Einschulung

Hallo Leute! Ich habe ein familiäres Problem. Die Tochter meiner Lebensgefährtin wird in diesem Sommer eingeschult. Nun steht die Frage an, wer und vor Allem, wo findet die Feier statt? Der Noch- Ehemann meiner LG möchte am Liebsten mit seiner Noch- Frau und seiner Tochter allein den Tag verbringen. Meine Freundin ist aber (aus verständlichen Gründen) dagegen. Wir wollten aber bei den Eltern meiner LG feiern, aber Ihr Mann ist absolut dagegen.Da würden seine Eltern nicht erscheinen und er ebenso nicht. Wenn schon eine Feier, dann bei Ihm zu Hause. Da würde ich aber nicht daran teilnehmen können und wollen) und meine Eltern auch nicht. und meine Freundin ist damit auch nicht einverstanden! Das Erziehungs- und Sorgerecht liegt aber bei beiden Elternteilen. Nun meine Frage: Kann und soll sich meine Freundin gegen ihren Mann durchsetzen? Gibt es eine rechtliche Handhabe? Kann sie es selbst bestimmen ohne Konsequenzen? Bitte helft uns… Danke!

Kann und soll sich meine Freundin gegen ihren
Mann durchsetzen? Gibt es eine rechtliche Handhabe? Kann sie
es selbst bestimmen ohne Konsequenzen?

wenn ich so was lese, kriege ich einen Hals!
Das soll ein Fest für das Kind werden und ihr Erwachsene habt euch gefälligst zurückzuhalten!
Zur Not gibt es zwei Feiern und gut ist es.

Meine Frau und ich haben uns vor einiger Zeit getrennt.
Wir hatten gerade Kommunion und dort ging es so.
Eine Feier (mit beiden Eltern) und beiden Großeltern, eine andere Feier mit der Mutter, deren neuem Lebensgefährten und dessen Eltern.

Eure kleinkarierte Streiterei kenn nur einen Hauptverlierer, nämlich das Kind.

Gandalf

Gegenvorschlag
Moin,

ich mache euch einen Gegenvorschlag.
Ich bin gerne bereit, das Mädchen an ihrem ersten Schultag zu begleiten, nach der Einschulung schön mit ihr irgendwo Eis zu essen und noch etwas Spaß zu haben.

Der Rest der Familie, einschließlich Freundinnen und Freunden, Ehepartnern und Ex-Ehepartnern und Eltern von selbigen und wer auch immer sonst noch sich berufen fühlt, hier mitzumischen, kann sich derweil in einem Sandkasten zusammenfinden, sich gegenseitig mit Sand beschmeißen und mit Förmchen hauen.

So ein Erwachsenen-Theater wie du es beschrebist hat kein Kind an seinem ersten Schultag verdient.

Gruß
Marion

Hi

Nun meine Frage: Kann und soll sich meine Freundin gegen ihren
Mann durchsetzen? Gibt es eine rechtliche Handhabe? Kann sie
es selbst bestimmen ohne Konsequenzen?

Mal eine Frage: Denkt irgendjemand von Euch eigentlich an das Kind?

Oder geht es Euch in der Hauptsache um die Durchsetzung Eurer Standpunkte - mit möglichst vielen Beteiligten, die das im Prinzip nicht wirklich was angeht, um nur ja zu keiner Einigung zu kommen - ohne Rücksicht auf die eigentliche Hauptperson, die vielleicht eigene Wünsche für diesen Tag hat.

Bitte helft uns…

Den Vorschlag von Marion solltet Ihr unbedingt in Erwägung ziehen, statt der Tochter den Einschulungstag mit Euren kleinlichen Streitereien zu verderben.

Gruß
Edith

Hi Lula,
ich schließe mich erst mal grundsätzlich meinen Vorrednern an - was Ihr da für Strategiespeile spielt ist lächerlich.
Mein Vorschlag, sofern die teilnehmen wollenden „Erwachsenen“ tatsächlich das Kind und den Grund des Zusammenseins im Auge haben solltet Ihr an einem neutralen Ort alle gemeinsam feiern - fahrt doch alle zusammen zum Picknick.
Wenn - und davon gehe ich momentan aus - das mit den Beteiligten nicht möglich ist solltet Ihr zu Mittag zu der einen Partei und anschließend zu der anderen Partei gehen.
Was mir aber nicht ganz klar ist - wie macht Ihr das bei der Feierstunde in der Schule? Habt Ihr bei der Schule zwei Feierstunden durchgesetzt bekommen - damit die einzelnen Parteien sich nicht gegenseitig begegnen müssen?
Gruß D.

Hi,

also, geprügelt wurdest Du ja nun ausreichend (und zu recht…).
Da die Eltern des Mädchens aber nun mal berechtigterweise auch eigene Wünsche haben, versuche auch ich mich mal an ein paar konstruktiven Bemerkungen.

Der Noch- Ehemann meiner LG möchte am Liebsten mit
seiner Noch- Frau und seiner Tochter allein den Tag
verbringen. Meine Freundin ist aber (aus verständlichen
Gründen) dagegen.

Welche verständlichen Gründe sind das denn? Sofern es nur darum geht, daß sie ein emotionales Problem mit ihm hat (weil er sie z.B. betrogen hat), sollte sie für einen Tag mal über ihren Schatten springen - es geht hier primär um ihre Tochter und deren Gefühle. Erwachsene sollten in der Lage sein, ihre Gefühle mal für ein paar Stunden zu unterdrücken.

Wir wollten aber bei den Eltern meiner LG
feiern, aber Ihr Mann ist absolut dagegen.Da würden seine
Eltern nicht erscheinen und er ebenso nicht.

Auch von ihm und seinen Eltern kann man durchaus mal verlangen, die eigenen Gefühle ein wenig im Griff zu behalten…

Wenn schon eine
Feier, dann bei Ihm zu Hause.

Erinnert mich ein wenig an Kindergarten. Trotz läßt grüßen…

Da würde ich aber nicht daran
teilnehmen können und wollen) und meine Eltern auch nicht.

Sorry, aber Du und Deine Eltern haben in dem Zusammenhang auch nichts zu melden… Wenn Eure Teilnahme an der „offiziellen“ Feier möglich ist, ist das wunderbar. Wenn das aus emotionalen Gründen nicht geht, habt Ihr Euch gefälligst zurückzuhalten und notfalls eine eigene Feier zu veranstalten.

und
meine Freundin ist damit auch nicht einverstanden!

Weil Du und Deine Eltern nicht teilnehmen können, oder gibt es dafür andere Gründe?

Das
Erziehungs- und Sorgerecht liegt aber bei beiden Elternteilen.
Nun meine Frage: Kann und soll sich meine Freundin gegen ihren
Mann durchsetzen?

Kann: wenn das Aufanthaltbestimmungsrecht bei ihr liegt kann sie das sicher.
Soll: auf keinen Fall!

Gibt es eine rechtliche Handhabe? Kann sie
es selbst bestimmen ohne Konsequenzen?

Dies allein bliebe sicherlich ohne große rechtliche Konsequenzen. Da dies aber nicht der einzige Streitpunkt der Beiden sein wird, würde das von Euch geplante (idiotenmäßige) Verhalten im Streitfall vor Gericht entsprechend zur Kenntnis genommen.

Bitte helft uns…

Ich sehe hier zwei Eltern, die sich aus mir unbekannten Gründen nicht mehr riechen können, denen aber beiden ihr gemeinsames Kind wichtig ist.
Also sollen die beiden gefälligst mal über ihren Schatten springen, sich an einen Tisch setzen und eine gemeinsame Lösung finden mit der alle, vor allem aber die Tochter leben können. Bei der Berücksichtigung der Wünsche gelten dabei folgende Prioritäten:

  1. die Tochter
  2. die Tochter
  3. die Tochter
  4. die leiblichen Eltern
  5. die Großeltern
    dann lange nichts
  6. Du und Deine Eltern

Gruß Stefan

moin,

ich wuerde ganz auf eine feier verzichten, und das kind soll sich unter diesen umstaenden irgendwas wuenschen, wie es den tag gewuerdigt sehen moechte, und dso wird es dann auch gemacht und abgehakt:

alle beteiligten erwachsenen sind offenbar nicht in der lage, eine passende loesung zu finden.

das ist umso bedenklicher, weil es sich um einen freudigen anlass handelt!

nun stell dir mal vor, es gibt einen traurigen anlass fuer eine familienfeier ( oma stirbt, etc… )

da werden die erwachsenen dann umso weniger in der lage sein, diesen anlass mit wuerde und fairem anstand zu begehen…

und ich befuerchte, diese spannung ist nur die spitze des eisbergs fuer viele weitere ungeloeste probleme in dieser konstellation…

den beteiligten sollte klar sein, dass das lavieren mit ungeloesten vergangenheitsproblemen dem kind nur schadet, und sich dann sehr wahrscheinlich in verhaltensstoerungen wiedergibt.

wollt ihr das?

gruss
khs

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Hi Lula,

Ich kann mir nicht vorstellen, daß es eine gesetzliche Regelung für so eine Feier gibt.

Ich kann mir denken, daß für das Kind (und das ist die Hauptperson) wird sicherlich nicht schön sein -und das sollte es für ihn sein-, wenn grimmige Geschichter, schlechte Laune und noch schlechtere Atmosphere herrscht. Aus diesem Grund würde ich nun einen Mittelweg suchen (woran sich ALLE zu halten hätten) und vorschlagen, daß die eine Hälfte (also Du, Deine LG und ihre Eltern) feiert mal abends z.B. und die andere Hälfte mittags. Das Kind natürlich zweimal. Ich weiß, daß dies nicht so toll ist, aber mMn. alles andere ist es nicht nur unschön, sondern auch traurig.

Das ist mein Vorschlag ohne die anderen Antworten gelesen zu haben.

Schöne Grüße,
Helena

neutraler Boden
Hi,

also bei uns findet ein Großteil der Veranstaltung auf neutralem Gelände statt und somit sollte ihr es auch schaffen gemeinsam (Eltern, neue Lebensabschnittsgefährten, Omas und Opas) daran teil zu nehmen. In unser Region ist es so, dass man erst in der Aula der Schule feiert, dann gehen die Kinder in ihre erste Unterrichtsstunde während die „Eltern“ auf dem Schulhof bei Kaffee und Kuchen warten und an- bzw. abschließend folgt noch ein Gottesdienst.

Diesen „offiziellen“ Teil sollte jeder Erwachsene überstehen können, selbst wenn man getrennt ist – man kann sich ja auch herrlich aus dem Weg gehen.

Was in den inoffiziellen Teil angeht, sprich die Feier anschließend, würde ich die Idee mit den zwei Feiern bei euch favorisieren denke aber es wäre für das Kind auch schön, wenn sich die lieblichen Eltern darauf verständigen könnten, gemeinsam im ganz kleinen Kreis irgendwo mit dem Kind zu vergnügen.

Wie unten schon gesagt wurde, es ist einer der wichtigsten Tage im Kinderleben und der sollte für das Kind harmonisch und schön ablaufen. Darum also mein Tipp, so viel neutraler Boden wie möglich und bloß kein Tauziehen anfangen.

Viel Glück
Me

Habt Ihr eigentlich…
… schon mal die Tochter gefragt, wo, mit wem und in welchem Rahmen sie sich ihre Einschulungsfeier wünscht? Fast habe ich den Eindruck, sie kriegte die Planung besser geregelt als ihr.

Selbst wenn ihr Vorschlag „Currywurst auf dem Spielplatz“ wäre, so würde es aus meiner Sicht ein gelungenerer Ansatz sein als das, was ihr gerade veranstaltet.

Spekulation
Hallo

Der Noch- Ehemann meiner LG möchte am Liebsten mit
seiner Noch- Frau und seiner Tochter allein den Tag
verbringen.

Wahrscheinlich möchte die Tochter das auch am liebsten.

Das ist natürlich reine Spekulation.

Viele Grüße
Simsy

Hallo

Der Noch- Ehemann meiner LG möchte am Liebsten mit
seiner Noch- Frau und seiner Tochter allein den Tag
verbringen.

Wahrscheinlich möchte die Tochter das auch am liebsten.

Und vermutlich hat er auch keine Freundin,
mit der er unbedingt an diesem Tag
zusammen feiern möchte.

Das ist natürlich reine Spekulation.

ebenso

Grüße

CMБ

Hallo

Und vermutlich hat er auch keine Freundin,
mit der er unbedingt an diesem Tag
zusammen feiern möchte.

Kann natürlich sein, dass er bei der Gelegenheit die Frau wieder anbaggern will, das müsste natürlich klar sein, dass das nicht passiert.

Aber vielleicht vertritt er die Wünsche der Tochter?
Rein theoretisch wäre das möglich.

(reine Spekulation)

Aber ich versteh eigentlich nicht, wieso die Mutter genau diesen Tag unbedingt mit ihrem Freund zusammen verbringen möchten sollte, außer der hat ein ganz besonders gutes Verhältnis zur Tochter.

Mir würden ansonsten dafür nur zwei Gründe einfallen:

  1. Der Mann wärmt in irgendeiner Form immer alte Geschichten auf, wenn sie mit ihm alleine ist, von denen sie nichts mehr wissen will.
  2. Der Freund ist dann zutiefst beleidigt.

Viele Grüße
Simsy

Hallo,

noch mehr Spekulation:
der Freund ist schon seit 5 Jahren Freund und (inoffizieller) Stiefvater (die Tatsache, dass seine Eltern sich als Großeltern engagieren, spricht dafür).

So leid es mir für das Mädchen tut - eine zweigeteilte Feier scheint das Einzige, zu dem man raten kann.

Gruß
Elke

Hallo,

und das würde ich bei jeder anderen Gelegenheit auch so handhaben - es wird nicht bei der Einschulung
bleiben: es folgen noch Geburtstage und Weihnachten!

Hallo und danke für die schnellen und umfangreichen Antworten! Hab ja ganz schön „Feuer“ bekommen. Aber ich muß hier noch mal ein paar umfangreichere Erläuterungen zu dem Thema machen: Also wir streiten uns NICHT wie im Kindergarten. Das Kind soll sowieso entscheiden wie es den Tag verbringt. Uns sie möchte, daß wir bei den Eltern ihrer Mama feiern. Mit mir und meinen Eltern. Zu ihren anderen Großeltern hat sie nicht das allerbeste Verhältnis. Und ich muß Euch auch noch sagen, daß ich mich aus Allem raushalte. Mir tut nur meine Freundin leid, weil sie von Ihrem Ex-Mann da unter Druck gesetzt wird. Wir sind uns der Verantwortung dessen schon bewußt, daß wir diese Streiigkeiten nicht auf dem Rücken der Kleinen austragen sollte aber erzählt das mal dem Vater des Kindes! VLG, Lula

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

einspruch!!

So leid es mir für das Mädchen tut - eine zweigeteilte Feier
scheint das Einzige, zu dem man raten kann.

moin,

eine zweigeteilte feier halte ich fuer fatal - man wird versuchen, sich gegenseitig zu uebertrumpfen, um zu punkten:

papa laesst die groesste achterbahn der welt im garten aufbauen, mama heuert tokio-hotel fuer ein exklusivkonzert an…

vergebliche energie- und geldverschwendung, die AUCH zu verstoerungen beim kind fuehren wird…

gruss
khs

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Hallo,

da es, wie Du unten erwähnst der Wunsch des Kindes ist, bei den Eltern der Mutter mit Dir und Deinen Eltern zu feiern, macht die Sache nicht unbedingt leicht. Aber dann wäre es doch angebracht, wenn der Vater dann den zweiten Teil des Tages bekommt. Natürlich sollten in erster Linie die Wünsche des Kindes vorgehen. Aber es ist einem Kind in dem Alter durchaus verständlich zu machen, das Papa auch mit ihr feiern will.

Wir halten bei Familienfeiern die neuen Lebensgefährten strikt raus. Auch bei Festen von noch gemeinsamen Freunden bleibt der LG weg, sofern der andere Elternteil kommt. Obwohl wir uns durchaus gut verstehen, aber wir wollen jegliche Konflikte vermeiden. Dazu gehört natürlich ein großes Maß an Toleranz von den neuen LGs. Von den Kindern kommt gar nicht der Wunsch, wahrscheinlich da wir es von Anfang an so gehalten haben.
Bei der Taufe und Kommunion unserer Tochter haben wir beide Male auf neutralem Boden mit allen Verwandten gefeiert und haben es alle sehr genossen.

Ich wünsche Euch, dass ihr diese und alle kommenden Feste zu aller Zufriedenheit feiern könnt.

Grüße Karamell

Hallo,

he, wir reden doch hier von der Einschulung, oder wie sehe ich das? MUß denn da eine rießen Fete draus werden? Ihr macht doch eine Feier um dem Kind einen Gefallen zu tun. Aber wenn das Kind das garnicht möchte? Warum dann der große Aufwand? Als ich eingeschult wurde, war mein Dad arbeiten, nur meine Mutter war dabei, und da waren beide noch verheiratet! Noch lange! Wenn das schon solche Probleme bei einer Einschulung gibt, was macht ihr dann erst bei richtigen Feiern? Einem Geburtstag, an Weihnachten oder Ostern??? Das ist doch jetzt ein ganz persönlicher Tag für das Kind! Dann laßt auch das Kind entscheiden, wie es diesen besonderen Tag angehen möchte. Denn wenn der erste Schultag schon mit negativen Gefühlen asoziiert wird, was soll das dann die nächsten Jahre werden. Gönnt ihm einen Tag, der ihm gut in Erinnerung bleibt!
Viele Grüße
Mike

Hallo,

vielleicht bin ich ja hoffnungslos altmodisch, aber ich hatte an ein etwas festlicheres Mittagessen als normal und ein Eisessen oder so gedacht, nicht an die Vorwegnahme einer Super-Duper-alles-muss-übertroffen-werden-Party.

Gruß
Elke