Einen guten arzt

Hallo, mein Vater liegt seit tagen im Bett, bekommt kaum noch luft und isst seit 13.10 nichts mehr, trotzdem nimmt er nicht ab, ich denke vielleicht das sich Wasser im Köper sammelt, weil er kaum noch zur Toilette geht. Er hat einen Tumor an der Schilddrüse und an den Nebennieren. Probleme mit der Prostata sind auch vorhanden. Ich will nicht zum Arzt bzw ins Krankenhaus. Kann mir jemand weiter helfen, wie ich mich verhalten soll?

…also, das ist ja 'ne frage …

Hallo,

so wie Sie den Zustand Ihres Vaters beschreiben sollten Sie auf jeden Fall sofort einen Arzt nach ihm schauen lassen.Für den Fall, dass aus Gründen des Alters oder der Erkankung keine Heilung mehr möglich ist, bietet die Medizin auch Möglichkeiten der Linderung. In allen anderen Fälle sollte eine Therapie möglichst schnell eingleitet werden.

Gruß

BN

Da ich nicht weiß welcher Art der Tumor ist, kann ich aus der Ferne natürlich nur begrenzt Hilfestellung geben. Aber insgesamt klingt der Zustand sehr bedrohlich bzw lebensgefährlich und ich denke, dass Du unverzüglich, noch heute, einen Arzt beiziehen, oder den Transport in ein Krankenhaus veranlassen solltest.

Danke für die schnelle Antwort, aber ich kann ihn doch nicht gegen seinen Willen in ein Krankenhaus bringen lassen, vorallem weil es schon so bösartig geworden ist. Aber er schläft ja sogar beim Toilettengang ein.

Danke für die schnelle Antwort. Das Problem ist das er keinen an sich ran lässt, sobald es um einen Arzt geht wird er richtig bösartig. Und gegen seinen Willen kann ich ihn doch bestimmt nicht untersuchen lassen. Er ist 69 und sagt nur noch wir würden ihn schon noch zeitig genug los bekommen. Ich bin momentan an einem Punkt wo ich nicht weiter weiß.

Guten Tag Susi2907,
als erstes sei die Frage gestattet, wie Sie sich beide, Sie und Ihr Vater, die Perspektive vorstellen. Wie alt ist Ihr Vater? Hat er alles, was er im Diesseits machen wollte abgeschlossen?
Nun aber weiter in der Beantwortung Ihrer Anfrage.
Jede Infektion führt dazu, dass der menschlich Körper mehr Wasser (ver-)braucht. Er lagert in das entzündete Organ ein, braucht mehr Flüssigkeit zur Kühlung und natürlich in der Genesungsphase, später also, zum Ausschwemmen der Abbauprodukte.
Wenn Sie und Ihr Vater nicht wollen, dann wird auch keine Krankenhausbehandlung erfolgen. Die Alternativen sind jedoch diagnostisch wie therapeutisch ambulant eingeschränkt. Ihr Hausarzt muss ggf. Medikamente verschreiben. Wenn Sie aber nichts mehr machen wollen? … dann eben auch nicht. Sollte Ihr Vater Durst haben und sich dahin gehend äußern, dann ist diesem Wunsch auch zu entsprechen. Physiotherapie ist ganz wichtig. Hierbei muss anfänglich viel Wert auf eine gute Atemgynastik gelegt werden ohne zu überfordern. Dann auch Mobilisation aus dem Bett und schrittweise mehr.

Wenn Ihr Vater nur noch im Bett liegt, dann können Sie das Gewicht auch nicht bestimmen!? Oder haben Sie eine Bettwaage?

Ich wünsche Ihnen eine gute für alle Beteiligten tragbare Entscheidung.

Hallo Susi,

als Hausärztin und Palliativmedizinerin beantworte ich Deine Frage:
Die Symptomatik Deines Vaters klingt nach entweder einem Nierenversagen oder einem Lungenödem. Beides kann man medikamentös behandeln. Beides muss behandelt werden da es unweigerlich zum Tod führt wenn man dies nicht behandelt. Wenn Dein Vater sterben will solltest Du ihm wenigstens Linderung erlauben!!

Ruf also einen Krankenwagen und stelle hier nicht medizinische Fragen und sage gleichzeitig, dass Du Hilfe durch qualifizierte Menschen nicht möchtest.
Wieso willst Du keinen Arzt rufen???

Katrin

Hallo, Danke für die Antwort. Sobald es um das Thema Arzt geht, wird er richtig Bösartig. Er ist 69. Ich habe keine Bettwaage, aber der große Bauch müsste ja eigentlich etwas zurück gehen, wenn man seit 10 Tagne nichts isst und kaum Trinkt. Ich weiß nicht ob man ihn gegen seinen Willen mit ins Krankenhaus nehmen würde ? Er wird immer wirrer und weiß kaum noch etwas bzw bringt er alles durcheinander. Ich weiß nicht ob er für sich schon abgeschlossen hat, aber auf jeden Fall ist es kein Zustand der so bleiben kann. Und der Hausarzt reagiert auf mein Anliegen nicht wirklich.

Hallo, danke für die Antwort. Es sollte heißen das er keinen Arzt möchte nicht ich. Ich habe mich verschrieben. Sobald ich nur Arzt erwähne, wir er sehr bösartig. Ich möchte ihm natürlich helfen, sonst hätte ich nicht angefragt. Aber ob er gegen seinen Willen in ein Krankenhaus gebracht wird?

Hallo Susi,
ich denke, dass die Situation für Dich sehr schwierig ist. Manche schwer kranke Menschen haben mit ihrem Leben abgeschlossen und es ist zu akzeptieren, dass sie keine Hilfe annehmen wollen. Ich weiß nicht ob er Schmerzen hat oder schon Schmerzmittel nimmt. Du mußt Dir aber darüber im Klaren sein, dass er diesen Zustand nicht all zu lange überleben wird. Ohne professionelle Hilfe (wie es scheint bist Du dzt mit ihm alleine) ist es sehr schwer so etwas zu managen. Ich würde ihn daher bitten zumindest einen Arzt (vielleicht seinen Hausarzt) kommen zu lassen, um nach ihm zu sehen und eventuell notwendige Hilfe zu organisieren. Ich würde ihm auch sagen ,dass Du dich einfach überfordert fühlst und die Situation für Dich sehr schwierig ist.
Alles Gute A. W

Hallo, danke für die Antwort. Ich würde gern das ein Arzt ihn sich ansieht. Das Problem ist nur das er richtig bösartig wird sobald es um das Thema geht. Ich kann den Zustand nicht mehr sehen oder ertragen. Der Hausarzt macht sich da nicht wirklich viel daraus. Das er nicht wie früher wird ist logisch, aber ihm soll es besser gehen. Er sagt nicht das er Schmerzen hat.

… Jetzt mache ich mir doch richtig Sorgen. Wenn der Bauch immer dicker wird und er bereits vverwirrt erscheint, dann ist bestimmt etwas mit der Leber und/oder dem Darm nicht in Ordnung. Das ist schon äußerst gefährlich. Ihr Vater braucht eine Behandlung im Krankenhaus. ganz offenschtlich ist der Körper Ihres Vaters zum Zeitpunkt nicht in der Lage giftige Stoffe aus dem Organismus zu entfernen. Damit kommt es zur Anhäufung und bald zum Schlimmsten!
Wenn Ihr Hausarzt nicht reagiert, dann sollten Sie den Rettungsdienst rufen. Bei einer Verwirrtheit ist der vermutlich Patientenwille immer genau zu hinterfragen. Denn die Frage die ein Richter stellt: War der Mensch überhaupt noch einwilligungsfähig oder hätte ein Betreuer anders entschieden.

Gute Besserung!

Ok, das klingt anders.

Natürlich kann man einen erwachsenen Menschen nicht zwingen zum Arzt zu gehen oder Hilfe zu holen. Und Argumente hast Du vermutlich schon viele versucht. Aber würde er Helfer aus dem Haus schmeißen wenn Du Dich durchsetzt? Du hättest Argumentationshilfe und vielleicht können die ihn überreden. Im schlimmsten Fall ist er sauer auf Dich und fährt nicht mit. Aber das ist zu ertragen, oder? Den Versuch wäre es mir wert.
Hat er keinen Hausarzt der kommen könnte? Ansonsten ist die Feuerwehr der richtige Ansprechpartner. Und mit der Aussage, dass er schlecht Luft bekommt sind die ganz schnell da.
Viel Erfolg
Katrin

Ich will nicht zum Arzt bzw ins Krankenhaus. Kann mir jemand weiter helfen, wie ich mich verhalten soll? …

Mit dieser Einstellung ist Ihnen leider nicht zu helfen, Ihr Vater tut mir sehr leid.

Vielleicht sollten Sie doch nocheinmal darüber nachdenken, wer Ihrem Vater helfen kann, wenn nicht sein Arzt?!
C.P.

Wie ist die Situation, bist Du alleine um ihn zu pflegen, oder gibt es andere Familienmitglieder die das machen? Hast Du schon mit ihm darüber gesprochen wie es Dir dabei geht und dass es für Dich wichtig wäre, dass ein Arzt kommt, auch wenn für Ihn das nicht wichtig ist?

Hallo, er will nicht zum Arzt, ich habe mich verschrieben. Ich weiß nicht wer ihm helfen soll oder kann. Von seinem Hausarzt habe ich vorhin nur die Antwort bekommen, dass er weiß das er krank ist und ins KH muss, wenn er nicht geht kann ich nichts machen… „sehr liebevoll dieser Arzt“ Ich weiß so nicht mehr weiter

Hallo, der Verdacht, dass sich Wasser im Körper - und bei zuneh-
mender Luftnot auch in der Lunge - ansammelt, ist naheliegend.
Dass kein Arzt mehr eingeschaltet werden soll, soll wohl heißen,
dass nur noch symptomatisch behandelt wird…
Das Hochlagern des Oberkörpers mit Kissen im Rücken könnte
etwas Entlastung bringen. Die Gabe von Diuretika zum
selben Zweck bleibt dem behandeldem Arzt überlassen.
Ich sehe nicht, wie man ohne Arzt weiterhelfen könnte.
Hat Ihr Vater einen Katheter mit Urinbeutel liegen?
Sollte der Urinfluss gänzlich aufhören, tritt nach meiner
Erfahrung der Tod innerhalb von 48 Stunden ein.
Viel Kraft für die nächsten Tage.

Er ist krank und gehört ins Krankenhaus. Basta! Es ist sehr wohl möglich, dass sich Wasser im Körper oder gar der Lunge ansammelt…

Wenn er nicht will, so ist das natürlich etwas anderes. Hier liegt der Verdacht nahe, dass er unter einer Depression leidet und (auch gegen seinen Willen) einer Behandlung zugeführt werden sollte. Dies liegt dann im Fachgebiet der Psychiatrie und sollte unbedingt ernst genommen werden, da sonst Suizidgefahr nicht ausgeschlossen werden kann. Männer über 60 Jahren sind diejenigen, die sich am haüfigsten das Leben nehmen!
Als erstes würde ich ihn fragen, ob er bereits daran gedacht hat sterben zu wollen. Falls er das bejaht, kann man fragen, ob er bereits daran gedacht hat auf welche Weise er sich das Leben nehmen möchte. Dies dient der Abschätzung der akuten Gefährdung. Dann sollten Sie auch klar vermitteln, dass sie ihm helfen wollen und ihn nicht aufgeben wollen und dass es für Sie eine unerträgliche Situation darstellt, wenn er sich nicht helfen lassen möchte. Sie können ihm auch klarmachen, dass Depression eine häufige Krankheit ist, die man sehr gut behandeln kann und er dann unter Umständen sich wieder so fühlen wird wie früher. Seine momentane Situation ist vielleicht ein depressive Episode und sollte durch Spezialisten therapiert werden.