Einschlafen nur mit gebrüll

hallo!
vielleicht habt ihr ein paar tips für mich.
meine tochter, 10 monate alt schläft schon seit mehreren monaten abends nur unter gebrüll ein. neuerdings mittags auch. im moment ist ihr tagesablauf so dass sie morgens um acht/halb neun aufsteht, mittagsschlaf hält (von ca.12h bis 14h)und dann wach ist bis abends um 20.30h. man sieht ihr aneds schon an das sie müde ist, sie reibt sich die augen und gähnt, aber sobald ich sie ins bett lege, steht sie auf und fängt an zu brüllen, sobald man das zimmer verlassen will. ich kann doch nicht jeden abend daneben stehen und warten bis sie eingeschlafen ist. ich nehme sie auch grundsätzlich dann nicht mehr raus, gehe nur immer wieder hin und lege sie wieder hin und gebe ihr nochmal ihren schnuller. nach einer halben stunde schläft sie dann meist ein, aber das das jeden abend so geht, das zerrt schon an meinen nerven. habt ihr ein paar vorschläge was ich noch tun könnte damit sich das ändert?
danke und gruß, natascha

Hallo Natascha,

ganz wichtig ist ein fester Tagesablauf, feste Essenszeiten, und am
allerwichtigsten ein festes Einschlafritual.

Klingt ein bißchen so, als ob sie Verlassensängste hat.

Wir jedenfalls können uns auch ruhig mal einen oder zwei Abende
nacheinander neben ihr Bettchen legen (unser Kind schläft seit dem 7.
Lebenstag alleine in seinem Zimmer), ohne dass es das dann immer
will. Ein paar Mal kann man das ruhig machen.

Möglicher Ablauf:

  1. Abendessen
  2. Zähneputzen
  3. Wickeln
  4. Ins Bett legen

Beim ins-Bett-legen und beim Rausgehen habe ich mir angewöhnt immer
und immer die gleichen Sätze zu sprechen. Sinngemäß: wir haben Dich
lieb, träum schön, wir sind immer für Dich da.

Das gibt ihm jeden Abend auf immer gleiche Weise (Babys lieben
Wiederholungen!) Sicherheit und eine Konstante.

Ach ja, vor dem Abendessen gerne nochmal draussen an der frischen
Luft austoben! Und während dem Abendessen das Kinder-Schlafzimmer gut
lüften!

Alles Gute für Euch.

Papa Micha

http://www.kinderflohmaerkte.de

Hallo Natascha,

bei spiegel.tv sah ich vor 2 Tagen einen Bericht
ueber eine schweizer Erfindung. Das Bettchen wird
auf ganz leicht vibrierende Fuesse gestellt (die
Fuesse vibrieren nicht von sich aus, sondern durch
die Atmung/Bewegung des Babys; damit sollen die
Bewegungen im Mutterleib nachempfunden werden).
Vielleicht stellt sich jemand beim Googlen schlauer
an als ich und findet einen Link.

Bei Jauch haben 10 Elternpaare das System getestet,
bei 6 hat es geholfen, bei 2 hats keinen Unterschied
gemacht, bei 2 hat sich die Situation verschlechtert.

Ansonsten: meine Kinder sind im Allgemeinen bei mir
eingeschlafen. Was spricht denn so dagegen?
Sie sind heute nicht verzogener als andere Kinder.
Stimmt, ich habe ihnen lange
vorgelesen (das machen wir zum Teil heute noch, sie sind
13 und 14), aber das liegt mehr daran, dass ich das gerne
mache.

Ich hab das schon oefter geschrieben: warum verlangen
wir von Kindern etwas (allein schlafen und einschlafen),
was wir selbst nicht bringen (zumindest diejenigen, die
sich ihr Bett mit einem Partner teilen)?

Alternativ kannst du natuerlich auch die etwas weiter
unten empfohlenen Methoden von Dr. Spock anwenden.
Schreien lassen. Wenn dich (oder andere) das Schreien
nervt: Handtuch zusammenrollen und die Tuer abdichten.
Dann hoert man es nicht mehr so laut.

Gruesse
Elke

Moin -
bei mir ist das zwar alles schon ein bisschen her, aber ich kann mich erinnern, dass meine Tochter ihre Einschlaf"rituale" immer mal geändert hat. Ist sie so ca. zwischen dem 4. und 7. Monat abends nach dem Stillen (oder auch beim Stillen) bäuchlings auf meinem Bauch liegend eingeschlafen. Anders ging’s nicht. So hat es aber nur ein paar Minuten gedauert. Problem war dann immer, sie in ihr Bett zu verfrachten, ohne, dass sie aufwacht.

Dann kam eine Phase, in der sie in ihrem BEtt lag auf dem Bauch und man ihr sachte auf den Windelpo „klopfte“. Keine Ahnung, warum, aber dabei schlief sie dann ein. Und so ging das weiter. Manchmal hat sie auch gebrüllt, da war dann gar nix zu machen. Da hab ich sie letztlich spüren lassen, dass ich da bin und sie keine Angst haben braucht.

Später irgendwann schlief sie ein, wenn wir ihr mit Gitarre und GEsang ein Ständchen brachten, dann wieder wurde vorgelesen. Irgendwann war sie groß genug zum alleine in ihrem Zimmer einschlafen - aber wie Micha schon sagte, auch da hab ich mich ab und an zu ihr gelegt und schon mal ne Runde mit gepennt…

Was nie funktionier hat, war: wenn ich es eilig hatte, weg musste oder Besuch angesagt war und man kochen musste etc. - also man sich gefreut hätte, wenn das Kind pünkltich schläft ohne Theater, dann hat natürlich gar nix gefruchtet!

Probier einfach mal ein wenig aus. Und immer schön ruhig bleiben :wink:

Grüße
Demenzia

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

Hi,

ich will ja nichts sagen aber du bist mit einer halben Stunde noch wirklich gut bedient. Kinder in dem Alter haben viel zu verarbeiten und da kann es auch schon mal sein, dass ich ein Kind in den Schlaf „weint“.

Was die Uhrzeit angeht 20.30 Uhr, finde ich persönlich es etwas zu spät (aber durchaus noch OK), vielleicht solltet ihr gucken, ob ihr den Mittagsschlaf nicht noch ein bisschen vorziehen oder verkürzen könnt so das ihr Abends auf eine Zeit von 19.30 – 20.00 Uhr kommt.

Viele Grüße
Me

das haben wir auch schon versucht. wenn’s nach ihr ginge dann wär sie aber auch um halb zehn noch nicht im bett. den mittagsschlaf zu verkürzen hat auch nicht wirklich geklappt, denn dann wird sie vor dem abendessen nochmal müde und will dann abends erst recht nicht mehr schlafen. ich finde halt, im gegensatz zu manch anderen, das sie schon lernen sollte allein einzuschlafen. wenn ich nämlich neben ihrem bett sitze steht sie genauso auf oder setzt sich hin und will dann spielen. und so dreist das manchen menschne hier auch erscheinen mag - auch ich möchte abends noch ein stündchen mit meinem partner allein verbringen und zeit für uns haben, denn um zehn bin ich selber schon totmüde.

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

2 „Gefällt mir“

Alternativ kannst du natuerlich auch die etwas weiter
unten empfohlenen Methoden von Dr. Spock anwenden.
Schreien lassen. Wenn dich (oder andere) das Schreien
nervt: Handtuch zusammenrollen und die Tuer abdichten.
Dann hoert man es nicht mehr so laut.

Gruesse
Elke

danke! das hat mir jetzt echt extrem weitergeholfen.

Hallo Natascha,

wie lange schläft sie denn eigentlich dann durch? Bis zum Morgen? Wird sie noch teilweise gestillt?

Ich habe sowohl bei meinem Sohn (inzwischen schon 12 *g*) und jetzt bei meiner Tochter (4 1/2 Monate) auch mit Ritualen die besten Erfahrungen gemacht. Und zwar konzentriere ich mich dabei vor allem auf den Abend, denn JEDEN Tag kann man nun wirklich nicht gleich gestalten. Stressige Erledigungen wie Arztbesuche oder ähnliches versuche ich grundsätzlich, vormittags zu erledigen.

Nach dem Mittagsschlaf spiele ich mit ihr, also so zwischen zwei und vier Uhr nachmittags. Dann gibt es die nächste Mahlzeit. Bis 18 Uhr nimmt sie eher passive am Familienleben teil, ist sozusagen mittendrin, liegt im Wipper oder im Laufstall. Um 18 Uhr dann gehe ich noch eine große Runde mit ihr spazieren. Der Sinn ist, dass sie zur Ruhe kommt, durch das Äußere zum Inneren sozusagen. Um halb Acht Uhr läuft ganz streng das IMMER gleiche Ritual ab: Baden, Wickeln, Stillen, ins Bett legen, eine kurze (!) Geschichte erzählen, Kussi und raus. Ich achte darauf, dass das Licht gedimmt ist, wenn ich vom Spazierengehen zurück bin, keiner sollte mehr schreien oder hektisch durch die Wohnung flitzen (wobei niemand auf Zehenspitzen gehen oder wispern muss, normale Geräusche sind sogar beruhigend), halt bloß keine Hektik, denn es ist Abendzeit. Wenn sie doch mal schimpft, und das kommt auch vor, dann reagiere ich immer sofort, aber ich rede sehr leise, mache kein extra Licht an, halte kurz die Hand, warte, bis sie sich beruhigt hat, mache alles möglichst seeeehr langsam. Übrigens: auch Schimpfen von Deiner Seite aus, eine ärgerliche Reaktion - das sind für Babies ungewohnte und somit unter Umständen sehr interessante Reaktionen. Also mach es beim Beruhigen so langweilig wie möglich :smile:

Nach dem Stillen fragte ich übrigens, weil es oft vorkommt, dass das Saugbedürfnis nicht ausreichend befriedigt ist. Dann tut eine Extra-Portion Kuscheln manchmal wunder :wink:

Alles Gute, vor allem gute Nerven. Denk dran: Die Kleine will Dich nicht ärgern!!!

Jana

Hello again,

verstehe ich gar nicht das du noch ein Stündchen mit deinem Liebst haben möchtest :wink: und gegen Zehn die Augen anfangen schwer zu werden. Du brauchst aber auch kein schlechtes Gewissen dabei haben denn auch wir haben es für normal gehalten, dass die Kinder alleine einschlafen sollen ohne das noch gross jemand daneben sitzen muss. Wie schon viele vorher erwähnt haben ist es eine Frage der Gewohnheit und wie bei uns Grossen fällt es auch den Babys schwer, neue Gewohnheit anzunehmen bzw. lieb gewonnene abzulegen. Wie schon gesagt eine halbe Stunde zwischen hinlegen und einschlafen finde ich noch OK, vielleicht solltet ihr also einfach ein bisschen experimentieren und nicht nonstop daneben sitzen.

lG
Me

hallo Gruenefee,

danke! das hat mir jetzt echt extrem weitergeholfen.

Dass ich dir zuvor zwei Tipps gegeben habe (einen aus
eigener Erfahrung und einen, der im TV sich sehr
vielversprechend anhoerte) erwaehnst du mit keinem Wort.

Danke dir,
du hast damit etwas bestaetigt, was ich schon lange
vermutete, was Antworten bei werweisswas, besonders auch
in diesem Brett, betrifft.

Im Uebrigen hat dein Satz:

„ich kann doch nicht jeden abend daneben stehen und warten bis sie
eingeschlafen ist.“

mich zu der Annahme gefuehrt, dass es du vielleicht
fuer die haerteren Methoden zugaenglich bist.
Meine Frage dazu ist nachwievor: warum nicht?

Dass ich das Abdichten selbst nicht gut finde, haettest du aus dem
oberen Teil meines Postings herauslesen koennen.

Gruesse
Elke

3 „Gefällt mir“

Konsequent sein
Hi!

Der Hinweis mit dem Abendritual wurde schon genannt.

Wenn Du Deinen Zwerg ins Bett bringst, dann solltest Du ein Ritual einführen.
Das kann so aussehen, dass Du etwas vorliest, einfach so eine Geschichte erzählst, singst…

Aber es sollte in jedem Fall etwas Ruhiges sein!

Ein Kind erlebt einen Tag sehr viel intensiver (auch zeitlich) als ein Erwachsener.
Zu Bett gehen ist jedesmal so etwas wie ein Abschied (nicht nur vom Tag, sondern auch von den Eltern).
Da ist es nicht ungewöhnlich, dass Kinder da „Palaver“ machen!

Nur sollte man als Eltern dann konsequent ein Ritual einführen, was von den Kindern als Signal erkannt wird (irgendwann *g*), dass der Tag nun vorbei ist…

LG
Guido

Hi,

möglicherweise steckt deine Tochter gerade mitten im Fremdeln?

http://www.rund-ums-baby.de/fremdeln.htm

Da hat sie tatsächlich einfach Angst, wenn sie alleine ist und kann dementsprechend nicht alleine einschlafen.

Gruß
Cess

upps
Mir ist durchs Umstellen ein boeser Fehler unterlaufen:

mich zu der Annahme gefuehrt, dass es du vielleicht
fuer die haerteren Methoden zugaenglich bist.
Meine Frage dazu ist nachwievor: warum nicht?

Die Frage: warum nicht? bezieht sich natuerlich nicht
auf das Bruellenlassen, sondern darauf, beim Kind
zu bleiben, bis es eingeschlafen ist.

Gruesse
Elke

Hallo Gruenefee

Alternativ kannst du natuerlich auch die etwas weiter
unten empfohlenen Methoden von Dr. Spock anwenden.
Schreien lassen. Wenn dich (oder andere) das Schreien
nervt: Handtuch zusammenrollen und die Tuer abdichten.
Dann hoert man es nicht mehr so laut.

danke! das hat mir jetzt echt extrem weitergeholfen.

Meinst du das jetzt ernst, oder ist das irgendwie ironisch gemeint?

Viele Grüße
Thea

Hallo Natascha,

warum kannst du denn eigentlich nicht bei deiner Tochter bleiben bis sie eingeschlafen ist? Sie fremdelt wahrscheinlich gerade und hat Angst, allein zu sein. Angst zu haben ist für so ein kleines Baby eine echte Leistung, dazu gehört nämlich ein gewisser Reifegrad dazu. Sie will dich nicht ärgern, sie will nur nicht allein sein.
Klar kannst du auch nach dem System „Jedes Kind kann schreien lernen“ vorgehen, einen rechten Gefallen tust du damit aber keinem (außer der echt dämlichen Autorin natürlich, weil du das Buch kaufst *SCNR*).
Um langfristig was zu erreichen, ist eine kindgerechtere Lösung zu bevorzugen. Bleib doch erst mal bei ihr, streichle vielleicht sanft ihren Kopf, Rücken, Po - was auch immer sie mag. Dann reduzierst du das langsam - erst mal neben dem Bett stehen, dann ein Stück entfernt, dann rausgehen und Tür leicht offen lassen, dann schlussendlich eben ganz rausgehen. Es geht keiner ein, wenn das Kind mal 1-2 Minuten leicht meckert, wenn es aber so lange geht, dann steckt da mehr dahinter.
Könnte sie dir sagen, was los ist, würdest du sie doch auch nicht allein brüllen lassen. Leider kann sie noch nicht sprechen…

Viele Grüße, Heike

zunächst mal: ich habe nicht vor sie schreien zu lassen, darum frag ich hier ja um rat.
wie schon zuvor mal geschrieben: wenn ich bei ihr bleibe steht sie ebenso auf,oder setzt sich hin und will dann spielen - sie bleibt nicht liegen. wenn ich sie dann hinlege, steht sie wieder auf und heult dann auch wenn ich daneben sitze.
ich werde es trotzdem nochmal so versuchen.
zum fremdeln: ich bin mir grad gar nicht mehr sicher was fremdeln eigentlich bedeutet. denn angst vor anderen ihr unbekannten leuten hat sie überhaupt nicht. oder hat das auch einfach nur was mit der angst zu tun??
bin euch sehr dankbar für eure antworten, hat mir schon viel weitergeholfen und wieder mut gemacht!

halloooo?? hätt ich das ernst gemeint, hätt ich mich dann an euch gewandt??

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

meine tochter, 10 monate alt schläft schon seit mehreren
monaten abends nur unter gebrüll ein. neuerdings mittags …

brüllen, sobald man das zimmer verlassen will. ich kann doch
nicht jeden abend daneben stehen und warten bis sie
eingeschlafen ist. ich nehme sie auch grundsätzlich dann nicht

Es wäre durchaus nicht falsch, das Baby sehr viel liebevoller zu behandeln, z.B. so:
Mama legt sich mit Baby in ihr Bett, dort wird noch ein Fläschchen gereicht oder gar die Brust, und es wird sachte gespielt und geschmust, bis Baby schläft. Dann oder auch erst später wird das schlafende Baby ins Kinderbett gelegt.
Es ist schade, daß Dir das nicht möglich ist, denn das können sehr beglückende Momente sein, und das Baby kann viel Vertrauen fassen.

Gruß

Pavel

Hallo Gruenefee

halloooo?? hätt ich das ernst gemeint, hätt ich mich dann an
euch gewandt??

Du hast recht, ich hatte mich ja auch gewundert. Ich finde es manchmal schwer zu verstehen, wenn man den Tonfall nicht hört, aber jetzt habe ich es gecheckt.

Leider kann ich dir keinen Rat geben.

Ich bin damals am ehesten davon ausgegangen, dass das Kind wirklich Angst hat oder sich sehr einsam fühlt, wenn es alleine bleibt, und bin halt dageblieben bis es eingeschlafen ist, meistens mit vorlesen. Ich weiß nicht, ob es richtig war. Aber bis zur Schulzeit hatte ich nie Probleme, meine Kinder ins Bett zu kriegen, weil die ganz gerne schlafen gegangen sind.

Auch heute gehen sie eigentlich gerne schlafen. Das Problem ist immer das lästige Zähneputzen vorher und das Schlafanzug anziehen.

Offtopic: Gewöhn dem Kind es so früh wie möglich an, sich (sich selbst!) täglich zweimal die Zähne zu putzen, auch wenn es noch nichts bringt. Am besten ist es so, dass sich das Kind garnicht mehr daran erinnern kann, dass das jemals anders war.

Viele Grüße
Thea

Hallo gruenefee,

also als Rat folgendes:

jeden Abend dasselbe Ritual einführen, es sollte so mindestens eine halbe Stunde dauern und nicht hastig ausgeführt werden. Am besten fängst du so gegen 19:00 Uhr an sie muss sich ja auch erst gewöhnen und auch wenn der Papa gerne etwas mehr Zeit mit seiner Tochter Abends verbringen möchte, hier sollte er Rücksicht üben, vielleicht sollte auch lieber er das Abendritual einleiten. Während des Zu-Bett-Geh Rituals dimm das Licht nach und nach ab. Also wir haben damals dafür einen Dimmer eingebaut (dann aber bitte keine Energiesparlampen, die mögen keine Dimmer).
Wenns mit absoluter Dunkelheit nicht funktioniert benutz ein kleines Nachtlicht, *grins* dabei fällt mir ein wie unser großer mit 13 Monaten meinte er müßte auch nicht schlafen und dann im Dunkeln zum Lichtschalter getappst ist und Licht angemacht hat um zu spielen. Wir fanden ihn dann später inmitten seines Spielzeugs schlafend liegen. Und wir haben keinen Ton mitbekommen so leise war er… *lach*

Na ja die Geschichte mit dem Licht ist schon wichtig, niemals Licht anschalten wenn du zum beruhigen reingehst. Helles Licht wirkt auf den Körper wie ein Signal… am besten lässt man nur das Flurlicht reinschimmern und die Tür dabei nicht allzuweit auf.
Weiterhin kann man auch probieren ob es mit angelehnter Tür besser wird.

Na ja und zu guter letzt als auch bei uns nichts mehr half, habe ich dann folgendes gemacht.
Abendritual, wenns Kind schreit rein und beruhigen dann beim nächsten schreien 5 Min. schreien gelassen und wieder hin und beruhigen. Ich hab die Schreizeiten dann immer um 5 Min. erhöht. Im übrigen hab ich ihn auch immer hochgenommen und getröstet und leise mit ihm gesprochen und das alles im Dunkeln bzw. bei Nachtlicht. Die maximale Schreizeit die er geschafft hat waren 15 Min. und das auch nur einmal, danach war spätestens nach dem zweiten trösten Ruhe und irgendwann war diese Phase auch vorbei. Übrigens hat er anderen gegenüber auch nicht gefremdelt, aber hatte eine Phase von so ca. 4 Wochen wo er es überhaupt nicht mochte wenn ich den Raum verließ, da er aber schon krabbeln konnte kam er mir wie ein junger Hund immer hinterher *grins* sogar auf Klo…
Ach ja Beruhigen hieß für mich immer solange bis das Schluchzen und glucksen bei ihm verschwunden war, nur dann funktionierte es. Ich bin dann meist noch so ein bis drei Minuten bei ihm geblieben wenn er schon im Bett lag, in dieser Zeit hat er sich übrigens sein Kuscheltier ausgesucht. Mittlerweil ist er 11 und dieses Kuscheltier hat mittlerweile so einige Reparaturen hinter sich aber es muss immer da sein, er liebt es abgöttisch… na ja wohl noch bis die Pupertät einsetzt *grins*

Ich wünsch dir starke Nerver und viel innere Ruhe dann schaffst du das.

Gruß
Andrea

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]