Eltern - Schulstoff der Kinder

Hallo Eltern,

ich würde gerne zu folgender Fragestellung Eure Meinungen, Einstellungen und Verhaltensweisen erfahren.

Wie geht Ihr damit um, wenn Eure Kinder in das 6., 7. , 8. etc. Schuljahr kommen und Ihr nicht mehr auf inhaltliche Fragen zum Schulstoff antworten könnt.

Soll heißen: Ihr merkt, Ihr habt nicht das Wissen Eurer Kinder in Mathe, Deutsch oder Englisch? Ihr könnt nicht darauf antworten, wie die Dritte Binomische Formel hergeleitet wurde bzw. was eine Kernladungszahl ist?

Gruß Hans

Hallo Hans,

erstmal würde ich mir wahrscheinlich selber versuchen meinen Schulstoff nochmal in Erinnerung zu rufen oder zu schauen ob ich mir das Wissen schnell Aneignen kann. Dein Beispiel Kernladungszahl ist dafür ganz gut. Das lässt sich ja, falls man es so nicht weiß ziemlich schnell durch Googel rausfinden was dahinter steckt und dann ziemlich leicht erklären.

Falls man es dann trotzdem nicht weiß, würde ich einfach dazu stehen und meinen Kindern sagen, dass wir das damals in der Schule nicht durchgenommen haben. Für mich damals als Kind war es z.B. völlig normal, dass mir meine Eltern ab einem gewissen Zeitpunkt nicht mehr bei Schulfragen helfen konnten, da sie in einer ganz andern Zeit zur Schule gegangen sind. Für mich war das nie störend, wenn meine Eltern nicht helfen konnten, dann habe ich halt die Lehrkraft in der nächsten Stunde gefragt.

Gruß

Samira

Hallo Hans,

bewährt hat es sich:

a) entweder vorher die Bücher mal kurz zu studieren und dann sein Wissen aufzufrischen - da freue ich mich zum Beispiel drauf, da ich einfach Dinge und Zusammenhänge in der Schule nicht verstanden habe und jetzt aktuell wo es klick gemacht hat ohne Not und Zwang zu faul bin das noch mal ausführlich nachzuarbeiten. Fand ich früher Chemie immer irgendwie ein Brief mit 7 Siegeln, habe ich heute Interesse dran und da noch mal das Basiswissen aufzufrischen ist klasse.

b) man kann nicht alles wissen - dem Kind mitteilen, dass man das nicht genau weiß, aber nachliest, fragt etc. und die Antwort später gibt. GGF dem Kind zeigt, wie man diese Antworten selbst heraus bekommen kann indem man Lexikon, Wörterbuch, Internet befragt. Mit Sicherheit eine Methode mit Zukunft, die gut erlernt in so mancher Lebenslage eingesetzt werden kann. In vielen Bereichen überholt sich das Wissen alle 3-6 Jahre und da muss man eben recherchieren und sich permanent neues Wissen aneignen können. Ein Grund mehr, warum man nicht alles wissen kann.

Kinder wissen dass die Eltern nicht unfehlbar sind und auch lernen zuzugeben, wenn man etwas nicht weiß, kann, falsch gemacht hat gehört für mich zur Persönlichkeitsbildung dazu und schützt später vor peinlichen, nicht revidierbaren Situationen die ggf große Folgen haben können.

c) man hat eben keine Ahnung, weil man selbst kein Englisch hatte- da eh nie gut war oder es wirklich zu lange her ist - dann muss ein Nachhlfelehrer her - manchmal reicht es auch, wenn es einem Schüler aus höheren Klassen erklären (wenn es nur eine Verständnisfrage ist und es nicht um komplettes Wissen geht) - das war bei uns im Internat die Regel, dass man sich erst an die höheren Jahrgänge gewand hat und innerhalb von Minuten das Problem gelöst war.

Gruß und viel Spaß beim Auffrischen der grauen Zellen,
Alexandra

Hallo,
es ist nicht deine Aufgabe deinen Kindern alles erklären zu müssen.
Es hilft ihnen selbständig zu werden, wenn sie Dinge, die sie in der Schule nicht verstanden haben mit Klassenkameraden, oder Schülern aus höheren Jahrgängen zu erarbeiten. Wenn das alles nicht geht, dann muß ein Nachhilfelehrer her.
Ich persönlich habe weder Zeit noch Lust, die Schule 3x in meinem Leben durchzumachen :wink:)
Gruß,
Claudette

Hallo Hans,

wenn ich eine Frage nicht aus dem Stegreif beantworten kann, gebe ich das selbstverständlich gern zu. Es gibt keinen Menschen, der alles weiß, egal wie viel er gelernt hat.

Kinder erleben sich in der Schule so oft als unzureichend, da empfinden sie es durchaus beruhigend, dass Eltern auch ihre Defizite haben und damit ganz gut leben können.

Heutzutage besitzt ja dank Internet jeder seine eigene Bibliothek, in der wir ggf. gemeinsam recherchieren :smile:

Bedenke auch, dass die Lerninhalte von Zeit zu Zeit, von Land zu Land und von Schultyp zu Schultyp bereits differieren.

LG
sine

Hallo Hans,

Wie geht Ihr damit um, wenn Eure Kinder in das 6., 7. , 8.
etc. Schuljahr kommen und Ihr nicht mehr auf inhaltliche
Fragen zum Schulstoff antworten könnt.

Soll heißen: Ihr merkt, Ihr habt nicht das Wissen Eurer Kinder
in Mathe, Deutsch oder Englisch? Ihr könnt nicht darauf
antworten, wie die Dritte Binomische Formel hergeleitet wurde
bzw. was eine Kernladungszahl ist?

das sind ja drei verschiedene Fragestellungen, will heißen: Das hängt vom Fach ab.

In Mathe habe ich meiner Tochter (die selber in Mathe gut war) meistens dadurch „geholfen“, dass ich sie gebeten habe, mir die vermeintlich unverständliche Aufgabenstellung doch mal zu erklären (Weißt Du, bei mir ist das schon so lange her…). Da ist meistens bei meiner Tochter beim Erklären selber der Groschen gefallen: „Alles klar, ich hab’s verstanden“ *g*

In Deutsch stand ich teilweise tatsächlich daneben, weil wir zu unserer Zeit eben keine „Textanalysen“ gemacht haben, sondern Interpretationen. Und unter einem „misslungenen“ Aufsatz meiner Tochter stand dann auch: „Interpretation! Themaverfehlung!“. Da habe ich das helfen sein lassen.

In Englisch geht es ja teils um Vokabeln, da habe ich darauf bestanden, dass meine Tochter diese wenigstens einmal liest. Bei Grammatikproblemen kann ich leider nicht mit „kann ich nicht mehr“ dienen, weil ein humanistisches Abitur zum Knacken der meisten Grammatikprobleme sehr dienlich ist.

Ach ja, und einige „Warum“-Fragen kann man in allen Fällen auch nur mit „weil es so definiert ist“ beantworten.

Gruß, Karin

Hi,

ich schließe mich Claudette an.

Ich habe zwar selbst keine Kinder (war aber selber mal eins *gg*), bin aber Lehrerin und weiß, wofür Hausaufgaben da sind.

Hausaufgaben gibt es, damit die Kinder in ihrer eigenen Geschwindigkeit neuen Stoff üben können. Dabei geht man als Lehrer nicht davon aus, dass die Kinder alles richtig lösen. Die Kinder sollen die Gelegenheit bekommen, selber herumzuprobieren und herauszufinden, was sie schon begriffen haben und was noch nicht. Dann bei der Hausaufgabenbesprechung erkenne ich anhand der falschen Lösungen und der Fragen der Schüler, was ich nochmal wiederholen muss. Wenn ich keine Fragen und nur richtige Lösungen bekomme, dann geht das natürlich ales schneller, aber das heißt für mich auch: Kinder haben alles verstanden, wunderbar, neues Thema.
Wenn nun ber die Lösungen richtig waren, weil Mama oder Papa das gemacht haben, dann beherrsht das Kind den Stoff eben noch nicht, und dementsprechend schlecht sind dan die Ergebnissae bei Leistungsnachweisen, und dann heißt es „Ja, die Lehrerin hat das ja nicht richtig erklärt! Das geht immer so schnell mit dem neuen Stoff weiter, wofür werden Sie eigentlich bezahlt?“

Weil Hausaufgaben zum Üben da sind, und weil sie den Zweck haben, dem Lehrer Feedback über den Fortschritt der Schüler zu geben, werden sie auch nicht benotet.

die Franzi

Hallo Hans,

  1. Mut zur Lücke - soll heißen ich gebe offen zu wenn ich etwas nicht weiß

  2. ich versuche es mir zu erarbeiten in dem ich einfach mal durchlese was im Schulbuch erklärt wird und meistens machts „klick“ und mir fällt wieder ein, dass ich das auch mal gelernt habe (in grauer Vorzeit)

  3. ich liebe google und Wikipedia - zumind. jetzt noch finde ich irgendwann eine Erklärung die ich verstehe und die ich dann dem Kind erklären kann.

  4. es sind nicht meine Hausaufgaben und Hausaufgaben müssen nicht zwangsläufig komplett richtig sein, Mutters Hilfe ist da eher störend wenn das Kind nicht versteht was es tut.
    Da sag ich jetzt schon mal: nach der Hausaufgabenkontrolle wissen wir ob wir richtig gedacht haben.

Allerdings bin ich mir sicher, dass spätestens im nächsten Schuljahr Dinge kommen mit denen ich überfordert bin (Latein), dann muß das Kind selbst erarbeiten bzw. weiß ich schon wenn wir alles fragen können wenn gar nix mehr hilft (erinnert mich jetzt an die Joker bei Jauch).

In englischer Grammatik war ich immer eine absolute Niete, vielleicht wirds ja in den nächsten Jahren besser.
Bei Vokabeln kommt öfters der o.g. „klick“.
Seit Beginn dieses Schuljahres kann ich auch alle Bundesländer mit den dazugehörigen Landeshauptstädten aufzählen :smile:
Mit der neuen deutschen Rechtschreibung habe ich leichte Probleme, dafür gabs jetzt aber einen neuen Duden und im Bücherregal steht eine Taschenbuchausgabe vom Brockhaus.

Grüße Bröselchen

Hallo Eltern,

Bin ich :wink:

Wenn mich mein Junior nach irgendwelchen Schulstoff fragt und ich weiss das nicht mehr, dann sage ich das auch.
„Ist ja schon sooo lange her…“
Ich bin ja nicht Dr. Allwissend.

Es gibt dann mehrere Möglichkeiten:

  • Er kanns mir erkären
  • Wir bzw. er recherchieren das (z.B. bei www)
  • uns interessiert das nicht die Bohne

Gruss

Ratz

Hallo Ihr schulgeplagten Eltern,

1.sollen Hausaufgaben echt den Lernfotschritt des Kindes aufzeigen, aber hinkt eines nach, muss trotzdem der nä.Stoff her ( timing).
2.kann in Mathe nur jede 5.6. helfen,zuminddest bin ich mit solchen suspekten Einsteins nicht in Verbindung. Nur 2 Prozent der Berufe erfordern dieses Niveau an Mathe, welches ich längst mit dem Kultusministerium bekriege! Meine Kinder trugen fast Versagensängste mit sich herum! Auch Nachhilfe nützt nur solange sie da ist! Der Aha-Effekt muss es im Kind und nur ihn der Grundschule schon auslösen, denn bei mir war in Mathe Hopfen und Malz verloren und stehe kurz vor dem Chip einpflanzen.Nee Quatsch, aber Mathe kommt früh oder nie!
Da muss man durch und woanders punkten! Sprachen z.B. Das ist ja nur auswendig lernen, wie Geographie, Geschichte, einfach alles!

Regina

Liebe/r…und CO der Mathematik,
komme nochmal auf meine Aussage mit nur 2Prozent Berufe, die dieses Mathe-Niveau fordern! Mein Sohn hat jetzt in Mathe Vektorrechen und Logarhytmen.Nicht 'mal Enzyklopädien bringen mir das näher!Mir wird bei Zahlen so schwindelig, dass ich Tage danach nicht mehr weiß,wie ich heiße! Was hat man dann im Gymnasium? Stellt man da Kugeln aufeinander und das Abitur wird nur erreicht, wenn man eine Treppe zum Mond errichtet hat, oder wie? Ach jetzt hört doch’mal auf!Essen solche Berufsgruppen noch mit Messer und Gabel,oder muss ich Angst haben vor denen? Was für eine bösartige Frau hatte der arme Mensch, dass er solche Aufgaben erfindet? Soviel Aggression hat doch ein sonst lieber Mensch doch nicht!
Warum stellt ein einfacher Handwerksausbilder, Fleischermeister trotzdem nur vorzugsweise Realschüler ein? Der ,trotz seines Meisters, kann mit seinen roten Bäckchen keine Vektorrechnung!Daran scheitert unsere Wirtschaft! Zum Glück, dann gibt es Veränderung!

Regina

Warum lernen die Kids in Deutsch zwar Plusquamperfekt,Präterium etc.,aber nicht was Fauxpas,Affront autodiktaktisch heißt? Worüber sich die erwachsenen Welt mehr unterhält!Waren jetzt nur Beispiele.
Um diese Antwort wäre ich endlich sehr verbunden.

Gibt es für Plusquamperfekt und andere Grammatikwichtigkeiten eigentlich ein deutsches Wort, wie es bei Affront oder autodidaktisch,rekapitulieren ???Was? Kein deutsches Wort für Plusquamperfekt, warum auch! Solange man die anderen Fremdwörter nicht unnötig im Kopf spazieren tragen muss, muss Plusquamperfekt nicht übersetzt werden.Nein!

Regina

ot
Hallo,

Gibt es für Plusquamperfekt und andere Grammatikwichtigkeiten
eigentlich ein deutsches Wort,

Natürlich gibt es das. Heißt Vorvergangenheit.
Im Übrigen, wenn Vierjährige ohne Probleme lernen, Tyrannosaurus Rex etc. zu sagen oder all die Namen der Pokémonviecher, dann könnten sie genauso gut lernen was Plusquamperfekt ist.
ABer unsere Kinder lernen das alles dreimal:
in den ersten Jahren Grundschule sagen sie „Tuwort“,
dann in Kl. 4 oder so lernen sie um, jetzt heißt es „Tätigkeitswort“ und in den weiterführenden Schulen dann Verb.
DAS macht für mich keinen Sinn.

Wie übrigens dein ganzes Posting (in Bezug auf die Ausgangsfrage), aber daran habe ich mich inzwischen gewöhnt (ich lerne schnell).

Gruß
Elke

4 Like

Klar war früher Wiewort und heute Adjektiv,oder Hlfszeitwort und Präposition!War in Deutsch gut,bin nun weiter!Aber warum ist nicht Hilfszeitwort ausreichend und auch das deutsche WORT für Plusquam,perfekt?
Wenn die Kids doof bleiben sollen und keinen Fauxpas erklären können, warum sollen sie dann Verb statt Tunwort sagen???Wetten,darauf weiß nich’mal eine Lehrkraft Antwort!

Regina

Hallo,

Klar war früher

nicht früher: es kommt auf die Schulart und Klassenstufe an.
Die lateinschen Bezeichnungen gab es lange vor den deutschen.

War in Deutsch gut,

Und warum hat sich das seither geändert?

bin nun weiter!

Transzendentales Deutsch?

Aber warum
ist nicht Hilfszeitwort ausreichend und auch das deutsche WORT
für Plusquam,perfekt?

Weil Grammatik lateinisch geprägt ist und die lateinischen Ausdrücke präziser sind und auch international verständlich (es hilft beim Fremdsprachenlernen ungemein).

Wenn die Kids doof bleiben sollen und keinen Fauxpas erklären
können, warum sollen sie dann Verb statt Tunwort
sagen???

Siehe oben.

Wetten,darauf weiß nich’mal eine
Lehrkraft Antwort!

Du hast die Wette verloren.
Übrigens ist es nett, dass du nicht mehr so schreist, wenn du jetzt noch aufhören könntest, die Ausrufezeichen zu misshandeln, würden deine Artikel noch lesbarer.
Allerdings haben sie immer noch wenig bis keinen Bezug zur Ausgangsfrage.

Elke

3 Like

Der Händedruck hat sich erschöpft und die Männer haben sich galant aus der üblichen Frauenzickerei herausgehalten.Weitesgehend! Ich schäme mich für uns Frauen und arbeite daher lieber mit Männer als mit einer Zicke( wie mich).Doch der Konkurrenz,den die Männer zitieren kenen sie nur von uns!Ich schreibe gar nix mehr an den Händeartikel! Genügend Schlappen kommen trotzdem noch!Ich wollte keinem zu nahe treten.
usw.,anstatt den Kids Ausdrucksformen zu verleihen! Schande,Schande,wie
nun zu deutsch! Dazu gehört für Rhethorik, also gute Ausdrucksweise und Formulierung,bevor ich mit lateinischen Begriffen um mich werfe! Die sollten dann schon auch ein FREMDWORT KENNEN UND NICHT SOVIELE DEBILEN UNTERRICHTSSTUNDEN (9.KL:REALSCH.)mit dappaten Nacherzählungen,Textinterpretationen Erörterungen etc.die wertvolle Unterrichtszeit vergeudet wird! Schande! Schande!Das kann ein Realöschüler doch nach 4 solchen Texten!

Regina

Gibt es nun Erklärungen, warum Realschüler nur Textverarbeitung statt vollends alle Fremdwörter zu lernen, damit er nicht nur Plusquamperfekt aussprechen, sondern rhethorisch sein deutsch erweitern und heutigen Unterhaltungen oder Nachrichten folgen kann? Von Plusquamperfekt aussprechen, kommt keine Unterhaltung zustande!

Regina

Wie geht Ihr damit um, wenn Eure Kinder in das 6., 7. , 8.
etc. Schuljahr kommen und Ihr nicht mehr auf inhaltliche
Fragen zum Schulstoff antworten könnt.

Ich sage:
„Weiß ich nicht.“

Julia
PS: Wo ist das Problem???