Einjähriges Kind beschäftigen

Meine Schwägerin hat zwei Kinder. Einen Sohn (3Jahre alt) und eine Tochter (1Jahr und 2 Monate alt).

Sie fragte mich schon des öffteren, ob ich nicht mal die Kleine nehmen könnte, da sich der Sohn in letzter Zeit so agressiv verhält und Aufmerksamkeit fordert. Sie machen dann immer einen Tag nur mit ihrerm Sohn, damit er mal wieder Mama und Papa nur für sich hat.

Ich nehme natürlich liebend gerne die Kleine, da sie wirklich ein Engel ist.

Letztens was ich mit ihr im Schwimmbad, das fand sie anscheinend ganz toll.

Jetzt wollte ich von euch wissen, was man sonst noch so mit dem Kind unternehmen kann.

Ich will, das die kleine weiß, dass ihre Tante früher ganz viele schöne Dinge mit ihr unternommen hat. Ich habe auch immer einen Fotoaparat dabei.

Ich möchte dem Kind viele schöne Dinge bieten, da die Eltern auch nicht unbedingt viel Geld haben. Aber das ist ein anderes Thema.

Können mir erfahrene Muttis, Tanten, Schwester, Onkels, Papas, opas, Omas…und…und …und ein paar Tips geben, was man mit einem 1Jährigen und 2Monatigem Kind unternehmen kann?

P.S sie kann noch nicht von alleine laufen. Sie hält sich immer noch an einem Finger fest.

Danke für die Tips im vorraus.

Ich will, das die kleine weiß, dass ihre Tante früher ganz
viele schöne Dinge mit ihr unternommen hat.

… und

Ich möchte dem Kind viele schöne Dinge bieten, da die Eltern
auch nicht unbedingt viel Geld haben.

Kann es sein, dass du da irgendwie die falsche Motivation hast? Mal völlig abgesehen davon, dass ein 14 Monate altes Kind einfach nur DA SEIN und kein Eventprogramm braucht!.. Ich finde eine Motivation nach dem Motto: Dieser „Engel“ soll später mal in der Schule, an der Uni, auffer Arbeit und am Besten noch im Altersheim erzählen, dass es Tante Jessika war, die sie erfolgreich in der Kindheit bespasst hat. Und falls es (im Alter) mit dem Gedächtnis nicht mehr so funktioniert:

Ich habe auch immer einen Fotoaparat dabei.

Die Dokumentation taugt dann auch gleich noch um zu demonstrieren, dass es Tante Jessika war, die den nötigen finanziellen Background für das Unterhaltungsprogramm geliefert hat…

Das ist für das Kind völlig überflüssig und den Eltern gegenüber obendrein unfair!

Beschäftige dich ganz normal mit dem Kind. Lies ihm was vor, turne mit ihm rum (Körperkontakt ist super wichtig), nimm dir die Zeit, dass das Kind in Ruhe die Welt erobern kann (ja, man braucht noch Geduld, wenn sie da an einem Finger lang hangeln, aber du hast ZEIT und kannst ungeteilte Aufmerksamkeit schenken, das ist ja wohl das Problem, was die Eltern im Augenblick haben). Und wenn du wirklich noch was unternehmen willst: geh Enten füttern oder in einen kleinen (!) Tierpark (der große ist was für später. Am Anfang reichen auch ein paar Ziegen oder Rehe oder Wildschweine).

LG Petra

Hallo,

möchtest du etwas machen, was für das Kind gut ist oder was bei den Verwandten etc. Eindruck macht?

In dem Alter brauchen Kinder keine großen Ausflüge. Meist sitzen die Kleinen dann ohne Bewegung im Auto und werden schließlich mit lauter Eindrücken überschüttet…
Ein Karussell reicht, da muss es kein HeidePark sein. Eine Pferd, eine Kuh oder eine Ameise sind genug. Ein Zoo mit 300 Arten kann das Kind noch gar nicht erfassen.

Eine Wiese, ein Ball, ein großer Pappkarton zum Verstecken, die nächste Pfütze, ein Pferd beim Bauern, ein glänzender polternder Kochtopf… das alles sind Dinge, die für dieses Alter spannend genug sind.

Zeit und Aufmerksamkeit sind schon ein tolles „Geschenk“.
Verschiebe die Aktivitäten auf ein Alter, wo das Kind auch etwas davon hat…

Das ist meine Meinung…

Gruß
Tato

Hi,

wie die anderen schon sagten: Immer ruhig! Geh auf den Spielplatz (so es das Wetter zulässt) und buddel mit ihr gemeinsam im Sand, lies ihr Bücher vor, sing ihr Lieder vor, mach Fingerspiele (einfach mal googeln, z.B. 10 kleine Krabbelfinger), bau mit Bauklötzchen oder mach diese Einsteckspiele, wo sie bestimmte Formen in dafür vorgesehene passende Aussparungen stecken müssen …

Spielzeug hat sie doch bestimmt zu Hause - guck dir das mal an und besorg dir selber ähnliche Dinge oder nimm das Spielzeug mit, wenn du sie bei dir hast.

Damit sind Kinder in dem Alter jedenfalls zufriedener als mit einer Input-Überlastung!

Gruß
Cess

Hallo Pauliezasu,

Ich will, das die kleine weiß, dass ihre Tante früher ganz
viele schöne Dinge mit ihr unternommen hat. Ich habe auch
immer einen Fotoaparat dabei.

das klingt sehr nach Selbstverwirklichung für Dich.

Ich glaube, dass ein Kind in dem Alter kein „Programm“ braucht, sondern best zufrieden ist, wenn es spürt, dass man da ist und sich mit ihm beschäftigt. Mir sind bei Waldspaziergängen mehr zufriedene Kinder in Begleitung Erwachsener begegnet als in Freizeitparks. Für so einen kleinen Menschen ist ein Hund, eine Katze oder ein Schaf mind. genauso interessant wie für ältere ein Elefant - und drollige Fotomotive fallen dabei mehr als genug an . . .

Hallo,

wäre ich die erste Antwortende hätte ich genauso wie die 4 vor mir geantwortet. Genau, ein Kind in dem Alter braucht einfach nur eine Vertrauensperson die für es da ist. Kein Programm, kein Event, nichts weiter. Ein Fingerspiel kann interessant sein, Lieder singen, ein Buch anschauen, raus gehen und einen Baum anschauen, Schnee anfassen u. v. m.

Aber bevor Du jetzt womöglich aufgrund der Antworten meinst, dann laß ich es eben ganz, hab’s doch nur gut gemeint, möcht ich sagen, daß ich es sehr schön finde, wenn Du Deine Schwägerin ein bißchen entlasten möchtest, zumal die Situation (Eifersucht und so) für den „großen“ Jungen vielleicht momentan nicht einfach zu sein scheint.

Letztens was ich mit ihr im Schwimmbad, das fand sie
anscheinend ganz toll.

Das ist natürlich eine prima Idee, denn wenn die Kleine das mag, dann ist das einfach toll. Vielleicht hat sie ja schon Erfahrung vom Babyschwimmen o.ä.? Und die Mutter kann wohl z. Zt. tagsüber gar nicht ins Schwimmbad gehen, denn mit zwei Kinder in dem Alter ist das ein äußerst schwieriges Unterfangen (vor allem um der Aufsichtspflicht gerecht zu werden). Und wenn der Vater auch noch Zeit hat, sind die Schwimmbäder überfüllt.

Wiederhol doch einfach den Schwimmbadbesuch wieder. Meine Tochter hatte in dem Alter (und heute noch) einen riesigen Spaß beim Baden.

Ich will, das die kleine weiß, dass ihre Tante früher ganz
viele schöne Dinge mit ihr unternommen hat.

Das weiß sie zu schätzen, wenn sie älter ist und Du dann mit ihr ins Kindertheater gehst oder zum Schlittschuhlaufen etc. :wink:)

Ich habe auch
immer einen Fotoaparat dabei.

Auch schön, wer weiß wie oft die Eltern sich die Zeit für so etwas nehmen. Mir geht’s ja oft selbst so, daß ich sage, ach Mist, hätt ich doch da und da ein paar Photos gemacht.

Ich möchte dem Kind viele schöne Dinge bieten, da die Eltern
auch nicht unbedingt viel Geld haben. Aber das ist ein anderes
Thema.

Und ein schwieriges noch dazu. Da muß man sehr sensibel damit umgehen, vor allem um da nicht ne Kluft entstehen zu lassen. Aber ich denke, das Thema taucht erst später richtig auf. Vorausschicken möcht ich, daß Kinder nicht VIELE Dinge brauchen, vor allem nicht aus dem Spielwarenladen. Aber ganz wenige hochwertige Sachen und da könntest Du später tatsächlich den Eltern sofern sie das möchten etwas unter die Arme greifen, damit sie nicht aus Geldmangel das scheußliche Plastikteil made in China nehmen müssen sondern sich vielleicht das teurere Qualitätsteil leisten können.

P.S sie kann noch nicht von alleine laufen. Sie hält sich
immer noch an einem Finger fest.

Hat ja noch genügend Zeit dazu. :wink: Ich hab meiner Tochter gar nicht geholfen bis sie es alleine konnte (Ansichtssache).

Liebe Grüße,
Christiane

noch eine Idee.
Hallo Jessica,

du hast zwar nicht mit deinem Namen unterschrieben, aber ich nehme mal an, das es der ist, der in deiner email steht.

Ich finde es gut, das du hier um Ratschläge bittest und werde dir nicht vorhalten, eh nur die tolle, reiche Tante sein zu wollen und das alles ja eh nur für dein Ego zu machen. Wir wollen ja alle, ob Onkel, Tante, Oma, Opa, Mama oder Papa das Beste für die Kleinen.

Es kamen ja schon tolle Vorschläge. Mir schwebt da noch etwas mit Fingerfarbe in Verbindung mit Hand- und Fußabdrücken vor. Was ich aber eigentlich schreiben wollte:

Du sagst, den Eltern gehe es finanziell nicht so toll. Dann gehe mit der Kleinen doch mal „shoppen“, soll heißen das du auf dem Nachhauseweg, vom Park oder Schwimmbad, ganz zufällig an einem Secondhandshop vorbei gekommen bist und da hast du so einen wahnsinnigen, supersüßen Schneeanzug oder was auch immer gesehen. Gabs praktisch für geschenkt.
Das ist etwas, was den Eltern grade recht kommt und du hast ein gutes Gefühl, weils auch für das Wohl der Kleinen ist.

Ansonsten, wie schon gesagt: Zeit ist wohl das, was Kinder in diesem Alter am meinsten brauchen. Und wenn ihr, wärend ihr Zeit zusammen verbringt, auch gleich noch Kekse backt oder zusammen den Schrank im Schlafzimmer erkundet, habt ihr beide ein paar schöne Erinnerungen.

Grüße
Fabian

Sprache!
Hallo

Ein Karussell reicht, da muss es kein HeidePark sein.

Eigentlich finde ich sogar das noch zu viel für ein Kind von 14 Monaten, das noch nicht richtig laufen kann. Das muss ja nun erstmal lernen, seine nächste Umgebung zu begreifen und zu beherrschen.

Kleine Spaziergänge an der Hand von 20 - 50 Metern sind gut, vielleicht zum Bäcker (wenn es da einen gibt) oder irgendwo hin, evtl. zu einem bestimmten Baum; wenn da ein Vogel draufsitzt, sagt man Vogel. Da ist ein Vogel. Am nächsten Tag geht man wieder hin und schaut: Ist der Vogel da? Nein, kein Vogel. Oder: Ja, da, der Vogel. Oder: Da, ein anderer Vogel. - Oder sowas in der Richtung.

Ein Kind in dem Alter könnte sich langsam für Worte interessieren. Wenn man alles benennt, was man so sieht, das finden die meisten Kinder in dem Alter sehr interessant (möglicherweise aber auch erst in ein paar Monaten). Am besten auch öfters mal nur die Bezeichnung sagen, also nur das Nomen ohne Artikel und ohne Satz drumherum.

Wenn man jedes Mal (na ja, nicht stereotyp jedes Mal, aber halt öfters), wenn man an einer Tür vorbeikommt, draufzeigt und „Tür“ sagt, das wird schon wahrgenommen. Man kann auch auf die Leute (Nur enge Verwandtschaft!!) zeigen und die Namen sagen. Aber natürlich auch mal ganz normal in ganzen Sätzen reden.

Man kann auch die einzelnen Laute lang und genüßlich vorsprechen, z. B. Mmmmmmmm, Oooooooo, Aaaaaaaa, Iiiiii, T! K! Eeeee, Ffffffffff, Sssssss, P! B …
oder so ähnlich. Und das natürlich mit unterschiedlichen Tonhöhen, Klangfarben und Gesichtsausdrücken. Dabei kann man selber auch nochmal viele Dinge entdecken bzw. sich bewusst machen, auf die man normalerweise gar nicht achtet.

Und immer und immer alles wiederholen und wiederholen. Damit macht man dem Kind eine richtige Freude. Auch immer wieder die gleichen Gedichte, die gleichen Kinderlieder, die gleichen Bilderbücher. Neues soll natürlich hinzukommen, aber nicht zu oft! Und das Alte trotzdem immer wieder wiederholen.

Viele Grüße
Simsy

Hallo Fabian

Du sagst, den Eltern gehe es finanziell nicht so toll. Dann gehe mit der Kleinen doch mal „shoppen“, soll heißen das du auf dem Nachhauseweg, vom Park oder Schwimmbad, ganz zufällig an einem Secondhandshop vorbei gekommen bist und da hast du so einen wahnsinnigen, supersüßen Schneeanzug oder was auch immer gesehen. Gabs praktisch für geschenkt.

Das ist etwas, was den Eltern grade recht kommt …

Das ist keineswegs gesagt! Vielleicht haben die schon einen Schneeanzug und keinen Platz im Schrank. Außerdem ist so ein Kleidergeschenk auch immer mit dem Zwang verbunden, das Teil auch zu tragen. Da muss man also schon sehr genau wissen, was die brauchen und was denen gefällt.

Wenn die Eltern nicht so viel Geld haben, dann würde ich eher ein Sparkonto fürs Kind oder für teure Unternehmungen mit dem Kind einrichten, die dann aber erst sehr viel später (frühestens Schulzeit) stattfinden werden. Sehr gerne werden teure Unternehmungen gemacht, wenn die Kinder so 13, 14, 15 werden, na ja, da nehmen sie irgendwann allerdings die Tante lieber nicht mehr mit.

Und wenn ihr, wärend ihr Zeit zusammen verbringt, auch gleich noch Kekse backt

Dafür muss man wohl noch zwei Jahre warten, wenn sie da mithelfen soll und es kein Frusterlebnis sein soll.

oder zusammen den Schrank im Schlafzimmer erkundet

Das finde ich allerdings eine gute Idee!

Viele Grüße

Hallo Simsy Mone,

Das ist etwas, was den Eltern grade recht kommt …

Das ist keineswegs gesagt! Vielleicht haben die schon einen
Schneeanzug und keinen Platz im Schrank.

Der Schneeanzug war auch nur ein Beispiel. Die UP wird sicher wissen, was der kleinen fehlt. Wenns neue Winterstiefel sind, dann wird sie sicher nicht, weil sie es hier im Forum gelesen hat, einen Schneeanzug kaufen.
uns hat meine Schwester mal einen Koffer voller gebrauchter Sachen vom Gemeindeflohmarkt mitbegracht. Das war toll.

Außerdem ist so ein
Kleidergeschenk auch immer mit dem Zwang verbunden, das Teil
auch zu tragen. Da muss man also schon sehr genau wissen, was
die brauchen und was denen gefällt.

Eben, sie wird es besser wissen als wir.

Wenn die Eltern nicht so viel Geld haben, dann würde ich eher
ein Sparkonto fürs Kind oder für teure Unternehmungen mit dem
Kind einrichten,

Damit setzt du die Eltern aber unter „Zugzwang“, soll heißen das die moralische Verpflichtung, ein geschenktes Kleidungsstück anzuziehen eine Sache ist. Aber ein Sparkonto ist doch schon eine gewalltige Nummer größer.
Wobei es den Gedanken lohnt…

Und wenn ihr, wärend ihr Zeit zusammen verbringt, auch gleich noch ::Kekse backt

Dafür muss man wohl noch zwei Jahre warten, wenn sie da
mithelfen soll und es kein Frusterlebnis sein soll.

Naja, Frust erlebt man nur, wenn man viel erwartet. Ziel sollte nicht sein, perfekte Sterne zu backen sondern vielmehr das gemeinsame Erlebniss.
Als meine Tochter 11 Monate alt war, hat sie mir beim zusammenbauen eines Ikeaschranks geholfen. Das fand sie klasse.

oder zusammen den Schrank im Schlafzimmer erkundet

Das finde ich allerdings eine gute Idee!

Viele Grüße

Auch viele Grüße
Fabian

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Die anderen Meinungen kann ich nur unterschreiben. Aber ich kann verstehen, wenn man etwas unternehmen möchte mit Kind. Ich fand stundenlanges auf dem Boden hocken allein mit dem Kind eher mäßig spannend. (geht übrigens prima mit MP3-Player und Hörspiel)DieJahreszeit macht es auch etwas herausfordernder.

Mein Ideen wären noch:
Aquarien
Zoo
sie wollte viel laufen und Wagen vor sich herschieben
gibt es ein Familien-Café bei Euch?
irgendwelche Kieztreffs mit anderen Kindern?

FS

Hallo Simsy,

grundsätzlich halte ich Deinen Vorschlag für gut und bedenkenswert.

Allerdings bin ich der Ansicht, dass es wichtig ist, mit Kindern von Anfang an in ganzen Sätzen und mit korrekter Grammatik zu sprechen - dadurch lernen sie meiner Erfahrung nach quasi en passant sehr früh und mit sehr großem Wortschatz zu sprechen.

Und das hier:

Man kann auch die einzelnen Laute lang und genüßlich
vorsprechen, z. B. Mmmmmmmm, Oooooooo, Aaaaaaaa, Iiiiii, T! K!
Eeeee, Ffffffffff, Sssssss, P! B …

ist imho eher für kleinere Kinder, richtige Babys, geeignet - mit 14 Monaten ist das Mädchen doch schon eher ein Kleinkind (und meine beiden konnten in dem Alter auch schon in Zwei-bis Dreiwortsätzen sprechen und hätten sich bei derlei vermutlich ziemlich veräppelt gefühlt)

Was, glaube ich, noch nicht erwähnt wurde, sind Fingerspiele, die eigentlich auch immer gut ankommen; und ganz toll fanden meine beiden in dem Alter auch eine vereinfachte Form von ‚Ich sehe was, was Du nicht siehst‘ - man wählt eine Farbe und sucht dann gemeinsam nach Gegenständen in dieser Farbe. Auch dabei werden Dinge benannt, und selbst ausgedehnte Einkaufstouren können spaßige Ausflüge werden … ;o)

Beste Grüße

=^…^=

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Hallo Fabian,

Damit setzt du die Eltern aber unter
„Zugzwang“, soll heißen das die moralische Verpflichtung, ein
geschenktes Kleidungsstück anzuziehen eine Sache ist. Aber ein
Sparkonto ist doch schon eine gewalltige Nummer größer.
Wobei es den Gedanken lohnt…

ich möchte mich Simsy anschließen: Ein Kleidergeschenk, noch dazu ein pseudo-spontanes, kann nicht nur modetechnisch ins Auge gehen (selbst wenn die UP weiß, dass der beispielhafte Schneeanzug benötigt wird, kann er doch genau einen Farbton neben dem Geschmack der Eltern liegen, und da sie ja wenig Geld haben, werden sie dann wohl keinen zweiten kaufen und müssen das schreckliche Teil dann den ganzen Winter über sehen), sondern kann u.U. auch bei den Eltern Salz in vorhandene Wunden streuen - frei nach dem Motto ‚sie denkt wohl, wir sind zu arm, um für unser Kind anständige Kleider zu kaufen‘.

Ein Sparkonto mit regelmäßigen Einzahlungen dagegen ist eine tolle Sache, da es expressis verbis für Extrawünsche gedacht ist - die Sprachreise, der Führerschein …

Und grundsätzlich gilt: Fragen tut nicht weh! Gerade, wenn man mit dem Kind nicht auf tagtäglicher Basis zu tun hat, ist es gut und sinnvoll, vor irgendwelchen Festivitäten die Eltern zu fragen, was den aktuell ein geeignetes und gewünschtes Geschenk wäre.

Beste Grüße

=^…^=

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Tolle Idee - guter Kontakt zu anderen Menschen außer den Eltern ist sehr wichtig.

Zoobesuche, Malen, Spiele mit Wasser und Eiswürfel (Badewasserfarben hinzufügen und in verschiedene Behälter gießen), Knöpfe sortieren, in einem Karton zwei Löcher hineinschneiden und diesen mit verschiedenen Sachen zum fühlen geben (z.B. Watte, Backpapier, Orange, Steine), gemeinsam Bücher angucken, Musik anmachen und klatschen, rasseln, trommeln und tanzen (mein Sohn ist total auf pakistanische Folklore abgefahren), backen…

Vielleicht findest ist ja etwas dabei… - und mit 1 Jahr sind die meisten Kinder Engel - ich hoffe Du verlierst nicht die Begeisterung bei den terrible twos (and threes and fours…)

Viele Grüße

Hallo KamikazeKatze,

ich möchte mich Simsy anschließen: Ein Kleidergeschenk, noch
dazu ein pseudo-spontanes,

Was ist an „pseudo-spontan“ so verachtenswert??

Die zwei machen einen Abstecher in einen Secondhand-Laden wo es jede Menge Spielzeug, nette Verkäuferinnen und andere Kinder und Muttis gibt, mit denen man herrlich spielen kann. Ein schrecklicher Gedanke.

kann nicht nur modetechnisch ins
Auge gehen (selbst wenn die UP weiß, dass der beispielhafte
Schneeanzug benötigt wird, kann er doch genau einen Farbton
neben dem Geschmack der Eltern liegen,

Wir reden hier von einem Gebrauchsgegenstand und nicht vom Brautkleid. Dann halt ein Paket Windeln, weil die jetzt so ein niedliches, neues Motiv draufgedruckt haben. Aber das Prinzip ist schon klar?

und da sie ja wenig
Geld haben, werden sie dann wohl keinen zweiten kaufen und
müssen das schreckliche Teil dann den ganzen Winter über
sehen),

Den Unterschied von schön und schrecklich macht also nur ein Farbton aus? Entschuldige, aber wir sprechen hier immer noch von einem Gebrauchsgegenstand. Das ist doch absoluter Blödsinn.

sondern kann u.U. auch bei den Eltern Salz in
vorhandene Wunden streuen - frei nach dem Motto ‚sie denkt
wohl, wir sind zu arm, um für unser Kind anständige Kleider zu
kaufen‘.

Ein Sparkonto mit regelmäßigen Einzahlungen dagegen ist eine
tolle Sache, da es expressis verbis für Extrawünsche gedacht
ist - die Sprachreise, der Führerschein …

…und hilft unserer Fragestellerin, heute einen wunderbaren Tag mit der Kleinen zu verbringen.
Außerdem: gegens Sparkonto habe ich doch gar nicht gesagt. Nun krieg dich mal wieder ein…

Und grundsätzlich gilt: Fragen tut nicht weh!

Wie weise.:!

Gerade, wenn man
mit dem Kind nicht auf tagtäglicher Basis zu tun hat, ist es
gut und sinnvoll, vor irgendwelchen Festivitäten die Eltern zu
fragen, was den aktuell ein geeignetes und gewünschtes
Geschenk wäre.

Aber bitte geschickt verpacken, wir wollen doch kein Salz in offene Wunden streuen damit die Eltern nicht denken „ohh, sie glaubt, wir können unserer Tochter keine richtiges Geschenk kaufen“.
Danach vergessen wir wohl besser alles, was mit Geld zu tun hat. Kein Schwimmbad- Zoo- oder Aquariumbesuch. Das Arme Kind, würde die Tante es nicht ab und zu mal einladen, die Eltern könnten sich ja sowas nie leisten…

Beste Grüße zurück
Fabian

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Hallo Fabian,

na, wer regt sich denn da gerade auf … ;o)

Was ist an „pseudo-spontan“ so verachtenswert??

Weil es den Geschmack des ‚Hinter dem Rücken der Eltern‘-Machens hat.

Die zwei machen einen Abstecher in einen Secondhand-Laden wo
es jede Menge Spielzeug, nette Verkäuferinnen und andere
Kinder und Muttis gibt, mit denen man herrlich spielen kann.
Ein schrecklicher Gedanke.

Die zwei machen einen Abstecher zu einem Spielplatz, wo es jede Menge Wippen, Rutschen und Schaukeln gibt und viele andere Kinder, mit denen man herrlich spielen kann.

Das macht einem kleinen Kind mit Sicherheit mehr Spaß als eine Shopping-Tour und kostet außer Zeit gar nichts. Aber dann hat die Tante ja keine tollen Photos als Beweis, wie spendabel und supertoll sie ist. Ein schrecklicher Gedanke.

Wir reden hier von einem Gebrauchsgegenstand und nicht vom
Brautkleid. Dann halt ein Paket Windeln, weil die jetzt so ein
niedliches, neues Motiv draufgedruckt haben. Aber das Prinzip
ist schon klar?

Das ist im Zweifelsfall noch schlimmer, denn Windeln sind alltägliche Gebrauchsgüter ; ohne Absprache mit den Eltern kann das sehr herablassend wirken, zumal die UP den Geldmangel ja mit deuzlichem Unterton erwähnt hat.

Den Unterschied von schön und schrecklich macht also nur
ein Farbton aus? Entschuldige, aber wir
sprechen hier immer noch von einem Gebrauchsgegenstand. Das
ist doch absoluter Blödsinn.

Weißt Du, ich bin mit einer Tochter gesegnet, welche schon im Kleinkindalter die Farbe Rosa gehasst hat. Aber sie war ein süßes kleiens Mädchen mit langem Blondhaar, drum flatterte uns immer wieder Rosaberüschtes und -geblümtes ins Haus. Glaub mir, ich weiß, wovon ich spreche.

…und hilft unserer Fragestellerin, heute einen wunderbaren
Tag mit der Kleinen zu verbringen.

Einen wunderbaren Tag kann man auch ganz ohne Geld dafür zu zahlen haben. Die wirklich wichtigen Dinge im Leben kann man nicht kaufen …

Aber bitte geschickt verpacken, wir wollen doch kein Salz in
offene Wunden streuen damit die Eltern nicht denken „ohh, sie
glaubt, wir können unserer Tochter keine richtiges Geschenk
kaufen“.

So ein Blödsinn - vor Weihnachten und Geburtstagen nach etwaigen Wünschen zu fragen, ist doch wohl auch in den ‚besten‘ Familien üblich.

Und vermeidet doch auch riesige Enttäuschungen: Stell Dir vor, die UP schenkt dem Kind zu Weihnachten irgendwann einmal Barbies Superduperluxusvilla - und das Kind bricht beim Auspacken in Tränen aus, weil es sich sehnsüchtig einen Experimentierkasten - den sich die Eltern nicht leisten können - gewünscht hat. Macht sich auch schlecht auf den Photos …

Danach vergessen wir wohl besser alles, was mit Geld zu tun
hat. Kein Schwimmbad- Zoo- oder Aquariumbesuch. Das Arme Kind,
würde die Tante es nicht ab und zu mal einladen, die Eltern
könnten sich ja sowas nie leisten…

Hast Du schon einmal etwas davon gehört, dass Erwachsene auch heikle Themen durchaus ansprechen können, wenn sie den dazu passenden Tonfall wählen?

Beste Grüße

=^…^=

Nun krieg dich mal wieder ein…

Führe Deine Hand bitte in die Mitte Deines Gesichtes und umfasse das dort hervorragende Riechorgan!

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Du hast Recht
Hallo KamikazeKatze,

Die zwei machen einen Abstecher in einen Secondhand-Laden wo
es jede Menge Spielzeug, nette Verkäuferinnen und andere
Kinder und Muttis gibt, mit denen man herrlich spielen kann.
Ein schrecklicher Gedanke.

Die zwei machen einen Abstecher zu einem Spielplatz, wo es
jede Menge Wippen, Rutschen und Schaukeln gibt und viele
andere Kinder, mit denen man herrlich spielen kann.

Äöööhhhmmmm, du weißt, auf was du dich da beziehst?

Du sagst, den Eltern gehe es finanziell nicht so toll. Dann gehe mit der Kleinen doch mal „shoppen“, soll heißen das du auf dem Nachhauseweg, vom Park oder Schwimmbad, ganz zufällig an einem Secondhandshop vorbei gekommen bist

Es ist sinnvoll, sich vorm verreißen gut gemeinter Antworten alle Postings genau durchzulesen. Ansonsten siehe Titel.

Die besten Grüße
Fabian

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Ich würde alles, was ziemlich direkt ums Finanzielle geht, auch erst einmal mit den Eltern absprechen.

Grundsätzlich finde ich auf jeden Fall gut, dass der Vorschlag Richtung Second Hand ging (und eben nicht klassisches „Shoppen“ (im Designerladen)). Wenn der eine besser gestellt ist als der andere, dann schadet es überhaupt nicht, offen zu sagen: Ich würde euch da gerne ein wenig unterstützen, möchte euch aber nicht in die Parade fahren. —

Genauer Hinhören, um zu erfahren, wo wirklich mal Bedarf besteht, schadet natürlich nie. In jedem Fall ist es besser, auf echte Bedürfnisse zu reagieren, als das 100. Kuscheltier oder irgendein unnützes Spielzeug zu kaufen, wo die Kiddies 2 Mal drauf drücken und dann war’s das. (und um Himmels Willen nix was nur unsäglichen Krach macht :smiley:)

LG Petra

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Was, glaube ich, noch nicht erwähnt wurde, sind Fingerspiele,
die eigentlich auch immer gut ankommen; und ganz toll fanden
meine beiden in dem Alter auch eine vereinfachte Form von ‚Ich
sehe was, was Du nicht siehst‘ - man wählt eine Farbe und
sucht dann gemeinsam nach Gegenständen in dieser Farbe. Auch
dabei werden Dinge benannt, und selbst ausgedehnte
Einkaufstouren können spaßige Ausflüge werden … ;o)

Voll unterschrieben in allen Punkten :wink: Und so lange noch eine Schneeflocke liegt nicht zu vergessen der ganze Spass rund um die weiße Pracht.

Generell macht der Umgang mit den Pupsis in dem Alter richtig Spass, wenn man versucht, die Welt mit ihnen gemeinsam zu entdecken und sich auf das Niveau zu begeben. Wobei mit Niveau die Entdeckerperspektive gemeint ist - nicht die sprachliche! Bei mir kam nie irgendeine Baby- oder Kleinkindsprache über die Lippen. Es gab keinen „Wauwau“ und und auch keine „Muhkuh“… Übrigens eine schöne Geschichte, die auch den Eltern eine Freude machen kann: Beschäftigen und dabei ein „Tonband“ (welcher Technik auch immer :smiley:) mitlaufen lassen. (hoch lebe der alte Kassettenrekorder…) Aus den Sprachübungen kann man geniale Sachen basteln (als Ansage zur Lieblingsmusik oder einfach nur zur Erinnerung)

Summa sumarum: weniger ist mehr. Zoo und der ganze sonstige Kram ist was, das noch locker 3, 4 Jahre Zeit hat. Wenn nicht länger. Abgesehen davon, dass die Kiddies das eh noch nicht mitbekommen, hat man später das Problem, dass man nicht mehr steigern kann.

LG Petra

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Vielen Dank für die Tips
Ich möchte mich wirklich von ganzen Herzen für die vielen schönen Tips bedanken.

Mit jungen 24 Jahren und fast gar keiner Babyerfahrung sind all eure Tips wahnsinnig Wertvoll. Ich habe sie mir alle notiert und freue mich schon, auf den nächsten Besuch der kleinen.

Oftmals wurde auch die Finanzielle Seite angesprochen, wo ich bei manchen Anmerkungen das Gefühl hatte, die „Böse“ und die „Gute“ zu sein. Ich finde es schön zu wissen, dass ihr alle ganz viele andere Ansichten habt.

Meine Schwägerin ist die Schwester meines Lebensgefährten. Sie ist jetzt zum dritten Mal Schwanger und erwartet das 3.Kind im April.
Ich kann es nicht „unbedingt“ verstehen, wie man drei Kinder in die Welt setzt, wenn der Vater über eine Leiharbeitsfirma beschäftigt wird und die Mama keine Ausbildung hat.

Ok, dafür habe ich vielleicht „nicht so viel“ Verständiniss, weil ich mit 24 Jahren eine Führungsposition habe. Trotzdem helfe ich! Wenn wir zusammen einkaufen gehen, dann übernehme ich mal den Einkauf. Oder wenn ich selber einkaufen bin, packe ich ein paar Sachen mit dazu und bringe es dann vorbei. Wenn ein Neuer Kindersitz gekauft werden muss, lege ich auch was mit dabei. Und ich habe noch nie, wirklich noch nie erlebt, dass sie sich vor den Kopf gestoßen fühlen. Ganz im Gegenteil, sie feuen sich sogar. Ich sprach das Thema bereits an, ob es unangenehm für sie sei, doch sie meinte, dass sie Dankbar darüber ist, dass ich sie unterstütze.

Die Fotos, die ich mache, waren mir selbst in meine Kindheit sehr wichtig. Ich hatte nicht das Glück bei meiner Mutter aufzuwachsen sondern bei meiner Oma. Und die Fotos gaben mir das gefühl, geliebt zu werden und das man viel mit mir unternommen hat.

Diese Fotoalben möchte ich den Kindern auch mal schenken. Zumindest von meiner Seite aus. Ich kann ja schlecht für die Eltern Fotos machen, dafür sind sie „Eltern“ genug, um zu wissen, was sie machen wollen.

Ich fand die Idee mit den Sparbüchern nicht schlecht. Und wenn es im Monat 10Euro pro Kind sind, also 30Euro. Mit tut es nicht weh und die Kinder brauchen bestimmt mal einen neuen Kindersitz, Kinderwagen, Schneeanzug. Da kann man dann ruhig das Geld geben und sagen: Kauf das ruhig, ich lege xxx dazu.

Aber auch den Besuch in einem Klamottenladen fand ich als eine super Idee. Im Kick gibt es immer ganz viele und tolle Kindersachen. Da muss ich nur schauen, dass ich auch was für den „großen“ und in Zukunft für die aller Kleinste etwas mitbringe.

Trotzdem möchte ich mich bei allen, wirklich allen für die tollen Tips bedanken.
Für den Aquarimbesuch, für den Hautkontakt, für die Fingerspiele, für das Schränke entdecken…ach, einfach für alles.

Denn Hauptsächlich richtete sich meine Frage danach aus, wie ich den Tag gestalten kann und nicht, wie ich finanziell mithelfen soll.

Es waren super tolle Ideen dabei.
Das ist wirklich sehr nett von euch.