Einschlafprobleme Säugling

Hallo zusammen,
hat mal jemand einen wirklich nützlichen Tip in Sachen „Einschlafprobleme“ eines 3 Monate alten Säuglings? Das Übliche (wach in die Wiege legen, stille Atmosphäre, Gute-Nacht-Lied singen, rumschaukeln, rumtragen) haben wir alles schon erfolglos hinter uns. Sonst verläuft nachts alles problemlos, er schläft teilweise 8 Std. am Stück, wenn er doch mal nachts gestillt werden will schläft er danach sofort weiter. Auch tagsüber ist er das brävste Kind, das man sich vorstellen kann, nur die teilweise 1,5 Std. Aktion bis er eingeschlafen ist geht uns mittlerweile tierisch auf die Nerven.
Es wäre toll, wenn wir mal einen Tip bekämen, der sonst in keinem der zahlreichen Ratgeber-Bücher auftauchen - im voraus herzlichen Dank dafür!!!

Hallo

Auch tagsüber ist er das brävste Kind, das man sich
vorstellen kann, nur die teilweise 1,5 Std. Aktion bis er
eingeschlafen ist geht uns mittlerweile tierisch auf die
Nerven.

Wieso, was macht ihr denn da immer?

Wenn ihr 1,5 Stunden Aktion macht, bis er einschläft, dann ist er doch zu Beginn dieser Aktionen wahrscheinlich gar nicht müde, oder er findet eure Aktionen so spannend, dass er nicht schlafen kann. Ich kenn es so, dass Säuglinge beim Stillen einschlafen. Aber natürlich nur, wenn sie müde sind.

Viele Grüße
Simsy

schlechte + gute Nachricht
Hallo ihr armen leidgeplagten Ersteltern :wink:

willkommen im richtigen Leben.
Ich habe eine ganz ganz schlechte Nachricht für euch.
Aber auch eine gute :smile:

Die schlechte zuerst:
Da müsst ihr durch, denn der kleine neue Erdenbürger weiss noch nichts von Zeit. Er oder sie weiss nicht, wie anstregend es für die leidgeplagten Eltern ist. Er oder sie hat noch überhaupt keinen Rhythmus und akzeptiert natürlich auch noch keinen. Er oder sie weiss überhaupt nicht was das sein soll.

Und nun die gute Nachricht:
Das gibt sich. Mit der Zeit (irgendeine Zeit) „pendelt“ das sich ein und unser kleiner neuer Erdenbürger findet einen ihm oder ihr angenehmen Rhythmus (welcher, zugegebenerweise, nicht unbedingt den Vorstellungen der Eltern entsprechen muss). Später dann kann man sich mit diesem drolligen Emporkömmling arrangieren, d.h. versuchen einen gemeinsam genehmen Rhythmus zu finden (was dann auch meist gelingt).

So, das war`s für euch und heute und nutzt jede halbe Stunde zum Schlafen, welche ihr nur irgendwie abzweigen könnt.
Ach ja, da fällt mir ein, bei unserem zweiten Kind hatten wir schon ein wenig Erfahrung (trotzdem kommt es immer anders als erwartet - garantiert!) und teilten uns die Nächte ein: Eine Nacht hatte der junge Vater „Nachtschicht“ (mit allem drum und dran und zum Stillen brachte er das Kindlein zur Brust - die Mutter konnte dann im Halbschlaf stillen und konnte danach gleich wieder einschlafen) und die andere Nacht hatte dann eben die junge Mutter die „Nachtschicht“.

Ich hoffe, diese kleine Einlassung war geeignet die Hoffnung aufrecht zu erhalten

Freundliche Grüsse
Ray

Macht kein Problem aus dem Verhalten Eures Kindes.
Hallo Michael,
ihr habt vermutlich eine bestimmte Zeit und da soll Kind ins Bett?
Klappt nicht. Ich kann Euch nur raten Euer Kind machen zu lassen. Also keine 1,5 Std Programm. Euer Kind möchte nicht wach allein im Bett liegen. Durchaus verständlich, wenn man drüber nachdenkt.

Behaltet es einfach bei Euch. Es wird schlafen, wenn es müde ist. Wo ist doch erstmal egal. Braucht Ihr freie Hände um mal was zu machen, Kauft Euch ein Tragetuch, nehmt ihn da rein und laßt ihn an Eurem Körper schlafen. (Ich empfehle dafür ne Trageberatung, sonst schreits Euch bei den ersten Versuchen die Ohren voll.)

Geht ihr ins Bett nehmt das Kind mit, legt es zu Euch und Mama stillt es in den Schlaf. Irgendwann wird Euer Kind begreifen dass Ihr immer da seid tag und nacht und es wird problemlos loslassen und einschlafen. Noch später wird es wissen, dass ihr auch für es da seid, wenn ihr gerade nicht da seid.

Und nun komplett ernsthaft, laßt bitte unbedingt die Hände von Ratgeberbüchern á la „Jedes Kind kann schlafen lernen“
http://www.ferbern.de wäre dazu ne Leseanregung.

So und jetzt noch Dinge, die bei meiner 3 Monate alten Tochter für lange Schlafphasen sorgen:
Spaziergänge (die Kälte gerade bringts noch besser)
abendliches Baden

Und nochmal meine unbedingte Bitte, nicht ferbern!!!

PP

Hallo Michael.

Unser kleiner Racker ist jetzt fast 5 Monate alt und er schläft auch nur dann wenn es ihm passt. D.h. wenn er den ganzen Tag über wach sein möchte, dann ist das halt mal so (eigentlich fast jeden Tag). Aber ganz ehrlich, solange er nachts schläft, darf er tagsüber so lange wach sein wie er möchte. Ich höre allerdings da auch ein wenig Mißmut heraus. Vermutlich wollt ihr tagsüber auch mal was anderes machen als nur auf das Kind aufzupassen. Tja, das ist Pech für euch, das hättet ihr euch mal früher überlegen sollen. :wink:
Eure Tochter steht jetzt im Mittelpunkt, da ist kein Platz mehr für andere Dinge (zumindest sollte es so sein). Freut euch über euren neuen Lebensmittelpunkt und fördert das Kind so gut es geht. Ich vermisse meinen PC inzwischen fast nicht mehr, es gibt sogar Tage, an denen er garnicht mehr angemacht wird… jaja, so ändern sich die Zeiten.

Ich kann mich da eigentlich meinen Vorrednern nur anschließen. Mit dem Kind ist alles in Ordnung und ihr solltet froh sein, dass es tagsüber wach ist und nicht nachts!
Und ja, lange Spaziergänge und schwimmen gehen hilft tatsächlich beim Einschlafen tagsüber. Wenn man sich intensiv mit den Kinder beschäftigt (nur fordern, nicht überfordern!), werden sie auch tagsüber mal schnell müde.

Ich wünsch euch beiden viel Glück, Spaß und vor allem Geduld!
Gruß, Bernd

PS: Als Anmerkung, weil es zumind. von Bernd offensichtlich falsch verstanden wurde: es geht hier nur um das abendliche Zu-Bett-Gehen, tagsüber ist der Kleine fast nur wach und auch wenn das anstrengend ist ist es völlig ok für meine Frau. Nur kann sie nicht jeden Abend bis nach Mitternacht wach bleiben (weil sie dann vermutlich im Stehen einschläft) und ich selbst muss auch jeden Morgen um 6h raus, deshalb gehen wir ca. um 22h schlafen. Und richtig: vermutlich ist unser Sohn da noch nicht müde, deswegen suchen wir nach Möglichkeiten, ihn zu beruhigen und sanft in den Schlaf zu bringen…

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

Hallo,

den ultimativen Tipp habe ich nicht, ich kann Euch nur sagen, es wird besser werden. Wenn die Kleinen mal tagsüber aktiver sind, dann schlafen sie abends auch ruckzuck ein.
Ich finde Einschlafstillen ganz super, dann kommen die Kleinen runter und werden ruhiger. Danach lege ich meinen Sohn (6 Monate) auf die Brust, lasse ihn aufstoßen und meist schläft er dabei ein.
Von alleine ins Bett legen halte ich nix, mein Sohn auch nix, dann wird er fit und fängt an zu spielen. Und somit behalte ich ihn eben im Arm, dann schläft er gut ein, ich lege ihn ins Bett und fertig. Dauer, ca. 10-15 Minuten und ich hab noch nen freien Abend…

Ansonsten empfehle ich Dir das Buch „Babyjahre“ von Largo. Der hat ein gutes Kapitel über das Schlafverhalten bei den Kleinen beschrieben, vielleicht hilft es Euch. Aber das Buch ist auch in allen anderen Kapiteln super und empfehlenswert.

Liebe Grüße und viel Durchhaltevermögen,
Salbei

Hallo

Nur
kann sie nicht jeden Abend bis nach Mitternacht wach bleiben
(weil sie dann vermutlich im Stehen einschläft) und ich selbst
muss auch jeden Morgen um 6h raus, deshalb gehen wir ca. um
22h schlafen. Und richtig: vermutlich ist unser Sohn da noch
nicht müde, …

Da habt ihr aber ein aufgewecktes Kerlchen!

deswegen suchen wir nach Möglichkeiten, ihn zu
beruhigen und sanft in den Schlaf zu bringen…

Ich würde sein Bett direkt neben eurem hinstellen (oder ihn in eurem Bett schlafen lassen) und einfach um zehn Uhr schlafen gehen. Dann langweilt er sich zwar, aber fühlt sich nicht einsam. Wenn er anfängt zu schreien, kann man ja mit ihm Händchen halten und weiterschlafen.

Wenn er merkt, dass es regelmäßig von 22:00 bis ultimo nur noch langweilig ist, wird er seinen Tagesrythmus ja vielleicht etwas umstellen.

Aber es gibt so Kinder, die tatsächlich extrem wenig Schlaf brauchen. Die sollten dann wahrscheinlich sehr viel geistige und andere Anregungen tagsüber bekommen.

Viele Grüße
Simsy

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Hallo

Auch tagsüber ist er das brävste Kind, das man sich
vorstellen kann, nur die teilweise 1,5 Std. Aktion bis er
eingeschlafen ist geht uns mittlerweile tierisch auf die
Nerven.

Mir ging zwar auch immer viel auf die Nerven, aber mein
Kind das nicht einschlafen konnte, sicher nicht :wink:

Es wäre toll, wenn wir mal einen Tip bekämen, der sonst in
keinem der zahlreichen Ratgeber-Bücher auftauchen - im voraus
herzlichen Dank dafür!!!

„Die Natur“ hat es so eingerichtet, daß das Baby immer
bei der Mutter ist oder sein soll, auch in der Nacht.
Idealerweise passen sich dann die Schlafphasen von
Mutter und Kind einander an. Dabei wird die Mutter
bei allen anderen Betätigungen von der Großfamilie
unterstützt. Das kann man schön daran erkennen,
daß beim Menschen die Lebensspanne das „reproduktive
Alter“ um mindestens 25 Jahre übersteigt.

Der „Tip“ bestünde daher darin, Dir nahezulegen,
die Bedingungen für Deine Frau so einzurichten,
daß jene sich an die „seit 100,00 Jahren bewährten“
Bedingungen angleichen. Alles Andere ist imho
„irgendwie kaputt“ und kann nur „irgendwie
kompensiert“ werden. Das geht zwar, aber die
Rechnung wird später präsentiert.

Grüße

CMБ

Moin,

Aber es gibt so Kinder, die tatsächlich extrem wenig Schlaf
brauchen.

Wirklich? Eine Hebamme behauptete mir gegenüber mal, dass zwar fast alle Eltern denken, dass ein Säugling weniger schläft, als z.B. die Mutter, aber dies tatsächlich noch nie so festgestellt werden konnte :smile:

Gruß
Marion

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hallo michael,
versucht doch mal den kleinen wesentlich eher zum schlafen zu legen. bei uns hat sich mittlerweile zwischen 5-6 eingependelt. das hätte ich nie gedacht, dass es so zeitig am besten funktioniert. evtl. ist 22 zu spät und er kommt dann nicht mehr runter.

das kam hier schon mal, das schlafbedürfnis kann zwar nicht so ausgeprägt sein, wird aber nicht unter dem minimalbedarf von erwachsenen liegen. daher nochmal der tipp (ja ich missioniere) besorgt euch ein trageutensil (muß ja nicht das kompliziert scheinende tuch sein - stichwort: ergo carrier o. manuca) und tragt das kind, dann bekommt er auch tagsüber ne schlafpause. man kann alles auch ausleihen und ausprobieren. bitte nicht den babybjörn mit dem gesicht nach vorn, das wäre eher kontraproduktiv.

das kind wird eure bisherige anspannung merken und reagiert dann erst recht.
alles gute
pp

PS: Als Anmerkung, weil es zumind. von Bernd offensichtlich
falsch verstanden wurde: es geht hier nur um das abendliche
Zu-Bett-Gehen, tagsüber ist der Kleine fast nur wach und auch
wenn das anstrengend ist ist es völlig ok für meine Frau.

Ok, das hab ich wohl tatsächlich falsch aufgefasst.

Nur kann sie nicht jeden Abend bis nach Mitternacht wach bleiben
(weil sie dann vermutlich im Stehen einschläft) und ich selbst
muss auch jeden Morgen um 6h raus, deshalb gehen wir ca. um
22h schlafen.

Also unser Sohn schläft am besten ein wenn er zwischen uns im Bett liegt. Wir spielen dann meist noch etwas mit ihm, falls er nicht beim Stillen eingeschlafen ist. Aber erzwingen kann man das auch bei ihm nicht. Es gibt auch Abende, da will er bis um 12 Uhr nicht einschlafen. Das ist aber meistens nur, wenn er tagsüber einen eher „langweiligen“ Tag hatte. Da er inzwischen die Rückenlage überhaupt nicht mehr mag, liegt er fast den ganzen Tag über auf dem Bauch, da ist das mit dem Einschlafen eigentlich kein Problem mehr.
Euer Sohn ist jetzt 3 Monate, da sollte er inzwischen schon gut auf dem Bauch liegen können. Er wird dann von selbst den Kopf heben wollen. Sowas ist anstrengend und macht mit der Zeit müde. Fangt damit am besten so gegen 20 Uhr an, dann dürfte er bis 22 Uhr Hundemüde sein. :wink:

Und richtig: vermutlich ist unser Sohn …

Ups, da hab ich wohl was mit einer Tochter geschrieben… mein Fehler. :smile:

Bernd

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Hallo,

mein Sohn war abends einfach nicht zum Schlafen zu bringen. Meine „Aktionen“ waren eher 2-3 Stunden abends und ich ging teilweise wirklich am Krückstock, da Alleinerziehend, also ohne Aussicht auf Ablösung.

In meiner Verzweiflung hab ich folgendes gemacht:
Das Nachmittagsnickerchen war nur bis maximal 17 Uhr erlaubt. Der Kleine hätte sonst einfach zu gerne die Nacht zum Tag gemacht. Ich habe drauf geachtet, dass ein Nachmittagsschläfchen nicht zu spät ist. Sonst lieber noch ne Stunde wachhalten und dann schlafen gehen.

Meine Waffe :smile:, ökologisch nicht vertretbar, aber mein letzter Strohhalm…
Beim Autofahren schlief er immer ein. Also hab ich es zu meinem Vorteil umgemünzt. Ich hab ihn komplett schlaffertig gemacht und in Schlafanzug und Schlafsack in seinen Kindersitz gesteckt. Ich bin dann so ca. ne halbe Stunde um die Häuser gefahren und er hat tief und fest geschlafen. Das rausnehmen aus dem Kindersitz und umsiedeln ins Bettchen hat er gar nicht mehr mitbekommen. Allerdings war er älter als 3 Monate, in dem Alter hatte ich die massiven Probleme noch nicht.

Ich weiß, alle Umweltschützer hätten mich dafür an die Wand genagelt, aber in meiner Verzweiflung hab ich wirklich keinen anderen Ausweg gesehen. Schlaf war damals für mich Luxus.

Als er kleiner war, hab ich ihn im Kinderwagen in den Schlaf gewackelt :smile: aber die räumlichen Verhältnisse gaben das halt auch her und kann nicht unbedingt von jedem umgesetzt werden.

Ich kann gut nachvollziehen, dass „schlaflos in Michaels-Wohnung“ wirklich sehr zu setzen kann. Ich hab das über einen sehr langen Zeitraum alleine bewältigen müssen und ich wundere mich noch heute, dass ich das überhaupt überstanden habe.

Grüße

Sarah

moin,
ich habe die anderen ratschlaege kaum gelesen, daher mag sich hier einiges wiederholen:

  1. regelmaessigkeit!
    = wiederkehrende rituale beim essen, ins bett bringen - IMMER zur gleichen zeit!

  2. ruhe
    = lasst wirklich alles stressige, was euch beschaeftigt, beim zubettgehen weg, klaert eure anderen probleme zu anderen zeiten, lasst die kinder da raus.

  3. aufmerksamkeit
    = das regelmaessige zubettbringen ist keine nebenbeibeschaeftigung, sondern eine hoechst anspruchsvolle taetigkeit! es gibt keine wichtigere taetigkeit, keinen guten film im fernsehen, keine termine, etc… das bettgehen erfordert jederzeit die geballteste energie des tages!

  4. konsequenz
    = wenn ihr 1 + 2 + 3 nach bestem wissen + gewissen durchzieht, dann steht es euch zu, das kind zu „bestrafen“ - bestrafen in dem sinne, dass ihr es ne zeitlang ohne reaktion rumplaerren lasst, wenn einwandfrei keine pathologischen gruende vorliegen.
    kleinstkinder „spielen“ gern mit den eltern , um rauszufinden, wie man sie am schnellsten wieder zu sich bekommt. das ist keine boshaftigkeit, sondern voellig soziale entwicklung.

gute nacht
khs

Hallo Michael,

hat mal jemand einen wirklich nützlichen Tip in Sachen
„Einschlafprobleme“ eines 3 Monate alten Säuglings? Das
Übliche (wach in die Wiege legen, stille Atmosphäre,
Gute-Nacht-Lied singen, rumschaukeln, rumtragen)

Das erscheint mir einfach zuviel des Guten.
Ich habe auch die Erfahrung gemacht, dass je mehr ich wollte ,dass mein Sohn / Söhne einschlafen, je länger hat es gedauert (z.B. weil wir wegwollten (babysitter on standby), weil ich was im TV sehen wollte oder weil es anderes gab, was ich noch machen wollte (reden z.B).)
Diese Unruhe, die vielleicht nicht mal dem Partner auffällt, spürt das Kind und reagiert - wie sollte es anders sein - mit wachbleiben.
Ich habe als die Kinder ganz klein waren gesungen (sie konnten sich nicht wehren, ich singe gern, aber nicht gut). Singen (und später Vorlesen) verlangt ruhiges Atmen, diese Stimmung, diese Ruhe geht auf die Kinder über. Später kam hinzu, dass ich mich selbst durch das Vorlesen beruhigt habe und wiederum, diese Ruhe geht auf die Kinder über.
Aber es war NUR Vorlesen, es war NUR Singen, nicht das noch und das noch undsoweiter.

Dies vor allem als Tipp für euch zum Entspannen.

Gruß
eklastic

Auch moin,

  1. konsequenz
    = wenn ihr 1 + 2 + 3 nach bestem wissen + gewissen durchzieht,
    dann steht es euch zu, das kind zu „bestrafen“ - bestrafen in
    dem sinne, dass ihr es ne zeitlang ohne reaktion rumplaerren
    lasst, wenn einwandfrei keine pathologischen gruende
    vorliegen.
    kleinstkinder „spielen“ gern mit den eltern , um rauszufinden,
    wie man sie am schnellsten wieder zu sich bekommt. das ist
    keine boshaftigkeit, sondern voellig soziale entwicklung.

Es handelt sich um einen Säugling im Alter von 3 Monaten!!!
Evtl. nochmal n’bißchen überdenken die Aussage…

Ansonsten gibt es bereits hervorragende Kommentare, denen ich nichts hinzuzufügen habe. Alles bereits gesagt:wink:

Liebe Grüße,
Christiane

Einschlafen will gelernt sein
Hallo,
ich kenne Einschlafprobleme wie euer Kind sie hat nur allzu gut. Dabei bin ich eine Mutter, die nach all den Prinzipien … Kind will Nähe und soll sie auch bekommen etc. ihre Kinder erzieht.

Aber bei so langen Einschlafprozeduren, die letztlich nicht viel bringen, ging bei mir auch die Geduld zu Ende. Es ist zeitraubend und auch kräfteraubend.

Ein Kind sollte lernen, auch allein einzuschlafen. Es sollte seine Schmusezeit, Spieluhraufziehzeit u.s.w. bekommen. Aber nach 10 Minuten oder so dürfte gut sein.

Meine Kleine war damals ganz schlimm. Sie war todmüde, aber wollte nicht alleine und KONNTE es auch nicht. Woher auch?

Ich lieh mir dann ganz verzweifelt ein Buch von einer Freundin aus. Den genauen Titel weiß ich nicht mehr … so ähnlich wie „schlafen lernen“.

Es waren zwei harte Wochen. Man musste nach dem normalen Einschlafritual das Kind quängeln lassen und nach einer gewissen Zeit wieder hineingehen ins Kinderzimmer und ihm zeigen, dass alles gut ist.

Diese Abstände wurde dann jeden Abend (bei mir auch mittags) zeitlich vergrößert. Wichtig war dabei, dass das Kind weiß, dass man ihm zeigt, alles ist gut.

Nach einer Woche hatten wir Erfolg und sie ist allein eingeschlafen. Sie musste sich einfach daran gewöhnen.

Klingt vllt. hart, aber es ist nicht unmenschlich. Absolut nicht.

Viel Erfolg wünsch ich euch!

Liebe Grüße Herzblume

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Hallo

Dabei bin ich eine Mutter, die nach all den Prinzipien
… Kind will Nähe und soll sie auch bekommen etc. ihre Kinder
erzieht.

Dann verstehe ich den folgenden Absatz nicht:

Ein Kind sollte lernen, auch allein einzuschlafen. Es sollte
seine Schmusezeit, Spieluhraufziehzeit u.s.w. bekommen. Aber
nach 10 Minuten oder so dürfte gut sein.

Nach 10 Minuten?
Das Kind hat eigentlich ganztägig den Bedarf nach Körperkontakt.

Klingt vllt. hart, aber es ist nicht unmenschlich. Absolut
nicht.

Dazu gibt es andere Ansichten.

Ein Baby ist existenziell abhängig von seiner Mutter, und es kann Todesängste ausstehen, wenn sie nicht da ist. Ok, wenn durch sporadisches Auftauchen der Mutter dem Kind immer klargemacht wird, dass sie doch irgendwie da ist (allerdings nicht wirklich bereit, ihm die Nähe zu geben, die es braucht), dann ist es vielleicht nicht ganz so schlimm.

Aber Körper- und anderer direkter Kontakt gibt auch eine Menge Anregungen und fördert in vielerlei Hinsicht die Entwicklung, und vor allem auch das Selbstbewusstsein.

Viele Grüße
Simsy

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Allein schon das: Einschlafen will gelernt sein
Hallo noch mal,

allein schon der Titel: Einschlafen will gelernt sein.
Oder ‚Jedes Kind kann schlafen lernen‘. Das klingt doch genauso wie: Atmen will gelernt sein.

Schlafen ist ein Grundbedürfnis des Menschen, ebenso wie z. B. die Nahrungsaufnahme und das Atmen. Das muss man nicht erst lernen. Ohne dem ist der Mensch nicht lebensfähig.

Wenn ein Kind das erst lernen muss, dann ist das doch ein deutliches Zeichen dafür, dass da etwas nicht stimmt. Dass da vielleicht ein anderes, lebenswichtiges Grundbedürfnis nicht befriedigt wird, und das Kind deswegen nicht schlafen kann.

Viele Grüße
Simsy

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mich würde ganz ehrlich mal interessieren, wie du es ausgehalten hast, dein kind minutenlang allein in einem andren raum schreien zu hören.
pp
http://www.ferbern.de