliches Weltbild verlangen kann.
Ich finde, dass man das kann.

Gruß, Nemo.

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Dazu kommen vermutlich noch etliche Millionen anderer
Menschen, wobei die Religionsangehörigkeit eigentlich keine
besondere Rolle spielt.

Tja, und genau so wird es etliche Millionen anderer Menschen geben, die genau der gegenteiligen Meinung sind.

Nicht alle Menschen fühlen sich dazu verpflichtet, in
einem fundamentalistisch christlichen Weltbild zu verharren.

Schon klar, deswegen gibt es leider eben auch Verbrecher.

D. h. es gibt nicht einen einzigen Verbecher mit christlichem Hintergrund? Sorry, aber wo lebst du?

Das moralische Empfinden unserer Gesellschaft ist schwer
gestört.

Siehe Arbeitgeberverhalten im derzeitigen Raubkapitalismus.
Unter anderem natürlich.

Der ja von der Christlich Demokratischen Union durchaus noch verstärkt wird, oder nicht? Ich erinnere auch gerne mal an diesen Christdemokraten. Also komm’ hier bitte nicht mit der Moralkeule…

So… Ich breche hier mal lieber ab, bevor ich noch andere Sachen schreibe…

Gruß
Torben

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