Einstufungstest Englisch: Wie spät ist es?

Hallo,

bei dem GER-Einstufungstest Englisch von Cornelsen, Niveau A1, soll in Frage 10 jemand nach der Uhrzeit gefragt werden.
Von den 3 vorgegebenen Möglichkeiten, hatte ich die folgende gewählt:
„Excuse me, what is the time, please?“. Dafür erhielt ich aber 0 von 2 Punkten, d.h. dass meine Antwort offensichtlich falsch war.
Richtige Antwort: „Excuse me, what time is it, please?“
In meinem Pons-Wörterbuch sind aber beide Versionen aufgeführt.
Sind beide richtig oder ist tatsächlich meine Antwort falsch und ggf. warum?

Gruß
Pontius

Hallo,

„Excuse me, what is the time, please?“. Dafür erhielt ich aber
0 von 2 Punkten, d.h. dass meine Antwort offensichtlich falsch
war.
Richtige Antwort: „Excuse me, what time is it, please?“
In meinem Pons-Wörterbuch sind aber beide Versionen
aufgeführt.

Die 2. Antwort ist die geläufigere.
WENN die 1. Antwort benutzt wird, müsste es heißen: What 's the time, please?

Gruß
Elke

Die 2. Antwort ist die geläufigere.
WENN die 1. Antwort benutzt wird, müsste es heißen:
What 's the time, please?

ich frage immer „how much kuckuck?“
ist das etwa falsch?

*duck u weglauf*
ExNicki

Hallo Elke,

vielen Dank für deine Antwort.

„Excuse me, what is the time, please?“. Dafür erhielt ich aber
0 von 2 Punkten, d.h. dass meine Antwort offensichtlich falsch
war.
Richtige Antwort: „Excuse me, what time is it, please?“
In meinem Pons-Wörterbuch sind aber beide Versionen
aufgeführt.

Die 2. Antwort ist die geläufigere.
WENN die 1. Antwort benutzt wird, müsste es heißen:
What 's the time, please?

Steht auch so im „Pons“ und habe ich auch immer in dieser Form gesagt.
Aber ich dachte, "What´s ist nur eine Kurzform von „What is“ und könnte deshalb ebenfalls gesagt werden.

Gruß
Pontius

1 Like

Hi Pontius,

gerade das Auseinanderziehen solcher Konstrukte (genau wie immer do not statt don’t sagen) ist der Verräter des Fremdsprachlers :smile:

lg
Kate

Hi Kate,

gerade das Auseinanderziehen solcher Konstrukte (genau wie
immer do not statt don’t sagen) ist der Verräter des
Fremdsprachlers :smile:

ich wüsste alleine anhand der Formulierungen „Wie spät ist es?“ und „Wie spät ist´s?“ nicht, wer von beiden der Fremdsprachler wäre.

Hingegen bei „Hasse ma n´Euro?“ und „Könnten Sie mir bitte einen Euro geben?“ wäre dies auch mir klar. Das würde aber doch nicht bedeuten, dass die zweite Version falsch wäre, auch wenn die erstere weitaus geläufiger ist, oder?

lg
Pontius

Hallo,

ich wüsste alleine anhand der Formulierungen „Wie spät ist
es?“ und „Wie spät ist´s?“ nicht, wer von beiden der
Fremdsprachler wäre.

What’s the time? und What is the time?
ist nicht gleichwertig mit deinen apostrophierten Beispielen.
What is the time? sagt man nur, wenn man das IS wirklich betont (also z.B. What is the time, really? I thought it was ten-ish and now you tell me it’s well past midnight!)

Außerdem wird gerade in den modernen Sprachlehrwerken, die gesprochene Sprache (nicht unbedingt die Umgangssprache) gelehrt.

Gruß
Elke

1 Like

Hi Kate,
Das was du hier sagst, finde ich ausgesprochen interessant:

gerade das Auseinanderziehen solcher Konstrukte (genau wie
immer do not statt don’t sagen) ist der Verräter des
Fremdsprachlers :smile:

Kannst du das bitte näher beschreieben und Beispiele dazu sagen?
Ich wäre dir sehr dankbar dafür!

Ich weiß nur (es ist mir im Laufe der Jahren aufgefallen), dass es ein Unterschied gibt zwischen „don’t use the car“ und „do not use the car“. Im zweiten Fall ist die Aussage viel ernster, bedrohlicher und gleicht ein Verbot (mit möglichen Konsequenzen, wenn das nicht berücksichtigt wird). Oder so zumindest kommt es mir vor.

Aber wie ist es in positiven Sätzen? Warum, wie der UP fragte, gibt es einen Unterschied zwischen zum Beispiel „it is my car“ oder „it’s my car“? Und welcher ist es genau?

Schon jetzt vielen Dank für die Erklärung!

Schöne Grüße,
Helena

Hi,

die kontraktierten Formen sind typisch für das gesprochene Englisch, die „langen“ für das geschriebene. Warum? Weil die kontraktierten bequemer sind, und die „langen“ eindeutiger.

Wenn man nun die langen Formen auch spricht, zeigt man, dass man die Sprache nicht übers Sprechen, sondern übers Schreiben gelernt hat. Welcher Muttersprachler macht das schon…

Man kann die langen Formen auch im Gesprochenen verwenden - wenn die Akustik schlecht ist oder man es aus anderen Gründen zum (gefühlten) x-ten Mal wiederholt, oder wenn man davon ausgeht, dass der andere eh nicht richtig zuhört… Im Deutschen ist es ähnlich: wenn die Mami den kleinen Alexander nicht (wie sonst) mit „Alex, komma her!“ ruft, sondern „Alexander, komme bitte hierher!“, dann ist die Kacke am Dampfen.

die Franzi

1 Like

Hi Franzi,

vielen herzlichen Dank für Deine Erklärung.
Jetzt ist es alles klar.

Wie ich es sagte, kannte ich das als Betonung für ein Verbot z.B. aber das was du erzählst ist es auch naheliegend.

Also nochmals vielen Dank und ein Sternchen für dich!

Schöne Grüße,
Helena

Hi!

Wenn man nun die langen Formen auch spricht, zeigt man, dass
man die Sprache nicht übers Sprechen, sondern übers Schreiben
gelernt hat. Welcher Muttersprachler macht das schon…

Mit Verlaub, das ist, höflich formuliert, Unsinn. Ich bin Muttersprachlerin. Ich verwende oft die langen Formen um meiner Aussage Nachdruck zu verleihen.

Der Ton macht die Musik.

Wenn ich Dir sage: " Don’t use the car!"
mit einer recht unfreundlichen Stimmlage, ist es anders als wenn ich Dir höflich sage: "Do not use the car.

Gruß
Sin
Muttersprachlerin

2 Like

Hi,

hab dich ja beinahe schon vermisst! Aber ich muss Dich tadeln: Du wirst langsam vorhersehbar, und deine Meckereien lassen inhaltlich auch nach.

Ich verwende oft die langen Formen um meiner Aussage Nachdruck zu verleihen.

Natürlich. Von nichts anderem reden wir die ganze Zeit, wenn auch in anderen Formulierungen. Aber ich helfe dir ja gerne, denn in Deutsch bin ich

die Franzi
Muttersprachlerin :wink:

Hi Franzi,

Ich kritisiere hier jeden Beitrag welchen ich nicht richtig finde. Das hat mit Deiner Person nichts zu tun.

Ich zitiere Dich mal

Wenn man nun die langen Formen auch spricht, zeigt man, dass man die :Sprache nicht übers Sprechen, sondern übers Schreiben gelernt hat. :Welcher Muttersprachler macht das schon…

Du hast anscheinend nicht richtig begriffen um was es geht, oder Deine Formulierungen sind sehr unklar.

Gruß

PS
Ich versuche es Dir nochmal zu erklären : auch Muttersprachler benutzen lange Formen um etwas zu betonen.

Ich habe selbst ein paar Monate in Frankreich gelebt, ich würde es mir niemals anmaßen alle französischen Muttersprachler in einen Topf zu werfen.

Stichworte: I do wish, you were willing, to try to learn.

Hi,

mal eine ernste Antwort:

auf eine Frage alle möglichen Details anzugeben, die es zu dem Thema gibt, ist pädagogisch nicht sinnvoll, es verwirrt den Lernenden.

Und wenn die Frage lautet, warum man als Nichtmuttersprachler erkannt wird, wenn man „I do not“ und Co. in der gesprochenen Sprache verwendet (ich habe das so verstanden: "wenn man sie regelmäßig verwendet), dann reicht es, auf die Grundregel zu verweisen, was passiert, wenn man die langen Formen spricht. Da muss ich nicht noch ausführen, mit welchen anderen Miteln man den unerwünschten Effekt noch erzeugen kann.

Du hast an anderer Stelle geschrieben, du hast Lehrerfortbildungen gemacht. Egal, ob Du sie gehalten hast oder Teilnehmerin warst - Du solltest genug pädagogischen Sachverstand haben, um das zu erkennen.

Die Leute, die ich unterrichte, und die, die hier solch Fragen wie die am Anfang des Threads stellen, haben in der Regel ganz andere Probleme, als zu verstehen, wo der Unterschied zwischen „I do not understand you“ und „I don’t understand you“ sind, gar nicht zu reden von mdl vs. schriftlich unter Berücksichtigung von Satz- und Wortintonation und Mimik. Solche Diskussionen gehören in die Oberstufe Gymnasium, frühestens, und wer sie da beherrscht, der kriegt 15 Punkte. Solange die Schüler aber auch nach Wochen noch nicht in der Lage sind, das s in der 3rd person singular, present tense anzuhängen, brauch ich solche Gefechte gar nicht erst anfangen.

die Franzi

Hi Franzie!

Solange die Schüler aber auch nach Wochen noch nicht in der Lage sind, :das s in der 3rd person singular, present tense anzuhängen, brauch ich :solche Gefechte gar nicht erst anfangen.

Ok, dann verzeih mir bitte meine Erklärungen.

Das respektiere ich, respektiere Du aber auch bitte , dass ich auf einem völlig anderen Niveau unterrichte.

Gruß
Sin

Hi,

ich brauche gar nichts zu verzeihen, ich weiß selbst, dass ich Dinge auslasse - mal absichtlich, mal aus Schusselei, mal weil ich es nicht weiß.
Ich habe auch kein Problem damit, zu akzeptieren, dass Du auf einem anderen Niveau unterrichtest - vermutlich Übersetzer oder ähnliches Level.
Nur sind die weitaus meisten Fragen hier im Thread auf dem Niveau meiner schüler oder (aus Deiner sicht) knapp drüber.
Können wir uns vielleicht darauf einigen, dass wir uns miteinander um einen anderen Ton bemühen? Dass mir nicht immer Unfähigkeit und Dummheit unterstellt wird, wenn Du noch etwas zu meinen Ausführungen ergänzen möchtest? Dass ich etwas nicht weiß, kommt nämlich seltener vor, als Du glaubst. Viele Dinge, die ich hier in Aufsätzen unkorrigiert lasse / an Germanismen nicht bemerke, gehen selbst auf Gymnasialniveau als 15 Punkte durch. Mehr kann mn machen, muss man aber nicht - es wird eh nicht behalten werden - nicht, weil sie zu dumm sind, sondern weil eben noch nicht genug Grundwissen da ist. Schüler lernen auch noch eher auswendig, als dass sie verstehen. Geschichten könnte ich erzählen… Man hilft ihnen mehr, wenn man ihnen eine einfache Regel gibt, die in den Situationen, die sie werden bewältigen müssen, weiterhilft. Ich baue erfolgreiche Touristen, die vielleicht einen Zeitungsartikel lesen oder einen Film sinnentnehmend lesen / sehen können. Wenn sie dann noch begreifen, dass Stil existiert, und man lieber gegenüber Fremden die Wörter benutzt, die die Lehrerin beibringt, als die, die man auf der Straße von Kumpels lernt, dann ist es super.

Wenn der Ton stimmen würde, wäre ich durchaus dankbar, eine Muttersprachlerin zu haben, die ich bei diffizileren Dingen fragen kann. Aber bisher geht das nicht. Und da das dann auch meist dinge sind, die meine private Lektüre betreffen, richtet es auch keinen Schaden an.

die Franzi

1 Like

Hallo,
.

Nur sind die weitaus meisten Fragen hier im Thread auf dem
Niveau meiner schüler oder (aus Deiner sicht) knapp drüber.

WEnn ich eine Frage hier habe - nicht in Englisch, sondern sagen wir mal Italienisch - dann möchte ich die kompetent beantwortet haben und möchte NICHT, dass mich jemand bei „15jähriger Gymnasiastin“ einordnet und mein Niveau irgendwo einordnet und die Qualität der Antwort deshalb „runterschraubt“. Sollte mir die Antwort zu hoch sein und ich sie nicht verstehen, kann ich nachfragen.
Und derjenige, der im Archiv kramt, der möchte Antworten, auf die er sich 100% verlassen kann, wenn es geht auf muttersprachlichem Standard und nicht damit er bei einer Klassenarbeit, die er nie mehr schreiben wird, 15 Punkte kriegen kann.

Gruß
Elke

2 Like

Hi,

das mit dem Archiv ist schon ein gewisses Argument, aber ich denke, die Antworten sollten in erster Linie dem Fragenden helfen. Wenn man einen Wortschatz von knapp 500 Wörtern hat, das Simple Past bzw. Present und das Past / Present Progressive beherrscht sowie einfache Sätze und Satzgefüge mit but, when sowie Fragen und Aufforderungen, dann ist es wirkllich eine Herausforderung mit dem is not / isn’t. Dabei ist es egal, ob man beschriebenen Wissensstand mit 12 oder mit 32 hat, es ist sogar egal, ob man zum ersten Mal damit konfrontiert wird, oder ob man nach langer Pause sein Wissen wieder auffrischt. Man weiß nicht, wann man was verwendet.
Und nachdem es daneben noch genug zu lernen gibt, bekommen sie gesagt: die kontraktierte Form mündlich, die lange schriftlich. Dabei wird mal so gar kein Schaden angerichtet. Meiner Aussage mit der kurzen Form Nachdruck verleihen, indem ich meine Stimme anhebe, machen sie automatisch, das funktioniert nämlich auch im Deutschen.
Wenn ich es extra erwähne, meinen sie, es wäre was neues und sie müßten es lernen, und damit ist die erste Fehlerquelle offen („da war doch was mit der Kurzform mündlich… vermutlich sollten wir sie in bestimmten Situationen nicht verwenden? oder was… ich lass es lieber“ - auf was Lernende so alles kommen, merkt man erst, wenn man es gesehen hat). Und damit ist auch die Kommunikationssituation „Ich möchte das Gesagte hervorheben“ ausreichend abgedeckt, außer, man möchte Übersetzer / Dolmetscher werden und muss es verwenden. Verstanden wird es schon vorher, und auch das muss man nicht extra hervorheben. Sonst verstehen sie nur „Man kann die Langformen ja genausogut hernehmen“ und verwenden sie fleißig durchgehend.
Schüler verwenden mit großer Freude das Lehrbuch, ohne es verwenden zu können. Heute benutzte einer „demand“, weil er ja herausgefunden hatte, dass das „verlangen“ bedeutet. Das Resultat war so falsch, ich habe es bereits verdrängt - „demand from“ war nur ein Teil. Um das jetzt korrekt aufzuräumen, nach muttersprachlichen Gesichtspunkten, braucht man eine Dreiviertelstunde. Schon alleine, warum es nicht demand from heißt, und wo der Unterschied zu demand that ist, und warum es heißt „the discussion demanded his full attention“ und nicht „the discussion demanded the full attention of him“…
Nun sitzen da aber 22 weitere Schüler drin, die das Problem nicht haben. demand sollte schon irgendwann mal beherrscht werden, wird aber in der konkreten Situation nicht unbedingt gebraucht. Bereits bekant sein müßte die Struktur „to want sb. to do sth.“, seit Jahren. Wird nicht gekonnt, selten versucht und meistens falsch benutzt. Also müßte ich das auch noch einführen. Weitere halbe Stunde. Ist das zweckmäßig?

Langer Rede, kurzer Sinn: Je weniger Vorwissen ein Lerner hat, um so kürzer muss man die Erklärung halten. Und da fehlt dann auch nix - die zu bewältigenden Situationen geben es nicht her. Meine Schüler sind übrigens Anfang 20.

Sollte mir die Antwort zu hoch sein und ich sie nicht verstehen, kann ich nachfragen.

Wenn Du Glück hast, tun sie es. Meist lernen sie das auswendig, was sie hier lesen, und haun es durcheinander. Helena hat meine Ausführung verstanden. Ich weiß, dass ich nicht jedes Detail erklärt habe. Welchen Schaden hat ihre englische Kommunikationsfähigkeit genommen? Glaubt ihr wirklich, sie ist so dämlich (sry), dass sie nun anfängt, Muttersprachler zu korrigieren, wenn die einer Aussage durch ein scharfes „I don’t want to…“ Nachdruck verleihen?

„15jähriger Gymnasiastin“

Das hat nichts damit zu tun, dass man eine Erklärung dem Vorwissen anpasst. Diese Anpassung vorzunehmen, ist eine Grundlage der Pädagogik und Didaktik. Man muss sie auch inhaltlich dem Alter anpassen. Das ist ebenfalls eine Grundlage. Trotzdem müssen unsere Schüler, wenn sie am Anfang des Schuljahres wieder fast bei Null anfangen, eben erstmal den langen, steinigen Weg durch die present tenses zum Ausdruck der Gegenwart gehen. In Kennenlernsituationen. „I have a brother and two sisters.“ „This is my friend. He has no brothers or sisters.“ und wenn sie in der Situation „has“ sagen, jubiliere ich.
soll ich mir jetzt Asche aufs Haupt streuen, weil ich nicht in der gleichen Situation darauf hinweise, dass man die present tenses auch zum Ausdruck der Zukunft verwenden kann, und welche Untershciede sich da ergeben, und wann man das will-future und das going-to future verwendet, und dass das going-to future eigentlich eine Sonderform des present progressive ist? Und wenn wir dann schon beim will-future sind… „will“ kann ja sehr wohl „wollen“ bedeuten. Erwähne das mal in einem Klassenraum voller Lerner unterhalb SekII… du wirst nie wieder jemanden finden, der „I want“ und "I would like to"auch nur halbwegs korrekt benutzt… „What would you like to have for Christmas?“ - „I will have a motorbike.“… ja super -.-

Wie gesagt, mit Euren Übersetzern / Dolmetschern könnt ihr das gerne machen, ich habe die (relativ) spitzfindigen Diskussionen in den entsprechenden Kursen an der Uni auch geliebt. Aber für Lernende unterhalb dessen ist es zu viel. Und jemand, der schreibt, dass er mit Cornelsen sein Wissen auffrischt und den Unterschied zwischen …what’s the time und … what the time is im Nebensatz nicht versteht, ist eben eher auf dem Niveau meiner Schüler unterwegs und nicht auf von Euch oder Euren Schülern.

die Franzi
die Franzi

Hallo,

das mit dem Archiv ist schon ein gewisses Argument, aber ich
denke, die Antworten sollten in erster Linie dem Fragenden
helfen.

Aber du bist hier nicht Lehrerin!

Wenn man einen Wortschatz von knapp 500 Wörtern hat,
das Simple Past bzw. Present und das Past / Present
Progressive beherrscht sowie einfache Sätze und Satzgefüge mit
but, when sowie Fragen und Aufforderungen, dann ist es
wirkllich eine Herausforderung mit dem is not / isn’t.

Und dennoch gibt es Menschen, die die ganze Antwort haben möchten.
;Dabei

ist es egal, ob man beschriebenen Wissensstand mit 12 oder mit
32 hat, es ist sogar egal, ob man zum ersten Mal damit
konfrontiert wird, oder ob man nach langer Pause sein Wissen
wieder auffrischt. Man weiß nicht, wann man was verwendet.
Und nachdem es daneben noch genug zu lernen gibt, bekommen sie
gesagt: die kontraktierte Form mündlich, die lange
schriftlich. Dabei wird mal so gar kein Schaden angerichtet.

Außer dass ich mich (in der italienischen Analogie) für dumm verkauft fühle. Die Frage hier gibt nur bedingt Auskunft über meinen Wissensstand. Und wie gesagt: ich bin hier nicht als Lehrer, wenn ich auf der Antwortseite sitze, sondern als Sprach_experte_.

Meiner Aussage mit der kurzen Form Nachdruck verleihen, indem
ich meine Stimme anhebe, machen sie automatisch, das
funktioniert nämlich auch im Deutschen.
Wenn ich es extra erwähne, meinen sie, es wäre was neues und
sie müßten es lernen, und damit ist die erste Fehlerquelle
offen ("da war doch was mit der Kurzform mündlich…

Nochmal: du bist hier nicht als Lehrerin.

Das hat nichts damit zu tun, dass man eine Erklärung dem
Vorwissen anpasst. Diese Anpassung vorzunehmen, ist eine
Grundlage der Pädagogik und Didaktik.

Ja. Die hier nicht gegeben ist.

Wie gesagt, mit Euren Übersetzern / Dolmetschern könnt ihr das
gerne machen, ich habe die (relativ) spitzfindigen
Diskussionen in den entsprechenden Kursen an der Uni auch
geliebt. Aber für Lernende unterhalb dessen ist es zu viel.

Und wer sagt dir, wer hier liest und fragt?

Und jemand, der schreibt, dass er mit Cornelsen sein Wissen
auffrischt und den Unterschied zwischen …what’s the time und
… what the time is im Nebensatz nicht versteht, ist eben
eher auf dem Niveau meiner Schüler unterwegs und nicht auf von
Euch oder Euren Schülern.

Nein, er hat gesagt ,dass er den Einstufungstest gemacht hat.
Das sagt - ohne Resultat - schon mal nichts über das Niveau aus (es gibt systematisch veranlagte Menschen, die bei diesen Test prinzipiell mit A1 anfangen, und hören bei B2 auf, wenn sie merken, dass sie dort an ihre Grenzen stoßen.
Außerdem hasse ich es, wenn ich eine vereinfachte Lösung angeboten bekomme, die ich verinnerliche und später muss ich dann umlernen.

Gruß
Elke

2 Like

Hi,

Aber du bist hier nicht Lehrerin!

Oops, achso… verflixt nochmal.

Und dennoch gibt es Menschen, die die ganze Antwort haben
möchten.

Die fragen dann nach, oder ihr ergänzt, oft schreib ich auch mehr, …

Und wie gesagt: ich bin hier nicht als
Lehrer, wenn ich auf der Antwortseite sitze, sondern als
Sprach_experte_.

Sollte mir an dieser Formulierung etwas auffallen?

Nochmal: du bist hier nicht als Lehrerin.

Das hat nichts damit zu tun, dass man eine Erklärung dem
Vorwissen anpasst. Diese Anpassung vorzunehmen, ist eine
Grundlage der Pädagogik und Didaktik.

Ja. Die hier nicht gegeben ist.

Wenn man auf irgendeinem Niveau etwas verständlich erklären will, muss man sich dem Vorwissen anpassen, und auch dem Alter. So ist das. Und egal, ob man das an einer Schule als Lehrer tut, als Freund einem Freund, oder als Experte in einem Forum, gelten pädagogische und didaktische Grundsätze - denn auch diese beiden Wissenschaften sind nicht prä- sondern deskriptiv. Lehre basiert auf dem Grundprinzip (schön deutsch) „Input +1“ - als Input ist das Wissen zu verstehen, das bereits vorhanden ist. Da eine Stufe drüber, und man wird nicht nur verstanden, sondern es besteht eine große Chance, dass das neu erworbene Wissen behalten wird.

Wie gesagt, mit Euren Übersetzern / Dolmetschern könnt ihr das
gerne machen, ich habe die (relativ) spitzfindigen
Diskussionen in den entsprechenden Kursen an der Uni auch
geliebt. Aber für Lernende unterhalb dessen ist es zu viel.

Und wer sagt dir, wer hier liest und fragt?

Ich bin keine Übersetzerin, auch keine Dolmetscherin. Ich bin Lehrerin. Es ist mein Job, zu erkennen, welche Vorkenntnisse jemand hat, und auf welchem Schwierigkeitsniveau sich eine Frage, eine Antwort, eine Erklärung, eine Aufgabe bewegen.
Lernende (das Wort ist sicher das höflichere, denn hier fragen ja auch lernende Erwachsene) sind doch in den meisten Fällen höflich und erkennen eine umfassende und erschöpfende Antwort, wenn sie eine bekommen. Sie werden sich bedanken, und sich sehr freuen, sie bekommen zu haben. Aber sie werden sie vermutlich nciht verdauen können. Aber für das eigene Ego als Antwortender sind solche Antworten natürlich prima, es wird einem gedankt, man wird gelobt, und mit dem REst ist man ja eh nicht konfrontiert. Das ist allerdings maximal in zweiter Linie interessant für mich - ich möchte die Probleme der Fragenden lösen, und sie ein bisschen schlauer machen, als sie vorher waren. Das ist in der Regel ein dankloser, wenn auch nicht immer undankbarer Job. Aber wenn man richtig Pech hat, wird man dafür blöd angemacht.

Nein, er hat gesagt ,dass er den Einstufungstest gemacht hat.
Das sagt - ohne Resultat - schon mal nichts über das Niveau
aus (es gibt systematisch veranlagte Menschen, die bei diesen
Test prinzipiell mit A1 anfangen, und hören bei B2 auf, wenn
sie merken, dass sie dort an ihre Grenzen stoßen.

Nun, er hat eine Frage gepostet, die etwa auf dem Niveau Anfang drittes Lernjahr ist (die Stufen des europ. Referenzrahmens hab ich noch nicht so verinnerlicht), eine wohlwollende SChätzung. Und er cweiß nicht, warum die richtige Lösung richtig ist. Damit haben wir eine hinreichende Näherung.
Sicher ist es möglich, dass er einen höheren Schulabschluss bereits hat und jetzt auffrischt. Er wirkt auch eher erwachsen und gebildet (ganze Sätze, Gruß am Anfang und Ende, klar strukturierter Text, hinterfragt sowohl das Wörterbuch als auch den Test), ist vermutlich aber noch nicht sehr alt (will nicht so ganz glauben, dass er nicht recht hat, ist eher defensiv). Selbst, wenn ich mich da irren sollte: Er ist ganz sicher nicht auf dem Weg zur Aufnahmeprüfung für das Sprachen- und Dolmetscherinstitut o.ä.
Außerdem habe ich auf die spezifische Nachfrage von Helena geantwortet, warum man als Fremdsprachler erkannt wird, wenn man die Langformen spricht. Da es ein Nebenkriegsschauplatz war, hab ich mir eine Kurzantwort erlaubt.

Außerdem hasse ich es, wenn ich eine vereinfachte
Lösung angeboten bekomme, die ich verinnerliche und später
muss ich dann umlernen.

Oh mann, wie scheiße muss Schule für Dich gewesen sein… Mein Mitgefühl.

Jetzt hör ich auf, sonst vergess ich mich.

die Franzi