Einfache Frage - Überraschende Antworten

ohne schwierigkeiten
Hi Anwar

Das würde ich so nicht unterschreiben, ohne das Original zu kennen. Da besteht die Gefahr, dass der Sinn ein wenig verzerrt wurde.

Obwohl die Passage natürlich etwas anders lautet: Marions Vermutung ist dennoch richtig, und sie entspricht dem, was religionshistorisch darüber lange bekannt ist.

Gruß

Metapher

Hallo Mowei, Hallo Beat und Hallo all ihr anderen,

das finde ich seltsam, mir Intoleranz vorzuwerfen, weil ich ein paar Fragen stelle und mich mit den Antworten nicht einfach zufrieden gebe. Und ich spreche hier ja nur am Rande von dem Machteinfluss der Religion. Diese Macht hat sie nur, weil es, meiner Meinung nach, zuviele Menschen gibt die keine Verantwortung übernehmen wollen.

Ich möchte feststellen:
Ich habe nichts gegen Religion, ich will Religion nicht abschaffen, ich will auch keine Religionsgemeinschaft abschaffen (solange sie nicht Menschen benutzt oder ausbeutet), ich denke sogar, dass wir unbedingt eine Instanz wie Religion brauchen. Ich habe Respekt vor jedem Menschen der sich in bzw. für seine Religion engagiert und es freut mich wenn ein Mensch mit Hilfe seiner Religion ein zufriedenes Leben führen kann. Ich behaupte überhaupt nicht die absolute Wahrheit zu kennen oder das Richtige zu glauben.

Doch ich halte diese Diskussion nicht für sinnlos.
Mir ging es darum, Fragen zu stellen um manchem Menschen vielleicht einen Denkanstoss zu geben. Denn nur durch mangelnde Verantwortungsbereitschaft sind Menschen so manipulierbar sich in die Hände irgendeiner Organisation, Gruppe oder Person zu geben. Nur wenn sie Glück haben, werden sie dort nicht so manipuliert, dass sie sich selbst und/oder anderen Leid zufügen.

Also wenn das so ist, dass Religionsgemeinschaften dieses mangelhafte Verantwortungsbewußtsein von Menschen benutzt und damit Leid erzeugt, dann muss die Frage schon erlaubt sein, ob eine natürliche Moral nicht sowieso in jedem Menschen vorhanden ist, die, wäre ihm nicht der Blick ins Innere durch Religion getrübt, ihm sehr wohl den richtigen, verantwortungsbewussten Weg aufzeigen würde. Die gleiche Frage in Kurz ist dann eben „Religion - wofür eigentlich“

Gruss D.K.

Ein gläubiger Christ, Moslem, Jude, Hinduist oder Buddhist
kann per Definition nicht glauben, dass eine andere Religion
ebenfalls richtig ist.

ob buddhismus überhaupt eine religion im sinne einer anbetungsform ist müßte man mal klären. ich bin kein experte, aber mir erscheint das mehr als eine art praktische philosophie. warum soll diese andere sinngebungsrahmen automatisch ausschließen?

der hinduismus ist polytheistisch, also auch nicht automatisch ausschließend (da müßte man klären, ob nach h. sicht ALLE menschen dazu verpflichtet sind, hindugötter anzuerkennen).

das judentum ist zwar monotheistisch, doch gelten seine gesetze eben nur für juden. wenn ein christ ein schwein ißt, dann ist das aus jüdischer sicht absolut in ordnung und es besteht kein „bedarf“ dies jemals zu ändern. wenn jemand aber ein schwein ist (jetzt mit weichem S), egal ob jude oder christ, dann ist das sehr schlecht, denn das verhalten zählt mehr als der glaube.

bei christentum und islam bin ich mir sicher, daß diese als missionarische religionen keinen anderen „heilsweg“ anerkennen.

gruß
datafox

Es impliziert nämlich nach meinem Verständnis, dass es
durchaus andere Götter gibt. Man soll sie nur nicht
gleichzeitig verehren, richtig ?

richtig. ich glaube das heißt „henotheismus“: es gibt zwar mehrere, aber als angehöriger des eigenen kultes darf man nur den eigenen gott verehren. die idee, daß es nur einen einzigen gott „für alle“ gibt, ist viel jünger.

gruß
datafox

Es wird eben nicht behauptet E=mc^2 sei die „Wahrheit“,
sondern nur, dass dies eine Formel ist, die zu verschiedenen
empirischen Betrachtungen, die bisher gemacht wurden, passt.

ja, der halbwegs gebildete mensch kennt den unterschied zwischen einer hypothese und einer tatsachenbehauptung. aber die meisten durchschnittlichen menschen behandeln wissenschaftliche theorien wie eine religion, wie einen glauben an eine unverrückbare wahrheit. test: bestreite ÖFFENTLICH die wahrheit 1. des urknalls 2. der evolution. die reaktionen werden sich nicht selten in richtung inquisition bewegen :wink:

Doch! Die Naturwissenschaft unterdrückt nicht die Religion
(vice versa schon!), sie unterdrückt auch nicht neue
Strömungen. Außerdem muss das projezierte
Erwartungsbild überprüfbar und verifizierbar sein. Auch dies
ist ein Unterschied zur Religion.

ja.

Religion und
Naturwissenschaft verhalten sich ungefähr so zueinander wie
Lottospielen und vernünftiges wirtschaftliches Arbeiten. :smile:

man kann aber durchaus gleichzeitig wirtschaftlich arbeiten UND ab und zu mal lotto spielen, weil man ja nie weiß, ob man nicht doch gewinnt :smile:

gruß
datafox

Plötzlicher Sinneswandel?
Hallo D.K.,

nun mal ehrlich - Du hast in praktisch jedem Deiner Beiträge, die ich gelesen habe, die Religionen im allgemeinen und besonderen gründlich abgewatscht und Gläubige als Schäfchen, die dem Leithammel hinterher laufen, dargestellt. Wie kommt es nun zu Deiner letzten Aussage?

Ich habe in meinem Posting davor geschrieben, daß es immer Menschen geht, denen man irgendwas vormachen kann und die ihrem Leitbild nachlaufen, ohne drüber nachzudenken. Gäbe es aber keine Religionen, hätten die statt ihres „Religionsführers“ irgendein anderes Ideal. Wie gesagt, das könnte im Extremfall sogar ein Star sein. Solche verantwortungslosen Mitläufer sind aber keine Produkte oder gar Opfer von Religionen - sie benutzen sie einfach als Richtschnur.

Was ich vergessen hatte anzusprechen (Ich kann jetzt hier nur für das Christentum sprechen, da mir dieses als getaufter Katholikin nun mal am besten bekannt ist. Kenner anderer Glaubensrichtungen mögen das evtl. für diese vom Gedanken her bestätigen): Jesus hat versucht, das Volk gerade in die von Dir gewünschte Richtung zu lenken. Nämlich, daß man nicht die geforderten Handlungen um der Glaubensregeln willen ausführt und meint, den Zustand der Vollkommenheit zu erreichen, sondern Verantwortung für sein Tun zu übernehmen. Entsprechende Bibelstellen gibt es zuhauf.

Wir brauchen wirklich nicht darüber zu reden, wieviel Mist im Namen der Religionen schon gebaut wurde. Allerdings kann man nicht verallgemeinernd auf die Gläubigen übertragen, daß diese damit einverstanden sind.

Gruß
mowei

Hallo D.K.,

nun mal ehrlich - Du hast in praktisch jedem Deiner Beiträge,
die ich gelesen habe, die Religionen im allgemeinen und
besonderen gründlich abgewatscht und Gläubige als Schäfchen,
die dem Leithammel hinterher laufen, dargestellt. Wie kommt es
nun zu Deiner letzten Aussage?

Hallo mowei,

es gibt nicht nur Schwarz - Weiss auf der Welt. Wenn du dich vielleicht schon soweit manipuliert fühlst, dass du jedes meiner Worte sofort in „für mich/uns“ oder „gegen mich/uns“ einteilst, dann bist du ja exakt eine der Personen die ich mit meinen Fragen wachrütteln wollte.

Also mehr davon:
Denkst du, dass man eine Meinung, Gedanken nicht achten kann wenn man sie hinterfragt?
Was ist der Unterschied zwischen einem getauften Katholiken und einem jungen Mädchen das einen Popstar anhimmelt? Macht ihr Tun sie nicht beide glücklich? Können sie sich beide sicher sein, nicht von der dahinter stehenden Organisation manipuliert zu werden?

Gruss D.K.

Hallo D K,

Ebenfalls sehr beeindruckt hat mich die Antwort, Religion wäre
eine Wertesytem, das die Menschen brauchen um sich in dieser
Welt zu orientieren, denn fast alle Menschen wären sonst
orientierungslos. Und wer hat die Menschen dazu gebracht
orientierungslos durch die Welt zu torkeln?

es ist der Gegenspieler Gottes, der den Menschen einredet, dass sie keine Richtlinien von Gott für ihr Leben brauchen.

Es ist etwa so, als würde man einen Berg besteigen wollen, ohne eine Karte über markierte Wege zu benützen. Die Gefahr, sich zu verirren oder gar abzustürzen ist eben da.

Innen drin ein Stimmchen, das sagt „he, du bist toll, dein
Körper funktioniert, dein Gehirn rattert, geh in die Welt mit
deinen eigenen, inneren Werten, übernehme Verantwortung für
dich, deine Taten und dein Umfeld“ das fast nicht mehr zu
hören ist, ob des kathedralen Getöses "du bist nichts, nur
Staub und nur Gott weiss was richtig ist und hier ist Gottes
Wertesystem, denn das war schon immer da und enthält alle
Antworten, du musst nur hinterherlaufen wie ein Zombie,
Nachdenken ist verboten, aber dafür musst du auch für nichts
Verantwortung übernehmen, Gott hält den Kopf für dich hin.

Woher hast Du das?
Natürlich bietet das Christentum uns Gottes Wertesystem an.
Aber Du sollst nicht jemandem hinterherlaufen wie ein Zombie sondern Deinen Kopf benützen und darüber nachdenken.

Gott hat uns ein Gehirn gegeben, damit wir es gebrauchen.

Gott hat uns auch Verantwortung für unser Leben gegeben.
Die nimmt uns keiner ab.
Wo steht oder wer sagt, dass Gott den Kopf für uns hinhält?

Aber Verantwortung für unser Leben übernehmen bedeutet auch, dass man sich mit der Zukunft auseinandersetzt und nicht nur für den Augenblick lebt.
Wer sich mit der Zukunft auseinandersetzt, wird wohl oder übel die Auswirkungen seines Tuns für sich und die Umwelt/Mitmenschen berücksichtigen müssen. Und da sind Gedanken über göttliche = ewige Werte sehr nützlich.

Gruss Harald

Hi datafox,

die meisten durchschnittlichen menschen behandeln
wissenschaftliche theorien wie eine religion, wie einen
glauben an eine unverrückbare wahrheit. test: bestreite
ÖFFENTLICH die wahrheit 1. des urknalls 2. der evolution. die
reaktionen werden sich nicht selten in richtung inquisition
bewegen :wink:

Eben. Und deshalb will mir nicht in den Schädel,
wieso unser Anwar Said solche simplen Dinge nicht wahrnimmt.

Doch! Die Naturwissenschaft unterdrückt nicht die Religion
(vice versa schon!), sie unterdrückt auch nicht neue
Strömungen. Außerdem muss das projezierte
Erwartungsbild überprüfbar und verifizierbar sein. Auch
dies ist ein Unterschied zur Religion.

ja.

Das bestreite ich. Entweder „glaubt“ das Individuum
prinzipiell an das Wirken einer übersinnlichen Macht
oder nicht. Die „Wissenschaft“ macht eben nicht nur
keine Aussage über „religiöse Welterklärungen“, nein,
sie (streng genommen) „verbietet“ diese ganz, wenn
das Individuum innerhalb des wissenschaftlichen Denk-
weise nach einer entsprechenden Welterklärung sucht.
Letztlich ist die erste und reine „religiöse Strömung“,
die mit der wissenschaftlichen Denkweise vereinbar ist,
der Positivismus :wink:

Religion und
Naturwissenschaft verhalten sich ungefähr so zueinander wie
Lottospielen und vernünftiges wirtschaftliches Arbeiten. :smile:

man kann aber durchaus gleichzeitig wirtschaftlich arbeiten
UND ab und zu mal lotto spielen, weil man ja nie weiß, ob man
nicht doch gewinnt :smile:

Das ist aber dann ein Atavismus. Das ist dann der „Mönch“,
der im Klostergarten Erbsen und Bohnen züchtet.

Nochmal. „Die Wissenschaft an sich“ gibt es nicht. Es
kann nur Individuen geben, die sich wissenschaftlicher
Methoden bei der Erkenntnisgewinnung bedienen.

Sobald diese Methoden oder ja schon Paradigmen
auf Fragen angewandt werden, die „religiöse Inhalte“
betreffen, so haben diese „religiösen Hypothesen“
keinen Bestand, da sie nicht falsifizierbar sind.

Dass ein Individuum eine kleine Schwäche, einen
kleinen paradigmalen Atavismus zeigen kann,
verdeutlicht nur obige Tatsache, da jedem der
Widerspruch ins Auge fällt :wink:

Daher ist es vollkommen zu erwarten, dass ein Individuum,
dass nicht durch Herkommen oder Umfeld auf religiöse
Welterklärungen „programmiert“ wurde, ein Faktengeflecht
aus wissenschaftlich plausiblen und falsifizierbaren
Hypothesen zu seiner „Religion“ macht, weil das Individuum
ein stammesgeschichtlich entstandenes Bedürfnis nach
Religiösität und Transzendenz mit sich trägt. Solche
„wissenschaftlichen Religionen“ gehen z.B. in Richtung
Evolutionstheorie oder Kosmologie :wink:

Grüße

CMБ

PS.: wenn ich daneben liege, erklärt
mir bitte meinen Denkfehler.

Erkenntnis
Hallo Harald,

Woher hast Du das?
Natürlich bietet das Christentum uns Gottes Wertesystem an.
Aber Du sollst nicht jemandem hinterherlaufen wie ein Zombie
sondern Deinen Kopf benützen und darüber nachdenken.

Gott hat uns ein Gehirn gegeben, damit wir es gebrauchen.

Genau genommen hat uns nicht Gott den Verstand gegeben, sondern Luzifer. Schließlich wollte Gott uns dumm halten, Luzifer hat dann für die „Erkenntnis“ gesorgt.

Grüße,

Anwar

PS: Bitte nicht mit „aber im Paradies war es doch so schön“ kommen. Meine Meinung dazu kann man in „Brave New World“ nachlesen.

Hallo Data,

ja, der halbwegs gebildete mensch kennt den unterschied
zwischen einer hypothese und einer tatsachenbehauptung. aber
die meisten durchschnittlichen menschen behandeln
wissenschaftliche theorien wie eine religion, wie einen
glauben an eine unverrückbare wahrheit.

Dennoch der entscheidende Unterschied: Die Wissenschaftler versuchen nicht die Wissenschaft als unverrückbare Wahrheit darzustellen, im Gegensatz zu den Kirchenoberen. Dass das „gemeine Volk“ dies nicht begreift (begreifen will?), ist eine andere Frage.

man kann aber durchaus gleichzeitig wirtschaftlich arbeiten
UND ab und zu mal lotto spielen, weil man ja nie weiß, ob man
nicht doch gewinnt :smile:

Sicher, sagte ich ja auch: Religion und Naturwissenschaft können nebeneinander bestehen. Aber nur wenn die Religion dies will.

Grüße,

Anwar

Weiterhin: Grundsätzlicher Fehler
Hallo,

Das bestreite ich. Entweder „glaubt“ das Individuum
prinzipiell an das Wirken einer übersinnlichen Macht
oder nicht. Die „Wissenschaft“ macht eben nicht nur
keine Aussage über „religiöse Welterklärungen“, nein,
sie (streng genommen) „verbietet“ diese ganz, wenn
das Individuum innerhalb des wissenschaftlichen Denk-
weise nach einer entsprechenden Welterklärung sucht.

Genau hier ist Dein Fehler: Wissenschaft versucht nie(!) eine Welterklärung, also eine Antwort nach dem Warum, zu liefern. Es wird beobachtet, geschlussfolgert und eine mögliche Antwort auf das „wie“ geliefert. Es wird nicht mal behauptet, dass das „wie“ zwingend auch morgen noch Gültigkeit hat!

weil das Individuum
ein stammesgeschichtlich entstandenes Bedürfnis nach
Religiösität und Transzendenz mit sich trägt.

Idealerweise überwindet man aber eben diesen Hang zur Religiösität.

Grüße,

Anwar

Richtiger wäre wohl : Gott hat uns den Verstand gegeben , Luzifer
gab uns eine Erkenntnis, war aber leider die falsche.

Mit der Kraft des Verstandes ist es wie mit der Kraft der Elektrizität.
Kann sich je nach Art des Umgangs damit positiv oder negativ auswirken, helfen oder töten.

Gruß
Merkur

Hallo Merkur,

Richtiger wäre wohl : Gott hat uns den Verstand gegeben ,
Luzifer
gab uns eine Erkenntnis, war aber leider die falsche.

so falsch war die Erkenntnis gar nicht.
Der Mensch erkannte sofort, dass es ein Fehler war, Gottes Gebot nicht zu befolgen.
Nur war diese Erkenntnis nicht hilfreich, sondern hatte fatale Folgen.

Wie man aber an diesem Beispiel sehr gut erkennen kann, ist es besser, Gottes Gebote zu befolgen. Und das kann bei jedem anderen Gebot genauso beobachtet werden.

Deshalb meine ich, dass jeder, der ein wenig über Gottes Gebote nachdenkt, den Nutzen derselben erkennen müsste.

Gruss Harald

Für mich nicht - längere Antwort
Hallo D.K.,

es gibt nicht nur Schwarz - Weiss auf der Welt.

Äh… war das nicht genau meine Rede?

Wenn du dich
vielleicht schon soweit manipuliert fühlst, dass du jedes
meiner Worte sofort in „für mich/uns“ oder „gegen mich/uns“
einteilst, dann bist du ja exakt eine der Personen die ich mit
meinen Fragen wachrütteln wollte.

Auch wenn ich Deinem Ego jetzt einen empfindlichen Stoß versetzen sollte: Nein, Du hast mich in keinster Weise manipuliert bzw. ich fühle mich auch nicht so. Auch wenn ich mich als Katholikin geoutet habe, kann ich durchaus mein Köpfchen noch benutzen. Nur hast Du hier den Riesen-Feldzug gegen die Religionen angefangen und irgendwann einen Schwenk gemacht. Respekt, im Verdrehen von Worten hast Du echt was drauf. Siehe weiter unten.

Also mehr davon:
Denkst du, dass man eine Meinung, Gedanken nicht achten kann
wenn man sie hinterfragt?

Doch, das ist überhaupt keine Frage. Aber zwischen Hinterfragen und pauschalem Schlechtmachen ist für mich ein Unterschied. Laß mich bitte einige Zitate von Dir aus dem ersten Thread hier reinkopieren:

> Das ist eine einfache Frage. Je mehr ein Mensch Verantwortung für sich und sein Leben, Wirken übernimmt desto weniger muss er sich an einer, durch Religion verengten, Moral orientieren und desto mehr erkennt er, dass es eine natürliche Moral gibt und man sich ruhig selbst vertrauen kann.

> Es ist ja eben meine Frage, ob wir Menschen nicht eine Art natürliche Moral besitzen die von Religion instrumentalisiert wurde um Menschen zu manipulieren.

> Wenn ja, dann hat Religion dieses Regelwerk annektiert und über die Zeit so pervertiert, dass Verletzungen gegen diese natürlichen Regeln legitim sind.

> Je mehr Menschen Verantwortung übernehmen, desto weniger werden sie sich einfach irgendeinem Regelwerk unterwerfen, dass ihrer natürlichen Moral widerspricht.

> Dem hat sich dann Religion übergestülpt und die Regeln zielgerichtet angepasst.

> hast du nicht auch manchmal den Eindruck, dass so manche Religion erheblich dazu beiträgt, dass das Schwindelgefühl anhält, dass die Knie sich wie Gummi anfühlen und dass die Angst vor Einsamkeit und Schwäche grösser wird?

> Und ich glaube, Religion hat von Anfang an ihr Potential als Regelwerk und die daraus resultierende Machtstellung erkannt und konsequent umgesetzt.

Wo bitte ist da Achtung?

Was ist der Unterschied zwischen einem getauften Katholiken
und einem jungen Mädchen das einen Popstar anhimmelt?

Och, da kann es viele geben. Der getaufte Katholik kann von zahlendem Mitglied im Verein Kirchensteuer ohne jeglichen Glauben (denn meist wird man als Säugling getauft) bis zum Papst alle Abstufungen darstellen. Ich z. B. glaube an Gott und kann mich durchaus mit den meisten Wertvorstellungen und -vorgaben des Neuen Testaments identifizieren. Nicht aber unbedingt mit allen, und mit den Vorgaben des Vatikans kann ich fast nichts anfangen.

Das junge Mädchen hingegen, das den Popstar anhimmelt, beschäftigt sich einen beträchtlichen Teil des Tages mit seinem Idol und wird versuchen, ihn zu imitieren. Wie ich gestern noch sagte: David Beckham könnte sich einen Hundehaufen auf den Kopf pappen, und es würde ein Trend.

Allerdings könnte ich mir vorstellen, daß das in der Pubertätsphase nicht unnormal oder gar schädlich ist. Schlimmer finde ich da Mitläufer in anderen Bereichen.

ihr Tun sie nicht beide glücklich? Können sie sich beide
sicher sein, nicht von der dahinter stehenden Organisation
manipuliert zu werden?

Das muß man im Einzelfall betrachten. Von daher maße ich mir nicht an, mit ja oder nein zu antworten - das wäre nämlich Schwarz-Weiß-Denken.

Gruß
mowei

Hallo Harald,

diese Erkenntnis war es nicht.
Es war wohl eher die Erkenntnis der Macht und des Eigenwillens.
Der Trennung vom Ursprung.

Weg von " DEIN Wille geschehe " .

Gruß
Merkur

Sagmal, hast Du mich absichtlich so gründlich mißverstanden?

Oder habe ich mich echt so unklar ausgedrückt:
* nicht die Religion liefert ein Wertesystem, sondern jedes Wertesystem ist im weiteren Sinne eine Religion.

Und ich behaupte immer noch, ohne Werte kann kein Mensch leben, wie auch immer diese Werte aussehen. :wink:

Genau genommen hat uns nicht Gott den Verstand gegeben,
sondern Luzifer. Schließlich wollte Gott uns dumm halten,
Luzifer hat dann für die „Erkenntnis“ gesorgt.

Ach nö, das glaube ich nicht.
Lies’ Dir Genesis genau durch.
Gott hat den Verstand gegeben, der Mensch hat ihn auch schon benutzt BEVOR er von dem verbotenen Baum gegessen hat.
Luzifer ist kein Schöpfer.
Er kann nur verdrehen, aber nicht erschaffen. Er kann auch nichts nehmen, sondern nur verändern.

Der Verstand ist ein Teil der göttlichen Schöpfung, von Gott für „sehr gut“ empfunden, nur was die Menschen mit ihrem Verstand anstellen… ist ihre Sache.

Gruß,
Michael

Denn nur durch mangelnde Verantwortungsbereitschaft sind Menschen so
manipulierbar sich in die Hände irgendeiner Organisation,
Gruppe oder Person zu geben. Nur wenn sie Glück haben, werden
sie dort nicht so manipuliert, dass sie sich selbst und/oder
anderen Leid zufügen.

Du redest fast von geistlich mißbräuchlichen Gruppen als wäre es in jeder Religion so.
Wenn Du Dich jedoch mal ernsthaft mit dem Christentum beschäftigst, wirst Du bemerken, daß das Christentum den Menschen Mut, Kraft und Hoffnung gibt.
Mut, ehrlich zu sich selbst und Anderen gegenüber zu sein.
Kraft, das Leben zu meistern und sich nicht alles gefallen zu lassen.
Hoffnung, daß die Dinge nicht verfahren sind, sondern durchaus änderlich sind.
So sehe ich das.

Wenn Du Dir die Schriften des Neuen Testaments durchliest, da hat dieser Jesus sich rausgenommen, es auf eine Konfrontation mit den Oberhäuptern der Religion ankommen zu lassen.
Paulus hat sich auch nichts gefallen lassen, nicht einmal von den Anhängern der eigenen Religion (siehe Apostelgeschichte, es gab da Meinungsverschiedenheiten zwischen Paulus und Petrus).
Paulus hat uns den tollen Spruch auf den Weg gegeben „Alles ist mir erlaubt, aber nicht alles dient zum Guten. Alles ist erlaubt, doch soll mich nichts vereinnahmen“.

Jesus und Paulus waren die Wegbereiter der christlichen Religion, die die ganze Welt erreichte - und diese Religion gibt den Menschen eben die Möglichkeit, NICHT immer nur zu buckeln sondern für seine Ideale auch einzustehen, um jeden Preis, und sei es der Tod!

Gruß,
Michael

Was soll den Verstand sein?
Hallo Michael,

Gott hat den Verstand gegeben, der Mensch hat ihn auch schon
benutzt BEVOR er von dem verbotenen Baum gegessen hat.
Luzifer ist kein Schöpfer.

Richtig Luzifer ist kein Schöpfer, er hat ja den Baum der Erkenntnis auch nicht erschaffen, sondern nur „benutzt“.

Er kann nur verdrehen, aber nicht erschaffen. Er kann auch
nichts nehmen, sondern nur verändern.

Aha, und Veränderung = Schlecht, oder wie?

Der Verstand ist ein Teil der göttlichen Schöpfung, von Gott
für „sehr gut“ empfunden, nur was die Menschen mit ihrem
Verstand anstellen… ist ihre Sache.

So war es aber eben nicht! Die Menschen hatten gar keine freie Wahl, denn sie kannten die Alternative ja nicht. Was soll denn der „Verstand“ sein, wenn es nichts zu verstehen gibt? Wie gesagt: Dumm aber glücklich ist für mich nicht so toll.

Grüße,

Anwar