Einschlafprobleme 2jähriger

Hallo,

unser Sohn hat von heut auf morgen Probleme mit dem Einschlafen. Wir haben ihn immer so um 20.30h bis 21.00h ins Bett gebracht. Er ist dann vielleicht noch einmal wach geworden, hat aber dann immer bis 8.30h durchgeschlafen.

Seit kurzem aber weigert er sich in Bett zu gehen. Er schreit so lange, bis wir ihn wieder aus dem Bett nehmen. Dann ist alles wieder gut. Sobald es wieder Richtung Bett geht, fängt er wieder an zu schreien. Letztens ist er erst um
02.00h eingeschlafen. Den Mittagsschlaf haben wir auch schon weggelassen, bringt aber nichts. Es ist einfach ein Protestschreien, damit er nicht ins Bett muss.

Tagsüber verhält er sich ganz normal. Er ist anscheinend auch nicht übermüdet. Langsam geht es uns auch an die Nerven. Angst würde ich mal ausschließen, da es einfach von heut auf morgen gekommen ist.

Weiß jemand Rat?

Vince

Versucht es doch mal mit (neuen?) Zu-Bett-Geh-Ritualen damit er wieder gerne ins Bett geht.
Dazu gehoeren z.B. das regelmaessige Vorlesen von Gute-Nacht-Geschichten, ein lustiges Fingerspiel (das lieben Kinder in diesem Alter), ein Lied, eine Runde Schmusen&Knuddeln … .
Vielleicht hatte er auch Alptraeume und weigert sich deshalb ploetzlich ins Bett zu gehen.

Hallo,

unser Sohn hat von heut auf morgen Probleme mit dem
Einschlafen. Wir haben ihn immer so um 20.30h bis 21.00h ins
Bett gebracht. Er ist dann vielleicht noch einmal wach
geworden, hat aber dann immer bis 8.30h durchgeschlafen.

Seit kurzem aber weigert er sich in Bett zu gehen. Er schreit
so lange, bis wir ihn wieder aus dem Bett nehmen. Dann ist
alles wieder gut. Sobald es wieder Richtung Bett geht, fängt
er wieder an zu schreien. Letztens ist er erst um
02.00h eingeschlafen. Den Mittagsschlaf haben wir auch schon
weggelassen, bringt aber nichts. Es ist einfach ein
Protestschreien, damit er nicht ins Bett muss.

Tagsüber verhält er sich ganz normal. Er ist anscheinend auch
nicht übermüdet. Langsam geht es uns auch an die Nerven. Angst
würde ich mal ausschließen, da es einfach von heut auf morgen
gekommen ist.

Weiß jemand Rat?

Vince

Hallo Vince,

Wir haben (hatten) exakt das gleiche problem schon seit fast 3 Wochen. Es ist sehr nervaufreissend. Am Anfang sind wir fast durchgedreht, weil wir nicht wussten was wir machen könnten.
Wir haben dann ein Mondlampe (son Ikea ding)installiert und ihn beim „Ins Bett bringen“ erklärt, das die Lampe ganz lieb ist und die ganze Nacht auf ihn aufpasst.

Und siehe da: Er bleibt ruhig im Bett. Allerdings schläft er erst nach 1-2 Std. ein.
Vielleicht wäre es mal einen Versuch wert?!?
Vielleicht hat er vor irgendetwas Angst?

Gruss
Carsten

Nachtrag
Wir haben auch Rituale eingeführt…
…bevor er ins Bett geht, wird sein Zimmer aufgeräumt (macht er gerne)
…Er darf überall in der Wohnung das Licht ausschalten
…und all seinen teddys gute nacht sagen*g*

Hallo,

gabs eine Veränderung bei Euch? Kindergarten ?

Ich finde es ein wenig spät, versucht ihn mal gegen 19.00 - 19.30Uhr ins Bett zubringen. Ich habe meine auch immer erst so spät ins Bett gebracht, abends war sie einfach über ihren Punkt drüber und wollte auch um 10 noch nicht ins Bett.
Jetzt bring ich sie wesentlich früher ins Bett und siehe da, es klappt! Sie spielt und sabbelt zwar noch etwas länger, aber sie liegt im Bett.
Wichtig ist ein Rituall, was meine Vorschreibler ja auch schon geschrieben haben.
Wenn es abends früher nicht klappt, legt mittags eine Ruhepause ein( Buchlesen, alleine Spielen), der Tag ist einfach zu lang bis um 21Uhr.

LG Manu

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Hallo Vince,

Seit kurzem aber weigert er sich in Bett zu gehen. Er schreit
so lange, bis wir ihn wieder aus dem Bett nehmen. Dann ist
alles wieder gut. Sobald es wieder Richtung Bett geht, fängt
er wieder an zu schreien. Letztens ist er erst um
02.00h eingeschlafen. Den Mittagsschlaf haben wir auch schon
weggelassen, bringt aber nichts. Es ist einfach ein
Protestschreien, damit er nicht ins Bett muss.

Ich vermute mal, dass es evtl eine Kombination aus Protest und Angst sein könnte.
Ich meine die Trotzphase ist zumindest nicht mehr weit, und er „schafft“ es, euch durch sein Schreien dazu zu bewegen, ihm seinen Willen zu erfüllen.
Ich bin keiner Verfechterin der Methode „Lass ihn schreien, er lernt dadurch dass es nichts bringt“, aber ich denke dass wir Eltern uns dadurch auch nicht austricksen lassen sollten.
Was meine Vorschreiber sagten, kann ich unterstützen, Rituale sind wichtig, irgendwie das Kind „runterholen“ und darauf vorbereiten, dass es gleich ins Bett geht, auf jeden Fall keinen Tanz mehr.
Evtl. wäre es Euch ja auch möglich, Euch zu ihm zu setzen, das Licht auszumachen, den Tag nochmal durchzugehen, was singen oder erzählen, und dann bleiben bis er schläft, oder aber ganz ruhig verabschieden, versichern, dass er nicht allein ist etc.
Man weiss selten genau, weshalb und wovor Kinder plötzlich Angst haben, und aus meiner Erfahrung weiss ich, dass es IMMER plötzlich kommt, und oft von uns Erwachsenen nicht nachvollziehbar.
Ich sage unserer Tochter schon auch mal, dass ich unter dem Schrank geschaut habe, dass da kein Gespenst ist.
Oder wir haben ihr mal eine Puppe gegeben, die sie vor bösen Träumen schützte.
Wichtig sind immer auch kleinste Veränderungen im Alltag der Kids.

Vielleicht konnte ich ein wenig helfen…
Gruß
Conny

Hallo,

vielen dank für die Antworten bis jetzt. Gestern haben wir ihn einfach mal ne halbe Stunde schreien lassen, dann war Ruhe. Leider kann ich das nicht immer machen, da mein Vermieter genau unter dem Kinderzimmer schlafen will :wink:

Die Rituale haben wir auch schon vor längerem eingeführt. Klappte auch bis vor kurzem echt gut.

IKEA-Mondlampe ist auch schon seit Geburt installiert, müssen sie aber jetzt ausstöpseln, da sie sonst die ganze Zeit brennen würde und er so nie einschlafen würde.

Das Thema mit der Angst haben wir auch schon besprochen, denken aber, dass es daran nicht liegen kann.

Troztphase könnte sein, warum aber nur nachts und nicht tagsüber? Er ist den ganzen Tag über das liebste Kind.

Grüße
Vince

Hallo,

Das Thema mit der Angst haben wir auch schon besprochen,
denken aber, dass es daran nicht liegen kann.

Vielleicht hatte er ja einen üblen Alptraum und hat seither Angst zu schlafen?

Troztphase könnte sein, warum aber nur nachts und nicht
tagsüber? Er ist den ganzen Tag über das liebste Kind.

hat er hat bemerkt, das er wenn er schreit, seinen Willen bekommt und wieder aus dem Bett raus darf?
Wenn das der Fall seien könnte, ist es der Anfang!!!

Was vielleicht helfen könnte: Macht erst mit ihm vor schlafengehen einen ausgedehnten Spaziergang, damit er richtig müde wird. Dann zuhause, Bettgeh-Rituale

Grüße
Vince

Gruss
Carsten

Hallo,

vielen dank für die Antworten bis jetzt. Gestern haben wir ihn
einfach mal ne halbe Stunde schreien lassen, dann war Ruhe.
Leider kann ich das nicht immer machen, da mein Vermieter
genau unter dem Kinderzimmer schlafen will :wink:

Hallo Vince,

berede das doch mal mit deinem Vermieter, der wird das bestimmt mal mitmachen-oder?
LG Manu

Halb so schlimm
Hallo Vince,

im Alter von zwei Jahren ist man noch ein Baby und kann daher einerseits nicht durch Verwöhnen verdorben werden, ist aber andererseits verbal noch recht incommunicado. Laßt ihn also aufbleiben und z.B. „Grölende Superstars“ mitfernsehen, oder nehmt ihn mit ins Bett und legt ihn später schlafend in seins. Das ist jetzt so eine Phase und geht auch wieder vorbei.

Mit herzlichem Gruß,

Wolfgang Berger

Hallo Vince,

ich kann aus der Erfahrung mit meiner Großen (knapp 2 1/2 J.) heraus auch nur mutmaßen, will aber versuchen, dir zu helfen.
Es kann schon die Trotzphase sein, bei uns fing die noch früher an (ob wir da dann auch eher durch sind?), vielleicht so in der Richtung, dass er glaubt, ihr macht irgendwelche ganz tollen Sachen, die er dann verpasst, wenn er ins Bett geht. Ich habe meiner Großen eine Weile immer erzählt, was ich jetzt abends noch alles zu arbeiten und aufzuräumen habe, dass ich auch ganz müde bin und mich nun auch ausruhen muss… Sie nahm auch mal an, dass wir Eltern im Wohnzimmer schlafen (obwohl sie jede Nacht zu uns kommt und uns dann ja auch immer im Bett vorfindet *g*), ich hab ihr das dann erklärt. Es half.
Wir haben ihr Bett als sie ca. 1 3/4 J. alt war zum Juniorbett umgebaut (vorher waren die Schlupfsprossen schon eine halbes Jahr lang raus), was erstaunlicherweise viel brachte. Sie fühlt sich im Bett nicht mehr eingesperrt, könnte ja jederzeit raus (was sie mittags auch manchmal tut, abends aber nie). Vielleicht bringt so ein „Bett für große Kinder“ etwas, zurück umgebaut ist es schnell. Die ersten 2 Wochen hatten wir zur Sicherheit noch eine dicke Steppdecke vor das Bett gelegt, falls sie rausfällt. Es ist nur 1x passiert, was aus nicht mal 30 cm Höhe aber nicht tragisch ist. Sie hat es nicht mal bemerkt, wir legten sie zurück, gut wars.
Vielleicht könnt ihr ihm auch mal, natürlich kindgerecht, erklären warum er schlafen muss (die Beine sind müde, die Augen sind müde…). Es fällt einem Kind manchmal leichter, etwas zu tun, wenn es das für bestimmte Teile des eigenen Körpers tut anstatt auf Anweisung von Mama und Papa (ergab unsere Erfahrung auch).
Notfalls hilft bei uns auch mal „Jetzt leg ich mich in dein schönes Bett und schlafe.“ Die Antwort kommt sofort: „Nein! Das ist mein Bett, ich will schlafen gehen!“ *g* Na gut, wenn du so gerne willst… *g*
Einfach schreien lassen kann sich böse rächen, hab da ein aktuelles Beispiel aus dem Bekanntenkreis.
Ich bin mir sicher, ihr findet die für euren Sohn passende Lösung und habt bald wieder erholsame Abende und Nächte.

Viele Grüße, Heike

alte Mutter antwortet, aber hilft nicht
Hallo Heike,

bei uns fing die noch
früher an (ob wir da dann auch eher durch sind?)

Nein.

Gruesse
Elke

(die gerade erlebt wie eine Trotzphase ohne Unterbrechung
in Pubertaet uebergeht)

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Hallo Wolfgang

im Alter von zwei Jahren ist man noch ein Baby und kann daher
einerseits nicht durch Verwöhnen verdorben werden, ist aber
andererseits verbal noch recht incommunicado. Laßt ihn also
aufbleiben und z.B. „Grölende Superstars“ mitfernsehen, oder
nehmt ihn mit ins Bett und legt ihn später schlafend in seins.
Das ist jetzt so eine Phase und geht auch wieder vorbei.

Da bin ich aber absolut nicht deiner Meinung. Erstens hat ein zweijähriges Kind definitiv nichts vor dem fernseher zu suchen, schon gar nicht abends.
Außerdem habe ich Vergleiche. Meine Schwester macht das so wie du hier schreibst ( allerdings ohne Fernseher ). Die Abendstunden, die die Eltern für sich haben, gibt es nicht, weil die Kids bis zehn oder elf nicht ins Bett zu kriegen sind. Folge: die Eltern schlafen oft total erschöpft neben dem Kind ein, weil das alles kein Ende nimmt.
Wir haben von Anfang an ein festes Ritual gehabt. Waschen und umziehen zu einer bestimmten Zeit anfangen, anschließend Singen oder/und Geschichte im dunklen Zimmer mit einem Schmuselicht. Das blieb später auch an und wurde von uns nachts ausgemacht. Wir haben oft auch ein oder eineinhalb Stunden gebraucht, oft noch dabei gesessen, aber die Kinder nie abends bis ultimo aufgelassen ( Ausnahmen gab es bei familiären Unternehmungen oder wenn wir woanders waren ). Das hat sich für uns auf jeden Fall gelohnt, weil wir schon bald auch abends mal wieder beruhigt weggehen konnten, weil wir wussten, dass die Babysitter nur ein schlafendes Kind hüten.
Wir haben unsere Kinder nicht schreien lassen und es doch so hingekriegt. Ich kann das nur jedem empfehlen. Regeln von Anfang an machen sich irgendwann bezahlt.

Gruß
Tutulla

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die Mutation zum Troll
Hallo Tutulla,
nimm’s nicht so ernst.
Ich glaube, Wolfgang macht ein Experiment,
ob er mehr Zustimmung kriegt, wenn er genau
das Gegenteil von dem, was er sonst behauptet,
schreibt.
Mit anderen Worten: er trollt.

Gruesse
Elke

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Hallo Tutulla,

natürlich ist das schön und gut und richtig, wenn das so klappt mit dem Zubettgehritual wie bei Euch oder auch im vorliegenden Fall bis kürzlich. Und wenn man sich auf Dauer jeden Abend von mehreren Kindern auf der Nase herumtanzen läßt, dann ist das schon eine Art Verwahrlosung, ganz klar.

Aber was würde man - Deiner Ansicht nach - kaputtmachen, wenn man das Ritual ein paar Tage aussetzt, bis der schreckliche Vorfall, den man ja mangels Beredsamkeit des Babys nicht aufklären kann, vergessen ist?

Zu der Troll-Schmähung von Elke:
Ich habe vor einiger Zeit tatsächlich einmal für Strenge auch gegenüber 2-jährigen plädiert, allerdings nur für den Zweck, schlimme Geschehnisse zu verhindern.

Mit herzlichem Gruß,

Wolfgang Berger

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Hallo Wolfgang

natürlich ist das schön und gut und richtig, wenn das so
klappt mit dem Zubettgehritual wie bei Euch oder auch im
vorliegenden Fall bis kürzlich. Und wenn man sich auf Dauer
jeden Abend von mehreren Kindern auf der Nase herumtanzen
läßt, dann ist das schon eine Art Verwahrlosung, ganz klar.

ja, damit hast du Recht.
Ich sehe aber im aktuellen Fall eher die Möglichkeit, dass dieses Kind austestet, was so geht bei seinen Altvorderen. Und genau da sehe ich noch mehr die Verpflichtung zur Konsequenz. Und wenn ich dann anfange,abends dieses und jenes Zugeständnis zu machen, damit ich meine „Ruhe“ habe, dann wird es jeden Abend eine Stunde später.

Aber was würde man - Deiner Ansicht nach - kaputtmachen, wenn
man das Ritual ein paar Tage aussetzt, bis der schreckliche
Vorfall, den man ja mangels Beredsamkeit des Babys nicht
aufklären kann, vergessen ist?

Welcher schreckliche Vorfall??

Ich habe vor einiger Zeit tatsächlich einmal für Strenge auch
gegenüber 2-jährigen plädiert, allerdings nur für den Zweck,
schlimme Geschehnisse zu verhindern.

Ich möchte nicht Strenge mit Konsequenz verwechselt sehen. Ich habe für mich einfach wichtig gefunden, dass die abendliche Zeremonie eine gewisse Ordnung hat, die sowohl ich, als auch die Kinder einschätzen konnten. Ich habe drei Kinder, ziemlich dicht zusammen und manche Dinge in diesen Ritualen mussten täglich neu entschieden werden.
Strenge hat für mich sowas von „niemals abweichen“ von dem, was man sich vorgenommen hat.
Oft sind unvorhersehbare Dinge geschehen: Jemand ist krank, es ist Besuch im Haus, was weiß ich…
Aber grundsätzlich war schon ein Ritual da, das zu einer ungefähr bestimmten Zeit seinen Lauf nahm und mir bis heute einen relativ ungestörten Abend lässt.
Ich habe harte Zeiten hinter mir mit sehr häufig gestörten Nächten und hätte wahrscheinlich schon vor zehn Jahren das Burn out bekommen, wenn ich mir diese Konsequenz nicht zur Schaffung von Freiräumen angewöhnt hätte.
Ich bin übrigens in anderen Erziehungsdingen leider nicht so sehr konsequent.

Grüße
Tutulla

ja, damit hast du Recht.
Ich sehe aber im aktuellen Fall eher die Möglichkeit, dass
dieses Kind austestet, was so geht bei seinen Altvorderen. Und

Siehst Du, und da schätze ich die Lage anders ein. Ein zweijähriges Baby tut nichts „austesten“; sein Verhalten so zu sehen, wäre ein Mißverständnis. In dem Alter ist vielmehr erst die Fähigkeit, Angst, Wut usw. zu empfinden, erst im Entstehen begriffen. Der Begriff von „Macht“ usw. ist noch ferne Zukunftsmusik, darum ist ein Baby unschuldig, und darum ist es kein Fehler, ihm mal ein paar Zugeständnisse zu machen.

Welcher schreckliche Vorfall??

Höchstwahrscheinlich ein schlechter Traum.

Ich habe harte Zeiten hinter mir mit sehr häufig gestörten
Nächten und hätte wahrscheinlich schon vor zehn Jahren das
Burn out bekommen, wenn ich mir diese Konsequenz nicht zur
Schaffung von Freiräumen angewöhnt hätte.

Es liegt mir fern, das zu bekritteln. Ich möchte nur allgemein bemerken, daß nicht nur viele Anfrager, sondern auch viele Experten in diesem Forum ein leichteres Leben hätten, wenn sie nicht dem Kinde einen höheren Entwicklungsstand als den tatsächlichen abverlangen würden.

Mit herzlichem Gruß,

Wolfgang Berger

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Hallo Wolfgang

ja, damit hast du Recht.
Ich sehe aber im aktuellen Fall eher die Möglichkeit, dass
dieses Kind austestet, was so geht bei seinen Altvorderen. Und

Siehst Du, und da schätze ich die Lage anders ein. Ein
zweijähriges Baby tut nichts „austesten“; sein Verhalten so zu
sehen, wäre ein Mißverständnis.

Natürlich wird ein zweijähriges Kind nicht bewusst irgendwas austesten. Aber das Leben eines Kleinkindes ist nichts anderes als ein ständiges Ausprobieren und daraus Lernen. Also lernt es, wenn es abends nach genügendem Theater aus dem Bett ins belebte Wohnzimmer geholt wird, ganz schnell, dass das viel interessanter ist als das langweilige Bett und das dunkle Zimmer. Das geht von heute auf morgen, ganz fix.

In dem Alter ist vielmehr erst
die Fähigkeit, Angst, Wut usw. zu empfinden, erst im Entstehen
begriffen. Der Begriff von „Macht“ usw. ist noch ferne
Zukunftsmusik, darum ist ein Baby unschuldig, und darum ist es
kein Fehler, ihm mal ein paar Zugeständnisse zu machen.

Natürlich sind Ausnahmen möglich. Ich schrieb ja auch in der letzten Antwort, dass immer Flexibilität nötig ist, je nach Lage der Dinge. Manchmal sind die Tage laut und anstrengend und das Einschlafen wird schwierig. Dann muss man darauf reagieren. Damit weicht man schon vom Ritual ab. Trotzdem würde ich versuchen, so nah wie möglich an abendlichen Gewohnheiten zu bleiben. Das heißt für mich, dass ich mich wie immer im Zimmer aufhalten würde, vielleicht ein bisschen rumtragen oder einfach länger bleiben, damit Ruhe einkehrt. Man kann auch im Rahmen von außergewöhnlichen Situationen reagieren und Zugeständnisse machen.
Natürlich ist es viel bequemer, das Kind einfach mitzunehmen und dem gewohnten (Erwachsenen-)abendprogramm nachzugehen.

Es liegt mir fern, das zu bekritteln. Ich möchte nur allgemein
bemerken, daß nicht nur viele Anfrager, sondern auch viele
Experten in diesem Forum ein leichteres Leben hätten, wenn sie
nicht dem Kinde einen höheren Entwicklungsstand als den
tatsächlichen abverlangen würden.

Es ärgert mich jetzt, dass du mir durch die Blume vorwirfst, ich würde eine Überforderung kleiner Kinder propagieren. Ich stehe zu einer gewissen Ordnung und Grenzen auch schon im Leben eines Kleinkindes und das hat nichts damit zu tun, dass ich den Entwicklungsstand eines Zweijährigen nicht einschätzen kann.

Im übrigen bin ich nicht der Meinung, dass ein zweijähriges Kind ein Baby ist. Viele Zweijährige können schon sehr schön sprechen, ihren Willen kundtun und sind weit davon entfernt, ein Baby zu sein.

Ich wünsche dir einen schönen Tag

Liebe Grüße
Tutulla

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Ein zweijähriges Kind ist kein Baby
Hallo Wolfgang,

ein zweijähriges Kind ist kein Baby. Die meisten Kinder dieses Alters haben durchaus eine recht gute Vorstellung von der eigenen Person (Indiz: Verwendung des eigenen Namens bzw. der Ich-Form). Sie wissen genau, dass sie etwas anderes wollen können als die Eltern und versuche dies mit verschiedenen Mitteln durchzusetzen (eigener Wille). Ein Misserfolg führt oft zu extremen Reaktionen, da die Frustrationstoleranz noch nicht gut ausgebildet ist (Trotzphase, Wutanfälle).
Das passive Sprachverständnis, also die Fähigkeit, die Aussagen der Eltern etc. zu verstehen ist bei den meisten Kindern schon sehr gut ausgebildet. Das aktive Sprachvermögen, selbst sprechen zu können also, variiert in diesem Alter sehr stark. Es reicht vom Sprechen einiger weniger Worte bis hin zu kompletten Sätzen. Mit ein wenig Geduld kann man sich in diesem Alter durchaus auch mit einem sprachlich weniger schnellen Kind schon recht gut verständigen (obwohl ich da zugegebenermaßen durch meine Große recht verwöhnt bin).
Wenn ich nun ein Kleinkind (kein Baby!!!) im besten Trotzalter gewähren lasse, dann handle ich mir damit ein ziemlich schwer erziehbares (Vor-)Schulkind und später einen recht problematischen Teenie ein. Natürlich kommen nicht alle Probleme in diesen Altersgruppen von kleinkindlichen Versäumnissen, viele aber schon.
Ich plädiere keineswegs für ständige Strenge und das Fehlen jeglichen Spaßes. Meine Kinder haben wenige, aber sinnvolle Regeln, die auch konsequent befolgt werden. Grenzen geben Sicherheit.
Btw: Deine Argumentation ist nur ein Test, oder? Das kannst du nicht ernst meinen…*grübel*

Viele Grüße, Heike

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ich hab es geahnt…
Hallo Elke,

so etwas in der Art hab ich befürchtet.*g* Nun ja, sie kann auch sehr liebevoll sein, das baut auf.

Viele Grüße, Heike